Pressevor- und -nachberichte, Pressekontakt zum Auktionshaus NEUMEISTER

Wir freuen uns immer über Ihre Anfragen zu unseren Auktionen. Pressevor- und -nachberichte, druckfähige Bilddaten sowie weitergehende Informationen erhalten Sie von

Bernd Degner
Presse und Öffentlichkeitsarbeit

T +49 (0)89 23 17 10-50
F +49 (0)89 23 17 10-55
M bernd.degner(at)neumeister.com

Pressestimmen

Für Monarchisten und Kaiserzeit-Fans: NEUMEISTER versteigert Werke aus dem Besitz des Kaiserhauses.

WirtschaftsBlatt, 5.9.2014 |

Eva Komarek

Provenienzforschung: Die FAZ zur Veröffentlichung sämtlicher erhaltener Weinmüller-Kataloge durch NEUMEISTER

FAZ, 28.5.2014 |

Julia Voss

Provenienzforschung: Die SZ zur Veröffentlichung sämtlicher erhaltener Weinmüller-Kataloge durch NEUMEISTER

SZ, 28.5.2014 |

Ira Mazzoni

Provenienzforschung: Die SZ über Vorschläge der Provenienzforscher zum Umgang mit Raubkunst

SZ, 12.5.2014 |

Kathleen Hildebrand

Die schöne MadonnaIm Auktionshaus Neumeister erzielt „Alte Kunst“ Spitzenpreise.

Handelsblatt, 4.4.2014 |

Bettina Beckert

Von Dubai bis ZürichFrühjahrsauktionen - Im März warten die Auktionshäuser im In- und Ausland mit einem hochkarätigen Programm auf.

Handelszeitung | Nr. 11/2014 |

Katrin Bachofen

„Keiner kann das ausschließen“Debatte: Sind unsere Museen frei von NS-Raubkunst. Interview mit Katrin Stoll, Inhaberin von NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus.Jeglicher weitere Gebrauch, Vervielfältigung oder Weitergabe bedarf einer Genehmigung durch Gruner + Jahr AG & Co KG, Hamburg

art – Das Kunstmagazin , Februar 2014 |

 

Ein Trinkschiff segelt davonDas Kunstgewerbe erfährt eine immer größer werdende Wertschätzung. Handel und Sammler wetteifern um Hochkarätiges.Jeglicher weiterer Gebrauch, Vervielfältigung oder Weitergabe bedarf einer Genehmigung durch die Handelsblatt GmbH: nutzungsrechte@vhb.de

Handelsblatt |

Bettina Beckert

Das zwielichtige Geschäft mit der Nazi-Raubkunst.Moral ist wichtiger als die RechtslageNeumeister in München ist besonders sensibilisiert für die Thematik.

www.focus.de |

 

Provenienz- und Sammlungsforschung (IV)

 

Kolloquium am Zentralinstitut für Kunstgeschichte

 

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Zentralinstitut für Kunstgeschichte |

 

Inventar wurde versteigertWertvolles Schlossinventar aus Niederbayern ist am Mittwoch (16.10.13) in München unter den Hammer gekommen. Im Auktionshaus Neumeister wurden die Einrichtungsgegenstände von Schloss Teisbach bei Dingolfing versteigert.

BR Online |

 

Ein Buch und viel Gefühl. Wie aus dem Kunsthändler Konrad O. Bernheimer ein Schriftsteller wurdeEs war eine ungewöhnlich aufregende Rolle, in die Konrad O. Bernheimer am Mittwochabend schlüpfen durfte: Der Münchner Kunsthändler, der das Unternehmen in der Brienner Straße in vierter Generation leitet, stellte im ausverkauften Literaturhaus sein Buch vor: Narwalzahn und alte Meister – Aus dem Leben einer Kunsthändler-Dynastie.

TZ München |

 

Schloss Teisbach: Inventar steht bei NEUMEISTER bereitDas Kunstauktionshaus NEUMEISTER hatte bereits in der Vergangenheit mehrere Schlossauflösungen und große Sammlungsnachlässe übertragen bekommen.

Kunst Antiquitäten |

 

Verwunschenes Schloss Teisbach steht bei NEUMEISTER zur Entdeckung bereit! Sonderauktion des Inventars durch das Kunstauktionshaus NEUMEISTER in München am 16. Oktober 2013.

Deutsches Adelsblatt |

 

Der herzensgute ArchitektDas Auktionshaus Neumeister bietet eine Auswahl aus dem Nachlass des Hansen-Zeitgenossen Franz Jakob Kreuter an. Besichtigung in Wien.

Die Presse |

Barbara Petsch

Im Interview: Katrin StollSie führen eines der renommiertesten Auktionshäuser für Kunst in der Bundesrepublik, und sind seit 2008 alleinige Geschäftsführerin und Inhaberin. Wie kann man sich die Arbeit eines Aktionshauses vorstellen?

TABULA RASA - Zeitung für Gesellschaft und Kultur, 19.08.2013 |

 

Beim Münchner Auktionshaus Neumeister sichern sich französische, italienische und Schweizer Bieter die besten Lose. Neben Alten Meistern gehören Tischuhren zu den Gewinnern der jüngsten Session.

Handelsblatt, 5.7.2013 |

Bettina Beckert

Dicke Brillanten vor allem ließen beim Schmuck gute fünfstelligen Beträge in der Kasse klingeln

FAZ, 16.12.2011 |

Brita Sachs

„Einer der wichtigsten deutschen Künstler seiner Zeit ... Für Sammler sind seine Gemälde heute kaum noch zu erwerben, weshalb die Versteigerung einer Privatsammlung bei Neumeister schon im Vorfeld für Aufsehen sorgte. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen um einiges und bewies Menzels Ansehen im internationalen Markt. Eine besondere Sensation war die „Studie zum Opernball“, die für einen spektakulären Zuschlag von 330.000 Euro an einen internationalen Sammler ging.“

Weltkunst, Ausgabe 2012/05 |

 

„Adolph Menzel: Exorbitante Preissteigerungen auf Münchner Auktion“

Augsburger Allgemeine, 31.03.2012 |

Rüdiger Heinze

Rekordpreis für A.v.M. ... Die Taxen ... stiegen auf das Zehn- bis Zwanzigfache“

Der Tagesspiegel, 31.03.2012 |

 

„Erneut konnte Neumeister seine Rolle als Marktführer für die Malerei des 19. Jahrhunderts in Deutschland bestätigen“

Abendzeitung, 8.5.2012 |

 

„Neumeister: Rekordpreise für Arbeiten von AM“

Abendzeitung, 8.5.2012 |

 

„Rekordpreise für Adolph Menzel bei Neumeister“

Welt, 31.03.2012 |

 

„Es sind nicht nur Marktfrische und Provenienz, die das Engagement (bei Neumeister) lohnen.“

DIE ZEIT, 08.03.2012 |

Annegret Erhard

„Es war ein Siegeszug auf der ganzen Linie. Zwanzig Blätter einer ehemaligen Berliner Privatsammlung von Adolph von Menzel begeisterten Sammler und Händler bei Neumeister in München in einer Sonderauktion. Man riss sich um die Werke, die, in vierzig Jahren zusammengetragen, bereits in vierzig Minuten neu verteilt waren.“

FAZ, 31.03.2012 |

Brita Sachs

„Die Telefone liefen heiß“

FAZ |

 

„Werke des Berliner Künstlers fanden im Münchener Auktionshaus Neumeister bei einer Sonderauktion reißenden Absatz“

Handelsblatt, 05.04.2012 |

Bettina Beckert

„Sensationeller Zuschlag“

Handelsblatt, 05.04.2012 |

Bettina Beckert

„20 Papierarbeiten ... sowie ein Gemälde sorgten für eine einhundertprozentige Verkaufsquote“

Handelsblatt, 05.04.2012 |

Bettina Beckert

„Menzel at his best.“

Handelsblatt, 05.04.2012 |

Bettina Beckert

„Einen Knaller bot die Design-Auktion“

FAZ, 28.07.2012 |

Brita Sachs

Münchner Versteigerungswoche im Herbst: „Bei Neumeister, wo die weitaus umfangreichste Offerte wartete

FAZ, 13.10.2011 |

Brita Sachs

„Von geschätzten 18.000 zu einem Ergebnis von 110.000 Euro – Ein Stilleben ... brachte es bei Neumeister in München zu einem überraschenden Spitzenlos.“

FAZ, 28.04.2011 |

Brita Sachs

„Neumeister, erste Adresse für Spitzweg-Sammler“

Handelsblatt, 20.12.2011 |

Bettina Beckert

„In der Sparte Kunstgewerbe und Design sorgt die Art-Déco-Sammlung des amerikanischen Travestiekünstlers Bob Lockwood für Glamour“

Süddeutsche Zeitung, 21.05.2011 |

 

Zu Ernst Ludwig Kirchner, Wildboden mit Kirchners Haus: „Das Ergebnis zeigt, dass die Kunden sehr wohl tief in die Tasche greifen, wenn das richtige Werk zum richtigen Preis angeboten wird.“

Handelsblatt, 05.07.2011 |

Bettina Beckert

„spannendes Angebot“

Handelsblatt, 13.05.2011 |

 

„Besondere Beachtung verdienen zudem ... zwei Sammlungen“

Welt am Sonntag, 17.04.2012 |

 

„Das Konzept seiner Tochter Katrin Stoll hat den Vater Rudolf Neumeister bald überzeugt“

FAZ zu 50. Auktion Moderne, 05.11.2011 |

Brita Sachs

Zur 50. ModerneAuktion: „Es ist eine gute, vertrauenerweckende Nachricht, wenn ein Haus auf langjährige Erfahrung mit krisenresistenter Geschäftsführung bei marktrelevanter Ausrichtung verweisen kann.“

DIE ZEIT, 03.11.2011 |

Annegret Erhard

„Das altehrwürdige Auktionshaus Neumeister, einst ausgewiesener Spezialist für Münchner Landschaften des 19. Jahrhunderts ... veranstaltet eine Sonderauktion mit Skulpturen der Moderne und der zeitgenössischen Kunst“

DIE ZEIT, 03.11.2011 |

Annegret Erhard

„Gute Provenienzen locken auch bei den Skulpturen“

Süddeutsche Zeitung, 20.03.2010 |

 

„Minutenlang hielt das Bietgefecht an bei Neumeisters Auktion Alte Kunst“

Handelsblatt, 01.04.2010 |

Bettina Beckert

„Ein Überraschungserfolg, der sich auf dem internationalen Auktionsmarkt sehen lassen kann“

Handelsblatt, 01.04.2010 |

Bettina Beckert

„Kleine, im Katalog versteckte Schätze wurden teuer“

Handelsblatt, 01.04.2010 |

Bettina Beckert

„Alte Kunst bei Neumeister. Eine Institution“

MySelf |

Ausgabe 2010/12

Zu einem Relief des römischen Feldherrn Agrippa: „eine perfekte Ergänzung der Sammlung“ für den Direktor des Museums Schloss Rheydt, Dr. Karlheinz Wiegmann. „Als unser Mitarbeiter Dr. Klaus Möhlenkamp das Werk auf dem Titel des Neumeister-Kataloges erblickte, war ihm sofort klar: Dieses Werk passt zum Rheydter Schloss“

Rheinische Post, 14.12.2009 |

Dirk Reicherdt

„Lustgewinn mit Alten Meistern“

Die Welt, 24.12.2009 |

Dr. Bettina Krogemann

„Die Begeisterungsfähigkeit eines ansprechenden Angebots“

Die Welt, 03.03.2010 |

Johannes Sander

„Die Sammlung Kurt Liebermeister hielt ihr Versprechen, dem Kunstmarkt ein hoch spannendes Ereignis zu werden, als Neumeister sie jetzt in München auflöste.“

FAZ, 22.05.2010 |

Brita Sachs

„Von weither reisten die Interessierten an, als die Sammlung nach dem Tod Bareiss‘ bei Neumeister in München versteigert wurde“

Süddeutsche Zeitung, 28.08.2010 |

Dorothea Baumer

„Die Jugendstil-Sammlung Liebermeister zog bei Neumeister Bieter aus Europa und den USA an“

Süddeutsche Zeitung, 07.08.2010 |

Dorothea Baumer

„Ein Nachlass, der für Händler und Sammler von Jugendstil im In- und Ausland von großem Interesse ist, versteigert Neumeister mit der Sammlung des Münchner Mikrobiologen Kurt Liebermeister“

Süddeutsche Zeitung |

 

Über Liebermeister: „umso spannende wird es, wenn kaum noch verfügbare Objekte erneut auf den Markt kommen“

Weltkunst, Ausgabe 2010/05 |

Richard Lange

Versteigerung der Sammlung eines der „bedeutendsten Jugendstilsammler Deutschlands“

Kunst und Auktionen |

 

„Ein mehr als gelungener Auftakt ... mit vielen guten Resultaten ... exorbitante Ergebnisse ... glanzvoller Schlusspunkt“

Kunst und Auktionen |

 

„Das Münchener Auktionshaus Neumeister hat sich die Spezialsammlung Liebermeister gesichert“

Handelsblatt, 07.05.2012 |

 

Susanne Schreiber

„Preise für Murano-Glas explodieren“

Handelsblatt, 30.05.2010 |

Annegret Erhard

„Bei der Versteigerung des Nachlasses des Sammlers Kurz Liebermeister hat eine internationale Bietergemeinde die Preise explodieren lassen.“

Handelsblatt |

 

„Vor allem die Farbe Rot bewies beim frühen Muranoglas geradezu magische Anziehungskraft.“

Handelsblatt |

 

Entwürfe Umberto Bellottos bei Liebermeister: „bis auf das Zehnfache ihrer Taxen gesteigert“

Handelsblatt, 30.05.2010 |

Annegret Erhard

Teppiche bei Liebermeister: „ebenfalls überraschend hohe Zuschläge“

Handelsblatt |

 

„Gute Rendite für Kandinsky“

Handelsblatt, 21.06.2010 |

Bettina Beckert

„Abgesicherte Positionen der Moderne machten das Rennen“

Handelsblatt, 21.06.2010 |

Bettina Beckert

„Bei Werken der klassischen Moderne wie Wassiliy Kandinskys Aquarell „Ohne Titel“ von 1940 war zu spüren, wie strak der Markt bei abgesicherten Positionen ist“

Handelsblatt, 21.06.2010 |

Bettina Beckert

„hervorragende Provenienz“

Handelsblatt, 21.06.2010 |

Bettina Beckert

„Gute Qualität und attraktive Schätzungen sind Garanten für den Absatz“.

Handelsblatt, 21.06.2010 |

Bettina Beckert

„Französisches Jugendstil-Glas liegt im Trend“

Handelsblatt, 21.06.2010 |

Bettina Beckert

„das im Trend liegende französische Jugendstil-Glas schloss hervorragend ab“

Handelsblatt, 21.06.2010 |

Bettina Beckert

„Deutsche Privatsammler greifen bei Neumeisters Moderne-Versteigerung beherzt zu und ersteigern Werke des Impressionismus und Expressionismus für fünf- und sechsstellige Summen“

Handelsblatt, 15.11.2010 |

Bettina Beckert

„Die Afrika-Offerte war sehr gut bestückt“

Handelsblatt, 15.11.2010 |

Bettina Beckert

„Eine Gesichtsmaske der Baule von der Elfenbeinküste entfachte ein wahres Bietfeuerwerk“

Handelsblatt, 15.11.2010 |

Bettina Beckert

„Der starke Auftritt von Sammlungen sorgte für internationale Resonanz ... So konnte bei Neumeister das Glas der Sammlung Kurt Liebermeister ... seine Taxen teilweise verzehnfachen.“ ... für Raritäten von Gallé bis Venini werden Weltmarktpreise geboten.“

Handelsblatt |

 

„Der Preis muss stimmen, das Kunstwerk marktfrisch sein“

Handelsblatt |

 

Den Nachlass des großen Jugendstil-Sammlers Prof. Dr. Kurt Liebermeister versteigert das Münchner Auktionshaus Neumeister in einer Sonderauktion. ... bedeutende Objekte“

Handelsblatt |

 

„Das Auktionshaus Neumeister hat das Glück, den kompletten Nachlass dieses passionierten Sammlers ... versteigern zu dürfen. Unter allen Münchnern ist es freilich auch dasjenige, in dessen Profil die Sammlung am besten hineinpasst.“

Handelsblatt |

 

„Spitzenstücke“

Handelsblatt |

 

„Groß war die Beteiligung internationaler Kundschaft“

Handelsblatt |

 

Über die drei Flaschen ,incamiciati‘ bei Liebermeister: „Großartiger Höhepunkt“

Handelsblatt |

 

Liebermeister: „Reigen hochkarätiger Objekte“

Altertümliches |

 

Über die in 45 Jahren zusammengetragene Sammlung des weltweit anerkannten Afrika-Experten Karl-Ferdinand Schaedler, zuletzt Experte bei Neumeister: „ Sie kam bei Neumeister unter den Hammer und gab Zeugnis für Favorisiertes im Bereich Afrika-Markt

Die Welt |

 

"Neumeister: Rekordpreise für Arbeiten von AM"

Abendzeitung, 8.5.2012 |

 

"Rekordpreis für A.v.M. ... Die Taxen ... stiegen auf das Zehn- bis Zwanzigfache"

Der Tagesspiegel, 31.03.2012 |

 

"Dicke Brillanten vor allem ließen beim Schmuck gute fünfstelligen Beträge in der Kasse klingeln"

FAZ / 16.12.2011 |

Harald Pöwe

"Einer der wichtigsten deutschen Künstler seiner Zeit ... Für Sammler sind seine Gemälde heute kaum noch zu erwerben, weshalb die Versteigerung einer Privatsammlung bei Neumeister schon im Vorfeld für Aufsehen sorgte. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen um einiges und bewies Menzels Ansehen im internationalen Markt. Eine besondere Sensation war die „Studie zum Opernball“, die für einen spektakulären Zuschlag von 330.000 Euro an einen internationalen Sammler ging."

Weltkunst / 18. 10. 2012 |

Martin Wimmer

Pressemitteilungen 2017

Pressevorbericht

Auktionen SCHMUCK und ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN am  28. und 29. März 2017

Vorbesichtigung
Donnerstag, 23. bis Montag, 27. März 2017
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr. Montag Abendöffnung bis 20 Uhr

REIGEN ALTER MEISTER

Zahlreiche Altmeister-Raritäten offeriert NEUMEISTER in der kommenden Jubiläumsauktion ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN am 29. März, darunter Werke von Guido Reni, Salomon van Ruysdael, Daniel Seghers/Erasmus Quellinus dem Jüngeren sowie aus der Nachfolge Robert Campins.

In der Auktion SCHMUCK am Vortag (28. März, 17 Uhr) werden neben wertvollen Preziosen auch 23 seltene Spindeltaschenuhren überwiegend aus dem 18. Jahrhundert versteigert.

Auktion SCHMUCK

28. März 2017, 17 Uhr

Vorbesichtigung
Freitag, 2. bis Montag, 5. Dezember 2017
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr. Montag Abendöffnung bis 20 Uhr

Highlights
NEUMEISTER bietet in dieser SCHMUCK-Auktion eine Sammlung von 23 seltenen Spindeltaschenuhren überwiegend aus dem 18. Jahrhundert an, darunter eine hochbedeutende Châtelaine mit Spindeltaschenuhr, Uhrenschlüssel und Petschaft.

Hochbedeutende Châtelaine mit Spindeltaschenuhr,
Uhrenschlüssel und Petschaft Nicolas Charles Dutertre
(ca. 1715– 1793), Paris um 1770
Kat.-Nr. 1167, Schätzpreis € 3.000– 3.500
Der aus einer Uhrmacherfamilie stammende Nicolas Charles brachte zu einer solchen Meisterschaft, dass er zum „Garde Visiteur de la Communauté des Maîtres Horlogers Parisiens“ ernannt wurde. Eine sehr ähnliche Châtelaine mit einer Spindeltaschenuhr von Nicolas Charles Dutertre befindet sich in der Sammlung „The Walters Art Museum“ in Baltimore, Maryland.

Seltene Herrentaschenuhr mit Viertelrepetition und drei Jacquemarts
Frankreich, um 1810
Kat.-Nr. 1182, Schätzpreis € 6.500 – 7.000

Exquisite Spindeltaschenuhr mit feiner Emailmalerei
Paris, bezeichnet BREGUET, um 1810
Kat.-Nr. 1180, Schätzpreis € 6.000 – 7.000

Bedeutendes historisches Collier mit Rubinen, Diamanten, Demantoiden und Perlen
Carlo und Arthur Giuliano, um 1890 – 1900
Kat.-Nr. 1029, Schätzpreis € 11.000 – 12.000

Die Gestaltung als Collier mit Betonung auf die Mitte verweist auf die Mode der rechteckigen Decolletées um 1890, während die Neorenaissancemotive schon auf die
Jahrhundertwende hinleiten. Ein fast identisches Collier ist bei David Bennett & Daniela Mascetti, „Understanding Jewellery“, Suffolk, 3. Ausgabe 1991, S. 214, Abb. 325, zu finden.

Kostbarer „Kashmir“-Saphirring, Deutschland, 2000er Jahre
Kat.-Nr. 1049, Schätzpreis € 38.500 – 45.000

Das „Kashmir“-Blau gilt als das schönste Blau bei Juwelen. Typisch dafür ist ein warmes, intensiv seidiges Kornblumenblau. Diese hochbegehrten Saphire aus Kaschmir/Indien, die 1880 nach einem Bergsturz in ca. 5.000 m Höhe gefunden wurden, sind seither prägend für die Farbe erstklassiger Saphire. Das Vorkommen scheint seit 1951 erschöpft zu sein, weshalb für diese Saphire regelmässig hohe Preise erzielt werden.

Minaudière
Frankreich, VAN CLEEF & ARPELS
1930er– 1940er Jahre
Kat.-Nr. 1187, Schätzpreis € 30.000 – 37.000

Eine „Minaudière“ (französisch: die Zierde oder die Kokette) ist ein in Einzelfächer unterteiltes Schatzkästchen. Viele hundert Stunden wurde an solchen Meisterstücken aus Gold, Styptor oder Lack gearbeitet. Die Anfänge dieser Kreationen liegen in den 1920er Jahren, als Damen erstmals in der Öffentlichkeit rauchten und sich schminkten. Alfred van Cleef von Van Cleef & Arpels entwarf „La Minaudière“ als Hommage an seine Frau Estelle.

 

Auktion ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN

29. März
15 bis 17 Uhr Kunstgewerbe
17 bis 19 Uhr Graphik und Gemälde

Vorbesichtigung
Donnerstag, 23. bis Montag, 27. März 2017
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr. Montag Abendöffnung bis 20 Uhr

Highlights
Highlights bei den Altmeister-Gemälden sind eine sanft blickende „Maria mit schlafendem Kind“ des Hauptmeisters der Bologneser Malerei des 17. Jahrhunderts, Guido Reni (1575– 1642, Kat.-Nr. 260, Schätzpreis € 200.000 – 300.000) und eine atmosphärische Flusslandschaft in weichen Brauntönen von Salomon van Ruysdael (1600– 1670, Kat.Nr. 268, Schätzpreis € 35.000 – 45.000). Kühle Strenge und Distanz hingegen verstrahlt die rund 200 Jahre früher entstandene „Maria mit dem Kind und musizierenden Engeln“ vor grauem Apsidenhintergrund aus der Nachfolge des
Robert Campin
(1378 o. 1379  – 1445, Kat.-Nr. 250, Schätzpreis € 30.000 – 40.000). Opulent sinnlich hingegen das Blumenstillleben der Antwerpener Künstler Daniel Seghers (1590 – 1661) und Erasmus Quellinus d.J. (1607 – 1678): die „Steinkartusche mit der Büste einer Madonna, umgeben von Blumen gir landen“ (Kat.-Nr. 265, Schätzpreis € 30.000 – 40.000).

Guido Reni (1575–1642)
Maria mit dem schlafenden Kind
Kat.-Nr. 260, Schätzpreis
€ 200.000– 300.000

Vor Säulenarchitektur mit Vorhangdraperie.
Ausblick auf Baumlandschaft.
Öl auf Leinwand, 170 × 117 cm.

Zu den von Guido Reni mehrfach variierten Motiven zählt die Darstellung Mariens mit
dem schlafenden Kind. Sei es im kleineren Ovalformat als der privaten Andacht
dienende Darstellung der Muttergottes, die das Kind anbetet (z.B. in Dresden, Galerie
Alte Meister), sei es die vorliegende Komposition, die Maria zeigt, wie sie im
Begriff ist, den Körper des schlafenden Kindes mit einem Leintuch zu bedecken.
Die älteste Fassung des Motivs schuf Guido Reni im Jahre 1627 für S. Maria Maggiore in Rom. Der Verbleib dieses Gemäldes gilt als ungesichert, sein Aussehen ist jedoch durch einen Kupferstich (seitenverkehrt) überliefert.

Die Darstellung des Kindes in seiner Körperhaftigkeit und gekonnten Verkürzung
geht zurück auf ein kleines Fresko Renis, 1627 ursprünglich entweder für S. Maria
Maggiore oder San Giovanni in Laterano geschaffen, heute im Palazzo Barberini,
Rom. Raffaella Morselli sieht im qualitativen Vergleich der beiden Darstellungen des Kindes ihre Vermutung bestätigt, dass das vorliegende Gemälde um 1636–37 entstanden sein sollte, einer kurzen Phase, in welcher der reife Guido Reni in seinem Schaffen späte künstlerische Höhepunkte erreichte.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurden viele – damals Guido Reni zugeschriebene – Gemälde in französischen und englischen Auktionshäusern versteigert. Die Reste eines französischen Katalogausrisses des 19. Jahrhunderts auf dem Keilrahmen des vorliegenden Gemäldes lassen auf eine Versteigerung desselben in Frankreich schließen.

Provenienz: Privatsammlung, Noventa di Piave/Venedig (1959). – Europäische Privatsammlung.

 

Robert Campin (1378 o. 1379– 1445), Nachfolge
Maria mit dem Kind und musizierenden Engeln in einer Apsis
Kat.-Nr. 250, Schätzpreis € 30.000– 40.000
Öl auf Holz. 54,6 × 42,8 cm.

Neben Jan van Eyck ist Robert Campin einer der Hauptkünstler der frühen niederländischen Malerei. Dieses Werk ist ein frühes Beispiel für das intensive Nachwirken eines nicht erhaltenen Gemäldes Campins, das vermutlich um 1420 entstand. Campins Gemälde muss sich einer immensen Popularität erfreut haben, es sind zahlreiche – zeitlich z.T. in bedeutendem Abstand entstandene – Kopien bekannt, die von Marie-Léopoldine Lievens-De Waegh akribisch chronologisch geordnet wurden. Dort ist das vorliegende Gemälde unter die zehn dem Vorbild auch
zeitlich am nächsten stehenden Kopien eingeordnet. Für die zeitliche und stilistische Nähe zum Vorbild sprechen u.a. die rundliche Gesichtsform Mariens und das dichte wellige Haar, der skulpturale Faltenwurf ihres Gewandes und auch das perlmutterfarbene Inkarnat. Hierin ist das vorliegende Gemälde z.B. der im Metropolitan Museum, New York, verwahrten Fassung sehr eng verwandt, die um 1480 datiert wird.

Die Darstellung der Nährenden Muttergottes (Maria lactans) geht auf den byzantinischen Ikonentypus der „Galaktrophousa“ zurück. In Campins Komposition wird diese Darstellung in direkten Zusammenhang mit dem Kirchenraum als Ort christlicher Andacht gebracht: Maria steht an der Stelle des Tabernakels, in welchem das Allerheiligste verwahrt wird. Die gekreuzten Unterarme Mariens und das Tuch, auf welchem Maria das Kind trägt, nehmen die Leidensgeschichte vorweg. Diese inhaltliche Vielschichtigkeit und der Umstand, dass die musizierenden Engel auf den damals in Gottesdiensten gebräuchlichen Instrumenten spielen (Laute und Harfe), machen den vorliegenden Bildtypus zum idealen Gegenstand privater Andacht. Dies erklärt die große Nachfrage nach Kopien in einer Zeit zunehmender Marienverehrung, in der Literatur wird auch vermutet, dass dem Original im 15. Jahrhundert wundertätige Wirkung nachgesagt wurde.

Provenienz: Sammlung Auersperg, Graz. – Dr. Otto Fröhlich, Wien. – Privatsammlung Han Coray, Erlenbach. – Auktion „Sammlung Han Coray“ Wertheim, Berlin, 1. Oktober 1930, Kat.-Nr. 58. – Privatsammlung, Berlin. – Seitdem in Familienbesitz.

Salomon van Ruysdael (um 1600– 1670)
Flusslandschaft mit hölzernem Anlegeplatz und Fischerbooten
Kat.-Nr. 268, Schätzpreis € 35.000 – 45.000

Rechts (auf dem Anlegeplatz) monogrammiert und 1643 datiert.
Öl auf Holz. 36,9 × 60,9 cm

Typisches Gemälde des bedeutenden Haarlemer Landschafts- und Seemalers aus den 40er Jahren des 17. Jahrhunderts. Auffällig sind Parallelen zum gleichzeitigen Schaffen Jan van Goyens: Beiden Künstlern gemeinsam ist in dieser Zeit die
Vorliebe für die Darstellung von Dünen- und Baumlandschaften in gelbbrauner bis graugrüner Farbigkeit, im Vordergrund oft ein dunkel verschatteter Uferstreifen

Provenienz: Nikolaus Baranowsky, Wien (um 1850). – Versteigerung Sammlung Baranowsky, Wien 1855, Kat.-Nr. 147 (lt. Gutachten Bernt). – Josef Winter, Wien. – Ausst.-Kat. „Katalog der Gemälde alter Meister aus dem Wiener Privatbesitz“, Wien,
K. K. Österreichisches Museum, August – September 1873, Kat.-Nr. 18 (dort
Erwähnung der Datierung 1643; Angaben nach Stechow). – Auguste Stummer
von Tavarnok (Galerie Winter). – Versteigerung der Sammlung Fürstin G[onzaga]
… C. J. Wawra, Wien, 20. April 1931, Kat.-Nr. 49 (mit Abb.). – Süddeutsche
Privatsammlung

Daniel Seghers (1590 – 1678), Erasmus Quellinus d. J. (1607 – 1678)
Steinkartusche mit der Büste einer Madonna, umgeben von Blütengirlanden
Kat.-Nr. 265, Schätzpreis € 30.000 – 40.000
Öl auf Kupfer. 83,5 × 61 cm

Daniel Seghers, der einzige dokumentierte Schüler Jan Brueghels d. Ä., gilt als Schöpfer des Typus des „Kartuschenbildes“. Hierbei werden um eine Steinkartusche mit figürlicher, in der Regel religiöser Darstellung üppige Blumengirlanden drapiert. Daniel Seghers schuf dabei nahezu ausnahmslos die prächtigen Blütenarrangements, während er für die Malerei der Kartuschen und der figürlichen Darstellung andere Künstler hinzuzog. Sein bevorzugter Partner hierfür war der Rubens-Schüler Erasmus Quellinus d. J.

Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.

Nicoletto Semitecolo (erwähnt 1353 – 1370), Umkreis
Maria mit dem Kind
Kat.-Nr. 248, Schätzpreis € 40.000 – 50.000

Die Thronende flankiert von der Hl. Katharina von Alexandrien und Johannes dem Täufer (links), sowie dem Hl. Franz von Assisi und Johannes dem Evangelisten (rechts). Tempera auf Holz, 63,5 × 34,3 cm

Nicoletto Semitecolo, in Venedig in der Nähe des Ponte Paradiso ansässig, löste sich stilistisch von der bis dahin vorherrschenden venezianisch-byzantinischen Bildtradition und wandte sich unter dem Einfluss Giottos und des Tommaso da Modena einer naturalistischen Kunstauffassung zu. 1370 malte er die Geschichte des Volto Santo für die Confraternità dell’Oratorio dei Lucchesi in der Cappella del Volto Santo bei S. Maria dei Servi in Venedig (nicht erhalten). Auch in Padua sind Arbeiten des Künstlers nachzuweisen. Mario Monteverdi schließt in seinem Gutachten eine Eigenbeteiligung Nicoletto Semitecolos nicht aus.

Johannes Leemans (1633– 1688)
Trompe-l’oeil-Stillleben mit Vogelkäfig und Jagdutensilien
Kat.-Nr. 266, Schätzpreis € 25.000– 30.000

Rechts unten (im Inneren des Hifthorns) signiert und 1674 datiert. Öl auf Holz. 48 × 63 cm. Parkettiert.

Typisches Werk des niederländischen Meisters der Trompe-l’oeil-Darstellungen. Realistisch gruppiert der Künstler allerlei Jagdutensilien symmetrisch um einen Käfig mit einem Vögelchen. Die besondere Plastizität, die „das Auge täuscht“, erreicht Leemans durch starke Schlagschatten und durch die Wiedergabe der Gegenstände in ihrer natürlichen Größe.

GEMÄLDE 19. JAHRHUNDERT

Wilhelm Böttner (1752– 1805)
Königin Luise von Preußen (1776– 1810)
Kat.-Nr. 305, Schätzpreis € 18.000– 22.000

Öl auf Leinwand. 97,2 × 74,3 cm.

Aus dem „Wettstreit“ verschiedener Künstler um das treffendste Bildnis der von der Öffentlichkeit bereits zu Lebzeiten verehrten Königin scheint der Kasseler Wilhelm Böttner als eindeutiger Sieger hervorgegangen zu sein. Mehrere Bildnisse Luises von seiner Hand sind nachzuweisen, darunter in Schloss Fasanerie bei Fulda und ein anderes, ehemals im Schlösschen auf der Pfaueninsel bei Berlin. „Man hat noch keinen recht ähnlichen Kupferstich von der Königinn. Das ähnlichste Bild von ihr ist von Lauer aber in seiner harten u[nd] steiffen Manier; Tischbein hatt sie gemahlt aber niemahls ähnlich, v. Ploetz und Hornemann haben ein gutes Profiel von ihr in Miniatur gemahlt; Bütner aus Cassel soll sie sehr gut gemahlt haben aber ich habs nicht gesehen. Darbes quält sich sie zu mahlen und die Königinn daß sie ihm sitzen soll, und sie will nicht…” (Daniel Nikolaus Chodowiecki, 1726–1801, Direktor der Königlich-Preußischen Akademie der Künste, im Jahre 1799 an den Maler Anton Graff).

Heinrich Bürkel (1802– 1869)
Wirtshaus im Gebirge, 1843
Kat.-Nr. 335, Schätzpreis € 20.000– 25.000

(Wirtshaus an der Hochstraße). Weiter Blick in
das Voralpenland. R.u. signiert und 1843 datiert.
Öl auf Lwd. 44,3 × 58,2 cm.

CARL SPITZWEG (1808– 1885):
14 POSITIONEN DES NEUMEISTER „HAUSKÜNSTLERS“
Darunter:
Einsiedelei in Bergschlucht mit Katze vor der Hütte am Bach
Kat.-Nr. 336, Schätzpreis € 48.000– 55.000

Rechts unten mit S im Rhombus bezeichnet. Rückseitig Nachlass-Stempel (Lugt 2307) in Schwarz und verschiedene Ausstellungsklebeetiketten. Öl auf Karton auf Holz. 48 × 27 cm. In zahlreichen Zeichnungen und Skizzen hielt Carl Spitzweg die Einsiedler fest, die er auf seinen Reisen in den Tälern der Etsch besucht hatte. Nicht zuletzt war er an den Gebäuden interessiert, welche sich diese – in der für Südtirol typischen Weise – an die Felswände gebaut hatten. Die dargestellte Klausnerei hatte Spitzweg auf einer Wanderung nach Meran gesehen und skizziert (Bozener Skizzenbuch 1863).

Provenienz: Neumeister, München, Auktion 300, 1./2. Juli 1998,
Kat.-Nr. 796 (mit Farbtafel 90). – Süddeutsche Privatsammlung.

Johann Baptist Hofner (1832– 1913)
Eine Versuchung
Kat.-Nr. 350, Schätzpreis € 25.000 – 30.000

Rechts unten signiert „Bapt: Hofner“ und 1863
datiert. Öl auf Leinwand. 74 × 54 cm.

Heinrich Zügel (1850– 1941)
Stier vor der Weide
Kat.-Nr. 352, Schätzpreis € 15.000– 18.000

Links unten signiert und Ortsbezeichnung München.
Öl auf Leinwand, 36,5 × 49 cm.

Provenienz: Galerie Zinckgraf, München (verso Etikett,
Inv.-Nr. 21939) – Sammlung Hans-Georg Karg, Gut Sossau
(Chiemsee). – Süddeutsche Privatsammlung.

Aimée Brune (geb. Pagès, 1803– 1866)
Dame mit grünem Turban
Kat.-Nr. 309, Schätzpreis € 30.000 – 35.000

Rechts mittig signiert und 1834 datiert.
Öl auf Leinwand. 81,5 × 65 cm.

KUNSTHANDWERK

Prunkelefant
Anfang 20. Jh.
Kat.-Nr. 88, Schätzpreis € 12.000 – 15.000

Lt. Einlieferer war der Elefant, der von einem russischen Künstler 1908 gefertigt wurde, ein Geschenk des russischen Patriarchen Alessio Vladimirovic Simanski an Maria Callas (1923–1977).

Himmelsglobus
Nürnberg, um 1730, Johann Gabriel
Doppelmayr und Johann Georg Puschner
Kat.-Nr. 92, Schätzpreis € 3.000 – 3.500

Porzellanbild
„Schloss Charlottenhof“
KPM Berlin, um 1838
Kat.-Nr. 19, Schätzpreis € 1.800 – 2.200


JUGENDSTIL / ART DÉCO / ANGEWANDTE KUNST 20. JH.
MÖBEL VON ADOLF LOOS (1870– 1933)

Ampel-Lampe „Dodekaeder“
Wien, Adolf Loos, um 1907
Kat.-Nr. 74, Schätzpreis € 16.000 – 18.000

Messing vernickelt. Facettierte und geschliffene fünfeckige
Gläser. Ein Glaspaneel zum Öffnen. Messingring und -kette.
H. ca. 40 x B 30 x T 30 cm. Kette 98 cm.
Provenienz: Teil einer Inneneinrichtung, die angefertigt wurde für die Familie Boskovits in der Frankgasse, Wien

Nachtkästchen
Wien, Adolf Loos, um 1907
Kat.-Nr. 75, Schätzpreis € 8.000 – 10.000
Mahagoni. Vierkantbeine. Eintürig. Mit Füllungen.
Facettierte Glasplatte. H 74 × B 34 × T 50 cm.
Provenienz: Teil einer Inneneinrichtung, die angefertigt wurde für die Familie Boskovits in der Frankgasse, Wien.

Buffet
Entwurf Georg von Hauberrisser (1841– 1922)
Kat.-Nr. 73, Schätzpreis € 6.000 – 8.000

Eiche massiv, Eisenbeschläge. H 225 × B 172 × T 77 cm.

Dieses Buffet wurde von Georg von Hauberrisser entworfen. Es besteht lt. Professor Dr. Hans Ottomeyer ein enger Zusammenhang mit den Möbeln des Münchener Rathauses, dessen Bau sowie seine Inneneinrichtung 1867 bis 1881 von Georg von Hauberrisser entworfen und ausgeführt wurde. Das hier angebotene Möbel stammt aus dem Schloss Neumatzen in Brixlegg in Tirol. Ursprünglich Schloss Lipperheide genannt, wurde es vom Berliner Verleger Franz von Lipperheide um 1885 bei Hauberrisser in Auftrag gegeben. Dieser entwarf nicht nur das prachtvolle zinnenbekrönte Haus im Stile der Neogotik, sondern auch das Speisezimmer des Hauses, aus dem dieses Möbel stammt.

Provenienz: Schloss Neumatzen, vormals Schloss Lipperheide, Brixlegg, Tirol
Literatur: Himmelheber, Georg, Dritter Band, Klassizismus/Historismus/Jugendstil. München 1973, Abb. 917.

MÖBEL

Kleiner Tisch
Sachsen, Mitte 18. Jh.
Kat.-Nr. 124, Schätzpreis € 18.000 – 22.000

Eiche, partiell gold gefasst; Porzellanplaketten. H 68 × B 65 × T 46 cm.

Poudreuse
Paris, um 1760, Denis Genty (Meister 1754)
Kat.-Nr. 125, Schätzpreis € 12.000 – 15.000
Furnier Rosenholz, Königsholz. H 75,5 × B 89 × T 53,5 cm.

Provenienz: Neumeister, München, Auktion 263, 18. September
1991, Kat.-Nr. 131a – Westdeutscher Privatbesitz.

Kleiner Tisch
Sachsen, Mitte 18. Jh.
Kat.-Nr. 124, Schätzpreis € 18.000 – 22.000

Eiche, partiell gold gefasst; Porzellanplaketten.
H 68 × B 65 × T 46 cm.

Kommode
Italien, Mitte 18. Jh.
Kat.-Nr. 119 Schätzpreis € 18.000 – 22.000
Furnier Palisander, gravierte Messingeinlagen.
Rotmarmorplatte. H 93 × B 138 × T 61 cm.
Provenienz: Neumeister, München, Auktion 155,
18.–20. September 1974, Kat.-Nr 891 – Westdeutscher Privatbesitz

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als geschäftsführender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

KOMMENDE AUKTIONEN 2017
31. Mai
KLASSISCHE MODERNE, POST WAR & CONTEMPORARY ART
Vorbesichtigung von Do., 25., bis Mo., 29. Mai

4./5. Juli
SCHMUCK & ALTE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 29. Juni, bis Mo., 3. Juli

26./27. September
SCHMUCK & ALTE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 21., bis Mo., 25. September

5./6. Dezember
SCHMUCK & ALTE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 30. November, bis Mo., 4. Dezember

6. Dezember
KLASSISCHE MODERNE, POST WAR & CONTEMPORARY ART

Vorbesichtigung von Do., 30. November, bis Mo., 4. Dezember

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an

Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner@neumeister.com

 

 

Pressenachbericht

NEUMEISTER Benefiz-Auktion „Gemälde von Max Mannheimer“, 6. Februar 2017 bringt 18.500 Euro für „LEOPOLIS Hilfe für die Ukraine e.V.“

Reißenden Absatz, nämlich 100 Prozent Verkaufsquote, fanden die 35 Werke aus der Hand des Shoah-Aufklärers Max Mannheimer am Abend des 6. Februar im Jüdischen Museum München. Auktionatoren Altoberbürgermeister Christian Ude und Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER, motivierten mit echten Entertainerqualitäten zu immer noch höheren Geboten, so dass nahezu alle Gemälde ihren Schätzpreis vervielfachen konnten.

 Pressenachbericht

NEUMEISTER Benefiz-Auktion „Gemälde von Max Mannheimer“, 6. Februar 2017 bringt 18.500 Euro für „LEOPOLIS Hilfe für die Ukraine e.V.“

Reißenden Absatz, nämlich 100 Prozent Verkaufsquote, fanden die 35 Werke aus der Hand des Shoah-Aufklärers Max Mannheimer am Abend des 6. Februar im Jüdischen Museum München. Auktionatoren Altoberbürgermeister Christian Ude und Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER, motivierten mit echten Entertainerqualitäten zu immer noch höheren Geboten, so dass nahezu alle Gemälde ihren Schätzpreis vervielfachen konnten.

Am Ende wurde die Schätzung mit 18.500 Euro Gesamterlös versechsfacht, eine Summe, die nun auf Wunsch des Verstorbenen der gemeinnützigen Organisation LEOPOLIS Hilfe für die Ukraine e.V. zugute kommt.
Versteigert wurden Werke in verschiedenen Techniken, darunter Öl auf Leinwand, Kunstharzlack auf Leinwand, Arbeiten auf Papier und Karton sowie Hinterglasmalerei, die zwischen der Mitte der 1980er Jahre und 2014 entstanden. Der Künstler verarbeitete in ihnen in abstrakter Form autobiographische Sujets.

Max Mannheimer, der am Auktionsabend 97 Jahre alt geworden wäre, starb am 23. September 2016. Die Erben Mannheimers beauftragten NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus in Kooperation mit dem Jüdischen Museum München mit Organisation und Durchführung dieser Benefiz-Auktion.

Die drei Top-Ergebnisse der Benefizauktion
- Max Mannheimer (1920-2016) Ohne Titel. 2014. Öl auf Leinwand Lot Nr. 2, Schätzpreis 100 €; Ergebnis 1.300 €
- Max Mannheimer (1920-2016) Ohne Titel. 1997. Kunstharzlack auf Leinwand Lot Nr., 34 Schätzpreis 200 €; Ergebnis 2.800 €
- Max Mannheimer (1920-2016) Ohne Titel. 1997. Kunstharzlack auf Leinwand Lot Nr., 35 Schätzpreis 200 €; Ergebnis 1.500 €

Sämtliche Ergebnisse können hier eingesehen werden:
https://www.neumeister.com/fileadmin/user_upload/pdf/Katalogbeschreibung_final_ergebnisse.pdf

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als geschäftsführender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst,
Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Kommende NEUMEISTER Auktionen 2017

28./29. März
SCHMUCK & ALTE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 23. März, bis Mo., 27. März

31. Mai
KLASSISCHE MODERNE, POST WAR & CONTEMPORARY ART
Vorbesichtigung von Do., 25., bis Mo., 29. Mai

4./5. Juli
SCHMUCK & ALTE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 29. Juni, bis Mo., 3. Juli

26./27. September
SCHMUCK & ALTE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 21., bis Mo., 25. September

5./6. Dezember
SCHMUCK & ALTE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 30. November, bis Mo., 4. Dezember

6. Dezember
KLASSISCHE MODERNE, POST WAR & CONTEMPORARY ART
Vorbesichtigung von Do., 30. November, bis Mo., 4. Dezember

Für Rückfragen, weiteres hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an
Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner@neumeister.com

Pressevorbericht

NEUMEISTER Benefiz-Auktion „Gemälde von Max Mannheimer“, 6. Februar 2017

Auktion
Montag, 6. Februar 2017
18:00 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
Jüdisches Museum München
St.-Jakobs-Platz 16, 80331 München

Der Reinerlös kommt dem Verein LEOPOLIS (Hungerhilfe für Lemberger Juden) zugute.

Pressevorbericht

NEUMEISTER Benefiz-Auktion „Gemälde von Max Mannheimer“, 6. Februar 2017

Auktion
Montag, 6. Februar 2017
18:00 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
Jüdisches Museum München
St.-Jakobs-Platz 16, 80331 München

Der Reinerlös kommt dem Verein LEOPOLIS (Hungerhilfe für Lemberger Juden) zugute.

Eine Kooperation von NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus, Jüdischem Museum München und LEOPOLIS Humanitäre Hilfe für die Ukraine e.V.

Auktionatoren

Christian Ude, Altoberbürgermeister der Landeshauptstadt München und Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin des Auktionshauses NEUMEISTER

Einführung
Dr. Gottfried Knapp, Kunstkritiker bei der Süddeutschen Zeitung

Vorbesichtigungszeiten und –ort
1.2.2017 9:00-17:00 Uhr
2.2.2017 9:00-19:00 Uhr
3.2.2017 9:00-17:00 Uhr

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus
Barer Straße 37, 80799 München

Mehr Informationen zu den einzelnen Losen finden Sie unter www.neumeister.com/mannheimer

Die Objekte werden wie gesehen erworben, es werden keine Zustandsberichte angefertigt.

Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen bitten wir Sie, rechtzeitig vor Ort zu sein. Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 18:00 Uhr.

Die Aushändigung der ersteigerten Objekte erfolgt noch am Auktionsabend nach Bezahlung (aus organisatorischen Gründen sind Barzahlungen willkommen).
Abgesehen davon gelten die Allgemeinen Versteigerungsbedingungen, siehe www.neumeister.com.

Pressemitteilungen 2016

Pressenachbericht

Auktionen am 6. und 7. Dezember 2016
-
SCHMUCK
- ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN
- KLASSISCHE MODERNE, POST-WAR & CONTEMPORARY ART
- "SHE" - CURATED POST-WAR & CONTEMPORARY ART

Top-Ergebnisse / Top Results

ALTE KUNST: Menzel-Zeichnung bringt mehr als 60.000 Euro, Madonnenbildnis des italienischen Hochbarock knapp 60.000 Euro +++ Jugendstilglas im Nachfragehoch +++ KLASSISCHE MODERNE: „Gladiolen“ von Alexej von Jawlensky erzielen 245.000 Euro +++ CONTEMPORARY ART: Gottfried Helnweins ikonisches Gemälde „James Dean“ erlöst knapp 160.000 Euro +++ SCHMUCK: sehr gute Ergebnisse am Vortag

 

 

Ergebnisse ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN, 7. Dezember

Highlights

ALTMEISTERGEMÄLDE erfolgreich: Michele Deslubeo zugeschriebene Maria mit dem Kinde erzielt knapp 60.000 Euro, Pesne-Portrait der Wilhelmine von Bayreuth bringt 24.000 Euro

GRAPHIK UND GEMÄLDE 19. JAHRHUNDERT: Menzel-Zeichnung erlöst mehr als 60.000 Euro, James Webbs Ansicht von Köln gut 50.000 Euro und vier Koester-Enten mehr als 40.000 Euro

KUNSTHANDWERK stark nachgefragt: Der „Auferstandene“ aus der Nachfolge des Meisters von Grosslobming, (um 1395) geht für 50.000 Euro in neue Hände, vier Flaschen aus Süddeutschland oder Tirol steigern sich von geschätzten 500 Euro auf knapp 28.000 Euro

JUGENDSTILGLAS findet reißenden Absatz: Tiffany-Lampe erzielt mehr als 50.000 Euro

 

Ergebnisse Auktion Schmuck, 6. Dezember

Highlight
Knapp 100.000 Euro für Ring mit tropfenförmigem Solitärdiamant von 4,25 Karat

Das sehr rege Bietverhalten der Kunden im Saal, an den Telefonen und im Internet führte regelmäßig zu Spitzenergebnissen. So war einem süddeutschen Bieter mit tropfenförmigem Diamanten mit 4,25 Karat knapp 97.750 Euro wert (Kat.-Nr. 1078, Schätzpreis 85.000 Euro). Ein französisches Armband aus der Zeit von 1910 bis 1915 mit ca. 160 Diamanten und ebenso vielen Saphiren (Kat.-Nr 1074, Schätzpreis 11.000 Euro) brachte 30.480 Euro, ein Bandring mit einem vierkarätigen Brillanten (Kat.-Nr. 1092, Schätzpreis 14.000 Euro) erzielte 15.200 Euro. Bemerkenswert auch die Ergebnisse bei den Uhren: Eine „Happy Diamonds“ Damenarmbanduhr von Chopard mit 250 Brillanten und Diamanten von insgesamt mehr als 6 Karat (Kat.-Nr. 1249, Schätzpreis 11.000 Euro) brachte ein Ergebnis von 13.950 Euro.

Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER, die beide Auktionen leitete: „Unsere Dezember-Auktionen sind immer der Lackmustest für das Auktionsjahr – so auch in diesem Jahr. Zum dritten Mal in Folge setzt sich bei uns das Revival der ALTEN KUNST fort, für die sich eine sehr hohe Anzahl gerade jüngerer privater Sammler interessiert – und das weltweit. Wir hatten Bieter aus China, Russland, Japan, Schweden, den USA, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz, Kanada, Polen und Italien, die mehr als ein Drittel aller Bieter ausmachten. Diese neue Klientel zeichnet sich weitgehend durch ihre hohe Bietfreude aus mit der Folge, dass sie oft den Zuschlag erhielten. Beste Beispiele sind hier der Kauf der „Vier Enten im Seerosenteich“ von Alexander Koester durch einen hessischen Privatsammler und der Erwerb der Zeichnung Adolph von Menzels durch norddeutschen Privatmann. Besonders nachgefragt war in den Dezemberauktionen, wie auch in allen anderen Auktionen unser hochwertiges KUNSTHANDWERK, insbesondere für Jugendstil-Objekte waren die Bieter bereit deutlich mehr zu zahlen als noch vor ein, zwei Jahren. Ein großes Movens war hier, wie auch bei der KLASSISCHEN MODERNE und den Zeitgenossen natürlich die außerordentlich hohe künstlerische Güte der von uns offerierten Werke, die viele Kunden dazu bewegte, sich zu engagieren – kein Wunder, in Zeiten mangelnder Alternativen der Geldanlage.“

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als geschäftsführender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an

Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner@neumeister.com

 

 

Pressevorbericht

Auktionen am 6. und 7. Dezember 2016
-
SCHMUCK
- ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN
- KLASSISCHE MODERNE, POST-WAR & CONTEMPORARY ART
- "SHE" - CURATED POST-WAR & CONTEMPORARY ART

 

 

Auktion SCHMUCK

6. Dezember, 17 Uhr

Vorbesichtigung
Freitag, 2. bis Montag, 5. Dezember 2016
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr. Montag Abendöffnung bis 20 Uhr

Highlights
Geschenk von Queen Victoria +++ Ring mit tropfenförmigem Solitärdiamant von 4,25 Karat +++ Historischer Ring mit kornblumenblauem Saphir von knapp 8 Karat


Königliches Geschenk von Queen Victoria an Herzogin Antoinette von Anhalt (1838– 1908)
Ein Armband mit Madeira-Topasen und Email
Kat.-Nr. 1000, Schätzpreis € 8.000 – 10.000

Queen Victoria schenkte das Armband 1891 der Herzogin zur Hochzeit von deren Sohn Aribert mit Marie Luise, Prinzessin von Schleswig-Holstein-Sonderburg Augustenburg. Die Braut, eine Enkelin der Queen, heiratete am 6. Juli 1891 auf Windsor Castle. Über Alexandra, Fürstin zu Schwarzburg-Rudolstadt (die Tochter der Herzogin Antoinette) kam das Armband wiederum an deren Tochter, Marie Antoinette zu Solms-Wildenfels (gest. 1984). Dieses Armband gehört zu den ganz wenigen Stücken, die aus dem Hausschatz der Herzöge von Anhalt stammen.
Der gesamte Kronschatz wurde 1945 durch die Sowjets in Ballenstedt beschlagnahmt und gilt als verschollen. Das Armband existiert heute nur, weil es durch Vererbung in die Fürstenfamilie Schwarzburg-Rudolstadt gelangte.

 

Auktion ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN

7. Dezember
10 bis 12 Uhr Kunstgewerbe
14 bis 16 Uhr Graphik und Gemälde

Vorbesichtigung
Freitag, 2. bis Montag, 5. Dezember 2016
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr. Montag Abendöffnung bis 20 Uhr

Highlights
18. Jahrhundert: Gemälde von Angelika Kauffmann und Antoine Pesne +++ Ignaz-Günther-Skulpturenpaar der Heiligen Benno und Eligius +++ Prunkschlitten aus fürstlichem Besitz
19. Jahrhundert: Werke von Adolph von Menzel +++ Heinrich von Zügel +++ James Webb +++ Alexander Koester
20. Jahrhundert: „Bergbauernhof“ von Oskar Mulley

Zwei Damen des 18. Jahrhunderts, eine Künstlerin und eine Aristokratin, erwarten Bieter in dieser Auktion ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN am 7. Dezember 2016: NEUMEISTER versteigert mit „Lasset die Kindlein zu mir kommen“ von der Hand Angelika Kauffmanns ein religiöses, geschichten- und provenienzträchtiges Ölgemälde (Kat.-Nr. 272, Schätzpreis € 200.000– 300.000); das Porträt Antoine Pesnes der Markgräfin Willhelmine von Bayreuth, der Lieblingsschwester Friedrichs des Großen, ist ein seltenes Zeitdokument dieser hochintellektuellen, jung verstorbenen Adeligen (Kat.-Nr. 260, Schätzpreis € 18.000– 24.000).
Weitere Raritäten des 18. Jahrhun derts sind ein ausdrucksvoll geschnitztes Skulpturenpaar der Heiligen Benno und Eligius aus der Hand des Rokokobildhauers Ignaz Günther (Kat.-Nr. 159, Schätzpreis € 12.000– 14.000) sowie ein kunstvoll verzierter Prunkschlitten der Fürsten Auersperg (Kat.-Nr. 183, Schätzpreis € 15.000– 18.000).

Angelika Kauffmann (1741 – 1807)
Lasset die Kindlein zu mir kommen – Christus segnet die Kinder
Rechts unten signiert, Ortsbezeichnung Rom und 1796 datiert
Öl auf Leinwand. 191 × 230 cm
Kat.-Nr. 272, Schätzpreis € 200.000 – 300.000

Das vorliegende Gemälde entstand 1796, Angelika Kauffmann zählte es in ihrer Werkliste zu ihren wichtigsten Aufträgen. „Lasset die Kindlein zu mir kommen“ wurde laut Werkliste am 7. April 1796 begonnen und noch im selben Jahr fertig gestellt. Als Auftraggeber wird „Sig.r Baron Suffraganico Druste“ genannt. Dieser ist als Kaspar Max Freiherr Droste zu Vischering (1770– 1846) zu identifizieren. Droste zu Vischering hatte sich 1791 zusammen mit seinem Bruder Adolf der großen Italienreise des Literaten Friedrich Leopold Graf zu Stolberg-Stolberg (1750– 1819) angeschlossen. Stolbergs Begeisterung für das Werk Angelika Kauffmanns, die in dessen Reiseerinnerungen vielfach zum Ausdruck kommt, mag der Weihbischof schon zu dieser Zeit geteilt haben, sie gipfelte schließlich im Auftrag für das vorliegende Gemälde. Auf dieser Italienreise ließ sich auch Stolbergs zweite Frau Sophie Charlotte Eleonore, von Angelika Kauffmann porträtieren.
Bereits kurze Zeit nach der Bezahlung des Gemäldes schenkte Droste zu Vischering das Gemälde Friedrich Leopold Graf zu Stolberg-Stolberg (1750– 1819). Dieser trat im Jahre 1800 unter Erregung größten öffentlichen Aufsehens in der Hauskapelle der in Münster ansässigen Fürstin Amalia Gallitzin (1748-1806) zusammen mit seiner Frau zum katholischen Glauben über. Das großzügige Gemäldegeschenk des Weihbischofs, der ebenfalls Mitglied des Kreises um die Fürstin Gallitzin war, sollte Stolberg offenbar in seinen Konversionsplänen bestärken. In einem Brief an seinen Bruder Karl erwähnt der Künstler Philipp Otto Runge, dass er vorliegendes Gemälde in Hamburg ausgepackt und kopiert habe. Aktuell sind vier Zeichnungen Philipp Otto Runges nach Angelika Kauffmanns Gemälde bekannt (Kunsthalle Hamburg). Diese sind nicht nur Zeugnisse für dessen künstlerisches Schaffen, sondern stellen wichtige Dokumentationen des ursprünglichen Aussehens des vorliegenden Gemäldes dar.
Provenienz: Kaspar Max Freiherr Droste zu Vischering, Weihbischof von Münster. – Friedrich Leopold Graf zu Stolberg-Stolberg (1799). – Bis 1945 auf dem Stolbergschen Schloss Brauna bei Kamenz (Sachsen). – Enteignung im Zuge der Bodenreform und Überführung in die Gemäldegalerie Alter Meister, Dresden (Außendepot Schloss Moritzburg). – 1999 Rückgabe an die rechtmäßigen Eigentümer – Süddeutsche Privatsammlung.

Antoine Pesne (1683 – 1757), unter  möglicher Beteiligung der Werkstatt
Prinzessin Sophie Friederike Wilhelmine von Preußen, seit 1735 Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth (1709 – 1758)
Halbfigur frontal, den Kopf leicht nach links gewandt. In karmesinrotem Kleid mit Hermelinmantel. Vor Vorhangdraperie.
Öl auf Leinwand 79,5 × 65,5 cm
Kat.-Nr. 260, Schätzpreis € 18.000 – 24.000

Markgräfin Wilhelmine, die Lieblingsschwester Friedrichs des Großen, ist zu den bedeutendsten Frauengestalten des 18. Jahrhunderts zu rechnen. Sie wurde als Tochter Friedrich Wilhelms I. von Preußen geboren, von ihrer Mutter Sophie Dorothea aus dem Hause Hannover wurde sie schon als kleines Mädchen darauf vorbereitet, Königin von England zu werden. Diese Heiratspläne zerschlugen sich und Wilhelmine heiratete den Erbprinzen Friedrich von Brandenburg-Bayreuth (seit 1735 als Markgraf Friedrich III.). Für Wilhelmine drohte mit der Eheschließung im Jahre 1731 jedoch statt des glanzvollen Lebens am englischen Hof das ungleich einfachere „Exil“ in der oberfränkischen Provinz. Ihre diesbezüglichen Empfindungen schildert die Markgräfin in schillernden Farben in ihren Lebenserinnerungen.
Das vorliegende Gemälde folgt einem populären, offenbar als „offiziell“ geltenden Porträttypus. Eine sehr vergleichbare Fassung von Antoine Pesne und seiner Werkstatt befindet sich im Neuen Schloss zu Bayreuth. Dem Bayreuther Gesangbuch waren als Kupferstich Bildnisse des jungen Markgrafenpaares vorgesetzt, wobei die Markgräfin ebenfalls im vorliegenden Typus wiedergegeben wurde.

Gutachten Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan, Berlin, 11. Oktober 2012.
Provenienz: Schloss Blankenburg (Harz). – Auktion „Kunstwerke des Königlichen Hauses Hannover“. Sotheby’s, Schloss Marienburg, 5.–15. Oktober 2005, Kat.-Nr. 470 (mit Abb.): dort als „German School, early 18th century“. – Süddeutsche Privatsammlung.

 

GRAPHIK UND GEMÄLDE 19. JAHRHUNDERT

Das 19. Jahrhundert glänzt mit der expressiven Zeichnung „Interieur aus einem Bauernhause“ Adolph von Menzels (Kat.-Nr. 222, Schätzpreis € 10.000– 12.000), der in Öl festgehaltenen Ansicht von Köln mit unvollendetem Dom des britischen Malers James Webb (Kat.-Nr. 308, Schätzpreis € 40.000– 60.000) und einem sehr lebendigen Porträt von fünf Schafen Heinrich von Zügels (Kat.-Nr. 343, Schätzpreis € 13.000– 15.000), dazu passend, von Alexander Koester, die „Vier Enten im Seerosenteich“ (Kat.-Nr. 354, Schätzpreis € 20.000– 30.000).

Adolph von Menzel (1815 – 1905)
„Interieur aus einem Bauernhause“
Rechts unten signiert. Rücks. hs. Nummerierungen „B 24“, „43“ und „2129“.
Zimmermannsbleistift, gewischt, auf Bütten. 23,8 × 33,2 cm
Kat.-Nr. 222, Schätzpreis € 10.000 – 12.000

Im Schaffen des Künstlers finden sich vergleichbare Darstellungen seit früher Zeit. Stilistisch nahe und vom gleichen Interesse für die Tektonik eines ländlichen Dachstuhles zeugend, steht der vorliegenden Zeichnung sicherlich das „Innere einer Scheune“ des Kupferstichkabinetts im Frankfurter Städel, ein undatiertes Blatt der späteren Schaffenszeit (Adolph von Menzel – Das graphische Werk. Zweiter Band. München 1976, Abb. 1228).
Provenienz: Privatsammlung

James Webb (1825 – 1895)
Ansicht von Köln mit unvollendetem Dom
Rechts unten (unterhalb der Figurengruppe) signiert. Auf dem Keilrahmen Reste eines Klebeetiketts des Rahmenmachers James Bourlet & Sons, London. Öl auf Leinwand, 76 × 127 cm
Kat.-Nr. 308, Schätzpreis € 40.000 – 60.000

James Webb, der zwischen 1853 und 1888 seine Werke in der Londoner Royal Academy ausstellte, zählt als klassischer Vertreter der englischen Landschaftsmalerei. Bevorzugt schuf Webb Küstenlandschaften. Seine Motive erarbeitete er sich auf Reisen durch England, nach Holland, Frankreich und in das Rheinland sowie nach Konstantinopel und Kairo.
Der deutliche künstlerische Einfluss von William Turner und John Constable bewirkte, dass Webbs Gemälde nicht selten mit deren Arbeiten verwechselt wurden.
Gutachten-Dokumentation Dr. Horst Ludwig, München, 20. September 2016: dort als „Variante IV“ des Motivs. Provenienz: Auktion Van Ham, Köln, 7. Juli 2007, Kat.-Nr. 1712 (ohne Erwähnung der Signatur). – Privatsammlung Rheinland.

Heinrich von Zügel (1850 – 1941)
Fünf Schafe
Links unten signiert. Öl auf Leinwand 40 × 60,5 cm
Kat.-Nr. 343, Schätzpreis € 13.000 – 15.000

Heinrich von Zügel gilt als der bedeutendste Münchner Tiermaler der Zeit um 1900. Schon früh hatte der Künstler mit seinen Gemälden großen Erfolg, auf der Wiener Weltausstellung wurde dem 23-Jährigen im Jahre 1873 die Goldmedaille verliehen. Alfred Lichtwark, der erste Direktor der Hamburger Kunsthalle, dem es ein großes Anliegen war, in Deutschland das Verständnis für die Kunst des Impressionismus zu fördern, unterstützte und motivierte den Künstler, als dieser um die Jahrhundertwende zu seinem eigenen impressionistischen Stil gefunden hatte. Zügel äußerte sich selbst zu seiner Kunst: „Das Tier als solches ‚abzumalen‘, ist mir nie schwer gefallen, aber das Tier mit einer Umgebung, d.h. in Luft und Licht, die farbige Erscheinung wiederzugeben in dem Moment, wo sie am schönsten ist, ist manchmal unbezwinglich. […] Form und Farbe gleichwertig hochzuhalten, hielt ich immer für das Erstrebenswerteste.“
Das Gemälde „Fünf Schafe“ dokumentiert anschaulich, wie meisterhaft es der Künstler versteht,

Alexander Koester (1864 – 1932)
Vier Enten im Seerosenteich
Links unten signiert. Öl auf Leinwand 46 × 77 cm
Kat.-Nr. 354, Schätzpreis € 20.000 – 30.000

Das vorliegende Gemälde entstand vermutlich in der Zeit zwischen 1900 und 1905 in Klausen, als Alexander Koester die ersten großen Anerkennungen für seine Werke zuteil wurden; so wurde ihm neben zahlreichen anderen Ehrungen 1904 die Goldmedaille auf der Weltausstellung in St. Louis für eines seiner Entenbilder verliehen. Unsere Komposition mit vier Enten wird von rechts oben beleuchtet, so dass sich reizvolle Kontraste zwischen dem weiß erstrahlenden Gefieder und verschatteten Partien ergeben. Gleichermaßen lässt der Lichteinfall Strukturen auf der Wasseroberfläche entstehen: die Seerosenblätter und leichte Wellenkreise werden durch schimmernde Wassertropfen und Reflexe effektvoll akzentuiert, während die vorherrschend violetten und blaugrünen Nuancen eine lyrische Abendstimmung evozieren. Durch die Konzentration auf ein Thema erreichte Alexander Koester bereits in seiner frühen Schaffenszeit eine hohe Meisterschaft, sowohl in der künstlerischen Variation, als auch in ihrer bildnerischen Umsetzung. Provenienz: Erworben bei Galerie Ludorff, Düsseldorf. – Süddeutsche Privatsammlung.

 

KUNSTHANDWERK
Die reiche Offerte des Kunsthandwerkes hält ein aus Obsthölzern gezimmertes meuble à vantaux bereit. Das um 1750 entstandene Kommodenmöbel (Kat.-Nr. 178, Schätzpreis € 30.000– 50.000) schreiben die NEUMEISTER-Experten dem französischen Ebenisten Adrien Delorme zu. Kunstkammerliebhaber werden sich für den seltenen spätgotischen Klappkamm aus Buchsbaum (Kat.-Nr. 132, Schätzpreis € 4.500– 5.000) begeistern, Jugenstil-Aficionados für die Tischlampe „Red Poppy“ aus der Werkstatt Louis Comfort Tiffanys, New York um 1900 (Kat.-Nr. 88, Schätzpreis € 20.000– 23.000).

 

JUBILÄUMSVERSTEIGERUNG
60. AUKTION KLASSISCHE MODERNE, POST WAR & CONTEMPORARY ART

7. Dezember, 17 Uhr
Ausgewählte Werke KLASSISCHE MODERNE, POST WAR & CONTEMPORARY ART

Vorbesichtigung
Freitag, 2. bis Montag, 5. Dezember 2016
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr. Montag Abendöffnung bis 20 Uhr

HIGHLIGHTS
Klassische Moderne: Alexej von Jawlensky +++ Gustav Klimt +++ Leo Putz
Contemporary Art: Gottfried Helnwein +++ Chung Sang Hwa

NEUMEISTER geht in diese letzte Auktion KLASSISCHE MODERNE, POST WAR & CONTEMOPRARY ART des Jahres 2016 mit zwei Auktionen, großen Namen und zahlreichen Raritäten: Herausragend etwa das kraftvolle Werk Alexej von Jawlenskys „Gladiolen“ (1915, Kat.-Nr. 113, Schätzpreis € 200.000– 300.000) wie auch das großformatige Gemälde „Drei Mädchen im Schleißheimer Schloßpark“ von Otto Putz aus der Zeit um 1906 (Kat.-Nr. 11, Schätzpreis € 100.000– 150.000) oder die filigrane Studie in Bleistift für das Bild der Adele Bloch-Bauer (1907, Kat.-Nr. 15, Schätzpreis € 70.000– 90.000).
Die Bandbreite der Zeitgenössischen Kunst wird repräsentiert durch zwei Ikonen der Filmgeschichte in Öl und Acryl auf Leinwand des Österreichers Gottfried Helnwein: James Dean und Marilyn Monroe (Kat.-Nr. 22 und 23, Schätzpreis je € 80.000– 100.000) sowie zwei Tuschearbeiten des Südkoreaners Chung Sang Hwa (Kat.-Nr. 19 und 20, Schätzpreis je € 40.000– 60.000).

Gustav Klimt (1862–1918)
Studie für das Bildnis Adele Bloch-Bauer, 1907
Sitzende Dame von vorne, links oben Wiederholung in klein
Schwarze Kreide, violette Pastellkreide, weiß gehöht. Verso: Ausfuhrstempel des Bundesdenkmalamtes
Auktion Sotheby’s London 1986
Kat.-Nr. 15, Schätzpreis € 70.000 – 90.000

Das Thema „Klimt und die Frauen“ beschäftigt die Nachwelt bis heute. Als Gründer der Wiener Secession war der Künstler um 1905 auf dem Höhepunkt seines Erfolgs angelangt und vor allem mit Frauenbildnissen zum wichtigsten Vertreter des Jugendstils geworden. In den Reigen der Schönen, die ihm Modell, Muse und mehr waren, fügt sich auch Adele Bloch-Bauer (1881-1925). Die Frau eines Großindustriellen betrieb einen Salon als Treffpunkt der Intellektuellen Wiens und trat als Sammlerin seiner Werke in Erscheinung. Ihr Porträt von 1907 gilt als eines der wichtigsten Bilder Gustav Klimts, ja als Schlüsselwerk der „Goldenen Periode“. Seit 1903 löst der Maler die Darstellung unter einem flächigen Ornamentgewebe aus Gold und Farbe auf, zu dem er sich durch die Mosaiken von Ravenna inspirieren ließ. Das Bildnis Adele Bloch-Bauer besticht durch den Kontrast zwischen dem lebensnah gemalten Kopf und dem geometrisch stilisierten Gewand, zwischen Naturalismus und Abstraktion. Die dekorativen Elemente verselbständigen sich in der Opulenz des ornamentalen Musters. Und das Gold als Symbol für Licht, Schönheit und das Heilige dient dem Maler dazu, die Frau zur Ikone einer unnahbaren, „göttlichen“ Weiblichkeit zu idealisieren. Die vorbereitende Studie Klimts zum Porträt Adele Bloch-Bauer macht den Abstraktionsprozess deutlich. Die Kreidezeichnung zeigt die sitzende Frau in ein reich plissiertes Kleid gehüllt, das Gesicht nur angedeutet, der Kopf vom Bildrand überschnitten. Den Maler beschäftigt die gegenläufige Bewegung der herabfallenden Stofffülle und des Oberkörpers, ja er akzentuiert die Dynamik zusätzlich durch wenige weiße Kreidestriche. Im kleineren „Bild im Bild“ dagegen betont er die Kontur und die Räumlichkeit der Form. Losgelöst vom ornamentalen Prunk des goldenen Gemäldes wird deutlich, dass Gustav Klimt in der Zeichnung die Auflösung der Gestalt in abstrakten Liniengebilden zum eigentlichen Bildthema macht.
Lit.: Marian Bisanz-Prakken. Gustav Klimt. Die Zeichnungen. Ausstellungs-Kat. Wien/Albertina, 2012

Gottfried Helnwein (*1948)
James Dean, Boulevard of Broken Dreams,
1981
Öl und Acryl auf Leinwand
fotografiert 1955 von Dennis Stocks am
Times Square (nach dem berühmten Foto
„James Dean haunted Times Square“)
Kat.-Nr. 23, Schätzpreis € 60.000 – 80.000

Gottfried Helnwein (*1948)
Marilyn Monroe, o.J. (vermutl. 1981)
Öl und Acryl auf Leinwand
aus dem Billy-Wilder-Film „Das verflixte siebte Jahr“
von 1955. Marilyn steht mit hochwehendem Kleid
auf einem Lüftungsschacht in New York.
Kat.-Nr. 22, Schätzpreis € 80.000 – 100.000

In einer Werkserie widmet sich Gottfried Helnwein um 1980 den Idolen des 20. Jahrhunderts, charismatischen Persönlichkeiten wie Elvis und Mick Jagger, die er als Helden einer aufbegehrenden Jugend verehrt. Auch in den Hollywood-Ikonen James Dean und Marilyn Monroe sieht er die unangepassten Rebellen, die für ihren Ruhm mit einem frühen Tod bezahlten. Der Künstler benutzt Fotografien von charakteristischen Posen der Stars als Ausgangsmaterial seiner Gemälde: James Dean auf dem verregneten Times Square in New York und Marilyn Monroe über dem Luftschacht aus Billy Wilders Film „Das verflixte siebte Jahr“ (beide 1955). Wie zuvor schon die Künstler der Pop Art und insbesondere Andy Warhol, reflektiert der österreichische Künstler ihre massenmediale Vermarktung und wertet sie durch die Übertragung von der Fotografie in die Malerei auf. Zum Anlass der 50. Wiederkehr seines Geburtstags verewigt er James Dean im Alter von 24 Jahren und kurz vor seinem tragischen Unfalltod in einer rosa schimmernden Lichthülle, in der „diese ganz bestimmte Traurigkeit, Verlorenheit und Verzweiflung des Rebellentums, nirgends dazuzugehören“ Ausdruck findet. Bei Marilyn dient ihm der scharfe Kontrast von Licht und Dunkel über dem Gesicht als Hinweis auf die Schattenwelt hinter dem schönen Schein. Beide Stars werden bei Helnwein zu „Engeln aus dem Zwischenreich“ auf dem Boulevard der zerbrochenen Träume.

JUBILÄUMSVERSTEIGERUNG
60. AUKTION KLASSISCHE MODERNE, POST WAR & CONTEMPORARY ART,

7. Dezember, 18.30 Uhr
„SHE“ – POST WAR & CONTEMPORARY ART

Vorbesichtigung
Freitag, 2. bis Montag, 5. Dezember 2016
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr. Montag Abendöffnung bis 20 Uhr

HIGHLIGHTS
Contemporary Art: Cindy Sherman +++ Stephan Balkenhol +++ Michael Buthe
Aktuelle Gegenwartskunst rund um das Thema Weiblichkeit manifestiert sich in den rund 60 Arbeiten der von der Kunsthistorikerin Eva Karcher kuratierten Auktion „SHE“, darunter Arbeiten von Künstlern wie Cindy Sherman, Stephan Balkenhol, Daniele Buetti und Michael Buthe, von dem erst kürzlich eine umfangreiche Retrospektive im Haus der Kunst in München zu sehen war.

Cindy Sherman (*1954)
Untitled. 1989
Multiple. Farbdruck in Leuchtkasten, 80 × 60 × 8 cm
Eines von 24 Exemplaren
Kat.-Nr. 1009 Schätzpreis € 8.000 – 10.000

Die mit ihren Selbstinszenierungen in unterschiedlichsten Rollen bekannt gewordene New Yorker Fotokünstlerin posiert hier als gut aussehende junge Frau mit blonder Mähne, deren „strahlende“ Schönheit durch den Einsatz von realem Licht unterstrichen wird. Zugleich jedoch konterkariert die Künstlerin die geltenden Schönheitsnormen durch den Einbruch des Bizarren in Gestalt von Insekten, die über das Gesicht der Frau krabbeln und deren gezwungenes Lächeln erklären. Zwischen der verführerischen Oberfläche und dem surrealen Motiv, das die Ästhetik von Horrorfilmen aufruft, wird der Betrachter einem emotionalen Wechselbad aus Anziehung und Abstoßung ausgesetzt.
Provenienz: Privatsammlung Süddeutschland

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als geschäftsführender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an

Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner@neumeister.com

 

 

Pressenachbericht

Auktionen SCHMUCK und ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN am 27. und 28.  September 2016

Top-Ergebnisse / Top Results

Auktion ALTE KUNST: Mehr als zwei Drittel der Lose am Auktionsabend verkauft.
Kunsthandwerk, v. a. Porzellan und Silber hochgefragt +++ Gemälde des 19. Jahrhundert brillieren mit Bestergebnissen +++ Top-Los des Abends: Reiterbildnis Józef von Brandts mit knapp 84.000 Euro +++ Stieler-Porträt erlöst mehr als 66.000 Euro +++ Schmuck am Vortag mit sehr guten Ergebnissen

Top-Ergebnis des Abends war unbestritten der „Kosakenreiter“ (Kat.-Nr. 320) von Józef von Brandt, der in einem intensiven Wettstreit zwischen Bietern im vollbesetzten Saal, an den Telefonen und im Internet die Schätzung von 13.000 auf einen Erlös von schließlich 83.820 Euro kam. Schlussendlich ging der engagierte Jäger an einen privaten Bieter aus den USA. Ebenfalls hervorragend verkaufte sich das Bildnis der Crescentia Fürstin Oettingen-Oettingen-Wallerstein von Joseph Stieler (Kat.-Nr. 285). Das bezaubernde Konterfei der Gärtnerstochter, deren Liebesheirat ihrem Mann Fürst Ludwig einen echten Karriereknick verursachte, konnte mit einem Ergebnis von 66.040 Euro die Taxe von 35.000 Euro knapp verdoppeln und ging an einen deutschen Privatsammler. Nur wenig darunter lag das Ergebnis des Gemäldes „Bergbauernhof“ von Oskar Mulley (Kat.-Nr. 352). Das Werk des Meisters der expressiven Spachteltechnik wurde von einem süddeutschen privaten Sammler eingeliefert, der sich über die Verdoppelung der Taxe von 25.000 Euro auf einen Erlös von 63.500 gefreut haben dürfte. Ersteigert hat es ein österreichischer Kunsthändler. Ähnlich erfolgreich brillierte ein Gemälde von Alexander Koester: Seine „Sieben Enten im Wasser“ (Kat.-Nr. 345,Taxe 25.000 Euro, Ergebnis 41.910) schwimmen nun für einen privaten Sammler aus Deutschland.

In der Malerei des 19. Jahrhunderts waren weitere Highlights der Auktion zu verorten: Carl Spitzwegs „Gewitterstimmung an der Würm bei Gauting“ (Kat.-Nr. 290, Taxe 20.000 Euro) ging für 25.400 Euro an einen deutschen Bieter. Auch prominente Vertreter der Genremalerei erzielten gute bis sehr gute Ergebnisse, so Eduard von Grützners „Kunstmäzen“ (Kat.-Nr. 378) dessen Taxe vor allem die zahlreichen Bieter an den Telefonen von 10.000 Euro auf ein Ergebnis von 22.860 Euro mehr als verdoppelten, Franz von Defreggers „Kinder mit Dackel“ (Kat.-Nr. 308, Taxe 15.000 Euro), die 20.320 Euro erlösten und Adolf Eberles „Im Kuhstall“ (Kat.-Nr. 381, Taxe 6.000 Euro), das 15.240 Euro erlöste.

KUNSTHANDWERK
Sehr stark an diesem Abend das Kunsthandwerk. Eine 21-teilige Boiserie aus Frankreich (Kat.-Nr, 169, Taxe 50.000) fand für 63.500 Euro den Weg zurück ins Hexagon. Die wohl fulminanteste Steigerung des Abends legte eine silberne Vase von Koloman Moser aus den Wiener Werkstätten von 1904 hin (Kat.-Nr. 103). Mehr als zwölf Bieter an den Telefonen, fast ausnahmslos österreichische Interessenten, sowie zahlreiche Steigerer aus Saal und Internet ließen die Taxe von 1.500 Euro für das würfelförmige, lapislazuliverzierte Gefäß im Sekundentakt und 1.000 Euro-Schritten ganz rapide auf ein Ergebnis von 26.670 Euro schnellen, für das es dann in den österreichischen Kunsthandel ging. Etwas moderater, wenn auch nur geringfügig, die Bieter auf die „Lily-Lamp“ aus den Tiffany Studios in New York (Kat.-Nr. 111). Hier trieben vor allem nordamerikanische Interessenten den Schätzpreis von 20.000 Euro auf ein Resultat von 25.400 Euro – es war dann jedoch ein deutscher Sammler, der das Bietgefecht für sich entschied. Die Lampe aus der Zeit um 1910 war Teil einer kleinen Sammlung von Tiffany-Lampen, die ein süddeutscher Privatsammler über fünfzig Jahre hinweg zusammengetragen hatte.

Auch günstig taxierte Kunstobjekte überzeugten mit robusten Ergebnissen, wie beispielsweise ein Paar Puttenköpfchen aus dem Umkreis Ignaz Günthers (Kat.-Nr. 143, Taxe 1.500 Euro, Ergebnis 6.000 Euro), ein Christuskind aus dem Umkreis Meinrad Guggenbichlers um 1700 (Kat.-Nr. 133, Taxe 1.200 Euro, Ergebnis 5.500) und ein Ranftbecher mit Freundschaftswunsch (Kat.-Nr. 125) aus dem Wien des frühen 19. Jahrhundert, dessen Schätzpreis von 700 Euro mehrere Freunde dieser Kunst in ein respektables Ergebnis von 9.525 Euro verwandelten, zu dem es ein privater Sammler in Österreich dann für sich entschied.

Auktion SCHMUCK, 27. September 2016, 18 Uhr
Bei nahezu voll besetztem Saal wurde am Vorabend der Auktion ALTE KUNST bei sehr intensivem Bietverhalten zugeschlagen. So war einem süddeutschen Bieter ein Ring mit Rubin und Diamanten aus dem viktorianischen England um 1880 (Kat.-Nr. 1011, Schätzpreis 22.000 Euro) 25.400 Euro wert. Ein Ring mit einem 7 Karat-Diamanten im Kissenschliff (Kat.-Nr. 1125, Schätzpreis 11.000 Euro) brachte 20.320 Euro, ein Ensemble aus Collier und Armband mit Brillanten (Kat.-Nr. 1169, Schätzpreis 11.000 Euro) erzielte 15.240 Euro. Bemerkenswert auch die Ergebnisse beim Modeschmuck: Ein Cocktailarmband mit Peridoten und Citrinen (Kat.-Nr. 1067) verwandelte den Schätzpreis von 8.000 Euro in ein Ergebnis von 10.160 Euro.

Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER, die beide Auktionen leitete: „Bemerkenswert finde ich die sehr hohe Anzahl gerade jüngerer privater Sammler – übrigens auch beim Schmuck –, die sich durch - gehend durch hohe Bietfreude auszeichneten und oft den Zuschlag erhielten. Beste Beispiele sind hier der Kauf des Stieler-Porträts der Crescentia Oettingen-Oettingen-Wallerstein durch einen deutschen Privatsammler und der Erwerb des Gemäldes „Kosakenreiter“ durch einen amerikanischen Privatmann – beide Mitte vierzig und keine Ausnahme. Immer mehr 40- bis 50-Jährige finden den Weg ins Auktionshaus und recht gezielt zu Kunst und Kunsthandwerk gerade des 19. Jahrhunderts – Männer wie Frauen. Das sind Menschen, die – gerade in diesen atemlosen Zeiten –, die Ruhe, das Innehalten, dass Alte Kunst von ihren Besitzern fordert, hoch schätzen. Zweitens hat natürlich die außerordentlich hohe kunsthandwerkliche Güte der angebotenen Werke viele dazu bewegt, sich hier zu engagieren – aus Liebe zum Objekt, aus Sammelleidenschaft, aber auch drittens, um ihr Geld gut zu anzulegen. Auch das ein Trend, den wir seit längerem beobachten. Diese hohe Kaufmotivation zeichnete sich bereits in den Wochen vor den Auktionen deutlich ab. Auf wesentlich mehr als die Hälfte aller Lose waren schon im Vorfeld Gebote abgegeben worden – und auf zwei Drittel aller Lose über 10.000 Euro. Der dann sehr erfolgreiche Verlauf und die noch erfreulicheren Ergebnisse unserer zwei Auktionen ALTE KUNST und SCHMUCK zeigen, dass die oft totgesagte Alte Kunst definitiv lebendiger denn je ist.“

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als geschäftsführender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

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Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
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Pressevorbericht

Auktionen SCHMUCK und ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN am 27. und 28.  September 2016

Auktionshighlights

Aus dem Goldenen Zeitalter der niederländischen Malerei: „Junge Dame mit Fächer“, Jan Hals zugeschrieben und ehem. im Besitz von William Randolph Hearst +++ Carl Spitzweg: „Gewitterstimmung an der Würm“ +++ Schönheit in Öl gebannt: Joseph Stielers „Crescentia Fürstin von Oettingen-Oettingen und Wallerstein“ +++ Werke von Franz von Defregger und Eduard von Grützner +++ Enten von Alexander Koester, ein Bergbauernhof von Oskar Mulley +++ Seltenes Kunsthandwerk +++ Wertvolle Juwelen und Schmuck

Junge Damen als Auftakt zu den Herbstauktionen bei NEUMEISTER: Bei den Altmeistergemälden ist es das Ölporträt „Junge Dame mit Fächer“ (siehe Seite 3), das Jan (Jan Franszoon) Hals zugeschrieben wird und sich ehemals im Besitz des amerikanischen Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst befand (Kat.-Nr. 250, Schätzpreis € 8.000 – 12.000), bei den Gemälden des 19. Jahrhunderts Joseph Stielers liebreizendes Porträt der „Crescentia Fürstin von Oettingen-Oettingen und Wallerstein“ vom Mai 1836 (Kat.-Nr. 285, Schätzpreis € 35.000 – 40.000).

Das Angebot der Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts überzeugt in dieser Auktion unter anderem mit starken Land schaften wie Carl Spitzwegs kleinformatiger „Gewitter stimmung an der Würm bei Gauting“ (Kat.-Nr. 290, Schätzpreis € 20.000 – 25.000) oder Gustav Schönlebers „Holländischer Hafen, Dordrecht“ (Kat.-Nr. 295, Schätzpreis € 15.000 – 20.000). Mit Franz von Defreggers „Kinder mit Dackel“ und „Zitherspieler mit Mädchen auf der Bank“ (Kat.-Nr. 308, Schätzpreis € 15.000 – 20.000 respektive Kat.-Nr. 307, Schätzpreis € 25.000 – 30.000) liefert NEUMEISTER Sammlern dieses Tiroler Malers weiteren hochqualitativen Nachschub. Einer nordrhein-westfälischen Privatsammlung entschwimmen „Sieben Enten im Wasser“ (Kat.-Nr. 345) aus der Hand des Spätimpressionisten Alexander Koester, die mit geschätzten 25.000 bis 30.000 Euro marktgerecht taxiert sind. Abgerundet wird die Offerte durch Oskar Mulleys wohl gegen 1936 entstandenen „Bergbauernhof“ (Kat.-Nr. 352, Schätzpreis € 20.000 – 25.000).

Aus einer nachgelassenen süddeutschen Privatsammlung versteigert NEUMEISTER knapp 100 Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts. Stark vertreten: die Genremalerei des 19. Jahrhunderts mit qualitätvollen Arbeiten u.a. von Johann Georg Meyer von Bremen (Mädchen bei der Toilette, Kat.-Nr. 372, Schätzpreis € 5.000 – 7.000), Felix Schlesinger (Mittagsschläfchen, Kat.-Nr. 375, Schätzpreis € 4.000 – 6.000) und Eduard von Grützner (Ein Kunstmäzen, Kat.-Nr. 377, Schätzpreis
€ 10.000 – 15.000). Aus einer Suite von 18 Gemälden des süddeutschen Impressionisten Otto Pippel stammt das Werk „Abendgesellschaft“, ein intimes Interieur, dessen irisierendes Licht die dargestellte Gesellschaft nahezu überirdisch erscheinen lässt (Kat.-Nr. 419, Schätzpreis € 3.000 – 4.000).

Beim Kunsthandwerk dürfte das spektakulärste Objekt wohl eine in grün und gold gefasste vielteilige Boiserie sein, die aus dem Frankreich des 18. Jahrhunderts stammen dürfte (Kat.-Nr. 169, Schätzpreis € 50.000 – 60.000). Daneben reicht die Kunsthandwerkofferte dieser Auktion vom Hamburger Silberhumpen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts (Kat.-Nr. 70, Schätzpreis € 6.000 – 6.500) über Asiatika wie einen Buddhistischen Heiligen aus dem Birma des 17./18. Jahrhunderts (Kat.-Nr. 121, Schätzpreis € 18.000 – 20.000) und ein lackdekoriertes Namban-Kabinett aus dem Japan des 17. Jahrhunderts (Kat.-Nr. 160, Schätzpreis € 15.000 – 18.000) bis hin zur Heiligen Maria Magdalena aus Niederbayern (Umkreis Josef Deutschmanns, Mitte 18. Jh., Kat.-Nr. 140, Schätzpreis € 10.000 – 14.000). Der zeitliche Rahmen wird geschlossen durch Möbel des französischen Ebenisten Louis Majorelle (u.a. ein Schreibtisch, Nancy, um 1900, Kat.-Nr. 115, Schätzpreis € 5.000 – 6.000) sowie der zehnflammigen „Lili-Lamp“ aus den Tiffany Studios, New York (um 1910, Kat.-Nr. 111, Schätzpreis € 20.000 – 25.000). Der Schmuck glänzt mit vielen seltenen Pretiosen, darunter ein verwandelbares Naturperlencollier mit Smaragdanhänger (Kat.-Nr. 1014, Schätzpreis € 23.000 – 28.000) und ein hochelegantes Armband aus Frankreich mit zehn Brillanten, die zusammen fast 13 Karat wiegen (Kat.-Nr. 1083, Schätzpreis € 43.000 – 50.000).

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als geschäftsführender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an

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Pressenachbericht

Auktionen SCHMUCK und ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN am 5. und 6. Juli 2016

Top-Ergebnisse / Top Results

Starke Nachfrage über alle Sparten
Kunsthandwerk gefragt wie selten +++ bedeutende Straßburger Glasscheibe (13. Jh.) bringt knapp 100.000 Euro +++ Tiffany-Lampe erlöst knapp 45.000 Euro +++ Gemälde mit sehr guten Ergebnissen +++ erstmals mehr als ein Drittel Internet-Bieter

Star des Auktionsabends ALTE KUNST am 6. Juli bei NEUMEISTER war unbestritten das Kunsthandwerk – angeführt von Kat.-Nr. 111, der „Bedeutenden Glasscheibe, Straßburg, ca. 1270“. NEUMEISTER hatte zu dieser Rarität im Auktionsvorfeld umfangreiche eigene Recherchen betrieben und konnte so die Wahrscheinlichkeit weiter erhärten, dass die Glasscheibe „Ioab et Achior“ wohl aus der Straßburger St.-Thomas-Kirche stammt. Die Schätzung von 30.000 Euro verdreifachte sich dank engagierter Gebote aus England und Frankreich auf mehr als 95.000 Euro.

ALTE KUNST

Schlussendlich ging das zerbrechliche Kleinod dann an einen telefonischen Bieter aus England. Ebenfalls aus farbigem Glas, jedoch rund 700 Jahre jünger, der zweite Star aus dem stark nachgefragten Kunsthandwerk: Die Lampe „Dragonfly“ aus den Tiffany Studios in New York. Hier trieben vor allem nordamerikanische Bieter den Schätzpreis von 30.000 Euro auf knapp 45.000 empor. Die Libellen-Lampe aus dem Jahr 1899 war Teil einer kleinen Sammlung von Tiffany-Lampen, die ein süddeutscher Privatsammler über fünfzig Jahre hinweg zusammengetragen hatte.

Weitere Highlights der Auktion waren in der Malerei zu verorten: Aus dem Goldenen Zeitalter der nieder ländischen Malerei stammt Marten Rijckaerts „Felsenlandschaft mit Reitern“ (Kat.-Nr. 227). Das auf Kupfer gemalte Ölbild, taxiert auf 30.000 Euro, war einem Telefonbieter aus Österreich mehr als 45.000 Euro wert – nach vielem Hin und Her zwischen weiteren Bietern an den Telefonen und im Internet. Bei den Gemälden Oskar Mulleys kannten die Bieter kein Halten mehr. Seine „Bergkapelle“ (Kat.-Nr. 388, um 1929/30 entstanden), einem der letzten Gemälde, die an diesem Abend bei durchgängig voll besetztem Saal versteigert wurden ließ im Wortsinn die Drähte heißlaufen: Gleich sieben Telefonbieter engagierten sich und trieben den Schätzpreis des Ölgemäldes von 12.000 Euro rasch auf ein Ergebnis von mehr als 38.000 Euro – das Gemälde geht nun nach Österreich. Ähnlich beim zweiten Mulley, einem nur wenig später entstandenen „Bergbauernhof“ aus der Zeit um 1930/32, der seine Taxe von 20.000 Euro auf mehr als 33.000 Euro steigern konnte und an einen süddeutschen Bieter ging.

 

SCHMUCK

Bei nahezu voll besetztem Saal konnten am Vorabend der Auktion ALTE KUNST bei sehr intensivem Bietverhalten nahezu alle Schmuckstücke zugeschlagen werden. So war einem liebenden Ehemann der klassische „Burma“ Rubin-Diamantring aus dem London der 2000er Jahre (Kat.-Nr. 1095, Schätzpreis 55.000 Euro mehr als 63.000 Euro wert – als Geburtstagsgeschenk für seine Frau. Ein Ring mit einem 10,9 Karat-Saphir im Ceylonschliff und goldenen Rundisten (Kat.-Nr. 1117, Schätzpreis € 5.500) brachte gut 8.200 Euro, ein dunkelblauer Tansanit im facettierten Kissenschliff mit 8,88 Karat (Kat.-Nr. 1101, Schätzpreis € 4.600) erzielte knapp 6.000 Euro. Eine erstaunliche Steigerungsrate legte eine Brosche in Form eines Schmetterlings hin: hier flatterte der Preis von der Schätzung mit 200 Euro auf ein Ergebnis von knapp 2.800 Euro. Ebenso bei einem Entouragering und Herzanhänger mit Kristallopalen und Brillanten (Deutschland, 1980er Jahre, Kat.-Nr. 1065) – das Duo verwandelte den Schätzpreis von 900 Euro in ein Ergebnis von gut 2.400 Euro.

 

Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER, die beide Auktionen leitete: „Man hört und liest so oft: ,Die Alte Kunst ist tot!’ Ich kann dazu nur sagen: Mitnichten, denn wie immer, wenn die Qualität stimmt, werden sehr gute bis hervorragende Preise erzielt – wie unsere zwei Auktionen gerade lebhaft bewiesen haben. Das hat sich schon in den Wochen vor der Auktion abgezeichnet, denn auf weit mehr als ein Viertel der hochtaxierten Lose waren bereits im Vorfeld sehr viele Gebote abgegeben worden. Die vielen guten bis sehr guten Ergebnisse quer durch alle Sparten sprechen da für sich, was nicht zuletzt daran liegt, dass inzwischen ein gutes Drittel der Interessenten online bietet – und engagiert bietet, wie ich hinzufügen möchte. Das wirkt sich natürlich sehr erfreulich auf unsere Ergebnisse aus. Erfreulich auch unsere Resultate in der Auktion SCHMUCK. Die Entscheidung, diese Versteigerung auf den Abend vor der ALTEN KUNST zu verlegen haben unsere Kunden definitiv honoriert: zum einen war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt, zum anderen wurde generell sehr entspannt und engagiert geboten. Auch hier ging übrigens mehr als ein Drittel der Zuschläge an Bieter aus dem World Wide Web – eine weitere Ursache, die zu noch besseren Ergebnissen in diesem Segment führte und hochwertigen Schmuck weiter als festes Angebot bei NEUMEISTER etablierte.“

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als geschäftsführender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an

Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner@neumeister.com

Pressevorbericht

Auktionen SCHMUCK und ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN am 5. und 6. Juli 2016

Auktionshighlights
Bedeutende Glasscheibe aus Straßburg, um 1270 +++ Altmeistergemälde von Marten Rijckaert und Klaes Molenaer, Philipp Peter Roos (,Rosa da Tivoli’) und Johann Heinrich Tischbein d. Ä. +++ 19. und 20. Jahrhundert: venezolanische Küstenansicht von Ferdinand Konrad Bellermann, Affen von Gabriel von Max und Franz von Defregger, Bergimpressionen in Öl von Oskar Mulley +++ Seltene Tiffany-Lampen +++ Wertvolle Juwelen und Schmuck

 

 

Bedeutende Glasscheibe, Straßburg, um 1270
„Ioab et Achior“. Kat.-Nr. 111, Schätzpreis € 30.000 – 50.000

Von Palmettenband gerahmtes Bildfeld mit der Darstellung der Fesselung eines mit kurzer Tunika und Mütze Bekleideten an einen Baum durch einen Mann mit runder Kappe und langem Gewand. In dessen Krone das Schriftband „IOAB ET ACHIOR“

Das mit Sicherheit spannendste Objekt dieser Auktion misst nur einen halben Meter im Quadrat: eine Scheibe aus einem Kirchenfenster des späten 13. Jahrhunderts (Kat.-Nr. 111, Schätzpreis € 30.000– 50.000), die ursprünglich Teil eines Bibelfensters an prominenter Stelle im Chor entweder der Thomaskirche oder der ehemaligen Dominikanerkirche in Straßburg war – welche, darüber streiten die Gelehrten. Komposition und Maße der Glasscheibe sprechen sehr dafür, dass diese mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Bestand von elf Scheiben mit alt- und neutestamentlichen Darstellungen gehört, die heute auf Museen in Straßburg, Stuttgart und Glasgow verteilt sind. Hochspannend auch deren Provenienz,
die weitgehend bis in die ersten beiden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts nach Straßburg zurückzuverfolgen ist.

Angebracht war die Fesselung Achiors demzufolge in horizontaler Gegenüberstellung wohl zusammen mit der in Straßburg erhaltenen Versuchung Hiobs als Typus zu einer mittigen Bildscheibe mit der Geißelung Christi, wie in dem hochmittelalterlichen typologischen Kompendium der „Rota in media rotae“ aufgeführt. Vorliegende, bislang
offenbar unbekannte, qualitativ hochstehende Scheibe dürfte somit eine Forschungslücke hinsichtlich früher typologischer Glasmalerei schließen.

Graz/Österreich. – seit 2009 Privatsammlung Österreich. Art Loss Register Zertifikat vom 09.03.2016. Polychrome Bleiverglasung (ca. 47,5 x 53,4 cm) mit Schwarzlotmalerei; Messingrahmen. Sehr guter Erhaltungszustand.
Provenienz: wohl 1950er Jahre Kunsthandel, Paris. – Privatsammlung

Höhepunkte bei den Altmeistergemälden sind zwei Gegenstücke in Öl von Philipp Peter Roos (‘Rosa da Tivoli’): „ Zwei Ziegen in südlicher Landschaft“ und „Ziegenbock und Schaf in südlicher Felsenlandschaft (Kat.-Nr. 232, Schätzpreis € 12.000 – 15.000) und eine „Felslandschaft mit Reitern“ des Antwerpeners Marten Rijckaert (Kat.-Nr. 227, Schätzpreis € 30.000 – 40.000) – beide aus dem 17. Jahrhundert. Das 18. Jahrhundert ist vertreten mit einem hochqualitätvollen Entwurf für das Chorfresko der Wallfahrtskirche Violau bei Augsburg von Johann Georg Dieffenbrunner (Kat.-Nr. 214, Schätzpreis € 8.000 – 12.000) sowie einem Selbstporträt Johann Heinrich Tischbeins d.Ä. mit seiner ersten Frau am Spinett (Kat.-Nr. 244, Schätzpreis € 15.000 – 20.000) aus dem Besitz der Nachfahren des Malers.

Die Offerte der Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts oszilliert zwischen exotisch und bodenständig – immer bei bester Qualität von Handwerk und Provenienz. Gleich auf zwei Bildern werden Primaten dargestellt: „Affenfamilie mit Kirschen“ von Gabriel von Max (Kat.-Nr. 360, Schätzpreis € 30.000 – 50.000) und „Affendressur“ von Franz von Defregger (Kat.-Nr. 312, Schätzpreis € 18.000 – 20.000). Exotisch auch das Thema auch bei Ferdinand Konrad Bellermanns „Blick auf Puerto Cabello“ aus dem Jahr 1849, heute der größte Hafen Vene zu elas (Kat.-Nr. 251, Schätzpreis € 40.000– 60.000). Abgerundet wird die Offerte durch Oskar Mulley: „Bergbauernhof“ (Kat.-Nr. 387, Schätzpreise € 20.000– 25.000).

Beim Kunsthandwerk offeriert NEUMEISTER eine kleine Sammlung von Lampen aus den Tiffany Studios, New York. Eines dieser fünf Highlights ist die Tischlampe „Arrowroot“ aus der Zeit um 1900 (Kat.-Nr. 68, Schätzpreis € 30.000 – 40.000). Eines der Glanzlichter des 18. Jahrhunderts ist ein – trotz seiner Größe von 77 cm – zarter Altarengel aus der Werkstatt Ignaz Franz Platzers (1717– 1787), der mit erhobenen Armen und weit schwingendem goldenen Lendentuch leicht, fast schwerelos daherkommt (Kat.-Nr. 129, Schätzpreis € 12.000– 15.000).

Glanzlichter im Wortsinn beim SCHMUCK: ein klassischer Diamantring mit pink-rotem Burma-Rubin (Kat.-Nr. 1095, Schätzpreis € 55.000 –68.000) und ein Paar schlichte, hochelegante Ohrgehänge mit kornblumenblauen Burma-Saphiren und Brillanten aus 1940er Jahren (Kat.-Nr. 1016, Schätzpreis € 7.500 – 10.000).

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als geschäftsführender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.


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Pressenachbericht

Auktionen am 8. Juni 2016

- KLASSISCHE MODERNE, POST-WAR & CONTEMPORARY ART
- POST WAR & CONTEMPORARY ART: Werke aus einer deutschen Privatsammlung

Die mit Spannung erwartete Versteigerung von Pop-Art-Werken einer deutschen Privatsammlung brachte viele hervorragende Resultate – als das bedeutendste der zahlreichen Auktionshighlights kann die intime „Study for Standing Blue Nude“ (Kat.-Nr. 1018, Schätzpreis € 90.000) des Erotomanen Tom Wesselmann aus dem Jahr 2000 gewertet werden, für das ein amerikanischer Bieter knapp € 120.000 zahlte.

Intensiv geboten wurde ebenfalls für die deutlich günstiger taxierte graphische Kunst und für Multiples. Eine Aquatintaradierung in Schwarz von Richard Serra (Leo. 1998. Kat.-Nr. 1024; Schätzung € 5.000) verkaufte sich sehr gut mit € 6.350 an einen telefonsichen Bieter aus Süddeutschland – identische Ergebnis brachten auch die beiden Multiples „The Billionaire Deluxe“ und „The Opti-Can-Royale“ (Kat.-Nr. 1014 und 1015, Schätzpreis je € 5.000) des amerikanischen Künstlerpaares Edward und Nancy Kienholz, die sich zwei Bieter aus dem Handel sichern konnten.

Pressenachbericht

Auktionen am 8. Juni 2016

- KLASSISCHE MODERNE, POST-WAR & CONTEMPORARY ART
- POST WAR & CONTEMPORARY ART: Werke aus einer deutschen Privatsammlung

Auktionshighlights

Rund 300 Objekte der Klassischen Moderne sowie der Nachkriegs- und Zeitgenössischen Kunst. Die Offerte dieser Auktion reicht von Werken Gabriele Münters über Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Joseph Beuys, bis hin zu Zeitgenossen wie Anselm Kiefer, Heinz Mack, Vik Muniz und Robert Mars.

Vorbesichtigung: Donnerstag, 2., bis Dienstag, 7. Juni 2016
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr
Montag Abendöffnung bis 20 Uhr

Am 8. Juni 2016 versteigert NEUMEISTER in München rund 300 Objekte der Klassischen Moderne sowie der Nachkriegs- und Zeitgenössischen Kunst. Die Offerte dieser Auktion reicht von Werken Gabriele Münters über Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Joseph Beuys, bis hin zu Zeitgenossen wie Anselm Kiefer, Heinz Mack, Vik Muniz und Robert Mars.

ANSELM KIEFER
(1945 Donaueschingen– lebt bei Paris)

UNFRUCHTBARE LANDSCHAFTEN. 8 ARBEITEN.
In Eisen gerahmte Fotos, collagiert, mit Säure behandelt. Eine von zwei Serien.
Ausstellung: Ludwig Museum Koblenz. Je 65,5 × 124,5 × 8 cm
Kat.-Nr. 1042, Schätzpreis € 380.000 – 400.000

Anselm Kiefers Arbeit „Unfruchtbare Landschaften“ besteht aus acht in Eisen gerahmten und mit Säure behandelten Fotographien, in die bestimmte Relikte hineinmontiert wurden. Zwischen 2006 und 2010 entstanden, ist das Ensemble eine Bild gewordene Meditation. Jede der enigmatischen Tafeln offenbart einen um sich selbst kreisenden Kosmos. Endzeitlandschaften voller Leere und Weite in Grauschattierungen meist aus der Vogelperspektive sind mit Wasserfarben überarbeitet und mit hermetischen Objekten bestückt, darunter chirurgische
Instrumente, eine Schere, Schnüre. Schwermutige Melancholie erfüllt die Szenarien, sie bannen den Blick und versenken ihn gewissermaßen in die Dimension der Vergänglichkeit. Ihr sind wir alle ausgeliefert; wir können sie nicht ermessen, da ihr Absolutum der für uns unvorstellbare eigene Tod ist. Anselm Kiefer zeigt uns die Natur
in erhabener Unnahbarkeit und unsere Existenz in fragmentarischer Hinfälligkeit. Erlösung finden wir erst, wenn wir das Mysterium des Kosmos demütig hinnehmen.


ROBERT MARS
(1969 New York – lebt ebenda)
HE DOES IT – JAMES DEAN. 2012
Mischtechnik und Collage unter Kunstharz auf Holz. 122 × 174 cm
Rechts unten signiert und datiert „Robert Mars 2012“.
Provenienz: DTR Gallery New York
Kat.-Nr. 1044, Schätzpreis € 12.000 – 15.000


VIK MUNIZ
(1961 Sao Paulo, Brasilien– lebt in New York und Rio de Janeiro)

OBAMA (AUS PICTURES OF MAGAZINE 2). 2012.
Digitaler C-Print auf Aluminiumplatte aufgezogen. 235 × 180,3 cm.
Verso auf dem Künstleretikett signiert und datiert „Vik Muniz 2012“
Kat.-Nr. 1021, Schätzpreis € 42.000– 60.000

Vik Muniz, 1961 in Sao Paolo geboren, ist spätestens seit seinem berührenden Film „Waste Land“, den er 2010 über die Abfallsammler auf der monströsen Müllhalde Jardim Gramacho in Rio de Janeiro drehte, einer der Weltstars der zeitgenössischen Kunst. Seine Familie war arm. Mit 18 begann er, in einer Werbeagentur zu arbeiten und machte eine Blitzkarriere. Dann, 1983, schoss ihm jemand – ausgerechnet
auf dem Weg zu seiner ersten Gala – mitten auf der Straße völlig überraschend ins Bein. Aus Angst, erpresst zu werden, bezahlte ihm der Schütze ein paar hundert Dollar, die Muniz in einen Flug nach New York investierte. Hier begann sein neues Leben als Künstler in einem Atelier, das ihm ein Freund lieh. Er stellte Objekte her, zeichnete, experimentierte mit Polaroids und verschiedenen Fototechniken – und hatte plötzlich sein Medium entdeckt. Seitdem entstehen aus eigenen wie gefunden Fotovorlagen Werke, mit denen der Künstler immer aufs Neue „die Schönheit des Lebens findet. Man verbringt so viel Zeit damit, nach dem magischen Augenblick
zu suchen. Aber wenn man etwas genauer hinsieht, erkennt man, er ist schon da“.

 

TOM WESSELMANN
(1931 Cinncinati, Ohio– 2004 New York, NY)

BLUE NUDE. 1999
Öl auf Lwd. 82,5 × 72 cm
Kat.-Nr. 1000,
Schätzpreis € 170.000 – 200.000

Er ist der große Erotomane der Pop Art. Denn Tom Wesselmann wurde Ende der sechziger Jahre mit seinen Great American Nudes ebenso berühmt wie berüchtigt. Die Akte zoomen die erogenen Zonen des weiblichen Körpers unmittelbar vor das Auge des Betrachters, gemalt als eindeutige Projektionsflächen für seine Erregung. Kein Wunder, dass sie damals als pornographische Provokation galten, was ganz klar Absicht war. Doch Wesselmann, der ab 1949 am Hiram College in Hiram, Ohio studierte und ab 1951 Psychologie an der Universität von Cincinnati, dann während des Koreakriegs bis 1954 Militärdienst leistete, um nach dem Krieg an der Akademie in Cincinnati und bis 1959 an der New Yorker Cooper Union School of Art Kunst zu studieren, ging es um mehr als einen wohlfeilen Skandal. Seit 1957 war er außerdem mit Claire Selley liiert, die später seine Frau und sein wichtigstes Modell wurde.
Wesselmann wählte den weiblichen Akt und damit eines der großen Sujets der abendländischen Kunstgeschichte und dekonstruierte wie erneuerte ihn, indem er ihn einerseits in der Ästhetik des Sex sells der Werbung malte, andererseits mit zahllosen Referenzen an Kunstheroen wie Gustave Courbet, Edouard Manet, Jean Renoir und vor allem Henri Matisse. Seit den achtziger Jahren erweitert sich sein Repertoire. Wesselmann malt Aktskizzen, die er dann mittels Laserstrahl auf Metallplatten projiziert und anschließend ausstanzt. Immer wieder entstehen nun auch zärtliche Akte in monochromen Farbabstufungen wie um die Jahrtausendwende das intime Gemälde Blue Nude (Lot 1000) und die kleinerformatigen Werke Study for Standing Blue Nude (Lot 1018) und Study for Blue Nude (Lot 1039). Sie zeigen die andere, reife Seite des Erotomanen: Tom Wesselmann malt endlich Gefühl.


ROY LICHTENSTEIN
(1927 New York–1997 New York)
„Pop verwendet gewöhnliche Gegenstände der Konsumwelt, und dieses Material scheint üblicherweise jeder Empfindsamkeit zu entbehren ... Es ist diese Art von Anti-Sensibilität und konzeptioneller Gestalt des Werkes, die mich interessiert und meinen Rohstoff darstellt.“ Roy Lichtenstein 

Als Marcel Duchamp zum ersten Mal ein Gemälde von Roy Lichtenstein sah, meinte er: „Genau das hatte ich im Sinn. Genau das habe ich im Sinn“. Was könnte Duchamp, Erfinder des Ready Made und Übervater der zeitgenössischen Kunst bis heute, wohl gemeint haben? Roy Lichtensteins Genieblitz war sein Mut, die Welt um ihn herum als Ready Made zu zeigen, als Fertigprodukt von Werbeindustrie und Marketing. Indem er seine Motive flach und zweidimensional malte, sie pointillistisch rasterte und in lautstarken Farben im banalen Glamour all ihrer Oberflächenreize zeigte, nahm er unsere heutige Gegenwart der flachen Benutzeroberflächen und der Virtualisierung der Realität prophetisch vorweg. Doch in seinen Anfangsjahren als Maler in den sechziger Jahren wurde der 1923 in New York als Sohn eines Immobilienmaklers geborene Künstler vom US-Magazin Life erst einmal als „schlechtester Maler Amerikas“ beschimpft. Dabei hätte sein Entrée mit Masterpiece 1962 nicht cooler sein können: Im Sprechblasen-Comic-Close-up-Stil der Zeit haucht auf diesem Schlüsselwerk eine Platin-Blondine ihrem Künstlerfreund zu: „Brad Darling, das Gemälde ist ein Meisterwerk. Bald wird ganz New York nach deiner Kunst schreien!“.
Was wenige Jahre später geschah. Doch zunächst hatte sich Lichtenstein malerisch an den Vätern abgearbeitet, von geometrisch über kubistisch bis zu neoexpressiv – hoffnungslos und wahrscheinlich für ihn selbst sehr unbefriedigend. Erst, als er wie auch die anderen Galionsfiguren der Pop Art lange vor der heute herrschenden Appropriation Art begann, sich die Comicstrips und Cartoons der Trivialkultur anzueignen und sie bis hin zu den Rasterpunkten, wie sie auf Produktwerbungen von Zeitungen und Illustrierten zu sehen waren, auf der Leinwand zu variieren, wurde er ein Star.

ANDY WARHOL
(1928 Pittsburgh–1987 New York)
„ANDY WARHOL FÜR DIE GRÜNEN“. 1980
Drei Blatt. Farbige Offsetlithographie (Ausschnitt) mit collagiertem Notizzettel
auf Karton. Schablonenfolie mit s/w Serigraphie (Druckvorlage zu dem Plakat
auf Folie) und das Plakat (farbige Offsetlithographie auf Karton).
20 × 45,5 cm und 100,5 × 77 cm, 100 × 76,8 cm
Kat.-Nr. 1002, Schätzpreis 15.000 – 16.000

Andy Warhol’s Siebdruck „Für die Grünen“ geht auf einen Vorschlag von Joseph Beuys zurück – den mit dem amerikanischen Bruder im Geiste eine gewisse rebellisch anarchische Haltung verband. Beide waren Revolutionäre, Beuys als Missionar, Warhol als Verführer. „La rivoluzione siamo noi (Die Revolution sind wir), jener Satz, den Beuys 1971 schrieb, gilt für das Vermächtnis beider. Eine gewisse subversive Ironie prägt Warhols Arbeit, die er 1978 produzierte – wohl einerseits dem Künstlerfreund zuliebe, der damals eine Leitfigur der Grünen Partei war. Andererseits jedoch galt jede künstlerische Aktivität Warhols immer auch der Vermarktung und Vermehrung der eigenen Prominenz. So entwirft er ein Design aus seinem Porträt, dem eigenen Namen und dem handgeschriebenen Bekenntnis „Für die Grünen“ und signalisiert damit höchstmögliche Seriosität und Authentizität für die Sache (der Grünen aber auch die eigene).

JOSEPH BEUYS
(1921 KREFELD–1986 DÜSSELDORF)

Unter dem Schlagwort „Kunst für alle“ entwarfen viele Künstler seit den späten sechziger Jahren neben Unikaten auch Multiples – Werke in höherer Auflage – um ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Auch Joseph Beuys mit seiner durch Fluxus inspirierten, prozesshaften Auffassung von Kunst kam dieser Ansatz der Demokratisierung von Kreativität entgegen. Er, der sich gern als Schamane inszeniert, will Kunst und Leben verbinden und mit „Sozialer Plastik“ politisch in die Gesellschaft hineinwirken. So greift er Accessoires des Alltags wie Schallplatte, Tüte, Teebeutel und Pflaster auf, platziert sie hinter Glas und rahmt sie und führt mit diesen Objektcollagen Kunst in den Warenkreislauf zurück. Beuys versteht die Arbeiten als „materielle Vehikel“, mit denen er Ideen verbreiten will. In den banalen Gegenständen scheinen Kerngedanken seiner Arbeit auf – Natur, Schutz, Pflege und Heilung – die ihren Ursprung in der existentiellen Erfahrung seines Flugzeugabsturzes von 1944 haben, als ihn Tartaren mithilfe von Fett und Filz gesund pflegten.

HEINZ MACK
Flügelobjekt. 1972/1973

Multiple. Aluminium-Waben in verchromter Edelstahlwanne,
Rahmen aus verchromten Messing, Glas. 35 × 35 × 3 cm
Oben mittig signiert und datiert (eingeritzt) "Mack 73". Exemplar II/IV.
Eines von vier römisch nummerierten Exemplaren außerhalb der Auflage von 100.
Alle Flügel sind vom Künstler handgeformt und haben deshalb Unikat-Charakter.
Werkverzeichnis: Mack 190
Literatur: Mack-Strukturen, Droste Verlag Düsseldorf, 1975, S. 65.
Kat.-Nr. 1041, Schätzpreis 15.000– 20.000 Euro

HEINZ MACK
(1931 Lollar/Hessen– lebt in Mönchengladbach)

Heinz Mack beendet 1953 sein Studium der Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Es folgen erste kleine Ausstellungen, und 1957 gründet er zusammen mit Otto Piene die inzwischen legendäre Künstlergruppe ZERO, zu der 1961 auch Günther Uecker stößt. ZERO ersetzte, was damals radikal innovativ war, das stabile, unveränderliche Werk durch einen auf Bewegung im Raum angelegten, prozessualen Kunstbegriff. Macks malerische Arbeiten, die er 1959 auf der documenta zeigt, sind geometrische Kompositionen und experimentieren mit farblichen Vibrationen der Bildoberfläche. Reisen nach Nordafrika inspirieren den Künstler zur Arbeit mit Licht und gipfeln in großen kinetischen Lichtskulpturen und Environments wie dem Sahara-Projekt, das er 1958 konzipiert und 1968/69 teilweise realisiert. Hohe Lichtlamellen und Stelen reflektieren das Sonnenlicht der Wüste – eine bis dahin unerhörte Sensation.

Nach der Auflösung der Gruppe ZERO im Jahr 1966 werden für Heinz Mack Wind, Feuer und Wasser zum Medium und Motiv zugleich. Auch die ab 1968 entstehenden Strukturreliefs und Lichtfächer aus gestanztem Aluminiumgründen auf dem Einsatz technischer Materialien und dem lichthaltigen Spiel mit Gitterstrukturen. Sie versetzen die Objekte in vibrierende Bewegung und eröffnen dem Betrachter im Licht „als sichtbarem Teil des Unsichtbaren“ kosmologische Bezüge. Heinz Macks Lichtkosmologie prägt auch seine Fächer-Objekte: Das netzartige Aluminiumgitter entfaltet sich im Rundbogen zu einem blütenartigen Fächer. Das Licht fängt sich in der Wellung und der strukturierten Oberfläche und überzieht das Objekt mit einem metallischen Schimmer. Heinz Mack überlässt seine Werke dem Raum und dessen wechselnden Lichtbedingungen: „Meine Arbeiten sind Instrumente des Lichts und ein Ausdruck seiner Energie.“

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als geschäftsführender Gesellschafterin geführt. Als international agierendes Auktionshaus veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen im Jahr. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an

Bernd Degner,
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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Pressenachbericht

Auktionen SCHMUCK und ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN am 22. und 23. März 2016

Top-Ergebnisse / Top Results

Gebotsexplosion bei Vesuvgemälde

In rekordverdächtigen drei Minuten von 1.000 Euro auf mehr als 63.000 Euro gesteigert: Die „Küstenlandschaft am Golf von Neapel im Abendlicht“, hinter deren Monogramm AB die zahlreichen Bieter Albert Bierstadt (1830–1902) vermuteten +++ Museum Wiesbaden (Hessisches Landesmuseum) kauft Hans von Marées’ „Grablegung Christi“

Die Überraschung des Auktionsabends bei NEUMEISTER kam mit Kat.-Nr. 638 kurz vor 20 Uhr zum Aufruf: „Küstenlandschaft am Golf von Neapel im Abendlicht“, hinter dessen Monogramm AB die zahlreichen Bieter mit Sicherheit den Maler Albert Bierstadt (1830–1902) erkannten und somit die im Katalogtext vorsichtig formulierte Vermutung bestätigten – nur so ist das Emporschnellen der Taxe von 1.000 auf ein Ergebnis von 63.500 Euro binnen drei Minuten zu erklären. Das Werk ging an eine süddeutschen privaten Bieter.

ALTE KUNST

Bei durchgängig vollbesetztem Saal verkauften sich die Gemälde des 19. Jahrhunderts ausgezeichnet, so etwa Hugo Kaufmanns „Jägerlatein“ (Kat.-Nr. 347, Schätzpreis € 20.000), das ein Ergebnis von knapp 47.000 Euro brachte, Johann Wilhelm Schirmers „Kastanienwald in italienischer Landschaft“ (Kat.-Nr. 288, Schätzpreis € 3.000), der einem privaten Bieter aus Baden-Württemberg mehr als 33.000 Euro wert war, und Johann Adam Kleins „Italienische Bäuerin mit Spinnrocken bei ihrem kleinen Kind“ (Kat.-Nr. 333, Schätzpreis € 8.000), mit gut 25.000 Euro.

Ein sehr gutes Ergebnis erzielte Hans von Marées’ „Grablegung Christi“, die dem Museum Wiesbaden (Hessisches Landesmuseum) knapp 20.000 Euro (Kat.-Nr. 343, Schätzpreis € 2.000 Euro) wert war. Das renommierte Museum könnte mit diesem Werk, das nach Rembrandts gleichnamigen Gemälde in der Neuen Pinakothek, München, benannt ist, in seinem „Niederländer Raum“ die Auswirkungen des Goldenen Zeitalters der Niederländischen Malerei illustrieren. „Wir sind hocherfreut über die Erwerbung und gedenken dem Bild einen würdigem Platz im Museum zu verschaffen. Wenn das Zusammenspiel zwischen Museum und Kunsthandel so erfreulich, wie in unserem Fall verläuft, haben viele Menschen etwas davon.“ Dr. Peter Forster, Kustos Sammlungen 14. bis 19. Jh., Leitung Provenienzforschung.

Starke Nachfrage auch bei den Werken auf Papier: „Tulpe und Jasminzweig mit Bläuling“ und die von ZEIT und SZ der Nürnbergerin Barbara Regina
Dietzsch (1706–1783) zugeschriebene „Distel" (Kat.-Nr. 177 und 178, Schätzpreis je € 1.500 Euro), waren Bietern mehr als 4.500 Euro respektive 6.300 Euro wert, die Distel ging an einen privaten Bieter aus München. Ein überraschend hervorragendes Ergebnis von mehr als 15.000 zeitigte eine Porträt-Photographie des Komponisten Giuseppe Verdi (1813–1901) mit eigen händiger Unterschrift des Maestros (Kat.-Nr. 231, Schätzpreis € 2.700).

Nahezu vollständig abgesetzt wurden neun Blätter und ein Skizzenbuch mit Zeichnungen von Carl Spitzweg aus einer südwestdeutschen Privatsammlung – zu durchweg überzeugenden Preisen. So erzielte etwa das Fragment des Skizzenbuchs von Spitzwegs italienischer Reise im Jahr 1840, das mit 300 Euro taxiert war, mehr als
3.800 Euro (Kat.-Nr. 190).

Ähnlich lebhaft das Interesse bei den Landschafts- und Gebirgsaquarellen von Edward Theodore Compton und dessen Sohn Edward Harrison Compton. Die Provenienz aus einer süddeutschen, gebirgsaffinen Privatsammlung überzeugte die Bieter, so dass die Taxen im Schnitt verdoppelt werden konnten, ein exemplarisch gutes Ergebnis mit knapp 2.800 Euro war das Dolomitenbild „Sorapiss und Marmarole von der Strasse Misurina – S. Croce“ von Vater Compton (Kat.-Nr. 204, Schätzpreis € 400).

Aus einer süddeutschen Rahmensammlung konnten nahezu alle 50 angebotenen Lose zugeschlagen werden: Exemplarisch für die guten Ergebnisse erzielte ein Sansovino-Rahmen aus dem Venetien der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts knapp 4.500 Euro (Kat.-Nr. 123, Schätzpreis € 3.000). Das Werk ging an einen privaten belgischen Bieter.

 

SCHMUCKMit deutlich intensiverem Bietverhalten honorierten die Käufer der Schmuckauktion das Aufteilen der Auktionen SCHMUCK und ALTE KUNST auf zwei unterschiedliche Termine. So stieß beispielsweise ein historischer Ring mit einem Pink Saphir und Diamanten (Kat.-Nr. 1029, Schätzpreis € 65.000) auf größtes Interesse: Ergebnis gut72.000 Euro. Sehr gefragt auch Preziosen wie etwa das Cocktailgliederarmband mit Saphiren und Brillanten aus Frankreich (Kat.-Nr. 1028, Schätzpreis € 8.500), das ein Ergebnis von mehr als 16.000 Euro erzielte oder eine kleine Dose mit Seesternmotiv von Jean Schlumberger, New York (Kat.-Nr. 1086, Schätzpreis € 2.800), die einem Bieter mehr als 5.000 Euro wert war. Eine Savonette der sächsischen Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne, Glashütte aus dem Jahr 1904 (Kat.-Nr. 1085, Schätzpreis € 10.000) ging für mehr als 11.000 Euro an einen neuen Eigentümer.

 

Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER, die die Auktion leitete:
„Bereits in den Wochen vor der Auktion zeichnete sich ein erfolgreicher Verlauf ab, da für sehr viele Lose schon im Vorfeld Gebote abgegeben worden waren. Das hat sich dann auch in den vielen guten bis sehr guten Ergebnissen durch alle Sparten bestätigt. Absolute Highlights der Auktion ALTE KUNST war zum einen natürlich das fulminante Durchstarten der „Küstenlandschaft am Golf von Neapel“ des Monogrammierten AB, hinter dem unsere Kunstexperten offenbar zu Recht Albert Bierstadt vermuteten, von geschätzten 1.000 Euro auf dieses wunderbare Ergebnis
von mehr als 63.000 Euro. Zum anderen der Erwerb des Gemäldes „Christi Grablegung“ von Hans von Marées durch das Museum Wiesbaden. Ich freue mich immer, wenn Museen auf Auktionen kaufen, weil es zeigt, dass sie sorgfältig
recherchieren und dann rasch handeln, um mit ihren langwierig bewilligtem Geld optimal und günstig zu kaufen.

Mindestens genauso positiv bewerte ich die sehr gut verlaufene Auktion SCHMUCK am Vorabend. Die Entzerrung der beiden Auktionstermine war eine Reaktion auf Kundenwünsche und überfällig. Sie hat sich gelohnt wie die vielen schönen Ergebnisse belegen.“

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als geschäftsführender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an

Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

T +49 (0)89 23 17 10-50

bernd.degner@neumeister.com

Pressevorbericht

Auktionen SCHMUCK und ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN am 22. und 23. März 2016

Auktionshighlights

Pieter Brueghel der Jüngere, Werkstatt: „Frühling – Das Bereiten der Blumenbeete“ +++ Früchtestilleben von Johannes Bouman, zugeschrieben +++ „Stillleben mit Früchten und Blumen, einem Papagei und Schmetterlingen“ von Johann Georg Pickhardt +++ „Vorderer Gosausee mit Dachstein“ von Maximilian Haushofer +++ Heiliger Christophorus aus Franken, ausgehendes 15.Jahrhundert

PRESSEVORBERICHT

Für die NEUMEISTER Auktionen SCHMUCK und ALTE KUNST

am 22./23. März 2016

 

Vorbesichtigung

Donnerstag, 17., bis Montag, 21. März 2016
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr
Montag Abendöffnung bis 20.00 Uhr

Auktionstermine

22. März 2016, 18 Uhr: SCHMUCK
23. März 2016, 17 Uhr: ALTE KUNST


NEUMEISTER betont Wertigkeit der Auktion SCHMUCK durch eigenen Auktionstermin am Vorabend der Auktion ALTE KUNST.

Highlight Auktion ALTE KUNST: Ein Frühlingsbild aus der Werkstatt Pieter Brueghels d.J.

Um Kunden einen noch besseren Service bieten zu können hat NEUMEISTER die Auktion SCHMUCK nun auf den Tag vor der Auktion ALTE KUNST gelegt, so dass die Pretiosen nun bereits am 22. März in einer eigenen Abendauktion ab 18 Uhr versteigert werden. Absolute Highlights sind hier zwei ungefasste indische Diamanten: ein natürlich gefärbter „light green“ Old-Mine-Diamant im Kissenschliff mit (1,35 ct., Kat.-Nr. 1010, Schätzpreis € 45.000 – 60.000) und ein 2,98-Karäter im Navetteschliff aus den Minen von Golkonda (Kat.-Nr. 1021, Schätzpreis € 66.000 – 80.000). Schmuckraritäten wie ein historischer Armreif mit einem Old-Mine-Smaragd im Cabochonschliff (10,25 ct.) und Diamanten (Kat.-Nr. 1007, Schätzpreis € 38.000 – 40.000) und ein ebenfalls historischer Art-Déco-Ring mit einem Pink Saphir (7,21 ct., Kat.-Nr. 1029, Schätzpreis € 65.000 – 72.000) in Millegriffe-Fassung runden dieses Angebot ab.

Auktionshighlight in der ALTEN KUNST ist jahreszeitlich passend das Gemälde „Frühling – Das Bereiten der Blumenbeete“ aus der Werkstatt Pieter Brueghels des Jüngeren (1564-1638). Es entstand wohl um 1600 und geht auf einen Kupferstich von Pieter van der Heyden/Hieronymus Cock nach einer Zeichnung Pieter Brueghels d. Ä. aus dem Jahr 1565 zurück. Der die Szene spiegelverkehrt wiedergebende Kupferstich erschien im Jahre 1570.

Weitere Höhepunkte bei den Altmeistergemälden sind zwei Stillleben: ein Früchtestilleben aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, das der renommierte französische „nature morte“-Experte Michel Faré dem elsässischen Maler Johannes Bouman (1601 – 1658) zuschreibt (Kat.-Nr. 243, € 10.000 – 12.000), sowie ein auf 1725 datiertes „Stillleben mit Früchten und Blumen, einem Papagei und Schmetterlingen“ des Wolfenbütteler Hofmalers Johann Georg Pickhardt (1699 – 1728, Kat.-Nr. 260. Schätzpreis € 10.000 – 12.000).

Die Malerei des 19. Jahrhunderts ist gut vertreten mit einem der berühmtesten Bergmotive Österreichs, dem stimmungsvollen Blick über den „Vorderen Gosausee mit Dachstein“ von Maximilian Haushofer (1811 – 1866, Kat.-Nr. 297, Schätzpreis
€ 8.000 – 10.000), der bäuerlichen Genreszene in einer oberbayerischen Wirtsstube „Jägerlatein“ (Kat.-Nr. 347, Schätzpreis € 20.000 – 25.000) von Hugo Kauffmann (1844 – 1915) sowie einer kleineren Version des im Szépmuvészeti Múzeum, Budapest, hängenden Monumentalgemäldes „Bergpredigt“ von Fritz von Uhde (1848 – 1911, Kat.-Nr. 374, Schätzpreis € 8.000 – 10.000)

Die Arbeiten auf Papier sind in dieser Auktion besonders erwähnenswert: So etwa ein schöner lichter Druck der „Allegorie des Neides“ des Florentiners Cristofano Robetta aus der Zeit um 1500, der bis ins 20. Jahrhundert hinein zur Sammlung König Friedrich August von Sachsen gehörte (Kat.-Nr. 174,Schätzpreis € 4.500 – 5.500). Aus dem 18. Jahrhundert stammen – zugeschrieben der Nürnberger Künstlerin Barbara Regina Dietzsch (1706 – 1783) – zwei zarte Gouachen auf Pergament mit Pflanzendarstellungen: „Tulpe und Jasminzweig mit Bläuling“ und „Distel“ (Kat.-Nr. 177 und 178, Schätzpreis je € 1.500 – 2.000). Eine kleine Sammlung von Spitzwegzeichnungen (Kat.-Nr. 189 bis 197, Schätzpreise zwischen € 300 – 1.200), die Bleistiftstudie einer Nixe von Franz von Stuck (Kat.-Nr. 226, Schätzpreis € 2.500 – 3.000) sowie eine Porträt-Photographie Giuseppe Verdis mit eigenhändiger Unterschrift (Kat.-Nr. 231, € 2.700–3.000) sind weitere Highlights.

Raritäten auch beim Kunsthandwerk: Offeriert werden unter anderem ein Heiliger Christophorus aus Lindenholz, vermutlich aus dem Franken des ausgehenden 15.Jahrhunderts (Kat.-Nr. 80, Schätzpreis € 3.000 – 4.000), ein seltener venezianischer Sansovino-Rahmen des späten 16. Jahrhunderts (Kat.-Nr. 123, € 3.000 – 4.000) aus einer süddeutschen Sammlung von mehr als 50 Rahmen sowie eine silberne, teilvergoldete Abendmahlskanne aus der Lausitz um 1600 (Kat.-Nr. 11, Schätzpreis € 18.000 – 24.000). Einer der Höhepunkte des Kunsthandwerks um 1900 ist der sog. Elefantenrüsseltisch (Kat.-Nr. 64, Schätzpreis € 18.000 – 24.000) des Wiener Architekten und Gestalters Adolf Loos (1870 – 1933).


 

Gemälde 15. bis 18. Jahrhundert


 

Pieter Brueghel d. J. (1564 – 1638), Werkstatt
Frühling – Das Bereiten der Blumenbeete
Kat.-Nr. 234, Schätzpreis € 40.000 – 50.000

„Ver –Pueritiae compar“ – unter diesem Titel erschien im Jahre 1570 bei Hieronymus Cock ein Kupferstich nach einer Zeichnung Pieter Brueghels d.Ä. Dieser Kupferstich war Bestandteil einer Serie von vier Jahreszeitendarstellungen und diente als Vorlage für dieses Gemälde aus der Werkstatt Pieter Brueghels d.J. Sehr oft werden die Darstellungen der Jahreszeiten den Lebensaltern des Menschen gleichgesetzt. Den Jahreszeiten und Lebensaltern werden antike Gottheiten zugeordnet, so Venus traditionell dem Frühling und der Jugend. Auch bei dem Stich nach der Zeichnung Pieter Brueghels d. Ä. findet sich dieser Bezug zur Göttin der Liebe, Venus. Die Darstellung des Frühlings im Titel des Stiches ist eindeutig dem Lebensabschnitt der Jugend gleichgesetzt „Ver – Pueritiae compar“ – „Frühling – der Jugend gleich“ . Auch die verschieden Tätigkeiten der Menschen auf dem Gemälde der Werkstatt Pieter Brueghels d.J. stehen in direkten Zusammenhang der Jugend: Der Wein am Laubengang wird beschnitten (März), junge Pflanzen werden in Beete gesetzt um dort zu wachsen und zu gedeihen (April) und eine fröhliche Gesellschaft vergnügt sich im Schlossgarten (Mai). Gleichzusetzen sind diese Tätigkeiten mit der Erziehung des jungen Menschen, die sich entwickeln sollen wie zarte Knospen an Pflanzen und Bäumen. Der heranwachsende Mensch wiederum – im Hintergrund sich dem zwischenmenschlichen Vergnügen widmend –beginnt in seiner reiferen Jugend, unterstützt von der Göttin der Liebe, für den Fortbestand der eigenen Art zu sorgen

Gutachten Dr. Walther Bernt, München, 1. Juni 1959: „Die vorliegende Fassung gehört der Werkstatt P. Brueghel d.J. an und ist um 1600 entstanden.“
Öl auf Holz. 50,3 × 74,3 cm.

 

Johannes Bouman (1601 – 1658), Art des
Früchtestillleben
Kat.-Nr. 243, Schätzpreis € 6.000 – 8.000

Öl auf Lwd. 61 × 73 cm.

 

Johann Georg Pickhardt (1699 erstmals erwähnt – 1728)
Stillleben mit Früchten und Blumen, einem Papagei und Schmetterlingen
Kat.-Nr. 260, Schätzpreis € 10.000 – 12.000

Johann Georg Pickhardt stammte aus einer in Braunschweig und Wolfenbüttel tätigen Künstlerfamilie. 1699 ist er erstmals in Groß Salze b. Magdeburg nachweisbar, später als Hofmaler in Wolfenbüttel.

Signiert und 1725 datiert. Öl auf Lwd. 83,5 × 89 cm.


Gemälde 19. Jahrhundert


Maximilian Haushofer (1811 – 1866)
Vorderer Gosausee mit Dachstein
Kat.-Nr. 297, Schätzpreis € 8.000 – 10.000

Das für Maximilian Haushofer typische Werk zeigt eine ideale alpenländische Landschaft im 19. Jahrhundert und mit dem Vorderen Gosausee eines der berühmtesten Landschaftsmotive Österreichs mit Blick auf den Dachsteingipfel. Haushofers Werke stehen in der Anfangszeit unter dem Einfluss Carl Rottmanns und Joseph Anton Kochs; später kommen romantische Tendenzen hinzu, die ihn zur Entwicklung seiner tief im Süddeutschen verwurzelten Stimmungslandschaften führen.

Provenienz: Kunstsalon Franke-Schenk, Grünwald. – Bayerische Privatsammlung.
Rechts unten signiert und 1843 datiert. Öl auf Lwd. 79,5 × 116,5 cm.

 

Hugo Kauffmann (1844 – 1915)
Jägerlatein
Kat.-Nr. 347, Schätzpreis € 20.000 – 25.000

Ein Jäger berichtet in der Wirtsstube seinen interessierten Zuhörern. Das vorliegende Gemälde Hugo Kauffmanns zeichnet sich durch seine vielen Figuren, sein vergleichsweise großes Format, vor allem aber durch die Brillanz in der malerischen Wiedergabe der verschiedenen dargestellten Charaktere aus. Hugo Kauffmann zeigt sich so, neben Eduard von Grützner und Franz von Defregger, als herausragender Maler bäuerlicher Genreszenen in der Münchner Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die dargestellten „Granden“ eines oberbayerischen Dorfes sind im übrigen dieselben wie auf Kauffmanns Gemälde „Musikalische Unterhaltung“, ebenfalls 1879 datiert, nur lauschen die Männer dort dem Gesang der jungen Kellnerin, während der Jäger sie auf der Zither begleitet. Auch aufgrund seines Formats sollte dieses Gemälde als Gegenstück zum vorliegenden Werk gesehen werden.

Links unten signiert und (18)79 datiert. Öl auf Holz. 37,5 × 46 cm.

 

Fritz von Uhde (1848 – 1911)
Bergpredigt
Kat.-Nr. 374, Schätzpreis € 8.000 – 10.000

Zweite Fassung des Motivs mit leicht verändertem Blickwinkel und reduziertem Figurenrepertoire; die erste und monumentale Fassung aus dem Jahr 1887 (Rosenhagen 75) befindet sich im Szépmuvészeti Múzeum, Budapest. In der Entstehungszeit des vorliegenden Gemäldes enthebt Uhde seine religiösen Motive zunehmend der sozialen Schärfe und „lässt seinen Christus in die bürgerliche Welt zurückkehren. Gleichzeitig aber entsteht ein profanes Werk aus schlichten und spontan wirkenden Bildern; ein krasser Gegensatz zur religiösen Malerei.“

Provenienz: Ehem. Galerie Konrad Bayer, München (verso mit dem Etikett).
Links unten signiert und Widmung „With my best compliments to Mr. Halsey C. Ives“. Der Amerikaner Halsey Cooley Ives (1847–1911) war Initiator der Saint Louis School and Museum of Fine Arts, woraus später das Saint Louis Arts Museum hervorging. Öl auf Lwd. 77 × 60 cm.

 

Johann Wilhelm Schirmer (1807 – 1863)
Kastanienwald in italienischer Landschaft
Kat.-Nr. 288, Schätzpreis € 3.000 – 3.500

Studie. Rückseitig bezeichnet „[...] Italien 1839“, Nummerierung „N° 32[...]“ sowie rotes Wachssiegel „JWS“.
Öl auf Papier auf Karton. 36,2 × 51,2 cm.

 

Carl Spitzweg (1808 – 1885)
Italienische Straßensänger
Kat.-Nr. 331, Schätzpreis € 1.800 – 2.200

Echtheitsbestätigung Karl Loreck, München, 22. September 1915 (auf dem Keilrahmen). Provenienz: Südwestdeutsche Privatsammlung (wie auch die Zeichnungen Kat.-Nr. 189 – 197). Studie.

Öl auf Lwd. 54 × 32 cm.

 

Johann Adam Klein (1792 – 1875)
Italienische Bäuerin mit Spinnrocken bei ihrem kleinen Kind mit Laufgestell im Hof des Bauernhauses
Kat.-Nr. 333, Schätzpreis € 8.000 – 12.000

Im Sommer 1819 trat Johann Adam Klein seine letzte große Studienreise an. Diese führt ihn nach Italien, im Dezember des Jahres traf der Künstler in Rom ein. Gemeinsam mit seinen Künstlerfreunden, darunter Johann Christoph Erhard, Carl Vogel von Vogelstein und Johann Nepomuk Haller bereiste er im Sommer 1820 Süditalien und die römische Campagna. Im Herbst 1821 kehrte Klein nach Nürnberg zurück. Wie sehr den Künstler dieser Aufenthalt in Italien prägte, beweist das vorliegende Gemälde, das vierzig Jahre später entstanden ist – vor allem in seinen späteren Schaffensjahren besann sich Klein immer wieder retrospektiv auf das in der Jugend Gesehene.

Links unten signiert und 1860 datiert. Öl auf Lwd. 27 × 36,5 cm.

 

Karl Wilhelm Friedrich Bauerle (1831 – 1912)
Drei Kinder des Verlegers Friedrich Bruckmann: Alphons, Eugenie und Oskar am Ufer eines Waldbaches.
Kat.-Nr. 344, Schätzpreis € 8.000 – 10.000

Links unten signiert und 1863 datiert. Öl auf Lwd. 151 × 189 cm.

 

Anton Ebert (1845 – 1896)
Am „Schönen Brunnen“
Kat.-Nr. 346, Schätzpreis € 4.000 – 5.000

Der „Schöne Brunnen“ befindet sich im Schönbrunner Schlosspark etwas abgelegen in der Ecke eines Heckenganges. 1771 wurde das alte, vom Hofgärtner Steckhoven errichtete erste Brunnenhaus durch einen Neubau ersetzt, der vom Hofarchitekten Isidore Canevale ausgeführt wurde. Im rückseitigen Rundbogen des Brunnenpavillons befindet sich die von Wilhelm Beyer geschaffene Skulptur der Quellnymphe Egeria über einem Brunnenbecken. Die Entdeckung der Quelle, später in den „Schönen Brunnen“ gefasst, geht auf Kaiser Matthias zurück.

Unten Mitte signiert, Ortsbezeichnung Wien. Öl auf Holz. 65 × 52 cm.

 

Julius Adam d. J. (1852 – 1913)
Vier Kätzchen mit Heuschrecke im Stall
Kat.-Nr. 364, Schätzpreis € 8.000 – 12.000

Links oben signiert, Ortsbezeichnung München. Öl auf Holz. 32,5 × 43,5 cm

 

Wilhelm Trübner (1851 – 1917)
Schloss Lichtenberg im Odenwald, Giebel
Kat.-Nr. 375, Schätzpreis € 3.000 – 4.000

Links unten signiert. Öl auf Lwd. 62 × 75 cm

 

Ludwig Putz (1866 – 1947)
Prinz Leopold von Bayern zu Pferd auf einem winterlichen Schlachtfeld (Villepion)
Kat.-Nr. 376, Schätzpreis € 4.000 – 6.000

Prinz Leopold von Bayern (1846–1930) war der zweitgeborene Sohn Prinz Luitpolds von Bayern (1821–1912, seit 1886 Prinzregent) und seiner Gemahlin Auguste Ferdinande, Erzherzogin von Österreich, Prinzessin von Toskana (1825–1864). Er heiratete 1873 Erzherzogin Gisela von Österreich.
Die Widmungsplakette des Offizierskorps des 3. Feldartillerie-Regiments „Prinz Leopold“ lässt darauf schließen, dass das auf dem Gemälde dargestellte Ereignis mit dem Artilleriegefecht bei Villepion am 1. Dezember 1870 gleichzusetzen ist, bei dem Prinz Leopold mit seiner Batterie einen Durchbruch der Franzosen verhindern konnte. Anlass für die Schenkung des Gemäldes an den bayerischen Generalfeldmarschall Prinz Leopold von Bayern könnte dessen 60. Geburtstag im Jahre 1906 gewesen sein.

Provenienz: Geschenk an Prinz Leopold von Bayern – Seitdem in Familienbesitz.
Rechts unten signiert. Öl auf Lwd. 68,5 × 114 cm. Rahmen mit Widmungsplakette.


 Arbeiten auf Papier, 15. bis 20. Jahrhundert


Cristofano Robetta (1462 – tätig wohl bis um 1535)
Allegorie des Neides
Kat.-Nr. 174,Schätzpreis € 4.500 – 5.500

Schöner lichter Druck aus der Zeit um 1500 – sehr selten und von exzellenter Provenienz: Sammlung König Friedrich August von Sachsen. – C. G. Boerner, Düsseldorf 8./9.11.1932, Nr. 641. – P. & D. Colnaghi & Co. Ltd., London (1974). – Privatsammlung Süddeutschland. Kupferstich auf Bütten. 25,6×18 cm.

 

Barbara Regina Dietzsch (1706 – 1783), zugeschrieben
Distel
Kat.-Nr. 178, Schätzpreis € 1.500 – 2.000

Gouache auf Pergament. 25,2×18 cm.

 

Carl Spitzweg (1808 – 1885)
Hockende Orientalen
Kat.-Nr. 192, Schätzpreis € 700 – 900

Studienblatt (Ausschnitt) aus dem Pariser Skizzenbuch 1851.

Bleistiftzeichnung auf Papier. Rechts oben Ortsbezeichnung Paris und 1851 datiert. 15×10 cm.

 

Franz von Stuck (1863 – 1928)
Nixe
Kat.-Nr. 226, Schätzpreis € 2.500 – 3.000

Studie zum Gemälde „Faun und Nixe“, ehem. Galerie Flersheim, Frankfurt a.M.

Rechts oben bezeichnet, 1902 datiert und Widmung „Studie zum ,Nixenraub’ s/l Flersheim“. Auf der Rückseite des Rahmenkartons Sammlungsstempel Ernst & Ingrid Kohl-Weigand (ohne Nummerierung). Bleistift auf Papier. 41×28,5 cm.

 

Giuseppe Verdi (1813 – 1901)
Porträt-Photographie mit eigenhändiger Unterschrift, Mailand, 20. Mai 1899
Kat.-Nr. 231, € 2.700–3.000

Achille Ferrario, Mailand. 23,4×16,8 cm.

 

Edward Theodore Compton (1849 – 1921)
Serafis und Marmarola von der Strasse Misurina Santa Croce
Kat.-Nr. 204, Schätzpreis € 400 – 600

Rechts unten pinselsigniert. Aquarell auf Velin. 23,8×31,7 cm.


Weitere Highlights Skulptur, Porzellan, Silber, Kunsthandwerk


Hl. Christophorus. Franken (?), Ende 15. Jh.
Kat.-Nr. 80, Schätzpreis € 3.000 – 4.000

Sog. Sansovino-Rahmen. Venetien, 2. Hälfte 16. Jh.
Kat.-Nr. 123, Schätzpreis € 3.000 – 4.000

Abendmahlskanne. Sorau (Lausitz), um 1600
Kat.-Nr. 11, Schätzpreis € 18.000 – 24.000

Elefantenrüsseltisch. Entwurf Adolf Loos, um 1900
Kat.-Nr. 64, Schätzpreis € 15.000 – 16.000

Kleine tanzende Columbine. Meissen, 3. Viertel 18. Jh., Modell von J. J. Kändler
Kat.-Nr. 8, Schätzpreis € 2.500–2.800

Emaildose mit Miniatur-Schreibgarnitur. England, 2. Hälfte 18. Jh.
Kat.-Nr. 25, Schätzpreis € 1.500 – 1.800

Kaffee- und Teeservice, fünfteilig. Schweiz, um 1910
Kat.-Nr. 45, Schätzpreis € 5.000–6.000

Hl. Oswald. Österreich, um 1700
Kat.-Nr. 82; Schätzpreis € 2.500 – 3.000

Henkelschale. China, 19. Jh. Silber, Glaseinsatz. Marke. 14 × 25 × 13 cm
Kat.-Nr. 75, Schätzpreis € 4.800 – 5.000

Schrank. Augsburg, um 1720/30
Kat.-Nr. 90, Schätzpreis € 8.000 – 10.000

Kaminuhr „Homère chantant“. Frankreich, 1. Viertel 19. Jh.
Bronze, matt- und glanzvergoldet.
Kat.-Nr. 120, Schätzpreis € 1.600 – 1.800


Schmuck-Highlights


Broschclip mit Brillanten, Diamanten und Bergkristall. Bukarest, Juwelier Heinrich Weiss, Art Déco um 1920/25.
Kat.-Nr. 1017; Schätzpreis € 12.000–16.000

Heinrich Weiss war ein berühmter Bukarester Juwelier der in den 1920er Jahren für die rumänische Königsfamilie arbeitete. Unter anderem beauftragte ihn Königin Marie mit dem Entwurf eines Zigarettenetui.

Platin 950/-, getestet. Punzen: u.a. HW für Heinrich Weiss und Signatur Weiss Bucarest. 48 Brillanten, 7 Diamanten im Achtkant-, 7 Diamanten im Baguetteschliff, zus. ca. 4,0 ct., W-TCR (H-I-J), VS1-2. 1 fancy geschnittener Bergkristall. 4,9 × 5,0 cm. Ca. 17,4 g.

 

Brosche/Anhänger mit Handmotiv aus Schildpatt, mit Farbedelsteinen und Brillanten. Venedig, 1950er Jahre, signiert „G. NARDI"
Kat.-Nr. 1034, Schätzpreis € 12.000 – 15.000

Giulio Nardi wurde in Florenz geboren und zog in den 1920er Jahren nach Venedig. Dort eröffnete er ein Geschäft mit Werkstatt auf der Piazza San Marco. Der Künstler und Edelsteinexperte gewann bald höchste Anerkennung auch aufgrund seiner Kenntnis und Wiederbelebung alter Goldschmiedetechniken. Seine Liebe zum Exotischen ließ ihn den berühmten venezianischen Mohren neu interpretieren. Vor allem Schmuckstücke mit dem Motiv der „Mohrenbüste“ begründeten bald den internationalen Ruhm des Juweliers.

Gelbgold 750/-, gestempelt. Signiert G. Nardi. 12 Brillanten und 1 Diamant im karreeförmigen Treppenschliff, zus. ca. 0,85 ct., TCR (IJ),VS1-2. 7 runde Rubine im Cabochonschliff, zus. ca. 1,80 ct. 6 runde blaue Saphire im Cabochonschliff, zus. ca. 2,10 ct. 1 Handmotiv aus honiggelbem transparent geschnittenem Schildpatt. Anhänger: 8,6×8,0 cm. Brosche: 7,9 × 8,0 cm. Ca. 23,3 g.

 

Historischer Armreif mit „Old-Mine“-Smaragd und Diamanten. England, um 1885
Kat.-Nr. 1007, Schätzpreis € 38.000 – 42.000

Nach der Eroberung durch die Spanier Ende des 15. Jahrhunderts löste Kolumbien Indien als Hauptlieferant für hochqualitative Smaragde ab. Innerhalb kürzester Zeit erfreuten sie sich sowohl bei Adel als auch Klerus höchster Beliebtheit. Old-Mine-Smaragde sind heute seltene Kostbarkeiten, da die alten Minen Kolumbiens ausgebeutet sind. Ausschließlich bei historischen Schmuckstücken wie diesem Armreif finden sich heute noch diese Smaragde, für die von Liebhabern auf Auktionen Höchstpreise gezahlt werden.
Der Smaragd wird von einer Chaton-Fassung gehalten, die Diamanten sind in Verschnitt- und Pavé-Fassung gesetzt. Verdeckter Steckziehverschluss mit Sicherung.

Gelbgold 750/- und Silber, getestet. 82 Diamanten im Altschliff, zus. ca. 7,79 ct., TCR-CR (I-J-K), VS-SI. 1 ovaler Smaragd im Cabochonschliff von ca. 10,25 ct., Old Mine, Kolumbien, feine Farbqualität. Innendurchmesser: 5,4 cm. Ca. 28,9 g.

 

Historischer Ring mit einem Pink Saphir und Diamanten. Paris, Art Déco um 1920/25
Kat.-Nr. 1029, Schätzpreis € 65.000 – 72.000

Der Saphir ist in eine eingeriebene mit Millegriffe verzierte Fassung eingesetzt. Die Baguetten sind in À-jour-Technik, alle anderen Diamanten in Pavé-Technik gefasst.

Weißgold 750/-. Französische Feingehaltspunze, Juwelierpunze: B P. Ca. 42 Diamanten in gemischten Schliffformen (Rosen-, Baguette-, Alt- und Brillantschliff), zus. ca. 0,65 ct., W-TCR (H-I-J), VS-SI. 1 facettierter Pink Saphir im Kissen-Schliff von ca. 7,21 ct., beste Farbqualität. Ca. 14,2 g. Ringgröße: 54

 

Anhänger-Uhr aus der Sammlung Rudolph Moshammers
Frankreich und Saint-Imier, Longines, Art Déco, um 1925
Kat.-Nr. 1083, Schätzpreis € 4.200 – 5.000

Platin 950/-. Französische Juwelierpunze. 118 Diamanten im Achtkantschliff und Altschliff, zus. ca. 1,20 ct., TCR (I-J), SI. 32 kalibrierte Onyxsteine im modifizierten Baguetteschliff. 6,0×4,0 cm. Zus. ca. 22,6 g.

 

Pillendose mit Seesternmotiv.
New York, Jean Schlumberger, 1950er Jahre
Kat.-Nr. 1086, Schätzpreis € 2.800–3.800

Die Dose ist geformt wie ein Stein, auf dem ein Seestern sitzt. Das sehr naturalistisch gestaltete Seesternmotiv ist getrieben gearbeitet. Jean Schlumberger wurde 1904 als Sohn einer traditionsreichen elsässischen Textilfabrikantenfamilie geboren. Er arbeitete in verschiedenen künstlerischen Berufen, bis ihn die Modeschöpferin Elsa Schiaparelli in ihr Team holte. 1956 ging Jean Schlumberger als Designer zu Tiffany und wurde später dort stellvertretender Direktor. Er war berühmt für seine fantastischen Interpretationen von Naturmotiven. Eine Besonderheit seines Schaffens sind seine „Darstellungen“ des Meereslebens.

Gelbgold 916/-, getestet. Signiert: Tiffany Schlumberger. D. 2,9 cm. Ca. 22,0 g.

 

Ein ungefasster, natürlich gefärbter „Light Green“-Diamant.
Indien, Old Mine
Kat.-Nr. 1010, Schätzpreis € 45.000 – 60.000

Natürlich grüne Diamanten sind ausgesprochen selten und daher kostbar. Aufgrund der stark subjektiven Wahrnehmung des Farbeindrucks gibt es keine feste Preisliste für Farbdiamanten. Ihr Wert wird mehr durch Seltenheit, Schönheit und Herkunft der Farbe (natürlich gefärbt oder künstlich bestrahlt) bestimmt als durch Reinheit, Schliff und Gewicht. Der berühmteste grüne Diamant ist der sog. „Grüne Dresden“. August III. bezahlte 1742 für diesen 41 Karat schweren, sehr reinen Diamanten für 400.000 Taler. Seine leuchtend apfelgrüne Farbe rührt nach heutiger Kenntnis daher, dass dieser Stein in seiner Lagerstätte natürlicher Radioaktivität ausgesetzt war. Dies geschieht so selten, dass es nur sehr wenige grüne Diamanten gibt.

1 loser facettierter natürlich grüner Diamant (light green) im Kissenschliff von 1,35 ct., SI1.

 

Ein ungefasster indischer „Golkonda“-Diamant im Navetteschliff.
Indien, Minen von Golkonda
Kat.-Nr. 1021, Schätzpreis € 66.000 – 80.000

1 loser facettierter Diamant im Navetteschliff von 2,98 ct., River (D), VVS2 mit Potenzial zu IF.



NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Nachverkauf zu dieser Auktion bis Mitte April 2016
Besichtigung der Objekte auf Anfrage.
Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr

 

Kommende Auktionen 2016
8. Juni MODERNE, POST WAR & CONTEMPORARY ART
Vorbesichtigung von Do., 2., bis Mo., 6. Juni 2016
5. Juli SCHMUCK
Vorbesichtigung von Do., 30. Juni, bis Mo., 4. Juli 2016
6. Juli ALTE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 30. Juni, bis Mo., 4. Juli 2016

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an

Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner@neumeister.com

Pressemitteilungen 2015

Pressenachbericht

Auktionen im Dezember 2015
- 1. Dezember: JUBILÄUMSAUKTION „90 Jahre Rudolf Neumeister“
- 2. Dezember: ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN und SCHMUCK
- 3. Dezember: KLASSISCHE MODERNE, POST-WAR & CONTEMPORARY ART

Top-Ergebnisse / Top Results

JUBILÄUMSAUKTION Ein Paar Ohrringe mit Diamanten, um 1905-1912: Ergebnis € 222.250 +++ Liebermann-Gemälde "Der Nutzgarten in Wannsee nach Nordosten"bringt € 177.800 +++ KLASSISCHE MODERNE, POST-WAR & CONTEMPORARY ART "Anthroprogramm" von Dan Perjovschi erzielt € 22.860 +++ ALTE KUNST Franz de Paula Fergs  "Landleute in südlicher Ruinenlandschaft" bringen ein Ergebnis von € 25.400

NEUMEISTER Auktionen im Dezember 2015

 

1. Dezember: JUBILÄUMSAUKTION „90 Jahre Rudolf Neumeister“2. Dezember: Auktion ALTE KUNST3. Dezember: Auktion POST WAR   CONTEMPORARY ART und KLASSISCHE MODERNE

 

NEUMEISTER feiert den Abschluss eines sehr erfolgreichen Auktionsjahres 2015 mit drei Auktionen Spitzenergebnisse für seltenen Schmuck, Gemälde und Kunsthandwerk in der JUBILÄUMSAUKTION „90 Jahre Rudolf Neumeister“ am 1. Dezember und in der Auktion ALTE KUNST   SCHMUCK am 2. Dezember. Starke Nachfrage für zeitgenössische Kunst in der Auktion POST WAR   CONTEMPORARY ART und KLASSISCHE MODERNE am 3. Dezember.

 

JUBILÄUMSAUKTION, 1.12.2015Ein Paar Ohrringe mit Diamanten, um 1905-1912. Kat.-Nr. 1055Schätzpreis € 130.000, Ergebnis € 222.250

 

JUBILÄUMSAUKTION, 1.12.2015Max Liebermann (1847–1935) Der Nutzgarten in Wannsee nach Nordosten, 1920 (Detail). Kat.-Nr. 1062Schätzpreis € 150.000, Ergebnis € 177.800

 

Auktion POST WAR   CONTEMPORARY ART UND KLASSISCHE MODERNE, 3.12.2015Dan Perjovschi (*1996) Anthroprogramm. 1995 (Detail). Kat.-Nr. 99Schätzpreis € 12.000, Ergebnis € 22.860

 

Auktion ALTE KUNST, 2.12.2015Franz de Paula Ferg (1689–1740) Landleute in südlicher Ruinenlandschaft (Detail). Kat.-Nr. 262Schätzpreis € 10.000, Ergebnis € 25.400

 

Ergebnisse JUBILÄUMSAUKTON  90 Jahre Rudolf Neumeister , 1. Dezember 2015

 

Bei voll besetztem Saal verlief die Auktion lebhaft, auch dank reger Beteiligung der Internet- wie der telefo - nischen Bieter. Die 90 sorgfältig selektierten und seltenen Kunstobjekte – Skulpturen, Gemälde, Kunstkammer - stücke, Silber und Schmuck – fanden erfreulichen Absatz. Besonders gut verkaufte sich die Haute Joaillerie, die durchweg zu Höchstpreisen an neue Besitzer ging. Überraschend die Außenseiter: Ein Lüsterweibchen des frühen 16. Jahrhunderts, ein Hochaltar-Entwurf von Joseph Anton Feuchtmayer sowie ein seltenes Papageienpärchen aus Höchster Porzellan, Mitte des 18. Jahrhunderts.

 

Bestpreise wurden an diesem Abend beim Schmuck erzielt: Alle Lose durchbrachen die 100.000er Marke – ein Paar wertvolle Ohrringe mit Diamanten (um 1905–1912, Kat.-Nr. 1055, Schätzpreis 130.000 Euro), erlöste mehr als 220.000 Euro, eine seltene Demi Parure aus England oder Frankreich um 1830 bestehend aus einem Paar Ohrgehängen und einer Brosche (Kat.-Nr. 1049, Schätzpreis 90.000 Euro), ging für mehr als 150.000 Euro an neue Besitzer und ein Paar Smaragdohrgehänge, Paris, um 1915 (Kat.-Nr. 1054, Schätzpreis 60.000 Euro) erbrachte mehr als 110.000 Euro.

 

In dieser Preisliga spielten auch ein Gemälde von Max Liebermann (1847–1935), „Der Nutzgarten in Wannsee nach Nordosten“ aus dem Jahr 1920 (Kat.-Nr. 1062, Schätzpreis € 150.000) mit, das ein Ergebnis von mehr als 175.000 erzielte, sowie ein zartes Nolde-Aquarell mit (Tulpen – Rot, Gelb, Blau, 1953/54, Kat.-Nr. 1070, Schätzpreis 100.000 Euro), das mehr als 150.000 Euro brachte. Das seltene Lüsterweibchen des frühen 16. Jahrhunderts (Kat.-Nr. 1011, Schätzpreis 40.000 Euro), war einem britischen Bieter gut 100.000 Euro wert. Ein rares Paar Porzellanpapageien der Manufaktur Höchst um 1752 (Kat.-Nr. 1028, Schätzpreis 80.000 Euro) fand für mehr als 100.000 Euro neue Liebhaber.

 

Weitere Höhepunkte dieser Jubiläumsauktion: Franz von Stucks Pastell „Tilla Durieux als Circe“ (Kat.-Nr. 1053) umschwärmten zeitweise sechs Bieter im Saal und an den Telefonen, was den Schätzpreis von 15.000 Euro rasch in ein Ergebnis von mehr als 60.000 Euro verwandelte, ebenso wie das Gemeinschaftswerk von Jan Brueghel d.J. und Hendrik van Balen „Ruhe auf der Flucht nach Ägypten“(Kat.-Nr. 1010), das dank ehrgeizigem Bieten mehrerer ausländischer Interessenten den Schätzpreis von 32.000 Euro mit einem Ergebnis von mehr als 60.000 Euro nahezu verdoppeln konnte. Ein exzeptionelles Ergebnis stellen die mehr als 55.000 Euro dar, die Joseph Anton Feuchtmayers mit Feder gezeichneter Entwurf zu einem Hochaltar mit obeliskartigem Aufbau (Kat.-Nr. 1024, Schätzpreis 4.000 Euro) aus dem Jahr 1759 erlöste – dank eines hartnäckigen Wettbietens zwischen mehreren Interessenten.

 

Max Liebermann (1847–1935).Der Nutzgarten in Wannsee nach Nordosten, 1920. Kat.-Nr. 1062Schätzpreis € 150.000, Ergebnis € 177.800

 

Ein Paar Ohrringe mit Diamanten, um 1905–1912. Kat.-Nr. 1055Schätzpreis € 130.000, Ergebnis € 222.250

 

Demi Parure: Paar Ohrgehänge und Brosche, England oder Frankreich, um 1830. Kat.-Nr. 1049Schätzpreis € 90.000, Ergebnis € 152.400

 

Ein Paar Smaragdohrgehänge. Paris, um 1915. Kat.-Nr. 1054Schätzpreis € 60.000, Ergebnis € 114.300

 

Emil Nolde (1867–1956). Tulpen (Rot, Gelb, Blau), 1953/54. Kat.-Nr. 1070Schätzpreis € 100.000, Ergebnis € 152.400

 

Lüsterweibchen, Anfang 16. Jh. Kat.-Nr. 1011Schätzpreis € 40.000, Ergebnis € 104.140

 

Franz von Stuck (1863–1928) „Tilla Durieux als Circe“. Kat.-Nr. 1053Schätzpreis € 15.000, Ergebnis € 63.500

 

Ein Paar Papageien, Höchst, um 1752. Kat.-Nr. 1028Schätzpreis € 80.000, Ergebnis € 101.600

 

Jan Brueghel d. J. (1601–1678), Hendrik van Balen (1575–1632). Ruhe auf der Flucht nach Ägypten. Kat.-Nr. 1010Schätzpreis € 32.000, Ergebnis € 60.960

 

Joseph Anton Feuchtmayer (1696–1770). Entwurf Hochaltar. Kat.-Nr. 1024Schätzpreis € 4.000, Ergebnis € 55.880

 

Dose mit liegender Kuh auf Présentoir. Kat.-Nr. 1032Schätzpreis € 2.200, Ergebnis € 6.985

 

Ergebnisse Auktion ALTE KUNST   SCHMUCK, 2. Dezember 2015

 

De Paula Ferg-Landschaft und Grützner-Kellermeister erzielen starke Ergebnisse von deutlich über 20.000 Euro, generell große Nachfrage nach Altmeistern und 19. Jahrhundert bei den Gemälden. Überraschende Ergebnisse bei italienischer Kunst.

 

Beste Ergebnisse dieser Auktion brachten durchweg Gemälde: Franz de Paula Fergs „Landleute in südlicher Ruinenlandschaft“ ( Kat.-Nr. 262, Schätzpreis 10.000 Euro) erzielten mehr als 25.000 Euro, Eduard von Grützners „Kellermeister mit Schlüsselbund“ (Kat.-Nr. 283, Schätzpreis 8.000 Euro) lag bei über 23.000 Euro. Die „Affenmutter mit ihrem Jungen“ von Gabriel Ritter von Max (Kat.-Nr. 277, Schätzpreis 5.000) spielte über 19.000 Euro ein, dicht gefolgt von Hermann Kaulbachs „Spannender Lektüre“ (Kat.-Nr. 293, Schätzpreis 6.000 Euro) mit gut 18.000 Euro und den „Mädchen am Ufer des Chiemsees“ (Kat.-Nr. 300, Schätzpreis 10.000) von Maximilian Haushofer mit gut 17.000 Euro.

 

Ein „Jagdstillleben mit erlegtem Hasen und Rebhühnern“ (Kat.-Nr. 270, Schätzpreis 4.000 Euro) des Niederländers Jacobus Biltius war dem siegreichen Bieter gut 12.000 Euro wert, wie auch Friedrich Voltz’ „Im Schatten“ (Kat.-Nr. 314. Schätzpreis 4.500 Euro), für das ein anderer Käufer ebenfalls mehr als 12.000 Euro zahlte.

 

Zwei Überraschungslose kamen aus (und gingen nach) Italien: So gelang es einer charmant gemalten „Zwergen - küche“ aus dem Italien des 18. Jahrhunderts (Kat.-Nr. 261), dank wetteifernder Bieter den niedrigen Schätzpreis von 1.500 Euro auf weit mehr als 10.000 Euro zu heben. Ein Heiliger Georg aus dem Norditalien des 16. Jahrhunderts (Kat.-Nr. 134) begeisterte Bieter im Saal und an den Telefonen ebenfalls, so dass sich der Schätzpreis von 1.800 Euro auf ein Ergebnis von deutlich mehr als 6.000 Euro entwickelte.

 

Ebenfalls repatriiert, nur jetzt in Richtung Norden, wurde ein Eiskühler mit Einsatz aus der Zeit Zar Nikolaus’ I (St. Petersburg, 1825–1855, Kat.-Nr. 17). Das auf 600 Euro geschätzte Service-Teil ging für mehr als 3.000 Euro in russische Hände.

 

Wie schon bei der Jubiläumsauktion erzielte auch in dieser Auktion der Schmuck sehr gute Ergebnisse. Ein ungefasster, facettierter indischer „Golconda“-Diamant (Kat.-Nr. 430) in Tropfenform mit mehr als 2 Karat konnte den Schätzpreis von 23.000 Euro mit einem Ergebnis von 45.720 Euro knapp verdoppeln. Ein auf 5.000 Euro geschätzter Ring mit Smaragd und Diamanten aus Deutschland um 1930 (Kat.-Nr. 447) erzielte nach Hin- und Herbieten zwischen Saal und Telefonen ein Ergebnis von mehr als 12.000 Euro und ein ca. zehn Jahre älterer Entouragering mit Diamant und Saphiren (Kat.-Nr. 419) verwandelte den günstigen Schätzpreis von 3.000 Euro in ein Ergebnis von mehr als 7.300 Euro, eine Rolex-Herrenarmbanduhr mit Oysterquartz Day-Date (Kat.-Nr. 511, Schätzpreis 4.500 Euro) fand für knapp 7.000 Euro einen neuen Besitzer.

 

Franz de Paula Ferg (1689–1740). Landleute in südlicher Ruinenlandschaft. Kat.-Nr. 262Schätzpreis € 10.000, Ergebnis € 25.400

 

Eduard von Grützner (1846–1925). Kellermeister mit Schlüsselbund. Kat.-Nr. 283Schätzpreis € 8.000, Ergebnis € 23.495

 

Gabriel Ritter von Max (1840–1915). Affenmutter mit ihrem Jungen. Kat.-Nr. 277Schätzpreis € 15.000, Ergebnis € 19.050

 

Hermann Kaulbach (1846–1909). Spannende Lektüre. Kat.-Nr. 293Schätzpreis € 6.000, Ergebnis € 18.415

 

Maximilian Haushofer (1811–1866). Mädchen am Ufer des Chiemsees. Kat.-Nr. 300Schätzpreis € 10.000, Ergebnis € 17.780

 

Friedrich Voltz (1817–1886). „Im Schatten“. Kat.-Nr. 314Schätzpreis € 4.500, Ergebnis € 12.700

 

Jacobus (Jacob) Biltius (1633–1681). Jagdstillleben mit erlegtem Hasen und Rebhühnern. Kat.-Nr. 270Schätzpreis € 4.000, Ergebnis € 12.065

 

Italien, 18. Jh. Zwergenküche. Kat.-Nr. 261Schätzpreis € 1.500, Ergebnis € 10.795

 

Hl. Georg. Norditalien, 16. Jh. (?). Kat.-Nr. 134Schätzpreis € 1.800, Ergebnis € 6.350

 

Hl. Joseph mit dem Jesuskind. Süditalien, Mitte 18. Jh. Kat.-Nr. 156Schätzpreis € 1.000, Ergebnis € 4.064

 

Reifentänzerin. Ernst Seger (1868–1936). Kat.-Nr. 118Schätzpreis € 600, Ergebnis € 2.794

 

Eiskühler mit Einsatz. St. Petersburg, 1825–1855, Periode Zar Nikolaus I. Kat.-Nr. 17Schätzpreis € 600, Ergebnis € 3.048

 

Puttengruppe als Allegorie des Winters. Meissen, Punktzeit, nach Modell von J. J. Kändler. Kat.-Nr. 23Schätzpreis € 1.300, Ergebnis € 5.080

 

Ein ungefasster facettierter „Golconda“-Diamant in Tropfenform. Indien, Minen von Golconda, 2,01 ct.Schätzpreis € 23.000, Ergebnis € 45.720

 

Ring mit Smaragd und Diamanten. Deutschland, um 1930. Kat.-Nr. 447Schätzpreis € 5.000, Ergebnis € 12.065

 

Entouragering mit Diamant und Saphiren. Deutschland, um 1920. Kat.-Nr. 419Schätzpreis € 3.000, Ergebnis € 7.366

 

Herrenarmbanduhr Rolex, Oysterquartz Day-Date. Kat.-Nr. 511Schätzpreis € 4.500, Ergebnis € 6.985

 

Ein Paar Ohrstecker mit Pink Saphiren und Diamanten. Deutschland, Art Déco, um 1925/30. Kat.-Nr. 411Schätzpreis € 1.100, Ergebnis € 3.302

 

Ergebnisse der Auktion POST WAR   CONTEMPORARY ART und KLASSISCHE MODERNE, 3. Dezember 2015

 

Die kuratierte Auktion „Post War   Contemporary Art“ entwickelte sich sehr dynamisch, was zu guten Ergebnissen für Werke etwa der Künstler Dan Perjovschi und Andreas Schulze führte (beide ca. 20.000 Euro). In der sich direkt anschließenden Auktion „Klassische Moderne“ brachte Arno Brekers Bronze „Romanichel“ aus dem Jahr 1928 ebenfalls ein starkes Ergebnis von mehr als 20.000 Euro.

 

Spitzenergebnisse bei den Zeitgenossen brachte die großformatige Filzstiftarbeit „Anthroprogramm“ des Rumänen Dan Perjovschi aus dem Jahr 1995 (Kat.-Nr. 99, Schätzpreis 12.000 Euro), die einem Bieter mehr als 22.000 Euro wert war, wie auch Andreas Schulzes „Küche“ aus dem Jahr 1983 (Kat.-Nr. 17, Schätzpreis 15.000 Euro), das mit gut 19.000 Euro ebenso ein sehr erfreuliches Resultat zeitigte. Knapp 11.000 Euro erzielten die auf 6.000 Euro geschätzten Arbeiten von Marlene Dumas „Barbie (with pearl necklace)“ (1997, Kat.-Nr. 8) und Jörg Sasses romantischer Chromogenic-Print „2782“ aus dem Jahr 2002 (Kat.-Nr 14). Fünf Blatt aus Gerhard Richters Kanarischen Landschaften I von 1971 (Kat.-Nr. 13, Schätzpreis 5.000 Euro) lagen mit gut 9.500 Euro nur knapp darunter, ebenso wie Elvira Bachs fröhlich-laszive „Sonnens[ t]uhl-Träumerin – Nach Beckmann“ von 2007 (Kat.-Nr. 65), die ihren Schätzpreis von 6.000 Euro in ein respektables Ergebnis von ebenfalls gut 9.500 Euro ummünzte.

 

Sehr gut verkaufte sich eine Kompositionsstudie in Öl auf Karton von Fritz Winter (1905-1976), einem der wichtigsten abstrakten Nachkriegskünstler. Sein Werk „Ohne Titel. 1963.“ (Kat.-Nr. 30, Schätzpreis 5.000 Euro) ging für knapp 9.000 Euro an einen privaten Liebhaber. Für die zweiteilige Arbeit des amerikanischen Konzeptkünstlers John Baldessari „Money with space between“ aus dem Jahr 1994 (Kat.-Nr. 23, Schätzpreis 5.000 Euro) zahlte ein Bieter knapp 7.000 Euro.

 

Dan Perjovschi (*1996). Anthroprogramm. 1995. Kat.-Nr. 99Schätzpreis € 12.000, Ergebnis € 22.860

 

Andreas Schulze (*1955). Küche. 1983. Kat.-Nr. 17Schätzpreis € 15.000, Ergebnis € 19.050

 

Marlene Dumas (*1953). „Barbie (with pearl necklace)“, 1997. Kat.-Nr. 8Schätzpreis € 6.000, Ergebnis € 10.795

 

Jörg Sasse (*1962). „2782“. 2002 Kat.-Nr 14Schätzpreis € 6.000, Ergebnis € 10.795

 

Gerhard Richter (*1932). Fünf Blatt aus: Kanarische Landschaften I. 1971. Kat.-Nr. 13Schätzpreis € 5.000, Ergebnis € 9.525

 

Elvira Bach (*1951). Sonnens[t]uhl-Träumerin – Nach Beckmann. 2007. Kat.-Nr. 65Schätzpreis € 6.000, Ergebnis € 9.525

 

Fritz Winter (1905-1976). Ohne Titel. 1963. Kat.-Nr. 30Schätzpreis € 5.000, Ergebnis € 8.890

 

John Baldessari (*1931). Money with space between (2 teilig). 1994. Kat.-Nr. 23Schätzpreis € 5.000, Ergebnis € 6.985

 

Gute Ergebnisse auch bei den Künstlern der Klassischen Moderne: Die Bronze „Romanichel“ (Porträt eines Jünglings) von Arno Breker (1900–1990) aus dem Jahr 1928 (Kat.-Nr. 117) auf günstige 1.500 Euro geschätzt, erzielte nach vielem Hin und Her zwischen mehreren Telefonen und Bietern im Auktionssaal ein hervorragendes Resultat von mehr als 20.000 Euro. Das „Frauenbildnis“ (1955) von Johann Georg Müller (Kat.-Nr. 150, Schätzpreis 16.000 Euro) erlöste ebenfalls mehr als 20.000 Euro, Henri de Toulouse-Lautrecs farbenfrohe Lithographie „Mademoiselle Marcelle Lender, en Buste“ aus dem Jahr 1895 (Kat.-Nr. 167, Schätzpreis 6.000 Euro) erzielte 7.620 Euro. Weitere gute Ergebnisse zeitigten beispielsweise „Tauwetter am Chiemsee“ (Kat.-Nr. 112, Schätzpreis 6.000 Euro) von Arnold Balwé (1898–1983), mit mehr als 11.000 Euro, und Oscar Wilhelm Lüthys (1882–1945) „Abstraktes Stillleben“ aus dem Jahr 1930 (Kat.-Nr. 142, Schätzpreis 2.000 Euro) mit mehr als 6.000 Euro.

 

Arno Breker (1900–1990). Romanichel (Porträt eines Jünglings). 1928. Kat.-Nr. 117Schätzpreis € 1.500, Ergebnis € 20.320

 

Arnold Balwé (1898–1983). „Tauwetter am Chiemsee“. Kat.-Nr. 112Schätzpreis € 6.000, Ergebnis € 11.430

 

Oscar Wilhelm Lüthy (1882–1945). Abstraktes Stillleben. 1930. Kat.-Nr. 142Schätzpreis € 2.000, Ergebnis € 6.096

 

Johann Georg Müller. Frauenbildnis. 1955. Kat.-Nr. 150Schätzpreis € 16.000, Ergebnis € 20.320

 

Henri de Toulouse-Lautrec. Mademoiselle Marcelle Lender, en Buste. 1895. Kat.-Nr. 167Schätzpreis € 6.000 Euro, Ergebnis € 7.620

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unter - schiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

 

Nachverkauf zu diesen drei Auktionen bis 22. Dezember 2015Besichtigung der Objekte auf Anfrage. Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr

 

Kommende Auktionen 201623. März ALTE KUNSTIm Juni KLASSISCHE MODERNE POST WAR   CONTEMPORARY ART

 

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte anBernd Degner, Presse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.com

Pressevorbericht

Auktionen im Dezember 2015
- 1. Dezember: JUBILÄUMSAUKTION „90 Jahre Rudolf Neumeister“
- 2. Dezember: ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN und SCHMUCK
- 3. Dezember: KLASSISCHE MODERNE, POST-WAR & CONTEMPORARY ART

Highlights zu den einzelnen Auktionen siehe PDF oder Vorschau

Das NEUMEISTER Auktionsfeuerwerk im Dezember 2015

1. Dezember: JUBILÄUMSAUKTION „90 Jahre Rudolf Neumeister“, 18 Uhr
2. Dezember: Auktion ALTE KUNST, 15 Uhr
3. Dezember: Auktion MODERNE und ZEITGENÖSSISCHE KUNST, 15 Uhr

Vorbesichtigung für alle drei Auktionen ab Do., 26., bis Mo., 30. November 2015
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Wochenende 11 bis 17 Uhr, Abendbesichtigung: Montag 30. November, bis 20 Uhr

ANSICHTEN ÄNDERN SICH. DER QUALITÄTSANSPRUCH STEIGT.
NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus beendet dieses erfolgreiche Auktionsjahr mit drei Auktionen an den ersten drei Dezembertagen.

1. Dezember: JUBILÄUMSAUKTION „90 Jahre Rudolf Neumeister“, 18 Uhr
90 Jahre Rudolf Neumeister – 600 Jahre Kunstgeschichte – 90 Kunstwerke

Vorbesichtigung ab Do., 26., bis Mo., 30. November 2015
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Wochenende 11 bis 17 Uhr, Abendbesichtigung: Montag 30. November, bis 20 Uhr
Rudolf Neumeister wurde am 14. Oktober dieses Jahres 90 Jahre alt. NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus ehrt den Patriarchen mit der Versteigerung von Kunst aus mehr als sechs Jahrhunderten, mit einem Spektrum sorgfältig ausgewählter Kunst, das typisch ist für das Haus. Der Bogen spannt sich von einer florentinischen Madonna des 14. Jahrhunderts (Kat.-Nr. 1001, Schätzpreis € 40.000–50.000) und einem mit drei Heiligenskulpturen bestückten Memminger Flügelaltar (Ende 15. Jh., Kat.-Nr. 1002, Schätzpreis € 80.000–85.000) über ein Gemälde Jan Breughels d.J. („Ruhe auf der Flucht nach Ägypten“, Kat.-Nr. 1010 Schätzwert € 32.000–35.000) und den NEUMEISTER „Hausheiligen“ Carl Spitzweg („Angelnder Mönch“, Kat.-Nr. 1037, Schätzpreis € 60.000–80.000) bis hin zu Werken von Max Liebermann (Jäger in den Dünen, Kat.-Nr. 1060, Schätzpreis € 300.000–400.000), Paul Klee („Bau“, Kat.-Nr. 1066, Schätzpreis € 300.000–400.000) und Gabriele Münter („Kirche und Wolken 2“, Kat.-Nr. 1065, Schätzpreis € 300.000–400.000) sowie einer zeitgenössischen Stahlskulptur des französischen Bildhauers Bernar Venet („Ligne Indéterminée“, Kat.-Nr. 1087, Schätzpreis € 80.000–100.000). Weitere Lose dieser ausschließlich aus Highlights bestehenden Jubiläumsauktion zu Ehren Rudolf Neumeisters sind eine niederbayerische Heilige Anna Selbdritt um 1510 (Kat.-Nr. 1006, Schätzpreis € 40.000– 50.000) und wertvolles Silber (Barocker Hamburger Deckelhumpen, Kat.-Nr. 1016, Schätzpreis € 18.000– 20.000). Ein seltenes viktorianisches Diamantcollier (118 Altschliff–Diamanten im Altschliff, zus. ca. 37 ct., Kat.-Nr. 1048, Schätzpreis € 140.000– 160.000) sowie Kunstkammerobjekte wie z. B. „Der Musenberg Helikon“ von Simon Troger aus Nussbaum, Elfenbein, Perlmutter (Kat.-Nr. 1023, Schätzpreis € 40.000– 45.000) runden das opulente Angebot dieser Auktion im Bereich der Alten Kunst ab. Die Moderne Kunst ist unter anderem durch Werke von David Hockney („Peter feeling not too good“, Kat.-Nr. 1080, Schätzpreis € 20.000– 30.000) und Keith Haring („Untitled“, Kat.-Nr. 1081, Schätzpreis € 8.000– 10.000) vertreten.

2. Dezember: Auktion ALTE KUNST, 15 Uhr
Vorbesichtigung ab Do., 26., bis Mo., 30. November 2015
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Wochenende 11 bis 17 Uhr, Abendbesichtigung: Montag 30. November, bis 20 Uhr
Raritäten erwarten Bieter auch in der Auktion ALTE KUNST am 2. Dezember 2015: NEUMEISTER versteigert zwei seltene Komödienstatuetten aus Lindenholz aus der Nachfolge des Rokokobildhauers Ferdinand Tietz (Kat.-Nr. 159, Schätzpreis € 12.000– 14.000). Tietz wirkte an fünf Fürstenhöfen, u.a. für den Bamberger Fürst - bischof Johann Philipp Anton von Franckenstein. Ebenfalls aus dem Bereich Skulptur: ein moderat geschätzter Adorationsengel von Ehrgott Bernhard Bendl (Kat.-Nr. 140, Schätzpreis € 5.000– 6.000). Der um die Wende zum 18. Jahrhundert führende Bildhauer in Augsburg wurde 1697 mit der Ausführung von fünf lebensgroßen Apostelfiguren für die Klosterkirche St. Georg in der freien Reichsstadt betraut, die sich heute im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg befinden. Diesen Adorationsengel zeichnet eine vergleichbar kraftvolle, von Prager und Wiener Einflüssen geprägte Formensprache aus, möglicherweise ist er einer der zwei verschollenen Engel vom Choraltar von St. Georg, die Bendel 1698 geschaffen hatte. Zwei Landschaftsgemälde des 18. Jahrhunderts dieser Auktion sind nur geringfügig später datiert: das Gemäldepaar „Parklandschaften mit Vögeln“ von Joseph Anton Harrath (Kat.-Nr. 269, Schätzpreis € 10.000– 12.000) entstand 1706. Der Landschafts- und Tiermaler war in München Hofmaler und lieferte für den Münchner Hof u.a. Landschaften mit seltenen ausländischen Tieren – in Schloss Nymphenburg sollen sich mehrere Gemälde von seiner Hand befunden haben. Ebenfalls aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammen die „Landleute in südlicher Ruinenlandschaft“ von Franz de Paula Ferg (Kat.-Nr. 262, Schätzpreis € 10.000– 12.000), das eine für diesen Künstler so typische bukolische Idylle zeigt, deren meisterhafte Darstellung seine Bilder zu begehrten Sammlerstücken werden ließ.

Stark ist in dieser NEUMEISTER Auktion das Angebot an Sammlerobjekten, wie etwa „Die Allegorien der fünf Sinne“ aus Meissener Porzellan (Kat.-Nr. 52, Schätzpreis € 3.000– 3.500) oder, ähnlich günstig taxiert, eine seltene „Topographia Hassiae et Regionum Vicinarum" des bekannten Kupferstechers und Verlegers Matthäus Merian aus der Mitte des 17. Jahrhunderts (Kat.-Nr. 231, Schätzpreis € 3.000– 4.000). Bei den Gemälden des 19. Jahrhunderts sind Gabriel Ritter von Max’ anrührende Darstellung in Öl einer „Affen - mutter mit ihrem Jungen“ (Kat.-Nr. 277, Schätzpreis € 15.000–20.000) und Eduard von Grützners „Bruder Braumeister“ (Kat.-Nr. 282, Schätzpreis € 9.000– 12.000) nur zwei der zahlreichen Höhepunkte. In der Landschaftsmalerei zählen zu den Highlights Maximilian Haushofers stimmungsvolles Bild „Mädchen am Ufer des Chiemsees“ (Kat.-Nr. 300, € 10.000 –12.000) und Heinrich Bürkels „Winterliche Kirche im Gebirge“ (Kat.-Nr. 307, Schätzpreis € 12.000–15.000), das eindeutig die bekannte Ramsauer Kirche St. Sebastian bei Berchtesgaden mit einem sehr überhöhten Reiteralpenmassiv zeigt. Höhepunkte der Schmuckauktion dürften zwei seltene, ungefasste Steine sein: ein indischer tropfenförmiger „Golconda“-Diamant, facettiert, mit mehr als zwei Karat (2,02 ct, Kat.-Nr. 430, Schätzpreis € 23.000–27.000). Benannt nach den gleichnamigen Minen im ehemaligen Sultanat Golcondo, sind diese Steine sehr weiß und sauber; hier wurden auch berühmte Steine wie der Koh-i-Noor, der Orlow, der Regent und der Hope gefunden. Der zweite ungefasste Stein ist ein ovaler, facettierter natürlicher „Padparadscha“-Saphir aus Sri Lanka, dessen orange Farbe eine feine Nuance ins Pink aufweist (2,49 ct, Kat.-Nr. 441, Schätzpreis € 12.000–15.000). Neben beiden ungefassten Steinen bietet NEUMEISTER in dieser letzten Schmuckauktion des Jahres unter anderem ein sehr seltenes Sautoir aus karminroten, leicht ins Purpur tendierenden „Burma“ Rubinperlen (alle Perlen zus. 318,50 ct., Kat.-Nr. 438, Schätzpreis € 15.000– 20.000) an. Eine zweite Schmuckrarität, das sich gut unter dem Weihnachtsbaum machen würde dürfte eine französische Mauboussin-Brosche mit Diamanten und Bergkristallen (Paris, 1935; Kat.-Nr. 435, Schätzpreis € 25.000– 30.000).

3. Dezember: Auktion MODERNE und ZEITGENÖSSISCHE KUNST, 15 Uhr
Vorbesichtigung ab Do., 26., bis Mo., 30. November 2015
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Wochenende 11 bis 17 Uhr, Abendbesichtigung: Montag 30. November, bis 20 Uhr
NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus geht in diese letzte Auktion MODERNE und ZEITGENÖSSISCHE KUNST des Jahres 2015 mit großen Namen und zahlreichen Raritäten: Herausragend etwa das kraftvolle Werk des Malers, Grafikers, Bildhauers und Jazzschlagzeugers A.R. Penck „Ich und TX“ (1989, Kat.-Nr. 12, Schätzpreis € 80.000– 100.000) wie auch das Gemälde von Otto Piene „Le vert et le noir“ aus den Jahren 1962/72 (Kat.-Nr. 1, Schätzpreis € 60.000– 80.000) und das Ölgemälde „Nicotin on silverscreen“ (2009) des österreichischen Künstlers Hubert Scheibl aus einer renommierten Wiener Privatsammlung (Kat.-Nr. 27, € 40.000– 45.000). Aus einer Zürcher Privatsammlung stammt die Skulptur „Ohrfeigenschleuder“ von Scheibls Landsmann Franz West (Kat.-Nr. 18, € 30.000– 40.000).

Amerikanische Kunst ist vertreten mit zwei Zeichnungen von Andy Warhol aus den 1950er Jahren, „Five Shoes“ und „Untitled – Female Head, Hand and Flower, (Kat.-Nr. 21 und 22, je € 28.000– 30.000) und einer seltenen Folge von vier Colour Ink-jet Prints des Konzeptkünstlers Bruce Nauman, „Opened Eye“, „Hands Only“, „Neck Pull“ und „Cockeye Lips“(Kat.-Nr. 25, € 25.000– 30.000). Sieben Blätter des Iren Sean Scully „Pomes Penyach Portfolio (Exhibition Prints)“ (1993, Kat.-Nr. 23, Schätzpreis € 20.000– 30.000) ergänzen dieses Angebot aus Übersee.

Aktuelle Gegenwartskunst manifestiert sich in dieser Auktion in vier Arbeiten von Johann Georg Müller, darunter das expressive Ölgemälde „Porträt Taube“ aus dem Jahr 1979 (Kat.-Nr. 147, Schätzpreis € 12.000– 14.000) und dem in tonigen Farben gemalten „Frauenbildnis“ (1955, Kat.-Nr. 150, Schätzpreis € 16.000– 18.000). Ergänzt werden diese Highlights durch die Arbeit „Mechanischer Körperfächer“ von Rebecca Horn (Kat.-Nr. 9, Schätzpreis € 6.000– 8.000) sowie Serigraphien von ZERO-Künstler Heinz Mack (Silberrotor. Kombinationsspiel. Galaxis. 1970/71 u. 1973, Kat.-Nr. 2, € 2.500– 3.000) und des renommierten Künstlers Rupprecht Geiger (Metapher Zahl 2, 4, 7, 8, 9, alle 1986 bis 88, Lots 3–7, je € 1.500– 1.800).

Bei der Kunst der Klassischen Moderne erwartet Bieter und Sammler unter anderem ein Aquarell von Fritz Erler („Mädchen mit der Rose“, Kat.-Nr. 123, Schätzpreis € 8.000– 10.000) sowie das moderat taxierte Werk „Abstraktes Stillleben“ des Schweizer Künstlers Oscar Wilhelm Lüthy (1930, Öl, Tempera und Tusche, Kat.-Nr 142, Schätzpreis € 2.000– 3.000). Daneben offeriert NEUMEISTER druckgraphische Werke wie die Radierung „Vierte Klasse II“ von Max Beckmann (Kat.-Nr. 13, Schätzpreis € 1.000– 1.500), den Holzschnitt „Gelbe Dorfkirche 2“ von Lyonel Feininger (Kat.-Nr. 125, Schätzpreis € 2.000– 3.000) sowie Conrad Felixmüllers Mappe „Das Malerleben“ (1927) mit 15 Litho - graphien (Kat.-Nr. 126, Schätzpreis € 2.000– 3.000), die der Künstler dem Dichter Carl Sternheim gewidmet hatte. Werke von John Baldessari, Jean Cocteau, Le Corbusier (Charles Edouard Jeanneret-Gris), Günther Förg, Olaf Gulbransson, Max Liebermann, Henry Moore, Hermann Nitsch, Josef Oppenheimer, István Pékary, Pablo Picasso, Robert Rauschenberg, Gerhard Richter, Leni Riefenstahl, Christian Schad, Antoni Tàpies, Wolfgang Tillmans und Henri de Toulouse-Lautrec runden das sorgfältig kuratierte Angebot ab.

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Kommende Auktionen 2016
23. März ALTE KUNST
Juni KLASSISCHE MODERNE
POST WAR & CONTEMPORARY ART

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an
Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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bernd.degner@neumeister.com

Pressenachbericht

Sonderauktion "Expressionistische Druckgraphik aus dem Privat-Nachlass Diethild und Lothar-Günther Buchheim"

im Buchheim Museum, Bernried

am 28. November 2015

Top-Ergebnisse / Top Results

Radierwerk von Otto Dix erlöst mehr als 200.000 Euro, Beckmann-Selbstbildnis deutlich über 80.000 Euro. Sensationelle Verkaufsquote von mehr als 90 Prozent bei voll besetztem Saal, Auktionsschätzwert wurde knapp verdoppelt.

Expressionistische Druckgraphik aus dem Privat-Nachlass Diethild und Lothar-Günther Buchheim im Buchheim Museum, Bernried am 28. November 2015

 

Radierwerk von Otto Dix erlöst mehr als 200.000 Euro, Beckmann-Selbstbildnis deutlich über 80.000 Euro. Sensationelle Verkaufsquote von mehr als 90 Prozent bei voll besetztem Saal, Auktionsschätzwert wurde knapp verdoppelt.

 Die starke Nachfrage vor allem bei deutschen Expressionisten, aber auch französischen Künstlern wie Chagall und Picasso ließ bei dieser zweiten Sonderauktion von NEUMEISTER in diesem Jahr die Preise in die Höhe klettern, viele Lose konnten ihre Schätzpreise vervielfachen. Insgesamt konnte NEUMEISTER die Summe der Schätzpreise in dieser Auktion von deutlich über 400.000 Euro knapp verdoppeln. Ein erfreuliches Ergebnis für den Einlieferer der Auktion, der Stiftung des Buchheim Museums, das damit Zukäufe für das Museum tätigen möchte.

 Der mit Spannung erwartete Aufruf von Otto Dix’ Radierwerk „Der Krieg“ (Kat.-Nr. 57, Schätzpreis 100.000 Euro) überzeugte mit einem Bruttoerlös von 203.200 Euro, dem höchsten Zuschlag dieser Versteigerung. Ebenfalls sehr gut verkaufte sich Max Beckmanns „Selbstbildnis mit steifem Hut“, eine Kaltnadelradierung aus dem Jahr 1921, die mit 82.550 Euro ihre Taxe von 40.000 Euro mehr als verdoppeln konnte.

 OTTO DIX (1891–1969)Der Krieg (Radierwerk VI), 1924. Kat.-Nr. 57Schätzpreis € 100.000, Ergebnis € 203.200

 MAX BECKMANN (1884–1950)Selbstbildnis mit steifem Hut, 1921. Kat.-Nr. 9Schätzpreis € 40.000, Ergebnis € 82.550

 Insgesamt verkauften sich auch die günstiger geschätzten Werke dieser beiden Künstler sehr gut: Einzelne Blätter des Radierwerks V „Tod und Auferstehung“, etwa „Verwundeter“ aus Mappe III (Kat.-Nr. 60, Schätzpreis 2.000 Euro) verkauften sich für mehr als 4.500 Euro, andere Einzelblätter, wie etwa „Barrikade“ (Kat.-Nr. 70, Schätzpreis 5.000 Euro) aus dem zuvor sehr gut verkauften Radierwerk VI „Der Krieg“, gingen mit mehr als 9.000 Euro an neue Besitzer. Dix’ drastische Kaltnadelradierung „Lustmord“ aus dem Jahr 1922 erzielte mehr als 15.000 Euro (Kat.-Nr. 68, Schätzpreis 2.000 Euro), seine filigrane Darstellung „Balanceakt“ (Kat.-Nr. 67, Schätzpreis 2.000 Euro) mehr als 7.200 Euro, die karikaturhafte Lithographie einer „Dame mit Reiher“ (Kat.-Nr. 76), auf günstige 1.000 Euro geschätzt, konnte mit einem Ergebnis von mehr als 4.600 Euro diese Taxe vervierfachen.

 Ähnlich nachgefragt waren die Werke Max Beckmanns. Die Lithographie „Selbst im Hotel“ (Kat.-Nr. 15) aus der Folge „Berliner Reise“ von 1922 und taxiert auf 15.000 Euro ging für knapp 32.000 Euro an einen neuen Besitzer, der im Jahr darauf entstandene Holzschnitt „Toilette“ (Kat.-Nr. 36) konnte den Schätzpreis von 6.000 Euro auf brutto mehr als 9.500 Euro steigern.

Überzeugend ebenfalls die Zuschläge für weitere deutsche Expressionisten, wie etwa zwei Lithographien von Otto Mueller, dessen „Drei Mädchen im Profil“, 1921, die Taxe von 5.000 Euro nahezu verdoppeln konnte (Kat.-Nr. 99, Ergebnis 9.525 Euro) und dessen „Sitzende in Strümpfen“ (Kat.-Nr. 102, Schätzpreis 1.000 Euro) sich dank engagierten Bietens im Saal und an den Telefonen auf ein Ergebnis von knapp 6.000 Euro entwickelte. Der kräftige Holzschnitt „Melancholie“ von Karl Schmidt-Rottluff aus dem Jahr 1914 konnte die Taxe von 8.000 Euro auf ein Ergebnis von mehr als 14.000 Euro anheben.

Ebenfalls sehr gesucht waren Werke französischer Künstler: Das angebotene druckgraphische Werk Marc Chagalls fand reißenden Absatz – sämtliche Lose wurden erfolgreich verkauft: „Bible“ (Kat.-Nr. 136) aus dem Jahr 1957 – zwei Bände mit 103 Radierungen –, auf 10.000 Euro taxiert, wurde für knapp 18.000 Euro verkauft. Zwei heitere Farblithographien, „La Tribu de Lévi“ (Kat.-Nr. 137, Schätzpreis 4.000 Euro) und „Bonjour sur Paris“ (Kat.-Nr. 138, Schätzpreis 6.000 Euro), gingen für mehr als 10.000 Euro respektive 15.000 Euro in neue Hände.

 Ihren Schätzpreis von 5.000 Euro fast vervierfachen konnte die Farblithographie von Fernand Léger „Les Femmes au Perroquet“ (Kat.-Nr. 165) aus dem Jahr 1952, die für gut 19.000 Euro an einen ausländischen Telefonbieter ging. Sensationelle Ergebnisse erzielten auch die Werke von Pablo Picasso: So überraschte die Farboffsetlithographie „Maternité“ (Kat.-Nr. 204), auf moderate 300 Euro taxiert, mit einem Ergebnis von über 5.300 Euro, dem knapp 18-fachen Schätzpreis. Sehr gut auch das Resultat der Farblithographie „Buste de Femme au Chapeau Bleu (Dora Maar)“ (Kat.-Nr. 203), 1955 entstanden nach dem gleich - namigen Gemälde aus dem Jahr 1944: mehr als 24.000 Euro brutto, das Vierfache des Schätzpreises von 6.000 Euro. Überraschend ebenso das gute Bruttoresultat des Farblinolschnitts „Vallauris 1960 Exposition“ (Kat.-Nr. 192), der in intensivem Bieten zwischen Museumssaal und ausländischen Telefonbietern von einer 2.000-Euro-Taxe auf über 12.000 Euro hochgesteigert wurde.

 Gegen Ende der Auktion fand eine sehr gut erhaltene Serie von 19 Farblithographien aus der Hand von Max Ernst, „Patrick Waldberg, Aux Petits Agneaux“, 1971 (Kat.-Nr. 217, Schätzpreis 800 Euro), für mehr als 5.000 Euro einen neuen Eigentümer. Das letzte Los des Tages, eine zarte Farbradierung „Bord de Mer“ (Kat.-Nr. 230, Schätzpreis 2.000 Euro) des französisch-chinesischen Künstlers Zao Wou-Ki aus dem Jahr 1951, konnte NEUMEISTER für mehr als 4.800 Euro in neue, gute Hände geben.

Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER, die die Auktion im Buchheim Museum leitete: „Nahezu 100 Prozent der Lose konnten verkauft werden – ein wirklich großartiges Auktionsergebnis! Wie schon bei unserer Versteigerung von Gemälden aus der ehemaligen Sammlung Schäfer vor vier Wochen, bürgte auch heute der Name des Sammlers für allerhöchste Qualität: Lothar-Günther Buchheim. Bereits im Vorfeld der Auktion lag für nahezu jede Druckgraphik eine Vielzahl an Geboten vor, darunter sehr viele Telefongebote. Das rege Interesse der vielen anwesenden Privatkunden aus der Region und die starken Gebote aus dem Internet, darunter viele Bieter aus den USA und Frankreich hat den Auktionsverlauf enorm dynamisiert. Ebenfalls zum Erfolg beigetragen hat die von NEUMEISTER initiierte und durchgeführte Provenienzrecherche sämtlicher aufgerufener Werke, die von unserem Vertragspartner, der Stiftung des Buchheim Museums, ausdrücklich unterstuẗ zt wurde. Schließlich ist es die sorgfältige Prüfung, die öffentlichen und privaten Bietern Sicherheit bietet. Last, but not least, konnte NEUMEISTER auch mit dieser sehr erfolgreichen Auktion einmal mehr seine Spitzenstellung in Deutschland bei Sonderauktionen von Sammlungen bestätigen.“

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Als inter national agierendes Auktionshaus veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen im Jahr. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunst gewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themen schwer - punkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte anBernd Degner, Presse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.com

Pressevorbericht

Sonderauktion "Expressionistische Druckgraphik aus dem Privat-Nachlass Diethild und Lothar-Günther Buchheim"

im Buchheim Museum, Bernried

am 28. November 2015

Zum Aufruf kommen Druckgraphiken, darunter expressionistische Werke von Max Beckmann, Otto Dix, Marc Chagall, Karl Schmidt-Rottluff, aber auch Arbeiten von Picasso und anderen Meistern der klassischen Moderne, von denen jeweils ein weiteres Exemplar im Museumsbestand verbleibt. Die Exponate können ab 2. Oktober im Buchheim Museum, Bernried, besichtigt werden.

Vorbesichtigung ab 2. Oktober 2015 im Buchheim Museum
parallel zu der Gedächtnis-Ausstellung BUCHHEIM. MARCHÉ SENTIMENTAL

Auktionstermin und -ort
Samstag, 28. November 2015, 15 Uhr Museum Buchheim
Am Hirschgarten 1, 82347 Bernried

Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin des Hauses NEUMEISTER, war vor mehr als einem Jahr damit beauftragt worden, den Privatnachlass der Eheleute Buchheim zu inventarisieren und zu evaluieren. Ihr Auktionshaus NEUMEISTER versteigert im Buchheim Museum in Bernried am Starnberger See rund 200 Positionen aus dem umfangreichen Privatnachlass der Eheleute Diethild und Lothar-Günther Buchheim.

Zum Aufruf kommen Druckgraphiken, darunter expressionistische Werke von Max Beckmann, Otto Dix, Marc Chagall, Karl Schmidt-Rottluff, aber auch Arbeiten von Picasso und anderen Meistern der klassischen Moderne, von denen jeweils ein weiteres Exemplar im Museumsbestand verbleibt. Die Exponate können ab 2. Oktober parallel zu der Gedächtnis-Ausstellung BUCHHEIM. MARCHÉ SENTIMENTAL im Buchheim Museum besichtigt werden.

OTTO DIX Schädel.
Ätzung. Platte: 25,7 x 19,5. K. 100
aus: Der Krieg (Radierwerk VI). 1924. 50 Radierungen auf BSB-Bütte
Schätzpreis € 100.000– 150.000

Sämtliche Werke dieser Auktion wurden in Zusammenarbeit mit dem Zentral institut für Kunstgeschichte, München, von einer externen Provenienzforscherin auf ihre Herkunft geprüft. Die Museumsleitung beabsichtigt mit Hilfe des Auktionserlöses den expressionistischen Sammlungsschwerpunkt durch Ankäufe auszubauen. NEUMEISTER hat in der Vergangenheit wiederholt erfolgreich Sammlungsauktionen an musealen Orten durchgeführt, im Auftrag der Gesellschaft der Freunde Haus der Kunst München e.V. Die Versteigerung erzielte bei einer Gesamttaxe von 1 Million Euro, schließlich 5,4 Millionen Euro Zuschlagsumme.

OTTO DIX (1891 Untermhaus – 1969 Singen)
Der Krieg (Radierwerk VI). 1924 50 Radierungen auf BSB-Bütten
Schätzpreis € 100.000– 150.000

Blattformate: 33,5 × 45 cm. Alle Blätter mit Bleistift signiert, jedoch ohne die Exemplar- bzw. Blattnummer. Die vollständige Folge, gedruckt von Otto Felsing und von Karl Nierendorf, Berlin 1924 herausgegeben. Ohne Mappen, Doppelblätter mit Titeln und Inhaltsverzeichnis. Werkverzeichnis: Karsch 70-119 a (von b) Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim Otto Dix’ „Der Krieg“ ist einer der bedeutendsten Radierzyklen des 20. Jahrhunderts. Der Künstler verarbeitet in 50 Radierungen seine Erlebnisse an der Front im Ersten Weltkrieg. Im September 1915 meldet er sich freiwillig und nimmt bis zum Kriegsende an zahlreichen Schlachten in Frankreich, Flandern und Russland teil. Im Schützengraben entstehen an die 500 Vorzeichnungen und Gouachen zu den späteren Radierplatten. „Otto Dix war nicht nur Augen-Zeuge des Krieges, sondern auch primär Handelnder und Leidender. Er wurde als hoch begabter bildender Künstler, der seine Erlebnisse gestaltete, ohne sie ,photographistisch’ abzuschildern, zum Zeugen seiner Zeit und für die Nachwelt“ (Dietrich Schubert, in: Otto Dix, Der Krieg, Marburg 2002, S. 10). Wie Hans Kinkel anmerkt, ist „,Der Krieg’ die zentrale und überragende Leistung im Graphikwerk von Dix, ein singuläres Ereignis, das nicht umsonst mit den ,Desastres de la Guerra’ von Goya (1812–1820) verglichen wurde.“

OTTO DIX. Der Krieg (Radierwerk VI). 1924 Matrosen in Antwerpen.
Ätzung, Kaltnadel und Aquatinta. Platte: 24,5 x 30 cm. K. 101

OTTO DIX. Der Krieg (Radierwerk VI). 1924 Gastote (Templeux-La-Fosse, August 1916).
Ätzung, Aquatinta und Kaltnadel. Platte: 19,4 x 28,9 cm. K. 72

OTTO DIX. Der Krieg (Radierwerk VI). 1924 Toter Sappenposten.
Ätzung und Kaltnadel. Platte: 19,8 x 14,7 cm. K. 87

„Goya, Callot, noch früher Urs Graf“, so rekapitulierte Dix, „von ihnen allen habe ich mir Blätter in Basel zeigen lassen – das ist großartig!“ [.] Dix schien geradezu für die zyklische Darstellung einer kollektiven Katastrophe, eines sinnlosen Massensterbens prädestiniert. Hier konnten sich die Erfahrungen des Schreckens, die Auslieferung an ein Thema, die Bereitschaft, das künstlerische Repertoire der alten Meister durch die Dimension des Häßlichen zu erweitern, ein explosives Ventil schaffen […] Der dramatische Wechsel von sachlicher Protokollierung und grauenerregender Suggestion von panoramahafter Übersicht und peinigender Großaufnahme, von individueller und maschineller Vernichtung ist oft genug Gegenstand der Analyse und der Interpretation gewesen“ (Hans Kinkel in: Florian Karsch, Otto Dix, Das graphische Werk, Hannover 1970, S. 18).

OTTO DIX. Der Krieg (Radierwerk VI). 1924 Sturmtruppe geht unter Gas vor.
Ätzung, Aquatinta und Kaltnadel. Platte: 19,6 x 29,1 cm. K. 81

OTTO DIX. Der Krieg (Radierwerk VI). 1924 Abgekämpfte Truppe geht zurück (Sommeschlacht).
Ätzung. Platte: 19,8 x 28.9 cm. K. 90

OTTO DIX. Der Krieg (Radierwerk VI). 1924 Verwundententransport im Houthulster Wald.
Ätzung, Aquatinta und Kaltnadel. Platte: 19,8 x 25,4 cm. K. 116

Die Folge „Der Krieg“ erschien in 5 Mappen mit je 10 Radierungen in einer Auflage von 70 Exemplaren auf BSB-Maschinenbütten und Kupferdruckpapier. Innerhalb jeder Mappe war die Reihenfolge festgelegt und in römischen Ziffern auf den Einzelblättern notiert. Dix kombinierte verschiedene Techniken miteinander, Aquatinta- und Ätzverfahren sowie die Kaltnadelradierung, um unterschiedliche Gradationen und Tonwerte zu schaffen.

MAX BECKMANN (1884 Leipzig–1950 New York)
Selbstbildnis mit steifem Hut, 1921 Kaltnadelradierung auf Bütten
Schätzpreis: € 40.000– 60.000

Eines der Hauptblätter unter den graphischen Selbstporträts Max Beckmanns. Kräftiger und gratiger Druck des dritten Zustands. Während der erste Druckzustand des bedeutenden Selbstbildnisses im Hintergrund das Atelier des Künstlers mit einer konischen Lampe und den Umrissen von Gemälden zeigt, ist dieser im dritten Zustand gelöscht und völlig neu überarbeitet worden. An Stelle der Lampe links tritt die Darstellung einer sitzenden Katze, deren Schatten an die Wand geworfen wird, die vorher flankierenden Gemälde sind rechts durch eine Öllampe ersetzt. Des Weiteren finden sich Überarbeitungen und verstärkte Konturen im Gesicht und an der Kleidung, wodurch die Kontraste intensiviert werden. Werkverzeichnis: Hofmaier 180 III A (von IV B) Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim 32,2 × 24,7 cm (43,2 × 32,3 cm. Rechts unten signiert. Probedruck vor der ersten Auflage, die vor April 1921 bei I. B. Neumann, Berlin erschienen.

MAX BECKMANN Der Ausrufer, 1921
Kaltnadelradierung auf Velin
Schätzpreis: € 5.000– 8.000

„Der Ausrufer“ zählt zu den bekanntesten Selbstporträts innerhalb der Graphik Beckmanns und bildet als Blatt 1 den Auftakt der berühmten Folge „Der Jahrmarkt“: „Die zehn Radierungen der 1921 von Reinhard Piper verlegten Mappe ,Jahrmarkt’ nehmen den Betrachter mit auf einen Spaziergang über einen Jahrmarkt, an dessen Eingang ,Der Ausrufer’ Max Beckmann die Besucher mit einer Glocke zur Aufmerksamkeit für seinen ,Circus Beckm[ann]’ zwingt. Wir begleiten den Künstler durch die ,Garderobe’ und erleben das Treiben ,Hinter den Kulissen’. Weiter geht es über die ,Schießbude’, der ,Große Mann’ und ,Der Neger’ bieten ebenso menschliche Sensationen wie ,Die Seiltänzer’, der ,Niggertanz’ und die Schlangendame. Zwischenzeitlich sorgt ,Das Karussell’ für willkommene Abwechslung. Zirkus und Jahrmarkt stehen für Beckmann als Sinnbilder des Lebens, die sein graphisches Welttheater bestimmen“ (Andreas Stolzenburg, Max Beckmann, Jahrmarkt und Berliner Reise, Ausst.Kat. Hamburger Kunsthalle, 2006/2007). Werkverzeichnis: Hofmaier 191 II B a (von D) Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim 33,5 × 25,3 cm (55 × 38,5 cm). Rechts unten mit Bleistift signiert. Mit dem Trockenstempel der Marees-Gesellschaft. Eines von 75 Exemplaren. Blatt 1 der Mappe „Der Jahrmarkt“, erschienen im Verlag der Marées Gesellschaft, R. Piper & Co., München 1922

MAX BECKMANN Die Bettler, 1922
Lithographie auf Velin
Schätzpreis: € 4.000– 6.000

46,5 × 33,5 cm (68 × 54 cm). Rechts unten mit Bleistift signiert, links unten nummeriert. Exemplar 98/100. Blatt 7 der Folge „Berliner Reise“, erschienen bei I. B. Neumann, Berlin 1922. Werkverzeichnis: Hofmaier 219 B (von B) Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim

MAX BECKMANN Die Enttäuschten I. 1922
Lithographie auf Velin
Schätzpreis: € 4.000– 6.000

Laut Hofmaier lässt sich die auf dem Schoß der linken weiblichen Figur liegende Zeitung als die „Neue Preussische Zeitung“ identifizieren, die 1848 gegründet, sich der Interessen der konservativen preussischen Aristokratie annahm. Werkverzeichnis: Hofmaier 214 B (von B) Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim 49 × 37 cm (68 × 54 cm). Mittig unten mit Bleistift signiert, links unten betitelt „Enttäuschten“. Verso mit Klebeetikett „Graphisches Kabinett Berlin No. 20“. Exemplar 100/100. Blatt 2 der Folge „Berliner Reise“, erschienen bei I.B. Neumann, Berlin 1922.

MAX BECKMANN In der Trambahn, 1922
Kaltnadelradierung auf Velin
Schätzpreis: € 3.000– 4.000

Gratiger Druck des zweiten und endgültigen Zustandes 29 × 43,4 cm (38 × 53 cm). Rechts unten signiert. Eines von 100 unnummerierten Exemplaren auf Velin, darüber hinaus wurden 50 Ex. auf Japan gedruckt Werkverzeichnis: Hofmaier 235 III B c (von III B d) Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim

MAX BECKMANN Kaschemme. 1922
Lithographie auf Velin
Schätzpreis: € 3.000– 5.000

45 × 33,5 cm (68,5 × 54 cm). Rechts unten mit Bleistift signiert, links unten nummeriert. Exemplar 98/100. Blatt 9 der Folge „Berliner Reise“, erschienen bei I.B. Neumann, Berlin 1922. Werkverzeichnis: Hofmaier 221 B (von B) Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim

MAX BECKMANN Selbst im Hotel. 1922
Lithographie auf Velin
Schätzpreis: € 15.000 – 25.000

Druck des endgültigen Zustands, Hofmaier nennt sonst nur einige weitere Probedrucke. Das bedeutende Selbstportät zeigt Beckmann Zigarre rauchend und zeichnend im Hotel, vor ihm eine Flasche und ein Weinglas. Zwei hinter ihm angebrachte Spiegel reflektieren sowohl seine Rückenansicht, als auch sein Profil. Von den 100 Abzügen erschienen ungefähr 60 als Mappe. Die Serie ist wie auch die bereits 1919 entstandene Folge „Die Hölle“ als szenische Reise konzipiert. Wie fast alle graphischen Folgen Beckmanns wird auch die 1922 „Berliner Reise“ mit einem Selbstbildnis des Künstlers eröffnet, er begegnet uns hier gar zweimal: Die Umschlagmappe zeigt den Berlin-Besucher Beckmann mit Koffer vor einer Litfasssäule stehend, auf der die Titel der zehn Lithographien angeschlagen sind. Es folgt das Bildnis „Selbst im Hotel“. Die weiteren neun Blätter zeigen Motive aus der Großstadt Berlin, wie Beckmann sie während eines zweimonatigen Aufenthaltes Anfang 1922 erlebte. Werkverzeichnis: Hofmaier 213 B (von B) Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim 44,5 × 32 cm (68,5 × 54 cm). Rechts unten mit Bleistift signiert, links unten nummeriert. Exemplar 89/100. Blatt 1 der Folge „Berliner Reise“, erschienen bei I. B. Neumann, Berlin 1922.

MARC CHAGALL (1887 Witebsk– 1985 St. Paul de Vence)
Die Bibel (2 Bände). 1956
Buch auf Eines von 275 Ex. Unvollständig.
Schätzpreis: € 10.000– 15.000

Die mit 105 Radierungen illustrierte Bibel von Marc Chagall gehört zu den umfangreichsten Grafikmappen im Schaffen des russischen Künstlers. Zwischen 1931 und 1939 im Auftrag Ambroise Vollards begonnen, findet das Werk in den Jahren 1952–56 in Paris schließlich seine Vollendung. Entstanden sind die Radierungen in der für Chagall üblichen Arbeitsweise nach Gouachen, deren Farbigkeit sich im malerischen Charakter des Schwarz-Weiß widerspiegelt. In langer, unablässiger Arbeit an der Kupferplatte entfalten sich Chagalls märchenhaft träumerische Bildwelten, die von tiefer Religiosität geprägt sind. In Vorbereitung auf die Bibel unternimmt der Künstler 1931 Reisen nach Palästina und Ägypten. Das mediterrane Licht scheint dramatisch inszeniert in vielen Blättern auf. Wirksam wird hier nicht zuletzt auch das Vorbild Rembrandt, der Meister der Bibelillustration. Trotz ikonografischer Tradition gelingt es Chagall, die biblischen Geschichten lebendig zu vergegenwärtigen. Die Gestalten fixiert er in bewegten Gesten und plastisch formulierten Körpern, wodurch den Figuren eine individuelle Ausdruckskraft verliehen wird. Schließlich trägt auch die technische Virtuosität dazu bei, dass Chagall die Radierungen zur Bibel als sein reifstes grafisches Werk ansieht (Marc Chagall, Druckgraphische Folgen, Sprengel Museum, Hannover 1981, S. 167)

MARC CHAGALL La Tribu de Lévi. 1961
Farblithographie nach einem Entwurf des Künstlers auf Velin d'Arches
Schätzpreis € 4.000– 5.000

62 × 46 cm (76 × 54 cm). Rechts unten signiert, links nummeriert. Im Stein rechts signiert und datiert sowie links bezeichnet „Ch. Sorlier Grav. Lith“. Exemplar 168/200. Werkverzeichnis: Sorbier CS 14 Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim Druck von Charles nach einem Glasfensterentwurf für die 12 „Les Vitraux pour Jerusalem“.

MARC CHAGALL Bonjour sur Paris. 1952
Farblithographie auf Velin
Schätzpreis: € 6.000– 8.000

47 × 54,5 cm (50 × 66,5 cm). Rechts unten signiert, links unten nummeriert. Exemplar 36/75. Herausgegeben anlässlich des 100jährigen Bestehens der Druckerei Mourlot, Paris. Werkverzeichnis: Mourlot 71 Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim

FERNAND LÉGER (1881 Argentan– 1955 Gif-sur-Yvette)
Les femmes au perroquet. 1952
Farblithographie auf festem Velin
Schätzpreis: € 5.000– 7.000

41,8 × 60,6 cm (50 × 65 cm). Rechts unten mit blauem Kugelschreiber signiert und links unten mit Bleistift nummeriert. Exemplar 20/75, darüber hinaus wurde 35 E.A.-Exemplare gedruckt. Aus einem Album mit Grafiken verschiedener Künstler, das anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Atelier Mourlot herausgegeben wurde. Werkverzeichnis: Saphire 119 Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim

OTTO MUELLER (1874 Liebau/Sachsen– 1930 Breslau)
Drei Mädchen im Profil (Drei Mädchenköpfe). 1921
Lithographie auf Bütten
Schätzpreis: € 5.000– 7.000

Sehr schöner transparenter und differenzierter Abzug; Karsch nennt nur einen Druckzustand, der allerdings in leichter Variation auftritt wie beim vorliegenden Exemplar: so sind bei dem ersten Mädchen über und unter der geraden Brustkontur parallele Linien zu finden. Werkverzeichnis: Karsch 111 b (von b). Söhn HDO52002-2 Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim 29 × 39 cm (39,3 × 51,7 cm). Rechts unten mit schwarzer Kreide signiert. Separater Abzug mit größerem Blattformat außerhalb der Auflage von 100 Exemplaren (der Ausgabe B). Zur Mappe „Kreis graphischer Künstler und Sammler“, erste Jahresgabe (Zweite Teilmappe), erschienen im Verlag Arndt Beyer 1921

PABLO PICASSO (1881 Malaga– 1973 Mougins)
Buste de Femme au Chapeau Bleu (Dora Maar). 1955
Farblithographie nach dem Gemälde von 1944 auf Velin „BFK“ Rives (Wz.)
Schätzpreis: € 6.000– 8.000

92 × 60 cm (105 × 70 cm). Rechts unten signiert, links unten nummeriert. Im Stein bezeichnet „Mourlot Lith“. Exemplar 91/100. Werkverzeichnis: Czwiklitzer 104 Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim Druck von Mourlot, Paris

GEORGES ROUAULT
(1871 Paris– 1958 ebenda)
18 Blatt der Mappe „Miserere“. 1922–27
Aquatintaradierungen auf Bütten mit Wz. „Vollard“
Schätzpreis: € 2.000– 4.000

57 × 43 cm (65 × 50 cm). In der Platte signiert und unterschiedlich datiert. Exemplare 145/425. Erschienen bei Édition de l’Etoile filante, Paris 1948. Teilweise etwas stockfleckig. Enthalten sind nachstehende Blätter der Folge
3. Toujours flagellé... R. 56 c (von c)
6. Ne sommes-nous pas forçats? R. 59 d (von d)
7. Nous croyant rois. R. 60 e (von e) 17. Femme affranchie à quatorze heures chante midi. R. 70 c (von c)
22. En tant d'ordres divers le beau métier d'ensemencer une terre hostile. R. 75 c (von c)
27. Sunt Lacrymae Rerum... R. 80 e (von e)
28. Celui qui croit en moi fût-il mort vivra. R. 81 e (von e)
30. Nous. C'est en sa mort que nous avons été baptisés. R. 83 e (von e)
31. Aimez-vous les uns les autres. R. 84 e (von e) 37. Homo homini lupus. R. 90 f (von f) 40. Face à Face. R. 93 c (von c) 49. Plus le coeur est noble moins le col est roide. R. 102 c (von c)
52. Dura Lex Sed Lex. R. 105 e (von e)
54. Debout les morts! (davon ein weiterer Abzug) R. 107 b (von b)
56. En ces temps noirs de jactance et d'incroyance, notre-dame de la fin des terres vigilante. R. 109 c (von c) Zusätzliche Motive, die jedoch nicht in die Folge aufgenommen wurden (Planches refusées): En un sens visible ou caché? R. 132 La Baie des Trépassés (2 Ex.) R. 141 Werkverzeichnis: Rouault 56-109, 132, 141 Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim

KARL SCHMIDT-ROTTLUFF
(1884 Rottluff bei Chemnitz– 1976 Berlin)
Melancholie. 1914
Holzschnitt auf Bütten „JWZ“ (anders)
Schätzpreis: € 8.000– 10.000

Kräftiger Abzug mit sichtbarer Maserung des Holzstocks. Das Graphische Kabinett I. B. Neumann erwarb 10 Holzschnitte und 2 gebrauchsgraphische Blätter von Schmidt- Rottluff, die der Künstler ab 1914 geschaffen hatte und fasste sie zu einer Mappe zusammen, die 1919 ediert wurde. Den Druck besorgte Friedrich Voigt. 39,9 × 49,8 cm. Rechts unten signiert. Eines von 75 Exemplaren. Aus der Mappe „10 Holzschnitte“, publiziert von I. B. Neumann, Berlin 1919. Provenienz: Privatnachlass Lothar-Günther Buchheim

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Als international agierendes Auktionshaus veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen im Jahr. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunst - gewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

 

Kommende Auktionen 2015

29. Oktober ALTE KUNST / SONDERAUKTION.
Gemälde des 18. bis 20. Jahrhunderts aus der ehemaligen Sammlung Dr. Georg Schäfer, Schweinfurt
Vorbesichtigung von Fr., 23. Oktober, bis Mi., 28. Oktober 2015

28. November MODERNE / SONDERAUKTION IM BUCHHEIM MUSEUM, BERNRIED
Expressionistische Druckgraphik aus dem Privat-Nachlass Diethild und Lothar-Günther Buchheim
Vorbesichtigung in Bernried von Fr., 2. Oktober, bis Sa., 28. November 2015

1. Dezember JUBILÄUMSAUKTION. 90 JAHRE RUDOLF NEUMEISTER
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

2. Dezember AUKTION ALTE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

3. Dezember AUKTION MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an
Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner@neumeister.com


Pressenachbericht

Sonderauktion "Gemälde des 18., 19. und 20. Jahrhunderts aus der ehemaligen Sammlung Dr. Georg Schäfer, Schweinfurt"

am 29. Oktober 2015

Top-Ergebnisse / Top results

ANDREA APPIANI (1754–1817): Auguste Amalie de Beauharnais Töchtern Josephine und Eugenie. Ergebnis € 304.000 +++ JOSEPH STIELER (1781–1858): Josephine, Königin von Schweden, als Kronprinzessin. Ergebnis € 50.000 +++ CARL SPITZWEG (1808–1885): Mädchen mit Ziege. Ergebnis € 66.000

NEUMEISTER Sonderauktion Gemälde des 18. bis 20. Jahrhunderts aus der ehemaligen Sammlung Dr. Georg Schäfer, Schweinfurt am 29. Oktober 2015

Königliches Geburtstagsgeschenk mit Spitzenergebnis von mehr als 300.000 Euro

Das Gemälde von Andrea Appiani war 1809 ein Geschenk der Bayernprinzessin Auguste Amalie de Beauharnais an ihren Mann Eugène zum 28. Geburtstag. Spitzwegs „Mädchen mit Ziege“ geht für 66.000 Euro an das Grohmann Museum in den USA. Die von vielen Bietern mit Spannung erwartete NEUMEISTER Sonderauktion verlief im übervoll besetzten Saal vom ersten Los an äußerst dynamisch. Bei mehr als zwei Dritteln der offerierten Lose kam es in hoher Taktzahl zu schnellem Schlagabtausch zwischen den zahlreichen Bietern, was zu vielen Spitzenerlösen führte. Top-Ergebnis des Abends war, wie erwartet, Andrea Appianis Porträt der Auguste Amalie de Beauharnais (verheiratet mit Napoleons Stiefsohn Eugène de Beauharnais) mit ihren beiden Töchtern Josephine und Eugenie (Kat.-Nr. 10), das mit 304.800 Euro mehr als das Achtfache der mit 35.000 Euro moderaten Schätzung erlöste. Das Stieler-Porträt von Auguste Amalies ältester Tochter Josephine, der späteren schwedischen Königin, erlöste gut 50.000 Euro (Kat.-Nr. 11, Schätzpreis 30.000 Euro). Da für nahezu alle Lose mehrere (Telefon-)Gebote vorlagen und zugleich sehr viele Offerten über das Internet kamen, war, zusammen mit den zahlreichen Geboten aus dem Saal, die Preisgestaltung hoch - lebendig, was bei nahezu allen Losen zu Spitzen - ergebnissen führte.

ANDREA APPIANI (1754– 1817)
Auguste Amalie de Beauharnais, Vizekönigin von Italien, mit ihren Töchtern Josephine und Eugenie (Detail, vollständige Abb. S. 5). Kat.-Nr. 10
Schätzpreis € 35.000, Ergebnis € 304.800

JOSEPH STIELER (1781–1858)
Josephine, Königin von Schweden, als Kronprinzessin. Kat.-Nr. 11
Schätzpreis € 30.000, Ergebnis € 50.800

CARL SPITZWEG (1808–1885)
Mädchen mit Ziege. Kat.-Nr. 41
Schätzpreis € 30.000, Ergebnis € 66.040

Es war diese starke Dynamik, die unter anderem das hervorragende Resultat von Carl Spitzwegs „Mädchen mit Ziege“ (Kat.-Nr. 41) bewirkte und den Schätzpreis von 30.000 Euro in mehr als 66.000 Euro brutto verwandelte. Das Gemälde wird künftig im Grohmann Museum, Milwaukee, USA, zu sehen sein. Zwei Gemälde Franz von Defreggers, „Das Tischgebet“ (Kat.-Nr. 79) und „Der kleine Soldat“ (Kat.-Nr. 80), taxiert auf 12.000 bzw. 18.000 Euro, brachten nach intensivem Bieten aus dem Saal, im Internet und an den Telefonen Ergebnisse von jeweils mehr als 60.000 Euro. Ebenfalls heiß umkämpft war „Der Steinbruch“ von Heinrich Bürkel (Kat.-Nr. 35), eine detaillierte Szenerie aus dem bayerischen Voralpenland, dessen Taxe von 20.000 Euro sich mehr als verdoppelte: Erlös 45.720 Euro – ein Ergebnis, das auch das auf 15.000 Euro geschätzte „Stillleben mit Gemüsekorb, Bierseidel und Äpfeln“ des Wiener Malers Carl Schuch aus dem Jahr 1885 erzielte. Stilistisch einer anderen Epoche zugehörig, zeitigte das Gemälde „Badende Nymphen“ von Jakob Philipp Hackert (Kat.-Nr. 3, Schätzpreis 20.000 Euro) ein erfreuliches Bruttoergebnis von 38.800 Euro. Sehr gute Resultate auch bei der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts: Leo Putz’ „Langbürgner See“ aus dem Jahr 1909 erzielte mehr als 52.000 Euro (Kat.-Nr. 96, Schätzpreis 20.000 Euro), eine Öl-Skizze aus der Meisterhand Max Slevogts (Kat.-Nr. 94, „Francisco (Chico) d’Andrade jr.“) mehr als 38.000 Euro. Immer wieder überraschten auch sehr günstig taxierte Außenseiter mit beeindruckenden Steigerungsraten, wie beispielsweise zwei Werke in Öl auf Papier des Landschaftsmalers Friedrich Wasmann, „Südliche Landschaft“ (Kat.-Nr. 16) und „Blick ins Etschtal“ (Kat.-Nr. 17) die, beide auf 800 Euro geschätzt, Ergebnisse von um die 16.000 Euro einspielten. Eine „Wolkenlandschaft“ von Christian Ernst Bernhard Morgenstern wurde von acht Telefonbietern und zahlreichen Bietern in Saal und Internet heftigst umworben, was den Sprung von der 800-Euro-Taxe auf den Erlös von 15.875 Euro erklärt. Ebenfalls rasant gesteigert wurde um den „Tiroler Bauernbursch“ von Ludwig Knaus (Kat.-Nr. 72). Der junge Mann wurde mit einer Schätzung von 2.000 Euro aufgerufen und verabschiedete sich dann mit knapp 23.000 Euro brutto aus dem Auktionsgeschehen erfolgreich in eine Münchner Privatsammlung. Ebenfalls hart umkämpft: Gottfried Wilhelm Völckers Porzellangemälde „Blumengirlande mit Schmetterlingen“ aus dem Jahr 1817 (Kat.-Nr. 9, Schätzpreis 4.000 Euro), um das zeitweise fünf Bieter an den Telefonen, im Saal und online wetteiferten – das dekorative Stillleben ging mit knapp 28.000 Euro brutto an einen Käufer aus Franken, der sich gegen einen privaten Schweizer Bieter durchsetzen konnte. Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER, die die Auktion leitete: „Ich bin absolut hochzufrieden mit diesem wirklich großartigen Auktionsergebnis, ein Ergebnis, das darauf zurückzuführen ist, dass der Name Schäfer einfach für allerhöchste Qualität steht! Das war Erfolgsfaktor Nr. 1. Erfolgsfaktor Nr. 2: Das knappe Angebot – es waren nur gut 100 Lose. Das treibt immer die Preise nach oben. Bei Auktionsbeginn lag für nahezu jedes Gemälde eine Vielzahl an Geboten vor, darunter sehr, sehr viele Telefongebote – u.a. von be deutenden Privatsammlungen und Museen im In- und europäischen Ausland, aber auch z.B. vom Grohmann Museum in Milwaukee. Erfolgsfaktor Nr. 3 war die Tatsache, dass der Großteil unserer Bieter Privatkunden waren, was den Verlauf dynamisiert hat, da diese keine Handelsspannen berücksichtigen müssen. Nicht zu vergessen Erfolgsfaktor Nr. 4: die in den letzten Jahren immer wichtiger gewordene sorgfältige Provenienzrecherche sämtlicher zum Aufruf gelangender Werke. Diese Recherche wurde von unseren Vertragspartnern ausdrücklich unterstützt und garantiert öffentlichen und privaten Bietern die notwendige Sicherheit. All diese Faktoren zusammen haben durchgängig für die sehr guten bis hervorragenden Ergebnisse in der Auktion gesorgt. Highlight war der spektakuläre Verkauf des Appiani-Porträts der ‚Auguste Amalie de Beauharnais’ – eine Verzehn - fachung des Schätzpreises! Was hier auch wiederum auf die starke internationale Beteiligung zurückzuführen ist. Neben heraus ragenden Einzelergebnissen, die für jeden Auktionator die Musik ausmachen, freut mich besonders die Tatsache, dass die Deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts durchaus international nachgefragt ist, wenn es sich um exquisite Qualität, wie mit dem Namen Schäfer verbunden, handelt. Darüber hinaus hat NEUMEISTER mit dieser Sonderauktion erneut seine Spitzenstellung in Deutschland auf diesem Marktsegment wie auch bei Sonderauktionen von Sammlungen bestätigt.“

HEINRICH BÜRKEL (1802–1869)
Steinbruch. Kat.-Nr 35
Schätzpreis € 20.000, Ergebnis € 45.720

FRANZ VON DEFREGGER (1835–1921)
Der kleine Soldat. Kat.-Nr. 80
Schätzpreis € 18.000, Ergebnis € 60.960

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER rund acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europaï sches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Nachverkauf zu dieser Auktion bis Mitte November 2015
Besichtigung der wenigen noch erhältlichen Objekte auf Anfrage.
Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr

 

Kommende Auktionen 2015

28. November MODERNE / SONDERAUKTION IM BUCHHEIM MUSEUM DER PHANTASIE, BERNRIED

Expressionistische Druckgraphik aus dem Privat-Nachlass Diethild und Lothar-Günther Buchheim
Vorbesichtigung in Bernried Fr., 2. Oktober, bis Do., 26. November 2015

1. Dezember JUBILÄUMS-AUKTION. 90 JAHRE RUDOLF NEUMEISTER
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

2. Dezember AUKTION ALTE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

3. Dezember AUKTION MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an
Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner(at)neumeister.com

ANDREA APPIANI (1754–1817)
Auguste Amalie de Beauharnais, Vizekönigin von Italien, mit ihren Töchtern Josephine und Eugenie. Kat.-Nr. 10
Schätzpreis € 35.000, Ergebnis € 304.800

FRANZ VON DEFREGGER (1835–1921)
Das Tischgebet. Kat.-Nr. 79
Schätzpreis € 12.000, Ergebnis € 60.960

GOTTFRIED WILHELM VÖLCKERS (1775–1849)
Blumengirlande mit Schmetterlingen. Kat.-Nr. 9
Schätzpreis € 4.000, Ergebnis € 27.940

CARL SCHUCH (1846–1903).
Stillleben mit Gemüsekorb, Bierseidel und Äpfeln. Kat.-Nr. 69
Schätzpreis € 15.000, Ergebnis € 45.720

LUDWIG KNAUS (1829–1910)
Tiroler Bauernbursch. Kat.-Nr. 72
Schätzpreis € 2.000, Ergebnis € 22.860

JAKOB PHILIPP HACKERT (1737–1807)
Badende Nymphen. Kat.-Nr. 3
Schätzpreis € 20.000, Ergebnis € 38.100

MAX SLEVOGT (1868–1932)
Francisco (Chico) d’Andrade jr. Kat.-Nr. 94
Schätzpreis € 6.000, Ergebnis € 38.100

LEO PUTZ (1869–1940)
Langbürgner See Kat.-Nr. 96
Schätzpreis € 20.000, Ergebnis € 52.070

FRIEDRICH WASMANN (1805–1886)
Südliche Landschaft. Kat.-Nr. 16
Schätzpreis € 800, Ergebnis € 15.240

FRIEDRICH WASMANN (1805–1886)
Blick ins Etschtal. Kat.-Nr. 17
Schätzpreis € 800, Ergebnis € 17.780

CHRISTIAN ERNST BERNHARD MORGENSTERN (1805–1867)
Wolkenlandschaft. Kat.-Nr. 23
Schätzpreis € 800, Ergebnis € 15.875

Pressevorbericht

Sonderauktion "Gemälde des 18., 19. und 20. Jahrhunderts aus der ehemaligen Sammlung Dr. Georg Schäfer, Schweinfurt"

am 29. Oktober 2015

Highlights

CARL SPITZWEG (1808–1885): Mädchen mit Ziege. Kat.-Nr. 41, Schätzpreis € 30.000 – 40.000 +++ JOSEPH STIELER (1781–1858): Joséphine, Königin von Schweden, als Kronprinzessin. Schätzpreis € 30.000 – 40.000

Sämtliche Werke dieser Auktion wurden in Zusammenarbeit mit dem Zentral institut für Kunstgeschichte, München, von einer externen Provenienzforscherin auf ihre Herkunft geprüft. Zum Aufruf kommen mehr als 100 Gemälde des 18., 19. und 20. Jahrhunderts. Der Schwerpunkt der Auktion liegt bei Arbeiten des 19. Jahrhunderts u.a. mit Werken von Carl Spitzweg, Joseph Stieler, Andrea Appiani, Friedrich von Amerling sowie Franz von Defregger und Fritz von Uhde. Das 18. Jahrhundert ist vertreten mit Gemälden von Jakob Philipp Hackert und Januarius Zick, das 20. mit Werken von u.a. Max Slevogt und Leo Putz. Die Gemälde können von Freitag, 23., bis Mittwoch, 28. Oktober bei NEUMEISTER besichtigt werden. NEUMEISTER hat in der Vergangenheit wiederholt erfolgreich Sammlungsauktionen durchgeführt; so u.a. im Auftrag der Gesellschaft der Freunde Haus der Kunst e.V., als bei der Versteigerung an musealem Ort bei einem Schätzpreisvolumen von einer Million Euro 5,4 Millionen Zuschlagsumme er wirtschaftet wurden.

NEUMEISTER versteigert am Donnerstag, 29. Oktober 2015, mehr als 100 Gemälde des 18. bis 20. Jahr hunderts aus der ehemaligen Sammlung Dr. Georg Schäfer. Am Aufbau dieser größten Privatsammlung zur deutschen Malerei des 19. Jahr - hunderts war bereits Rudolf Neumeister, der Vater von Katrin Stoll, der heutigen Inhaberin des Auktionshauses, maß geblich beteiligt. Aus der Jahrzehnte währenden Zusammenarbeit entstand eine freundschaftliche Verbundenheit mit dem In - dustriellen Dr. Georg Schäfer. Seine Nachkommen haben später den Kern der Sammlung in eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts eingebracht. Diese Bilder stehen seit dem Jahr 2000 im „Museum Georg Schäfer“ in Schweinfurt dauerhaft der Öffentlichkeit zur Verfügung. Versteigert werden am 29. Oktober ausschließlich Bilder aus dem Privatbesitz von Nach fahren Dr. Georg Schäfers und nicht aus dem Stiftungsbestand.

Sämtliche Werke dieser Auktion wurden in Zusammenarbeit mit dem Zentral institut für Kunstgeschichte, München, von einer externen Provenienzforscherin auf ihre Herkunft geprüft. Zum Aufruf kommen mehr als 100 Gemälde des 18., 19. und 20. Jahrhunderts. Der Schwerpunkt der Auktion liegt bei Arbeiten des 19. Jahrhunderts u.a. mit Werken von Carl Spitzweg, Joseph Stieler, Andrea Appiani, Friedrich von Amerling sowie Franz von Defregger und Fritz von Uhde. Das 18. Jahrhundert ist vertreten mit Gemälden von Jakob Philipp Hackert und Januarius Zick, das 20. mit Werken von u.a. Max Slevogt und Leo Putz. Die Gemälde können von Freitag, 23., bis Mittwoch, 28. Oktober bei NEUMEISTER besichtigt werden. NEUMEISTER hat in der Vergangenheit wiederholt erfolgreich Sammlungsauktionen durchgeführt; so u.a. im Auftrag der Gesellschaft der Freunde Haus der Kunst e.V., als bei der Versteigerung an musealem Ort bei einem Schätzpreisvolumen von einer Million Euro 5,4 Millionen Zuschlagsumme er wirtschaftet wurden.

CARL SPITZWEG (1808–1885)
Mädchen mit Ziege (Detail)
Kat.-Nr. 41, Schätzpreis € 30.000–40.000

JOSEPH STIELER (1781– 1858)
Joséphine, Königin von Schweden, als Kronprinzessin
Schätzpreis € 30.000– 40.000

Joséphine Maximiliane Napoleone (1807– 1876) war die älteste Tochter Eugène de Beauharnais’ und seiner Frau Amalie Auguste, Prinzessin von Bayern. 1823 wurde sie mit Oskar, Kronprinz von Schweden und Norwegen, verheiratet. Als Zweijährige ist die Prinzessin auf einem Gemälde Andrea Appianis zusammen mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester dargestellt (vgl. Gemälde unten). 1810 wurde die Dreijährige erstmals von Joseph Stieler porträtiert, der schließlich 1823 den Auftrag erhielt, den Kronprinzen und seine Frau zu porträtieren. Eine erste, nahezu formatgleiche Fassung dieses Porträts befindet sich im Besitz des schwedischen Königshauses.

ANDREA APPIANI (1754– 1817)
Auguste Amalie de Beauharnais, Vizekönigin von Italien, mit ihren Töchtern Joséphine und Eugénie.
Schätzpreis € 35.000– 40.000

Prinzessin Auguste Amalie (1788 1851) war die älteste Tochter des späteren bayerischen Königs Maximilians I. Joseph und mit Eugène de Beauharnais (1781–1824), dem Stiefsohn Napoléon Bonapartes verheiratet. Eine Heirat, die Napoléon zur Grundbedingung für die Erhebung Bayerns zum Königreich gemacht hatte und die ausgesprochen glücklich verlief. Andrea Appiani wurde 1805 von Eugène de Beauharnais zum „Premier Peintre du Roi“ ernannt. Appiani galt als einer der wichtigsten Interpreten der neuen Ideen des französischen Kaisers, die „Ikonographie“ Napoléons wurde von ihm entscheidend beeinflusst.

CARL SPITZWEG (1808–1885)
Mädchen mit Ziege
Kat.-Nr. 41, Schätzpreis € 30.000– 40.000

Bei diesem Bild handelt es sich wohl um die zweite Fassung eines vom Künstler mehrmals variierten Themas. Jens Christian Jensen (1928– 2013), der dem wissenschaftlichen Beirat der Sammlung Georg Schäfer in Schweinfurt angehörte, beschreibt die Szene bezüglich der ersten, im Museum Georg Schäfer befindlichen und sich nur in Details unterscheidenden Fassung: „Sorgfältig hat der Maler seinem Dirndl die dankbar schönste Auftrittsbühne entworfen. Wie eine schützende Grotte umgeben die vom Felsen herabwachsenden Laubbüsche, die drei Fichtenstämmchen mit ihren Zweigen, nicht zuletzt der Steinbrocken vorn mit dem sich wie huldigend verneigenden Rosenstrauch die Figur. [...] Auch hier ist die Reaktion des Betrachters genau kalkuliert. Der Weg führt auf ihn zu: Diese leuchtende Mädchen erscheinung ist nur für ihn bestimmt. Ihre zugedeckten Körbe verheißen Herrlichkeiten.“ Eine von Spitzweg mit „20 April 1861“ datierte Zeichnung der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Mädchen des vorliegenden Gemäldes. Von einer Entstehung desselben um 1860 ist somit auszugehen. Rechts unten mit S im Rhombus bezeichnet. Rückseitig habsburgisches „Cameral-Siegel“ und spätere handschriftliche Bezeichnung. Öl auf Papier auf Karton. 36,5 × 29,2 cm. Gutachten: Dr. Bruno Grimschitz, Wien, 10. Juli 1951. – Dr. Eberhard Hanfstaengl, München, 25. August 1955. Provenienz: Lt. Angaben in den Werkverzeichnissen Roennefahrt und Wichmann war das Gemälde ein Geschenk Kaiser Franz Josephs I. an seine Geliebte Katharina Schratt. – Galerie Norbert Nusser, München (1958).

JAKOB PHILIPP HACKERT (1737–1807)
Zwei Hunde in einer Landschaft
Schätzpreis € 20.000– 30.000

Jakob Philipp Hackert genoss auch durch seine Tier - darstellungen, vor allem von Hunden, hohes Ansehen bei Sammlern und Auftraggebern. Er besaß zeitlebens Hunde, deren Porträts er in verschiedenen Gemälden einfügte. Bush und Slut könnten ebenfalls Hackerts eigene Hunde gewesen sein. Sie finden sich in gleicher Haltung auch auf einem Entwurf zu seinem verlorenen Fresko in Cartidello, wo sie zu Füßen König Ferdinands IV. von Neapel dargestellt sind.

ARNOLD BÖCKLIN (1827–1901)
Kinderständchen
Schätzpreis € 30.000– 40.000

Nur zwei Jahre bevor Arnold Böcklin sein berühmtes Gemälde „Pan im Schilf“ schuf (München, Neue Pinakothek), entstand das „Kinderständchen“ – eine Idylle, wie sie in seinem gesamten weiteren Schaffen ohne Entsprechung bleiben sollte. Böcklin begann mit dem Gemälde in Rom und hat es in Basel vollendet. Dieses Motiv wurde von Böcklin zwar nicht wieder aufgenommen, regte aber Anselm Feuerbach, der das „Kinderständchen“ wohl in Rom gesehen hatte, an, in seinen Kompositionen auf das Böcklinsche Gemälde Bezug zu nehmen.

CARL SPITZWEG (1808–1885)
Gebirgsmühle
Kat.-Nr. 42, Schätzpreis € 15.000– 20.000

Mühle im Gebirge, vorn einige Personen. Links unten mit S im Rhombus bezeichnet. Rückseitig u. a. mehrfach mit der Inventarnummer 2159 der Sammlung Liechtenstein bezeichnet. Öl auf dünner Malpappe auf Leinwand. 31×22,2 cm. Provenienz: Möglicherweise Dr. Bauernfeind, Wien. – Kunsthandlung Louis Ricard, Frankfurt a. M. (1903) – Galerie Heinemann, München (1905). – Verkauf an Kunsthandlung Artaria & Comp., Wien. – Sammlung des Fürsten von Liechtenstein (bis ca. 1955).

FRIEDRICH VON AMERLING (1803–1887)
Italienierin (Chiaruccia) mit Spinnrocken
Schätzpreis € 8.000–12.000

Friedrich von Amerling beschäftigte sich ab Anfang der 1840er Jahre mit der Darstellung der „schönen Italienierin“, ein Sujet, mit dem sich damals viele seiner malenden Zeitgenossen – etwa Friedrich Overbeck, Léopold Robert, Horace Vernet, Franz Xaver Winterhalter – ebenfalls befassten. Im Oktober 1845 trat Friedrich von Amerling eine Italienreise an, bis zum 3. Juli 1846 hielt er sich in Rom auf, und kehrte dann über Genua und Mailand nach Wien zurück. Es ist daher davon auszugehen, dass unmittelbare Ein - drücke aus dem Umland Roms zur Darstellung der vorliegenden Campagna-Schönheit führten. Auslöser für die erneute Beschäftigung mit dem Thema „Italienische Schönheit“ könnte vielleicht die geplante Heirat mit Emilie Lang, der Tochter des Wiener Spinnereifabrikanten Leopold Lang gewesen sein. Die herben Gesichtszüge der Campagna-Schönheit waren auch Emilie zu eigen, die Amerling in anderen Porträts festgehalten hat.

JANUARIUS ZICK (1730–1797)
Schäferszene am Brunnen (Die Werbung)
Kat.-Nr. 1, Schätzpreis € 18.000–22.000

JANUARIUS ZICK (1730–1797)
Schäferin mit Karren
Kat.-Nr. 2, Schätzpreis € 18.000– 22.000

JAKOB PHILIPP HACKERT (1737–1807)
Badende Nymphen
Kat.-Nr. 3, Schätzpreis € 20.000– 25.000

FRANZ LUDWIG CATEL (1778– 1856)
Die Bucht von Palermo mit Blick auf den Monte Pellegrino
Kat.-Nr. 24, Schätzpreis € 8.000–12.000

HEINRICH BÜRKEL (1802–1869)
Steinbruch
Kat.-Nr 35, Schätzpreis € 20.000– 25.000

HANS THOMA (1839–1924)
Taubertal mit Blick auf Rothenburg
Kat.-Nr. 52, Schätzpreis € 12.000– 15.000

JOHANN SPERL (1840–1914)
„Tanzpause“
Kat.-Nr. 73, Schätzpreis € 10.000– 14.000

JULIUS ADAM (1852–1913)
In den Himbeeren
Kat.-Nr. 78, Schätzpreis € 12.000–15.000

FRANZ VON DEFREGGER (1835–1921)
Der kleine Soldat
Kat.-Nr. 80, Schätzpreis € 18.000– 22.000

MAX SLEVOGT (1868–1932)
Francisco (Chico) d’Andrade jr.
Kat.-Nr. 94, Schätzpreis € 6.000– 8.000

KARL HAGEMEISTER (1848–1933)
Teichlandschaft mit auffliegender Stockente
Kat.-Nr. 95, Schätzpreis € 12.000– 18.000

LEO PUTZ (1869–1940)
Langbürgner See
Kat.-Nr. 96, Schätzpreis € 20.000– 25.000

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Als international agierendes Auktionshaus veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen im Jahr. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunst gewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Kommende Auktionen 2015

23. September
AUKTION ALTE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 17. September, bis Mo., 21. September 2015

29. Oktober
ALTE KUNST / SONDERAUKTION
Gemälde des 18. bis 20. Jahrhunderts aus der ehemaligen Sammlung Dr. Georg Schäfer, Schweinfurt
Vorbesichtigung von Fr., 23. Oktober, bis Mi., 28. Oktober 2015

28. November
MODERNE/SONDERAUKTION IM BUCHHEIM MUSEUM, BERNRIED
Expressionistische Druckgraphik aus dem Privat-Nachlass Diethild und Lothar-Günther Buchheim
Vorbesichtigung in Bernried Fr., 2. Oktober, bis Do., 26. November 2015

1. Dezember
JUBILÄUMS-AUKTION. 90 JAHRE RUDOLF NEUMEISTER
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

2. Dezember
AUKTION ALTE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

3. Dezember
AUKTION MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

 

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an
Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner@neumeister.com

Pressenachbericht

Auktionen SCHMUCK und ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN am 23 September 2016

Top-Ergebnisse / Top Results

Los Angeles County Museum of Art ersteigert bei NEUMEISTER „Salvator Mundi“ von Anton Raphael Mengs

Carl Spitzweg „Berglandschaft mit Liebespaar“: Erlös gut € 165.000 +++ Leo von Klenze: Ölvedute „Bergamo – Ansicht des südlichen Querhauses von S. Maria Maggiore“, knapp € 42.000 +++ Anton Raphael Mengs „Salvator Mundi“ ging für € 82.500 ans Los Angeles County Museum of Art € 82.550 +++ Outsider überraschten: französische „Himmelfahrt Mariens“, 18. Jahrhundert (Taxe € 2.000 Euro) ging für gut € 33.000 n die Schweiz.

Los Angeles County Museum of Art ersteigert bei NEUMEISTER „Salvator Mundi“ von Anton Raphael Mengs

 

Bei nahezu voll besetztem Saal und streckenweise sehr angeregter Atmosphäre wurden zahlreiche Spitzenerlöse erzielt. So brachte beispielsweise Carl Spitzwegs „Berglandschaft mit Liebespaar“ gut 165.000 Euro (Kat.-Nr. 310, Schätzpreis 100.000 Euro), Leo von Klenzes fein gemalte Ölvedute „Bergamo – Ansicht des südlichen Querhauses von S. Maria Maggiore“, erlöste knapp 42.000 Euro (Kat.-Nr. 275, Schätzpreis 30.000 Euro).

 

Ein sehr gutes Ergebnis erzielte Anton Raphael Mengs’ „Salvator Mundi“, der dem Los Angeles County Museum of Art 82.550 Euro (Kat.-Nr. 235, Schätzpreis 40.000 Euro) wert war. Das renommierte Museum besitzt nun neben dem weltlich-eleganten Porträt des John Viscount Garlies, später 7. Earl of Galloway, ein zweites Gemälde dieses bedeutendsten Dresdener Künstlers des 18. Jahrhunderts.

 

Immer wieder überraschte auch günstig Taxiertes mit beeindruckenden Steigerungsraten, wie etwa eine französische „Himmelfahrt Mariens“ aus dem 18. Jahrhundert (Kat.-Nr. 264, Schätzpreis 2.000 Euro), um die zeitweise fünf Bieter an den Telefonen, im Saal und online wetteiferten – mit einem Ergebnis von mehr als 33.000 Euro ging es an einen Käufer aus der Schweiz. Ebenfalls hart umkämpft war eine „Kreuzigung Christi“ aus der Hand von Johann Heinrich Schönfeld (Kat.-Nr. 255), so dass die ursprüngliche Schätzung von 6.000 Euro mit einem Ergebnis von knapp über 20.000 Euro weit mehr als verdreifacht wurde. Dasselbe Phänomen in kleinerem Ausmass auch bei einer filigranen Bleistiftzeichnung Wilhelm von Kaulbachs: Bieter im Internet und im Saal verzwanzigfachten nahezu den Preis des Herrenporträts von 150 Euro auf ein Ergebnis von knapp unter 3.000 Euro (Kat.-Nr. 163).

 

Insgesamt sehr gut verkauften sich die zwanzig Gemälde und Ölskizzen des 17. und 18. Jahrhunderts aus einer süddeutschen Privatsammlung (Kat.-Nr. 245 bis 265): So etwa Felix Ivo Leichers „Die Heiligen Nikolaus und Johannes von Nepomuk vor Christus“ mit einem Ergebnis von mehr als 15.000 Euro (Kat.-Nr. 249, Schätzpreis 9.000 Euro) oder auch Franz Sigrists Ölgemälde „Josua lässt die Sonne stillstehen“, das gut 8.200 Euro erzielte (Kat.-Nr. 247, Schätzpreis 2.500 Euro) neben den oben bereits erwähnten Senkrechtstartern „Himmelfahrt Mariens“ und „Kreuzigung Christi“ (Kat.-Nr. 264 und 255).

 

Auch die kleine Sammlung von zwölf Zeichnungen Carl Spitzwegs wurde durchweg mit Interesse aufgenommen und gut verkauft – so etwa die Zeichnung „Stehender Mann mit Zylinder“ (Kat.-Nr. 192, Schätzpreis 1.000 Euro), die mit einem Ergebnis von gut 4.000 Euro an einen telefonisch bietenden deutschen Privatsammler ging.

 

Beim Kunsthandwerk, das zu Beginn der Auktion aufgerufen wurde, sind ebenfalls zahlreiche Ergebnisse hervorzuheben. So erzielte ein 126-teiliges Meissner Tafelservice mit buntem Blumen- und Insektendekor mehr als 8.200 Euro (Kat.-Nr. 20, Schätzpreis 2.600 Euro) – wozu vielleicht auch der Provenienz - vermerk „Schloss Langenstein“ seinen Teil beigetragen haben mag. Zwei seltene Daubenkrüge mit Zinn armierung, ebenfalls 18. Jahrhundert, verwandelten ihren Schätzpreis von 1.200 Euro in ein Ergebnis von gut 5.000 Euro, die „Orientalische Tänzerin“ aus Bronze (Berlin, um 1910) von Victor Heinrich Seifert erzielte mit gut 3.300 Euro (Kat.-Nr. 66, Schätzpreis 1.800 Euro) ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis, während bei dem kleinen Riemerschmid-Holztischchen (ca. 1905) aus den Hellerauer Werkstätten bei Dresden die Phantasie der Bieter kaum Grenzen zu finden schien: Sie trieben den ursprünglichen Schätzpreis von 300 auf knapp 4.200 Euro hoch – das Vierzehnfache der Taxe.

 

Insgesamt etwas ruhiger verlief ab 18.30 Uhr die Abendauktion „Schmuck“ – hier hatte sich das Geschäft größtenteils ins Internet verlagert. So stiess beispielsweise ein Collier mit „Old Mine Smaragden“ und Naturperlen aus dem Indien des 19. Jahrhunderts auf großes Interesse: Erlös 12.700 Euro (Kat.-Nr. 408, Schätzpreis 4.500 Euro). Und ein Pariser Jugendstilanhänger aus dem Jahr 1895 erbrachte 5.700 Euro (Kat.-Nr. 417, Schätzpreis € 4.500) – es stammte, wie 18 weitere Schmuckstücke dieser Auktion, aus dem Nachlass der Witwe des Schauspielers Horst Tappert.

 

Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER, die die Auktion leitete: „Bereits in den Wochen vor der Auktion zeichnete sich ein erfolgreicher Verlauf ab, da auf gut die Hälfte der Lose schon im Vorfeld Gebote abgegeben worden waren. Das hat sich dann auch in den vielen guten bis sehr guten Ergebnissen durch alle Sparten bestätigt. Highlight war natürlich der Ankauf des „Salvator Mundi“ von Raphael Anton Mengs durch das Los Angeles County Museum of Art, eines der renommiertesten Museen auf dem amerikanischen Kontinent. Das freut uns sehr und bestätigt unseren Kurs, weiter kontinuierlich nur Premium-Kunst anzubieten – sonst würden Museen kaum seit Jahrzehnten bei uns mitsteigern. Jetzt bin ich sehr gespannt auf unseren heißen NEUMEISTER-Herbst mit fünf Auktionen, davon drei Sonderauktionen – eine traditionelle Stärke von NEUMEISTER. Ende Oktober versteigern wir gut 100 Gemälde aus der ehemaligen Sammlung Schäfer, einen Monat später rund 200 expressionistische Druckgraphiken aus dem Privat-Nachlass der Eheleute Diethild und Lothar-Günther Buchheim. Dann kommt am 1. Dezember die Jubiläumsauktion anlässlich des 90. Geburtstags meines Vaters Rudolf Neumeister, direkt im Anschluss daran, am 2.12., die Auktion ALTE KUNST und am 3.12. die MODERNE und ZEITGENÖSSISCHE KUNST.”

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

 

Anton Raphael Mengs. Salvator Mundi. Kat.-Nr. 235Ergebnis € 82.550 (Schätzpreis € 40.000)

 

Carl Spitzweg Berglandschaft mit Liebespaar. Kat.-Nr. 310Ergebnis € 165.100 (Schätzpreis € 100.000)

 

Leo von Klenze. Südportal S. Maria Maggiore, Bergamo. Kat.-Nr. 275Ergebnis € 41.910 (Schätzpreis € 30.000)

 

Frankreich(?), 18. Jh. Himmelfahrt Mariens. Kat.-Nr. 264Ergebnis € 33.020 (Schätzpreis € 2.000)

 

Johann Heinrich Schönfeld. Kreuzigung Christi. Kat.-Nr. 255Ergebnis € 20.320 (Schätzpreis € 6.000)

 

Felix Ivo Leicher Die Heiligen Nikolaus und Johannes von Nepomuk vor Christus Kat.-Nr. 249Ergebnis € 15.240 (Schätzpreis € 9.000)

 

Franz Sigrist Josua lässt die Sonne stillstehen. Kat.-Nr. 247Ergebnis € 8.255 (Schätzpreis € 2.500)

 

Wilhelm Kuhnert. Hirsch in der Suhle. Kat.-Nr. 329Ergebnis € 8.890 (Schätzpreis € 5.000)

 

Carl Spitzweg Stehender Mann mit Zylinder Kat.-Nr. 192Ergebnis € 4.064 (Schätzpreis € 1.000)

 

Wilhelm von Kaulbach. Herrenporträt. Kat.-Nr. 163Ergebnis € 2.921 (Schätzpreis € 300)

 

Service. Meissen. Provenienz: Schloss Langenstein. Kat.-Nr. 20Ergebnis € 8.255 (Schätzpreis € 2.600)

 

Zwei Daubenkrüge. 18. Jh. Zinn, Holzdauben Kat.-Nr. 98Ergebnis € 5.080 (Schätzpreis € 1.200)

 

Tisch. Entwurf Richard Riemerschmid, um 1905 Kat.-Nr. 73Ergebnis € 4.191 (Schätzpreis € 300)

 

Orientalische Tänzerin (Salome) Bronze. Kat.-Nr. 66Ergebnis € 3.302 (Schätzpreis € 1.800)

 

Collier mit „Old Mine Smaragden“ u. Naturperlen. Indien, 19. Jh. Kat.-Nr. 408Ergebnis € 12.700 (Schätzpreis € 4.500)

 

Jugendstilanhänger. Paris, um 1895 Kat.-Nr. 417Ergebnis € 5.715 (Schätzpreis € 4.500)

 

Nachverkauf zu dieser Auktion bis 14. Oktober 2015Besichtigung der Objekte auf Anfrage. Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr

 

Kommende Auktionen 2015

 

29. Oktober ALTE KUNST / SONDERAUKTION.Gemälde des 18. bis 20. Jahrhunderts aus der ehemaligen Sammlung Dr. Georg Schäfer, SchweinfurtVorbesichtigung von Fr., 23. Oktober, bis Mo., 28. Oktober 2015

 

28. November MODERNE / SONDERAUKTION IM BUCHHEIM MUSEUM DER PHANTASIE, BERNRIEDExpressionistische Druckgraphik aus dem Privat-Nachlass Diethild und Lothar-Günther BuchheimVorbesichtigung in Bernried Fr., 2. Oktober, bis Do., 26. November 2015

 

1. Dezember JUBILÄUMS-AUKTION. 90 JAHRE RUDOLF NEUMEISTERVorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

 

2. Dezember AUKTION ALTE KUNSTVorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

 

3. Dezember AUKTION MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNSTVorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

 

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte anBernd Degner, Presse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.com

Pressevorbericht

Auktionen SCHMUCK und ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN am 23. September 2016

Highlights

Opulente Spitzwegofferte zum 130. Todestag des NEUMEISTER "Hauskünstlers"

Zwölf Spitzweg-Zeichnungen aus süddeutscher Privatsammlung (Schätzpreise zwischen € 600 und € 2.500) +++ Carl Spitzweg: „Berglandschaft mit Liebespaar“: Schätzpreis € 100.000 – € 120.000 +++ Anton Raphael Mengs (1724–1779): Salvator Mundi, Schätzpreis € 40.000 – € 50.000 +++ Leo von Klenze (1784 - 1864) „Ansicht des Südportals von Santa Maria Maggiore in Bergamo“, Schätzpreis € 30.000 – € 40.000

Vorbesichtigung: Donnerstag, 17., bis Montag, 21. September 2015Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Montag Abendöffnung bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 UhrAuktionsterminMittwoch 23. SeptemberALTE KUNST 15 UhrSCHMUCK ab ca. 18.30 Uhr

 

Auf den Tag genau am 130. Todestag Carl Spitzwegs (1808–1885) versteigert NEUMEISTER nicht nur zwölf Zeichnungen des Meisters aus einer süddeutschen Privatsammlung (Kat.-Nr. 185 bis 196, Schätzpreise zwischen 600 und 2.500 Euro), sondern auch das für Spitzweg groß - formatige Ölgemälde „Berglandschaft mit Liebespaar“ aus dem Jahr 1863 (Kat.-Nr. 310, Schätzung 100.000– 120.000 Euro).

 

Daneben erwartet Bieter eine echte Seltenheit aus der Hand des sächsischpolnischen Hofmalers Anton Raphael Mengs (1724–1779): der auf 40.000– 50.000 Euro geschätzte „Salvator Mundi“ (Kat.-Nr. 235), ein Gemälde, das erstmals seit mehr als 200 Jahren überhaupt wieder zu sehen ist. Es handelt sich um ein schriftlich und bildlich gut dokumentiertes Werk, das eine äußerst private Entstehungsgeschichte aufweist – hat Mengs das Gemälde doch für den Beichtvater seiner Frau Margarita Guazzi- Mengs (gest. 1778) gemalt.

 

CARL SPITZWEG (1808 – 1885) Berglandschaft mit Liebespaar, 1863 (Detail)Kat.-Nr. 310, Schätzung € 100.000 – 120.000

 

CARL SPITZWEG (1808–1885) Stehender Mann mit ZylinderKat.-Nr. 192, Schätzung € 1.000–1.200(eine von zwölf Zeichnungen, Süddt. Privatsammlung,Kat.-Nr. 185 bis 196, Schätzpreise zwischen 600 und 2.500 Euro)

 

ANTON RAPHAEL MENGS (1728–1779) Salvator Mundi Kat.-Nr. 235, € 40.000– 50.000

 

Weitere Höhepunkte dieser ersten Herbstauktion sind die „Ansicht des Südportals von Santa Maria Maggiore in Bergamo“ (links) von Leo von Klenze (1784– 1864), des Hof - architekten Ludwigs I. von Bayern und eines der bedeutendsten Vertreter des Klassizismus in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Klenze war neben seinem architektonischen Schaffen ein anerkannter Maler und Zeichner. Er reiste oft nach Italien, wovon zahlreiche Landschafts- und Architektur skizzen zeugen.Kat.-Nr. 275, Schätzung € 30.000– 40.000

 

Ebenfalls aus einer süddeutschen Privatsammlung stammen zwanzig Gemälde und Ölskizzen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, darunter die „Lustige Gesellschaft“ (um 1753/54, Abb. rechts) von Franz Anton Maulbertsch (1724–1779), des bedeutendsten Vertreters der späten österreichischen Barockmalerei.Kat.-Nr. 245, Schätzung € 15.000– 20.000

 

Zwölf Fabergé-Mokkalöffel Moskau, 1908–1917, Fedor Rückert Silber, vergoldet. Bunter ornamentaler Cloisonné- Emaildekor. Marken (Goldberg 1939, 870; G. v. Habsburg, Fabergé, München 1986, S. 330). Länge 10,8 cm. Dabei: originale Holzkassette, unter dem kaiserlichen Doppeladler kyrillisch bez. „K. Fabergé Moskau. St. Petersburg. Odessa. London.“ Fedor Rückert, geboren 1840 in Moskau, arbeitete als selbständiger Goldschmied ab 1887 auch für Fabergé. Viele seiner Emailarbeiten, erkenntlich an ihren Pastellfarben und Jugendstilthemen tragen die Marken beider Firmen.Kat.-Nr. 36, Schätzung € 20.000–22.000

 

Abendmahlskanne Lausitz (Sorau?), 1. Hälfte 17. Jh. Silber, teilvergoldet. Auf dem Boden gravierte Widmungsinschrift. Marke. Höhe 27 cm. Gewicht 1070 g. Geschenk der Anna Margaretha von Promnitz (1604–1645), geb. von Putbus, an die Kirche von Sorau.Kat.-Nr. 31, Schätzung € 18.000–24.000

 

Tapisserie Aubusson, 2. Hälfte 17. Jh. Die Entführung der Europa vor Baumlandschaft mit Schlossarchitektur. Wolle und Seide. Blumenrankenbordüre. Montiert. 275 × 405 cm.Kat.-Nr. 155, Schätzung € 9.000–10.000

 

Sechs Schokoladentassen mit Untertassen Meissen, 19. Jh. Porzellan. Goldstaffage. Auf den Tassen frontal flankiert von Blumenbuketts Goldrankenkartuschen mit bunten Ansichten von Dresden, Königstein und der Bastei. Am Boden in Schwarz betitelt. Blaue Schwertermarken. Provenienz: Schloss Langenstein.Kat.-Nr. 10, Schätzung € 2.800–3.200

 

Weibliche Wackelkopf-Pagode Meissen, Marcolini Porzellan. Farb- und Goldstaffage. Blaue Schwertermarke mit Stern, Mod.-Nr. 154. H. 16 cm.Kat.-Nr. 28, Schätzung € 3.800–4.000

 

Klappspiegel München, 1950er Jahre, Entwurf Elmar Albrecht (1915–1997) Im Paradies: Adam und Eva mit der Schlange, verschiedene Tiere im Wald, darüber eine große strahlende Sonne. Dreiteilig. Holz. Türen farbig bemalt und graviert. Z. T. gold- und silbergefasst. Abmessungen 122 × 45 cm. Elmar Albrecht kam aus der Familie des letzten Hof-Vergolders in München. Er war spezialisiert auf die Wiederherstellung alter Bemalungen in Theatern. So restaurierte er u. a. die Decken des Zuschauerraumes im Nationaltheater, im Gärtnerplatz-Theater und im Prinzregententheater sowie das Maximilianeum in München.Kat.-Nr. 69, Schätzung € 1.500–1.800

 

Die Weisheit Wien, Fa. Bergmann Eule auf einem Buch sitzend. Bronze, polychrom gefasst. Firmenstempel. Höhe 9,5 cm.Kat.-Nr. 126, Schätzung € 200–250

 

SCHMUCK Jugendstilanhänger Paris, um 1895 Gelbgold 750/- und Silber, getestet. Zahlreiche Diamantrosen und -splitter, kleine Rubine, Saphire sowie Smaragde. Zehn kleine weiße runde Naturperlen sowie eine größere Naturperle, Bahrain, in Barockform. Masse 10 × 4,3 cm. Ca. 26,75 g. Typisch für die Zeit des Jugendstil wurde das Augenmerk auf die Farbe und nicht auf die Echtheit der Steine gelegt. Dem entsprechend wurden Glassteine mit Edelsteinen kombiniert. Die Gesamtwirkung des Kunstwerkes stand im Vordergrund. Das Schmuckstück stammt aus dem Nachlass der Witwe des Schauspielers Horst Tappert.Kat.-Nr. 417, Schätzung € 4.500–4.800

 

Ein Paar Cocktail-Ohrstiftclipse mit kolumbianischen Smaragden und Diamanten USA, 1965/70er Jahre Platin 950/-, getestet. 20 Brillanten, 28 Diamanten im Baguetteschliff und 28 Diamanten im Tropfenschliff, zus. ca. 9 ct., W-TCR (H-I-J), VVS-VS-SI. 2 facettierte Smaragd tropfen, zus. ca. 9,57 ct., feine kolumbianische Farbqualität. L. 5,7 cm. Zus. ca. 23,9 g. Clipbügel mit Stiften sowie im unteren Clipbereich ein Schweifhaken als Aufhängung für die Smaragdpendilie. Diese Ohrringe sind variabel zu tragen. Im Blickpunkt steht die bläulich-grüne Farbe der Smaragde. Die Wertigkeit liegt in der Besonderheit der Gestaltung und der Edelsteine.Kat.-Nr. 451, Schätzung € 16.000–20.000

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

 

Nachverkauf zu dieser Auktion bis Ende Oktober 2015Besichtigung der Objekte auf Anfrage.Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr

 

Kommende Auktionen 201529. Oktober ALTE KUNST / SONDERAUKTION.Gemälde des 18. bis 20. Jahrhunderts aus der ehemaligen Sammlung Dr. Georg Schäfer, SchweinfurtVorbesichtigung von Fr., 23. Oktober, bis Mo., 28. Oktober 2015

 

28. November MODERNE / SONDERAUKTION IM BUCHHEIM MUSEUM, BERNRIEDExpressionistische Druckgraphik aus dem Privat-Nachlass Diethild und Lothar-Günther BuchheimVorbesichtigung in Bernried Fr., 2. Oktober, bis Do., 26. November 2015

 

1. Dezember JUBILÄUMS-AUKTION.90 JAHRE RUDOLF NEUMEISTERVorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

 

2. Dezember AUKTION ALTE KUNSTVorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

 

3. Dezember AUKTION MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNSTVorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

 

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an

 

Bernd Degner, Presse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.com

Pressenachbericht Auktion ALTE KUNST & SCHMUCK 368 vom 1. Juli 2015

Die NEUMEISTER Auktion ALTE KUNST & SCHMUCK am 1. Juli verlief bei voll besetztem Saal streckenweise sehr lebhaft und immer angeregt – sowohl in der Nachmittagsauktion als auch in den drei Sonderauktionen „Putten“, „Sammlung Gemälde Julius Seyler“ und, am Abend, „Wertvoller Schmuck“. Besonders erfreulich: 100 Prozent Verkaufsquote bei den Seyler- Gemälden und nicht minder beachtliche 80 Prozent bei den Putti.

Serienweise hervorragende Ergebnisse lieferten die Altmeister-Gemälde, traditionell eine Stärke von NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus. Als Höhepunkte sind hier zu nennen die Doppelgemälde „Heiliger Martin und Heiliger Georg.“ (Schwaben, 15. Jh., Kat.-Nr. 344, Schätzung 15.000 Euro) die ein Ergebnis von 66.040 Euro erzielten, die „Szene aus der römischen Geschichte“ mit 48.260 Euro (Frankreich oder Italien, Ende 18./Anfang 19. Jh., Kat.-Nr. 364, Schätzung 6.000 Euro) und natürlich die beiden Cranach-Porträts „Johann der Beständige von Sachsen“ aus der Hand Lucas Cranachs d.Ä. mit 69.850 Euro (Kat.-Nr. 355, Schätzung 60.000 Euro) und „Johann Friedrich der Großmütige von Sachsen“ aus der Werkstatt Lucas Cranach d.J. mit 38.100 Euro (Kat.-Nr. 356, Schätzung 30.000 Euro). Gut verkaufte sich desweiteren die „Heilige Familie mit dem Johannesknaben“ aus der Toskana, Mitte des 16. Jhs., die ihre Taxe von 5.000 Euro mehr als vervierfachen konnte und 21.590 Euro erzielte (Kat.-Nr. 346).

Bei den Gemälde des 19. Jahrhunderts, die ebenfalls stark nachgefragt wurden, wären folgende Bestergebnisse zu nennen: Hermann David Salomon Corrodis „Leo XIII. mit Kardinälen auf einer Terrasse über Rom“ mit einem Brutto resultat von 24.130 Euro (Kat.-Nr. 489, Schätzung 10.000 Euro) und „Der Dorfpolitiker“ von Hugo Kauffmann mit 13.970 Euro (Kat.-Nr. 414, Schätzung 4.000 Euro).

Im Segment Graphik konnte das mit 3.000 Euro sehr günstig geschätzte Aquarell „Schloss Biederstein“ von Franz Xaver Nachtmann durch lebhafte Nachfrage seitens Telefon- und Internetbietern stattliche 17.780 Euro erzielen (Kat.-Nr. 314), günstiger, aber mit beachtlichen Steigerungsraten verkauften sich eine seltene „Sammlung von Bühnen dekorationen“ Carl Friedrich Schinkels (Kat.-Nr. 340, Ergebnis 5.080 Euro, Schätzung 900 Euro) und Giovanni Batista Piranesis „Carcere VIII“ (Kat.-Nr. 306, Ergebnis 3.302, Schätzung 500 Euro).

Noch stärker nachgefragt wurden die Objekte bei zwei Sonderauktionen an diesem Tag: Von den „Putten aus einer süddeutschen Privatsammlung“ mit 55 Losen verkauften sich insgesamt 44 der „Fligenten Kündln“, was einer sehr guten Verkaufsquote von 80 Prozent entspricht. Besonders spekta - kuläre Ergebnisse brachten Putti von Christian Jorhan d. Ä.. Der „Weinende Putto“ verkaufte sich für 31.750 Euro (Kat-Nr. 254, Schätzung 8.000 Euro), das Jorhan zugeschriebene „Paar geflügelte Putten - köpfe“ konnte die Taxe von 5.000 Euro auf ein Ergebnis von 25.400 Euro verfünffachen (Kat-Nr. 255).

In der zweiten Sonderauktion, „Julius Seyler – Gemälde aus einer süddeutschen Firmensammlung“, konnten sämtliche Gemälde verkauft werden – eine seltene Verkaufsrate von 100 Prozent. Bei durch - weg niederen Taxen teilten eine Handvoll Bieter an den Telefonen und im Saal die Sammlung unter sich auf. Wer wollte, konnte hier (noch!) sehr günstig eine kleine Seyler-Sammlung erwerben. Bestes Ergebnis mit 3.810 Euro: „Krabbenfischer mit Pferdekarren“ (Kat.-Nr. 559, Schätzung 1.000 Euro).

Bei den Skulpturen des späten Mittelalters brachten ein Paar Leuchterengel vom Niederrhein (um 1480, Kat.-Nr. 259, Schätzung 3.000 Euro) mehr als 24.000 Euro, eine österreichische Mondsichelmadonna aus derselben Zeit erzielte mehr als 20.000 Euro (Kat.-Nr. 260, Schätzung 6.000 Euro). Ausgehend von sehr günstigen Taxen erzielte auch das Kunsthandwerk beeindruckende Ergebnisse. So unter anderem drei gläserne Pokale aus den Niederlanden des 18. Jahrhunderts, die sich, auf günstige 500 Euro taxiert, für mehr als 6.000 Euro verkauften (Kat.-Nr. 52, Ergebnis 6.350 Euro).

Schöne Ergebnisse auch beim Schmuck, der traditionell in einer Abendauktion offeriert wurde. Highlights waren hier mit einem Ergebnis von mehr als 13.000 Euro eine Brosche in Form eines Vogelnestes (England, ca. 1885/90, Kat.-Nr. 596, Ergebnis 13.335 Euro, Schätzung 7.000 Euro) sowie ein seltener Cocktailring mit Paraiba-Turmalinen und Brillanten, der 11.430 Euro brachte (Kat.-Nr. 754, Schätzung 8.500 Euro).

Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER, die die Auktion leitete: „Soll noch einer sagen, die Alte Kunst sei tot! So lebendig wie bei NEUMEISTER heute – das muss man uns erst einmal nachmachen! Super auch die hohe Beteiligung privater Bieter, auch vieler internationaler Bieter, was sich bereits bei der Vorbesichtigung abgezeichnet hatte. Interessant fand ich die „Repatriierung“ chinesischer Kunst durch chinesische Käufer. Und – sensationell natürlich unsere Ergebnisse bei den Sonderauktionen: 100 Prozent bei den Seyler-Gemälden und 80 bei den Putti. Aber stark bei Sonderauktionen war NEUMEISTER ja schon immer. Im Herbst allein kommen drei weitere! Doch dazu in Kürze mehr.”

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Nachverkauf zu dieser Auktion bis 24. Juli 2015
Besichtigung der Objekte auf Anfrage. Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr

Kommende Auktionen

23. September 2015
ALTE KUNST, ANTIQUITÄTEN & SCHMUCK
Vorbesichtigung von Do., 17., bis Mo., 21. September 2015

2. Dezember 2015
ALTE KUNST, ANTIQUITÄTEN & SCHMUCK
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

3. Dezember 2015
MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

sowie drei Sonderauktionen. Mehr dazu in Kürze.

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen
über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an
Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner(at)neumeister.com

 

Heiliger Martin und Heiliger Georg (Detail: Heiliger Georg)
Kat.-Nr. 344, Ergebnis € 66.040 (Schätzung € 15.000)

Ein Paar Leuchterengel, Niederrhein, um 1480
Kat.-Nr. 259, Ergebnis € 24.130 (Schätzung € 3.000)

Lucas Cranach d.J., Werkstatt Johann Friedrich der Großmütige von Sachsen
Kat.-Nr. 356, Ergebnis € 38.100 (Schätzung € 30.000)

Lucas Cranachs d.Ä. Johann der Beständige von Sachsen
Kat.-Nr. 355, Ergebnis € 69.850 (Schätzung € 60.000)

Heiliger Martin und Heiliger Georg. Schwaben, 15. Jh.
Kat.-Nr. 344, Ergebnis € 66.040 (Schätzung € 15.000)

Frankreich oder Italien. Szene aus der römischen Geschichte
Kat.-Nr. 364, Ergebnis € 48.260 (Schätzung € 6.000)

Toskana, Mitte 16. Jh. Heilige Familie mit dem Johannesknaben.
Kat.-Nr. 346 Ergebnis € 21.590 (Schätzung € 5.000)

Hermann David Salomon Corrodi. Leo XIII. mit Kardinälen auf einer Terrasse über Rom
Kat.-Nr. 489, Ergebnis € 24.130 (Schätzung € 10.000)

Hugo Kauffmann. Der Dorfpolitiker
Kat.-Nr. 414 Ergebnis € 13.970 (Schätzung € 4.000)

Giovanni Batista Piranesi. Carcere VIII.
Kat.-Nr. 306 Ergebnis € 3.302 (Schätzung € 500)

Franz Xaver Nachtmann. Schloss Biederstein
Kat.-Nr. 314, Ergebnis € 17.780 (Schätzung € 3.000)

Carl Friedrich Schinkel. Sammlung von Theaterdekorationen
Kat.-Nr. 340, Ergebnis € 5.080 (Schätzung € 800)

Giovanni Batista Piranesi. Carcere VIII.
Kat.-Nr. 306 Ergebnis € 3.302 (Schätzung € 500)

Christian Jorhan d.Ä.. Weinender Putto
Kat-Nr. 254, Ergebnis € 31.750 (Schätzung € 8.000)

Christian Jorhan d.Ä., zugeschr. Ein Paar geflügelte Puttenköpfe 
Kat-Nr. 255, Ergebnis € 25.400 (Schätzung € 5.000)

SONDERAUKTION Julius Seyler Krabbenfischer mit Pferdekarren.
Kat.-Nr. 559 Ergebnis € 3.810 (Schätzung € 1.000).

Mondsichelmadonna. Österreich, Ende 15. Jh.
Kat.-Nr. 260, Ergebnis € 20.320 (Schätzung € 6.000)

Drei Pokale, Niederlande 18. Jh.
Kat.-Nr. 52, Ergebnis € 6.350 (Schätzung € 500)

Brosche in Form eines Vogelnestes. England, ca. 1885/90
Kat.-Nr. 596, Ergebnis € 13.335 (Schätzung € 7.000)

Cocktailring mit Paraiba-Turmalinen und Brillanten
Kat.-Nr. 754, Ergebnis € 11.430 (Schätzung € 8.500)

Pressenachbericht Auktion MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST M57 vom 11. Juni 2015

Die NEUMEISTER Auktion MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST vom 11. Juni verlief bei voll besetztem Saal in angeregter Stimmung – sowohl in der Nachmittagsauktion als auch in der Auktion „Ausgewählte Werke“ um 17 Uhr. Viele Kunstwerke konnten ihre Taxe vervielfachen, zwei davon konnten den Schätzwert verzehnfachen.

Mit einem Ergebnis € 190.500 ist Kurt Schwitters’ Werk „MZ.RE“ (Kat.-Nr. 241, Schätzung € 80.000) sicher als das bedeutendste der zahlreichen Auktionshighlights zu werten – Resultat heftigen Wettbietens zwischen Telefon, Internet und Saal. Weitere sehr erfolgreiche Ergebnisse waren eine sensible Francis-Bacon-Studie des wichtigsten irischen Künstlers Louis Le Brocquy aus dem Jahr 1985, die die Schätzung von € 20.000 in ein stattliches Ergebnis von € 82.550 vervierfachen konnte (Kat.-Nr. 208), das „Interieur fer“ von Johann Georg Müller mit € 63.500 (Kat.-Nr. 234, Schätzung 25.000) sowie ein Werk von Max Ernst mit € 35.560 (Kat.-Nr. 215, Schätzung € 25.000).

Intensiv geboten wurde ebenfalls für Gemälde von Georg Baselitz (Ohne Titel. 1984. Kat.-Nr. 206; Ergebnis € 29.210, Schätzung € 12.000), Helmut Zimmermann (Ohne Titel. 1985. Kat.-Nr. 245; Ergebnis € 22.860, Schätzung € 8.000) und Samuel Bak („L’Echo des Mémoires (D’après Dürer)“. Kat.-Nr. 201; Ergebnis € 21.590, Schätzung € 4.000), die alle ein Mehrfaches ihres jeweiligen Schätzpreises erzielten.

Heftig umworben im Saal sowie an den Telefonen und im Netz wurden die Werke von Ernst Ludwig Kirchner („Selbstkontrolle“. 1928. Kat.-Nr. 50; Ergebnis € 19.050, Schätzung € 10.000), Giorgio Morandi. (Natura morta. 1961. Kat.-Nr. 141; Ergebnis € 14.605, Schätzung € 3.000), Wassily Kandinsky („Kleine Welten V“. 1922. Kat.-Nr. 220; Ergebnis € 13.970, Schätzung € 6.500) sowie „Kerze I“, eine Lithographie Gerhard Richters aus dem Jahr 1988 (Kat.-Nr. 238; Ergebnis € 13.335, Schätzung € 6.000).

Eher niedrig taxiert, dafür umso erfolgreicher im Ergebnis waren zwei Werke, die ihre Taxen mehr als verzehnfachen konnten: Oskar Coesters „Der betrunkene Hüter“ (Kat.-Nr. 26; Ergebnis € 21.590, Schätzung € 2.000) und Hans Bellmers „St. Cyr“ aus dem Jahr 1965 (Kat.-Nr. 92), das von geschätzten € 800 ausgehend nach starkem Bieten und Gegenbieten aus Saal und an den Telefonen ein sehr ansehnliches Ergebnis von € 12.700 erbrachte. Mit Ergebnissen von um die € 10.000 konnten zwei ebenfalls günstig geschätzte Werke für ihre jeweiligen Einlieferer sehr gut verkauft werden: Josef Scharls „Junge Frau mit Dekolleté“ von 1946 (Kat.-Nr. 239; Ergebnis € 11.430, Schätzung € 4.000) und „Spätsommerlicher Waldweg“ von Maria Caspar-Filser (Kat.-Nr. 22; Ergebnis € 8.509, Schätzung € 2.000).

Beeindruckend auch die Ergebnisse der aufgerufenen Skulpturen. Hier zeichneten sich vor allem zwei Bronzeskulpturen aus: „Kreuz V“ von Fritz Koenig, mit einem Ergebnis von € 24.130 (Kat.-Nr. 223, Schätzung € 10.000) sowie „Mädchen mit Spiegel“ von Hans Wimmer (Kat.-Nr. 74, Schätzung € 1.800).

Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER, die die Auktion leitete: „Es war heute eine besondere Stimmung im Saal. Vor allem freut mich, dass unsere Auktionen MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST zunehmend neue Leute in den Saal bringen, junges Publikum, das auch bereit ist, intensiv mitzubieten. Hier hat NEUMEISTER, denke ich, eine echte Trendwende vollzogen, die sich übrigens auch bei unseren Auktionen ALTE KUNST, ANTIQUITÄTEN & SCHMUCK abzeichnet. Überhaupt war heute das Saalinteresse generell sehr hoch, was zusammen mit den Online- und den Telefonbietern zu streckenweise zu hoch motivierten Bietdynamiken führte. Kurz: viele starke Ergebnisse, die die Premiumposition von NEUMEISTER auf dem deutschen Markt weiter festigen.”

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin gefuhrt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen von internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den fuhrenden Auktionshäusern Deutschlands.

Nachverkauf zu dieser Auktion bis 3. Juli 2015
Besichtigung der Objekte auf Anfrage.
Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an
Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner(at)neumeister.com

Kommende Auktionen
23. September 2015: ALTE KUNST, ANTIQUITÄTEN & SCHMUCK
Vorbesichtigung von Do., 17., bis Mo., 21. September 2015

2. Dezember 2015: ALTE KUNST, ANTIQUITÄTEN & SCHMUCK
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

3. Dezember 2015: MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

KURT SCHWITTERS MZ.RE. 1923/27
Kat.-Nr. 241 Ergebnis € 190.500 (Schätzung € 80.000)

3/10 LOUIS LE BROCQUY Francis Bacon (Studie). 1985
Kat.-Nr. 208 Ergebnis € 82.550 (Schätzung € 20.000)

JOHANN GEORG MÜLLER Interieur fer. 1967
Kat.-Nr. 234 Ergebnis € 63.500 (Schätzung € 25.000)

MAX ERNST Ohne Titel. 1968 Kat.-Nr. 215
Ergebnis € 35.560 (Schätzung € 25.000)

GEORG BASELITZ Ohne Titel. 1984
Kat.-Nr. 206, Ergebnis € 29.210 (Schätzung € 12.000)

FRITZ KOENIG. Kreuz V. 1966
Kat.-Nr. 223, Ergebnis € 24.130 (Schätzung € 10.000)

HELMUT ZIMMERMANN Ohne Titel. 1985.
Kat.-Nr. 245 Ergebnis € 22.860 (Schätzung € 8.000)

SAMUEL BAK „L’Echo des Mémoires (D’après Dürer)“
Kat.-Nr. 201, Ergebnis € 21.590 (Schätzung € 4.000)

HANS BELLMER „St. Cyr“. 1965.
Kat.-Nr. 92 Ergebnis € 12.700 (Schätzung € 800)

OSKAR COESTER „Der betrunkene Hüter“ 
Kat.-Nr. 26 Ergebnis € 21.590 (Schätzung € 2.000)

ERNST LUDWIG KIRCHNER „Selbstkontrolle“. 1928. 
Kat.-Nr. 50 Ergebnis € 19.050 (Schätzung € 10.000)

GIORGIO MORANDI Natura morta. 1961.
Kat.-Nr. 141 Ergebnis € 14.605 (Schätzung € 3.000)

WASSILY KANDINSKY Kleine Welten V. 1922.
Kat.-Nr. 220 Ergebnis € 13.970 (Schätzung € 6.500)

GERHARD RICHTER Kerze I. 1988.
Kat.-Nr. 238 Ergebnis € 13.335 (Schätzung € 6.000)

JOSEF SCHARL Junge Frau mit Dekolleté. 1946. 
Kat.-Nr. 239 Ergebnis € 11.430 (Schätzung € 4.000)

MARIA CASPAR-FILSERS Spätsommerlicher Waldweg.
Kat.-Nr. 22 Ergebnis € 8.509 (Schätzung € 2.000)

NATALJIA GONTCHAROVA Ohne Titel. 1912
Kat.-Nr. 36 Ergebnis € 6.985 (Schätzung € 2.000)

HANS WIMMER Mädchen mit Spiegel. Bronze.
Kat.-Nr. 74 Ergebnis € 3.400 (Schätzung € 1.800)

SERGE POLIAKOFF Komposition in Orange und Rot. 1966
Kat.-Nr. 147 Ergebnis € 4.826 (Schätzung € 1.000)

ALBERT BIRKLE Der Liebesgarten. 1981.
Kat.-Nr. 19 Ergebnis € 3.556 (Schätzung € 1.200)

LEO ERB Ohne Titel. 1995.
Kat.-Nr. 109 Ergebnis € 2.794 (Schätzung € 800)

Pressevorbericht ALTE KUNST & SCHMUCK 368 am 1. Juli 2015

Vorbesichtigung: Donnerstag, 25., bis Montag, 29. Juni 2015
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr
NEU: Montag Abendöffnung bis 20.00 Uhr

Auktionstermin
Mittwoch 1. Juli
ALTE KUNST 14 Uhr
SCHMUCK ab ca. 18.30 Uhr

Ansichten ändern sich. Der Qualitätsanspruch steigt.

500 Jahre Lucas Cranach – da zeichnet es sich ab, dass die Stars der Auktion ALTE KUNST am 1. Juli (u.a.) die zwei Cranach-Porträts sein könnten: Eines aus der Hand Lucas Cranachs d.Ä. und seiner Werkstatt (Kurfürst Johann der Beständige von Sachsen, Kat.-Nr. 355, Schätzung € 60.000– 80.000), das andere aus der Werkstatt seines Sohnes Lucas Cranach d.J. (Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige von Sachsen, Kat.-Nr. 356, Schätzung € 30.000–40.000). In derselben Qualitätsliga spielt das Selbstporträt Johann Heinrich Tischbeins d.Ä. (Kat.-Nr. 360, Schätzung € 20.000– 25.000).

Johann Heinrich Tischbein d.Ä. (1722 – 1789). Selbstporträt des Künstlers (Detail).
Kat.-Nr. 360, Schätzung € 20.000 – 25.000

Weitere Höhepunkte sind eine Ver kündi gungs szene aus Umbrien in der Art des Fra Angelico (Kat.-Nr. 343, Schätzung € 13.000–15.000) sowie ein Hl. Martin und ein Hl. Georg (Kat.-Nr. 344, Schätzung € 15.000– 20.000) aus dem Schwaben des ausgehenden 15. Jahrhunderts.

Günstig taxiert und in der Genese ungemein spannend ist die im klassizistischen Stil gehaltene „Szene aus der römischen Geschichte“ (Ende 18., Beginn 19. Jh. Kat.-Nr. 364, Schätzung € 6.000– 8.000).
Die Malerei des 19. Jahrhunderts ist vertreten mit einem außergewöhnlichen Werk Hermann David Salomon Corrodis („Papst Leo XIII. mit Kardinälen auf einer Terrasse über Rom“. Kat.-Nr. 489, Schätzung € 10.000–15.000), einem „Winterlichen Klostergang der Nonnen“ von Carl Friedrich Lessing (Kat.-Nr. 386, Schätzung € 10.000–12.000) sowie 49 Werken des Malers Julius Seyler aus einer Süddeutschen Firmensammlung (Kat.-Nr. 528–576).
In einer Sonderauktion mit knapp 50 Putti bietet NEUMEISTER unter anderem reizvolle Exemplare aus der Werkstatt Ignaz Günthers und Joseph Anton Feuchtmayers (Kat.-Nr. 202–257).
Raritäten auch beim Kunsthandwerk: Offeriert werden unter anderem zwei qualitätvoll und detailliert gearbeitete Bettel - musikanten aus Nussbaum und Elfenbein (Kat.-Nr. 275, Schätzung € 3.000– 3.500), die jede Kunst kammer schmücken sowie eine Mondsichelmadonna aus Linden holz (Österreich, Ende 15. Jh., Kat.-Nr. 260, Schätzung € 6.000– 8.000) und ein farbenfroher venezianischer Spiegel rahmen aus Majolika (19. Jh., Kat.-Nr. 19, Schätzung € 3.000– 3.500).

Glänzend wie immer bei NEUMEISTER: das Schmuckangebot, das in der Abendauktion ab ca. 18.30 Uhr versteigert wird. Hervorzuheben sind hier eine Brosche in Form eines Nestes mit Vögeln (Diamant-,Rubin- und Smaragdrosen, Karneol und Achat. Kat.-Nr. 596, Schätzung € 7.000– 10.000) sowie ein Paar Ohrclips mit Orientperlen und Diamanten (Kat.-Nr. 678, Schätzung € 26.000– 30.000).

Einer von zwei geflügelten Puttenköpfen
Joseph Anton Feuchtmayer (getauft 1696 Linz–1770 Mimmenhausen), Umkreis, um 1760 Kat.-Nr. 250, Schätzung € 3.000–4.000

HIGHLIGHTS GEMÄLDE, SKULPTUR, KUNSTHANDWERK

LUCAS CRANACH D.Ä. (1472 Kronach– 1553 Weimar) und Werkstatt, wohl um 1532/33 Kurfürst Johann der Beständige von Sachsen (1468–1532) Kat.-Nr. 355, Schätzung € 60.000–80.000 Lucas Cranach war 1504 vom sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen zum Hofmaler ernannt worden, 1505 eröffnete er seine Werkstatt in der Residenzstadt Wittenberg. Bis zu seinem Tode diente der Künstler auch den beiden nachfolgenden sächsischen Kurfürsten Johann dem Beständigen und Johann Friedrich dem Großmütigen (vgl. Kat.-Nr. 356). Vor allem im Auftrag des Letzteren schufen Cranach und seine Werkstatt eine große Zahl von Bildnissen der sächsischen Kurfürsten, meist in kleinem Format und vom Auftraggeber zur Beförderung seiner politischen Vorhaben eingesetzt.
Michael Hofbauer vergleicht den vorliegenden Darstellungstypus mit einem Porträt des Kurfürsten im Statens Museum for Kunst, Kopenhagen (Inv.-Nr. KMSsp729), das ehemals den linken Flügel eines Kurfürsten-Triptychons bildete. Der mit Stickerei in Kreuzschraffur versehene Kragen lässt sich wiederum auf einem kleinformatigen Gemälde nachweisen, das am 20. März 1934 bei Artaria und Compagnie in Wien angeboten wurde (Kat.-Nr. 7). Hofbauer betont in seiner Stellungnahme, dass auf keinem der zur Zeit bekannten 58 Porträts des Kurfürsten die auffallende Gliederkette wiedergegeben ist, die sich jedoch auf Darstellungen dessen Sohnes, Johann Friedrich, ab 1531 regelmäßig nachweisen lässt. Der Ring mit dem blauen Stein findet sich nach dem Tode Johanns des Beständigen ab 1532 ebenfalls immer wieder auf Bildnissen dessen Sohnes.
Gunnar Heydenreich schlägt in seinem Untersuchungsbericht eine Datierung um 1530 vor. Brustbild nach rechts mit Barett und pelzverbrämter Schaube. Mit der Linken den Pelzkragen haltend, am Zeigefinger dieser Hand trägt er den Kurfürstenring. L.o. Reste einer Bezeichnung mit der geflügelten Schlange und einer Datierung „15[...]0“. Öl auf Buchenholz. 66,2 × 48,8 cm. Rahmen.

LUCAS CRANACH D.J. (1515 Wittenberg– 1586 Weimar), WerkstattKurfürst Johann Friedrich der Großmütige von Sachsen (1503–1554) Kat.-Nr. 356, Schätzung € 30.000–40.000 Kurfürst Johann Friedrich setzte sich bereits früh für die Reformation ein und war schon als Kurprinz im Auftrag seines Vaters in Verhandlungen mit dem Kaiser und den Reichsständen auf evangelischer Seite tätig. Er widmete sich nach seinem Amtsantritt im Jahre 1532 verstärkt dem Ausbau der evangelischen Landeskirche. 1548 richtete er in Jena ein Akademisches Gymnasium zur Theologenausbildung ein, das 1557 in den Rang einer Universität erhoben wurde.
Johann Friedrich – ein früher Anhänger der Lehren Martin Luthers – gilt als großer Gönner des Reformators.
Das vorliegende Bildnis greift einen Porträttypus auf, der von Lucas Cranach d.Ä. in den 30er Jahren entwickelt wurde. Außer mit der Darstellung Johann Friedrichs als Kurprinz (1531) des Pariser Louvre ist das vorliegende Porträt eng verwandt mit dem Berliner Bildnis des Kurfürsten (um 1532– 35; Gemäldegalerie Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz). Sehr nahe steht es auch einem ehemals (1932) in der Berliner Galerie van Diemen angebotenen und 2006 bei Christie’s London versteigerten Porträt des Kurfürsten (um 1535; vgl. Auktion Christie’s, London, 6. Juli 2006, Kat.-Nr. 66). Brustbild nach rechts mit federgeschmücktem Barett und pelzverbrämter Schaube. Die Hände übereinander gelegt. L. M. mit der geflügelten Schlange bezeichnet. Öl auf Holz. 64 × 48,5 cm. Min. besch. Rest. Rahmen.

JOHANN HEINRICH TISCHBEIN D.Ä. (1722 Haina– 1789 Kassel)Selbstporträt des Künstlers Kat.-Nr. 360, Schätzung € 20.000–25.000Johann Heinrich Tischbein d.Ä., der „Kasseler Tischbein“, zählt zu den talentiertesten und einflussreichsten Mitgliedern der großen Künstlerfamilie Tischbein. Kassel verdankt seine Bedeutung als Kunstzentrum von überregionaler Bedeutung nicht zuletzt auch seinem Wirken.
Im vorliegenden Selbstbildnis des Künstlers werden die Charaktereigenschaften Tischbeins exemplarisch deutlich: „Ruhe und inneres Bewußtsein war der herrschende Charakter seines Angesichts. Ein gewisser tief in sich gekehrter Sinn, der sich besonders auf der gefurchten Stirne und im suchenden Auge äußerte, gab seiner Physiognomie ein ganz eigenes Ge - präge von Nachdenken und Ernst [...]“ (J. F. Engelschall, 1797). Um 1770/75. Brustbild nach rechts in pelzverbrämtem mausgrauen Rock und mit roter Weste. Öl auf Lwd. 66,3 × 55,5 cm. Doubliert. Rahmen.

FRANKREICH o. ITALIEN, Ende 18./Anfang 19. Jh. Szene aus der römischen Geschichte Kat.-Nr. 346, Schätzung € 6.000–8.000 Ein Kaiser (Nero?) im Gespräch mit seinem Berater. Rechts steht die Kaiserin, einen Kelch in der rechten Hand haltend, aus dem der am Boden liegende Hund offenbar Gift getrunken hat.
Das an der Mauer im Hintergrund ange brachte Relief kann als Relieffragment aus der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. identifiziert werden. Es stellt ein sog. Suowetaurilia-Opfer dar (Opferung eines Schweines, eines Schafes und eines Stiers zu Ehren des Kriegsgottes Mars). Dieses befand sich bis 1797 in der Sammlung Grimani, Venedig, seit 1798 ist es Bestandteil der Sammlungen des Louvre, Paris. (MA 1096 – Inv. MR 852). Öl auf Lwd. 142 × 160 cm. Doubliert. Rahmen.

SIMON DE VLIEGER (um 1600 Rotterdam– 1653 Weesp) Fischverkauf am Strand von Scheveningen Kat.-Nr. 370, Schätzung € 60.000–80.000 Simon de Vlieger, Schüler Jan Porcellis’ und Lehrer Wilhelm van de Veldes, malte bevorzugt ruhige oder wenig bewegte Seelandschaften. Charakteristisch für seine seltenen Strand- und Dünendarstellungen (Jan Kelch listet lediglich zwanzig dieser Gemälde auf) ist eine bis weit in den Hintergrund reichende, in Gruppen verteilte Figurenstaffage. Simon de Vlieger war ein Meister in der eindrucksvollen Illusion landschaftlicher Weite wie Tiefe. Eng verwandt mit der vorliegenden Darstellung ist de Vliegers ein Jahr später – 1633 – entstandenes Gemälde im National Maritime Museum, Greenwich (London), darstellend ebenfalls Fischverkäufer am Strand von Scheveningen (Kelch, WVZ-Nr. 91). R.u. (auf dem Rundholz) signiert und 1632 datiert. Öl auf Holz. 70 × 113 cm. Parkettiert. Rahmen.

JOHANN NEPOMUK RAUCH (1804 Wien–1847 Rom) Russisches Bauernpaar mit Vieh am Brunnen Kat.-Nr. 425, Schätzung € 30.000–32.000 Im Hintergrund ein Dorf mit orthodoxer Kirche. Johann Nepomuk Rauch verbrachte nach seinem Studium an der Wiener Akademie wenige Jahre in Florenz (1829/31), danach hielt er sich für zehn Jahre in Moskau auf. In Russland erhielt er Aufträge für Aquarelle und Gemälde unter anderem von Fürst Golitsyn und Graf Panin.

FRANZ DE PAULA FERG (1689 Wien–1740 London) Landleute in südlicher Ruinenlandschaft Kat.-Nr. 365, Schätzung € 18.000–20.000Franz de Paula Ferg verließ nach dem Unterricht u.a. bei seinem Vater Adam Pankratz Ferg und beim Landschaftsmaler Joseph Orient im Jahre 1718 seine Geburtsstadt, hielt sich für kurze Zeit in Franken auf, bevor er in Leipzig auf den sächsischen Land - schaftsmaler Johann Alexander Thiele traf. 1720 reiste der Künstler über Braunschweig und Salzdahlum nach London, wo er bis zu seinem Lebensende wirken sollte. Seine bukolisch-idyllischen Dar stellun gen südlicher Landschaften waren bei Sammlern höchst begehrt.

OTTO GEBLER (1838 Dresden– 1917 München) „Kunstkritiker im Stalle“ Kat.-Nr. 435, Schätzung € 20.000–25.000 Schafe umringen den Malkasten des Künstlers, in dessen Deckel ein „Porträt“ eines Schafes montiert ist. Ein schwarzer Pudel verfolgt kritisch das Geschehen. Otto Gebler zählt zu den renommiertesten deutschen Tiermalern des 19. Jahrhunderts. Wenngleich der Künstler sein Studium an der Münchener Akademie ab 1858 in der Klasse Karl Theodor von Pilotys absolvierte, übernahm er doch von seinem Lehrer ausschließlich die Malweise, nicht aber dessen bevorzugte historischen Sujets. Stattdessen verlegte sich Otto Gebler erfolgreich auf das Fach der Tiermalerei. Seine Gemälde zeichnen sich in der Regel durch eine deutliche humoristische Komponente aus, es gelingt dem Künstler, den Tieren individuelle Züge zu verleihen. Die „Kunstkritiker“, die das Bildnis eines sich in seiner Rolle als Modell offenbar durchaus selbst gefallenden Schafes zu diskutieren scheinen, stellen hierfür ein beredtes Zeugnis dar.

Mondsichelmadonna Österreich, Ende 15. Jh. Kat.-Nr. 260, Schätzung € 6.000– 8.000 Über Mondsichel mit Gesicht auf runder Plinthe stehend, auf dem rechten Arm das Kind, das dem Betrachter die Weintraube vorweist und mit der Linken den Hals der Mutter umfasst. In ausladenden, tief hinterschnittenen Schüsselfalten um den Körper gezogener Mantel über dem eng anliegenden, unter der Brust gegürtetem Kleid.

Spiegelrahmen Venetien, 19. Jh. Majolika auf Holz montiert. Kat.-Nr. 19, Schätzung € 3.500– 3.800

Zwei Bettelmusikanten Süddeutsch, Mitte 18. Jh. Simon Troger (1683 Abfaltersbach–1768 München), Umkreis Kat.-Nr. 275, Schätzung € 3.000–3.500 In zerlumpter Kleidung auf Terrainsockel stehend, in den Händen eine Geige bzw. einen Triangel. Die qualitätvolldetaillierte Ausarbeitung von Gesichtern oder Händen lässt eine Entstehung der Kombinationsfiguren im Umkreis des Osttiroler, in München-Haidhausen arbeitenden Bildhauers Simon Troger vermuten.

HIGHLIGHTS SCHMUCK

Vorbesichtigung 25. bis 29. Juni 2015
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr
NEU: Montag Abendöffnung bis 20.00 Uhr

Ein Paar Ohrclipgehänge mit „Orientperlen“ und Diamanten, Schweden, 1960 bis 1970er Jahre Kat.-Nr. 678, Schätzung € 26.000–30.000Schauseitig sind die Naturperlen angebohrt und als bewegliche Pendilie mit dem verzierten Top verbunden. Rückseitige Clipmontur.

Brosche in Form eines Vogelnestes mit Singvögeln, wohl England, Naturalismus, um 1885/90 Kat.-Nr. 596, Taxe € 7.000–10.000 Schauseitig besteht das Nest aus zartem Golddraht. Die Perlen sind mit dem Nest verstiftet. Die Vögel sind plastisch herausgearbeitet sowie rückseitig auf eine glatte Goldplatte gesetzt.

Armband mit Diamanten und Lapis Lazuli, Deutschland, Art Decó, um 1920 Kat.-Nr. 607, Schätzung € 9.500–10.000

Anhänger mit einem rosa Turmalin, einem Rubellit und Diamanten, Deutschland Kat.-Nr. 661, Schätzung € 6.000–8.000

Brosche mit Smaragden, Diamanten, Rubine und Saphiren, Russland, um 1860 Kat.-Nr. 577, Schätzung € 8.500–9.500

Geflügelter Puttenkopf IGNAZ GÜNTHER (1725 Altmannstein–1775 München), Werkstatt, um 1760 Kat.-Nr. 242, € 8.000–10.000

Geflügelter Puttenkopf IGNAZ GÜNTHER (1725 Altmannstein–1775 München), Werkstatt, um 1760 Kat.-Nr. 243, € 8.000–12.000

Ein Paar geflügelte Puttenköpfe JOSEPH ANTON FEUCHTMAYER (getauft 1696 Linz–1770 Mimmenhausen), Umkreis, um 1760 Kat.-Nr. 250, € 3.000–4.000

GEMÄLDE 15. BIS 18. JAHRHUNDERT

Schwäbisch, Ende 15. Jh. Der Hl. Martin mit dem Bettler – Der Hl. Georg tötet den Drachen Kat.-Nr. 344, € 15.000–20.000

Umbrien (Art des Fra Angelico, um 1395/1400 bei Vicchio–1455 Rom), 15. Jh. Verkündigungsszene Kat.-Nr. 343, € 13.000–15.000

Toskana, Mitte 16. Jh. Heilige Familie mit dem Johannesknaben Kat.-Nr. 346, € 5.000–6.000

GEMÄLDE 19. BIS 20. JAHRHUNDERT

CARL FRIEDRICH LESSING (1808 Breslau–1880 Karlsruhe) Winterlicher Klostergang mit Nonnen Kat.-Nr. 386, € 10.000–12.000

HERMANN DAVID SALOMON CORRODI (1844 Frascati– 1905 Rom) Papst Leo XIII. mit Kardinälen auf einer Terrasse über Rom Kat.-Nr. 489, € 10.000–15.000

ADOLF EBERLE (1843 München– 1914 ebenda) Der erste Jagderfolg Kat.-Nr. 419, € 4.000–6.000

JOHANN HAMZA (1850 Teltsch/Mähren– 1927 Wien) Der Vorleser Kat.-Nr. 511, € 4.000–6.000

JULIUS SEYLER (1873 München–1955 ebenda) Frau mit Flügelhaube Kat.-Nr. 528, Schätzung € 1.000–1.200

JULIUS SEYLER (1873 München– 1955 ebenda) Krabbenfischer mit zweispännigen Pferdekarren Kat.-Nr. 559, Schätzung € 1.000–1.200

SKULPTUR Ein Paar Leuchterengel Niederrhein, um 1480 Kat.-Nr. 259, € 3.000–4.000

EINRICHTUNG Drei Wandpaneele Wohl Frankreich, 18./19. Jh. Kat.-Nr. 293, € 10.000–12.000

GRAPHIK FRANZ XAVER NACHTMANN (1799 Obermais– 1846 München) Schloss Biederstein Kat.-Nr. 314, Schätzung € 3.000–4.000 L.u. signiert. Auf dem Untersatz bezeichnet „Biederstein“ und 1832 datiert. Aquarell, partiell weiß gehöht, über Spuren von Bleistift auf Papier. 19 × 26 cm. Montiert. Min. Oxidations - spuren im Bleiweiß. Rahmen. 1803 erwarb Kurfürst Maximilian IV. Joseph von Bayern (ab 1806 als König Maximilian I. Joseph) das alte Schloss Biederstein und schenkte es seiner Gemahlin Karoline Friederike (1776 Karlsruhe– 1841 München) als Landhaus. Nach dem Tode des Königs im Jahre 1825 bezog Königin Karoline die Schlossanlage als Witwensitz. Von 1826 bis 1830 erfolgte der Bau des dargestellten neuen Schlosses Biederstein nach Plänen Leo von Klenzes. Bei den beiden Damen im Vordergrund könnte es sich um Königin Karoline mit einer Begleiterin handeln.

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Nachverkauf zu dieser Auktion bis Ende Juli 2015
Besichtigung der Objekte auf Anfrage.
Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr

 

Kommende Auktionen 2015
23. September ALTE KUNST & SCHMUCK
Vorbesichtigung von Do., 17., bis Mo., 21. September 2015
2. Dezember ALTE KUNST & SCHMUCK
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015
3. Dezember MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an
Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner@neumeister.com

Pressevorbericht MODERNE 57 am 11. Juni 2015

Vorbesichtigung: 5. bis 9. Juni 2015
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Wochenende 11 bis 17 Uhr
Abendbesichtigung: Montag 8. Juni, bis 20 Uhr

Auktionszeiten
MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST ab 15 Uhr
AUSGEWÄHLTE WERKE ab ca. 17 Uhr

ANSICHTEN ÄNDERN SICH. DER QUALITÄTSANSPRUCH STEIGT.

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus geht in diese erste Auktion MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST 2015 mit vielen großen Namen und drei echten Raritäten mit Rufpreisen um je 100.000 Euro: einer überlebens grossen Hand, ehemals Sammlung Ernst Sachs München, von César Baldaccini, einem farbintensiven Vasarély sowie einer kleinformatigen Papiercollage von Kurt Schwitters – letztere häufig ausgestellt, bestens dokumentiert sowie von erstklassiger Provenienz. Eine feine Sammlung kleiner Metallplastiken des international renommierten Bildhauers Fritz Koenig sowie Werke von Baselitz, Dix, Heckel, Richter, Lüpertz, Kandinsky, Kollwitz und weiteren namhaften Künstlern runden das Angebot dieser Auktion ab.

CÉSAR BALDACCINI. Main (Hand).
1968 Kat.-Nr. 205, Schätzung € 100.000– 150.000

Orangefarbener Polyester, ca. 50 × 180 × 80 cm
Am Handgelenk auf der Innenseite signiert und datiert „César 1968“.
Stellenweise restauriert. Werkverzeichnis Vgl. WVZ Durand-Ruel Nr. 116

Auf einem Foto von 1968 sitzt Gunter Sachs (1932– 2011) mit seiner frisch angetrauten Frau Mirja auf einer flokatibezogenen Sitzgruppe in Form einer Schafherde. Das medienwirksame Arrangement entstand im Turmzimmer des Palace-Hotels in St. Moritz, das der Playboy, Industriellensohn und ambitionierte Kunstsammler erworben hatte, um es zu einem Art-Happening der Sixties zu gestalten. Dazu trugen die Werke zahlreicher Künstler bei, die die Kunst der 1960er Jahre revolutioniert hatten, indem sie ihre Motive unmittelbar aus der a lltäglichen Lebenswelt hernahmen. Gunter Sachs hatte schon früh das Potenzial der plakativ-bunten Pop Art erkannt und umgab sich im 200 qm großen Tower-Apartment nicht nur mit den Schafen von Francois-Xavier Lalanne, sondern auch mit den Möbel - skulpturen von Allen Jones, den Marilyn-Porträts von Andy Warhol sowie den Akten von Tom Wesselmann. Der Neuinszenierung der Realität in der Kunst entsprach sein Konzept vom privaten Wohnraum, in dem sich Leben und Gegenwartskunst zwanglos verbinden. Auf dem Foto vom legendären Turmzimmer sieht man im Hintergrund auch „Die Hand“ vor einer weißen Sitz - gruppe platziert. Sie stammt von dem französischen Künstler César (1921–1998), der als Vertreter der europäi schen Pop Art und Mitglied der Künstlergruppe „Nouveaux Réalistes“ neben Yves Klein, Arman und Jean Tinguely berühmt geworden war. 1956 vertrat er Frankreich auf der Biennale in Venedig mit figurativen Skulpturen aus Altmetall. Auf den Documenta-Ausstellungen von 1959 und 1964 in Kassel präsentierte er „Kompressionen“ aus zerquetschten Autowracks, die der Verbindung von Realität und Kunst eine eigene Note gaben. Trotz oder wegen des Skandalfaktors avancierte der Künstler zum Liebling der mondänen Pariser Gesellschaft, man übertrug ihm die Gestaltung des gleichnamigen Filmpreises und er gehörte zum engen Kreis der mit Gunter Sachs befreundeten Künstler, der mit mehreren Werken in seiner Sammlung vertreten ist. Angeregt durch eine Gruppenausstellung in der Galerie Claude Bernard in Paris zum Thema „Die Hand“ entwickelte der Bildhauer und Objektkünstler ab 1965 eine Reihe von monumental vergrößerten menschlichen Körperteilen: Sein „Daumen“ in allen erdenklichen Materialien, Farben und Größen geriet auf der Documenta 1968 und als Kunst im öffentlichen Raum zum Hingucker und wurde – neben der weiblichen „Brust“ (1966) und der „Hand“ (1968) – zu Césars Markenzeichen. Die Hand schlägt den Bogen von Auguste Rodins Körperfragmenten bis zur Popkultur der 1960er Jahre und verkörpert die Verbindung von High and Low. Die Vergrößerung spielt mit der Wechselwirkung von Hyperrealismus und Abstraktion, von Feinheit und Wucht. Darüber hinaus eröffnet die nach oben offene, rechte Hand ein breites Spektrum von symbolischer Bedeutung: Sie gilt als Zeichen für die Macht Gottes ebenso wie für das künstlerische Schaffen, sie steht für Demut, Offenheit und Freundschaft und wird auch als Sinnbild des Schicksals gesehen.

VICTOR VASARELY.
Gestalt – Ville. 1969
Kat.-Nr. 242, Schätzung € 80.000– 100.000

Öl auf Leinwand, 170 × 210 cm
Der seit 1930 in Frankreich lebende Ungar Victor Vasarely gilt als Begründer der Op Art, die 1965 mit einer großen Ausstellung im Museum of Modern Art in New York ihren Höhepunkt erreichte. Grundlage für seine vom russischen Konstruktivismus angeregten geometrischen Bilder war die analytische Auseinandersetzung mit Formen und Farben. Seiner Überzeugung folgend, dass beide eine untrennbare Einheit bilden, eröffneten sich ihm in der Variation der Grundformen Rhombus, 3/14 Dreieck, Kreis oder Ellipse im Raster des Quadrats unbegrenzte Kombinationsmöglichkeiten, die er durch eine Palette leuchtender Farben erweiterte. Vasarely etablierte sich in den 1960er Jahren als einer der stilbildenden und gefeierten Künstler der französischen Avantgarde, an den sich der Kunsthistoriker Werner Spies erinnert: „Niemand kann sich wohl heute noch eine Vorstellung von dem Ruhm, der überwältigenden Wirkung und der omnipotenten Präsenz dieses redegewaltigen, distinguierten Künstlers machen. In seinem großen, wie ein Laboratorium organisierten Atelier in Annet-sur-Marne gaben sich die illustren Besucher die Türklinke in die Hand. Hier kam es zu aufregenden Diskussionen, zu denen Mathematiker, Physiker, Ärzte, Politiker und Verhaltensforscher mehr beisteuerten als die Exegeten der Kunst.“ „Gestalt – Ville“ ist aus einzelnen geometrischen Feldern zusammengesetzt. Den Ausgangspunkt bilden Quadrate, die in der perspektivischen Verkürzung zu Rechteck und Rhombus verzerrt werden. Die Summe der Einzelformen fügt sich – im Kontrast von nuancierten Blau- und Rottönen, im Wechsel von Hell und Dunkel, Licht und Schatten – zur Gestalt von mehreren kubischen Formen. Sie führen in paralleler Anordnung diagonal in die Bildtiefe und erinnern an die eng gestaffelten und fensterreichen Häuserreihen einer Stadt (französisch: ville). Das Gemälde entfaltet neben seiner räumlichen Sogwirkung ausgesprochen plastische Qualitäten. Im Erfassen der All-over-Struktur schwankt unser Blick zwischen der Konzentration auf die Mikroformen und der auf das Häusermotiv. Die Echtheit der vorliegenden Arbeit wurde von Pierre Vasarely am 17. April 2015 bestätigt. Das Werk wird von der Fondation Vasarely in Aix-en-Provence in das sich in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis aufgenommen.

KURT SCHWITTERS. Mz. RE. 1923/27
Kat.-Nr. 241, Schätzung € 80.000– 100.000

Papiercollage auf Papier, Abmessungen 18,1 × 17,8 cm
Kurt Schwitters etablierte sich 1919 als Vertreter des deutschen Dada, indem er eine ganz eigene künstlerische Stilrichtung unter dem nicht minder sinnfreien Label „Merz“ begründete, das alle seine Werke tragen. Ihr wesentliches Merkmal ist die Collage, also „die Zusammenfassung aller erdenklichen Materialien für künstlerische Zwecke“. In der radikalen Ablehnung aller Konventionen klassisch-akademischer Kunst verwendete er in seinen Merz-Bildern mit Vorliebe vorgefundene Dinge aus der Alltagswelt und sah seine eigene künstlerische Leistung allein in ihrer „Wahl, Verteilung und Entformung“. Dem Zufall verdankt sich auch Kurt Schwitters’ Collage „Mz. RE“ aus den 1920er Jahren: Mit rechteckigen Formen in Rot, Braun und Gelb bedruckte Seiten sowie einzelne dem Papierkorb entrissene Reste von Postsen-dungen. Der an der Dresdner Akademie ausgebildete und als Werbegrafiker und Typograph tätige Künstler fügt die Fundstücke zu einem optisch kohärenten Bild. Die aus Farbfeldern bestehende Komposition verweist auf Schlüsselwerke der Moderne wie das „Schwarze Quadrat“ des russischen Konstruktivisten Kasimir Malewitsch sowie die Aquarelle im Quadratstil von Paul Klee. Ergänzt durch Poststempel und Drucksachen mit rätselhaften Schriftfragmenten verbindet Kurt Schwitters auf spielerischsubversive Weise Figuration und Abstraktion und vereint, lange bevor dies zum Kennzeichen der Pop Art wurde, die „niedere“ Sphäre der Alltagswelt mit der „hohen“ Kunst der Ästhetik.

Provenienz: Nelly von Doesburg, Meudon, 1936–1952 (zur Aufbewahrung vom Künstler); Sidney Janis Gallery, New York, 1952–1955 (verso mit Etikett); G. David Thompson, Pittsburgh/ Pennsylvania, bis 1961 (verso mit Etikett); Paul Hänggi, Basel, 1961–1963; Galerie Beyeler, Basel, 1963 (verso mit Etikett); Ernst Schwitters, Lysaker Marlborough Fine Art, London, 1963–1971 (verso mit Etikett); ab 1971 in norddeutschem Privatbesitz

FRITZ KOENIG. Eine Sammlung von Skulpturen aus Bronze, Eisen, Edelstahl korrodiert und Silber

Von links nach rechts: Gerahmtes Paar I. 1964
Kat.-Nr. 222, Schätzung € 10.000–15.000

Exemplar 3/5, Bronze mit dunkelbrauner Patina, 26 × 13 × 7 cm

Landschaft. 1975
Kat.-Nr. 224, Schätzung € 25.000– 28.000

Eines von drei Exemplaren, Bronze mit schwarzbrauner Patina, 45 × 29 × 14,5 cm 

Vorn links: Kleines Stufenepitaph. 1985
Kat.-Nr. 226, Schätzung € 15.000– 18.000

Eines von zwei Exemplaren, Eisen korrodiert, 10,5 × 42 × 18 cm

Kreuz V. 1966
Kat.-Nr. 223, Schätzung € 10.000– 12.000

Eines von fünf Exemplaren, Bronze mit goldfarbener Patina, teilweise poliert, 51 × 27 × 17 cm

Ikarus. 1963
Kat.-Nr. 221, Schätzung € 10.000– 15.000

Eines von fünf Exemplaren, Bronze mit brauner Patina, 31 × 32 × 8 cm

Vorn rechts: Halbkugelkreuz. 1994
Kat.-Nr. 227, Schätzung € 7.000– 8.000

Eines von zehn Exemplaren, Silber massiv, Durchmesser 7 cm

Janus. 1984
Kat.-Nr. 225, Schätzung € 7.000– 9.000

Eines von zehn Exemplaren, Edelstahl korrodiert, auf eine Plinthe montiert, Abmessungen 21,2 × 5,5 × 5,5 cm

JOHANN GEORG MÜLLER. Intérieur fer. 1967
Kat.-Nr. 234 Schätzung € 25.000– 35.000

Öl auf Leinwand über Holz, 67,7 × 78,3 cm
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. Privatsammlung Norddeutschland

MAX ERNST. Ohne Titel. 1968
Kat.-Nr. 215, Schätzung € 25.000– 30.000

Frottage (farbige Kreide u.a.) und Collage auf dünnem, faserigen Papier auf Wellpappe, 26,5 × 19,5 cm
Max Ernst war Maler, Zeichner, Bildhauer und Erfinder neuer Techniken für die Kunst. Bei seiner Suche nach Ausdrucksmöglichkeiten war vor allem die Forderung des Surrealismus nach einer „Abkehr von der Herrschaft der Logik, ein Denk- Diktat ohne jede Vernunft-Kontrolle“ richtungsweisend, durch die ein Spiel der Gedanken ähnlich dem von Träumen und Halluzinationen erreicht werden sollte. Max Ernst gestaltete viele seiner Bilder durch die Frottage – so etwa seine „Histoire Naturelle“ – indem er vielfältige Texturen von Materialien, wie zum Beispiel Holzbretter, Blätter und Stroh, auf einem Blatt Papier mit dem Bleistift durchrieb und als Ausgangspunkt für zahlreiche gegenständliche Assoziationen und Deutungen nutzte.

Provenienz: Galerie Denise René, Paris. Hans Mayer, Düsseldorf

EDWARD CUCUEL. Am Steg II. o.J.
Kat.-Nr. 211, Schätzung € 20.000– 30.000

Öl auf Leinwand, 47 × 37 cm
Edward Cucuel illustrierte bereits als Jugendlicher in verschiedenen amerikanischen Zeitschriften. Unter anderem besuchte er die Académie des Beaux-Arts in Paris, mehrere Reisen führten ihn in verschiedene europäische und asiatische Länder, bevor er sich 1907 in Berlin niederließ. Sein künstlerisches Werk wurde vor allem von den französischen Impressionisten, jedoch nicht zuletzt auch von Leo Putz beeinflusst, mit dem er mehrere Jahre am Chiemsee lebte. Nach dem Ersten Weltkrieg verbrachte er die Sommer am Starnberger See, wo er vor allem Bilder von Damen vor den lichtdurchfluteten Landschaften des Sees malte. Auch das hier zu sehende Gemälde fällt in diese Kategorie. Man sieht von hinten eine junge Frau in weißem Sommerkleid, die gerade auf einem Steg über dem Wasser sitzt. Das bei Cucuel ansonsten so hell scheinende Licht ist hier gedämpft, die nachdenkliche Pose der Frau kontrastiert mit ihrem Äußeren, das eher an einen sorglosen Sommertag im Freien denken lässt. Dieser Gegensatz zu den unbekümmerten, in hellem, warmen Licht dargestellten jungen Frauen, die so oft Thema der in Starnberg entstandenen Bilder Cucuels sind, macht den Reiz dieses Bildes aus.

Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland

LOUIS LE BROCQUY. Francis Bacon (Studie).
1985 Kat.-Nr. 208, Schätzung € 20.000– 30.000

Öl auf Leinwand, 80 × 80 cm
In den 60er Jahren begann der irische Maler Louis le Brocquy mit seiner Serie „Portrait Heads“. Durch die expressiven Porträtstudien berühmter Schriftsteller und Künstler wie James Joyce, Samuel Backett, William Butler Yeats und Francis Bacon erlangte er große Bekanntheit. Mit Studien von Francis Bacon befasste sich der Autodidakt le Brocquy seit 1979 über 20 Jahre lang. Seine Malweise zeichnet sich vor allem durch das Auftragen mehrerer übereinander gelegter Schichten aus, wobei sich die Schichten nicht verdecken, sondern einander transparent durchscheinen lassen. Diese Malweise sowie die Farbwahl, die vorwiegend Weiß, Pastell- und Grautöne beinhaltet, lässt die Gesichter wie unwirkliche Erscheinungen aus einem Traum oder einer Vorstellung wirken. Zudem ehrte die National Gallery den Künstler zu Lebzeiten, indem sie zum ersten und bislang einzigen Mal eine Arbeit eines zeitgenössischen Künstlers in die Permanent Irish Collection of the National Gallery of Ireland aufnahm. Viele seiner Arbeiten befinden sich heute in öffentlichen Sammlungen wie dem Guggenheim Museum, New York und der Tate Modern in London. Provenienz: Privatsammlung Süddeutschland

GEORG KARL PFAHLER. Nord-Süd-Transit I. 1970–72
Kat.-Nr. 237, Schätzung € 15.000– 20.000

Triptychon, Acryl auf Leinwand, je 145 × 140 cm
Der 1926 im bayerischen Emetzheim geborene Georg Karl Pfahler studierte ab 1948 zunächst an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, bevor er bereits 1950 an die Kunstakademie in Stuttgart wechselte. Dort studierte er unter anderem bei Willi Baumeister, der Pfahlers Stil mit beeinflusste. Während er sich in den frühen Jahren seines künstlerischen Schaffens viel mit Keramik und dem Informel beschäftigte, wendet er sich ab etwa 1958 von diesen Themen ab und der formativen Malerei zu. Charakteristisch für Pfahlers Bilder wird von da an die Verwendung weniger Farben, die in klar abgegrenzten Flächen dem Bild sein Gerüst geben, wie überhaupt die Verbindung von Form und Farbe immer Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit Pfahlers ist. Diese Entwicklung setzt sich weiter fort und ab den frühen 60er Jahren bekommen die Farbflächen seiner Bilder immer schärfere und klarere Kanten. Dadurch wird Pfahler der einzige Vertreter des sogenannten Hard Edge im damaligen Deutschland. Sein künstlerisches Schaffen wurde schon zu Lebzeiten des Künstlers gewürdigt. Zusammen mit Heinz Mack und Günther Uecker stellte er 1970 den deutschen Beitrag zur Biennale Venedig und ab 1981 war er Professor an verschiedenen Kunsthochschulen. 1999 wurde Pfahler damit beauftragt, den Sitzungssaal des Ältestenrates im Deutschen Bundestag im Berliner Reichstag künstlerisch zu gestalten. Georg Karl Pfahler starb 2002 in seinem Heimatort Emetzheim. Provenienz: Direkt vom Künstler erworben. Privatbesitz Süddeutschland

MAURIZIO NANNUCCI. Dattilogramma. Zehn Blätter. 1964/65
Kat.-Nr. 236, Schätzung € 15.000– 20.000

Schreibmaschinendruck auf dünnem Papier, je Blatt 18,2 × 17,2 cm
Der in Florenz und München lebende Maurizio Nannucci fand als Konzeptkünstler durch die Einladung zur Documenta (1977) und zur Biennale (1978) internationale Anerkennung. Seine Bekanntheit stützt sich vor allem auf Lichtinstallationen – blaue Neon-Inschriften wie z. B. am Münchner Lenbachhaus „You can imagine the opposite“ und im Berliner Bundestag.

Das Interesse für Sprache zeichnet sich bereits in den frühen Arbeiten Nannuccis aus den 1960er Jahren ab: In den zehn Blättern der Mappe von 1964/65 beschäftigt er sich mit der Schrift als Kommunikationsform, in - dem er jeweils einzelne Buchstaben aus dem Alphabet isoliert und mit Schreibmaschine zu Papier bringt. In den langen horizontalen und vertikalen Reihen lösen sich das „q“, „r“ oder „s“ in der serielle Wiederholung von ihrer konkreten Funktion im Text und fügen sich in der blockhaft-geometrischen Form zu einem ornamentalen Muster. Im Streben nach Minimalismus treibt Nannucci die radikale Reduktion der Formen und Farben fast so weit, dass das Gegenständliche in Abstraktion umschlägt. Dabei hält der Künstler, dessen frühe Werke gern als konkrete Poesie bezeichnet wurden, unbedingt am Konkreten fest, indem er in Anlehnung an die Philosophie Ludwig Wittgensteins die Sprache selbst zum Objekt macht: Er befragt sie auf ihren eigentlichen Sinn – die akustischen, visuellen und sprachlogischen Bedingungen. Provenienz: Danny Keller Galerie, ehem. München

BEN WILLIKENS. Raum 458. 2007
Kat.-Nr. 243, Schätzung € 15.000–18.000

Acryl auf Leinwand, je 140 × 110 cm
1969 zwingt eine Krankheit den damals dreißigjährigen Willikens zu einem fast einjährigen stationären Aufenthalt – ein einschneidendes Erlebnis. Die Anonymität der Anstalt, in der das Individuum seine Relevanz verliert, prägt sich tief ein. Willikens erlebt den Menschen als „Insasse(n) seiner Welt“. „Meine Weltsicht war die Welt als Anstalt“ sagt er später im Gespräch mit Walter Grasskamp. Am Tiefpunkt seiner bisherigen Biografie findet der junge Künstler, der unter Phobien leidet, sein künstlerisches Thema: den Raum als Metapher der menschlichen Befindlichkeiten, als Träger einer Weltsituation. Die Auszeichnung mit dem damals wichtigsten deutschen Kunstpreis, dem Villa-Romana-Preis, die ihn 1970, noch in der Klinik, erreicht, gibt ihm den notwendigen Impuls die Krise zu überwinden und in den kommenden Jahren seine ersten Raumvisionen zu realisieren. Mit in monochromem Grau gehaltenen klinischen Interieurs wird er in den 1970ern bekannt. Es folgen Auszeichnungen und 1982 eine Professur in Braunschweig. Von 1999 bis zur Emeritierung 2004 ist Ben Willikens Rektor der Akademie der Bildenden Künste München. Raum 458 scheint ganz erfüllt von einer geheimnisvollen Stille, die wohltuend die lauten Forderungen des geschäftigen Alltags ausgrenzt. Hier ist ein Freiraum, der die Begegnung mit dem noch nicht Greif -baren in Aussicht stellt. In diesem Bild klingt Willikens’ Auseinandersetzung mit Transzendenz auf besondere Weise an und wird erfahrbar.

„Ich war nicht an irgendeinem ästhetischen, sondern am existentiellen Nullpunkt. Das war zugleich die Geburtsstunde meiner späteren Werkkonzeption.“
Ben Willikens im Gespräch mit Walter Grasskamp

OTTO MUELLER. Die Auffindung des Moses. Um 1920
Kat.-Nr. 235, Schätzung € 12.000–15.000

Farblithographie, 28,8 × 39,5 cm
Otto Mueller absolviert von 1890 bis 1894 zunächst eine Ausbildung als Lithograph, bevor er sich 1896 an der Kunstakademie in Dresen einschrieb. Nachdem er diese ohne Abschluss verlassen musste, wollte er sein Studium an der Akademie in München fortsetzen, wo man ihm aber die Zulassung verwehrte. Als er 1908 nach Berlin zieht lernt er bald durch sein Mitwirken an der Ausstellung „Zurückgewiesene der Secession Berlin“ Vertreter der Künstlergruppe „Die Brücke“ kennen, in der er bis zu deren Auflösung 1913 mitwirkt. Im Ersten Weltkrieg wird er als Infanterist eingezogen. Nach dem Ende des Kriegs wird Mueller 1919 als Professor an die Staatliche Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau berufen, wo er bis zu seinem Tod 1930 lehrt. Das Schaffen Otto Muellers lässt in der Konzentration auf das Motiv des Menschen den für die expressionistische Malerei jener Zeit charakteristischen Einfluss der „primitiven“ Kunst erkennen. Auch in der hier vorliegenden Farblithographie zeichnet sich die Darstellung der Personen durch ihre starken Konturen und ihre flächigen Formen aus. Für Mueller spielte auch stets die Suche nach einer harmonischen Einheit von Mensch und Landschaft eine wichtige Rolle, die zum Sehnsuchtsmotiv des irdischen Paradieses und zur Utopie von einer besseren Welt stilisiert wird.

Am Unterrand mit einer handschriftlichen Widmung von Elsbeth Herbig, der zweiten Frau von Otto Mueller „Für Herrn und Frau Heisig mit herzlichem Dank Elsbeth Herbig“. Links unten betitelt „Die Auffindung des Kindlein Moses“. Laut Karsch wohl eines von ca. 15 ungezählten Vorab - zügen des Künstlers vor der Auflage. Werkverzeichnis Karsch 150 a (von b)

SAMUEL BAK. Der Baum. 1976
Kat.-Nr. 200 Schätzung € 12.000–15.000

Öl auf Leinwand, 122 × 163 cm
Der jüdische Künstler Samuel Bak wurde 1933 in Vilnius, das zu dieser Zeit noch zu Polen gehörte, geboren. Nach dem sowjetischen Rückzug und der deutschen Besetzung ab 1941 musste seine Familie in das Ghetto von Vilnius umsiedeln. Der Zerstörung des Ghettos und der Deportation in Arbeitslager konnten Bak und seine Mutter nur entgehen, indem sie sich in einem Benediktiner - kloster versteckten. Von der gesamten Familie überlebten sie als einzige die Gräuel des Zweiten Weltkriegs. Nach Kriegsende studierte Bak zunächst Malerei in München, bevor er nach Israel und anschließend in die USA auswanderte. Sein künstlerisches Werk ist stark vom Surrealismus beeinflusst und er entwirft neben der Malerei auch Bühnenbilder und Theaterkostüme. Der Holocaust, den er als Kind und Jugendlicher miterleben musste, ist immer wieder Thema seiner Arbeiten. Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland

Sowie 8 Arbeiten nachfolgender Mitglieder der Künstlergruppe ZEN 49, darunter

FRITZ WINTER. Ohne Titel. 1954
Kat.-Nr. 244, Schätzung € 15.000– 20.000

Öl auf Papier auf Leinwand aufgezogen, 74,8 × 99,3 cm

ROLF CAVAEL. Ohne Titel. 1956
Kat.-Nr. 209, Schätzung € 6.000– 8.000

Öl auf Karton über Leinwand, 33 × 50 cm

ZEN 49 dokumentiere die geistige Gemeinschaft der Teilnehmer im Bemühen um eine neue Kunst im Nachkriegsdeutschland. Es handelte sich aber nicht nur um einen künstlerischen, sondern auch einen moralischen Neuanfang, zu dem sich die Mitglieder der Gruppe aufgerufen fühlten. Angesichts einer teilweise verbittert und polemisch geführten Diskussion in der Bundesrepublik Deutschland um gegenständliche und ungegenständliche Kunst war es das Ziel dieser Künstler, die von ihnen praktizierte abstrakte Malerei einem breiteren Publikum zugänglich und damit verständlicher zu machen. Die Gruppe ZEN 49 sowie einige Kunsthistoriker, Kunstschriftsteller und Verleger in ihrem Umfeld setzten sich für eine breitere Anerkennung moderner künstlerischer Ausdrucksformen ein.

Die Gruppe ZEN 49 repräsentiert einen bedeutenden Abschnitt in der Entwicklung der modernen, abstrakten Kunst in Deutschland und Europa. Ihre erste Ausstellung fand 1950 im Central Collecting Point in München statt. Weitere Ausstellungen bis 1957 folgten. Zu den Veranstaltungen wurden weitere Künstler, dazu Kunsthistoriker, Galeristen und Kritiker aus dem In- und Ausland eingeladen. 1987 und 1999 fanden in Baden-Baden bzw. München aufsehenerregende Retrospektiven der Gruppe statt. NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Nachverkauf zu dieser Auktion bis Ende Juni 2015
Besichtigung der Objekte auf Anfrage. Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr

Kommende Auktionen 2015
1. Juli
ALTE KUNST & SCHMUCK
Vorbesichtigung von Do., 25., bis Mo., 29. Juni

23. September
ALTE KUNST & SCHMUCK 
Vorbesichtigung von Do., 17., bis Mo., 21. September 2015

2. Dezember
ALTE KUNST & SCHMUCK
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

3. Dezember
MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST 
Vorbesichtigung von Do., 26., bis Mo., 30. November 2015

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an
Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner@neumeister.com

Pressenachbericht Auktionen ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN und ERLESENER SCHMUCK 367 vom 25. März 2015

Die ersten beiden NEUMEISTER Auktionen des Jahres 2015, ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN sowie die Abendauktion ERLESENER SCHMUCK, verliefen bei vollem Saal sehr angeregt. Vor allem bei den Gemälden wurde mit sehr großem Interesse und ausdauernd geboten – mit zahlreichen eindrucksvollen Ergebnissen. Starke Nachfrage auch bei Meissener Porzellan des 18. Jahrhunderts – so stark, dass bereits in der Auktion nahezu das gesamte Angebot zugeschlagen werden konnte, wobei die Taxen sich häufig vervielfachten.
Top-Los bei den Altmeistern des niederländischen Goldenen Zeitalters war das Gemälde „Susanna und die beiden Alten“ von Gerrit van Bronchorst (Kat.-Nr. 265), das nach lebhaften Bietgefechten seine Taxe von 18.000 Euro mit einem erfreulichen Erlös von mehr als 50.000 Euro mehr als verdoppeln konnte. Mit einem Ergebnis von ebenfalls mehr als 50.000 Euro fand „Johannes der Täufer mit dem Lamm“ (Kat.-Nr. 271) einen neuen Eigentümer. Sehr gut verkaufte sich auch ein ausdrucksstark gemaltes, mit 1.400 Euro günstig taxiertes, Frans Floris zuge schriebenes „Junges Paar“ (Kat.-Nr. 286) das mehr als 7.500 Euro erlöste.
Spitzenreiter bei den Gemälden des frühen und mittleren 19. Jahrhunderts war Albrecht Adams „Nach der Schlacht“ (Kat.-Nr. 371) aus dem Jahr 1848 (Ergebnis 32.760 Euro, Taxe 10.000 Euro), gefolgt von zwei Biedermeier-Schön heiten: Eduard von Heuss’ „Mädchen vom Schliersee“, 1831 (Kat.-Nr. 310, Ergebnis 22.680 Euro, Taxe 4.000), und Wilhelm Wanderers nur zehn Jahre jün gerer „Alt-Münchner Kellnerin“ (Kat.-Nr. 408, Ergebnis 20.160 Euro, Taxe 2.000).
Bei den Gemälden des ausgehenden 19. Jahrhunderts erzielte Fritz von Uhdes „Schwerer Gang“, 1890, (Kat.-Nr. 398) mit 23.940 Euro (Taxe 7.000) ein sehr gutes Ergebnis, was sicher der Tatsache geschuldet war, dass es sich wohl um eine sehr detailliert gefertigte Ölskizze des in der Neuen Pinakothek hängenden größerformatigen Gemäldes gleichen Themas handelte. Mit 18.900 Euro Erlös für Edward Theodore Comptons „Ochsentalferner“ aus dem Jahr 1912 (Kat.-Nr. 434, Taxe 5.000) verlieh ein süddeutscher Privatsammler seiner Bergbegeisterung Ausdruck.

Im Bereich Kunsthandwerk überraschte gleich zu Beginn der Auktion der nahezu restlose Verkauf von gut 40 Porzellanobjekten – überwiegend Meissen des 18. Jahrhunderts aus einer süddeutschen Sammlung: So vervierfachten sich jeweils die Taxen für etwa ein Meissener Koppchen mit Unterschale von 1730 (Kat.-Nr. 7, Ergebnis 4.032 Euro, Taxe 1.000 Euro) oder für eine Tasse mit Untertasse, 1735/40 (Kat.-Nr. 12, Ergebnis 3.528 Euro, Taxe 800 Euro). Eine silberne, teilvergoldete Schraubflasche (1695-99) aus der Augsburger Werkstatt von Johann Philipp IV Drentwett erlöste 16.380 Euro (Kat.-Nr. 49, Taxe 8.000 Euro). Hervorragend mit knapp 14.000 Euro auch das Ergebnis einer seltenen Vase „pulegoso“ von Venini aus den 1930er Jahren (Kat.-Nr. 114, Taxe 10.000 Euro).
Auch die Schmuckauktion am Abend verlief bei vollem Saal sehr lebhaft. Wie schon in der Dezemberauktion war hier das (indische) Objekt der Begierde eines mit den neun Navaratna-Edelsteinen: Zwei Damen im Saal lieferten sich hier ein wahres Biet(erinnen)duell um eine Halskette im Stil der Goldschmiedekunst aus der Zeit der Moguln (Kat.-Nr. 511, Taxe 3.700), das mit einem großartigen Ergebnis von 21.420 Euro endete. Wohl nicht zuletzt, weil Ostern näher rückt, verkauften sich Ringe und Armbänder generell sehr gut. Insgesamt konnte hier bei niedrigerer Quote ein hoher Umsatz erzielt werden, der durch den stark angelaufenen Nachverkauf weiter deutlichen Zuwachs erhält.
Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER: „Ich freue mich wirklich über Verlauf und Ergebnis unserer Auktion ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN. Es herrschte großes Interesse im Saal, bei den Telefonbietern und im Netz. Das führte immer wieder zu lebhaften Gefechten – vor allem bei den Altmeistern des 17. Jahrhunderts, und da besonders beim niederländischen Goldenen Zeit alter. Die Dynamik, mit der sich die Gebote oft entwickelten, war sehr beeindruckend. Der Trend, sich stärker bei den Gemälden des frühen und mittleren 19. Jahrhunderts – der Stärke von NEUMEISTER seit mehr als 50 Jahren – zu engagieren, führte auch hier zu vielen sehr guten Ergebnissen. Meine, die NEUMEISTER Philosophie, mehr denn je bei Einlieferung auf erstklassige Kunst zu achten, geht also auf. Die Verlegung der Auktion ERLESENER SCHMUCK auf den Abend hat weiter dazu beigetragen, hochwertigen Schmuck als festen Bestandteil bei NEUMEISTER zu etablieren – und führte zu noch besseren Ergebnissen in diesem Segment.”

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Nachverkauf zu dieser Auktion bis Do., 16. April 2015
Besichtigung der Objekte auf Anfrage. Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr

Kommende Auktionen
11. Juni 2015: MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 4., bis Mo., 8. Juni 2015
1. Juli 2015: ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN und ERLESENER SCHMUCK
Vorbesichtigung von Do., 25., bis Mo., 29. Juni 2015

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner(at)neumeister.com

Schraubflasche. Augsburg, Ende 17. Jh. Silber, vergoldet. Kat.-Nr. 49
Ergebnis € 16.380 (Taxe € 8.000)

Gerrit van Bronchorst. Susanna und die beiden Alten. Kat.-Nr. 265
Ergebnis € 50.400 (Taxe € 18.000)

Abraham Bloemaert. Johannes der Täufer mit dem Lamm. Kat.-Nr. 271
Ergebnis € 50.400 (Taxe € 10.000)

Albrecht Adam. Nach der Schlacht. Kat.-Nr. 371
Ergebnis € 32.760 (Taxe € 10.000)

Fritz von Uhde. Schwerer Gang. Kat.-Nr. 398
Ergebnis € 23.940 (Taxe € 7.000)

Eduard von Heuss. Mädchen vom Schliersee. Kat.-Nr. 310
Ergebnis € 22.680 (Taxe € 4.000)

Indische Halskette m. d. 9 Navaratna-Edelsteinen. Kat.-Nr. 511
Ergebnis € 21.420 (Taxe € 3.700)

Wilhelm Wanderer. Alt-Münchner Kellnerin. Kat.-Nr. 408
Ergebnis € 20.160 (Taxe € 2.000)

Edward Theodore Compton. Ochsentalferner. Kat.-Nr. 434
Ergebnis € 18.900 (Taxe € 5.000)

Vase „pulegoso“. Venini & C., 1932/36. Kat.-Nr. 114
Ergebnis € 13.860 (Taxe € 10.000)

Koppchen mit Unterschale. Meissen, ca. 1730. Kat.-Nr. 7
Ergebnis € 4.032 (Taxe € 1.000,00)

Frans Floris (Floris de Vriendt), zugeschrieben. Junges Paar. Kat.-Nr. 286
Ergebnis € 7.560 (Taxe € 1.400)

Damenarmbanduhr. Cartier, Tank. Kat.-Nr. 661
Ergebnis € 3.276 (Taxe € 400)

„Il Ponte Lucano“. Mikromosaik. Kat.-Nr. 152
Ergebnis € 3.276 (Taxe € 250)

Tasse mit Untertasse. Meissen, ca. 1735/40. Kat.-Nr. 12
Ergebnis € 3.528 (Taxe € 800)

Pressevorbericht AUKTION ALTE KUNST 367 am 25. März 2015

Vorbesichtigung: Donnerstag, 19. bis Montag, 23. März 2015Täglich von 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 17 UhrAuktionstermin: Mittwoch 25. MärzALTE KUNST ab 15 UhrSCHMUCK ab ca. 19 UhrAnsichten ändern sich. Der Qualitätsanspruch steigt.

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus eröffnet das Auktionsjahr 2015, wie es das alte beendet hat: mit zwei erlesen bestückten Auktionen am 25. März. Um 15 Uhr beginnt die Nachmittagsauktion ALTE KUNST, ab ca. 19 Uhr dann die Abendauktion SCHMUCK, mit beiden Auktionen zeigt NEUMEISTER einmal mehr starke Kernkompetenz, wenn es um hochwertige und seltene Objekte geht.Die Höhepunkte der kommenden Auktion liegen bei den Gemälden des 19. Jahr hunderts. So ein Gemälde der Guácharo-Höhle in Venezuela von Ferdinand Bellermann (Lot 326, Taxe € 30.000– 40.000) und der Blauen Grotte auf Capri von Hermann Corrodi (Lot 338, Taxe € 18.000– 20.000). Besonders erwähnenswert ein Gemälde von Carl Spitzweg, „Faust und Gretchen“ (Lot 380, Taxe € 22.000–25.000) sowie die „Trauung in der Münchner Asam kirche“ von Gotthard Kuehl (Lot 381, Taxe € 18.000–20.000) und ein Fischerdorf, ebenfalls von Hermann.Corrodi (Lot 339, Taxe € 13.000–15.000). Auf Liebhaber klassischer Porträts und Landschaften des frühen 19. Jahrhunderts dürfte das Porträt „Mädchen vom Schliersee“ aus dem Jahr 1831 nicht nur wegen seiner relativ günstigen Taxe einen besonderen Reiz ausüben (Lot 310, Taxe € 4.000– 5.000), hat Eduard von Heuss die Dargestellte doch hervorragend porträtiert und die oberbayerische Gebirgslandschaft im Hintergrund mit Brecherspitz und Jägerkamp ist eindeutig verortbar.Gerrit (Gerardo) van Bronchorst (um 1636 Utrecht – 1673 ebenda) Susanna und die beiden Alten (Daniel 13, 15-25). Gerrit van Bronchorst war der Sohn des Künstlers Jan Gerritsz. van Bronchorst (um 1603–1661). Er war wohl Schüler seines Vaters und Cornelis Poelenburghs in Utrecht. Zusammen mit seinem Bruder Johannes hielt er sich von ca. 1648–1654 in Italien auf. Auf dem vorliegenden Gemälde spiegeln sich die künstlerischen Anregungen, die Bronchorst in Italien empfangen hatte, deutlich wider. Gleichzeitig wird der Einfluss der klassizistischen Malweise des Vaters auf den Künstler erkennbar. L. u. signiert „[...]rardo vBronchorst” und 1662 datiert (am linken Rand beschnitten). L. u. mit alter Galerienummer 102 bezeichnet. Rücks. Sammlungssiegel bekröntes Monogramm „JL” (verdoppelt). Öl auf Lwd. 91 × 115 cm. Lot 265, Taxe € 18.000–22.000Gaspar Peeter Verbruggen (1635 Antwerpen– 1681 ebenda) Blumenstillleben in einer Terrakottavase auf Volutensockel L.u. signiert „gasper. pedro. verbrug [...]”. Öl auf Lwd. 40 × 35 cm. Lot 302, Taxe € 12.000– 14.000Abraham Bloemaert (1566 Gorinchem– 1651 Utrecht) Johannes der Täufer mit dem Lamm Aus einer österreichischen Privatsammlung stammend ist dieses Gemälde eine kleine Sensation: kannte es die Forschung bislang lediglich durch Cornelis Bloemaerts seitenverkehrten Kupferstich „St. John the Baptist” nach eben diesem Gemälde. Zur möglichen älteren Provenienz des Gemäldes lässt sich bemerken, dass ein Gemälde „Johannes der Täufer als Kind” von Abraham Bloemaert am 26. April 1811 in Haarlem versteigert (Kat.-Nr. 11) wurde. Abraham Bloemaerts „St. John and the Lamb” – ein Gemälde vergleichbaren Sujets – kam am 17. Februar 1836 bei Edward Foster, London, zum Aufruf (Kat.-Nr. 32). Dort wird die Provenienz Sammlung van Campan, Middelburg / Holland angegeben. Das Gemälde wechselte in das Eigentum des Sammlers Sherrard. R.o. signiert und 1619 datiert. Öl auf Lwd. 55,7 × 46,9 cm. Lot 271, Taxe € 10.000– 12.000GRAPHIKAuch hier bietet NEUMEISTER zwei echte Raritäten: Albrecht Dürer (1471 Nürnberg– 1528 ebenda)Die Kanone Eisenradierung aus dem Jahr 1518. (Meder 96 II g). Mit Wz Lilie. Rückseitig mit dem Sammlungsstempel Ernst F. Oppermann, Berlin, in Schwarz (Lugt 887). Blattgröße 22 × 32,6 cm. Lot 202, Taxe € 2.500– 3.000Enrico Caruso (1873 Neapel– 1921 ebenda) Selbstkarikatur als Bajazzo Enrico Caruso galt als berühmtester Tenor seiner Zeit. Aus ärmlichen Verhältnissen schaffte es der Neapolitaner, sich an die Weltspitze unter den Sängern emporzuarbeiten. Bei allem Ehrgeiz und unvermeidbaren Eitelkeiten, die auch diesem Sänger nicht fremd waren, behielt er sich ein Leben lang ein großes Maß an Humor. Zahlreich sind die Bühnenstreiche, welche Caruso seinen Sängerkollegen spielte. Sein Talent als Karikaturist ist hinlänglich bekannt. Auch vor einer Darstellung seiner eigenen Person in Form schnell hingeworfener Zeichnungen scheute er nicht zurück. Enrico Caruso tritt dem Betrachter auf vorliegendem Blatt als Canio („Bajazzo”) in Ruggero Leoncavallos 1892 uraufgeführter Oper „Pagliacci” gegenüber. Die Tragik der Gestalt des betrogenen und verzweifelten Canio, der in der Oper letztlich seine Frau Nedda ersticht, spiegelt sich auch in der Karikatur wider: Das erzwungene Lächeln („Ridi, Pagliaccio ...!”) bleibt vordergründig, Carusos Mimik lässt die Seelenqualen des Protagonisten erahnen. Rechts unten signiert. Bleistift auf Papier. 30 × 18,7 cm. Lot 226, Taxe € 1.000– 1.200MINIATURENRichard Cosway (1742 Oakford, Devon– 1821 London) Bildnis des Juristen und Politikers Andrew Stuart of Craigthorn, Lanark (1725– 1801) Hüftbild nach rechts, vor Wolkenhintergrund. Rücks. bezeichnet „Rdus. Cosway / R. A. / Primarius Pictor / Serenissimi Walliae Prinicipi. / Pinxit 1790 [?]”. Aquarell und Deckfarben auf Elfenbein. 7,5 × 6,5 cm cm. Im Oval. Rahmen Roségold (mit rückseitiger Gravur). Lot 245, Taxe € 1.000– 1.200SKULPTURMaria mit Kind. Wohl rheinisch, Ende 13. Jh. Auf Sockelbank thronend, im linken Arm das ebenfalls dem Betrachter zugewandte Kind mit Weltkugel. Körpernah drapierte Bekleidung mit über das linke Knie gezogenem Mantel. Den Kopf Mariens mit der wohl originalen Krone umspielt ein in Röhrenfalten fallender Kopfschleier. Wohl Nussbaum, rückseitig gehöhlt. Reste verschiedener polychromer Fassungen. Höhe 99 cm. Lot 155, Taxe € 30.000– 40.000KUNSTHANDWERKWeitere Höhepunkte dieser Frühjahrsauktion finden sich bei Silber, Porzellan, Glas und Möbeln. Schraubflasche (Augsburg, um 1695– 1699) Jakob Philipp IV Drentwett Silber, teilvergoldet. Sechsfach facettiert, flach gewölbter Schraubverschluss mit aus gegenläufigen Voluten gebildetem Klappdeckel. Getriebener, ziselierter und punzierter Dekor: auf der Wandung Rankenkartuschen mit Imperatorenköpfen im Wechsel mit Blumenvasenmotiven, auf dem Deckel Rankenbordüre mit Fruchtfestons. Am Boden bez. „Christof Dulski 1473”. Marken auf Boden und Deckel (Seling 2007, Bz. Nr. 1130, Mz. Nr. 1787), Meister um 1682, stirbt 1712. Österreichischer Repunzierungs- bzw. Frei stempel 1806/07 bzw. 1809/10 (R. 7876, 7884). Höhe mit Henkel 22 cm. 936 g. Lot 49, Taxe € 8.000– 10.000Tasse mit Untertasse mit Purpurfond (Meissen, um 1735) Porzellan. Vierpassform, Braune Randlinien. Auf der Tasse in Kartuschen und Spiegel der Untertasse bunter Dekor in der Art von J. E. Stadler: Chinesen mit Sonnenschirm u.ä. vor indianischen Blütenstauden. Blaue Schwertermarken, Ritzzeichen // (Untertasse) Lot 11, Taxe € 1.000– 1.200Vase „fenici” (Venini & C., Carlo Scarpa, 1928/31) Grünes Opakglas. Eingeschmolzene schwarze Blätter mit zersprengter Goldfolie unterlegt. Bauchige Form mit abgesetztem Boden sowie Mündung. Am Boden Ätzstempel : venini murano ars. H. 32 cm. Lot 113, Taxe € 8.000– 10.000MÖBELSchrank (wohl Mainfranken, um 1700) Furnier Nussbaum, Wurzelmaser u.a. Hölzer. Auf gedrückten Kugelfüßen. Zweitüriger Korpus mit hohem, verkröpftenSockelgeschoss und korinthischer Pilastergliederung. Türen mit Bastionsfüllungen und geschnitzten Akanthusranken. Die Seiten mit Bandwerkdekor. Gestufter, verkröpfter Kranz. Abmessungen 224 × 177 × 70 cm. Lot 165, Taxe € 12.000– 14.000SCHMUCKBeim Schmuck dürften insbesondere drei Lose die Kenner begeistern: Gliederarmband verziert mit chinesischen Masken (Niederlande, 1940/50er Jahre, Punze der NL Prüfungsbehörde sowie französische Importpunze) Dieses mit Masken verzierte Juwel ist nicht nur ein überaus außergewöhnliches Schmuckstück, sondern auch ein beeindruckendes Zeitdokument: Die stilistischen Elemente (großformatige Schmuckstücke mit betont dreidimensionaler Gestaltung), die den Schmuck der 1940er Jahre bestimmen sollten, kündigten sich bereits Ende der 30er Jahre an. Das Besondere dieses Armbands ist die Technik Email en ronde bosse, bei der vollrunde Gegenstände aus Gold oder Silber, wie hier die Masken, mit durchsichtigem Email überfangen werden – eine höchst komplizierte Technik, in der es vor allem burgundisch-französische Goldschmiede des 15. Jahrhunderts zu absoluter Meisterschaft brachten. Die Masken sitzen auf rechteckigen guillochierten Armbandgliedern und sind dank Scharnieren beweglich. Gelbgold 750/-, getestet, Email. Länge 20 cm, Breite 2,7 cm. Ca. 64,4 g. Lot 488, Taxe € 16.000– 20.000Anhänger und Corsagebrosche mit Old Mine Smaragden und Diamanten (England, Historismus um 1880/90) Dieses Juwel ist ein Zeitdokument aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts mit wertvollen und seltenen Old Mine Smaragden in höchster Qualität hinsichtlich Farbe und des feinen Jardins. Der Anhänger kann dank Nadel auf der Rückseite zugleich als Brosche getragen werden, Schlaufenöse und Pendilie sind abnehmbar. Gelbgold 750/-, getestet. 45 Diamanten gemischt im Altschliff und Rosenschliff zus. ca. 1,89 ct., TCR-CR (I-J-K), VS2-SI1-2. 4 Smaragde (Old Mine) oval und tropfenförmig im Cabochonschliff zus. ca. 11,87 ct. +/-. Abmessungen 5,5 × 4,8 cm. Ca. 10,2 g. Lot 474, Taxe € 12.000– 15.000Aigrette mit Diamanten und Reiherfedern (England, um 1890) Die Aigrette war im vorrevolutionären Frankreich ein beliebter Kopfschmuck. Sie wurde im Haar oder an einem Hut bzw. Turban getragen. Nach einer zweiten Hochzeit im Empire sind sie vor allem in den 1910er bis 1920er Jahren in der Tangomode wieder vorgekommen. Der Name leitet sich vom französischen Wort für Reiher ab. Gelbgold 500/- mit Silberverbödung, getestet. 72 Diamanten im Altschliff zus. ca. 7,0 ct., TCR-CR (I-J-K), VS-SI. Ca. 9 Silberreiherfedern. Ohne Federn ca. 8,0 × 5,5 cm. Ca. 20,6 g. Lot 478, Taxe € 9.000–12.000Weitere Highlights der Goldschmiedekunst … Mikromosaik-Armband (Rom, um 1830) Das Mikromosaik besticht neben der meisterhaften Verarbeitung auch durch seine seltenen Darstellungen: Es zeigt zwei Soulioten, Mitglieder einer griechischen kriegerischen Gemeinschaft, die sich im griechischen Unabhängigkeitskrieg (1821– 1829) durch besondere Tapferkeit auszeichneten. Zu den Kriegern gesellt sich auf der dritten Scheibe noch ein Lautenspieler. Das Armband stammt aus dem Nachlaß der Ehrenstiftsdame Emilie von Waldenburg (1817– 1893). Sie war eine Tochter von Karoline Friederike Louise Wichmann (1781– 1844), spätere von Waldenburg, und des Prinzen August von Preußen (1779– 1843). Gelbgold 750/-, getestet. Drei rechteckige Hyalithglasscheiben mit Mikromosaik aus Glas. Verbindungsglieder mit türkisem Email. Länge ca. 17 cm. Ca. 66,65 g. Lot 455, Taxe € 1.200–1.400Parfum-Flakon (Paris, um 1880/1890) Flachrunder Korpus an feiner Kette mit kleinen, mehrpassigen Gliedern. Auf der Vorderseite zentrales Blumenbouquet im Rahmen mit Arabeske. Dieses Rankenornament bestimmt auch die Dekoration der Rückseite. Gold 750/-, getestet. Pariser Feingehaltsstempel seit 1838. Schwarzes und weißes Email. Stöpsel erhalten. Maße 5 × 4 cm. Mit Kette: Länge ca. 10,2 cm. Ca. 16,05 g. Lot 637, Taxe € 1.800– 2.000Parfum-Flakon (Paris, um 1880) Balusterförmiger Korpus in besonders qualitätvollem lindgrünem Email mit gravierten, goldenen Blütenranken. In der Mitte zwei Blütenbänder in Email-Malerei ausgeführt. Zwischen den zwei Blütenbändern ein weiteres Band mit millefioriartigem Muster. Parfum-Flakons wurden an einer Châtelaine getragen, die wiederum am Hosenbzw. Rockbund eingehängt wurde. Gold 750/-, getestet. Buntes Email. Stöpsel erhalten. Höhe ca. 6,2 cm. Ca. 12,65 g. Lot 638, Taxe € 1.800– 2.000NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.Nachverkauf zu dieser Auktion bis Mitte April 2015Besichtigung der Objekte auf Anfrage.Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 UhrFür Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte anBernd Degner, Presse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.comKommende Auktionen11. Juni 2015MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNSTVorbesichtigung von Do., 4., bis Mo., 8. Juni 20151. Juli 2015ALTE KUNST & ANTIQUITÄTENVorbesichtigung von Do., 25., bis Mo., 29. Juni 2015

Pressenachbericht Auktion MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST M56 vom 4. Dezember 2014

Die ersten beiden NEUMEISTER Auktionen des Jahres 2015, ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN sowie die Abendauktion ERLESENER SCHMUCK, verliefen bei vollem Saal sehr angeregt. Vor allem bei den Gemälden wurde mit sehr großem Interesse und ausdauernd geboten – mit zahlreichen eindrucksvollen Ergebnissen. Starke Nachfrage auch bei Meissener Porzellan des 18. Jahrhunderts – so stark, dass bereits in der Auktion nahezu das gesamte Angebot zugeschlagen werden konnte, wobei die Taxen sich häufig vervielfachten.
Top-Los bei den Altmeistern des niederländischen Goldenen Zeitalters war das Gemälde „Susanna und die beiden Alten“ von Gerrit van Bronchorst (Kat.-Nr. 265), das nach lebhaften Bietgefechten seine Taxe von 18.000 Euro mit einem erfreulichen Erlös von mehr als 50.000 Euro mehr als verdoppeln konnte. Mit einem Ergebnis von ebenfalls mehr als 50.000 Euro fand „Johannes der Täufer mit dem Lamm“ (Kat.-Nr. 271) einen neuen Eigentümer. Sehr gut verkaufte sich auch ein ausdrucksstark gemaltes, mit 1.400 Euro günstig taxiertes, Frans Floris zuge schriebenes „Junges Paar“ (Kat.-Nr. 286) das mehr als 7.500 Euro erlöste.
Spitzenreiter bei den Gemälden des frühen und mittleren 19. Jahrhunderts war Albrecht Adams „Nach der Schlacht“ (Kat.-Nr. 371) aus dem Jahr 1848 (Ergebnis 32.760 Euro, Taxe 10.000 Euro), gefolgt von zwei Biedermeier-Schön heiten: Eduard von Heuss’ „Mädchen vom Schliersee“, 1831 (Kat.-Nr. 310, Ergebnis 22.680 Euro, Taxe 4.000), und Wilhelm Wanderers nur zehn Jahre jün gerer „Alt-Münchner Kellnerin“ (Kat.-Nr. 408, Ergebnis 20.160 Euro, Taxe 2.000).
Bei den Gemälden des ausgehenden 19. Jahrhunderts erzielte Fritz von Uhdes „Schwerer Gang“, 1890, (Kat.-Nr. 398) mit 23.940 Euro (Taxe 7.000) ein sehr gutes Ergebnis, was sicher der Tatsache geschuldet war, dass es sich wohl um eine sehr detailliert gefertigte Ölskizze des in der Neuen Pinakothek hängenden größerformatigen Gemäldes gleichen Themas handelte. Mit 18.900 Euro Erlös für Edward Theodore Comptons „Ochsentalferner“ aus dem Jahr 1912 (Kat.-Nr. 434, Taxe 5.000) verlieh ein süddeutscher Privatsammler seiner Bergbegeisterung Ausdruck.

Im Bereich Kunsthandwerk überraschte gleich zu Beginn der Auktion der nahezu restlose Verkauf von gut 40 Porzellanobjekten – überwiegend Meissen des 18. Jahrhunderts aus einer süddeutschen Sammlung: So vervierfachten sich jeweils die Taxen für etwa ein Meissener Koppchen mit Unterschale von 1730 (Kat.-Nr. 7, Ergebnis 4.032 Euro, Taxe 1.000 Euro) oder für eine Tasse mit Untertasse, 1735/40 (Kat.-Nr. 12, Ergebnis 3.528 Euro, Taxe 800 Euro). Eine silberne, teilvergoldete Schraubflasche (1695-99) aus der Augsburger Werkstatt von Johann Philipp IV Drentwett erlöste 16.380 Euro (Kat.-Nr. 49, Taxe 8.000 Euro). Hervorragend mit knapp 14.000 Euro auch das Ergebnis einer seltenen Vase „pulegoso“ von Venini aus den 1930er Jahren (Kat.-Nr. 114, Taxe 10.000 Euro).
Auch die Schmuckauktion am Abend verlief bei vollem Saal sehr lebhaft. Wie schon in der Dezemberauktion war hier das (indische) Objekt der Begierde eines mit den neun Navaratna-Edelsteinen: Zwei Damen im Saal lieferten sich hier ein wahres Biet(erinnen)duell um eine Halskette im Stil der Goldschmiedekunst aus der Zeit der Moguln (Kat.-Nr. 511, Taxe 3.700), das mit einem großartigen Ergebnis von 21.420 Euro endete. Wohl nicht zuletzt, weil Ostern näher rückt, verkauften sich Ringe und Armbänder generell sehr gut. Insgesamt konnte hier bei niedrigerer Quote ein hoher Umsatz erzielt werden, der durch den stark angelaufenen Nachverkauf weiter deutlichen Zuwachs erhält.
Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER: „Ich freue mich wirklich über Verlauf und Ergebnis unserer Auktion ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN. Es herrschte großes Interesse im Saal, bei den Telefonbietern und im Netz. Das führte immer wieder zu lebhaften Gefechten – vor allem bei den Altmeistern des 17. Jahrhunderts, und da besonders beim niederländischen Goldenen Zeit alter. Die Dynamik, mit der sich die Gebote oft entwickelten, war sehr beeindruckend. Der Trend, sich stärker bei den Gemälden des frühen und mittleren 19. Jahrhunderts – der Stärke von NEUMEISTER seit mehr als 50 Jahren – zu engagieren, führte auch hier zu vielen sehr guten Ergebnissen. Meine, die NEUMEISTER Philosophie, mehr denn je bei Einlieferung auf erstklassige Kunst zu achten, geht also auf. Die Verlegung der Auktion ERLESENER SCHMUCK auf den Abend hat weiter dazu beigetragen, hochwertigen Schmuck als festen Bestandteil bei NEUMEISTER zu etablieren – und führte zu noch besseren Ergebnissen in diesem Segment.”

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

Nachverkauf zu dieser Auktion bis Do., 16. April 2015
Besichtigung der Objekte auf Anfrage. Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr

Kommende Auktionen
11. Juni 2015: MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST
Vorbesichtigung von Do., 4., bis Mo., 8. Juni 2015
1. Juli 2015: ALTE KUNST & ANTIQUITÄTEN und ERLESENER SCHMUCK
Vorbesichtigung von Do., 25., bis Mo., 29. Juni 2015

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (0)89 23 17 10-50
bernd.degner(at)neumeister.com

Schraubflasche. Augsburg, Ende 17. Jh. Silber, vergoldet. Kat.-Nr. 49
Ergebnis € 16.380 (Taxe € 8.000)

Gerrit van Bronchorst. Susanna und die beiden Alten. Kat.-Nr. 265
Ergebnis € 50.400 (Taxe € 18.000)

Abraham Bloemaert. Johannes der Täufer mit dem Lamm. Kat.-Nr. 271
Ergebnis € 50.400 (Taxe € 10.000)

Albrecht Adam. Nach der Schlacht. Kat.-Nr. 371
Ergebnis € 32.760 (Taxe € 10.000)

Fritz von Uhde. Schwerer Gang. Kat.-Nr. 398
Ergebnis € 23.940 (Taxe € 7.000)

Eduard von Heuss. Mädchen vom Schliersee. Kat.-Nr. 310
Ergebnis € 22.680 (Taxe € 4.000)

Indische Halskette m. d. 9 Navaratna-Edelsteinen. Kat.-Nr. 511
Ergebnis € 21.420 (Taxe € 3.700)

Wilhelm Wanderer. Alt-Münchner Kellnerin. Kat.-Nr. 408
Ergebnis € 20.160 (Taxe € 2.000)

Edward Theodore Compton. Ochsentalferner. Kat.-Nr. 434
Ergebnis € 18.900 (Taxe € 5.000)

Vase „pulegoso“. Venini & C., 1932/36. Kat.-Nr. 114
Ergebnis € 13.860 (Taxe € 10.000)

Koppchen mit Unterschale. Meissen, ca. 1730. Kat.-Nr. 7
Ergebnis € 4.032 (Taxe € 1.000,00)

Frans Floris (Floris de Vriendt), zugeschrieben. Junges Paar. Kat.-Nr. 286
Ergebnis € 7.560 (Taxe € 1.400)

Damenarmbanduhr. Cartier, Tank. Kat.-Nr. 661
Ergebnis € 3.276 (Taxe € 400)

„Il Ponte Lucano“. Mikromosaik. Kat.-Nr. 152
Ergebnis € 3.276 (Taxe € 250)

Tasse mit Untertasse. Meissen, ca. 1735/40. Kat.-Nr. 12
Ergebnis € 3.528 (Taxe € 800)

Pressenachbericht Auktion ALTE KUNST 366 vom 3. Dezember 2014

Die letzte NEUMEISTER Auktion ALTE KUNST 2014 verlief sehr angeregt mit großem Interesse vor allem bei den Gemälden. Überraschungssieger war das Gemälde „Heuschiffe am Chiemseeufer“ von Josef Wopfner (Lot 637), das nach lebhaften Bietgefechten seine Taxe von 6.000 Euro einen erfreulichen Erlös von 39.370 Euro erzielte.

 

Generell spielten sich die meisten Bietgefechte nachmittags bei den Gemälden des 19. Jahrhunderts ab: Erfreuliche Ergebnisse erzielten erwartungsgemäß die beiden Stieler-Porträts von Gräfin Amalie Ludovika und Graf Christian Gustav Wilhelm Leontinus von Sayn-Wittgenstein-Sayn (Lot 612 bzw. 613, Taxen 25.000 bzw. 20.000 Euro): Sie erlöste 35.560 Euro, ihr älterer Bruder 25.400 Euro – das Geschwisterpaar aus dem frühen 19. Jahrhundert bleibt auch weiterhin zusammen, jetzt in einer bedeutenden süddeutschen Privatsammlung. Besonders dynamisch entwickelte sich Moritz von Schwinds „Gretchens Gebet“ (Lot 602), das – auf 8.000 Euro taxiert – nach einigem Hin und Her zwischen Bietern im Saal, an den Telefonen und im Internet stattliche 27.940 Euro erlöste. Ebenfalls sehr erfreulich: die Ergebnisse von Carl Friedrich Moritz Müllers „Tiroler Bauernfamilie verteidigt ihr Haus“ (Lot 574, Taxe 10.000 Euro, Erlös 27.940 Euro) und Nikolaus Gysis’ anrührendem Porträt „Alter Bauer“(Lot 548, Taxe 10.000 Euro, Erlös 13.970 Euro).

 

Im Bereich Kunsthandwerk überraschte die Art-Déco-Figur einer Tänzerin von Demetre Chiparus (Lot 80) aus den 1920er Jahren: Sie erlöste 11.430 Euro (Taxe 2.500 Euro). Ein silberner, teilvergoldeter Deckel humpen von Meister Fedor Grigorjew Meslennikow, der in Moskau zwischen 1735 und 1741 gefertigt wurde, erlöste 17.145 Euro (Lot 32, Taxe 13.000 Euro). Hervorragend mit knapp 11.000 Euro auch das Ergebnis eines Heiligen Sebastian, der wohl nach Vorlage Georg Petels aus dem 17. Jahrhundert gefertigt wurde (Lot 125, Taxe 3.500 Euro). Ein Heiliger Georg aus Süddeutschland (um 1490, Lot 119) konnte seine Taxe von 1.200 Euro in einen Erlös von 7.620 verwandeln.

 

Die Schmuckauktion, die selektiver, jedoch ebenfalls sehr animiert verlief, wurde inspiriert durch die Versteigerung eines Paars indischer Armbänder mit den neun Navaratna-Edelsteinen – ein Paradebeispiel der Goldschmiedekunst aus dem Indien der Moguln um 1860. (Lot 193, Taxe 5.000), die 6.350 Euro erlösten. Wie immer in der Vorweihnachtszeit verkauften sich Ringe und Armbänder generell sehr gut. Insgesamt konnte hier bei niedrigerer Quote ein hoher Umsatz erzielt werden, der durch den stark angelaufenen Nachverkauf weiter deutlichen Zuwachs erhält – als besonders schönes Beispiel wäre hier die Art-Déco-Doppelclipbrosche mit Diamanten (Lot 217) zu nennen, die sich für gute 12.000 Euro verkaufte.

 

Katrin Stoll, geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMEISTER: „Mit Verlauf und Ergebnis unserer Auktion ALTE KUNST sind wir sehr zufrieden. Im Saal und auch bei den Bietern am Telefon und im Netz herrschte großes Interesse, was immer wieder zu lebhaften Gefechten führte. Vor allem beim Kunsthandwerk war die Dynamik, in der sich die Gebote entwickelten besonders beeindruckend. Es wurden viele sehr gute Ergebnisse erzielt, einmal mehr sehen wir uns darin bestätigt, dass unsere Philosophie, mehr denn je bei Einlieferung auf erstklassige Kunst zu achten, wirklich aufgeht. Was uns besonders freut, ist, dass wir hochwertige Juwelen als festen Bestandteil bei NEUMEISTER etablieren konnten und natürlich die guten Ergebnisse in diesem Segment.”

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.Joseph Stieler. Amalie Ludovika Gräfin Sayn-Wittgenstein-Sayn (Detail). Lot 612Erlös € 35.560 (Taxe € 25.000)Josef Wopfner. „Heuschiffe am Chiemseeufer“. Lot 637Erlös € 39.370 (Taxe € 6000)Joseph Stieler. Christian Gustav Graf Sayn-Wittgenstein-Sayn. Lot 613Erlös € 25.400 (Taxe € 20.000)Moritz von Schwind. „Gretchens Gebet“. Lot 602Erlös € 27.940 (Taxe € 8.000)Carl Friedrich Moritz Müller. „Tiroler Bauernfamilie verteidigt ihr Haus“. Lot 574Erlös € 27.940 (Taxe € 10.000)Nikolaus Gysis. „Alter Bauer“. Lot 548Erlös € 13.970 (Taxe € 10.000)Tänzerin. Demetre Chiparus, um 1925. Lot 80Erlös € 11.430 (Taxe € 2.500)Deckelhumpen. Moskau, 1. Hälfte 18. Jh. Lot 32Erlös € 17.145 (Taxe € 13.000)Hl. Sebastian. Lot 125Erlös € 10.795 (Taxe € 3.500)Hl. Georg. Süddeutsch, um 1490. Lot 119Erlös € 7.620 (Taxe € 1.200)Hl. Sebastian. Lot 125Erlös € 10.795 (Taxe € 3.500)Ein Paar indischer Armbänder mit den neun Navaratna-Edelsteinen. Lot 193Erlös € 6.350 (Taxe € 5.000)Nachverkauf zu dieser Auktion bis 18. Dezember 2014Besichtigung der Objekte auf Anfrage. Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 UhrKommende Auktionen25. März 2015: ALTE KUNST & ANTIQUITÄTENVorbesichtigung von Do., 19., bis Mo., 23. März 201511. Juni 2015: MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNSTVorbesichtigung von Do., 4., bis Mo., 8. Juni 2015Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte anBernd Degner, Presse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.com

Pressevorbericht AUKTION MODERNE und ZEITGENÖSSISCHE KUNST M56 am 4. Dezember 2014

Vorbesichtigung: 27. November bis 1. Dezember 2014Täglich von 9 bis 17.30 UhrSamstag und Sonntag von 11 bis 17 UhrAnsichten ändern sich. Der Qualitätsanspruch steigt.Heckel, Picasso, Mack, Piene: NEUMEISTER beendet das Auktionsjahr 2014 mit echten Highlights der Klassischen Moderne und Werken der Künstlergruppe ZERO. Eine wahre Rarität ist der ausdrucksstarke Farbholzschnitt „Paar“ von 1910 aus Erich Heckels Dresdner Brücke-Zeit. Hiervon wurden wohl nur ganz wenige Exemplare gedruckt – von denen in den letzten Jahrzehnten nur ein einziges im Kunsthandel versteigert wurde. Zum Unikat machen den jetzt bei NEUMEISTER angebotenen Handdruck die monotypieartige Einfärbung der Holzstöcke, der reiche Farbauftrag mit den Ausfettungen auf der Rückseite und die Atelierspuren auf den Rändern des unregelmäßigen Blattes.Ein weiteres Highlight der Klassischen Moderne bei NEUMEISTER ist sicher die Bleistiftzeichnung „Nu“ von Pablo Picasso aus dem Jahr 1944. In nahezu ununterbrochener Linie setzt Picasso liebevoll eine mit angezogenen Knien sitzende Frau auf das Papier. Er reduziert den weiblichen Körper im Verzicht auf Einzelheiten auf ein Minimum – wie auch schon in seinen frühen, klassizistischen Zeichnungen aus den 1920er Jahren und der Suite Vollard aus den 1930er Jahren.Ebenfalls von Picasso bei NEUMEISTER, wenngleich in der Taxe günstiger: die zwei Radierungen „Marie-Thérèse agenouillée contemplant un groupe sculpté“ aus dem Jahr 1933 und „Femme nue se couronnant de fleurs“ von 1939, beide signiert und aus der Suite Vollard mit Auflagen von 260 respektive 250 Stück.Die Serie hochwertiger Kunst setzt sich fort mit Werken von Heinz Mack und Otto Piene, den Gründern der Künstlergruppe ZERO, die momentan mit einer Ausstellung in der New Yorker Guggenheim Foundation geehrt wird. Derzeit prominentester Vertreter dürfte Heinz Mack sein, der auf der diesjährigen Architektturbiennale in Venedig mit der monumentalen Installation „Sky Over Nine Columns“ auf der Insel San Giorgio Maggiore vertreten ist. NEUMEISTER offeriert von Mack das Frühwerk aus dem Jahr 1961 „Ohne Titel. (Lichtrelief)“ und von Otto Piene das Ölgemälde „Flying Fire Fish“ aus dem Jahr 1978 (Abb. unten).Neben diesen Raritäten von Ernst Heckel, Pablo Picasso, Heinz Mack und Otto Piene kommen bei NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus weitere Top-Lose zum Aufruf: so etwa Werke aus dem frühen 20. Jahrhundert von Tsuguji Foujita und einem bislang unbekannten Stillleben von Peter August Böckstiegel, gefolgt von Gemälden von Tom Wesselmann, Johann Georg Müller, Gerhard Richter und einer Steinskulptur von Karl Prantl. Ein echtes Highlight zeitgenössischer chinesischer Malerei ist das Werk „Revolution“ von Ling Jian aus dem Jahr 2009.ERICH HECKEL. Paar. 1910.Lot 223, Taxe 100.000 – 150.000 €PABLO PICASSO. Nu. 1944.Lot 241, Taxe 220.000 – 250.000 €PABLO PICASSO. Femme nue se couronnant de fleurs. 1939.Lot 65, Taxe 2.500 – 3.000 €PABLO PICASSO. Marie-Thérèse agenouillée contemplant un groupe sculpté. 1933.Lot 64, Taxe 3.000 – 4.000 €HEINZ MACK. Ohne Titel. (Lichtrelief). 1961.Lot 230, Taxe 15.000 – 20.000 €OTTO PIENE. Flying Fire Fish. 1978.Lot 242, Taxe 30.000 – 40.000 €TSUGUJI FOUJITA. La vièrge et trois dames. 1917.Lot 217, Taxe 25.000 – 35.000 €PETER AUGUST BÖCKSTIEGEL. Blumenstillleben mit Sonnenblumen, Gladiolen und Pickelhelm. 1915.Lot 211, Taxe 15.000 – 18.000 €GERHARD RICHTER. Kerze I. 1988.Lot 189, Taxe 8.000 – 12.000 €FRED THIELER. S.W.I. (mit weißen Akzenten). 1959.Lot 247, Taxe 10.000 – 15.000 €KARL PRANTL. Meditationsstein.Lot 243, Taxe 15.000 – 20.000 €LING JIAN. Revolution. 2009.Lot 229, Taxe € 90.000 – 100.000 €ANCA BODEA. Last night in Venice. 2012.Lot 106, Taxe 6.000 – 8.000 €MORITZ GOETZE. Das rosa Telefon. 2006.Lot 131, Taxe 5.000 – 6.000 €CHEST. 1968. Allen Jones.Lot 148, Taxe 3.500 – 4.000 €ECKART HAHN. Schmelze. 2008.Lot 135, Taxe 4.000 – 6.000 €MAGNOLIEN. 2010. Martin Herler.Lot 139, Taxe 4.000 – 6.000 €NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.Vorbesichtigungszeiten für beide Auktionen27. November bis 1. Dezember, täglich von 9 bis 17.30 Uhr,am Wochenende von 11 bis 17 UhrAuktionstermine3. Dezember 2014: ALTE KUNST ab 9.30 Uhr4. Dezember 2014: MODERNE und ZEITGENÖSSISCHE KUNST ab 15 Uhr; AUSGEWÄHLTE WERKE ab 17.30 UhrFür Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte anBernd DegnerPresse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.com

Pressevorbericht AUKTION ALTE KUNST 366 am 3. Dezember 2014

Vorbesichtigung: 27. November bis 1. Dezember 2014Täglich von 9 bis 17.30 UhrSamstag und Sonntag von 11 bis 17 UhrAnsichten ändern sich. Der Qualitätsanspruch steigt.NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus lässt das Auktionsjahr mit drei opulent bestückten Auktionen ausklingen: am 3. Dezember mit der Auktion ALTE KUNST (ab 9.30 Uhr) sowie am 4. Dezember mit Moderner und Zeitgenössischer Kunst in einer gut sortierten Tagesauktion (15 Uhr) sowie den „Ausgewählten Werken“ ab 17.30 Uhr (siehe dazu gesonderte Pressemitteilung und Newsletter). Damit zeigt NEUMEISTER erneut hohe Kompetenz auf den Sektoren Alte Kunst sowie Moderne und Zeitgenössische Kunst.

 

Beachtlich und zahlreich sind die Höhepunkte. An der Spitze der Auktion stehen zwei sehr qualitätvolle Porträts von Joseph Stieler aus einer deutschen Privatsammlung: das der Amalie Ludovika Gräfin von Sayn-Wittgenstein-Sayn sowie das ihres älteren Bruders Christian Gustav Wilhelm Leontinus Graf zu Sayn-Wittgenstein-Sayn.

 

Ein weiteres Highlight unter den Gemälden des 19. Jahrhunderts ist Carl Friedrich Moritz Müllers Werk Eine Tiroler Bauernfamilie verteidigt ihr Haus gegen angreifende Soldaten aus dem Jahr 1844. Es zeigt eine dramatische Szene des Tiroler Volksaufstandes von 1809.Zwei Niederländer aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts führen die Lose der Altmeister an: die Bewaldete Ufer landschaft mit Reiter und Bettler von Rafel Govertsz Camphuysen sowie die Südliche Hafenansicht mit Palast von Gerard Houckgeest.Die deutsche sakrale Skulptur des 15. Jahrhunderts ist durch zwei herausragende Exemplare würdig vertreten: eine Maria mit Kind aus Lindenholz aus der Werkstatt Jakob Kaschauers um 1440/50 sowie eine mittelfänkische Pietà mit ausdrucksvollen Physio gnomien der Maria und des Leichnam Jesu.Highlights beim Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts sind ein prachtvoller Konsoltisch und Wandspiegel, ein Deckelhumpen aus Moskau, eine Beauvais-Tapisserie mit einem Motiv nach François Boucher sowie eine charmante und seltene, 24 Figuren umfassende Affenkapelle aus Meissner Porzellan.Asiatika: Ein sehr fein gearbeiteter thailändischer Bronze-Buddha „Shakyamuni“ im Ayudha-Stil um das Jahr 1600 sowie ein Paar monumentale Cloisonné-Vasen aus dem China des 19. Jahrhunderts sind in diesem Segment die führenden Lose.Das Kunsthandwerk des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts repräsentieren eine seltene Jugendstil-Nautilus-Muschel-Lampe von Gustav Gurschner (Wien, um 1899) und eine Tänzerin im Art-Déco-Stil von Demetre Chiparus (um 1925).Ein eigener Katalog ist bei NEUMEISTER traditionell dem Schmuck gewidmet, in dem die Bieter ganz besondere Glanzlichter erwarten. Herausragend sind hier etwa eine florale Parure im Originaletui von Fumanti Roma (um 1895/90) und ein Paar indischer Armbänder mit Navaratna-Edelsteinen (Mogul, um 1860). Schmuck des Art Déco von seiner schönsten Seite: ein eleganter Anhänger aus Platin mit Smaragd und Brillant (England, um 1920/25) sowie eine Doppelclipbrosche mit floral verspielten und geometrisch strengen Elementen – ebenfalls aus Platin (Deutschland, um 1930).NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat – nicht zuletzt deshalb zählt es zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

 

JOSEPH STIELER. Amalie Ludovika Gräfin von Sayn-Wittgenstein-Sayn. 1825.Lot 612, Taxe 25.000 – 30.000 €CARL FRIEDRICH MORITZ MÜLLER. Eine Tiroler Bauernfamilie verteidigt ihr Haus gegen angreifende Soldaten. 1844.Lot 574, Taxe 10.000 – 15.000 €JOSEPH STIELER. Christian Gustav Wilhelm Leontinus Graf zu Sayn-Wittgenstein-Sayn.Lot 613, Taxe 20.000 – 25.000 €RAFEL GOVERTSZ CAMPHUYSEN. Bewaldete Uferlandschaft mit Reiter und Bettler. Erste Hälfte 17. Jh.Lot 455, Taxe 10.000 – 12.000 €GERARD HOUCKGEEST. Südliche Hafenansicht mit Palast. Erste Hälfte 17. Jh.Lot 479, Taxe 10.000 – 12.000 €JAKOB KASCHAUER, Werkstatt. Maria mit Kind. Lindenholz, um 1440/50.Lot 117, Taxe 20.000 – 25.000 €Pietà. Mittelfränkisch (Nürnberg?), um 1480/90.Lot 118, Taxe 20.000 – 22.000 €Deckelhumpen. Moskau, Mitte 18. Jh.Lot 32, Taxe 18.000 – 19.000 €Konsoltisch und Wandspiegel. Mitte 18. Jh.Lot 154, Taxe 38.000 – 40.000 €Tapisserie. Beauvais, Mitte 18. Jh.Lot 162, Taxe 23.000 – 25.000 €Affenkapelle mit 24 Figuren. Meissen.Lot 17, Taxe 6.000 – 8.000 €Bronze-Buddha „Shakyamuni“. Thailand, um 1600.Lot 91, Taxe 22.000 – 25.000 €Ein Paar monumentale Cloisonné-Vasen. China, 19. Jh.Lot 96, Taxe 18.000 – 19.000 €Tänzerin. Demetre Chiparus, um 1925.Lot 80, Taxe 2.500 – 3.000 €Nautilus-Muschel-Lampe. Entwurf Gustav Gurschner, Wien, um 1899.Lot 79, Taxe 4.000 – 5.000 €Florale Parure. Im Originaletui, um 1885/90 von Fumanti Roma.Lot 171, Taxe 32.000 – 36.000 €Ein Paar indische Armbänder mit Navaratna-Edelsteinen. Mogul, um 1860.Lot 193, Taxe 5.000 – 8.000 €Anhänger. Platin mit Smaragd und Brillant. England, um 1920/25.Lot 214, Taxe 9.500 – 13.000 €Doppelclipbrosche. Platin mit Diamanten. Deutschland, um 1930.Lot 217, Taxe 10.000 – 11.000 €

 

Vorbesichtigungszeiten für beide Auktionen27. November bis 1. Dezember, täglich von 9 bis 17.30 Uhr,am Wochenende von 11 bis 17 UhrAuktionstermine3. Dezember 2014: ALTE KUNST ab 9.30 Uhr4. Dezember 2014: MODERNE und ZEITGENÖSSISCHE KUNST ab 15 Uhr; AUSGEWÄHLTE WERKE ab 17.30 UhrFür Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte anBernd DegnerPresse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.com

Pressenachbericht AUKTION ALTE KUNST 365 am 24. September 2014

Die NEUMEISTER Auktion ALTE KUNST am 24. September 2014 verlief sehr angeregt mit Bietern u.a. aus Rußland, Ungarn, Japan und den USA im voll besetzten Saal, im Netz und an den Telefonen. Groß war das Interesse vor allem beim Kunsthandwerk, hier kam es immer wieder zu lebhaften Bietgefechten. Besonders gut verkauften sich kunstvoll gearbeitete Augsburger Silberarbeiten des 18. Jahrhunderts, sowie ein Gemälde von Michael Neher der Braunschweiger St. Martinskirche. Letzteres erlöste, auf 20.000 Euro taxiert und von Bietern heftig umkämpft nahezu 100.000 Euro.

 

Auktionshighlight im Bereich Kunsthandwerk waren eine Augsburger Terrine mit Présentoir aus vergoldetem Silber, die 23.000 Euro erlöste, sowie die Kleinplastik „Der Bocksprung“ von Wilhelm Haverkamp, der die Taxe von 2.800 Euro in einen Erlös von knapp 10.000 Euro verwandelte. Überraschungsergebnis: eine charmante Spieldose mit Singvogel (Los 137), die, auf 700 Euro taxiert, nahezu 9.000 Euro erlöste. Top-Los bei den Möbeln war eine fränkische Kommode mit bildschöner Würfelmarquetterie aus dem 18. Jahrhundert (Lot 170), die, auf 2.000 Euro geschätzt mehr als 10.000 Euro erlöste.

 

Die Schmuckauktion, die selektiver, jedoch ebenfalls sehr animiert verlief, wurde inspiriert durch die Versteigerung des sogenannten Papstrings (Lot 200, Taxe 2.500), der mehr als 3.000 Euro erlöste. Ein seltenes Ohrgehänge mit Mohren - büsten (Lot 258, Taxe 1.800), erzielte einen Bruttoerlös von mehr als 3.300 Euro. Insgesamt konnte hier bei niedrigerer Quote ein hoher Umsatz erzielt werden, der durch einen starken Nachverkauf weiter deutlichen Zuwachs erhielt.

 

Eine besondere Rarität fand gleich zu Beginn der Auktion am Nachmittag einen begeisterten Käufer: Das „Decretum Gratiani“, eine seltener Wiegendruck des ausgehenden 15. Jahrhunderts (Lot 364, Taxe 1.200 Euro), fand einen begeister ten Käufer (Erlös 6.350 Euro). Etwas später gelang es einem Auftragsbieter nach ambitioniertem Bietgefecht per Telefon gegen Saal und Internet „Die St. Martins - kirche in Braunschweig“ (Lot 554) von Michael Neher für einen Schweizer Kunden zu sichern. Mit nahezu 100.000 Euro Erlös konnte die Taxe von 20.000 Euro verfünffacht werden. Ebenfalls eine bemerkenswerte Steigerungsrate legte die „Bauernfamilie am Guckkasten“ (Lot 453) aus dem Umkreis des Nieder - länders Bernardus van Schijndel (17. Jh.) hin, die mit einem Erlös von mehr als 16.000 Euro die Taxe von 2.000 Euro mehr als verachtfachte.

 

 

 

Katrin Stoll, Inhaberin von NEUMEISTER Münchener Kunstauktionhaus: „Es war heute eine beson dere Stimmung im Saal – nicht zuletzt auch im Hinblick auf unsere Wittelsbach/Habsburg-Auktion am Abend. Im Saal und bei den telefonischen Bietern herrschte großes Interesse, das zu vielen starken Ergebnissen führte - die unsere Premiumposition im deutschen Markt weiter festigen. Was uns besonders freut, ist, dass wir hochwertige Juwelen als festen Bestandteil bei NEUMEISTER etablieren konnten und natürlich die guten Ergebnisse in diesem Segment.”

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa sechs bis acht Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck, Uhren sowie Teppiche. Dank regelmäßig veranstalteter Sonderauktionen konnte sich NEUMEISTER auch auf diesem Feld einen besonderen Namen verdienen. NEUMEISTER gehört nicht zuletzt deshalb zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

 

Nachverkauf zu dieser Auktion noch bis 15. Oktober 2014Besichtigung der Objekte auf Anfrage.Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr

 

Kommende Auktionen3. Dezember 2014: ALTE KUNSTVorbesichtigung von Do., 27. November bis Mo., 1. Dezember 20144. Dezember 2014: MODERNE und ZEITGENÖSSISCHE KUNSTVorbesichtigung von Do., 27. November bis Mi., 3. Dezember 2014

 

Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationenüber weitere Objekte wenden Sie sich bitte an

 

Bernd Degner, Presse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.com

 

 

 

Michael Neher „St. Martinskirche in Braunschweig“ (Detail). Lot 554Erlös 99.060 € (Taxe 20.000 €)

 

Spieldose mit Singvogel. Lot 137Erlös 8.890 € (Taxe 700 €)

 

Terrine und Présentoir. Lot 44Erlös 29.210 € (Taxe 23.000 €)

 

Vase „vigne et escargot“, Daum. Lot 89Erlös 8.890 € (Taxe 4.000 €)

 

„Der Bocksprung“, Wilhelm Haverkamp, 1891. Lot 157Erlös 9.525 € (Taxe 2.800 €)

 

Kommode, Süddt. (Franken), 18. Jh. Lot 170Erlös 10.795 €; (Taxe 2.000 €)

 

Wandbehang, indo-portugiesisch, 17. Jh. Lot 181Erlös 16.510 € (Taxe 12.000 €)

 

Papstring. Lot 200Erlös 3.175 € (Taxe 2.500 €)

 

Diamant-Saphir-Armband. Lot 243Erlös 9.017 € (Taxe 7.000 €)

 

Boulderopal-Ohrgehänge mit Brillantbesatz. Lot 305Erlös 6.096 € (Taxe 4.500 €)

 

Ohrgehänge „Mohren“. Lot 258Erlös 3.302 € (Taxe 1.800 €)

 

Bauernfamilie am Guckkasten. Lot 453Erlös 16.510 € (Taxe 2.000 €)

 

Decretum Gratiani. Lot 364Erlös 6.350 € (Taxe 1.200 €)

 

Karl Raupp „Familienidyll am Seeufer“. Lot 568Erlös 10.160 € (Taxe 2.500 €)

 

Michael Neher „St. Martinskirche in Braunschweig“. Lot 554Erlös 99.060 € (Taxe 20.000 €)

Pressenachbericht SONDERAUKTION ALTE KUNST 365 am 24. September 2014

Die NEUMEISTER Sonderauktion „Aus wittelsbachischen und Habsburgischen Nachlässen“ am 24. September 2014 verlief im bis auf den letzten Platz besetzten Saal (es musste nachbestuhlt werden) sehr angeregt und lebhaft. Katrin Stoll, Inhaberin von NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus: „Das Interesse und die Nachfrage hat uns überwältigt. Was uns ganz besonders freut ist, dass bei vielen der versteigerten Objekte Museen den Zuschlag erhielten, die Werke also in Kürze der Öffentlichkeit zugänglich sein werden – sei es in Schloss Schönbrunn, der Wiener Hofburg, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin oder in Schloss Clemenswerth im Emsland. Und natürlich freuen wir uns sehr für unsere Einlieferer, für die wir unsere Gesamttaxe nahezu verdoppeln konnten. Das bestätigt uns in unserer Philosophie, wirklich nur noch Premiumprodukte anzunehmen und anzubieten.“

 

Wie erwartet lag das größte Interesse bei den Objekten aus dem unmittelbaren Umkreis der Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sisi). Daneben verkauften sich besonders gut Wittelsbacher-Porträts des 18. Und 19. Jahrhunderts.

 

Auktionshighlight war das Kinderporträt der Kaisertochter Marie Valerie von Hans Makart (Lot 1074, Taxe 40.000 Euro), das mehr als 146.000 Euro erlöste. Es ging an einen österreichischen Privatsammler. Wie bereits vor der Auktion vermutet, erlöste Top-Los 1070, „Kaiserin Elisabeth auf den Stufen des Achilleion“ mit knapp 70.000 Euro ein Vielfaches der Taxe von 10.000 Euro. Ein weiteres Spitzenlos war Franz Adams Skizze in Öl der „Kaiserin Elisabeth zu Pferd“ (Taxe 8.000 Euro, Lot 1064), die mit einem Erlös von mehr als 45.000 Euro die Taxe mehr als verfünffachen konnte. Ebenfalls die Taxe mehr als verfünffachen konnte ein Kinderporträt der Erzherzogin Hedwig von Österreich-Toskana (Lot 1075), das einen Erlös von mehr als 8.000 Euro einspielte. Josef Kriehubers Aquarell wie das der Schwiegermutter Kaiserin Elisabeths, Erzherzogin Sophies von Österreich (Lot 1059, Taxe 3.000 Euro), erlöste nach ambitioniertem Hin- und Herbieten zwischen Saal und Telefon mehr als 24.000 Euro.

 

Doch auch bei den Wittelsbachern wurde lebhaft zugeschlagen: Ein Porträt von Pfalzgraf Christian III. von Zweibrücken-Birkenfeld (Lot 1027, Taxe 3.000 Euro) erlöste mehr als 16.000 Euro, das seiner Frau Karoline (Lot 1028, Taxe 4.000 Euro) knapp 18.000 Euro – beide Porträts ersteigerte ein privater Bieter am Telefon. Sehr erfolgreich auch das Ergebnis des Porträts Johann Georg Edlingers von Herzog Wilhelm in Bayern (Lot 1034, Taxe 4.000 Euro), das nach sehr spannendem Bietergefecht mehr als 20.000 Euro erlöste.

 

Katrin Stoll, Inhaberin von NEUMEISTER Münchener Kunstauktionhaus, die die Auktion auch leitete: „Wir freuen sehr über die Superergebnisse. Und sehen uns sehr darin bestätigt, daß unsere Philosophie, mehr denn je bei Einlieferung auf absolut erstklassige Kunst zu achten, wirklich aufgeht. Das zeigte sich am großen Interesse im Saal, und auch bei den Bietern am Telefon und via Internet. Mit Verlauf und Ergebnis unserer Sonderauktion „Aus wittelsbachischen und habsburgischen Nachlässen“ sind wir mehr als hochzufrieden.”

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa sechs bis acht Auktionen inter nationaler Reichweite. Versteigert werden Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Euro päisches Kunstgewerbe, Schmuck, Uhren sowie Teppiche. Dank regel mäßig veranstalteter Sonder auktionen konnte sich NEUMEISTER auch auf diesem Feld einen besonderen Namen verdienen. NEUMEISTER gehört nicht zuletzt deshalb zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

 

Nachverkauf zu dieser Auktion noch bis 15. Oktober 2014Besichtigung der Objekte auf Anfrage.Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr

 

Kommende Auktionen3. Dezember 2014: ALTE KUNSTVorbesichtigung von Do., 27. November, bis Mo., 1. Dezember 20144. Dezember 2014: MODERNE und ZEITGENÖSSISCHE KUNST

 

Vorbesichtigung: Do., 27. November, bis Mi., 3. Dezember 2014Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationenüber weitere Objekte wenden Sie sich bitte an

 

Bernd Degner, Presse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.com

 

 

 

Josef Arpád von Koppay „Kaiserin Elisabethvon Österreich auf den Stufen des Achilleions“. Lot 1070Erlös 69.850 € (Taxe 10.000 €)

 

Hans Makart „Erzherzogin Marie Valerievon Österreich als Kind“. Lot 1074Erlös 146.050 € (Taxe 40.000 €)

 

Franz Adam, „Kaiserin Elisabeth von Österreich zu Pferd“.Lot 1064Erlös 45.720 € (Taxe 8.000 €)

 

György Vastagh, „Erzherzogin Hedwigvon Österreich-Toskana als Kind“. Lot 1075Erlös 8.255 € (Taxe 1.500 €)

 

Josef Kriehuber „Erzherzogin Sophie vonÖsterreich, Prinzessin von Bayern“. Lot 1059Erlös 24.130 € (Taxe 3.000 €)

 

Emil Rabending „Kaiser Franz Joseph I. vonÖsterreich“. Lot 1068Erlös 2.540 € (Taxe 300 €)

 

Felician von Myrbach-Rheinfeld „Kaiser Franz Joseph I.von Österreich an seinem Schreibtisch“. Lot 1069Erlös 8.890 € (Taxe 800 €)

 

Eduard Kaiser „Kaiser Franz Joseph I. und KaiserinElisabeth von Österreich mit ihren Kindern ErzherzoginGisela und Kronprinz Rudolf“. Lot 1071Erlös 3.556 € (Taxe 300 €)

 

Johann Georg Edlinger,„Herzog Wilhelm in Bayern“. Lot 1034Erlös 20.320 € (Taxe 4.000 €)

 

Pfalzgraf Christian III. v. Zweibrücken-Birkenfeld.Deutsch, 18. Jh. Lot 1027Erlös 16.510 € (Taxe 3.000 €)

 

Pfalzgräfin Karoline v. Zweibrücken-Birkenfeld,Deutsch, 18. Jh. Lot 1028Erlös 17.780 € (Taxe 4.000 €)

 

Peter Jacob Horemans, „Prinz Maximilian Joseph von Pfalz-Zweibrücken“ Lot 1025Erlös 12.700 € (Taxe 3.000 €)

 

Franz von Stuck, „Widmung der Münchner Künstler anPrinzregent Luitpold“. Lot 1053Erlös 27.940 € (Taxe 8.000 €)

Pressevorbericht SONDERAUKTION ALTE KUNST 365 am 24. September 2014

Familienbande – 100 Gemälde aus Wittelsbacher und Habsburger BesitzNEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus versteigert am 24. September 2014 in einem spektakulären Evening Sale rund hundert Gemälde und Graphiken aus dem Besitz der ehemals regierenden Häuser Bayerns und Österreichs. Zahlreiche Neuentdeckungen. „Es ist eine ganz besondere Gelegenheit, diese einzigartige aus mehreren Nachlässen entstandene Gemäldesammlung versteigern zu dürfen. Eine Auktion, die an klassische Attic Sales wie den von Chatsworth 2010 oder die Welfen-Auktion von 2005 erinnert.“ begeistert sich Katrin Stoll, Inhaberin von NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus. „Natürlich ist es die kaiserliche, königliche und kurfürstliche Herkunft, jenes dynastische Element, was diese Auktion so herausragend macht. Der eigentliche Charme, jener mich menschlich anrührende Zauber, jedoch kommt aus der Privatheit, ja der Intimität, die sich einem beim Betrachten dieser erstmals öffentlich zu sehenden Werke einstellt. Nehmen Sie nur die Kinderbilder: Die beiden Kinder von Kaisertochter Gisela für die stolzen Großeltern, ein Kinderbild von Marie Valerie, das der Kaiser für seine Frau bei Makart in Auftrag gab, und, und, und … Eine einmalige Gelegenheit, historische Erinnerungsstücke – etwa an Kaiserin Elisabeth (Sisi) – zu erwerben.“Nahezu alle Objekte (Vorbesichtigungstermine in der NEUMEISTER Repräsentanz in Wien, 10. bis 13. September, und im Stammhaus in München vom 18. bis 22. September), die in dieser Versteigerung zum Aufruf kommen, hoch oder niedrig taxiert, kurios, charmant, in einem Fall auch tragisch, sind seit ihrer Entstehung im Besitz der Habsburger und Wittelsbacher, respektive wurden von diesen in Auftrag gegeben. Sie bestechen durch ihre Authentizität und werden zum allergrößten Teil erstmals überhaupt dem Kunstmarkt angeboten.Die Lose dieser Sonderauktion stammen aus Nachlässen von Mitgliedern des Hauses Wittelsbach und des österreichischen Kaiserhauses, darunter Prinzregent Luitpold (1821–1912) und König Ludwig III. von Bayern (1845–1921) sowie das österreichische Kaiserpaar Franz-Joseph I. (1830–1916) und Kaiserin Elisabeth, gen. Sisi, (1837–1898) und Prinzessin Gisela von Bayern (1856–1932). Zahlreiche Gemälde kommen aus dem Nachlass von Herzog Clemens Franz de Paula von Bayern (1722–1770).Herausragende und repräsentative Objekte dieser Sammlung sind– Franz Adam. Kaiserin Elisabeth von Österreich zu Pferd. Ein bislang unbekanntes Werk des Künstlers. Schätzpreis 5.000 – 6.000 Euro– Dietrich Monten. „Revue im Lager von Augsburg“, 1839. Schätzpreis 6.000 – 8.000 Euro– Eine seltene Arbeit von Peter von Hess: „Im Pferdestall“, 1818. Schätzpreis 5.000 – 8.000 Euro– Josef Arpád von Koppay. Kaiserin Elisabeth von Österreich auf den Stufen des Achilleion. Schätzpreis 10.000 – 15.000 Euro.– Hans Makart. Bildnis der Erzherzogin Marie Valerie von Österreich. Schätzpreis 40.000 – 50.000 Euro– Albrecht Adam. „Napoleon mit Gefolge vor dem brennenden Moskau“, Aquarell (mit dem Sammlungsstempel Kaiser Franz Josephs I.). Schätzpreis 12.000 – 15.000 Euro– Peter Jakob Horemans und Werkstatt: 13 Bildnisse von Mitgliedern des Hauses Wittelsbach. In Auftrag gegeben von Herzog Clemens Franz de Paula von Bayern. (1722– 1770). Die als Familiengalerie gedachte Porträtserie entstammt der Hoffnung dieses Bayernfürsten auf die Kurwürde, die seine Nachfahren mit dem Tod von Kurfürst Maximilian III. Joseph 1777 geerbt hätten, wenn sie nicht im Kindesalter bereits verstorben wären (Bildmaterial und Taxe noch nicht verfügbar).– Georges Desmarées oder Werkstatt: mehrere Wittelsbacher-Porträts (Bildmaterial und Taxe noch nicht verfügbar).Bei den beiden letztgenannten Künstlern (Horemans und Desmarées) laufen noch die Recherchen, daher können wir Ihnen leider noch keine konkreteren Informationen und Bildmaterial zu diesen Objekten geben.NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr ver an - staltet NEUMEISTER etwa zwölf Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u. a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themen schwer - punkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat und nicht zuletzt deshalb zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands zählt.VorbesichtigungstermineWien10. bis 13. September 2014NEUMEISTER Kunstauktionen, WienLobkowitzplatz 1, 1010 WienTelefon +43 (0)1 513 86 40München18. bis 22. September 2014NEUMEISTER Münchener KunstauktionshausBarer Str. 37Telefon +49 (0)89 23 17 10-0Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte anBernd Degner, Presse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.com

 

JOSEF ARPÁD VON KOPPAYKaiserin Elisabeth von Österreich auf den Stufen des Achilleion.Taxe 10.000– 15.000 €HANS MAKARTBildnis der Erzherzogin Marie Valerie von Österreich.Taxe 40.000– 50.000 €FRANZ ADAMKaiserin Elisabeth von Österreich zu Pferd.Bislang unbekanntes Werk des Künstlers.Taxe 5.000– 6.000 €DIETRICH MONTEN„Revue im Lager von Augsburg“, 1839.Taxe 6.000– 8.000 €PETER VON HESS„Im Pferdestall“, 1818.Taxe 5.000– 8.000 €ALBRECHT ADAM„Napoleon mit Gefolge vor dem brennenden Moskau“.Aquarell (mit dem Sammlungsstempel Kaiser Franz Josephs I.).Taxe 12.000– 15.000 €

Pressevorbericht ALTE KUNST 365 am 24. September 2014

Vorbesichtigung: 18. bis 22. September 2014Täglich von 9 bis 17.30 UhrSamstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr

 

Ansichten ändern sich. Der Qualitätsanspruch steigt.

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus läutet am 24. September die Herbstsaison mit gleich zwei Auktionen ein: der hochkarätig bestückten Tagesauktion ALTE KUNST (ab 9.30 Uhr) sowie der spektakulären Sonderauktion „Aus wittelsbachischen und habsburgischen Nachlässen“ am Abend (ab 18.00 Uhr, siehe gesonderte Pressemitteilung und Newsletter).Damit belegt NEUMEISTER einmal mehr die hohe Kernkompetenz auf den Sektoren hochwertige Alte Kunst, Kunst der Moderne und Sonderauktionen. In der Tagesauktion ALTE KUNST am 24. September 2014 versteigert NEUMEISTER das herausragende Gemälde Mondscheinlandschaft von Carl Spitzweg, desweiteren kommen Werke von Felix Schlesinger, Michael Neher und Eduard Magnus zum Aufruf. Eine Rarität ist die aus österreichisch-ungarischem Adelsbesitz stammende Sammlung von 75 Albumblättern, die einen exzellenten kulturgeschichtlichen Einblick in die Tradition des Sammelalbums im frühen 19. Jahr hundert gibt. Daneben werden in dieser Auktion eine seltene Tapisserie und Majolika aus dem 17. Jahrhundert, eine vergoldete Augsburger Silberterrine mit Présentoir aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sowie eine kleine, feine Sammlung von Vasen der Glasbläserei Venini in Murano aus dem 20. Jahrhundert versteigert.Beim Schmuck dürfte insbesondere ein Los die Kenner begeistern: NEUMEISTER ist es gelungen einen Ring mit einem der sehr seltenen Kashmir-Saphire ins Angebot zu holen, deren Vorkommen seit mehr als 50 Jahren erschöpft ist. Ein Kuriosum stellt ein „Papstring“ aus dem 15. Jahrhundert dar, von dem sich weltweit nur etwa 100 erhalten haben.

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr ver an staltet NEUMEISTER etwa zwölf Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u.a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat und nicht zuletzt deshalb zu den führenden Auktions häusern Deutschlands zählt.CARL SPITZWEG (1808 München– 1885 ebenda)„Mondscheinlandschaft“Taxe 120.000– 150.000 €, Lot 586FELIX SCHLESINGER (1833 Hamburg– 1910 ebenda)„Die neuen Modelle“Taxe 20.000– 25.000 €, Lot 576MICHAEL NEHER (1798 München– 1876 ebenda)„Die St. Martinskirche in Braunschweig“Taxe 20.000– 30.000 €, Lot 554EDUARD MAGNUS (1799 Berlin– 1872 ebenda)„Paul Heyse“Taxe 12.000–15.000 €, Lot 542

 

Sammlung von 75 Albumblättern. Österreich-Ungarn,1. Hälfte 19. Jh.Taxe 20.000– 25.000 €, Lot 388

 

Matthäus Kern (1801 Riedhausen– 1852 Wien)GeschwisterbildnisTaxe 800– 1.000 €, Lot 381

 

Behang. Indo-portugiesisch (wohl Bengalen/Indien) 17. Jh.Taxe 12.000– 14.000 €, Lot 181

 

Tapisserie. Brüssel, Werkstatt Frans J. van der Hecke(um 1595–1675). Nach einem Entwurf von Peter Paul Rubens.Taxe 30.000– 35.000 €, Lot 182

 

Teller (Tondino) „a berettino“. Faenza, um 1530.Taxe 28.000– 30.000 €, Lot 9

 

Schale. Urbino, um 1570.Taxe 28.000– 30.000 €, Lot 10

 

Apothekerkanne. Mittelitalien, 17. Jh.Taxe 5.800– 6.000 €, Lot 11

 

Lavabogarnitur aus Helmkanne und Becken. Augsburg,um 1765– 1767. Johann Martin I Satzger.Taxe 30.000– 35.000 €, Lot 41

 

Terrine und Présentoir. Augsburg, um 1771–1773 bzw. 1751–1753.Emanuel Gottfried Meisgeyer und Johann Christian I Drentwett.Taxe 18.000– 20.000 €, Lot 41

 

Kabinettschränkchen. Süddeutsch, 18./19. Jh.Taxe 900– 1.000 €, Lot 133

 

Vase „vigne et escargots“. Daum Frères, Nancy, um 1895.Taxe 4.000– 5.000 €, Lot 89

 

Vase „pulegoso“. Venini & C., Napoleone Martinuzzi, um 1930.Taxe 4.500– 5.000 €, Lot 105

 

Ring mit seltenem Kashmir-Saphir und Brillant-Diamant-Besatz. Um 1970/80.Taxe 40.000– 60.000 €, Lot 245

 

Juwelenring mit einem Intense Pink Orange Saphir.Taxe 7.000– 8.500 €, Lot 304

 

Art Déco-Cocktailarmband mit Diamant-Besatz.Frankreich, um 1930/35.Taxe 25.000– 28.000 €, Lot 209

 

„Papstring“. Italien, 15. Jh.Taxe 2.500–3.000 €, Lot 200

 

Manschettenknöpfe. Fabergé, St. Petersburg vor 1899.Taxe 1.500–1.800 €, Lot 201

 

 

 

Vorbesichtigungszeiten für beide Auktionen 18. bis 22. September täglich von 9 bis 17.30 Uhr, am Wochenende von 11 bis 17 UhrAuktionstermine 24. September 2014ALTE KUNST ab 9.30 UhrSONDERAUKTION ab 18 UhrFür Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte anBernd Degner, Presse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.com

Press Release SPECIAL AUCTION FINE ART 365 on 24 September 2014

Munich, 22 July 2014Family Bonds – 100 paintings of Wittelsbach and Habsburg possessionIn a spectacular evening sale on 24 September 2014 NEUMEISTER Fine Art Auctioneers will auction about one hundred paintings and drawings from the collection of the former ruling houses of Bavaria and Austria. Many new discoveries. ”It’s a very special opportunity auctioning off this unique collection of paintings stemming from several estates. An auction reminiscining me of classical attic sales like at Chatsworth 2010 or the Guelph auction of 2005.“ enthuses Katrin Stoll, owner of Munich based auction house NEUMEISTER Fine Art Auctioneers. ”Of course it is the imperial, royal and princely origin, that dynastic element, which makes this auction so outstanding. Its spell, this touching human charm, however, is due to the privacy, the intimacy, one feels when looking at these pictures, most of which have never before been on public display. Take the children’s portraits for instance: The children of Gisela, which the Austrian Emperors daughter had portrayed for the proud imperial grandparents, or the portrait of Marie Valerie as a two-year old by Hans Makart, which the emperor gave to his wife on the occasion of a return from one of her travels ... This sale really is a very unique opportunity to acquire historic memorabilia – not least about Empress Elisabeth, also known as Sisi.“Almost all objects called up in this auction (Preview Days in NEUMEISTER’s Vienna office from 10 to 13 September, and at the Munich headquarter from 18 to 22 September), may they be estimated high or low, may they be quaint or charming, or, as in one or two cases truly tragic, have always been in the possession of the Habsburg and Wittelsbach families. Many of them having expressly been commissioned by members of these two dynasties – providing an awe-inspiring authenticity. The vast majority being offered on the art market for the very first time.All items of this special auction stem from estates of members of the House of Wittelsbach and the Austrian imperial family, including Prince Regent Luitpold (1821–1912) and King Ludwig III of Bavaria (1845–1921) as well as the Austrian imperial couple Franz Joseph I (1830–1916) and Empress Elisabeth, called “Sisi”, (1837–1898) and Princess Gisela of Bavaria (1856–1932). Numerous paintings come from the estate of Duke Clemens Franz de Paula of Bavaria (1722–1770). Outstanding and representative objects of this collection are– Franz Adam. Empress Elisabeth of Austria on horseback. A previously unknown work by this artist. Estimate 5,000– 6,000 euros– Dietrich Monten. ”‘Revue‘ in the camp of Augsburg“, 1839. Estimate 6,000– 8,000 euros– A rare work by Peter von Hess: ”In the horse stable“, 1818. Estimate 5,000– 8,000 euros.– Joseph Arpad von Koppay. Empress Elisabeth of Austria on the steps of Achilleion (Corfu). Estimate 10,000– 15,000 euros.– Hans Makart. Portrait of Archduchess Marie Valerie of Austria. Estimate 40,000– 50,000 euros– Albrecht Adam. ”Napoleon and his entourage before the burning Moscow“, watercolour (with collection stamp of Emperor Franz Joseph I). Estimate 12,000– 15,000 euros– Peter Jakob Horemans and workshop: 13 portraits of members of the House of Wittelsbach. Commissioned by Duke Clemens Franz de Paula of Bavaria (1722–1770). This series of family portraits origins in this Bavarian prince’s hope to achieve electoral dignity for his descendants, once elector Maximilian III. Joseph had died. A hope however nourished in vain, for all his legitimate children had already died in infancy (images and estimates not yet available) long before the elector’s death in 1777.– Georges Desmarées or workshop: several Wittelsbach portraits (images and estimates not yet available).The works of the latter two artists (Horemans and Desmarées) are still being researched, so, for the moment being, we unfortunately cannot provide more information nor images.NEUMEISTER Fine Art Auctioneers came into existence in 1958. Today, the family enterprise is managed in second generation by the founders daughter Katrin Stoll as personal liable partner. Each year NEUMEISTER holds about twelve auctions of international reach. Lots sold range from fine art and old masters, modern and contemporary art, European applied art to jewellery, watches, tapestries and carpets. Due to regularly held special auctions NEUMEISTER also could acquire an excellent reputation in this field. Not least because of the latter, NEUMEISTER belongs to Germany’s leading auction houses.Preview DaysVienna10 to 13 September, 2014NEUMEISTER KunstauktionenLobkowitzplatz 11010 ViennaTelephone +43 (0)1 513 86 40Munich18 to 22 September, 2014NEUMEISTER Münchener KunstauktionshausBarer Str. 3780799 MunichPhone +49 (0)89 23 17 10-0For further information, high resolution pictures or information on other objects, please contactBernd Degner, Media RelationsT +49 (0) 89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.com

 

JOSEF ARPÁD VON KOPPAYEmpress Elisabeth of Austria on the steps of Achilleion (Corfu).Estimate 10,000– 15,000 €

 

HANS MAKARTPortrait of Archduchess Marie Valerie of Austria.Estimate 40,000– 50,000 €

 

FRANZ ADAMEmpress Elisabeth of Austria on horseback.A previously unknown work by this artist.Estimate 5,000– 6,000 €

 

DIETRICH MONTEN”‘Revue‘ in the camp of Augsburg“, 1839.Estimate 6,000– 8,000 €

 

PETER VON HESS”In the horse stable“, 1818.Estimate 5,000– 8,000 €

 

ALBRECHT ADAMWatercolour ”Napoleon and his entourage before the burning Moscow“(with collection stamp of Emperor Franz Joseph I).Estimate 12,000– 15,000 €

Pressenachbericht Auktion VARIA 211 vom 17. Juli 2014

Die letzte NEUMEISTER Auktion VARIA am 17. Juli 2014 verlief in lebhaft-angeregter Stimmung mit entsprechend positiven Ergebnissen. Groß war das Interesse vor allem bei Asiatika und Jadeschnitzereien, die teilweise ein deutlich Vielfaches des Schätzpreises erzielten. So erlöste etwa ein thronender chinesischer Buddha mit knapp 14.000 Euro nahezu das 35-fache seines Schätzpreises von 400 Euro. Ebenfalls stark nachgefragt wurden Kunsthandwerk aus Glas und Silber sowie Gemälde. Auktionshighlight mit Erreichen des 45-fachen Taxwerts war ein mit 180 Euro geschätztes böhmisches Becherglas, das mehr als 8.000 Euro erlöste.

 

Aus der Sammlung chinesischer Jadeschnitzereien, die sich generell sehr gut verkaufte, stachen als Toplose die „Große Krabbe“ (Lot 65, Erlös 6.096 Euro, Taxe 450 Euro), eine Plakette mit Lotosblüte (Lot 81, Erlös 2.794 Euro, Taxe 300 Euro) sowie drei Siegel (Lot 84, Erlös 1.905 Euro, Taxe 200 Euro) hervor. Der Glücksgott Fukurokuju (Qing-Dynastie) erzielte mit gut 3.500 Euro Bruttoerlös knapp das Neunfache seiner Taxe von 400 Euro. Die Asiatika wurden größtenteils von einem chinesischen Händler ersteigert.

 

Europäische Sammler und Händler begeisterten sich hingegen eher für klassisches Kunsthandwerk: So etwa für einen russischen Kugelfußbecher aus Silber aus der Mitte des 19. Jahrhunderts (Taxe 400 Euro), der mit mehr als 1.900 Euro über das Sechsfache erlöste und nach Übersee ging oder für eine bezaubernde italienische Miniatur mit dem Motiv der Flora aus der Zeit um 1800, das ein süddeutscher Bieter mit knapp 1.800 Euro Erlös für sich entschied und damit die Taxe von 150 Euro nahezu verzwölffachte.Ebenfalls sehr gut angenommen wurde eine silberne Dose mit Katharina der Großen im Prunk - harnisch, Ende 18. Jh., deren Taxe von 500 Euro sich dank eines Käufers aus dem Rheinischen knapp verfünffachte (Erlös 2.413 Euro). Gute Ergebnisse auch bei Porzellanobjekten: Ein Kaffee- und Tee-Service von Royal Copenhagen konnte mit einem Erlös von gut 3.500 Euro die Taxe von 800 Euro vervierfachen, 32 Meissener Schachfiguren erzielten brutto gut 4.800 Euro (Taxe 1.500 Euro).Ebenfalls sehr zufriedenstellend: die Ergebnisse bei den Gemälden. Ein Heiliger Rochus aus dem 16. Jahrhundert erlöste gut 2.500 Euro (Taxe 900 Euro), eine schüchterne Odaliske, auf 1.000 Euro taxiert, fand für gut 4.800 Euro (Erlös) einen neuen Liebhaber und die impressionistische „Dame im Sonntagskleid beim Blumenpflücken“ (Taxe 900 Euro) begeisterte so sehr, dass sie knapp 2.800 Euroerlöste.Katrin Stoll, Inhaberin von NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus: „Wir freuen uns sehr, dass unsere letzte VARIA Auktion so gute Ergebnisse gebracht hat, was uns einmal mehr bestätigt, dass es die Qualität ist, die gute Ergebnisse bringt. Daher werden wir unsere Kernkompetenzen ALTE KUNST und MODERNE weiter stärken, das Sortiment straffen und die Objektwerte anheben, um unser Stellung als Premium-Kunstauktionhaus weiter auszubauen. Den Beweis werden wir am 24. September mit einer ganz besonderen Sonderauktion antreten – Sie können gespannt sein!“NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr ver an staltet NEUMEISTER etwa zwölf Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u. a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themen schwer punkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat und nicht zuletzt deshalb zu den führenden Auktions häusern Deutschlands zählt.Nachverkauf zu dieser Auktion noch bis 8. August 2014Besichtigung der Objekte auf Anfrage.Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 UhrFür Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an Bernd Degner, Presse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.comBecherglas mit Fliege. Böhmen, Anfang 19. Jh., Lot 140Erlös 8.255 € (Taxe 180 €)Thronender Buddha. China, Ende 19./Anfang 20. Jh., Lot 119Erlös 13.970 € (Taxe 400 €)Kugelfußbecher. Moskau, um 1856. Lot 170Erlös 1.905 € (Taxe 400 €)Medaillon Fresca „Flora“. Italien, ca. 1800. Lot 665Erlös 1.778 € (Taxe 150 €)32 Schachfiguren. Meissen. Lot 37Erlös 4.826 Euro (Taxe 1.500 Euro)Dose. St. Petersburg, um 1790(?). Lot 227Erlös 2.413 € (Taxe 500 €)Müller. Odaliske. Lot 776Erlös 4.826 € (Taxe 1.000 €)Peter Paul Müller. Dame im Sonntagskleid beim Blumenpflücken. Lot 775Erlös 2.794 Euro (Taxe 900 Euro)Große Krabbe. China, Qing-Dynastie. Lot 65Erlös 6.096 € (Taxe 450 €)Fukurokuju. China, Qing-Dynastie. Lot 121Erlös 3.556 € (Taxe 400 €)Wasserbehälter. Süddt., 18. Jh. Lot 312Erlös 5.080 € (Taxe 800 €)Cachepot auf Sockel. 19. Jh. Lot 506Erlös 1.778 € (Taxe 500 €)Deckenlampe. Hohenzollern’sches Kunstgewerbehaus, Berlin um 1900. Lot 472Erlös 1.270 € (Taxe 550 €)Die Badende. Bronze. In Anlehnung an Etienne M. Falconet. Lot 433Erlös 3.302 € (Taxe 1.500 €)Kredenz. Italien, 17./18. Jh. und später. Lot 527Erlös 1.778 € (Taxe 800 €)Hermann Traugott Rüdisühli. Villa am Meer. Lot 793Erlös 1.397 € (Taxe 700 €)

Pressenachbericht Auktion ALTE KUNST 364 vom 2. Juli 2014

Die NEUMEISTER Auktion ALTE KUNST am 2. Juli 2014 verlief in angeregter, lebhafter Stimmung. Groß war das Interesse vor allem beim Kunsthandwerk, wo es immer wieder zu lebhaften Bietergefechten kam. Besonders gut verkauften sich Objekte aus dem Nachlass des Nürnberger Kunsthändlers Ernst Bretschneider, ebenfalls besonders stark nachgefragt wurden Gemälde aus dem 19. Jahrhundert.Auktionshighlights waren ein mit 1.000 Euro taxierter böhmischer Glaspokal, der für brutto 11.430 Euro in eine österreichische Privatsammlung ging sowie ein ebenfalls böhmisches Rubinglas schälchen aus der Zeit um 1700 (Taxe 300 Euro), das ein britischer Sammler um knapp das Zehnfache ersteigerte (3.000 Euro brutto). Bei den Gemälden zahlte ein russischer Sammler brutto mehr als 20.000 Euro für Eduard von Grützners „Dominikaner bei der Weinprobe“; einem österreichischen Sammler waren die Pfeife rauchenden Schulbuben in Carl Bernhard Schlössers „Die verbotene Frucht“ mit knapp 20.000 Euro brutto immerhin knapp das Fünffache der Taxe (4.000 Euro) wert.Hoch fielen auch die Zuschläge für einen Teller und drei Platten aus dem Wappenservice einer Nürnberger Patrizierfamilie (Taxe 2.000 Euro) aus, die 26.670 Euro erlösten; eine Kassette im Stil der Spätgotik (Taxe 600 Euro) ging für brutto 7.874 Euro weg, und eine frühbarocke Schleifkanne der Metzgerzunft (Taxe 500 Euro) erlöste mit mehr als 5.700 Euro deutlich mehr als das Zehnfache der Taxe. Ein mit 10.000 Euro attraktiv taxierter Kabinettschrank aus dem 17. Jahrhundert fand nach heftigem Bietergefecht für knapp 27.000 Euro brutto einen neuen Eigentümer.Mit stattlichen 24.130 Euro erlösten eine italienische Groteske mit Zwergen und Tieren in der Art des Faustino Bocchi (1659–1741) sowie James Waldhams „Erfolgreiche Jagd“ jeweils mehr als das Achtfache ihrer Taxe (3.000 Euro). Generell verkauften sich Gemälde in dieser NEUMEISTER Auktion sehr gut: So erlöste Julius II. Adams „Katzenmutter mit vier Jungen“ (Taxe 8.000 Euro) mit 26.670 Euro deutlich mehr als das Dreifache der Schätzung, Henri Joseph Harpignies‘ „Kinder mit Drachen“ verzwei ein halbfachten mit 12.700 Euro Bruttoerlös den Taxwert von 5.000 Euro. Carl Spitzwegs „Gebirgs landschaft mit Haus und Staffage“ (Taxe 15.000) konnte für brutto mehr als 38.000 Euro versteigert werden, sein Gemälde „Die Klamm“ erlöste deutlich mehr als 17.000 Euro.Überraschungen auch beim Schmuck, der in einem eigenen Katalog angeboten wurde: Eine Zuchtperlenkette (Taxe 6.500 Euro) wurde für brutto mehr als 12.000 Euro versteigert, ein Solitär-Brillantring (Taxe 13.000 Euro) erlöste beachtliche 16.510 Euro. Katrin Stoll, Inhaberin von NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus: „Mit Verlauf und Ergebnis unserer Auktion ALTE KUNST sind wir hochzufrieden. Wir freuen uns sehr über die guten Ergebnisse. Und sehen uns sehr darin bestätigt, dass unsere Philosophie, mehr denn je bei Einlieferung auf erstklassige Kunst zu achten, wirklich aufgeht. Das zeigte sich am großen Interesse im Saal und auch bei den telefonischen Bietern.”NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa zwölf Auktionen internationaler Reichweite. Versteigert werden u. a. Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren. Hinzu kommen vielbeachtete Sonderauktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, mit denen NEUMEISTER sich einen besonderen Namen gemacht hat und nicht zuletzt deshalb zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands zählt.Nachverkauf zu dieser Auktion noch bis 25. Juli 2014Besichtigung der Objekte auf Anfrage.Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 UhrFür Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationenüber weitere Objekte wenden Sie sich bitte anBernd Degner, Presse und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.comDeckelpokal mit transparent bemalten Medaillonauflagen. Böhmen, 1. Hälfte 18. Jh.Lot 44, Erlös € 11.430 (Taxe € 1.000)Rubinglasschälchen. Um 1700 Böhmen oder Potsdam. Tobias Baur.Lot 41, Erlös 2.921 (Taxe 300 €)Carl Bernhard Schlösser, Die verbotene Frucht.Lot 607, Erlös € 19.050 (Taxe € 4.000)Teller und drei Platten aus einem Wappenservice derer von Behaim/Fürer. Nürnberg, Mitte, 18. Jh.Lot 9, Erlös € 26.670 (Taxe €2.000)Kassette im Stil der Spätgotik.Lot 140, Erlös € 7.874 (Taxe € 600)Schleifkanne der Metzgerzunft aus Zinn. Leisnig, datiert 1683.Lot 149, Erlös € 5.715 (Taxe € 500)Kabinettschrank. Süddt., 2. Viertel 17. Jahrhundert.Lot 166, Erlös € 26.670 (Taxe € 10.000)Italienische Groteske mit Zwergen und Tieren; in der Art des Faustino Bocchi (1659–1741).Lot 497, Erlös € 24.130 (Taxe € 3.000)James Walsham Baldock, Erfolgreiche Jagd.Lot 524, Erlös € 24.130 (Taxe € 3.000)Eduard von Grützner. Dominikaner bei der Weinprobe.Lot 554, Erlös € 20.320 (Taxe € 9.000)Julius II. Adam, Katzenmutter mit vier Jungen.Lot 523, Erlös € 26.670 (Taxe € 8.000)Carl Spitzweg, Gebirgslandschaft mit Haus und Staffage.Lot 615, Erlös € 38.100 (Taxe € 15.000)Henri Joseph Harpignies, Kinder mit Drachen.Lot 560, Erlös € 12.700 (Taxe € 5.000)Carl Spitzweg, Die Klamm.Lot 617, Erlös € 17.780 (Taxe € 10.000)Solitär-Brillantring.Lot 341, Erlös € 16.510 (Taxe € 13.000)Zuchtperlenkette.Lot 336, Erlös € 12.065 (Taxe € 6.500)

Pressenachbericht Auktion MODERNE 55 vom 5. Juni 2014

Zu den Höhepunkten der beiden NEUMEISTER Auktionen gehörten der Verkauf eines bemerkenswert schönen Aquarells von Paul Klee zum Bruttoerlös von mehr als einer halben Million Euro, eines herausragenden Poliakoff-Spätwerks für 127.000 Euro sowie des intensiven Gemäldes „Mutter und Kind“ von Johann Georg Müller zu mehr als 100.000 Euro brutto. Überraschend hoch auch die Zuschläge für eine Skulptur von Paul Mount aus poliertem Edelstahl, die ausgehend von einer Taxe mit 5.000 Euro mehr als 17.000 Euro brutto erlöste und für ein Triptychon der Künstlerin Corinne Wasmuht, das mehr als 38.000 Euro brutto erlöste. 

Ein Highlight der Abend-Auktion Ausgewählte Werke war ganz eindeutig der mit Spannung erwartete Aufruf von Paul Klees Aquarell Garten von 1918 (Lot 323). Das Werk illustriert deutlich Klees bahnbrechende Bedeutung für die Moderne, namentlich der Abstraktion, deren Ursprünge in der berühmten Tunisreise Klees 1914 zu suchen sind. Das 26,2 × 12,2 cm große Bild erlöste brutto 508.000 Euro und ging an einen deutschen Sammler. Heinz Mack war mit einer sattblauen Arbeit von 1987 (Lot 325) vertreten, die von 10.000 Euro (Taxe) auf mehr als 22.000 Euro (Bruttoerlös) gesteigert wurde: Es war ein süddeutscher Sammler, der sich in einem Bietergefecht durchsetzte. Composition jaune et bleue (Lot 342 A), eine 97 × 130 cm große, späte Arbeit in Öl von Serge Poliakoff aus dem Jahr 1968 erlöste nach spannender Steigerung brutto 127.000 Euro. Aus dem Nachlass von Johann Georg Müller stammte das Werk Mutter und Kind, ein 1980 entstandenes Ölgemälde, das von der Taxe 40.000 Euro auf 107.950 Euro brutto sprang (Lot 517). Erfreulich auch der hohe Bruttoerlös von 38.100 Euro (Taxe 8.000 Euro) des Triptychons Paraná (Lot 348) in himmelblau der aus Dortmund stammenden Malerin Corinne Wasmuht, den ein Händler aus den USA zahlte. 

In der Nachmittags-Versteigerung des Hauptkataloges zeichnete sich eine Repatriierungstendenz ab: So ging eine Edelstahlskulptur (Lot 206) des britischen Künstlers Paul Mount für einen Bruttoerlös von 17.780 Euro zurück nach Großbritannien, die Farblithographie I am alone (Lot 214) von 2003 des Künstlers Yoshimoto Nara ging für knapp über 4.000 Euro (Bruttoerlös) zurück nach Japan. Die Keramikvase Woman mit dem Namen entsprechender Engobemalerei von Pablo Picasso (Lot 73, Taxe 1.500 Euro) aus dem Jahr 1955 erlöste brutto mehr als 5.800 Euro.

Katrin Stoll, Inhaberin von NEUMEISTER Münchener Kunstauktionhaus, die die Auktion auch leitete: „Einmal mehr bestätigte sich unsere Philosophie, bei der Einlieferung auf erstklassige Kunst zu achten. Dementsprechend groß war das Interesse im Saal und auch bei den telefonischen Bietern. Was mich persönlich freut ist, dass im Publikum ein Generationswechsel zu beobachten ist: Es gibt einige jüngere Bieter, private Bieter, die auch bereit sind, sich für erstklassige Ware erstklassig zu engagieren – vor allem im Bereich Contemporary Art. In Summe sind wir mit Verlauf und Ergebnis unserer MODERNE Auktion hochzufrieden.” 

Paul Klee. Garten. Lot 323

Erlös € 508.000 (Taxe € 400.000)

 

Pablo Picasso. Vase Woman. Lot 73

Erlös € 5.842 (Taxe € 1.500)

 

Paul Mount. Skulptur Ohne Titel. Lot 206

Erlös € 17.780 (Taxe € 5.000)

 

Yoshimoto Nara. I am alone. Lot 214

Erlös € 4.064 (Taxe € 1.000)

 

Heinz Mack. Ohne Titel. Lot 325

Erlös € 22.860 (Taxe € 10.000)

 

Johann Georg Müller. Mutter und Kind. Lot 336

Erlös € 107.950 (Taxe € 40.000)

 

Serge Poliakoff. Composition jaune et bleue. Lot 342A

Erlös € 127.000 (Taxe € 70.000)

 

Corinne Wasmuht. Paraná. Lot 348

Erlös € 38.100 (Taxe € 8.000)

Pressevorbericht VARIA 211 am 17. Juli 2014

PRESSEVORBERICHT Auktion VARIA 211 am 17. Juli 2014Vorbesichtigung: 12. bis 15. Juli 2014Täglich 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr

 

Ansichten ändern sich. Der Qualitätsanspruch steigt.

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus setzt die erfolgreiche Posi tio nierung als Qualitätshaus konsequent fort. Daher konzentrieren wir uns ab sofort auf die weitere Stärkung unserer traditionellen Kernkom pe ten zen ALTE KUNST und MODERNE. Die Auktionsreihe VARIA wird nicht fortgeführt. Am 17. Juli verabschiedet sich die VARIA mit einem Feuerwerk dekorativer Kunstobjekte und Sammlerstücke.Nach der Sommerpause läutet NEUMEISTER am 24. September die Herbstsaison mit einer spektakulären Sonderauktion im Rahmen der Auktion ALTE KUNST ein. Weitere Informationen folgen.NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus verabschiedet die Auktions reihe VARIA mit seltenen und selten schönen Stücken. So kommen zur Versteigerung eine süddeutsche Privatsammlung russischer Zigarettenetuis und Dosen, eine weitere süddeutsche Sammlung chinesischer Jade sowie qualitätvolle Miniaturen aus der Zeit um 1800.Zum Aufruf kommen desweiteren Kuriosa wie Schachfiguren der Königlichen Porzellanmanufaktur Meissen, eine Sammlung Gipsabgüsse von Gemmen und eine seltene Buddhafigur aus dem Nachlass der Stieftochter des Malerfürsten Franz von Stuck.Gerne würden wir Sie noch auf zwei besodnere Gemälde hinweisen: das geradezu impressionistische Werk Dame im Sonntagskleid beim Blumen pflücken des Landschaftsmalers Peter Paul Müller sowie – ganz offensichtlich von Böcklin inspiriert – die Villa am Meer des Schweizers Hermann Traugott Rüdisühli.Daneben werden seltene Asiatika, Glas- und Silberobjekte, Schmuck, Skulpturen und Teppiche sowie nachmittags Möbel und Gemälde vom 15. bis 20. Jahrhundert aufgerufen. Ausblick September 2014: Mit der Sonderauktion im Rahmen der Auktion ALTE KUNST am 24. September bietet NEUMEISTER im Sinne der Fokussierung auf die Kernkompetenzen etwas ganz Besonderes! Wir werden Sie als Medienvertreter rechtzeitig informieren.NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus besteht seit 1958. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Katrin Stoll als persönlich haftender Gesellschafterin geführt. Jedes Jahr veranstaltet NEUMEISTER etwa zwölf Auktionen internationaler Reichweite. Verauktioniert werden Alte Kunst, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Außereuropäische Kunst, Schmuck, Uhren sowie Teppiche. Dank regelmäßig veranstalteter Sonderauktionen konnte sich NEUMEISTER auch auf diesem Feld einen besonderen Namen verdienen. NEUMEISTER gehört nicht zuletzt deshalb zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands.

 

ZigarettenetuiTaxe € 600, Lot 211TabatièreTaxe € 350, Lot 223ZigarettenetuiTaxe € 250, Lot 209Gürtelhaken mit ChilongTaxe € 400, Lot 55Schleierschwanz zwischen PflanzenTaxe € 700, Lot 66Flaschenkürbis mit BlattwerkTaxe € 300, Lot 69Schnitzerei in Form einer BlüteTaxe € 350, Lot 75Herrenporträt im ProfilTaxe € 350, Lot 671DamenporträtTaxe € 250, Lot 668Fresca FloraTaxe € 150, Lot 66532 SchachfigurenTaxe € 1.500, Lot 37Thronender BuddhaTaxe € 400, Lot 119Ca. 90 Gipsabdrücke von GemmenTaxe € 500, Lot 363 Peter Paul Müller„Dame im Sonntagskleid beim Blumen pflücken“Taxe € 900, Lot 775Hermann Traugott Rüdisühli„Villa am Meer“Taxe € 700, Lot 793

Provenienzforschung: Pressemitteilung (PM) des ZIKG. Weinmüller-Kataloge jetzt online.

Pressemitteilung München, 23. Mai 2014

 

Meilenstein in der Provenienzforschung: Geschäftsunterlagen aus der Zeit des Nationalsozialismus ab sofort online

 

Sperrfrist: Dienstag, 27. Mai 2014, 12.00 Uhr; Freischaltung erfolgt zwischen 15 und 17 Uhr

 

Ab sofort über die Datenbank „Lost Art" (www.lostart.de) recherchierbar: Die im März 2013 im Keller von NEUMEISTER Kunstauktionshaus München gefundenen Auktionskataloge des während der Nazizeit in München und Wien tätigen Kunstversteigerers Adolf Weinmüller. NEUMEISTER macht sämtliche überlieferten Kataloge öffentlich: Im Detail handelt es sich um alle 33 annotierten Kataloge des Münchner Weinmüller-Hauses (1936-1943) sowie um die 11 gefundenen der 18 Kataloge der Wiener Filiale (1938-1944), einem von Weinmüller arisierten Versteigerungshaus der Familie Kende.

 

Das deutsch-österreichische Projekt wurde von NEUMEISTER und dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte (ZI), München, in nur knapp über einem Jahr realisiert. Damit stehen der internationalen Provenienzforschung ab sofort wichtige Informationen zur Verfügung: so helfen die jetzt online verfügbaren Daten bei der Identifizierung geraubter, verfolgungsbedingt entzogener oder unter Zwang versteigerter Kunstgegenstände. Angaben zu Eigentümern und Preisen sind ebenso zugänglich wie (für Anspruchsberechtigte) die Namen der Käufer der Kunstwerke.

 

Das Auktionshaus Weinmüller versteigerte zwischen 1936 und 1944 mehr als 32.000 Kunstgegenstände. Über diese Objekte liegen jetzt mehr als 150.000 Einzelinformationen in digitaler Form vor. Die Bedeutung dieser Daten für die Forschung sowie für laufende und künftige Restitutionsverfahren kann kaum überschätzt werden.

 

Die Veröffentlichung ist der Initiative von Katrin Stoll, der Inhaberin von NEUMEISTER, zu verdanken. Ihr Vater Rudolf Neumeister hatte 1958 das Auktionshaus von Weinmüller übernommen.

 

Die Digitalisierung und Transkription der Geschäftsunterlagen wurde realisiert durch ein Team von WissenschaftlerInnen des ZI. Finanziert und unterstützt wurde das internationale Pilotprojekt einer Public-Private-Partnership durch die Arbeitsstelle für Provenienzforschung Berlin, NEUMEISTER sowie die Kommission für Provenienzforschung, Wien.

 

Die Informationen können über die Datenbank Kunst- und Kulturgutauktionen 1933-1945 im Modul Provenienzrecherche der Lostart Datenbank der Koordinierungsstelle Magdeburg konsultiert werden. Als Servicestelle für Anfragen fungiert bis auf weiteres die Arbeitsstelle für Provenienzforschung in Berlin (www.arbeitsstelle-provenienzforschung.de).

 

Erstmals – und bislang einmalig in Deutschland – werden der Provenienzforschung damit von privater Seite Daten in einem derartigen Umfang zur Verfügung gestellt.

 

Ansprechpartner / Kontakt:

 

Katrin Stoll, NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, Barer Straße 37, 80799 München, Telefon: (089) 23 17 10-0, Telefax: (089) 23 17 10-55

 

Dr. Meike Hopp, Dr. Stephan Klingen, PD Dr. Christian Fuhrmeister, info@weinmueller-provenienzforschung.de, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, www.zikg.eu, Tel. +49 (0) 89-289 27 556 (Sekretariat der Direktion)

 

Dr. Andrea Baresel-Brand, andrea.baresel-brand@mk.sachsen-anhalt.de, Koordinierungsstelle Magdeburg – Eine Einrichtung des Bundes und der Länder für Kulturgutdokumentation und Kulturgutverluste beim Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, www.lostart.de/Webs/DE/LostArt/Index.html, Tel: +49 (0) 391-567 3893

 

Dr. Uwe Hartmann, u.hartmann@smb.spk-berlin.de, Arbeitsstelle für Provenienzforschung, www.arbeitsstelle-provenienzforschung.de, Tel. +49 (0)30 266 4269 31

 

Das Zentralinstitut für Kunstgeschichte (ZI) in München ist das einzige außeruniversitäre kunsthistorische Forschungsinstitut in der Bundesrepublik Deutschland. Als eine der weltweit bedeutendsten und größten kunsthistorischen Fachbibliotheken (über 530.000 Bände, ca. 1.300 laufend gehaltene Zeitschriften), den Bildbeständen seiner Photothek (ca. 900.000 Medieneinheiten) sowie mit zahlreichen Online-Ressourcen bietet das ZI herausragende Arbeitsmöglichkeiten auch im Bereich der Provenienzforschung. Seit 2010 veranstaltet das ZI Kolloquien zu diesem Thema, das nächste am 30. Juni 2014: www.zikg.eu/veranstaltungen/2014/kolloquium-provenienz-und-sammlungsforschung-v Einen Überblick der Forschungsaktivitäten des ZI bietet www.zikg.eu/projekte

Provenienzforschung: Fact Sheet PM des ZIKG. Weinmüller-Kataloge jetzt online.

Datenbank: Annotierte Weinmüller-Kataloge – fact sheet

 

Am 18. März 2013 wurde in einem Stahlschrank im Kunstauktionshaus NEUMEISTER ein Konvolut von annotierten Auktionskatalogen der Kunstversteigerungshäuser von Adolf Weinmüller in München und Wien entdeckt. Die Existenz solcher Geschäftspapiere hatte Weinmüller, der im Kunsthandel im Nationalsozialismus in München und im Reich eine zentrale Rolle spielte, nach 1945 gegenüber den Offizieren der MFAA („Monuments Men") stets abgestritten – er behauptete, die Unterlagen seien bei Luftangriffen zerstört worden. Das aufgefundene

 

In enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle für Provenienzforschung in Berlin und der Kommission für Provenienzforschung in Wien wurde das Konvolut (annotierte Hand- und Büroexemplare, in bis zu vierfacher Parallelüberlieferung) durch NEUMEISTER und Zentralinstitut für Kunstgeschichte (ZI) digitalisiert und transkribiert. Diese Transkription war aufwendig, weil Namen und Preise während der Auktion auf Zuruf notiert wurden, weswegen Schreibweisen häufig variieren, und weil die Notationen der verschiedenen Exemplare nicht völlig identisch waren. Die Daten wurden daher evaluiert und, soweit möglich, validiert und vereinheitlicht und für den Export in die Lost Art-Datenbank der Koordinierungsstelle Magdeburg vorbereitet. Sie sind dort im Modul Provenienzrecherche in der Datenbank Kunst- und Kulturgutauktionen 1933-1945 zugänglich.

 

Das Konvolut an Katalogen ist Eigentum von Katrin Stoll, Inhaberin von NEUMEISTER. Frau Stoll stellt die Originale dieser Kataloge dem ZI als Dauerleihgabe zur Verfügung. Die Bedingungen der Leihgabe – insbesondere die Regeln für die künftige Benutzung der Kataloge im ZI – wurden in einer gesonderten Vereinbarung vom 1. März 2014 zwischen der Eigentümerin und dem ZI niedergelegt. Diese Vereinbarung regelt auch das gemeinsam von Neumeister und ZI wahrgenommene Copyright für die Digitalisate der Kataloge.

 

Die Ergebnisse der vom ZI nach bestem Wissen und Gewissen erarbeiteten Transkription der Kataloge in Form einer maschinenlesbaren Tabelle sowie Kopien der Digitalisate im Format JPG wurden der Arbeitsstelle für Provenienzforschung am Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz (AfP) und der Kommission für Provenienzforschung beim Bundeskanzleramt, Wien, für den internen Dienstgebrauch zur Verfügung gestellt. Unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte Dritter erteilt die AfP nachweislich berechtigten Interessenten auf Antrag Auskunft zu Käufernamen. NEUMEISTER und ZI behalten sich vor, ein der Datenbank lostart.de entsprechendes und in Listenform aufbereitetes Set von Daten (ohne Käufernamen) ergänzend auf der Projektseite des ZI anzubieten. 2

 

Konvolut von insgesamt 93 Katalogen dokumentiert die 33 Münchner Versteigerungen 1936-1943 vollständig und die 18 Wiener Auktionen zum überwiegenden Teil (11 von 18 im Zeitraum 1938-1944).

 

Zahlen und Fakten

 

- 33 Versteigerungen in München zwischen 1936-1943 – alle 33 Auktionen sind in den im März 2013 aufgefundenen annotierten Katalogen dokumentiert (teilweise mehrere annotierte Kataloge bzw. Protokolle derselben Auktion)

 

- 18 Versteigerungen in Wien zwischen 1938-1944 – davon sind 11 Auktionen dokumentiert

 

- Zu mehr als 85 % der von Weinmüller durchgeführten Versteigerungen liegen damit detaillierte Informationen vor. Knapp 94 % der insgesamt rund 34.500 von Weinmüller angebotenen Kunstobjekte sind in den aufgefundenen Unterlagen dokumentiert, nämlich 32.315.

 

- Der Gesamterlös aller erfassten Auktionen beläuft sich auf über 17,6 Millionen Reichsmark.

 

- Für die Datenbank wurden über 150.000 Einzeleinträge transkribiert.

 

Die Daten werden integriert in das Modul „Kunst- und Kulturgutauktionen 1933-1945" der Webdatenbank „lostart" der Koordinierungsstelle Magdeburg als der zentralen deutschen Serviceeinrichtung für Kulturgutdokumentation und Kulturgutverluste.

 

Laufzeit der Projektförderung

 

2. Mai bis 2. September 2013 (Modul „Kurzfristige Förderung" der AfP Berlin und anschließend ad hoc-Unterstützung der Kommission für Provenienzforschung Wien)

 

Beteiligte Institutionen

 

Zentralinstitut für Kunstgeschichte (Projektleitung) und NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG

 

Finanzierung

 

Arbeitsstelle für Provenienzforschung (AfP), Kommission für Provenienzforschung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, Wien sowie NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG

 

Information und Kontakt

 

info@weinmueller-provenienzforschung.de

 

Verweise

 

Die Kunsthandlungen und Auktionshäuser von Adolf Weinmüller in München und Wien 1936-1945 Fund von annotierten Auktionskatalogen der Firmen Adolf Weinmüllers in München 1936-1943 und Wien 1938-1944 Stellungnahme des ZI zu Artikel „Gurlitt ist nur der Anfang" im Tagesspiegel Das Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller 1945-1968 3

 

Bildmaterial

 

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Bildunterschrift

 

Links: Katalog Nr. 6 vom 2./3.12.1936 (Altes Kunstgewerbe aus der Sammlung Margarethe Oppenheim, Orientteppiche, Textilien und Keramik eines westdeutschen Sammlers, asiatische Plastik eines sächsischen Sammlers), München 1936, Seite 52

 

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Bildunterschrift

 

Rechts: Katalog 28 vom 13./14.11.1941 (Möbel, Plastik und Kunstgewerbe des 15. bis 18. Jahrh. (Sammlung Burg Finstergrün im Lungau): Gemälde alter Meister (vorw. Italiener und Niederländer), (Sammlung van N. und verschiedene kleinere Sammlungen), Farbstiche, Teppiche), München 1941, Seite 32

 

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Bildunterschrift: Das im März 2013 entdeckte Konvolut von Geschäftsunterlagen des Kunstversteigerers Adolf Weinmüller 4

 

Bildnachweis (für alle 5 Abbildungen):

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG; Foto: Zentralinstitut für Kunstgeschichte/Griebel

 

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Bildunterschrift: Auktion Nr. 60 (6. und 7. Oktober 1954) im Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller. Adolf Weinmüller ganz links

 

Bildnachweis: Foto Peter Keetmann copyright: Museum Folkwang Essen, Fotografische Sammlung, Peter-Keetmann-Archiv (eine Abdruckgenehmigung muss eingeholt werden!)

 

Hintergrund

Pressevorbericht ALTE KUNST 364 am 2. Juli 2014

HIGHLIGHTS

 

GEMÄLDE ALTE MEISTER

 

Johann Heiss (1640 Memmingen – 1704 Augsburg)

 

„Allegorie der guten Regierung“

 

Taxe € 16.000–20.000. Lot 490

 

Frauen und Männer haben sich in einem Palast versammelt. Rechts steht

 

auf einem Podest der Herrscher und weist mit einem Stab auf einen links

 

herantretenden Mann, der eine Schriftrolle hält. Ein Schreiber notiert das

 

Gespräch. Im Hintergrund sitzen – ebenfalls erhöht auf einem Podest –

 

drei Frauengestalten, vermutlich die Herrschertugenden Prudentia, Sapientia

 

und Justitia (Wachsamkeit, Weisheit und Gerechtigkeit).

 

Peter Königfeld verweist in seinem Gutachten auf ikonographische Parallelen

 

zu Johann Heinrich Schönfelds Deckengemälde im ehemaligen Goldenen

 

Saal der Münchner Residenz (1667), insbesondere auf die Darstellung des

 

Königs von Ägypten, der – ebenfalls mit leicht gesenktem Richterstab –

 

einen Bittsteller empfängt.

 

R.u. monogrammiert. Öl auf Leinwand. 104 × 110 cm. Das vorliegende Gemälde wurde von Peter Königfeld dem Werkver zeichnis des Künstlers mit Kat.-Nr. B73 nachgetragen.

 

Gutachten Dr. Peter Königfeld, Hannover, 9. September 2013

 

 

 

Johann Heiss (1640 Memmingen – 1704 Augsburg)

 

„Der Sturz des Phaeton“ (1691)

 

Taxe € 15.000– 20.000. Lot 491

 

Im Himmel Phaeton, der Sohn Apolls, der mit dem vom Vater geliehenen

 

und für ihn unlenkbaren Sonnenwagen zur Erde stürzt. Im Vordergrund

 

Wassergötter, die das Versiegen ihres Elements beklagen. Am Ufer der

 

von der Hitze ermattete Bacchus, die verzweifelte Magna Mater (mit Mauer -

 

krone), der erschöpfte Pan und die klagende Flora.

 

Nach seiner Ausbildung in Memmingen stand Johann Heiss 1663 und 1664

 

in Stuttgart in Diensten des württembergischen Herzogs Eberhard III. Ab 1677

 

lebte und arbeitete er in Augsburg. 1675 wird er von Joachim Sandrart ausdrücklich

 

in dessen „Teutschen Academie“ als Historienmaler, dessen Bilder

 

„die Liebhaber und Kunstverstaendige sehr wohl contentiren“, erwähnt.

 

Werke von Johann Heiss hängen im In- und Ausland in namhaften Museen.

 

Rechts unten (auf dem Uferfelsen) signiert und 1691 datiert. Öl auf Leinwand.

 

117,5 × 61,3 cm.

 

Provenienz Kunsthandlung Bessler, Augsburg (1985) – Süddeutsche Privatsammlung.

 

 

 

WEITERE HIGHLIGHTS

 

Tapisserie. Flandern (Oudenaarde?), um 1600

 

Taxe € 10.000–12.000. Lot 207

 

Hirschhatz. Im Vordergrund von Hunden gestellter Hirsch vor großen Blattranken,

 

im Hintergrund Landschaftsausblick mit Stadtarchitektur. Bordüre

 

mit Fruchtfestons und Wappenkartusche mit Fleur-de-lys und Helmzier.

 

Abmessungen 328 × 228 cm.

 

 

 

Ein Paar Altarflügel. Wien, um 1520

 

Taxe € 10.000–12.000. Lot 154

 

Gezeigt werden die Heiligen Christophorus und Sebastian, jeweils vor

 

Landschaftshintergrund mit Stadtabbreviatur. Sebastian von trauernden

 

Engeln auf Wolken umgeben. Detailreiche, plastisch qualitätvolle Flachreliefs

 

mit kleinteilig ornamentierter Rahmung. Rückseitig zwei fragmentarisch

 

erhaltene Darstellungen der Heiligen Petrus und Paulus.

 

Linde, mit Resten einer polychromen Fassung. Öl auf Leinwand. 65,5 × 48 cm.

 

 

 

Ferdinand Tietz (1708 Holschitz/Böhmen– 1777 Memmelsdorf)

 

Maria Immaculata, um 1743

 

Taxe € 40.000– 45.000. Lot 158

 

In ponderierter Haltung mit geneigtem Kopf über Weltkugel mit Schlange

 

stehend, die Linke auf die Brust gelegt. Körperbetont in kantigen Falten

 

drapierte Kleidung. Linde, rückseitig geflacht und teilweise gehöhlt.

 

Reste einer weißen Fassung, goldgefasste Gewandsäume. Höhe 121 cm.

 

 

 

Madonna mit Kind auf der Weltkugel. Meissen, nach Modell von

 

Johann Gottlieb Kirchner

 

Taxe € 7.000– 8.000. Lot 26

 

Porzellan. Weiß. Blaue Schwertermarke und Blindstempel mit Zusatz „weiß“.

 

Mod. Nr. 136. Höhe 70,5 cm. Dabei: geschwärzte Holzplinthe.

 

 

 

GEMÄLDE 19. JAHRHUNDERT

 

Franz von Defregger (1835 Stronach, Tirol – 1921 München)

 

„Bad des Kleinsten“

 

Taxe € 20.000– 30.000. Lot 538

 

Eine junge Tiroler Bauernfamilie in der Stube. Das jüngste Familienmitglied,

 

in ein Handtuch gewickelt, liegt auf dem Schoß der Mutter und spielt mit deren

 

Hand. Im Hintergrund eine Magd. Rechts unten signiert und 1889 datiert. Öl auf Holz. 67,6 × 58,5 cm.

 

 

 

Carl Spitzweg (1808 München – 1885 ebenda)

 

„Der gehörnte Dachgeiger“

 

Taxe € 18.000– 22.000. Lot 614

 

Auf dem schindelgedeckten Dach sitzt, konzentriert auf sein Spiel und zugleich

 

eine Reaktion erhoffend, der Geiger beim erleuchteten Fenster. Hinter

 

seinem Kopf sind die Doppeltürme des Regensburger Domes zu erkennen,

 

die wie Hörner aus dem Hinterkopf des im weiteren Sinne „fensterlnden“

 

Liebhabers hervor wachsen. Öl auf Holz. 12,5 × 17,5 cm.

 

Gutachten Dr. Ernst Buchner, Pasing, 3. November 1946 (in Fotokopie). – Gutachten Prof. Dr. Hermann Uhde-Bernays, Starnberg, 5. Mai 1956 (in Fotokopie). –Gutachten-Dokumentation Prof. Dr. Siegfried Wichmann, Starnberg, 5. Dezember 2007: dort um 1840 datiert.

 

 

 

Carl Spitzweg (1808 München –1885 ebenda)

 

„Lesender Eremit“

 

Taxe € 12.000–15.000. Lot 616

 

Vor dem Eingang zu seiner Klause, am Ufer eines Baches, studiert der Eremit

 

die Heilige Schrift. Rückseite: Nachlass-Stempel und Reste eines Klebeetiketts

 

mit Tilgungen (wohl Moderne Galerie Heinrich Thannhauser, München).

 

Öl auf Holz. 13,4 × 10,5 cm.

 

 

 

Eduard von Grützner (1846 Großkarlowitz b. Neisse – 1925 München)

 

„Dominikaner bei der Weinprobe“

 

Taxe € 9.000– 12.000. Lot 554

 

Im kühlen Weinkeller des Klosters neben einem Fass sitzend, in der rechten

 

Hand einen Weinkrug haltend, betrachtet der Mönch mit Wohlgefallen den

 

goldenen Tropfen. Rechts unten signiert und (18)84 datiert.

 

Öl auf Holz. 36 × 29,5 cm.

 

 

 

Eduard von Grützner (1846 Großkarlowitz b. Neisse – 1925 München)

 

„In der Studierstube“

 

Taxe € 9.000– 12.000. Lot 555

 

Ein Dominikanermönch liest in einem Folianten. Hinter ihm der geöffnete

 

Bücherschrank. R.u. signiert und (18)88 datiert. Öl auf Holz. 44 × 36,5 cm.

 

 

 

Julius Diez (1870 Nürnberg–1957 München)

 

„Es spukt“

 

Taxe € 6.000– 8.000. Lot 434

 

„Läßt sich das Wesen dessen, was man Spuk nennt, schärfer und bildhafter

 

erfassen als in dieser unheimlichen Prozession von krallenfüssigen, schemen -

 

haften, uralten Nonnen, die ein blühend-junges Weib, wohl ihr Opfer,

 

nächtlicherweise zur Kirche geleiten? Unheimliche Klosterlegenden aus

 

frühen Jahrhunderten, in denen Weihrauch- und Blutgeruch sich grausig

 

mischen, werden bei diesem Anblick wach, und es steht uns frei, dieser

 

Szene in unserer Phantasie eine beliebige Fortsetzung zu geben.“

 

(Richard Baumgart: Julius Diez. München, 1920).

 

Rechts unten signiert, datiert 1902 und betitelt. Farbkreiden auf Leinwand. 100 × 70 cm

 

 

 

Alexander Koester (1864 Bergneustadt – 1932 München)

 

„Meine Enten“

 

Taxe € 30.000– 35.000. Lot 575

 

Zehn Enten am Ufer. Seit Alexander Koester 1899 in Berlin seine ersten

 

in der Landschaft eingebetteten Entenbilder präsentierte, kennt man

 

ihn auch unter dem Namen „Enten-Koester“. Auf dem Kunstmarkt sind

 

seine Enten am gefragtesten, wobei seine Landschafts- und Genrebilder

 

zu Unrecht weniger beliebt sind. Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte er

 

die Ente als sein Studienobjekt, das er in vielen Varianten malte – ein

 

echter Renner, der sich in kürzester Zeit großer Beliebtheit erfreute. Sein

 

Werk zeigt eine konsequente Entwicklung von einer noch sehr realistischen,

 

detaillierten Darstellung in den 1890er Jahren zu einer immer freieren,

 

großzügigeren impressionistischen Malweise. Zuletzt verzichtete er unter

 

heftigen, groben Pinselstrichen ganz auf Detaillierung.

 

Rechts unten signiert. Öl auf Leinwand. 44,5 × 71,5 cm

 

 

 

Julius II. Adam (1852 München – 1913 München)

 

„Katzenmutter mit ihren vier Jungen“

 

Taxe € 8.000–10.000. Lot 523

 

Liebevoll leckt die Katzenmutter das Köpfchen eines ihrer in einem Korb

 

liegenden Jungen. Links unten signiert. Öl auf Leinwand. 26,8 × 37 cm.

 

 

 

KUNSTHANDWERK

 

Tabatière

 

Taxe € 5.500– 6.000. Lot 60

 

Paris, um 1768, Jean Frémin. Mehrfarbiges Gold, 18 Karat, buntes Email.

 

Oval. Auf der Wandung, dem Deckel und dem Boden Schleifengehänge

 

mit Ornamentmedaillons auf geripptem Fond, Ornamentbänder. Marken

 

(R. 6520, 6518; Tardy 2000, S. 129; Nocq 1968, S. 194), Meister 1738, stirbt

 

1786. 3,5 × 7 × 5 cm. Gewicht ca. 100 g. (Vgl. Clare Le Corbeiller: Alte Tabakdosen. München 1966, Abb. 95.)

 

 

 

Jugendstil-Besteck „Herbstzeitlose“. Werkstätte Franz Vogeler,

 

Entwurf Heinrich Vogeler

 

Taxe € 800–1.000. Lot 103

 

Um 1902. 18 Teile. Wilkens & Söhne, Hemelingen bei Bremen, 800er Silber.

 

Stiele verschlungen reliefiert, Blüten und Blätter der Herbstzeitlosen.

 

Herstellermarke. 800, Halbmond, Krone, Monogramm: AG. Länge der

 

Löffel 21,5 cm. 1.451 g.

 

Bestehend aus jeweils sechs Löffeln, Gabeln und Messern.

 

 

 

Vase „Souffleurs de verre Egyptiens“

 

Taxe € 11.000– 12.000. Lot 86

 

Mit dem dargestellten Motiv entspricht Daum dem Zeitgeschmack, d.h.

 

er lässt ägyptische Motive auf seinen Gläsern wiederaufleben. Diese Vase

 

gehört zur Gruppe der Figurenvasen, der „Les Verres Egyptiens“, von der

 

nur vier bis fünf Exemplare angefertigt wurden. Noel Daum schreibt in

 

einem Brief vom 18. Oktober 1988 über die Vase: „Ce vase figure dans le

 

catalogue ancien des oeuvres de Daum sous le titre „Potiche noir, souffleurs

 

de verre“ avec le numéro 725...“ (Kopie des Briefes liegt vor). Mit einem

 

dieser Stücke nahm Daum 1893 an der Weltausstellung in Chicago teil.

 

Daum Frères, Nancy, 1893. Kugelform. Farbloses Glas, dunkelrot überfangen. Formge

 

blasen. Eisglasartig geätzt, teilpoliert und goldstaffiert. Flachrelief mit tiefgeätzter

 

Binnen zeichnung: Ägyptische Glasbläser bei der Arbeit. Am Boden bez. Daum

 

(berieben). Höhe 15,5 cm.

 

 

 

MÖBEL

 

Geschirrschrank. Worpsweder Werkstätte Franz Vogeler,

 

Entwurf Heinrich Vogeler

 

Taxe € 1.500–2.000. Lot 126

 

1908 Eiche, schwarz gebeizt. Floral- und Streifenornamente in Gaisfuß

 

geschnitzt, schwarz gebeizt. Geschnitzte Bordüren und floral geschnitzte

 

Rundornamente. Handgeschmiedete gehämmerte Eisenbeschläge.

 

Hochrechteckige Kastenform auf zwei Kufen. 138 × 131 × 47 cm.

 

Dazu passend: Geschirrschrank (für eine Diele); Taxe € 2.000–2.500. Lot 125

 

 

 

Tulpenstuhl. Worpsweder Werkstätte Franz Vogeler,

 

Entwurf Heinrich Vogeler.

 

Taxe € 1.000–1.200. Lot 129

 

Um 1908 Eiche. Mit Tulpen geschnitzte Rückenlehne, durchbrochen

 

gearbeitet. Binsensitz. Rücks. bez. Kartusche und H.V. 105 × 67 × 42 cm.

 

 

 

SCHMUCK

 

Solitär-Brillantring

 

Taxe € 8.000– 14.000. Lot 255

 

Italien, Rom.

 

750/- Weißgold, gestempelt. Ein Brillant, ca. 3,34 ct.

 

Gewicht ca. 6,4 g. Ringgröße: 56. Dabei: Original Formetui.

 

Gutachten Giancarlo Bin, Triest, 12. März 2014.

 

 

 

Seltene Multicolor-Naturperlenkette mit Zierschloss

 

Taxe € 13.000–15.000. Lot 279

 

Es ist der Mix verschiedener Perlenarten wie der weißlippigen Südsee-

 

Auster „Pinctada maxima“ und der Regenbogen-Auster „Pteria Sterna“,

 

die dieses Collier in natürlichen irisierenden Farben einzigartig strahlen lässt.

 

England, London. Zierschloss 750/- Weißgold, gestempelt. 18 winzige 8/8 Diamanten.

 

140 Naturperlen, D. 2,60 – 4,5 mm, rund-unrund-barock, hellcreme-hellgrau-dunkelgraubraungrau mit irisierendem grün-rosé. Zentralamerika. Länge 63 cm. Gewicht ca. 19,4 g. Zierschloss nachträglich angesetzt.

 

Echtheitsbestätigung SSEF-SWISS Gemmological Institute, Report No. 57683, Basel, 1. November 2010.

 

 

 

 

Pressevorbericht Auktion MODERNE 55 am 5.6.2014

Egon Schiele (1890–1918)

 „Sitzender schwangerer Akt mit

ausgebreiteten Armen und gespreizten Beinen“

Schieles Aquarell von 1910 ist karg und scharf, ja nahezu pornographisch

im Zugriff auf das Motiv, dabei ernst und doch voll Wärme einer inneren

Wahrheit zugewandt. Ein Werk, exemplarisch für Schieles Radikalität als

Maler: Er abstrahiert die Figur weitgehend auf ihre konstruktiven Elemente

– das Rund von Kopf, Busen und Bauch sowie die Rechtecke von Schenkeln

und Armen. Grün und Rot, Gelb und Violett feiern kontrastreich das

Lebensvoll-Blühende dieses Frauenkörpers.

1910. Aquarell und schwarze Kreidezeichnung auf bräunlichem Zeichen -

papier. Rechts unten monogrammiert und datiert „S. 10“. 26 × 31,2 cm.

WVZ Jane Kallir Nr. D. 529.

Taxe € 600.000–800.000, Lot 344

 

 

Paul Klee (1879– 1940)

„Garten“

„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.“ –

diese Erkenntnis, mit der Paul Klee 1918 seine „Schöpferischen Kon -

fessionen“ einleitete, ist die Quintessenz seiner berühmten Tunisreise.

Die Kon frontation mit orientalischer Kultur und exotischer Natur war für

Klees künstlerische Entwicklung das Schlüsselerlebnis. Für die Kunst hatte

sie bahnbrechende Bedeutung, denn durch diese Reise fand Klee zur

Abstraktion, was ihn zu einem der größten Maler der Moderne machte.

Ein Paradebeispiel ist Klees Aquarell „Garten“, in dem er uns, dem Leben

und der Liebe, mit heiterer Leichtheit, milder Ironie und fast schon ver -

spielter Burleske begegnet.

1918 Aquarell und Tempera („auf Gouacheblau“) auf Kupferdruckpapier.

Links oben „Klee“. 26,2 × 12,2 cm.

Echtheitsbestätigung Dr. Michael Baumgartner. Zentrum Paul Klee, Bern,

1. April 2014.

Taxe € 400.000–450.000, Lot 323


Damien Hirst (geb. 1965).
 „Spin Painting (Heart)“

Damien Hirst schuf „Spin Painting (Heart)“ speziell für seine Retrospektive

„Requiem“ im privaten „Pinchuk Art Center“ in Kiew. Kühl kalkuliert Hirst

Farben, Mechanismen und Effekte und bleibt doch zugleich warm

und liebevoll und – wie er selbst schreibt – “childish … in the positive

sense of the word”. Das Gemälde ist eines einer ganzen Reihe von Werken

in leuchtenden Farben, die meist kreisrund, zuweilen auch herz- oder

sternförmig sind. Bei diesen Spin Paintings trägt Hirst Farbe auf einen

rotierenden Bildträger auf, die von der Zentrifugalkraft dann willkürlich

verteilt wird.

2009. Acryl auf Velin. Verso mit Filzstift(?) signiert „DHirst“ sowie mit einem

gezeichneten Schmetterling und einem Herz. 53,3 × 51,4 cm.

Ausstellung „Requiem“, PinchukArtCenter, Kiew, 25. und 26. April 2009.

Taxe € 20.000–25.000, Lot 318


Ling Jiang
 (geb. 1963). 
„Tear of Idealism – White Snow“

Der 1963 in Schandong geborene Ling Jian studierte an der Qinghua University

Art College in Peking. 1987 verließ er China um sich erst in Wien,

Hamburg und dann endgültig in Berlin niederzulassen. Seit 1996 wohnt

und arbeitet er in Peking und Berlin. In seiner berühmten Werkfolge

„Communist Sister“ und in seinen jüngsten Arbeiten „Don’t love beauty,

love army’s power“ zeigt der Künstler in provokanter Art ein idealisiertes

Bild chinesischer Kommunistinnen. Wie viele seiner Zeitgenossen ist Ling

Jian auf der Suche nach einer Versöhnung zwischen dem alten und dem

neuen China.

2008. Öl auf Leinwand. Durchmesser 150 cm.

Taxe € 130.000– 135.000, Lot 320

Tom Wesselmann (1931– 2004)

„Rosemary with socks, arms outstretched“

1989/90. Stahlschnitt farbig gefasst. Rückseitig beschrieben: „Steel drawing

edition/Rosemary with socks, arms outstretched, 1989/90.“ Mit geritzter

Signatur und Editionsnummer. 9/25. Im Objektkasten unter Plexiglas

montiert

Ausstellung Galerie Terminus, München. 25 × 30 cm.

Taxe € 18.000– 22.000, Lot 349


 

Ólafur Elíasson (geb. 1967)

„Negative quasi brick“

Mit dem „Negative quasi brick“ entwirft Elíasson ein Objekt, das in seiner

kristallinen Form stapelbar und dabei geöffnet und geschlossen zugleich ist.

In den reflektierenden Oberflächen bricht sich das Licht immer wieder und

definiert so den Raum des Objektes immer wieder neu. 2003 errichtete

Ólafur Elíasson eine komplette Wand aus „Negative quasi brick“-Formen

im Museum of Modern Art in New York.

2003. Multiple. Jeweils 36,3 × 40,5 cm.

Taxe € 15.000–18.000, Lot 309


Martin Kippenberger (1953–1997)

Barhocker

Holzsitz auf Metallgestell. Eines von zwölf Exemplaren. Auf der Sitzfläche

bezeichnet: Holz Seltzer. Edition Johann Widauer, Innsbruck.

1990. Höhe 82 cm. Werkverzeichnis Kunstverein Braunschweig. Multiple 30.

Taxe € 12.000–14.000, Lot 322


Conrad Felixmüller (1897–1977)

„Die himmlische Rose – Londa mit der Heckenrose“

Mit der Darstellung seiner Frau auf „Londa mit der Heckenrose“ erweist sich

Conrad Felixmüller als einer der führenden Vertreter des Expressionismus.

Als begabter junger Maler, der bereits mit 15 Jahren an der Dresdner

Akademie aufgenommen worden war, fand er, ähnlich wie Otto Dix und

George Grosz, über das Erlebnis des Krieges zur Darstellung einer

zerberstenden Welt. Das 1927 entstandene Bild markiert diesen Wandel

in der Bildsprache des Menschenmalers Felixmüller. Während viele seiner

frühen Porträts prominenter Zeitgenossen höchst gesellschaftskritisch sind,

zeigt er in seinen Familienbildern eher die private Seite der Porträtierten.

1927. Öl auf Leinwand. Links unten signiert und datiert. 105 × 90 cm.

Taxe € 90.000–120.000, Lot 311


 

Emil Maetzel (1877–1955)

„Stillleben mit zwei Mende Masken“

Über Jahrzehnte tauchen Stücke aus Maetzels Afrikasammlung (versteigert

bei NEUMEISTER am 17. Mai 2014) in seinen Stillleben auf, wie in diesem

Gemälde eindeutig die Janus-Frauenmaske mbundu. Typisch für Maetzels

Spätwerk: kantige Konturen, kräftige, gedeckte Farben.

1940. Öl auf Holz, 70 × 100 cm.

Taxe € 8.000– 10.000, Lot 327


Emil Nolde (1867–1956 )

„Rote und gelbe Blüten (Mohn und Rudbeckien)“

Links unten signiert „Nolde“. Auf sehr dünnem Papier aufgezogen. Rahmen.

Echtheitsbestätigung Mit einer handschriftlichen Bestätigung von Prof.

Manfred Reuther, Stiftung Ada und Emil Nolde, Seebüll 31. Januar 2012

Provenienz Rückseitig auf dem Original-Schutzkarton das Etikett der

Commeterschen Kunsthandlung, Hamburg.

Um 1950. Aquarell und Tempera auf faserigem Japanpapier. 35 × 47,6 cm.

Taxe € 150.000– 180.000, Lot 339

Heinz Mack (geb. 1931)

Ohne Titel

Licht war für Künstler aller Epochen ein wichtiger Bestandteil bei der

Komposition von Gemälden. Für die Künstlergruppe ZERO, die sich 1958 in

Düsseldorf formierte, wird die Darstellung von Licht selbst der Protagonist

ihres Schaffens. Dabei setzt jeder der drei Hauptakteure Mack, Uecker

und Piene seine Vorstellungen in unterschiedlicher Weise und mit unterschiedlichen

Mitteln und Materialien um. Verwendet Heinz Mack noch zu

Beginn seines Schaffens vor allem die Farben Schwarz und Weiß, so wird er

in seinem Spätwerk in der Farbwahl immer experimenteller. Licht bleibt

auch nach der Aufspaltung der Künstlergruppe der Fokus von Heinz Mack.

So weckt die hier angebotene, farbsatte Arbeit die Assoziation an

Lichtbrechung in den Tiefen eines Ozeans.

1987. Gouache und Pastell auf Bütten. 80 × 105 cm.

Taxe € 10.000–15.000, Lot 325


 

Johann Georg Müller (1913–1986)

„Mutter und Kind“

Rechts unten signiert und datiert „Joh. Georg 80“.

Werkverzeichnis Scholzen M80/5.

Provenienz Aus dem Nachlass des Künstlers.

1980. Öl auf Tischlerplatte. 100 × 84 cm.

Taxe € 40.000– 50.000, Lot 336


Günter Fruhtrunk (1923–1983)

Ohne Titel (Empfindung)

„Meine Bilder bilden nichts ab“ betonte der für sein Streifenoeuvre bekannte

Fruhtrunk stets. In Anlehnung an die Wegbereiter der Abstraktion, van

Doesburg und Kandinsky, meinte er, nichts sei schließlich konkreter, wirklicher,

als eine Linie, eine Farbe, eine Form und dass die Kunst nur wiederum die

Kunst zum Inhalt haben solle. Seine Künstlerische Leistung ist spätestens seit

der großen Retrospektive, die ihm 1993 in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus

ausgerichtet wurde, auch international anerkannt und gewürdigt.

1974. Acryl und Kasein auf Leinwand. 60 × 77 cm. Verso mit dem

Nachlass-Stempel.

Ausstellungen Galerie Storms, München 2009; Galerie Wahlandt, 2011.

Taxe € 35.000–40.000, Lot 313


Franz von Stuck (1863–1928)
„Weibliches Porträt“

Um 1894. Pastellkreidezeichnung über Bleistift auf braunem Malkarton.

52,5 × 47,5 cm.

Werkverzeichnis Voss 99/427

Provenienz Süddeutscher Privatbesitz

Taxe € 12.000–15.000, Lot 345


 

Leo Putz (1869– 1940)

Supraporte mit Papageien

Eine sehr seltene Arbeit von Leo Putz: insgesamt sind nur noch zwei weitere

Supraporten von ihm bekannt. Das Werk ist eine Gemeinschaftsarbeit von

Putz und seiner späteren Ehefrau Frieda Blell. Die chinesische Figur und die

Papageien sind von Leo Putz gearbeitet, die Blumenranken wurden von

Frieda Blell ausgeführt. Werkverzeichnis: Putz 1423. Echtheitsbestätigung

Sigrid Putz.

1912. Öl auf Leinwand. 62 × 122 cm. Links unten signiert „Leo Putz“.

Taxe € 10.000– 15.000, Lot 343

Pressenachbericht Auktion AFRIKA vom 17.5.2014

Ndebele Puppe. Südafrika. Lot 103

 

Erlös €€€€€ 3.683 (Taxe € 1.200)

 

 

 

Maske nduga. Woyo, Cabinda, Angola. Lot 152

 

Erlös €€ 5.334 (Taxe € 3.000)

 

 

 

Sitzende weibliche Figur. Senufo, Elfenbeinküste. Lot 47

 

Erlös € 2.286 (Taxe € 900)

 

 

 

Kleine stehende weibliche Figur. Senufo, Elfenbeinküste. Lot 53

 

Erlös € 1.143 (Taxe € 200)

 

 

 

Stehende weibliche Figur. Baule, Elfenbeinküste. Lot 56

 

Erlös € 3.810 (Taxe € 1.500)

 

 

 

Maskengewand aus Baumrindenstoff. Nordwest-Brasilien. Lot 16

 

Erlös € 1.270 (Taxe € 600)

 

Baga-Altarmaske. Guinea. Lot 41

 

Erlös € 2.540 (Taxe € 1.200)

 

 

 

Janus-Frauenbundmaske der Mende. Sierra Leone. Lot 44

 

Erlös € 2.032 (Taxe € 700)

 

 

 

Stuhl eines Noblen. Senufo, Elfenbeinküste. Lot 46

 

Erlös € 2.159 (Taxe € 1.200)

 

 

 

Tiermaske. Bini, Nigeria. Lot 72

 

Erlös € 699 (Taxe € 400)

 

 

 

Stehende weibliche Figur. Atie, Elfenbeinküste. Lot 122

 

Erlös € 1.524 (Taxe € 500)

Pressevorbericht Auktion AFRIKA am 17.5.2014

Maske. Teotihuacán, Mexiko, ca. 100–650 n. d. Ztr.

 

Maske aus grauem Stein mit offenem, die Zunge zeigenden Mund,

 

durchbohrten Ohren und Augen, ursprünglich vermutlich mit Edelsteinen

 

eingelegt. Höhe 16,5 cm.

 

Taxe € 10.000– 12.000, Lot 19

 

 

 

„Hacha“. Veracruz, Mexiko, spätklassisch, ca. 550–950 n. d. Ztr.

 

„Hacha“ (spanisch f. Axt, Beil) aus grauem Vulkangestein in Gestalt eines

 

Vogelkopfes mit großen, durchbohrten Augen, offenem, gebogenen

 

Schnabel und Federkranz über dem Kopf. Höhe 18,4 cm.

 

Taxe € 4.000– 6.000, Lot 24

 

 

 

Schöne und seltene Puppe. Ndebele, Südafrika

 

Holz, Stoff, verschiedenfarbige Glasperlen. H 35 cm. Kegelförmiger

 

Aufbau, der Stoff mit verschiedenfarbigen Glasperlen in geometrischem

 

Dekor aufwendig bestickt, Kreuz an Brust und Rücken. Kugelartiger Kopf

 

mit einem Metallknopf als Gesicht.

 

Taxe € 1.200– 1.500, Lot 103

 

 

 

Schultermaske nimba. Baga, Guinea

 

Stark abstrahierte Gestalt, auf vier Beinen stehend. Überdimensionierter

 

Kopf mit großen Ohren, Mandelförmigen Augen, schmaler, schnabelartig

 

stark hervorstehender Nase und spitz zulaufendem kleinen Mund. Holz,

 

Polsternägel. Höhe 95 cm.

 

Taxe € 8.000– 12.000, Lot 114

 

 

 

Seltener zoomorpher Spiegel- und Nagelfetisch. Bakongo, D.R. Kongo

 

In Gestalt eines Hundes, den Spiegelfetisch auf dem Rücken tragend.

 

Eingesetzte, hintermalte Augen aus Glas. Geöffnetes Maul, die weiß

 

gefassten Zähne und rot bemalte Zunge zeigend. Um den Hals magische

 

Ladung durch Raffia und Kugel gebunden. Zahlreiche originale, ge schmie -

 

dete Nägel und alte Einschlaglöcher. Metallplakette mit Jahreszahl 1919

 

am Rumpf. Holz, Raffia, Stoff, Spiegel, Metall. Masse 19 x 26 cm.

 

Taxe € 8.000– 9.000, Lot 155

 

 

 

Großer Nagelfetisch nkisi nkondi. Sundi, D.R. Kongo

 

Beine frei geschnitzt, Arme am walzenförmigen Rumpf eng anliegend.

 

Kugelförmiger Kopf mit kappenartig abgesetzter Frisur. Deutliche Reste

 

von Kaolin an Gesicht und dem geöffneten, die Zähne zeigenden Mund.

 

Am Bauch eine halbkugelförmige magische Masse mit Wildschweinhauer.

 

Zahlreiche eingeschlagene Nägel und Eisenstücke. Gürtel aus Tierfell mit

 

verschiedenen Paraphernalien. Holz, Nägel, Fell, Schnur, Eisen,

 

Glasperlen, Zähne, Knochen. Höhe 57 cm.

 

Taxe € 60.000– 70.000, Lot 156

 

 

 

Sehr feine Krankheitsmaske. Pende Bangu, D.R. Kongo

 

Kugelförmiger, schwarz-weiß gefasster Kopf mit stark aufgewölbter Stirn

 

und großer, schief verzogener Nase, darunter ein offener, senkrecht

 

gestellter Mund. Mondsichelförmige Augen mit gesenkten Lidern.

 

Haubenartige Frisur aus Raffia und einem dicken Federbusch, auf ein

 

Tragegestell gebunden. Holz, Raffia, Federn. Höhe 49 cm.

 

Taxe € 3.000– 4.000, Lot 158

 

 

 

Maske nkaki. Lualwa, D.R. Kongo

 

Holzmaskei in kubistischer Anmutung, oval, zum Kinn hin spitz zulaufend.

 

Die aus der Stirn austretende, schmale, großflächige Nase dominiert das

 

Gesicht. Stark konkav geschnitzter, röhrenartiger offener Mund. Augen in

 

Kaolin gefasst, mit schmalen Sehschlitzen. Seitlich angesetzte Ohren mit

 

typischen noppenartigen Wulsten. Dachförmige, schwarze Frisur mit

 

geometrischem, weiß gefassten Liniendekor. Dieser Maskentypus hatte

 

maßgebenden Einfluss auf Pablo Picasso und andere kubistische Maler.

 

Höhe 29 cm.

 

Taxe € 6.000– 7.000, Lot 166

 

 

 

Großer Fetisch nkisi. Songye, D.R. Kongo

 

Mit durchbrochen beschnitzten Armen und Beinen auf runder Plinthe

 

stehend. Typischer, stark vorstehender Bauch mit magischer Ladung.

 

Verschiedenfarbige Glasperlen und eine Glocke um den massiven Hals.

 

Leicht geöffneter Mund mit Resten von weißer Farbe, mandelfömige Augen

 

und typische, trapezförmige Nase. Angedeutete, haubenartige Frisur, der

 

Kopf von einem großen, beweglichen Horn bekrönt. Kunstvoll geschmiedete

 

Eisen zur Bewegung der Figur während der Zeremonie, mittels Schnüren

 

an den Armen befestigt. Holz, Eisen, Horn, Perlenkette mit Glocke.

 

Höhe (mit Horn) 70 cm.

 

Taxe € 16.000– 19.000, Lot 170

 

 

 

Seltene Gesichtsmaske. Luba, D.R. Kongo

 

Ovaler Kopf mit spitz zulaufendem Kinn und massivem Hals. Seitlich an -

 

gesetzte, abstehende Ohren, geöffneter Mund mit schmalen Lippen und

 

geöffnete, durchbrochen beschnitzte Augen. Geometrische Einkerbungen

 

an Wangen, Nase und über den Augenbrauen. Ebenfalls durch drei Ein -

 

kerbungen angedeuteter Bart. Höhe 34,5 cm.

 

Taxe € 5.000– 6.000, Lot 172

 

 

 

Karyatidenhocker. Luba Shankadi, D. R. Kongo

 

Holzskulptur auf einer runden Plinthe kniend, die Arme frei beschnitzt.

 

Längliches Gesicht mit leicht geöffnetem Mund, Kaffeebohnenaugen und

 

triangulärer Nase. Zahlreiche Skarifikationen an Stirn, Bauch, Nabel und

 

Seiten. Aufwendig geschnitzte Frisur mit kaskadenartigen Zöpfen. Plinthe

 

und Hocker mit geometrischen Mustern verziert. Mit größter Wahr schein -

 

lichkeit ein Werk des Shankadi-Schnitzers Kiloko, der in den 1930er Jahren

 

in Busangu arbeitete. Provenienz: Orjo de Marchsvelette, 1925–1958.

 

Höhe 39 cm.

 

Taxe € 6.000– 7.000, Lot 173

Pressenachbericht Auktion VARIA 210 vom 10.4.2014

Flaschenvase. China, 20. Jh. Porzellan. Bunter Schmelzfarbendekor:

 

Landschaften. Goldstaffage. Lot 93

 

Erlös € 2.794 (Taxe € 350)

 

 

 

Relief. Süddeutsch, 18. Jh. Heiliger Sebastian. Laubholz, gefasst. Lot 408

 

Erlös € 2.286 (Taxe € 300)

 

 

 

Männerporträt. Signiert und datiert 1827(?). Öl auf Metall. Lot 848

 

Erlös € 1.778 (Taxe € 300)

 

 

 

Pinselständer. China, Porzellan. Amorphe Form. Seladonglasur. Lot 102

 

Erlös € 1.778 (Taxe € 400)

 

 

 

Thomas Riss. „Treue dem Vaterland“. Signiert und bez. Meran.

 

Öl auf Holz. Lot 814

 

Erlös € 3.048 (Taxe € 800)

 

 

 

Schale. China, Anfang 20. Jh. Porzellan. Bunter Schmelzfarbendekor:

 

Schwalben und Blumen. Marke: Da Qing Xuantong Nian Zhi. Lot 123

 

Erlös € 1.651 (Taxe € 500)

 

 

 

Adalbert Waagen. „Blick auf den Watzmann“. Signiert, datiert 1871.

 

Öl auf Leinwand. Lot 831

 

Erlös € 2.286 (Taxe € 800)

 

 

 

Hubert Kaplan. „Enten am Teich“. Signiert. Öl auf Holz. Lot 782

 

Erlös € 2.540 (Taxe € 1.000)

 

 

 

Venezianischer Mohr. Holz, farbig gefasst. Lot 474

 

Erlös € 2.413 (Taxe € 1.000)

 

 

 

Detlef Nitschke. „Venedig – San Giorgio Maggiore“. Signiert.

 

Öl auf Holz. Lot 804

 

Erlös € 1.651 (Taxe € 700)

 

 

 

Ca. 65 Teile Besteck. Deutsch, Robbe & Berking. Silber. Stahlklingen.

 

Form „Hermitage“. Lot 207

 

Erlös € 1.778 (Taxe € 900)

 

 

 

Lichtschirm. Deutsch, datiert 1893. Elfenbein. Reliefdekor: Bergpredigt,

 

Rosen u.a. Lot 370

 

Erlös € 1.905 (Taxe € 1.000)

 

 

 

Kniender Mädchenakt. Arno Breker. Bronze, patiniert. Schwarze

 

Marmorplinthe. Lot 422

 

Erlös € 1.778 (Taxe € 1.200)

 

 

 

 

PRESSENACHBERICHT Auktion ALTE KUNST 363 vom 26.3.2014

Maria mit Kind. Rheinisch (Köln), 2. Hälfte 14. Jh. Linde. Lot 119Erlös € 228.600 (Taxe € 25.000– 30.000)Fabergé-Tischklingel. St. Petersburg, 1899–1908, Werkmeister Michael E. Perchin. Lot 115Erlös € 21.590 (Taxe € 6.000– 7.000)

 

Parzival zu Pferd. München, 1901, Ignatius Taschner. Lot 96Erlös € 12.700 (Taxe € 1.000– 1.500)

 

Bacchantin. 1884, Joseph von Kopf (1827 Unlingen – 1903 Rom). Lot 143Erlös € 20.320 (Taxe € 6.000–8.000)

 

Apothekergefäß. Faenza, 3. Viertel 16. Jh. Lot 1Erlös € 8.128 (Taxe € 2.500– 2.800)

 

Sägeuhr. Süddeutsch, 19. Jh. Lot 172Erlös € 7.874 (Taxe € 500–600)Teller. Nymphenburg, Ende 18. Jh. Porzellan. Festonierte Fahne.Bunter Dekor: „Maskeraden“. Lot 13Erlös € 6.096 (Taxe € 250– 300)Vase. Joh. Loetz Wwe., Klostermühle, um 1900. Lot 68Erlös € 3.302 (Taxe € 2.000– 2.300)Johann Georg von Dillis (1759 Gmain – 1841 München).Der Untersberg von der Salzburger Seite. Lot 520Erlös € 30.480 (Taxe € 15.000–20.000)Enghalsvase. Emile Gallé, Nancy, um 1890. Lot 55Erlös € 2.794 (Taxe € 600– 800)Vierteilige historische Parure mit Diamantbesatz. Lot 205Erlös € 13.335 (Taxe € 7.000–9.500)Kommode. Schweden (Stockholm), Mitte 18. Jh., Umkreis Lorentz Nordin (Meister 1752). Lot 152Erlös € 17.780 (Taxe € 11.000–12.000)

 

Kleiner Klappaltar. Deutsch, 16. Jh. Lot 463Erlös € 8.255 (Taxe € 3.000– 3.500)Johann Heiss (1640 Memmingen – 1704 Augsburg).David spielt vor Saul. Lot 471Erlös € 15.240 (Taxe € 8.000– 12.000)Oskar Mulley (1891 Klagenfurt – 1949 Garmisch).Bildstock in Gebirgslandschaft. Lot 577Erlös € 29.210 (Taxe € 18.000– 20.000)Wilhelm Kuhnert (1865 Oppeln –1926 Flims/Graubünden).Löwe zieht zur Tränke. Lot 559Erlös € 22.860 (Taxe € 18.000–20.000)Franz Kobell (1749 Mannheim – 1822 München). Stromschnelle. Lot 1032Erlös € 2.286 (Taxe € 500–550)Nachverkauf bis 16. April 2014.Wenn Sie Bildmaterial bzw. weitere Informationen zur Auktion ALTE KUNST 363 benötigen, senden wir Ihnen diese gerne zu.Unsere Kunstauktion AFRIKA findet am 17. Mai 2014 statt.NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGBernd DegnerPresse und ÖffentlichkeitsarbeitTel. +49 (0)89 231710–50E-Mail: bernd.degner@neumeister.com

Presse-Vorbericht für die Auktion VARIA 210 am 10.4.2014

Sa. 11–17 Uhr, So. geschlossen, Mo. 9– 20 Uhr, Di. 9–17.30 UhrUnsere VARIA Highlights:

 

über 70 Positionen chinesischer Kunstder zweite Teil einer Privatsammlung seltener Miniaturen aus SüddeutschlandErlesenes aus Silberaußergewöhnlicher Schmuckenglische Schreibmöbelmoderne Graphik von Günter Uecker und Keith Haringund vieles mehr ... handverlesen und günstig taxiert.

 

Auktion vormittags ab 9.30 UhrFayence, Porzellan, Außereuropäische Kunst, Glas, Silber, Dosen, Schmuck, Kunsthandwerk, Metalle, Skulpturen, TeppicheNachmittag ab 15.00 UhrEinrichtung, Möbel, Graphik, Miniaturen, Miniaturen aus einer süddeutschen Privatsammlung, Bücher, Ikonen, Gemälde 15. bis 18. Jh.,Gemälde des 19. und 20. Jhs., Rahmen

 

DIE HIGHLIGHTSGroßer Pinselbecher. China 19. Jh. Porzellan. Kalligrafiedekor in Unterglasur. Marke. H. 14,5 cm.Taxe € 1.800, Lot 97Steckvase. China, Qing. Porzellan. Bunter Schmelzfarbendekor: Drache zwischen Blüten. Höhe 29 cm.Taxe € 200, Lot 89„Witwe aus Ortenburg“. Nymphenburg, Entwurf R. Lechner Porzellan. Farbstaffage. Modell-Nr. 828. Höhe 20 cm.Taxe € 250, Lot 65Akeleipokal. München, 19. Jh. Silber, teilvergoldet. Höhe ca. 50 cm. Gewicht ca. 990 g.Taxe € 600, Lot 162Kanne, Milchkännchen, Zuckerdose und Tablett. Schwäbisch Gmünd, O. Wolter. Silber. Marken (925). Höhe der Kanne 22 cm. Gewicht zusammen ca. 1.030 g.Taxe € 500, Lot 176Silberbesteck, Robbe & Berking. Ca. 65 Teile, Form „Hermitage“. Gewicht zusammen ca. 1.800 g.Taxe € 900, Lot 207Bilderuhr. „Vor dem Kloster“. 19. Jh.Taxe € 1.400, Lot 487Rahmen im Rokokostil. Rahmen: Holz, geschnitzt. Reliefierter Rocailledekor. Fassungsreste. Maße 17,5 × 26 cm. Dabei: Drei Heilige. Aquatinta-Radierung.Taxe € 300, Lot 875Parfümflakon-Set mit Schälchen und Dose. Flakon-Set: Deutsch. Silber, Email, farbloses Glas. Lachsfarbenes guillochiertes Email. Marke (935). Höhe 10,5 cm. Schälchen und Dose: Silber, lila guillochiertes Email. Marken (925).Taxe € 500, Lot 174Ein Paar Kerzenleuchter. Samson, Paris 19. Jh. Bronze, Porzellanfiguren und -blüten. Dame und Harlekin. Farb- und Goldstaffagen. Marken. Höhe ca. 27 cm.Taxe € 600, Lot 369Gold-Platin-Armreif und Ring. Platin, GG 750. Brillanten. Durchmesser 6,4 cm. Zusammen ca. 23 g. Ringgröße: 54. Taxe € 800, Lot 255Münzanhänger, Ring mit Karneolintaglio und Brosche. GG 585, GG 750, Silber vergoldet. Karneol. Länge Anhänger 7,5 cm, Kette 60 cm, Brosche 3,7 cm. Zusammen ca. 37,3 g. Ringgröße: 56,5. Anhänger besetzt mit drei Münzen: 1 Pfennig 1796, wohl Herzoglicher Pfennig Regensburg sowie Max Emanuel I 1698. Mit Kette, GG 585. Brosche mit zwei Greifen.Taxe € 400, Lot 324Anhänger und Ring. GG 750. Smaragde, wohl Jadeschnitt. Länge 7 cm. Ringgröße: 53. Anhänger (wohl Spanien). Jadeschnitt mit altamerikanischen Motiven.Taxe € 600, Lot 325Bureau Bookcase mit reichem Innenleben. England, 18./19. Jh. 208 x 78 x 40 cm.Taxe € 800, Lot 504Bureau Bookcase mit Vitrinentüren. England, 18./19. Jh. 198 × 96 × 57 cm.Taxe € 900, Lot 505Uecker, Günther. „Nagel auf rotem Grund“. Farblithographie. Sign. und dat. (19)92. Exemplar 38/350. 59 × 40,5 cm. Rahmen.Taxe € 200, Lot 630Julius Diez. „Minerva am Brunnen“. Monogr. Lavierte Tuschzeichnung (Illustrationsentwurf). 64,5 × 50 cm.Taxe € 300, Lot 568Mondsichelmadonna. Süddeutsch, 18. Jh. Öl auf Lwd. 110 × 76 cm.Taxe € 800, Lot 731Benno Becker. „Die Insel“. Öl auf Lwd. 72 × 100 cm.Taxe € 400, Lot 742Rudolph Schulz-Borek. „Elefant in der Savanne“. Signiert und datiert 1929. Öl auf Lwd. 100 × 116 cm.Taxe € 1.500, Lot 823Adalbert Waagen. „Blick auf den Watzmann“. Öl auf Lwd. 25 × 31,5 cm.Taxe € 800, Lot 831Für Rückfragen, hochauflösendes Bildmaterial oder Informationen über weitere Objekte wenden Sie sich bitte an Bernd Degner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

 

T +49 (0)89 23 17 10-50bernd.degner@neumeister.com

Pressevorbericht Auktion ALTE KUNST 363 am 26.3.2014

Vorbesichtigung: 20. – 24.3.2014Täglich von 9– 17.30 Uhr, Sa und So 11– 17 Uhr

 

HIGHLIGHTS

 

Adolph von Menzel (1815– 1905). Entwurf für eine Gedenkmedaille. Lot 377Taxe € 3.000– 3.500Nebenstehende Zeichnung ist der Entwurf für eine Gedenk medaille anlässlich des 100. Jubiläums der Aufnahme des preußischen Kronprinzen Friedrich (als König Friedrich II. von Preußen) in die Freimaurer loge „Loge d’Hambourg“ im Jahre 1738. Abgebildet sind drei Personifikationen der Weisheit, die Symbole der Freimaurer wie Winkelmaß und Zirkel halten. Zwischen ihnen steht ein kubisch geformter Steinblock – Symbol des Freimaurergesellen – mit eingemeißeltem „F“ (für Friedrich).Die Zeichnung belegt als ein sehr frühes Dokument die Beschäftigung Menzels mit Friedrich dem Großen. Menzel entwarf die Medaille für die „Berliner Medaillen-Münze“ des Gottfried Bernhard Loos.Rechts unten signiert und 1838 datiert. Am unteren Rand bezeichnet „1838 gez: Für die Loossche Medaillen-Münze. Menzel.“. Bleistift auf festem Papier mit Wasserzeichen. 24,2 × 19,8 cm.

 

Tischklingel von Fabergé. Lot 115Taxe € 6.000– 7.000Die runde, hellblau und gelbluzid emaillierte Tischklingel von Fabergé entstand zwischen 1899 und 1903 unter Werkmeister Michael Evampliewitsch Perchin. Die Oberseite ziert ein Sonnenmotiv mit geschnittenem Mondsteingesicht als Drücker, umgeben von einem schmalen goldenen Ring mit zehn mit Diamantrosen besetzten Sternen. Meister Perchin war bis zu seinem Tod 1903 auch mit der Herstellung der berühmten kaiserlichen Ostereier betraut.St. Petersburg, 1899–1908. Werkmeistermarke M. P. Marke Fabergé in kyrillisch.Höhe 2 cm, Durchmesser, 5,5 cm.

 

Maria mit Kind. Rheinisch (Köln), 2. Hälfte 14. Jh. Lot 119Taxe € 25.000– 30.000Der starke Ausdruck dieser freistehenden Madonna mit Christus im Arm wie auch ihre hohe plastische Qualität machen diese Skulptur zu einer bedeutenden Vertreterin der rheinischen Plastik.

 

Provenienz: Weinmüller-Auktion 153 am 8./9. Mai 1974 (damals: Lot 613). Linde, vollrund geschnitzt. Alte retuschierte polychrome Fassung.

 

Johann Heiss (1640– 1704). „David spielt vor Saul“. Lot 471Taxe € 8.000– 12.000Ein bislang nicht publiziertes Werk des schwäbischen Barockmalers Johann Heiss. Nach der Ausbildung in seiner Geburtsstadt Memmingen stand er 1663 und 1664 in Stuttgart in Diensten des württembergischen Herzogs Eberhards III. Ab 1677 lebte und arbeitete er in Augsburg. 1675 wird er von Joachim von Sandrart ausdrücklich in seiner „Teutschen Academie“ als Historienmaler erwähnt, dessen Bilder „die Liebhaber und Kunstverstaendige sehr wohl contentiren“. Werke von Johann Heiss hängen im In- und Ausland in namhaften Museen.

 

Öl auf Leinwand. Links unten signiert. 83,5 × 103 cm.

 

SCHMUCK

 

Renaissance-Anhänger. Lot 200Taxe € 7.000– 9.000Wohl Spanien, um 1610. Hochwertig gearbeiteter und sehr seltener Anhänger aus Granat mit dem mythologischen Motiv „Pluto reitend auf einem Delphin“. Diese Renaissance-Preziose ist charakterisiert durch eine sehr qualitätvolle Goldschmiedearbeit mit Ranken um den zentralen Schmuckstein kombiniert mit Email, Farbedelsteinen und Naturperlen. 916/-Gelbgold. Ein ovaler, gelbbräunlicher Granatschnitt (Hessonit/Zimtstein) im Hochrelief.Eine barocke Naturperle, Durchmesser 4,9 mm, weiß. Höhe 10 cm, Breite 4,1 cm.Gewicht ca. 16,1 g.

 

Smaragd-Brillant-Anhängerkette. Lot 306Taxe € 7.600– 8.000Mitteleuropa. Elegante Smaragd-Brillant-Anhängerkette. Die feine Gestaltung dieses neuzeitlichen Schmuckstücks ist inspiriert von den Entwürfen des Pariser Juwelierhauses Cartier. Rückseitig ist das Mittelstück durch Clipverschluß abnehmbar.750/-Weißgold. 154 Smaragdperlen, sechs rund facettierte Smaragde und zwei Smaragdnavetten zus. ca. 26,5 ct. Vielzählige Brillanten, zus. ca. 4,7 ct. Elf Süsswasserzuchtperlen,Durchmesser: 3,2 mm, weiß-rosé. Kette: Länge 47 cm. Mittelstück: Länge 9,8 cm. Gewicht ca. 34,3 g.

 

SONDERAUKTION KOBELL-FAMILIESonderauktion mit über 100 Positionen unter anderem Zeichnungen von Ferdinand und Franz Kobell; Wilhelm von Kobell ist mit zahlreichen Druckgraphiken aber auch Originalzeichnungen vertreten. Die Blätter stammen aus dem Nachlass eines süddeutschen Sammlers, der seine Sammlung vorwiegend in den 60er und 70er Jahren aufbaute. Lot 1000–1110

 

GEMÄLDE ALTE MEISTER

 

Antonio del Ceraiolo (tätig in Florenz, erwähnt 1520–25).„Verkündigung Mariens“. Lot 460Taxe € 20.000– 25.000

 

Joost Cornelisz Droochsloot (1586–1666). „Der Teich von Bethesda“. Lot 466Taxe € 10.000–12.000

 

Martin Schongauer (1445/50– 1491). „Christus vor Annas“. Lot 347Taxe € 2.500–3.000

 

GEMÄLDE 19. UND FRÜHES 20. JAHRHUNDERT

 

Johann Georg von Dillis (1759– 1841).„Der Untersberg von der Salzburger Seite aus“. Lot 520Taxe € 15.000– 20.000

 

Johann Heinrich Bleuler (1787– 1857).„Ansicht der Stadt Genf von der See-Seite“, 1814. Lot 350Taxe € 2.500– 3.000

 

Johann Heinrich Bleuler (1787– 1857).„Ansicht des Heilbades Schinznach an der Aare“, 1819. Lot 351Taxe € 2.500– 3.000

 

Franz Graf von Pocci (1807– 1876)„L’histoire de Monsieur le Maigre“ (1869, Abb. oben)und „de Monsieur le Maigre“ (1869, Abb. unten). Lot 383Taxe € 500– 600

 

Franz von Defregger (1835– 1921). „Wilderer in der Sennhütte“ (1876). Lot 513Taxe € 40.000– 50.000

 

Wilhelm Kuhnert (1865– 1926). „Löwe zieht zur Tränke“. Lot 577Taxe € 18.000– 20.000

 

WEITERE HIGHLIGHTS DER NEUMEISTER AUKTION ALTE KUNST 363Joseph von Kopf (1827– 1903). Bacchantin, 1884. Lot 143Taxe € 6.000– 8.000

 

Apothekergefäß. Lot 51Taxe € 2.500–2.800

 

Vase. Lot 68Taxe € 3.000– 3.500

Pressenachbericht Auktion VARIA 209 / 29.1.2014

Schlangenhenkelvase Meissen. Lot 16Erlös 2.413 € (Taxe 600 €)Paar Etagèren Meissen. Lot 19Erlös 2.667 € (Taxe 600 €)Kaffeeservice „Schwanendessin“ Meissen. Lot 25Erlös 3.429 € (Taxe 1.200 €)Am Strand Rosenthal. Lot 68Erlös 1.270 € (Taxe 800 €)Miniaturaufsatzkommode. Lot 322Erlös 5.080 € (Taxe 800 €)Fassadentruhe. Lot 323Erlös 2.032 € (Taxe 600 €)Paar Puppen Käthe Kruse. Lot 352Erlös 1.905 € (Taxe 600 €)Hl. Katharina. Lot 396Erlös 1.778 € (Taxe 800 €)„Die Trinkende“, Ernst Wenck, Bronze. Lot 410Erlös 3.302 € (Taxe 800 €)Adleruhr, Wien, 19. Jh. Lot 503Erlös 2.286 € (Taxe 600 €)Wandbehang, Indien. Lot 514Erlös 2.159 € (Taxe 500 €)Aufsatzschreibkommode. Lot 583Erlös 1.651 € (Taxe 450 €)Kommode. Lot 605Erlös 5.080 € (Taxe 800 €)Etagère. Lot 607Erlös 2.540 € (Taxe 500 €)Südliche Landschaft mit Figurenstaffage. Lot 868Erlös 13.970 € (Taxe 1.200 €)„Spätsommer auf Helgoland“ Alf Bachmann. Lot 877Erlös 2.032 € (Taxe 1.000 €)„Früchtestillleben“ B. Knüpfer. Lot 977Erlös 1.397 € (Taxe 500 €)„Vor der Feldherrenhalle“ Erich Mercker. Lot 1002Erlös 3.429 € (Taxe 1.100 €)„Hund auf Hasenjagd“ Otto Stotz . Lot 1065Erlös 3.175 € (Taxe 1.200 €)Der Nachverkauf geht bis 19. Februar 2014.Mit freundlichen GrüßenMonika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinReferentin Presse, PR und EventsFalls Sie weitere Informationen und Abbildungen benötigen, wenden Sie sich bitte an:

 

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Vorbericht Auktion VARIA 209 am 29.1.2014

Vorbesichtigung 23.– 27.1.2014

 

Kaffeservice „Schwanendessin“. Lot 25Taxe € 1.200

 

Vor dem Bade. Lot 68Taxe € 800

 

Besteck für 12 Personen. Lot 100Taxe € 1.000

 

Ein Paar Puppen. Lot 352Taxe € 600

 

„Die Trinkende“, Ernst Wenck. Lot 410Taxe € 800

 

Adleruhr. Lot. 503Taxe € 600

 

Satz von 6 Stühlen. Lot 667Taxe € 1.800

 

Sofa. Lot 678Taxe € 700

 

Karl Graf von Spreti, „Fischer am Strand“. Lot 784Taxe € 160

 

Schmetterling, 5 kol. Kupferstiche. Lot 830Taxe € 600

 

Südliche Landschaft. Lot 868Taxe € 1.200

 

Bachmann, Alf „Spätsommer auf Helgoland“. Lot 877Taxe € 1.000

 

„Allegorien der Musik“, ein Paar Gemälde. Lot 1093Taxe € 1.200

 

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen:

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMonika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinReferentin Presse, PR und Events

 

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PRESSENACHBERICHT Auktion MODERNE 54 und shape vom 5.12.2013

CURT HERMANN. Merseburg a.d. Saale 1854 – Erlangen 1929Stillleben mit Krug. Lot 16Erlös € 17.780 (Taxe € 6.000–8.000)

 

KARL HUBBUCH. 1891 Karlsruhe – 1979 ebenda„Strassenszene“. Ca. 1960. Lot 18Erlös € 19.685 (Taxe € 15.000–18.000)

 

ANSELM KIEFER. 1945 Donaueschingen – lebt bei Paris.Pasiphae, 1994/2010. Lot 21Zuschlag € 381.000 (Taxe € 300.000–350.000)

 

HELMUT KOLLE. 1899 Berlin – 1931 ChantillyJunger Apache an der Bar. 1925. Lot 23Erlös € 27.940 (Taxe € 22.000–25.000)

 

RAM KUMAR. 1924 Shimla (Indien) – lebt in DehliAbstrakte Komposition. 1961. Lot 24Erlös € 27.940 (Taxe € 20.000–30.000)

 

JOHANN GEORG MÜLLER. 1913 Ludwigshafen – 1986 KoblenzFrau mit Hut. 1957. Lot 28Erlös € 60.960 (Taxe € 20.000–25.000)

 

JOHANN GEORG MÜLLER. 1913 Ludwigshafen – 1986 Koblenz„Schausteller“. 1962. Lot 29Erlös € 203.200 (Taxe € 30.000–40.000)

 

OTTO PIENE. 1928 Laasphe – lebt in Cambridge/MassachusettsFeuergouache. 1964. Lot 34Erlös € 30.480 (Taxe € 8.000–10.000)

 

ANTONI TÀPIES. 1923 Barcelona – 2012 ebendaGrau-Weiß mit Relief in Form eines Stuhles. 1964. Lot 40Erlös € 107.950 (Taxe € 60.000–80.000)

 

LESSER URY. 1861 Birnbaum/Posen – 1931 Berlin„Pappeln an einem Tümpel“. 1910. Lot 42Erlös € 27.940 (Taxe € 15.000–25.000)

 

MICHAEL BACH. 1953 Sehma – lebt in Düsseldorf„Regensburger Dom“. 2007. Lot 46Erlös € 8.255 (Taxe € 2.000–3.000)

 

ANJA GANSTER. 1968 Mainz – lebt in Basel/Schweiz„Corridor, Cité 4“. 2003. Lot 61Erlös € 5.715 (Taxe € 1.000–1.500)

 

DIETER KRIEG. 1937 Lindau – 2005 BergheimOhne Titel (Blüte). 2000. Lot 77Erlös € 13.335 (Taxe € 10.000–15.000)

 

FLORIAN THOMAS. 1966 Neustadt/Waldnaab – lebt in München„Piazza Bra“. 2005. Lot 98Erlös € 10.160 (Taxe € 2.000–3.000)

 

ROLF CAVAEL. 1898 Königsberg – 1979 München„N˚62/D4“. 1962. Lot 251Erlös € 8.890 (Taxe € 4.000–6.000)

 

FRITZ KOENIG. 1924 Würzburg – lebt in Ganslberg bei Landshut„Nuri Schalan OX“. 1973. Lot 1027Erlös € 46.990 (Taxe € 20.000–30.000)

 

OKSANA MAS. 1969 Ilyichevsk/Odessa – lebt in Odessa, Stockholm, Barcelona, Moskau. CONSTITUTION GOLD 22. 2010. Lot 1039Erlös € 24.130 (Taxe € 15.000–18.000)

 

 

 

Der Nachverkauf geht bis 20. Dezember 2013.

 

Wenn Sie Bildmaterial zur Auktion MODERNE 54 und shape benötigen, sende ich Ihnen diese gerne zu.

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMonika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinLeitung Presse, Öffentlichkeitsarbeit und EventsTel. +49 (0)89 231710–50E-Mail: monika.poelnitz-egloffstein@neumeister.com

PRESSENACHBERICHT Auktion ALTE KUNST 362 vom 20.11.2013

Trinkschiff Silber, teilvergoldet, Esaias zur Linden.Nürnberg um 1630–1632. Lot 35Erlös € 190.500 (Taxe € 70.000– 80.000)

 

Große Ecuelle, teilvergoldet. Hans Nicolaus Müllner.Nürnberg, um 1678. Lot 46Erlös € 19.000 (Taxe € 14.000–16.000)

 

Tischlampe „Damascene Shades“. Tiffany Studios.New York, um 1905. Lot 105Erlös € 16.510 (Taxe € 12.000– 15.000)

 

Tischlampe „Arcorn“. Tiffany Studios. New York, um 1906. Lot 106Erlös € 12.700 (Taxe € 3.000–4.000)

 

Christoph Daniel Schenk (1633 Konstanz– 1691 ebenda).Elfenbeinrelief Bekehrung des Paulus. Lot 150Erlös € 13.335 (Taxe € 4.000–5.000)

 

Eugen N. Neureuther (1806 München– 1882 ebenda). Musizierendes Paar im Garten der Villa Malta in Rom. Gouache. Lot 255Erlös € 34.290 (Taxe € 2.000–2.500)

 

David de Coninck (um 1644 (?) Antwerpen– nach 1700 Brüssel (?)),Nachfolge). Großes Jagdstillleben. Lot 284Erlös € 22.225 (Taxe € 5.000-7.000)

 

Anbetung des Kindes. Deutsch, Anfang 16. Jh. Lot 287Erlös € 60.960 (Taxe € 8.000– 10.000)

 

Henri Testelin (1616 Paris– 1695 Den Haag). Jean de Bodt. Lot 329Erlös € 60.960 (Taxe € 8.000– 10.000)

 

Friedrich von Amerling (1803 Wien– 1887 ebenda), zugeschrieben.Bildnis einer jungen Frau. Lot 338Erlös € 27.940 (Taxe € 12.000– 14.000)

 

Heinrich Bürkel (1802 Pirmasens– 1869 München).Pferdemarkt in einem Gebirgsdorf. Lot 347Erlös € 53.340 (Taxe € 35.000– 40.000)

 

Julius Exter (1863 Ludwigshafen– 1939 Übersee-Feldwies).Das Tanzlegendchen. Lot 357Erlös € 27.940 (Taxe € 20.000-22.000)

 

Carl Spitzweg (1808 München– 1885 ebenda).Mädchen am Steg. Lot 447Erlös € 34.290 (Taxe € 12.000– 15.000)

 

Joseph Stieler (1781 Mainz– 1858 München).Josephine Stieler als Braut. Lot 453Erlös € 82.550 (Taxe € 60.000– 70.000)

 

Brillant. Ungefasst, 3 ct. Lot 1115Erlös € 20.320 (Taxe € 11.000– 12.000)

 

Armband. Roségold 750. Lot 1154Erlös € 17.780 (Taxe € 14.000– 15.000)

 

Nachverkauf bis 11. Dezember 2013.

 

Wenn Sie Bildmaterial oder Pressetexte zur Auktion ALTE KUNST 362 benötigen, sende ich Ihnen diese gerne zu.

 

Unsere Kunstauktionen MODERNE und shape finden am 5. Dezember 2013 um 17.00 Uhr statt.

 

Der Online-Katalog ist abrufbar.

 

Monika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinNEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGLeitung Presse, Öffentlichkeitsarbeit und EventsTel. +49 (0)89 231710–50E-Mail: monika.poelnitz-egloffstein@neumeister.com

PRESSEVORBERICHT Auktion MODERNE 54 am 5.12.2013

AUSGEWÄHLTE WERKE

 

WILLI BAUMEISTER. 1889 Stuttgart – 1955 ebenda. „Jura“, 1942. Lot 3Taxe € 60.000–80.000

 

OTTO DIX. 1891 Untermhaus – 1969 Singen. „Bäume im Rauhreif“, 1946. Lot 9Taxe € 100.000–120.000

 

HERMANN HESSE. 1877 Calw/Württemberg – 1962 Montagnola.„Bildnis eines Cactus“, 1933. Lot 17Taxe € 10.000–12.000

 

KARL HUBBUCH. 1891 Karlsruhe –1979 ebenda.„Strassenszene“, ca. 1960. Lot 18Taxe € 15.000–18.000

 

ALEX KATZ. 1927 Brooklyn N. Y. – lebt in New York.Vivien with Flowers, 2001. Lot 20Taxe € 40.000–45.000

 

ANSELM KIEFER. 1945 Donaueschingen – lebt bei Paris.Pasiphae, 1994/2010. Lot 21Taxe € 300.000–350.000

 

GABRIELE MÜNTER. 1877 Berlin– 1962 Murnau/Oberbayern.Katze auf einer Decke, 1930. Lot 30Taxe € 15.000–20.000

 

JAMES ROSENQUIST. 1933 Grand Forks/North Dakota – lebt in New York. The Vestigial Presence of Mind and Color, 3 A, 1995. Lot 37Taxe € 80.000–100.000

 

ANTONI TÀPIES. 1923 Barcelona –2012 ebenda.Grau-Weiß mit Relief in Form eines Stuhles, 1964. Lot 40Taxe € 60.000–80.000

 

SAMMLUNG ZEITGENÖSSISCHER KUNST

 

CHRISTIAN FAUL. 1967 Erlangen – lebt in Berlin.Ohne Titel (2 Tulpenblüten), 2005. Lot 57Taxe € 1.500–2.000

 

EAMON O’KANE. 1974 Belfast/Irland – lebt in Bristol/England.My Ideal Studio, 2004. Lot 89Taxe € 3.000–4.000

 

FLORIAN THOMAS. 1966 Neustadt/Waldnaab– lebt in München.„Piazza Bra“, 2005. Lot 98Taxe € 2.000–3.000

 

shape

 

FRITZ BEHN. 1878 Klein-Grabow/Mecklenburg– 1970 München.Tanzender Massai. Vor 1919. Lot 1006Taxe € 10.000–15.000

 

ROMERO BRITTO. 1963 Recife– lebt in Miami.Keep Feeling (Kissing fish). Lot 1011Taxe € 13.000–15.000

 

STEPHAN HUBER. 1952 Lindenberg/Allgäu– lebt in München.Berge der Literatur. Lot 1021Taxe € 10.000 –12.000

 

FRITZ KOENIG. 1924 Würzburg– lebt in Ganslberg bei Landshut.„Nuri Schalan OX“. 1973. Lot 1027Taxe € 20.000– 30.000

 

OKSANA MAS. 1969 Ilyichevsk/Odessa.Spheres of Good and Spiritual Renaissance. 2010. Lot 1040Taxe € 55.000–60.000

 

 

 

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Mit freundlichen GrüßenMonika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein

 

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PRESSEVORBERICHT Auktion ALTE KUNST 362 am 20.11.2013

Enghalskrug. Frankfurt oder Hanau. 1719. Lot 3
Taxe € 1.700–1.900


Trinkschiff Silber
, teilvergoldet, Nürnberg um 1630–1632. Lot 35
Taxe € 70.000– 80.000


Große Ecuelle
, teilvergoldet, Nürnberg, um 1678, Hans Nicolaus Müllner. Lot 46
Taxe € 14.000–16.000


Helmkanne mit Becken
, vergoldet, Augsburg, 1753–1755, Johann Wilhelm Dammann. Lot 48
Taxe € 7.000– 8.000


Schraubflasche
, teilvergoldet. Augsburg, um 1689–1692, Paul Solanier. Lot 67
Taxe € 5.000– 6.000


Silberhumpen
, Deutsch, 17. Jh. Lot 68
Taxe € 8.000– 10.000


Tischlampe „Damascene Shades“.
 Tiffany Studios.
New York, um 1905. Lot 105
Taxe € 12.000– 15.000


Serpentin-Deckelhumpen
. Sachsen (Dresden), 18. Jh. Lot 131
Taxe € 15.000– 20.000


Deckelhumpen
. Deutsch, 17. Jh., Elfenbein. Lot 132
Taxe € 22.000– 24.000


Christoph Daniel Schenk
 (1633 Konstanz– 1691 ebenda).
Elfenbeinrelief Bekehrung des Paulus. Lot 150
Taxe € 4.000– 5.000


Fidelis Sporer
 (1731 Altdorf – 1811 Gebweiler). Terrakottagruppe Beweinung Christi. Lot 159
Taxe € 8.000– 9.000


Krippen und Krippenfiguren
. Neapel 18. u. 19. Jh. Lot 170–179
Taxe € 2.800– 3.000


Tapisserie Flandern
 (Oudenaarde?) um 1600. Hirschhatz. Lot 209
Taxe € 17.000– 18.000


Halsuhr
, Augsburg, um 1570, Melchior Reichol. Lot 203
Taxe € 8.000–10.000


Pendule
. Würzburg, letztes Drittel 18. Jh., Johann Baptist Steiner. Lot 205
Taxe € 6.800–7.000


Johann Georg von Dillis
 (1759 Gmain– 1841 München).
Schloss Harlaching. Aquarell. Lot 237
Taxe € 4.000– 4.500


Franz von Lenbach
 (1836 Schrobenhausen– 1904 München).
Elise Hirth mit ihren vier Kindern. Lot 248
Taxe € 5.000– 6.000


Eugen N. Neureuther
. Musizierendes Paar im Garten der Villa Malta in Rom. Gouache. Lot 255
Taxe € 2.000– 2.500


Jean Barbault
 (1705 Viarmes/Seine-et-Oise– 1766 Rom).
Schweizergardist. Lot 273
Taxe € 15.000–18.000


Pieter Casteels
 (1684 Antwerpe– 1749 Richmond/Surrey). Großes Stillleben mit Blumen, Früchten und einem Schmetterling. Lot 282
Taxe € 24.000– 26.000


Franz Christoph Janneck
 (1703 Graz– 1761 Wien).
Hl. Judas Thaddäus. Lot 310
Taxe € 8.000–10.000


Anbetung der Hirten
. Rom, 1. Hälfte 17. Jh. Lot 318
Taxe € 20.000– 25.000


Albrecht Adam
 (1786 Nördlingen–1862 München).
Biwak Eugène de Beauharnais in Südtirol um 1809. Lot 337
Taxe € 8.000– 9.000


Heinrich Bürkel
 (1802 Pirmasens–1869 München). Pferdemarkt in einem Gebirgsdorf. Lot 347
Taxe € 35.000– 40.000


Julius Exter
 (1863 Ludwigshafen–1939 Übersee-Feldwies).
Das Tanzlegendchen. Lot 357
Taxe € 20.000– 22.000


Carl Spitzweg
 (1808 München– 1885 ebenda). Mädchen am Steg. Lot 447
Taxe € 12.000–15.000


Josef Stieler
 (1781 Mainz–1858 München). Josephine Stieler als Braut. Lot 453
Taxe € 60.000– 70.000


Wenn Sie Bildmaterial oder Pressetexte zur Auktion ALTE KUNST 362 benötigen, sende ich Ihnen diese gerne zu.

Mit freundlichen Grüßen
Monika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG
Monika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein
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PRESSENACHBERICHT Sonderauktion Schloss Teisbach vom 16. Oktober 2013

Messbuchkassette. Frankreich, 15. Jh. Lot 17.Erlös € 3.302 (Taxe € 1.800–2.000)

 

Jagdhorn. Nürnberg, dat. 1724. Lot 21.Erlös € 17.780 (Taxe € 150 – 200)

 

Hl. Katharina. Oberschwaben, Anfang 16 Jh. Lot 32.Erlös € 7.620 (Taxe € 3.200–3.500)

 

Hl. Maria Magdalena. Kärnten. Anfang 16. Jh. Lot 33.Erlös € 12.065 (Taxe € 2.500–3.000)

 

Fassadenschrank. Süddeutscher Renaissancestil, Ende 19. Jh. Lot 61.Erlös € 7.239 (Taxe € 3.000–4.000)

 

Ein Paar Betten. Deutsch, 19. Jh. Lot 147.Erlös € 8.890 (Taxe € 2.500–3.000)

 

Sog. Flämische Krone. Niederlande, wohl um 1700. Lot 156.Erlös € 4.191 (Taxe € 2.200–2.500)

 

Lüster. 1. Hälfte 19. Jh. Lot 162.Erlös € 6.858 (Taxe € 900–1.000)

 

Heris. Um 1900. Lot 182.Erlös € 9.144 (Taxe € 2.800–3.000)

 

Cranach d. Ä., Lucas. Nachfolge. Judith. Lot 221.Erlös € 12.065 (Taxe € 3.000–4.000)

 

Cranach d. Ä., Lucas. Nachfolge. Der verliebte Alte. Lot 222.Erlös € 16.510 (Taxe € 3.000–4.000)

 

Maria mit dem Kind. Deutsch o. niederländisch, um 1500. Lot 225.Erlös € 17.145 (Taxe € 6.000–8.000)

 

Bildnis einer Fürstin. Deutsch, 18. Jh. Lot 230.Erlös € 7.620 (Taxe € 3.000–4.000)

 

Venus und Amor. Italo-Flämisch, Anfang 17. Jh. Lot 235.Erlös € 12.065 (Taxe € 6.000–8.000)

 

Nachverkauf bis 6. November 2013.

 

Wenn Sie Bildmaterial oder Pressetexte zur Auktion ALTE KUNST 361 benötigen, sende ich Ihnen diese gerne zu.

 

Unsere Kunstauktion ALTE KUNST findet am 20. November 2013 statt.Auch hierzu erhalten Sie auf Anfrage weitere Informationen.Der Online-Katalog wird Anfang November abrufbar sein.

 

Mit freundlichen GrüßenMonika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMonika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinLeitung Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und EventsTel. +49 (0)89 231710–50E-Mail: monika.poelnitz-egloffstein@neumeister.com

NEUMEISTER GOES NAUTIC – Das Münchener Kunstauktionshaus jetzt auch in Hamburg!

NEUMEISTER steht nicht nur seit nunmehr 55 Jahren in München mit einem Team von heute 20 hochqualifizierten Kunsthistorikern seinen Kunden beratend zur Seite. Neben seinem Hauptsitz in München ist NEUMEISTER auch im In- und Ausland mit kompetenten Ansprechpartnern in Berlin, Köln, Wien, Zürich und den USA vertreten, um den persönlichen Kontakt mit seinen Kunden zu pflegen.

 

Das Netzwerk des Münchener Kunstauktionshauses NEUMEISTER wird seit dem 1. September nun auch durch eine Repräsentantin in Hamburg, Dr. Nikola Kleine-Brüggemann, erweitert und die persönliche Betreuung der Kunden in Norddeutschland somit intensiviert.

 

Anlässlich der Eröffnung seiner Repräsentanz in Hamburg zeigt NEUMEISTER vom 6. bis 8. November 2013 in einer Ausstellung ausgewählte Werke der Herbstauktionen ALTE KUNST und MODERNE.

 

Sie sind herzlich eingeladen zur Vernissage

am Mittwoch, den 6. November, um 18.30 Uhr in den Räumlichkeiten des „Kunstclub Hamburg“, Heimhuder Straße 57, 20148 Hamburg

19.00 Uhr Begrüßung und Vorstellung der Repräsentantin durch Katrin Stoll, geschäftsführende Inhaberin des Kunstauktionshauses NEUMEISTER


Öffnungszeiten der öffentlichen Ausstellung:
Donnerstag, 7.11.2013 10– 18 Uhr
Freitag, 8.11.2013 10– 16 Uhr


Unsere Repräsentantin in Hamburg:
Dr. Nikola Kleine-Brüggemann
Tel. +49 (0)40 81997344, Fax: +49(0)40 81958953
nikola.kleine-brueggemann(at)neumeister.com


Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und bei Interesse auch eine Einladung zur Ausstellung in Hamburg zu.


NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG
Monika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein
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PRESSENACHBERICHT Auktion ALTE KUNST 361 am 18.9.2013

Deckelschale und Unterteller. Meissen, um 1725–1735. Lot 32.Erlös € 13.335 (Taxe € 4.000– 5.000)Deckelpokal, vergoldet. Nürnberg, um 1612–1626, Heinrich Mack. Lot 110.Erlös € 52.070 (Taxe € 20.000– 25.000)Bücherschrank. Richard Riemerschmid, 1898. Ausführung Vereinigte Werkstätten für Kunst im Handwerk, München. Lot 325.Erlös € 19.050 (Taxe € 10.000– 12.000)Tabatière. Rom, 19. Jh. Lot 338.Erlös € 10.414 (Taxe € 500– 600)Tapisserie. Brüssel, um 1520. Bathseba am Brunnen, von höfischer Gesellschaft umgeben. Lot 410.Erlös € 40.640 (Taxe € 10.000– 14.000)Johann Baptist Drechsler (1756 Lichtental bei Wien– 1811 Wien). Blumenstillleben mit Vogelnest, Trauben und Schmetterlingen. Lot 483.Erlös € 62.230 (Taxe € 25.000– 30.000)Philips Wouwerman (1619 Haarlem– 1668 ebenda). Reiter vor dem Marketenderzelt. Lot 508.Erlös € 101.600 (Taxe € 90.000– 120.000)Johann Georg Ziesenis (1716 Kopenhagen– 1776 Hannover). Porträt eines Geistlichen. Lot 509.Erlös € 12.700 (Taxe € 4.000– 4.500)Eduard von Grützner (1846 Großkarlowitz b. Neisse–1925 München). Zwei Mönche bei der Brotzeit im Klosterkeller. Lot 538.Erlös € 39.370 (Taxe € 17.000– 19.000)Eduard von Grützner (1846 Großkarlowitz b. Neisse– 1925 München). Falstaff. Lot 539.Erlös € 15.240 (Taxe € 7.000– 9.000)Ferdinand Wagner (1847 Passau– 1927 München) Kinder und Amoretten am Teichufer. Lot 608.Erlös € 17.780 (Taxe € 8.000–12.000)Anton von Werner (1843 Frankfurt/Oder– 1915 Berlin). „Mittagsstelldichein“, „Abend“, „Bewillkommnung“ aus dem Zyklus „Ein römischer Tag“. Lot 613–615.Erlös insgesamt € 30.480 (Taxen jeweils € 1.500– 3.000)Adolf Wichmann (1820 Celle– 1866 Dresden). Pietro Aretino liest im Garten Tizians aus seinen Werken vor. Lot 617.Erlös € 33.020 (Taxe € 25.000– 30.000)Stanislaw Zukowski (1873 Jedrychowice (Grodno)–1944 Pruskowo (Warschau)). Uferlandschaft. Lot 619.Erlös € 27.940 (Taxe € 8.000–12.000)Franz Jakob Kreuter (1813 Lohr a. Main – 1889 Wien). Pläne und Entwürfe für den Palazzo Sina (Grassi) in Venedig, ab 1857. Lot 1030.Erlös € 15.240 (Taxe € 10.000–12.000)Nachverkauf bis 9. Oktober 2013.Wenn Sie Bildmaterial oder Pressetexte zur Auktion ALTE KUNST 361 benötigen, sende ich Ihnen diese gerne zu.Unsere Sonderauktion Schloss Teisbach findet am 16. Oktober 2013 bei NEUMEISTER in München statt.

 

Auch hierzu erhalten Sie auf Anfrage weitere Informationen.Der Online-Katalog wird Anfang Oktober abrufbar sein.Mit freundlichen GrüßenMonika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinNEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG

 

Monika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinLeitung Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und EventsTel. +49 (0)89 231710–50E-Mail: monika.poelnitz-egloffstein@neumeister.com

Konrad O. Bernheimer im Gespräch mit Katrin Stoll

Bernheimer. Eine Münchner Kunsthändlerdynastie – Konrad O. Bernheimer im Gespräch mit Katrin Stoll (Kunstauktionshaus NEUMEISTER)Am Mittwoch, 25. September 2013 findet um 20.00 Uhr im Saal des Literaturhauses in München am Salvatorplatz 1/III, 80333 München das Gespräch zwischen Konrad O. Bernheimer und Katrin Stoll über das Buch von Bernheimer „Narwalzahn und Alte Meister“ statt.Lehman Bernheimer, Urgroßvater von Konrad Bernheimer, baute Mitte des 19. Jahrhunderts eines der bedeutendsten Geschäfte des internationalen Kunst- und Antiquitätenhandels in München auf und errichtete das prächtige Bernheimer-Palais am Lenbachplatz. Schwere Jahre in der Weimarer Zeit, Verfolgung und Exil während der NS Zeit, Rückkehr und Wiederaufbau in der Bundesrepublik, Verkauf des Palais und Konzentration auf den Kunsthandel mit Alten Meistern – das alles erzählt Konrad Bernheimer in „Narwalzahn und Alte Meister“. Er verknüpft darin die Firmen- mit der Familiengeschichte und spürt Fragen der jüdischen Identität nach. Darüber hinaus ist sein Buch eine so spannende wie kenntnisreiche Geschichte des Münchner Bürgertums. (Quelle: Literaturseiten München)Veranstalter:Hoffmann und Campe Verlag, Literaturhandlung, Stiftung LiteraturhausEintritt: Euro 7,– und 9,– EUROrt: Literaturhaus München, Saal (3.OG)Bitte wenden Sie sich bei Interesse an das Literaturhaus: » mehr

Verwunschenes Schloss Teisbach steht bei NEUMEISTER zur Entdeckung bereit

Schloss Teisbach bei Dingolfing – Sonderauktion des Inventars durch das Kunstauktionshaus NEUMEISTER in München am 16. Oktober 2013 Das Kunstauktionshaus NEUMEISTER hatte bereits in der Vergangenheit mehrere Schlossauflösungen und große Sammlungsnachlässe übertragen bekommen. Da NEUMEISTER zu allen Sparten Experten hat, können die Bewertungen der Inhalte großer Auflösungen in diesem Umfang im Hause ganz abgedeckt werden. Im Oktober 2013 findet die Schlossauktion mit dem Inventar aus Schloss Teisbach bei Dingolfing statt.

 

Schloss Teisbach spielte bereits bei der Stadtgründung Dingolfings eine Rolle. Im Zuge des Herrschaftsausbaus der Wittelsbacher eroberte es 1251 Ludwig II, Sohn des Stadtgründers Otto II des Erlauchten; im Jahr 1253 erhielt Bischof Albert von Regensburg die Erlaubnis zum Wiederaufbau der Burg (und zur Anlegung eines unbefestigten Marktes). Ab 1386 blieb das Schloss im Besitz des Hauses Wittelsbach. 1813 wurde das Schloss veräußert und wechselte seitdem mehrfach den Eigentümer. Seit August 2013 befindet sich Schloss Teisbach im Eigentum der Stadt Dingolfing (Quelle: Stadt Dingolfing).

 

Der vorletzte Besitzer von Schloss Teisbach, stellte sorgfältig und mit Gespür für Qualität über einen längeren Zeitraum ein bemerkenswertes Schlossinventar mit hochwertigen, beeindruckenden Einrichtungsgegenständen des 15. bis 19. Jahrhunderts aus den Bereichen Möbel, Gemälde, Skulpturen und Kunsthandwerk zusammen, die am 16. Oktober in den Räumlichkeiten des Auktionshauses versteigert werden und sich insgesamt auf eine Schätzpreissumme zwischen EUR 350.000 und 400.000 belaufen.

 

Ein Auszug der verborgenen Schätze:

 

Maria mit dem Kind. Deutsch o. niederländisch, um 1500. Lot 225Taxe € 6.000–8.000Zwei Altarflügel. Deutsch, um 1500. Lot 227Taxe € 4.000–5.000Venus mit Amoretten. Italo-flämisch, Anfang 17. Jh. Lot 235Taxe € 6.000–8.000Johann Theodor Prinz von Bayern, Joseph Vivien, Umkreis. Lot 243Taxe € 2.500–3.0002 Messbuchkassetten. Frankreich 15. Jh.Taxe € 1.800–2.000Hl. Valentin von Terni. Thüringen/Erfurt (?), Ende 15. Jh.Taxe € 3.000–3.500Hl. Katharina. Oberschwaben, Anfang 16. Jh.Taxe € 3.200–3.500Hl. Maria Magdalena. Kärnten, Anfang 16. Jh.Taxe € 2.500–3.000Schrank. Süddeutsch, 18. Jh.Taxe € 3.000– 4.000Fassadenschrank. Süddeutscher Renaissancestil, Ende 19. Jh.Taxe € 3.000–4.000Aufsatzsekretär. Österreich/Böhmen, 18. Jh.Taxe € 6.000–7.000Kastentisch. Alpenländisch, wohl 16./17. Jh. u. später,Provenienz Slg. Eduard v. Grützner.Taxe € 1.200–1.500Korblüster. 19. Jh.Taxe € 900–1.000Darüberhinaus eine Sammlung Niederbayerischer Keramik und eine Sammlung Wening-Stiche.Sonderauktion Schloss TeisbachMittwoch, 16.10.2013 im Kunstauktionshaus NEUMEISTER in MünchenVorbesichtigung: 10.10. bis 14.10.2013 von 9–17.30 Uhr,Sa. und So. 11–17 UhrUnsere nächste Kunstauktion ALTE KUNST findet am20. November 2013 in München statt.Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und AbbildungenNEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMonika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinLeitung Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Eventsmonika.poelnitz-egloffstein@neumeister.comTel. +49 (0)89 23 17 10 – 50, Fax: +49 (0)89 23 17 10 - 55

Schloss Teisbach steht bei NEUMEISTER zur Entdeckung bereit!

Das Inventar von Schloss Teisbach bei Dingolfing wird am 16. Oktober 2013 durch das Kunstauktionshaus NEUMEISTER veräußert.

 

NEUMEISTER Auktionen konnte bereits in der Vergangenheit mehrere Schlossauflösungen und große Sammlungsnachlässe erfolgreich versteigern. Individuell für jede Sparte kann das Haus auf geschulte Experten zurückgreifen und so die Bewertungen der Inhalte großer Auflösungen komplett abdecken.Der ehemalige Besitzer von Schloss Teisbach, ein Unternehmer, stellte sorgfältig und mit Gespür für Qualität über einen längeren Zeitraum ein bemerkenswertes Schlossinventar mit hochwertigen und beeindruckenden Einrichtungsgegenständen des 17. bis 19. Jahrhunderts aus den Bereichen Möbel, Gemälde, Skulpturen und Kunsthandwerk zusammen.Jedes Zimmer wurde mit großem Charme und besonders exquisit eingerichtet. Neben einem Biedermeierzimmer sind ein Barock- sowie ein Gotisches-Zimmer zu finden. Schon das Durchwandeln war für die Experten von NEUMEISTER von größtem Interesse, da sich antike Schätze unter dem Inventar auftaten. Mehr als 20 verschiedene Lüster und eine Vielzahl von Teppichen zierten die Räume. Die Auktion ist eine besondere Gelegenheit für die Freunde antiken Schlossmobiliars, wie auch für Kunstinteressierte.Die Auktion beinhaltet rund 250 Objekte, die sich in besonders gutem Zustand befinden und sich, moderat bewertet, auf eine Schätzpreissumme zwischen 350.000,- und 400.000,- EUR belaufen.Sonderauktion Schloss Teisbach am 16.10.2013Kunstauktionshaus NEUMEISTERBarer Str. 37, 80799 MünchenVorbesichtigung: 10.-14.10.2013von 9.00-17.30 Uhr – Sa und So 11.00-17.00 UhrOnline- und Telefon-Gebote sind selbstverständlich möglich.Falls Sie weitere Informationen benötigen oder einen Katalog bestellen möchten:Monika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein, Leitung Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Events;Tel.: +49 (0)89 231710–50,monika.poelnitz-egloffstein@neumeister.com

NEUMEISTER versteigert 180 Entwürfe aus dem künstlerischen Nachlass des Architekten Franz Jakob Kreuter (1813 –1889) in der Auktion am 18. September 2013

Jener Teil, der zur Versteigerung gelangt, dokumentiert exemplarisch nahe - zu die gesamte Schaffenszeit des Architekten. Der Bogen spannt sich von einem frühen Entwurf zu einer Basilika (um 1835) über Reiseskizzen aus Italien und erste Entwürfe für Villen und Landhäuser bis zu den Projekten der Villa Gruber in Lindau und des Casinos auf der Roseninsel.Auch die Wiener Zeit des Architekten ist in diesem Teil des Nachlasses mit höchst interessanten Entwürfen repräsentiert. Besonders hervorzuheben sind Projekte für Baron Doblhoff-Dier (Villenkolonie in Baden bei Wien, Entwurf für eine Villa in Laxenburg). Die Zusammenarbeit der beiden Architekten Theophil Hansen und Franz Jakob Kreuter wird ersichtlich durch ein umfangreiches Konvolut von Entwürfen für den Palazzo Sina, allgemein bekannt als Palazzo Grassi, in Venedig.Vorbesichtigung in Wien und in München:

 

Vorbesichtigung Wien: 4.– 7. September 2013in unserer Repräsentanz Lobkowitzplatz 1/28 in 1010 WienÖffnungszeiten: Mi– Fr 10–17 Uhr und Sa 10–13 Uhr, sowie gerne nach VereinbarungVorbesichtigung München: 12.–16. September 2013Öffnungszeiten: Do– Mo 9–17.30 Uhr, Sa und So 11–17 UhrGerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMonika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinLeitung Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Events

 

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ZU LEBEN UND WIRKEN FRANZ JAKOB KREUTERS (1813– 1889)

 

Der Architekt und Bauingenieur Franz Jakob Kreuter wurde vor 200 Jahren geboren. Trotz bedeutender beruflicher Leistungen war es ihm bis vor wenigen Jahren nicht vergönnt, von Kunst- und Architekturhistorikern angemessen gewürdigt zu werden. Erst in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts besann man sich wieder auf die Qualität der – zwischenzeitlich in ihrer Quantität deutlich reduzierten – Bauten Kreuters: In Lindau wurde die ehemalige Villa Gruber (heute Lindenhof-Villa) instandgesetzt und einer neuen Nutzung zugeführt, auf der Roseninsel im Starnberger See erwachte das Casino aus einem sprichwörtlichen „Dornröschenschlaf“.Der 1813 in Lohr am Main geborene Franz Jakob Kreuter studierte nach seinem Abitur am Münchner Wilhelmsgymnasium ab 1830 in Aschaffenburg und München, er war Schüler Leo von Klenzes, erste berufliche Praxis erwarb er sich in den Ateliers von Joseph Daniel Ohlmüller und Friedrich von Gärtner. 1839 ließ er sich als „erster Civil-Ingenieur“ Bayerns in München freiberuflich nieder. Zu den bedeutenden Bauaufträgen der folgenden Jahre zählten die Planung der Villa Gruber in Lindau, Wohnhäuser für die Künstler Dietrich Monten und Joseph Stieler in München und Palastentwürfe für adelige bayerische Auftraggeber. In der Regel oblag Franz Jakob Kreuter dabei auch die Planung der Innenausstattung.

 

Nach einem kurzen Aufenthalt in England, den er u.a. zum Studium von Brückenbauten und neuartigen Glas-Eisen-Konstruktionen nutzte, folgte eine mehrjährige Tätigkeit in Österreich und Ungarn, wo er mit umfangreichen Eisenbahnprojekten befasst war. Ebenso zeichnete er für die Planungen einer Villenkolonie des Freiherrn von Doblhoff-Dier in Baden bei Wien verantwortlich.

 

Nach seiner 1849 erfolgten Rückkehr nach München erbaute er im Auftrag des bayerischen Königs Maximilian II. das Casino auf der Roseninsel im Starnberger See und schuf damit den Prototypen für die frühe Villenarchitektur am Starnberger See. Daneben plante er den Wintergarten der Münchener Residenz, die erste monumentale Glas-Eisen-Konstruktion in Bayern.

 

1852 verlegte Franz Jakob Kreuter seinen Lebensmittelpunkt nach Wien. Zu seinen wichtigsten Planungs- und Bauaufträgen zählten nun u.a. der Umbau des Palazzo Sina (Palazzo Grassi) in Venedig zusammen mit seinem gleichaltrigen Wiener Kollegen Theophil Hansen sowie die Palais Sina und Windisch-Graetz in Wien. Noch 1879 entwarf er für König Ludwig II. von Bayern eine (nicht ausgeführte) Villa bei Sirmione am Gardasee.Franz Jakob Kreuter zählte zu den vielseitigsten Architekten seiner Zeit. Er befasste sich nicht nur mit Bauprojekten, sondern betätigte sich in gleichem Maße auch als Ingenieur und sozial-ökonomisch interessierter Unternehmer. Er pflegte zahlreiche internationale Kontakte zu Fachkollegen, sodass er über die neuesten technischen Entwicklungen in England, Frankreich und den deutschsprachigen Ländern stets aktuell unterrichtet war. Zu Kreuters Auftraggebern zählten neben Mitgliedern der Aristokratie Politiker, Bankiers und Diplomaten. Mit dem französischen Kaiser Napoleon III., dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. und dem bayerischen König Maximilian II. stand er in geschäftlicher Verbindung.Jener Teil des künstlerischen Nachlasses Franz Jakob Kreuters, der nun zur Versteigerung gelangt, dokumentiert exemplarisch nahezu die gesamte Schaffenszeit des Architekten. Der Bogen spannt sich von einem frühen Entwurf zu einer Basilika (um 1835, Kat.-Nr. 1000) über Reiseskizzen aus Italien und erste Entwürfe für Villen und Landhäuser bis zu den Projekten der Villa Gruber in Lindau (Kat.-Nr. 1020) und des Casinos auf der Roseninsel (Kat.-Nr. 1027). Beeindruckend ist das umfangreiche Konvolut mit den Entwürfen zum Umbau des Palazzo Sina (Palazzo Grassi) in Venedig (Kat.-Nr. 1030). Stellvertretend für späte Wiener Projekte ist das Planmaterial für das ehemalige Palais Windisch-Graetz (heute Palais Hohenlohe) zu erwähnen (Kat.-Nr. 1036).

Pressemitteilung zur Eröffnung in Hamburg im September 2013

NEUMEISTER ist ab September 2013 auch in Hamburgmit einer Repräsentanz vertreten

 

Seit 55 Jahren gibt es das Kunstauktionshaus NEUMEISTER in München.Es ist nicht nur in München sehr gut vertreten, sondern hat seine Repräsentanzen in Berlin, in Köln wie auch im Ausland – in Zürich, in Wien und in den USA. Denn NEUMEISTER möchte in der Nähe des Kunden sein.Ab September 2013 wird NEUMEISTER eine zusätzliche Repräsentanz inHamburg eröffnen. Ansprechpartnerin ist die Hamburgerin Dr. Nikola Kleine-Brüggemann.Die neue Repräsentanz wird im Herbst 2013 mit einer Ausstellung ausgewählter Werke aus den kommenden Auktionen in Hamburg vorgestellt. Hierzu informiert das Kunstauktionshaus gesondert.Die Adresse der Hamburger Repräsentanz:Dr. Nikola Kleine-BrüggemannOtto-Ernst-Straße 23, 22605 HamburgT + 49 (0)40 8199 73 44, F + 49 (0)40 8195 89 53nikola.kleine-brueggemann@neumeister.com

 

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und bei Interesse auch eineEinladung zur Ausstellung in Hamburg zu.NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMonika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinLeitung Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Eventsmonika.poelnitz-egloffstein@neumeister.comTel. +49 (0)89 23 17 10 – 50, Fax: +49 (0)89 23 17 10 - 55

Pressemitteilung zur Auktion ALTE KUNST am 18. September 2013

Nicht nur Theophil Hansen wurde vor 200 Jahren geboren...NEUMEISTER präsentiert eine Auswahl aus dem künstlerischenNachlass des Architekten Franz Jakob Kreuter (1813–1889) in Wien

 

Im Rahmen der kommenden Auktion ALTE KUNST am 18. September 2013wird das Kunstauktionshaus NEUMEISTER in München rund 180 Entwürfedes Architekten Franz Jakob Kreuter (1813–1889) aus dessen künstlerischemNachlass versteigern.Auch die Wiener Schaffenszeit des Architekten ist in diesem Teil des Nachlassesmit höchst interessanten Entwürfen repräsentiert. Besonders hervorzuhebensind Planungen für das Palais Windisch-Graetz in Wien (heutePalais Hohenlohe) und Projekte für Baron Doblhoff-Dier (Villenkolonie inBaden bei Wien, Entwurf für eine Villa in Laxenburg). Die Zusammenarbeitder beiden Architekten Theophil Hansen und Franz Jakob Kreuter wirddokumentiert durch ein umfangreiches Konvolut von Entwürfen für denPalazzo Sina, allgemein bekannt als Palazzo Grassi, in Venedig.NEUMEISTER freut sich, den Wiener Kunstliebhabern eine Auswahl aus demzur Versteigerung gelangenden Nachlass vor Ort präsentieren zu können:Vorbesichtigung Wien: 4.– 7. September 2013 in unserer RepräsentanzLobkowitzplatz 1/28 in 1010 WienÖffnungszeiten: Mi– Fr 10–17 Uhr und Sa 10–13 Uhr, sowie gernenach VereinbarungVorbesichtigung München: 12.–16. September 2013Öffnungszeiten: Do– Mo 9–17.30 Uhr, Sa und So 11–17 Uhr

 

Mehr zur Kunstauktion finden Sie auf der zweiten Seite derPressemitteilung und unter: www.neumeister.comGerne senden wir Ihnen weitere Informationen und AbbildungenNEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMonika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinLeitung Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Eventsmonika.poelnitz-egloffstein@neumeister.comTel. +49 (0)89 23 17 10 – 50, Fax: +49 (0)89 23 17 10 - 55

Vorbericht Auktion ALTE KUNST 361 am 18.9.2013

Vorbesichtigung 12.– 16.9.2013Täglich 9–17.30 Uhr, Sa und So 11–17 Uhr

 

28 Positionen Fayencen, Krüge, Platten, Figuren aus einer hessischen Privatsammlung.52 Positionen Meissner Porzellan des 18. Jhs. Aus einer fränkischen Privatsammlung.Silberrelief „Alexander und Diogenes“, Danzig, um 1700. Lot 115Taxe € 20.000–22.000Wohnzimmereinrichtung, Richard Riemerschmid, 1898, Ausführung Vereinigte Werkstätten für Kunst und Handwerk. Kirschholz.Gesamttaxe € 46.000–56.000Secrétaire à abattant, Paris (Jacques Dubois), 2. Hälfte 18. Jh. Lot 368Taxe € 15.000–20.000Kaminuhr„A la Cathédrale“. Frankreich, 2. Viertel 19. Jh. Bronze, bruniert und vergoldet. Lot 408Taxe € 1.800–2.000Tapisserie, Bathseba am Brunnen, Brüssel, um 1520. Lot 410Taxe € 10.000–14.000GRAPHIKNachlass des Architekten Franz Jakob Kreuter (1813 Lohr– 1899 Wien): rund 180 Zeichnungen und Aquarelle mit Entwürfen u.a. für das Casino auf der Roseninsel im Starnberger See, den Umbau des Palazzo Sina (Grassi)/Venedig und die Villa Gruber in Lindau (heute Villa Lindenhof). Darunter auch zwei Entwürfe des ebenfalls 1813 geborenen Architekten Theophil Hansen (gest. 1891 Wien) für den Palazzo Sina (Grassi)/Venedig.Lot 1000– 1048GEMÄLDE ALTER MEISTERJohann Baptist Drechsler (1756 Lichental/Wien– 1811 Wien)„Blumenstrauß in Steinvase“. Lot 483Taxe € 25.000–30.000Philips Wouwerman (1619 Haarlem– 1668 ebenda)„Vor dem Marketenderzelt“. Provenienz: u.a. ehem. Slg. der Kaiserin Eugénie von Frankreich. Lot 508Taxe € 90.000–120.000GEMÄLDE NEUERER MEISTERJean-Baptiste-Camille Corot (1796 Paris– 1875 ebenda)„Sentier tortueux sur un plateau“ (Landschaft mit gewundenem Weg). Lot 522Taxe € 12.000–15.000Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau – 1924 Karlsruhe)„Landschaft mit Reiter“. Lot 603Taxe € 15.000–18.000Hermann Corrodi (1844 Frascati – 1905 Rom)„Kirchgang an der Küste von Sorrent“. Lot 523Taxe € 25.000–30.000Friedrich Adolph Hornemann (1813 Hannover– 1890 Düsseldorf)„Eine Impfung auf dem Lande“. Lot 552Taxe € 35.000–40.000Georgios Jakobides (1853 Chidira auf Lesbos– 1932 Athen)„Großmutter mit Enkelin“. Lot 554Taxe € 60.000–70.000Friedrich Eduard Meyerheim (1808 Danzig– 1879 Berlin)„Die Lauscherin“. Lot 574Taxe € 10.000–15.000Adolf Friedrich Georg Wichmann (1820 Celle– 1866 Dresden)„Pietro Aretino in einem venezianischen Garten vorlesend“. Lot 617Taxe € 25.000–30.000Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und AbbildungenNEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMonika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinLeitung Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Eventsmonika.poelnitz-egloffstein@neumeister.comTel. +49 (0)89 23 17 10 - 50Fax: +49 (0)89 23 17 10 - 55

Vorbericht Auktion ALTE KUNST 361 am 18.9.2013

Vorbesichtigung 10.– 16.9.2013Mo–Fr 9–17.30 Uhr, Sa und So von 11–17 Uhr

 

 

 

Privatsammlung hessischer Fayencen, Krüge, Platten, Figuren,ca. 30 StückSilberrelief „Alexander und Diogenes“ Danzig, um 1700Taxe € 20.000–22.000Kaminuhr „A la cathedrale“ Frankreich, 2. V. 19. Jh., Gentilhomme(Witwe),“Wagenlenkende Genien zwischen Akanthusranken“Taxe € 3.000–3.500Beethovenmaske, Franz von Stuck, um 1900. Gipsabguss farbig gefasstTaxe € 15.000–18.000Wohnzimmereinrichtung, Richard Riemerschmid, 1898, AusführungVereinigte Werkstätten für Kunst im Handwerk. Kirschholz.Taxe € 45.800–56.000Tapisserie, franko-flämisch, Biblische Szene, 16. Jh.Taxe € 10.000– 14.000Secrétaire à abattant, Paris (Jacques Dubois), 2. Hälfte 18. Jh.Taxe € 15.000– 20.000

 

Wenn Sie Bildmaterial oder Pressetexte zu der Auktion ALTE KUNST361 benötigen, sende ich Ihnen diese gerne zu.

 

Mit freundlichen GrüßenMonika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinLeitung Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Events

 

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Pressenachbericht Auktion VARIA 208 am 17.7.2013

Büßende Maria Magdalena. Öl auf Lwd. Doubliert, 70 × 67 cm. (Lot 713)Erlös € 20.955 (Taxe € 600)

 

Kaminuhr. Messing, Porzellaneinsätze. Weißes Emailzifferblatt mit römischen Ziffern. 1/2-Stunden-Schlagwerk auf Glocke. Werk bez. „Miroy Fres Paris“.Pendel mit Pendelfeder. Schlüssel. H. 53 cm. (Lot 444)Erlös € 4.064 (Taxe € 800)

 

Raub der Europa. Öl auf Lwd. Doubliert. 123 × 82 cm. (Lot 719)Erlös € 4.826 (Taxe € 600)

 

Freundschaftsbüchlein des Selpert. Quer 16°, Opgt., Goldschnitt geprägt. Ca. 100 hs Widmungen und Rezitationen, tlw. aquarelliert, dat. von 1769–1773. U.a. von Johann August Ernesti (Theologe), Johann Gottfried Sammet (Jurist), Salomon Gessner (Maler und Graphiker), Adolphus Augustin Scanavin (Schriftsteller). (Lot 581)Erlös € 1.651 (Taxe € 300)

 

Gelbstirnamazone. Gelbguss, polychrom staffiert. Min. berieben.Marke BERGMANN, Wien. H. 9,5 cm. (Lot 381)Erlös € 1.079 (Taxe € 400)

 

Besteck. Form in der Art von Faden. Stahlklingen. Marken DEUTSCH(800, Gebr. Reiner), ca. 61 Teile. (Lot 160)Erlös € 1.905 (Taxe 1.300)

 

Ein Paar Kerzenleuchter. Blauer Glasschaft. Messingmontierung. Glasprismenbehang. Weißer Marmorsockel, zweiflammig. 19. Jh. H. 43,5 cm. (Lot 412)Erlös € 2.159 (Taxe € 400)

 

Huber, Emmerich. „Himmelswerkstatt“. Vier Gouachen (Illustrationsentwürfe für Kinderbuch). 21 × 18 cm bzw. 20 × 15,5 cm. (Lot 619)Erlös € 2.667 (Taxe € 350)

 

Kaffee-/Teeservice. Form und unterglasurblauer Dekor: „Musselmalet Voll- und Halbspitze“. Marken ROYAL COPENHAGEN, ca. 77 Teile. (Lot 35)Erlös € 2.794 (Taxe € 800)

 

Porzellan. Marken NYMPHENBURG. „Gerippt“, weiß, ca. 155 Teile. (Lot 43)Erlös € 5.334 (Taxe € 1.700)

 

Schale CHINA, Porzellan. Unterglasurblauer Dekor mit Rot- und Goldhöhung: Tischchendekor, Blumen, D. 55 cm. (Lot 110)Erlös € 3.048 (Taxe € 400)

 

Schreibtischgarnitur. Bestehend aus einem Schreibzeug und einem Paar Kerzenleuchter. Messing, Porzellanblüten und jew. ein Porzellanputto.ROKOKOSTIL, 19. Jh. (Lot 338)Erlös € 1.016 (Taxe 450)

 

Ein Paar Obelisken. Grüner Marmor, Bronzemontierung, H. 40 cm. (Lot 430)Erlös € 889 (Taxe € 500)

 

Vitrinenschrank. Kirschholz furniert, tlw. geschwärzt. Zweitürig. Frontal verglast.BIEDERMEIER, 19. Jh. 212 × 131 × 28 cm. (Lot 478)Erlös € 2.032 (Taxe € 800)

 

Ruderer. Eisen, geschwärzt bzw. rot gefasst. H. 113,5 cm. (Lot 379)Erlös € 1.524 (Taxe € 800)

 

Tisch. Versch. Hölzer furniert, Messingbeschläge und -applikationen. Einschübig. Geknicktgeschwungene Platte auf vier Beinen mit Querverstrebung und Urnenbekrönung. Marketerie u.a. mit Blumenmedaillons. LOUIS-XVI-STIL.75 × 131 × 74 cm. (Lot 492)Erlös € 3.302 (Taxe € 600)

 

Couch – LC2. Chromgestell, Lederpolsterung.Entwurf Le Corbusier, 1928.Modell LC 2. Reedition. 68 × 189 × 71 cm. (Lot 521)Erlös € 2.413 (Taxe € 800)

 

Sessel – LC2. Chromgestell, Lederpolsterung. Entwurf Le Corbusier, 1928.Modell LC 1. Reedition. 68 × 71 × 76 cm. (Lot 522)Erlös € 1.270 (Taxe € 400)

 

Sechs Art-Déco-Armlehnstühle. Holzrahmen, geschwärzt. Neu gepolstert und bezogen. FRANKREICH, 1930er Jahre. 110 × 53 × 48 cm. (Lot 531)Erlös € 3.302 (Taxe € 1.500)

 

Sputnik-Lampe. Stahlrohr, verchromt. Elektrif. ITALIEN, 1970er Jahre. D. ca. 55 cm. Lot (390)Erlös € 825 (Taxe € 400)

 

 

 

Der Nachverkauf geht bis 7. August 2013.

Vorbericht Auktion VARIA 208 am 17.7.2013

Vorbesichtigung 11.– 15.7.2013Mo– Fr 9–17.30 Uhr, Sa von 11– 17 Uhr, So geschlossen

 

Raub der Europa. Öl auf Lwd. Doubliert. Rest. 123 × 82 cm.Rahmen. Lot 719Taxe € 600

 

Egbert van Panderen / P. Sherwouter. „Au Coeur Vaillant [...]“ (Fechtschule). Ein Paar kol. Kupferstiche. Jew. in der Platte bez. u.a. „Tabula XXX“ bzw. „Tabula XVI“. BA. 49 × 70,5 cm. Rahmen. Lot 648Taxe € 300

 

Hochzeitstruhe. Eichenholz, tlw. geschwärzt, Messingbeschlag und Eisenhenkel. Vogel-, Blumen- und Sternintarsien, z.T. in Kissenfüllungen.Erg., min. besch. HESSEN, 18. Jh. 72 × 144 × 60 cm. Lot 556Taxe € 1.200

 

César. „Automobile compression“. Farblithographie. Sign. und nummeriert 30/40. 101,5 × 66 cm. Lot 600Taxe € 450

 

Ein Paar Appliken – Membrana. Alu, verchromt. Glaskugel mit weißen Pulvereinschmelzungen. Entwurf Toni Zuccheri, Murano, 1970er Jahre. Klebeetikett Kaiser-Leuchten. Elektrif. H. ca. 26 cm. Lot 416Taxe € 600

 

Erich Mercker. „Blick auf die Feldherrnhalle“. Sign. und bez. „München”. Öl auf Lwd. 80 × 100 cm. Lot 828Taxe € 1.400

 

Ein Paar Obelisken. Grüner Marmor, Bronzemontierung. H. 40 cm. Lot 430Taxe € 500

 

Sputnik-Lampe. Stahlrohr, verchromt. Elektrif. ITALIEN, 1970er Jahre.D. ca. 55 cm. Lot 390Taxe € 400

 

Gelbstirnamazone. Gelbguss, polychrom staffiert. Min. berieben.Marke BERGMANN, Wien. H. 9,5 cm. Lot 381Taxe € 400

 

Couch – LC2. Chromgestell, Lederpolsterung. Entwurf Le Corbusier, 1928.Modell LC 2. Reedition. 68 × 189 × 71 cm. Lot 521Taxe € 800

 

 

 

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Nachbericht Auktion ALTE KUNST 360 am 26.6.2013

Diamantkette. England, um 1800. Umlaufend gearbeitet aus Ovalgliedern, vollständig ausgefasst (Lot 61a)Erlös € 15.240 (Taxe € 10.000–12.000)

 

Standspiegel. Bernhard Pankok, 1900. Hochrechteckiger, facettierter Spiegel. (Lot 277)Erlös € 34.290 (Taxe € 500– 600)

 

Ernst Julius Hähnel (1811 Dresden–1891 ebenda). Mythologische Szene.Eine Mänade auf einem Kentauren. (Lot 325)Erlös € 17.907 (Taxe € 6.500– 7.500)

 

Schrank. Mitteldeutsch, 18. Jh., auf mit Rocaillen beschnitzten Volutenfüßen. (Lot 347)Erlös € 10.795 (Taxe € 3.800– 4.200)

 

Vitrinenaufsatzschrank. Aachen/Lüttich, 18. Jh., auf Volutenfüßen. (Lot 356)Erlös € 10.160 (Taxe € 2.000– 2.500)

 

Kaminuhr. Frankreich, 1. Drittel 19. Jh. Bronze, vergoldet und bruniert.(Lot 382)Erlös € 9.525 (Taxe € 1.000– 1.200)

 

Pietà. Antwerpen, um 1580. Öl auf Holz. 161,5 × 170,5 cm. (Lot 468)Erlös € 18.542 (Taxe € 6.000– 8.000)

 

Francesco del Brina, zugeschrieben (1540? Florenz–1586 ebenda).Maria mit dem Kind und dem Johannesknaben. Öl auf Holz.81 × 65,5 cm. (Lot 471)Erlös € 16.510 (Taxe € 12.000–15.000)

 

Jan Brueghel d.Ä. (1568 Brüssel–1625 Antwerpen), Nachfolge. „Sine Cerere et Baccho friget Venus“ („Ohne Ceres und Bacchus friert Venus“;Terenz, Eunuchus IV,5). Öl auf Kupfer. 50 × 79 cm. (Lot 472)Erlös € 13.970 (Taxe € 8.000– 10.000)

 

Maria lactans. Italien (Emilia-Romagna), 2. Hälfte 15. Jh., Tempera auf Holz.68 × 44,5 cm. (Lot 492)Erlös € 50.800 (Taxe € 5.000–6.000)

 

Pietro Liberi (1614 ? Padua– 1687 Venedig), und Werkstatt. Venus mit zwei Amoretten. Rücks. bezeichnet „Caritas / Comte Pietro Liberi 1670“.Öl auf Lwd. 116,5 × 93 cm. (Lot 497)Erlös € 19.050 (Taxe € 14.000– 16.000)

 

Albrecht Adam (1786 Nördlingen– 1862 München). Die Schlacht bei Ostrowno. Öl auf Lwd. auf Sperrholzplatte. 51,5 × 73,8 cm. (Lot 525)Erlös € 25.400 (Taxe € 15.000– 20.000)

 

Giuseppe Barison (1853 Triest–1931 ebenda). Venezianische Straßenszene.Ein Gemüsehändler am Ponte dei Meloni (San Polo).Öl auf Holz. 50,5 × 39,5 cm. (Lot 527)Erlös € 34.290 (Taxe € 20.000– 25.000)

 

Heinrich Bürkel (1802 Pirmasens–1869 München). Gebirgsdorf an einem See bei Mondschein. Öl auf Lwd. 30 × 44,5 cm. (Lot 531)Erlös € 17.780 (Taxe € 4.000– 4.500)

 

Heinrich Jakob Fried (1802 Queichheim b. Landau/Pfalz–1870 München).Don Quijote und Sancho Panza. Öl auf Lwd. 50 × 62 cm. (Lot 544)Erlös € 11.430 (Taxe € 4.000– 4.500)

 

Alexander Koester (1864 Bergneustadt–1932 München). „Enten in Herbststimmung (Entenidyll)“ Zehn Enten im Wasser. Öl auf Lwd.55 × 81 cm. (Lot 572)Erlös € 39.370 (Taxe € 20.000– 25.000)

 

Carl Spitzweg (1808 München–1885 ebenda). Mönch bei der Weinprobe.Öl auf Karton. 19,5 × 13,2 cm. (Lot 621)Erlös € 36.830 (Taxe € 25.000– 30.000)

 

Franz von Stuck (1863 Tettenweis–1928 München). Tochter Mary als Spanierin. Öl auf Holz. 53,5 × 44 cm (im Oktogon). (Lot 631)Erlös € 35.560 (Taxe € 28.000 – 30.000)

 

Der Nachverkauf geht bis 17. Juli 2013.

 

Wenn Sie Bildmaterial oder Pressetexte zu der Auktion ALTE KUNST 360benötigen, sende ich Ihnen diese gerne zu.Mit freundlichen GrüßenMonika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein

Vorbericht Auktion ALTE KUNST 360 am 26.6.2013

Vorbesichtigung 20.6.– 24.6.2013

 

Deckelhumpen, vergoldet. Augsburg, um 1585–1590, Nikolaus Leucker, H. 16 cm. 468 g. (Lot 33)Taxe € 20.000– 25.000

 

Helmkanne und Becken. Augsburg, 2. Hälfte 18. Jh., Christian II Drentwett, H. 23 cm bzw. 39 × 27,5 cm.Zus. 1184 g. (Lot 38)Taxe € 14.000–15.000

 

Ecuelle, innen vergoldet. Münster, Anfang 18. Jh., Bernardt Heinrich zum Hülse, H. 8 cm. D. 16 cm. 485 g. (Lot 39)Taxe € 9.000–10.000

 

Zuckerstreuer, vergoldet. Stade, 2. Drittel 18. Jh., Nicolaus Titkens, H. 22,5 cm. 385 g. (Lot 43)Taxe € 6.500–7.000

 

Sechs Teller aus einem Service der Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin, vergoldet. Berlin, um 1837, Johann George Hossauer, D. 29,5 cm. Zus. 5329 g. (Lot 45)Taxe € 7.500– 8.000

 

Vase „Masques“. Fa. Goldscheider, Wien, 1897/1898, Antonin Larroux. H. 47 cm. (Lot 239)Taxe € 1.800– 2.000

 

Theodora (Sarah Bernardt). Fa. Goldscheider, Wien, 1899/1900,Cherc H. 63 cm. (Lot 240)Taxe € 1.000– 1.200

 

Service Meissen, 37 bzw. 39 Teile. Meissen, 1900–1924.Entwurf Konrad und Rudolf Hentschel, 1901/1902. (Lot 246 u. 247)je Taxe € 18.000– 20.000

 

„Fedora“. 1989. Erté (Romain de Tirtoff), 1892-–1990,H. 48 cm. (Lot 275)Taxe € 2.500 –3.000

 

Bergkristall-Deckelpokal. Deutsch, 17. Jh. H. 25,5 cm. (Lot 288)Taxe € 8.000–12.000

 

Neun Emailplaketten mit Szenen aus der Passion Christi.Limoges, 2. Hälfte 16. Jh. Je 20 x 15 cm. (Lot 290)Taxe € 10.000–15.000

 

Hl. Anna Selbdritt. Südliche Niederlande, um 1500,H. 70,5 cm. (Lot 309)Taxe € 16.000– 20.000

 

V. Pochini, Italien. um 1900, Weibliche Büste, H. 48 cm. (Lot 328)Taxe € 2.000– 3.000

 

Tabernakelaufsatzkommode. Mainfranken, 18. Jh.179 × 130 × 59 cm. (Lot 360)Taxe € 4.000– 6.000

 

Paar Kommoden. Mitteldeutsch, 18. Jh. Je 85 × 100 × 50 cm. (Lot 364)Taxe € 5.000– 7.000

 

Edward Theodore Compton. Zugspitzmassiv. Aquarell.28,4 × 37,5 cm. (Lot 424)Taxe € 1.200–1.500

 

Gustav Kraus. Turnerische Festspiele auf dem Oktoberfest.12 kolorierte Lithographien, 1835/36. (Lot 436)Taxe € 2.000– 3.000

 

Christoph Jakob Trew. Hortus nitidissimus omnem per annum superbiens floribus ... Der das ganze Jahr hindurch im schönsten Flor stehende Blumengarten... Nürnberg 1768 ff. Mit 115 altkolorierten Kupferstichtafeln.(Lot 456)Taxe € 20.000– 25.000

 

Atlas compendiarius quinquaginta tabularum geographicarum ... Nürnberg, Homann Erben, 1752. Mit 50 alt kolorierten Tafeln. (Lot 457)Taxe € 2.500– 3.000

 

Francesco del Brina zugeschrieben. Maria mit dem Kind und dem Johannesknaben. Öl auf Holz. 81 × 65,5 cm. (Lot 471)Taxe € 12.000–15.000

 

Kaspar Jacob van Opstal. Venus und Adonis. Öl auf Lwd.56,5 × 82 cm. (Lot 510)Taxe € 7.000– 8.000

 

Franz Joseph Winter. Clemens August von Bayern, Erzbischof und Kurfürst von Köln, als Hochmeister des Deutschen Ordens.Öl auf Lwd. 159 × 128 cm. (Lot 523)Taxe € 14.000–18.000

 

Albrecht Adam. Die Schlacht bei Ostrowno. 1833. Öl auf Lwd.51,5 × 73,8 cm. (Lot 525)Taxe € 15.000– 20.000

 

Giuseppe Barison. Venezianische Straßenszene. Öl auf Holz.50,5 × 39,5 cm. (Lot 527)Taxe € 20.000– 25.000

 

Eugène Alexis Girardet. Zwei berittene Expeditionsteilnehmer mit ihrem einheimischen Führer bei lagernden Nomaden in der Sahara bei Biskra. Im Hintergrund das Aurès-Bergland. Öl auf Lwd.49,5 × 100 cm. (Lot 549)Taxe € 50.000– 55.000

 

Alexander Koester. „Enten in Herbststimmung (Entenidyll)“.Öl auf Lwd. 55 × 81 cm. Öl auf Lwd. 55 x 81 cm. (Lot 572)Taxe € 20.000– 25.000

 

Johann Sperl. Rückkehr vom Felde. Eine Magd mit geschulterter Sense im blühenden Obstgarten. Öl auf Lwd. 70,5 × 52,5 cm. (Lot 620)Taxe € 12.000-15.000

 

Carl Spitzweg. Mönch bei der Weinprobe. Öl auf Karton.19,5 × 13,2 cm. (Lot 621)Taxe € 25.000– 30.000

 

Franz von Stuck. Tochter Mary als Spanierin. Öl auf Holz.53,5 × 44 cm. (Lot 631)Taxe € 20.000– 25.000

 

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen:

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMonika Frfr. v. Pölnitz-EgloffsteinLeitung Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Events

 

E-Mail: monika.poelnitz-egloffstein@neumeister.comTel. +49 (0)89 23 17 10 - 50Fax: +49 (0)89 23 17 10 - 55

Pressenachbericht Auktion MODERNE 53 am 6. Juni 2013

Otto Dix. „Felder mit See und Steckborn“ 1949, Öl auf Leinwand, 49 × 73 cm. Mit seiner expressiven Malerei und sozialkritischen Darstellung der Gesellschaft wurde Otto Dix im Nationalsozialismus zum Hauptvertreter der „entarteten“ Kunst. (Lot 20)Taxe € 50.000–70.000 (Erlös € 76.200)

 

Ernst Wilhelm Nay, „Zinngrau u. Ocker“, 1956, Öl auf Leinwand, 51 × 73,5 cm. In den Scheibenbildern macht Nay die rhythmisch-musikalische Bewegung zum eigentlichen Bildmotiv. Auch wenn er sich von jeglicher Assoziation an die Wirklichkeit lösen will, impliziert „Zinngrau und Ocker“ auch den dynamischen Aufbruch in die Moderne, der die Schatten der Vergangenheit hinter sich lässt. (Lot 159)Taxe € 60.000–80.000 (Erlös € 76.200)

 

Fritz Winter. „Kommendes Rot“, 1967, Öl auf Leinwand, 70 × 60 cm. Fritz Winter gilt als einer der wichtigsten Vertreter der abstrakten Kunst in Deutschland nach 1945. Neben Rupprecht Geiger, Willi Baumeister, Rolf Cavael und anderen gehörte er der Künstlervereinigung ZEN 49 an. Ihr Engagement für die nicht-gegenständliche Malerei als künstlerische Ausdrucksform der Moderne trug den Vertretern der deutschen Avantgarde internationale Aufmerksamkeit ein. (Lot 214)Taxe € 25.000–35.000 (Erlös € 53.340)

 

Marc Chagall. Farblitographien auf Velin waren begehrt. Aus: „Le Chirque“ (Akrobatin). 1967 (Lot 9)Taxe € 3.000–4.000 (Erlös € 6.350)

 

Konstantin Ivanovich Gorbatoff. „Heißer Tag in Amalfi“. Öl/Holz, 40 × 50 cm. Der russische Maler und Professor an der Sankt Petersburger Kunstakademie Konstantin Gorbatov war zeitlebens von Italien fasziniert. (Lot 27)Taxe € 30.000–40.000 (Erlös € 39.370)

 

Johann Georg MüllerJohann Georg Müller gelangte erst nach einer Zimmermannslehre und einem abgebrochenen TH-Studium zu seiner autodidaktisch erschlossenen Bestimmung als Künstler, der er aber – bedingt durch Krieg und Ausstellungsverbot – wie viele seiner Zeitgenossen erst nach 1945 professionell nachgehen konnte. Seine Werke zeugen von einer Schulung an den Stilformen der Klassischen Moderne, sie lassen die in den Malkursen bei Albert Henselmann in Mannheim geprägte Anlehnung an die Neue Sachlichkeit sowie die Auseinandersetzung mit den großen Vorbildern Picasso und Beckmann erkennen.

 

Zwei Kinder mit Puppe. 1958, Öl auf Hartfaser, 68 × 80 cm. (Lot 153)Taxe € 20.000–25.000 (Erlös € 57.150)Abstrakte Komposition. 1970,Öl auf Papier auf Holz aufgezogen, 19,8 × 25 cm. (Lot 154)Taxe € 5.000–7.000 (Erlös € 27.940)Interieur mit liegendem weiblichem Akt. 1913, Gouache auf Velin, 53,5 × 75,5 cm. (Lot 155)Taxe € 3.000–4.000 (Erlös € 6.350)

 

Gerhard Hoehme. „Ornamental“. 1959, Gouache, Kohle und farbige Kreidezeichnung auf Karton, 65 × 100 cm.Provenienz Galerie Schüler, Berlin W 15, Kurfürstendamm 51. (Lot 122)Taxe € 15.000–20.000 (Erlös € 33.020)

 

Wolfgang Kubach / Anna-Maria Kubach-WilmsenBücherturm. 1992. Granit 117,5 × 26 × 20,5 cm. (Lot 142)Taxe € 10.000–12.000 (Erlös € 15.240)Steinbuch Marmor 39 × 20 × 2 cm. (Lot 143)Taxe € 2.000–2.500 (Erlös € 2.794)

 

Klaus Fußmann. Werke auf PapierTaxe jeweils ca. € 3.000–6.000 (Lot 113–115)Bunte Blumen. Gouache auf grauem Karton (Erlös € 4.191)Hortensien. Aquarell auf Bütten (Erlös € 4.064)Mohn. 2011. Aquarell und Gouache auf Bütten (Erlös € 5.715)

 

Frank Worth (nach)Elizabeth Taylor with bustier No. 1, onset of „Giant“. 1955. Premium Print nach Frank Worth. Auf Fotopapier, 56,5 × 6 cm (60 × 51 cm). (Lot 216)Taxe € 3.000–5.000 (Erlös € 17.780)Marilyn Monroe & Billy Wilder on set „Seven year itch“. 1959. C-Print nacheinem Platinum Print von Frank Worth, 141 × 108 cm (149 × 114 cm). (Lot 217)Taxe € 3.000–5.000 (Erlös € 17.145)

 

Ivo Hauptmann. Badende. Um 1922, Öl auf Leinwand, 80,5 × 54 cm. Der Reiz der Darstellung liegt in der Ambivalenz zwischen der farblichen Auflösung der Oberfläche im Stil des Pointillismus und der modernen Auffassung, welche die nackte Badende als Schwimmerin mit sportlicher Badekappe zeigt. (Lot 33)Taxe € 10.000–15.000 (Erlös € 19.050)

 

Markus Huemer. Gelber Linux-Kernel und Botschaft mit hoher Bindungsaffinität. 2005. Öl und Tintenroller auf Leinwand 240 × 180 cm. Der 1968 in Linz geborene, in Berlin lebende Künstler untersucht und initiiert in seinen Arbeiten Wechselspiele zwischen der medientechnischen erzeugten Kunst und der Malerei. Indem er diese meist gegensätzlich bewerteten Kunstgattungen gegenüberstellt, analysiert und erweitert er deren jeweilige Eigenheiten. Markus Huemer spielt sowohl in den Malereien wie auch in den Medienarbeiten mit den immer wiederkehrenden Vogelmotiven als symbolische Nachfahren antiker Götterboten auf die historische Rolle des Künstlers als Schöpfer und Propheten an. (Lot 124)Taxe € 20.000–25.000 (Erlös € 31.750)

 

Der Nachverkauf geht bis drei Wochen nach der Auktion.Mehr zur Auktion unter www.neumeister.com

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMonika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein, Tel. +49 (0)89 23 17 10 - 50E-Mail: monika.poelnitz-egloffstein@neumeister.com

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGGudrun Müller, Expertin der MODERNE, Tel. +49 (0)89 231710 - 54E-Mail: gudrun.mueller@neumeister.com

Pressenachbericht Sonderauktion AFRIKA 917, 15. Mai 2013

Die Auktion beinhaltete über 210 bemerkenswerte Objekte aus u.a. Westafrika, Nigeria/Kamerun/Gabun, Angola/Kongo, Tansania/Sambia und Ozeanien, Peru.

 

Hier im Pressenachbericht präsentieren wir sechs von den 210 Objekten. Die Hammerpreisliste können Sie auf der Homepage vom Kunstauktionshaus NEUMEISTER unter www.neumeister.com ersehen. Gerne können Sie den AFRIKA Experten Dieter-Maria Scheppach bei Fragen kontaktieren: info@neumeister.com

 

Mahongwe Reliquiar „bwete“ der Kota aus dem heutigen Gabun aus Holz und Kupfer. Klassische schaufelartige, nach innen gewölbte Form, in einem mit Kupferdraht umwickelten Zapfen auslaufend. Der abstrahierte Kopf ist von einem breiten Kupferband geteilt. Runde, knopfartige Augen und eine kleine Nase verstärken den Eindruck eines Gesichtes. Feine alte Patina mit Spuren von Grünspan. H 34 cmTaxe € 20.000– 30.000 / Erlös € 20.000

 

Stehende Mumuye-Figur aus dem heutigen Nigeria aus Holz. Frei beschnitzte, lange Arme. Schmaler Rumpf mit geschwungenem Rücken. Kopf mit einer sichelartigen Frisur. Seitlich zwei große, durchbrochen beschnitzte Elemente, rot gefasst. Zickzackförmige Beine, am rechten Fuß mit kleiner Fehlstelle. Braune, teils gräuliche Patina mit deutlichen Gebrauchsspuren. H 80 cmTaxe € 1.500–2.000 / Erlös € 13.000

 

Orakel der Fon aus dem heutigen Benin. Holz, Stoff, runde Scheibe mit sechzehn anthropomorphen und zoomorphen Figuren, die sich um eine zentrale Figur gruppieren. Weißes Pigment, rote Farbe und ultramarines Pigment. Deutliche Gebrauchsspuren. D 42 cmTaxe € 1.200– 1.300 / Erlös € 13.000

 

Gesichtsmaske „mwana pwo“ der Chokwe aus dem heutigen Angola. Holz, mit mandelförmigen Augen und schmalen Sehschlitzen. Stirn Diadem gefasst. Leicht geöffneter Mund mit zugefeilten Zähnen. Typisches Kreuz an der Stirn, am Kinn mit blauem Pigment gefasst. Kunstvoll geflochtene Frisur aus Raffia und Behang um Kinn. Fassung aus rotbraunem Pigment. H 31 cmTaxe € 8.000– 10.000 / Erlös € 12.000

 

Maske „mblo“ (ngbla) der Baule aus der heutigen Elfenbeinküste. Holz, klassische Anmutung. Frisur mit zentralem Zopf in Linienritzdekor, fünf weitere Zopfreihen und jeweils vier runde Noppen. Narbentatauierungen an Stirn, Schläfen, Wangen sowie seitlich am vorgewölbten, rechteckigen, geöffneten Mund. Halbkreisförmige Augen ohne Sehschlitze verleihen der Maske einen tief sinnenden Ausdruck. Asymmetrischer Bart. Sehr feine, braune Patina mit Abrieb und Gebrauchsspuren sprechen für das Alter der Maske. H 37 cmTaxe € 7.000– 8.000 / Erlös € 8.000

 

Ibedji-Paar der Yoruba aus dem heutigen Nigeria aus Holz. Haubenartige Frisur mit Resten von blauem Pigment. Mandelförmige Tatauierungen an Wangen und Stirn. Glasperlen um Hals und Hüften. Reste von Rotholzpulver am Körper. Feine braune Patina mit Gebrauchsspuren und deutlichem Abrieb im Gesicht. H 28,5 cmTaxe € 4.000– 5.000 / Erlös € 4.500

 

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen:NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG

 

Monika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein, Tel. +49 (0)89 23 17 10 – 50,E-Mail: monika.poelnitz-egloffstein@neumeister.com

Vorbericht Auktion MODERNE 53 am 6.6.2013

Vorbesichtigung 31.5.– 4.6.2013

 

Lovis Corinth, Porträt Julie Krüger. 1915, Öl auf Leinwand, 100 × 80 cm. In Berlin wurde Lovis Corinth als Vertreter des deutschen Impressionismus und als moderner Historienmaler gefeiert, was ihm zahlreiche Porträtaufträge aus dem Bildungsbürgertum eintrug. Die folgenden Jahre waren geprägt vom Erfolg, den Corinth als Künstler-Star neben Max Liebermann und Max Slevogt, als Vorsitzender der Berliner Secession genoss. Die Vielzahl der Bildnisse Corinths aus Politik, Gesellschaft, Kunst und Boheme geben ein Abbild seiner Zeit. Dazu zählt auch das Porträt der jungen Frau Julie Krüger im Atelier des Malers. Der um Ähnlichkeit bemühten Wiedergabe der Frau einerseits steht rechts ein abstraktes Gemälde gegenüber, Ausdruck der Zerrissenheit, die der Krieg mit sich bringt und die auch die Frau ergriffen hat. Ihre über dem Bauch gefalteten Hände verraten eine Schwangerschaft, doch ihr ernster Blick zeugt von der Sorge um die Zukunft. Damit bestätigt das Bildnis die Erkenntnis des Kunsthistorikers Wilhelm Hausenstein, dass Lovis Corinth nach der Erfahrung eigener schwerer Krankheit seit 1912 einen tief greifenden Wandel vom „physischen Maler zum metaphysischen Maler“ vollzogen hat. Taxe € 80.000–120.000

 

Emil Nolde, Winterlandschaft im Engadin. 1936, Aquarell auf Japanpapier, 35,5 × 46 cm. Der in Nolde/Nordschleswig geborene Emil Hansen arbeitete nach seiner Ausbildung zum Holzbildhauer als Zeichenlehrer am Gewerbemuseum in St. Gallen von 1882 bis 1897. Hier entdeckte er seine Leidenschaft für das hochalpine Bergsteigen und fand zu seiner Bestimmung als Maler als „Emil Nolde“. Der Brücke-Künstler, der den Expressionismus mit leuchtend farbigen Bildern geprägt hat, überrascht hier mit einem Wintertag im Engadiner Sils Maria, der auf den Kontrast von Blau und Weiß beschränkt ist. Zurückhaltende Farbigkeit und die Auflösung konkreter Formen schaffen Abstraktion und verleihen dem Erhabenen Ausdruck. Taxe € 100.000–120.000

 

Pablo Picasso, Jeunesse. 1950, 50 × 60 cm (56 × 76 cm), Lithographie auf Velin. Taxe € 30.000–35.000

 

Otto Dix, Felder mit See und Steckborn. 1949, Öl auf Leinwand, 49 × 73 cm. Mit seiner expressiven Malerei und sozialkritischen Darstellung der Gesellschaft wurde Otto Dix im Nationalsozialismus zum Hauptvertreter der „entarteten“ Kunst. Unter massivem Druck zog er mit seiner Familie nach Hemmenhofen am Bodensee und wandte sich zunehmend dem Landschaftsmotiv zu. Mag Otto Dix die Landschaft anfänglich auch als unverfängliches Sujet aufgezwungen worden sein, so meint man in dem 1949 entstandenen Bild die Erleichterung zu erkennen, dass dem Grauen eine neuen Freude am Leben sowie an der Kunst gewichen ist. Taxe € 50.000–70.000

 

Constantin Ivanovich Gorbatoff, Heisser Tag in Amalfi. Öl/Holz, 40 × 50 cm. Der russische Maler und Professor an der Sankt Petersburger Kunstakademie Konstantin Gorbatov war zeitlebens von Italien fasziniert. Im Gefolge der russischen Revolution emigrierte er 1922 und ließ sich in Capri nieder, bevor er 1926 nach Berlin ging, wo er als anerkannter Künstler bis zu seinem Tod lebte. In Capri schuf der Neo-Impressionist einige der zauberhaftesten Veduten italienischer Küstenstädte, darunter auch die des Hafens von Amalfi an einem heißen Sommertag. Taxe € 30.000–40.000

 

Ivo Hauptmann, Badende

 

Erst Wilhelm Nay, Zinngrau u. Ocker. 1956, Öl auf Leinwand, 51 × 73,5 cm. Mit der Hinwendung zur Abstraktion vollzog die Nachkriegsgeneration den Bruch mit der figurativen Darstellungstradition. In Abgrenzung vom herrschenden Kunstideal galt vielen die Ungegenständlichkeit als die Ausdrucksform der Moderne. Zu ihren Hauptvertretern zählt Ernst Wilhelm Nay. Seine Werkserien lassen sich Schaffensperioden zuordnen, als deren stärkste die von 1954 bis 1962 entstandenen „Scheibenbilder“ gelten. Sie begründeten seinen künstlerischen Erfolg und hatten eine Teilnahme auf den documenta-Ausstellungen von 1955, 1959 und 1963 zur Folge. In den Scheibenbildern macht Nay die rhythmisch-musikalische Bewegung zum eigentlichen Bildmotiv. Auch wenn er sich von jeglicher Assoziation an die Wirklichkeit lösen will, impliziert „Zinngrau und Ocker“ auch den dynamischen Aufbruch in die Moderne, der die Schatten der Vergangenheit hinter sich lässt. Taxe € 60.000–80.000

 

Fritz Winter, Kommendes Rot. 1967, Öl auf Leinwand, 70 × 60 cm. Fritz Winter gilt als einer der wichtigsten Vertreter der abstrakten Kunst in Deutschland nach 1945. Neben Rupprecht Geiger, Willi Baumeister oder Rolf Cavael gehörte er der Künstlervereinigung ZEN 49 an. Ihr Engagement für die nicht-gegenständliche Malerei trug den Vertretern der deutschen Avantgarde internationale Aufmerksamkeit ein. Mit dem 1967 entstandenen Bild „Kommendes Rot“ fand der Maler nach einer Phase von informellen Bildern mit expressiven schwarzen Linien zu ruhigen Kompositionen in hellerer Tönung. Im „Kommen“, im Hervortreten des roten Leuchtens aus der Tiefe, deutet sich Fritz Winters der Romantik entlehnte Vorstellung eines kosmischen Raum-Zeit-Kontinuums an, das den der Welt innewohnenden Geist hervorbringt. Taxe € 25.000–35.000

 

Johann Georg Müller, Zwei Kinder mit Puppe. 1958, Öl auf Hartfaser, 68 × 80 cm. Taxe € 20.000–25.000

 

Jörg Immendorff, Acht Bilder von der Nordfront – Für Dich zurück

 

Andy Warhol, Mao. Folge von fünf Blatt Farbserigraphien, 1972, je 91,5 × 91,5 cm. Taxe € 37.000–40.000

 

Gerhard Hoehme, Ornamental. 1959, Gouache, Kohle und farbige Kreidezeichnung auf Karton, 65 × 100 cm. 1946 eröffneten Walter Schüler und seine Frau am Teltower Damm 70 die „Kleine Galerie Walter Schüler“. Die Idee zu einer Galerie für zeitgenössische Kunst entstand in einem Freundeskreis aus Sammlern, Kunsthistorikern und Kunstkritikern. Die Amerikaner unterstützten dieses Projekt. Sie kauften die Kunstwerke der klassischen Moderne in „Zigarettenwährung“, wobei die Arbeiten der jungen Maler und Bildhauer, obwohl spottbillig, kaum zu verkaufen waren. Ende der 1950er Jahre wurden Wohn-und Geschäftsräume am Kurfürsten - damm 51 bezogen. Walter Schüler war mit Rosen, Springer und Nierendorf einer der großen Berliner Nachkriegsgaleristen, der trotz der damaligen Unpopularität der „Abstrakten“ als einer der ersten Einzelausstellungen von Fred Thieler, Hann Trier, Schultze und Schumacher wagte. Taxe € 15.000–20.000

 

Verschiedene C-Prints von Thomas Ruff aus der Folge „Small Nacht“, Taxen € 1.500–8.000

 

Banquete-Sessel der in Sao Paulo geborenen Brüder Campana. Fernando war Architekt, Humberto Jurist – sind Brasiliens bekannteste Möbel- und Produktdesigner, wurden 2008 zu „Designern des Jahres“ auf der Design Miami gewählt. Ihre Entwürfe, so sagen sie, sind von den Straßen Sao Paulos und dessen vitalem Chaos inspiriert. Sie recyceln Alltagsgegenstände, die sie mit hochwertigen Materialien verbinden und so aufwerten. International bekannt wurde das Gespann, als Ende der 90er Jahre der Vermelha Chair in Serienproduktion ging, ein mit purpurnen Seilen bespannter Stahlrahmen. 1998 stellten sie gemeinsam mit Ingo Maurer auf der Project 66-Schau im Museum of Modern Art in New York aus. Die Campana-Brüder arbeiten intuitiv, eine Idee soll festgehalten werden, Funktionalität ist zweitrangig. Für den Banquete-Sessel fügen sich Stoffpuppen zu einer amorphen Sitzfläche auf gewölbtem Stahlrahmen – mal nur Krokodile oder Teddybären, dann wieder ein wahrer Dschungel unterschiedlicher Tiere wie hier. Taxe € 25.000–30.000

 

. 1980, Öl auf Leinwand, 48 × 138 cm. Der Bildtitel spielt sowohl auf einen Aufenthalt im Norden als auch auf die Rote Armee an, die im Zweiten Weltkrieg zur Verteidigung der sowjetischen Nordmeerküste eingesetzt war. Damit erweist sich die Darstellung als programmatisch für die Entwicklung Jörg Immendorffs. Er setzte sich in seinen expressiv-figurativen Bildern der 1970er Jahre mit gesellschaftskritischen Themen auseinander. Obwohl Immendorff anlässlich der Ausstellung des vorliegenden Bildes 1983 im Kunsthaus Zürich bekannte, er verstehe sich als Maler, „bei dem sich das politische Engagement wie ein roter Faden durch Leben und Arbeit zieht“, entschloss er sich doch zum „Rückzug von der Straße auf den Keilrahmen“. Dieser Wandel zeigt sich hier: Indem sich der Künstler in der Bildmitte in Gestalt des roten „Maleraffen“ darstellt, lässt er das Flugzeug auf der linken Seite als Symbol der militanten Agitation hinter sich, um sich ganz der Kunst zu widmen. Taxe € 20.000–30.000. Um 1922, Öl auf Leinwand, 80,5 × 54 cm. Als ältester von drei Söhnen des Schriftstellers Gerhart Hauptmann wandte sich Ivo früh der Kunst zu. 1903 besuchte er die Académie Julian in Paris und fand dort Anschluss an Künstlerkreise. Prägend wurde die Begegnung mit dem Neo-Impressionisten Édouard Vuillard, Maurice Denis und Paul Sérusier, die mit der von Georges Seurat und Paul Signac entwickelten Maltechnik des Pointillismus experimentierten. Zwischen 1920 und 1923 widmete er sich einer individuellen Ausprägung des Neo-Impressionismus, dem das vorliegende Gemälde zuzuordnen ist. Der Reiz der Darstellung liegt in der Ambivalenz zwischen der farblichen Auflösung der Oberfläche im Stil des Pointillismus und der modernen Auffassung, welche die nackte Badende als Schwimmerin mit sportlicher Badekappe zeigt. Taxe € 10.000–15.000

 

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Monika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein, Tel. +49 (0)89 23 17 10 - 50,monika.poelnitz-egloffstein@neumeister.com

Nachbericht Auktion Alte Kunst 359, 27. März 2013

In der Frühjahrsauktion Alte Kunst wurden in sämtlichen Sparten hervorragende Ergebnisse erzielt; sowohl beim Porzellan wie auch beim Silber, bei Möbeln und bei Gemälden trugen internationale Interessenten bis aus Südamerika zu spannenden Bietgefechten und sensationellen Ergebnissen bei.

Beim Silber erreichte ein prächtiger Augsburger Tafelaufsatz aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts

 € 165.100 (Taxe € 35.000 - 40.000), eine große Terrine, ebenfalls Augsburg, € 27.940 (Taxe € 25.000 - 30.000). Ein 97teiliges Besteck mit Muschel- und Palmettendekor (1840/1860; Taxe 8.000 - 10.000 wechselte für € 10.160 den Besitzer. Begehrt war auch eine Kollektion prächtiger Deckelhumpen mit Elfenbeinschnitzereien aus einer süddeutschen Sammlung, die ihre Taxen meist übertrafen und für

€ 20.320 (Taxe 10.000 - 15.000), € 15.240 (10.000 - 12.000), € 13.970 (8.000 - 12.000), € 10.795 (7.000 - 9.000) oder € 19.050 (10.000 - 12.000) zum Teil nach Südamerika verkauft wurden. Ein großer, teilvergoldeter Deckelhumpen aus Leipzig (um 1697-1699; Taxe € 12.000 - 15.000) erbrachte € 16.510, ein Deckel-pokal aus Moskau (um 1750; Taxe € 8.000 - 10.000) € 13.970. Aus Frankreich stammt ein auf € 1.400 - 1.600 geschätztes Salontischchen (Ende 19. Jh.), das € 15.250 erreichte, ebenso eine Empire-Kaminuhr für € 17.780 (Taxe € 2.800 - 3.000).

 

 

 

Bemerkenswert bei der Graphiksektion ist eine auf € 2.500 bis 3.000 (Paris, 1770/1780) geschätzte Rötelzeichnung von Daniel Fröschl, die für € 38.100 verkauft wurde, ebenso 17 gouachierte Radierungen mit Pompejanischen Motiven (Taxe € 20.000 - 22.000) für € 27.920.

 

 

 

Bei den Gemälden konnte ein „Franziskanerheiliger“ (Italien, 17. Jh.; Taxe € 1.500 - 1.800) mit € 13.970 seine Taxe verzehnfachen.

 

 

 

Teuerstes Los in der Sparte Gemälde und der gesamten Auktion war Eduard Gaertners „Berlin - Der Königsgraben mit der Herkulesbrücke“, das auf € 20.000 - 25.000 taxiert war und nach langem, aufregendem Bietergefecht für € 205.740 in eine deutsche Sammlung ging.

 

 

Franz Christoph Janneck brachte es mit dem „Bildhaueratelier“ (Taxe € 40.000 - 60.000) auf € 76.200, sein „Verlorener Sohn unter den Dirnen“ auf € 35.560 (Taxe € 25.000 - 30.000). Frans Pourbus II, Hofmaler von Maria de'Medici in Paris, erlöste mit seinem „Bildnis des Charles de Chantecler“ aus dem Jahr 1613 € 35.560 (Taxe € 12.000 - 14.000). Ein Interessent aus Russland war bereit, für die aus Sebastiano Riccis Werkstatt stammende und auf € 12.000 - 15.000 taxierte „Religiöse Allegorie“

€ 24.130 zu zahlen, € 22.860 für eine Predella mit fünf Tafelgemälden aus dem 16./17. Jh. (Spanien; Taxe € 10.000 - 12.000). Um 1600 entstand wohl in Spanien das Gemälde „Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers“, dessen Preis von € 8.000 - 10.000 auf € 66.040 stieg. Eine idyllische „Alpenlandschaft des Ederplan“ von Franz von Defregger (Taxe € 20.000 - 24.000) ging für € 41.910

an einen Sammler aus Österreich. Johann Adam Kleins „Bauernpaar mit dreispännigem Pferdefuhrwerk“ von 1829 (Taxe € 10.000 - 12.000) erzielte € 12.700.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Top Five der Auktion

 

 

 

Eduard Gaertner, „Berlin - Der Königsgraben mit der Herkulesbrücke“. 1836, Öl auf Leinwand, 24,8 x 31 cm: € 205.740 (Taxe € 20.000 - 25.000). Ging in eine deutsche Privatsammlung.

 

 

 

Tafelaufsatz mit Jagd-Dekor, Johann Franz Albert Frühling. Augsburg, 1765 - 1767, Silber, Vergoldungen, Glas, Höhe 41 cm: € 165.100 (Taxe € 35.000 – 40.000). Wurde in eine süddeutsche Privatsammlung verkauft.

 

 

 

Franz Christoph Janneck, „Bildhaueratelier“. Öl auf Kupfer, 46 x 59,2 cm: € 76.200 (Taxe € 40.000 - 60.000). Ging nach Russland.

 

 

 

Spanien (?), um 1600, „Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers“: € 66.040 (Taxe € 8.000 - 10.000). Wurde vom Schweizer Kunsthandel erstanden.

 

 

 

Franz von Defregger, „Alpenlandschaft des Ederplan“. Öl / Leinwand, 1882: € 41.910 (Taxe € 20.000 - 24.000). Ging an einen Sammler aus Österreich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Resümee 2012 bei NEUMEISTER

Das Auktionsjahr 2012 bei NEUMEISTER:

Kirkeby und Menzel auf den Top-Positionen

Auch 2012 hat sich NEUMEISTER wieder als der gesuchte Vermarkter von Sammlungen erwiesen und Spitzenpreise erzielt. Dies bewies zum einen im Frühjahr die Sonderauktion von 21 Werken Adolph Menzels mit einer 100-prozentigen Verkaufsquote – bisweilen konnten die Taxen um ein Zehn- oder Zwanzigfaches vervielfacht und so Weltmarkt-Preise etabliert werden (siehe Liste unten). Ebenfalls exquisite Objekte aus einer langjährig bestehenden Privatsammlung akquirierte Inhaberin Katrin Stoll mit 62 Werken von Heinrich von Zügel aus einem Nachlass, die in der Weihnachtsauktion versteigert wurden. Private Sammler, Händler wie Museen auch aus Berlin, Österreich und der Schweiz umwarben die einmalige Offerte und sorgten für eine Zuschlagsquote von fast 100 Prozent zu Preisen, die ihre Taxe oft um ein Vielfaches überstiegen. Das teuerste Gemälde hier war ein „Frühling“ mit Schafen und Hirtenpaar von 1884 für € 63.500.

In den regulären Auktionen bestätigte sich ein weiteres Mal die Prognose der Experten des Hauses, dass am Standort Deutschland ungebrochene Nachfrage nach ausgewählten marktfrischen Spitzenwerken sowohl in der Moderne als auch in der Alten Kunst und hier speziell in NEUMEISTERs Spezialgebiet 19. und beginnendes 20. Jahrhundert herrscht. Dies gilt für ein internationales Publikum, das sich aus Marktteilnehmern aus ganz Europa, aber auch aus Übersee zusammensetzt.

 

 

 

Die Top-Ergebnisse bei NEUMEISTER 2012

 

Erlös € 673.100:

Per Kirkeby, Folge von 10 Gemälden „Ohne Titel“ von 1997 (Öl auf Leinwand, jeweils 160 x 100 cm). Auktion Moderne M 52 am 14. November

 

Erlös € 419.100:
Adolph Menzel, „Studie zum Opernball“, 1853. Pastell. Sonderauktion Adolph Menzel
am 28. März

 

Erlös € 381.000:
Adolph Menzel, „Modellstudie nach stehendem jungen Mann“, 1854. Bleistiftzeichnung. Sonderauktion Adolph Menzel am 28. März

 

Erlös € 254.000:
Otto Dix, „Zirkusszene“ (Reitakt), 1923. Aquarell, Farbstift. Auktion Moderne M 51
am 23. Mai

 

Erlös € 241.300:
Otto Dix, „Ursus im Steckkissen“, 1927. Mischtechnik. Auktion Moderne M 51 am 23. Mai

 

Erlös € 152.400:
Adolph Menzel, „Das Ende des Versöhnungsfestes“, 1901. Gouache. Sonderauktion Adolph Menzel am 28. März

 

Erlös € 139.700:
Franz von Stuck, „Bildnis Mary Stuck“, 1899. Öl / Holz. Auktion Alte Kunst A 358
am 5. Dezember

 

Erlös € 127.000:
Carl Spitzweg, „Der Historienmaler“, 1843. Öl / Karton. Auktion Alte Kunst A358
am 5. Dezember

 

Erlös € 127.000:
Willi Baumeister, „Im Gespräch“, 1942. Öl mit Kunstharz und Spachtelkitt auf Hartfaserplatte. Auktion Moderne M 52 am 14. November

 

Erlös € 119.380:
Heinrich Adam, „Blick von Thalkirchen auf München“, 1829. Öl / Leinwand. Auktion Alte Kunst A 355 am 28. März

 

Erlös € 114.300:
Fausto Zonaro, „Anatolische Straßenszene“, Öl / Leinwand. Auktion Alte Kunst A 355
am 28. März

 

Erlös € 104.140:
Johann Georg Müller, „Der Morgen“, 1967. Öl / Leinwand. Auktion Moderne M 51
am 23. Mai

 

 

 

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NEUMEISTER unterstützt Benefizkonzert Stiftung Lichtblick Hasenbergl mit Anne-Sophie Mutter, Maestro Mariss Jansons und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, 11. Februar 2012

Nachbericht - 21 Arbeiten Adolph von Menzel, 28. März 2012

Stark im 19. Jahrhundert:NEUMEISTER erzielt Rekordpreise bei der Versteigerung von 21 Arbeiten Adolph MenzelsErneut konnte das Münchener Kunstauktionshaus NEUMEISTER seine Rolle als Marktführer für die Malerei des 19. Jahrhunderts in Deutschland bestätigen. Der Evening Sale von 20 Arbeiten auf Papier aus verschiedenen Schaffensperioden und einem Gemälde des berühmten Berliner Künstlers verzeichnete eine 100-prozentige Verkaufsquote – bisweilen konnten sich die Taxen gar um ein Zehn- oder Zwanzigfaches vervielfachen. Wie erwartet avancierte das qualitätvolle Pastell „Studie zum Opernball“ (Junge Frau mit Opernglas) von 1853 (Taxe € 25.000 – 30.000) zum Liebling der zahlreichen engagierten Saal- und Telefonbieter und ging schließlich für € 419.100 in eine internationale Sammlung. Beinahe ebenso hoch stieg die hinreißende, weiß gehöhte „Modellstudie nach einem stehenden jungen Mann“ (auf dem Blatt als „Studie zu Friedrich auf Reisen“ bezeichnet; Taxe € 12.000 – 15.000) auf Tonpapier – sie erbrachte € 381.000. Ein berühmtes Spätwerk des Meisters, die Gouache „Das Ende des Versöhnungsfestes“ von 1901, konnte sich von geschätzten € 20.000 – 25.000 auf € 152.400 steigern.Die weiß gehöhte Tuschzeichnung „Marktszene in Verona“ von 1886 (Taxe € 40.000 – 60.000) ersteigerte ein Telefonbieter für € 76.200. Auf € 8.000 – 10.000 war der „Kopf eines Mannes mit Vollbart“ geschätzt – er wurde nach langem Bietergefecht schließlich für € 71.120 verkauft. Das einzige Ölgemälde der Kollektion, ein „Bärtiger Arbeiter“ im Profil (Taxe € 20.000 – 30.000) stieg bis auf € 63.500 – und war damit ebenso teuer wie die „Halbfigur eines bärtigen alten Mannes mit gesenktem Kopf“ (Italienische Studie) von 1884 (Taxe € 12.000 – 15.000). Zwei weitere „ältere Herrschaften“ brachten es ebenfalls zu hohen Ehren auf der Auktion von NEUMEISTER: Das „Bildnis einer älteren Dame“ (Taxe € 12.000 – 15.000; 1887) für € 33.020 sowie ein „Schnauzbärtiger Mann mit Hut“ von 1892 (Taxe € 10.000 – 12.000) für € 46.990.Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen: NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 – 50, E-Mail marion.vorbeck@neumeister.com

 

 

Nachbericht ALTE KUNST 355, 28. März 2012

NACHBERICHT Auktion ALTE KUNST 355, 28. März 2012Die Auktion bestätigte abermals, dass sowohl private Sammler wie auch Händler nach wie vor an hervorragenden Gemälden des 19. und frühen 20. Jahrhunderts interessiert sind und hohe Zuschlagspreise bewilligen. Auch für die anderen Sparten der Alten Kunst engagierten sich Bieter aus dem In- und Ausland rege. Nachfolgend die Highlights der Auktion:GemäldeHeinrich Adam, „Blick von Thalkirchen auf München“ (Taxe € 28.000 - 32.000) von 1829: € 119.380Fausto Zonaro (1854 - 1929) „Anatolische Straßenszene“: € 114.300 (Taxe € 3.800 - 4.000)Nikolai Egorovich Sverchkov, „Reiterbildnis des Zaren Alexander II.“ (1880; Taxe € 20.000 - 25.000): € 95.250 Heinrich von Zügel (1882; Taxe € 60.000 - 65.000), „Bei Dachau - Münchener Allee bei der Rotschweige“: € 76.200Eduard von Grützner, „Das Backhändl“ (1893; Taxe € 33.000 - 35.000): € 41.910Josef Wopfner, „Zugnetzfischer vor der Fraueninsel“ (1886; Taxe € 33.000 - 35.000): € 41.910 Friedrich Voltz, „Am Starnberger See“ (1881; Taxe € 23.000 - 25.000): € 38.100KunsthandwerkMaria Immaculata, Porzellanmanufaktur Meissen, nach einem Modell von J. J. Kändler (Taxe € 2.000 - 2.500): € 15.240Chinesische Vase mit grünem Drachendekor (Taxe € 1.500 - 1.600): € 10.775Silberne Ringmenage, Münster um 1770, des Goldschmieds Hermann Henrich Osthues (Taxe € 5.000 - 6.000): € 10.160Sogenanntes „Michel Mann-Kästchen“ (Taxe € 5.500 - 6.000): € 8.255Seltene italienische Klosteruhr aus der Zeit um 1779 des Franciscus Secatori (Taxe € 2.000 - 3.000): € 5.080 für einen ausländischen TelefonbieterRubinglasflakon, Böhmen um 1700 (Taxe € 400 - 500): € 2.794Skulptur und MöbelBronze Zar Alexander I., Russland Anfang 19. Jahrhundert (Taxe € 800 - 900): € 7.620 für einen russischen KäuferMaria mit Kind, Stuck, nach einem Vorbild Lorenzo Ghibertis (um 1900; Taxe € 2.500 - 3.000): € 6.985Paar Konsoltische, Louis XVI Stil (Taxe € 2.500 - 3.000): € 6.350Wir verweisen außerdem auf den Nachbericht der äußerst erfolgreichen Auktion von 21 Werken Adolph Menzels am Abend des 28. März unter www.neumeister.com/presse/nachberichte.htmlGerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen: NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 – 50, E-Mail marion.vorbeck@neumeister.com

Nachbericht ALTE KUNST 354, 30. November 2011 

Mit seiner erfolgreichsten Auktion des Jahres 2011 beschloss NEUMEISTER das Auktionsjahr. Zum wiederholten Male bestätigte sich, dass die hohe Wertschätzung, die qualitätvollen und singulären Kunstwerken von den Sammlern entgegengebracht wird, sich in hohen Auktions-resultaten niederschlägt. Somit fand auch das höchstdotierte Los der Auktion, Abel Grimmers „Turmbau zu Babel“ (Schätzpreis € 220.000 – 250.000) bei € 275.000 taxgerecht den Weg in eine deutsche Privatsammlung. 


In der Abteilung Keramik wurden zwei Iznik-Schalen des 17. Jhs. heftig beboten; sie konnten ihre Taxen (€ 1.000 – 1.200 und 800 – 1.000) mit einem Ergebnis von € 3.125 und € 2.625 mehr als verdoppeln. Auch eine Majolikaschale, Faenza Mitte 16. Jh. wechselte bei € 2.750 (Taxe € 800 – 1.000) den Eigentümer. 

In der Sparte Silber waren zwei Häufebecher, Nürnberg um 1661/1664, Meister Hans Christoph Hauch, bei Interessenten im Saal wie an den Telefonen nachgefragt und gingen schließlich für € 8.750 (Taxe € 6.000 – 6.500) an einen ausländischen Bieter. 

Eine süddeutsche Klosterarbeit der 2. Hälfte des 18. Jhs. mit Darstellung der Hl. Katharina war einem Internetbieter € 5.875 wert (Taxe € 2.200 – 2.400). Eine Wachsbüste König Ludwigs II. erstand ein Telefonbieter für € 3.500 (Taxe € 1.000 – 1.200). 

Mit € 17.500 das höchste Ergebnis bei den Skulpturen erzielte eine fränkische Anna-Selbdritt-Gruppe aus der Zeit um 1500, die so ihre Taxe von € 13.000 - 15.000 bestätigen konnte. Die ausdrucksstarke flämische Darstellung einer Beweinung Christi, Ende des 17. Jhs. detailreich in Elfenbein geschnitzt, erlöste € 18.750 (Taxe € 18.000 - 20.000). 

Erfreuliche Resultate waren auch bei den Tapisserien zu verzeichnen: Hier wechselte ein heiß umkämpftes flämisches, auf € 1.500 – 1.700 taxiertes Tapisseriefragment erst bei € 15.000 den Eigentümer. Einen Erlös von € 13.750 konnte ein schöner Brüsseler Bildteppich (Taxe € 12.000 -14.000) verbuchen, der wohl Kaiser Hadrian in seiner Bibliothek zeigt. 

Auch die Nachmittagsauktion konnte zahlreiche hohe Zuschläge verzeichnen. Neben dem bereits eingangs erwähnten Gemälde AbelGrimmers überzeugte eine Jacob Adriaensz Bellevois zugeschriebene Darstellung von „Segelschiffen auf bewegter Binnensee“ bei € 13.750 (Taxe € 10.000 – 12.000). 

Nach langem Bietergefecht konnte Katrin Stoll Joseph Stielersmeisterhaftes Porträt der Therese Alexandra Freifrau von Tettenborn aus dem Jahre 1815 für sensationelle € 143.750 (Taxe € 50.000 – 55.000) dem deutschen Kunsthandel überlassen. 

Carl Spitzwegs Gemälde „Der Maler auf einer Waldlichtung“ wechselte bei€ 187.500 (Taxe € 150.000 – 170.000) den Eigentümer. Lorenzo Quaglios typisches Sujet „Bauern vor dem Wirtshaus in Marbach“ von 1825 erlöste € 37.500 (Taxe € 18.000 – 20.000). Sehr erfolgreich konnten auch William Harnetts „Erlegte Misteldrossel“ für € 25.000 (Taxe € 14.000 – 15.000),Wilhelm Kuhnerts „Ruhender Königstiger“ für € 11.250 (Taxe € 8.000 – 9.000) und Karl Theodor von Pilotys „Memento mori“, eines der raren Genregemälde des Künstlers, für € 16.250 verkauft werden (Taxe € 13.000 – 15.000). 

Die erstmals zeitlich separierte, umfangreiche Schmuckofferte stieß auf reges Bieterinteresse. Ein Brillantring des Münchner Juweliers Hanns Rothmüller mit drei lupenreinen Brillanten schmückt künftig für € 81.250die Hand seiner neuen Eigentümerin (Taxe € 55.000 – 58.000). Nach langem Bietergefecht erstand ein Interessent für € 47.500 einen Solitärring von Walser Wald, Buenos Aires (Taxe 18.000 – 19.000). Nicht unerwähnt bleiben soll auch ein fein gearbeiteter, wohl in Spanien um 1600 entstandener Renaissance-Anhänger, der seine Taxe von € 10.000 – 12.000 mit einem Ergebnis von € 12.500 bestätigte. 

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NEUMEISTER IM FERNSEHEN

Zur Ausstellung in der Galerie NEUMEISTER„Einem Lenbach in die Augen schauen">> den Beitrag des Bayerischen Fernsehens finden Sie hier: www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/schwaben-und-altbayern-aktuell/lenbach-franz-von-kuenstler-geburtstag100.html

 

 

Sonderauktion "Adolph von Menzel - 21 Arbeiten aus einer Privarsammlung", 28. März 2012

Stark im 19. Jahrhundert:

NEUMEISTER versteigert 21 Arbeiten von Adolph Menzel

Als Marktführer für die Malerei des 19. Jahrhunderts in Deutschland kann das Münchener Kunstauktionshaus NEUMEISTER bereits zu Beginn des Jahres 2012 mit der Einlieferung einer exquisiten Sammlung von Werken Adolph Menzels wieder einen Erfolg verzeichnen. Inhaberin Katrin Stoll zu der hochkarätigen Einlieferung aus dem Nachlass eines Berliner Sammlers: „NEUMEISTER hat gerade im letzten Jahr mit formidablen Ergebnissen wie für Albrecht Adams „Napoleon vor dem brennenden Smolensk“ und Joseph Stielers Portät der „Therese Alexandra Freifrau von Tettenborn“ bewiesen, dass wir internationale Zuschläge im 19. Jahrhundert realisieren. Die Nachfrage nach Spitzenwerken ist durch die in mehr als 50 Jahren gewachsene, nachhaltige Pflege auf diesem Sektor und den Aufbau wichtiger Sammlungen ungebrochen hoch.“ Menzel (1815 Breslau – 1905 Berlin) gilt als der bedeutendste deutsche Realist des 19. Jahrhunderts. 20 Arbeiten auf Papier aus verschiedenen Schaffensperioden und ein Gemälde des berühmten Berliner Künstlers werden in der 355. Kunstauktion bei NEUMEISTER am 28. März in einemEvening Sale angeboten. Anbei eine Auswahl: 

Mit dem Pastell „Studie zum Opernball“ (Junge Frau mit Opernglas) von 1853 kommt eine besonders qualitätvolle Arbeit des Künstlers auf den Markt (Taxe € 25.000 – 30.000). Adolph Menzel hat sich in den 50er Jahren intensiv mit der Pastellmalerei befasst und sich in seinem Briefwechsel ausführlich zur Pastelltechnik geäußert. Ein Jahr darauf, 1854, entstand die„Studie zu Friedrich auf Reisen“, ein ausdrucksstarkes Werk auf braun getöntem Papier (Taxe € 12.000 – 15.000). Den Stellenwert, den der Künstler seinen Skizzen einräumte, verdeutlichen außerdem die „Modellstudien nach einem auf dem Bauch liegenden Mädchen“ (Taxe € 4.000 – 5.000) Die Zeichnung des gestürzten Mädchens war Vorlage für das am Boden liegende Kind zwischen den beiden Steinsetzern im Vordergrund des Gemäldes „Piazza d’Erbe in Verona“ (1884), Staatliche Kunstsammlungen Galerie Neue Meister, Dresden. Bei der ersten öffentlichen Präsentation des Gemäldes hat Menzel dieses gemeinsam mit seinen vorbereitenden Zeichnungen ausgestellt. Die vorliegende Zeichnung bietet eine große Dichte an Einzelstudien, Zeugnis für die enorme Konzentration und Intensität, mit welcher der Künstler sich jede einzelne Figur seines Gemäldes „erarbeitete“. 

Thematisch eng mit dem oben genannten Gemälde verwandt ist das Toplos der Sammlung, die weiß gehöhte Tuschzeichnung „Marktszene in Verona“(Taxe € 40.000 – 60.000) aus dem Jahr 1886. Diese war bereits in der Auktion 138 bei Weinmüller (Neumeister) von 1971 prominent auf dem Umschlag des Auktionskataloges dargestellt. Menzel greift hier ein Thema auf, das ihn über mehrere Jahre hinweg beschäftigte. 1881 reiste der Künstler zum ersten Mal nach Verona, weitere Aufenthalte folgten. Seine Beschäftigung mit dem südländischen Marktgeschehen fand einen Höhepunkt in einem seiner Hauptwerke „Piazza d’Erbe in Verona“ (1884), das sich heute in Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Galerie NeueMeister befindet. Meisterhaft gelingt es dem Künstler, der „Marktszene in Verona“ den Charakter einer Momentaufnahme des Markttreibens zu verleihen. 

Bei der „Halbfigur eines bärtigen alten Mannes mit gesenktem Kopf“(1884; Taxe € 12.000 – 15.000), handelt es sich um eine Modellstudie zur Radierung „Italienisch lernen“ von 1889. Die Zeichnung überzeugt durch die meisterhafte Wiedergabe des alten Mannes mit ungeordnetem Haar und zerzaustem Bart; kräftige Striche über gewischten Partien akzentuieren die Partie der Augenbrauen, der Wangenknochen und des Nasenrückens. Der weiche Zimmermannsbleistift kommt in seiner Textur der Wiedergabe der Stofflichkeit der schweren Jacke des Mannes in idealer Weise entgegen. 

Ein bedeutendes Spätwerk des Meisters, die Gouache „Das Ende des Versöhnungsfestes“ von 1901, rundet die hochwertige Sammlung ab (Taxe€ 20.000 – 25.000). Adolph von Menzel beschäftigte sich mehrfach mit der Darstellung seiner jüdischen Zeitgenossen in unterschiedlichen thematischen Zusammenhängen. Über seine Freundschaft mit dem Philosophen Max Lazarus war er auch mit den damals aktuellen Problemen jüdischen Lebens vertraut. Die vorliegende Darstellung kann als Visualisierung des Gegensatzes von orthodoxem und assimiliertem Judentum interpretiert werden.

Das einzige Gemälde der Kollektion, ein „Bärtiger Arbeiter“ (1867; Taxe € 20.000 – 30.000), ist, wie auch andere Arbeiten der Sammlung, bereits in Hugo von Tschudis großer Menzel-Biographie von 1905 aufgeführt. Menzel hatte sich für das Motiv des arbeitenden Menschen seit jeher stark interessiert. Diese Beschäftigung findet ihren Höhepunkt in einem seiner bedeutendsten Gemälde, „Das Eisenwalzwerk (Moderne Cyklopen)“, das 1872 bis 1875 entstand (Berlin, Nationalgalerie). 

Marie Ursula Riemann-Reyher, ehemalige Kustodin des Kupferstichkabinetts Berlin und eine der besten Kennerinnen des Schaffens von Adolph Menzel, unterstützte uns bei der Bestätigung der Authentizität der Zeichnungen und bei der Katalogisierung.

Sämtliche Arbeiten der angebotenen Sammlung wurden vom Art Loss Register, London, mit der dortigen Datenbank abgeglichen.

Vorbericht ALTE KUNST 355, 28. März 2012

Neben einer exklusiven Kollektion von 21 Werken Adolph von Menzels, die ebenfalls am 28. März in einem Evening Sale versteigert werden (s. gesonderter Vorbericht), hat NEUMEISTER auch in der regulären Auktion ALTE KUNST Spitzenwerke aus allen Bereichen zu bieten. Anbei eine Auswahl:Skulpturen / MöbelSimon Troger (1683 – 1768), „Pegasus am Musenberg Helikon“, Nussbaum, Elfenbein, Perlmutter und Metallattribute; 56 x 44 x 23 cm; Taxe EUR 90.000 – 100.000. Die Darstellung inklusive der neun Musen besticht durch ihre aufwändige und detailreiche Gestaltung. Das Paradestück der Jugendstil-Sektion stammt von Ignatius Taschner: Kaminfries „Diana und Aktäon“, Bronze, 38 x 156 cm; Berlin 1905/6; Taxe EUR 16.000 – 17.000.Barockschrank, Augsburg, um 1730, Nussholz, Messingbeschläge; Taxe EUR 28.000 – 30.000. Das Möbel stammt aus dem Schloss Hainhofen bei Augsburg; Seltenheitswert hat der Schlagstempel. Graphik Eines der Toplose der Auktion ist Rudolf von Alts Aquarell, „Rom – Blick vom Konstantinsbogen auf das Kolosseum“, 1872 / 73, 22,5 x 42 cm; Taxe EUR 55.000 – 65.000. Malerei Isaac Fisches (Fischer) liefert mit „Der Tod der Polyxena – Der Betlehemitische Kindermord“ (1685, Öl auf Leinwand, 109 x 158,5 cm; Taxe EUR 8.000 – 9.000) Augsburger Barockmalerei für Kenner. Johann Heinrich Tischbein d. Ä. (1722 – 1789), „Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel“, Öl auf Leinwand, 80 x 64,5 cm; Taxe EUR 12.000 – 15.000.Joseph Stieler (1781 – 1858), „Karl Prinz von Bayern“, Öl auf Leinwand, 69,5 x 55 cm, Taxe EUR 35.000 – 40.000. In der vergangenen Auktion A354 konnte Stielers meisterhaftes Porträt der Therese Alexandra Freifrau von Tettenborn seine Taxe verdreifachen. Beste Biedermeiermalerei bietet Heinrich Adam mit seinem „Blick von Thalkirchen auf München“, 1829; Öl auf Leinwand, 39 x 56,6 cm; Taxe EUR 28.000 – 32.000. Im Vordergrund befindet sich das bekannte Adam-Schlössl.Insbesondere für die russischen Kunden interessant sein dürfte Nikolai Egorovich Sverchkovs „Reiterbildnis des Zaren Alexander II“, 1880, Öl auf Leinwand, 93,5 x 73,5 cm; Taxe EUR 20.000 – 25.000.Heinrich von Zügel, „Bei Dachau – Münchener Allee bei der Rotschweige“, 1882, Öl auf Leinwand, 72,5 x 122 cm; Taxe EUR 60.000 – 65.000. Das Gemälde zählt zu den Hauptwerken Zügels und besticht durch seine in meisterhafter Plein-Air-Malerei wiedergegebenen Sujets, die Sinnlichkeit wie Poesie ausstrahlen. Eduard Grützner, „Das Backhändl“, 1893, Öl auf Leinwand, 70 x 88 cm; Taxe EUR 33.000 – 35.000.

SYMPOSIUM zur EUROPÄISCHEN GOLDSCHMIEDEKUNST, 22. Oktober 2011

DES MENSCHEN MEISTER-STÜCK
(Johann Andreas Thelot)


SYMPOSIUM ZUR EUROPÄISCHEN GOLDSCHMIEDEKUNST
anlässlich des 90. Geburtstages
von Dr. Helmut Seling

Samstag, 22. Oktober 2011

in den Räumen des 
Auktionshauses NEUMEISTER

 

"Dr. Helmut Seling vollendete am 12. Februar 2011 sein 90. Lebensjahr. Um sein Leben und Wirken weit über die Grenzen Augsburgs und Nürnbergs hinaus zu würdigen, hat das Kunstauktionshaus NEUMEISTER ein wissenschaftliches Symposium zur Europäischen Goldschmiedekunst durchgeführt.

Dr. Seling hat nie aufgehört, vermeintlich Altbekanntes zu hinterfragen und interdisziplinär zu denken, immer mit dem Ziel, die Wissenschaft voranzubringen. In diesem Sinne hat sich das Symposium nach dem Wunsch Dr. Selings mit neuen Forschungsansätzen und Methoden in der Kunstwissenschaft auseinandergesetzt. 

Als Referenten konnten Dr. Lorenz Seelig, Dr. Annette Schommers, Dr. Thomas Richter, Dr. Ulrike Weinhold, Prof. Dr. Dirk Syndram, Prof. Dr. Ernst-Ludwig Richter und Mag. Paulus Rainer gewonnen werden, die zu verschiedenen Themen der neueren Silberforschung gesprochen haben."


Abbildung
Globuspokal mit dem heiligen Christophorus
Elias Lenker, Augsburg um 1626-1629, Silber, vergoldet; Höhe: 64 cm; Durchmesser Kugel mit Ast: 25,3 cm; Durchmesser Fuß: 19,7 cm, Grünes Gewölbe, Inv. Nr. IV 290, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Jürgen Karpinski

NEUMEISTER sponsert Stadtmuseum mit 7.500 Euro, Oktober 2011

NEUMEISTER sponsert Stadtmuseum mit 7.500 EuroAnlässlich des Jubiläums 200. Varia-Auktion am 19./20. Oktober 2011 und 30 Jahre Varia bei NEUMEISTER überreichte Katrin Stoll, Inhaberin der Kunstauktionshauses NEUMEISTER, einen Scheck über 7.500 Euro an die Direktorin des Münchner Stadtmuseums, Dr. Isabella Fehle. Mit Hilfe der Summe kann nun das Ölgemälde „Auer Dult“ (anonym, 87,6 x 75,8 cm) von 1864 aus dem Münchener Handel erworben werden. Es zeigt einen Dultstand, vor dem ein jüdischer Händler einem geistlichen Herrn ein antikes Kruzifix verkauft und wie der Handel von einem kleinen Buben interessiert verfolgt wirdBildunterschrift: Katrin Stoll und Dr. Isabella Fehle (r.)Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, Tel. 089/ 23 17 10 – 0 Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 - 50, Email marion.vorbeck@neumeister.com Münchner Stadtmuseum, Tel. 089/ 233 - 22370, Ulla Hoering, Tel.: 089/ 233-24609, E-Mail ulla.hoering@muenchen.de

NEUMEISTER vergibt Kunstpreis, 9. September 2011

PRESSEMITTEILUNG NEUMEISTER vergibt Kunstpreis

 

Preisvergabe an Schüler der Klasse Olaf Metzel / Münchener Kunstakademieund Eröffnung der Sieger-Installation „Die gleichmäßige Verteilung“im Innenhof des Kunstauktionshauses NEUMEISTERam 9. September 2011, 18.00 Uhr

 

 

 

Am Anfang stand die Idee, im Eingangsbereich des Kunstauktionshauses NEUMEISTER im Pinakothekenareal eine Plastik eines zeitgenössischen Künstlers oder einer Künstlerin temporär zu installieren. In der Planungsphase erinnerte sich Katrin Stoll, Geschäftsführerin und Inhaberin des Kunstauktionshauses, an die erfolgreiche gemeinsame Ausstellung „Winterspiele“ in der Galerie NEUMEISTER. Hier hatte sie vor zwei Jahren Studenten der Klasse Olaf Metzel an der Münchener Kunstakademie ein Forum gegeben. An die guten Erfahrungen von damals anknüpfend, schrieb sie einen mit 1.000 Euro dotierten Skulpturenwettbewerb für die Klasse des international renommierten Bildhauers aus.Eine Fachjury, bestehend aus dem Leiter der Lothringer 13 Halle, Felix Ruhöfer, Katrin Stoll sowie Gabriele Schmid, Expertin für zeitgenössische Kunst im Hause, wählte aus zehn Bewerbungen die Arbeit „Die gleichmäßige Verteilung“ von Fabian Feichter (25) aus. Die Installation aus 160 Gießkannen „bezieht sich direkt auf die Umgebung und konterkariert die künstlich von Menschen-hand geschaffene Natur im Durchgang von der Barer Straße zum Auktionshaus“, so der Künstler zu seinem Konzept. Auf einer Längsseite des Innenhofes nämlich wächst Weinlaub, gegenüber wurde die Akkumulation von Gießkannen angebracht. Da sich das Efeu Im Laufe der Ausstellung verfärbt, reagiert Feichter auf diesen optischen Wandel mit einer sich wiederholenden Aktion. Den Wechsel des Farbspiels von Grün zu Rot begleitet er, indem er auch die Farben der Gießkannen an die Töne der gegenüber liegenden Blätter anpasst, so dass eine farbliche Harmonie zwischen den beiden Komponen-ten erhalten bleibt. Die Ausstellung dauert bis November 2011; die Installation kann erworben werden.NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 – 50, E-Mail marion.vorbeck@neumeister.com

Resümee 1. Halbjahr 2011 bei NEUMEISTER

PRESSEMITTEILUNG 

Resümee 1. Halbjahr 2011 bei NEUMEISTER

Das erste Halbjahr bewies, was sich bereits im Vorjahr angekündigt hatte: Vor allem im Bereich der hoch-wertigen, singulären Objekte legte der Markt kräftig zu. So konnte bereits die März-Auktion Alte Kunst 351bei NEUMEISTER am Auktionstag eine Verkaufsquote von 71 Prozent verbuchen und die Gesamttaxe zu100 Prozent umsetzen. Besonders stark engagierte sich der internationale Handel im Altmeisterbereich, während sich private Sammler auf das 19. Jahrhundert konzentrierten. In der folgenden Auktion waren Raritäten auf dem Kunstmarkt ebenfalls sehr stark nachgefragt, die nicht selten ein Vielfaches der Taxe erlösten.

Auch in der Moderne-Auktion trugen internationale Sammler wie Händler aus Italien, Frankreich, Griechenland, den USA und aus Asien zu spannenden Bietergefechten und guten Ergebnissen bei. Gefragt war auch der Nachlass des Travestiestars Bob Lockwood, eine veritable Art-Deco-Sammlung, die innerhalb dieser Auktion veräußert wurde, allem voran ein 12-teiliger Paravent mit der Skyline von Manhattan, der für 22.500 Euro verkauft wurde.

Die jährlich im Sommer stattfindende Auktion von Vintage-Mode und-Accessoires bekannter Designer traf auf überwältigende Nachfrage. Den höchsten Erlös erzielte eine Kelly-Bag von Hermès, die von geschätzten 1.300
bis 1.500 Euro auf 3.500 Euro stieg. Interessenten bis nach Asien, den USA oder Belgien beteiligten sich an den Bietergefechten, aber auch Museen internationalen Ranges, die die Hochwertigkeit des Angebotes bestätigten. Bereits während des Evening Sales wurden 78 Prozent der Lose versteigert.

Toperlöse 1. Halbjahr 2011

M 49, Kat. Nr. 325
Ernst Ludwig Kirchner, „Wildboden mit Kirchners Haus“, 1925, Aquarell             212.500 Euro


A 352, Kat. Nr. 471 
Albrecht Adam
, „Napoleon vor dem brennenden Smolensk“, 1836, Öl / Lwd.
181.250 Euro

A 351, Kat. Nr. 536 
Flämisch (David Rijckaert, Umkreis?),
 „Stillleben mit Zuckerwerk, gebratenem Huhn, Brötchen, Austern, Oliven und Zitrone“, 1. Hälfte 17. Jh., Öl / Holz              137.500 Euro

M 49, Kat. Nr. 337 
Emil Nolde,
 „Marschlandschaft mit Bauernhof und dunklen Gewitterwolken“, 
um 1930, Aquarell                                                                          
112.500 Euro

M49, Kat. Nr. 1090 
Karyatidenhocker, Heba, D.R. Kongo                                               
95.000 Euro

M49, Kat. Nr. 350
Maurice Utrillo, „Le chateau de Pouilly“,1920er Jahre, Öl / Leinwand
81.250 Euro

A 351, Kat. Nr. 663: 
Paul Matthias Padua
: „Dirndl“, 1934, Öl / Hartfaser                         
75.000 Euro

A 352, Kat. Nr. 524
Sergius von Klever, „Am Strand von Ahlbeck“,1904, Öl / Lwd.        
68.750 Euro

A 352, Kat. Nr. 502
Eduard von Grützner: „Jägerlatein“, Öl / Lwd.                                 
48.750 Euro

M49, Kat. Nr. 1069
Maske „okuyi“ der Punu, Gabun                                                      
48.750 Euro


Kunstgewerbe

A 352, Kat. Nr. 285
Hinterglasbild, Memento Mori, 2. H. 18. Jh.                                      
23.750 Euro

M 49, Kat. Nr. 254
Art-Deco-Paravent, 12teilig, 1930er Jahre                                      
22.500 Euro

A 352, Kat. Nr. 50
Maria mit Kind, Meissen                                                                   
21.250 Euro

A 351, Kat. Nr. 67
Serie von 16 Commedia-dell’Arte-Figuren, Nymphenburg, um 1760   
20.000 Euro

M 49, Kat. Nr. 53
Stehlampe, Tiffany Studios, New York, 1990 / 1910                         
10.625 Euro

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, 
Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 – 50, E-Mail marion.vorbeck@neumeister.com

Nachbericht ALTE KUNST 353, 21. September 2011

Das ausgewählte Angebot seltener und exquisiter Objekte aus der Auktion 353 in sämtlichen Sparten spiegelte die überaus rege Bieterbeteiligung im Saal, an den Telefonen und online wider, die nicht selten
für eine Vervielfachung der Taxen sorgten. Auch die Reichweite entwickelte sich erfreulich: Über Süd-
und Osteuropa bis nach Asien reichte das Interesse der auswärtigen Käufer.

Die Abteilung Fayence, Silber, Kunsthandwerk konnte eine Verkaufsquote von knapp 90 Prozent verzeichnen und gleich zu Beginn erfreuliche Ergebnisse; beispielsweise wurde ein Walzenkrug, Crailsheim „Gelbe Familie“, aus der 2. Hälfte des 18. Jhs. für EUR 4.500 (Taxe EUR 600 - 800) verkauft. Zwei Wandvasen in Form eines Harlekins, Straßburg, 2. Hälfte 18. Jh., P. Hannong, vervielfachten ihren Schätzpreis mit einem Ergebnis vonEUR 4.125 und 3.500 (Taxen EUR 400 - 450). Die sehr gut bestückte Silberabteilung konnte ebenfalls mit erfreulichen Geboten aufwarten: Eine Schale, Augsburg, um 1651 – 1654 von David Bassermann, wurde bei EUR 11.875 (Taxe EUR 6.000 - 7.000) versteigert. Als Toplos erwiesen sich ein Paar Weinkühler, Paris, um 1819, Gabriel -Jacques-André Bompart, die erst bei EUR 18.750 (Taxe EUR 2.000 - 2.500) ihren Besitzer wechselten.

Wie erwartet waren beim Kunstgewerbe drei Limousiner Arbeiten heftig beboten. Ein Buchdeckel, 13./14. Jh. und später, erreichte EUR 17.500(Taxe EUR 3.500 - 4.000), eine Reliquienkapsel, Limoges, 13./14. Jh., EUR 8.750 (Taxe EUR 3.500/4.000) und ein Reliquienschrein, Limoges im Stil des 13. Jhs., EUR 31.250 (Taxe EUR 6.000 - 7.000). Großes Interesse erregte auch eine Radschlossbüchse, deutsch, 17. Jh., die bis auf EUR 15.000 (Taxe EUR 3.300 - 3.500) stieg. In der Sparte Ostasiatika überzeugte eine Weiße Tara, sino-tibetisch, 19. Jh., die gegen asiatische Bieter für EUR 20.000(Taxe EUR 4.400 - 4.800) nach Osteuropa ging.

Im Bereich Skulptur waren die Figuren des Barock wieder mehr gefragt als in vergangenen Auktionen, insbesondere auch die kleinere Plastik. Hier konnte gut über die Hälfte abgesetzt werden und das mehrfach mit Verdoppelung des Preises. Eine Maria mit Kind aus Österreich, 1. Hälfte 18. Jh. wurde für EUR 8.750 (Taxe EUR 4.000 – 4.500) ersteigert, ein Engelskopf, ebenfalls Österreich aus der Mitte des 18. Jhs., für EUR 4.125(Taxe EUR 1.500 – 1.800) oder eine Mohrenherme aus Franken, Mitte 18. Jh., für EUR 8.125 (Taxe EUR 700 – 900). Die auf EUR 1.500 bis 2.000 geschätzte Marmorbüste von Pochini der Orientalin „Rose von Sharon“, Italien (um 1900) brachte es bis auf EUR 13.750 und ein kniender Engel aus Österreich, 1. Hälfte 18. Jh., verdoppelte seine Taxe von EUR 2.000 bis 2.500 auf EUR 5.625.

Von dem gewohnt vielfältigen und umfangreichen Angebot der SparteSchmuck fanden rund 70 Prozent einen neuen Besitzer, ein Armband aus Weißgold mit einem Brillantbesatz von zusammen ca. 10 ct erzielte EUR 9.000 (Taxe EUR 5.500), eine Brosche des renommierten Hamburger Juweliers H.J. Wilm, (um 1990), besetzt mit ca. 6,2 ct Brillanten, EUR 3.875(Taxe EUR 2.800), sowie ein außerordentlich attraktives Armband aus Weißgold, besetzt mit Cabochons aus Blautopas und ca. 1,57 ct BrillantenEUR 13.125 (Taxe EUR 8.200). 

Prunkstück der Möbelofferte war ein aufwändig dekorierter Kabinettschrank mit Uhr des 19. Jhs. unter Verwendung alter Teile des 17./18. Jhs., der seine Taxe mit EUR 25.000 erreichte und wohl eine neue Heimat in China finden wird. Ein Paar südwestdeutsche Konsoltische mit qualitätvollem Schnitzdekor konnte sich von seinem Schätzpreis EUR 3.500 - 4.000 auf EUR 8.125 verbessern. Eine wohl chinesische Runddeckeltruhe mit Lackdekor erreichte EUR 4.375 (Taxe EUR 600 - 800). In der Sparte Einrichtung sehr begehrt war eine französische Standuhr aus dem Ende des 19. Jhs., die nach einem im Louvre befindlichen Vorbild des Pariser Ebenisten Carlin gefertigt wurde und ihrem neuen Besitzer EUR 10.625wert war (Taxe EUR 4.000 - 6.000). Ebenfalls umkämpft war ein Gueridon-Paar in Gestalt von Mohren im Stil des 18. Jhs., das EUR 6.250 erbrachte (Taxe EUR 1.000 - 2.000). Zu erwähnen ist zudem ein Paar bronzene Girandolen mit seltenem Perlmuttereinsatz der 2. Hälfte des 19. Jhs. mit einem Erlös von EUR 5.250 (Taxe EUR 500 - 700).

Graphik / Gemälde

Die Nachmittagsauktion wurde mit einem höchst erfreulichen Zuschlag für Johann Adam Kleins großformatiges Aquarell „Vierspänniger Frachtwagen in Gebirgslandschaft“ eröffnet. Nach ausdauerndem Bietergefecht wurden schließlich EUR 11.250 (Taxe EUR 4.000 - 4.500) bewilligt. Kurz zuvor erfolgte bereits ein Verkauf in Höhe von EUR 3.750 für die dem italienischen Künstler Giorgio Anselmi zugeschriebene Zeichnung „Das Martyrium des Hl. Laurentius“ (Taxe EUR 600 - 700), Carl Spitzwegs Bleistiftzeichnung mit der Darstellung eines „Orientalen“ erzielte EUR 4.125 (Taxe EUR 500 - 700). Trotz seines nicht idealen Erhaltungszustandes zog ein Sammelband mit größtenteils kolorierten Karten des 17. und 18. Jhs. das Interesse der Sammler auf sich und konnte letztlich EUR 8.750(Taxe EUR 1.200 - 1.500) erzielen.

Die ansprechende Darstellung einer „Maria mit dem Kind und dem Johannesknaben“ eines anonymen bolognesischen Künstlers des 17. Jhs. war seinem neuen Eigentümer die Investition von EUR 8.125 (Taxe EUR 3.000 - 3.500) wert. Das seltene Thema „Jupiter und Aegina“ nach Ovids Metamorphosen setzte ein ebenfalls unbekannter, wohl italienischer Künstler Ende des 18. Jhs. äußerst gekonnt um: Die Kupfertafel erzielteEUR 6.875 (Taxe EUR 2.200 - 2.500). Auf großes Bieterinteresse stieß das Bildnis des Prinzen Karl von Sachsen, entstanden im Umkreis des berühmten Porträtmalers Anton Graff, das schließlich bei EUR 9.375 (Taxe EUR 5.000 - 7.000) einen neuen Eigentümer fand.

Der höchste Zuschlag aus dem Angebot von Gemälden Neuerer Meister erfolgte für Johann Michael Wittmers qualitätvolles Werk „Raffael, die Madonna della Sedia auf ein Fass zeichnend“ aus dem Jahre 1859. Für EUR 55.000 wechselte es in eine süddeutsche Privatsammlung (Taxe EUR 8.000 - 10.000). Seinen Schätzpreis von EUR 1.000 bis 1.200 verzehnfachen konnte Sepp Hilz‘ „Mädchen aus Aibling“ mit EUR 11.875 (Taxe EUR 1.000 - 1.200), Otto Pippels „Blick auf die Piazzetta und den Dogenpalast“ in Venedig erzielte EUR 10.625 (Taxe EUR 3.000 - 3.500).

Die hohe künstlerische Qualität von altbekannten Vertretern der sogenannten Münchner Schule wurde mit entsprechenden Geboten honoriert: EUR 10.625 für Ludwig Sckells „Am Chiemsee“ (Taxe EUR 2.500 - 3.000), ebenfalls EUR 10.625 für Johann Sperls „Unbewachten Augenblick“ (Taxe EUR 6.000 - 8.000) sowie für Friedrich Voltz‘ „Bauernmädchen mit zwei Kühen und Kalb am Waldteich“ (Taxe EUR 4.000 - 5.000).

Ferdinand Georg Waldmüllers „Reitertrunk“, eine meisterhafte variierende Kopie nach Pieter van Laer, ehemals im Besitz der Sammlung Dr. Georg Schäfer in Schweinfurt, stieß ebenfalls auf reges Interesse und erlöste nach langem Bietergefecht EUR 30.000 (Taxe EUR 6.000 - 8.000).

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen:
NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, 
Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 – 50,
E-Mail marion.vorbeck(at)neumeister.com 

Nachbericht MODERNE 50, 10. November 2011

Mit seiner erfolgreichsten Auktion des Jahres 2011 beschloss NEUMEISTER das Auktionsjahr. Zum wiederholten Male bestätigte sich, dass die hohe Wertschätzung, die qualitätvollen und singulären Kunstwerken von den Sammlern entgegengebracht wird, sich in hohen Auktions-resultaten niederschlägt. Somit fand auch das höchstdotierte Los der Auktion, Abel Grimmers „Turmbau zu Babel“ (Schätzpreis € 220.000 – 250.000) bei € 275.000 taxgerecht den Weg in eine deutsche Privatsammlung. 

In der Abteilung Keramik wurden zwei Iznik-Schalen des 17. Jhs. heftig beboten; sie konnten ihre Taxen (€ 1.000 – 1.200 und 800 – 1.000) mit einem Ergebnis von € 3.125 und € 2.625 mehr als verdoppeln. Auch eine Majolikaschale, Faenza Mitte 16. Jh. wechselte bei € 2.750 (Taxe € 800 – 1.000) den Eigentümer. 

In der Sparte Silber waren zwei Häufebecher, Nürnberg um 1661/1664, Meister Hans Christoph Hauch, bei Interessenten im Saal wie an den Telefonen nachgefragt und gingen schließlich für € 8.750 (Taxe € 6.000 – 6.500) an einen ausländischen Bieter. 

Eine süddeutsche Klosterarbeit der 2. Hälfte des 18. Jhs. mit Darstellung der Hl. Katharina war einem Internetbieter € 5.875 wert (Taxe € 2.200 – 2.400). Eine Wachsbüste König Ludwigs II. erstand ein Telefonbieter für € 3.500 (Taxe € 1.000 – 1.200). 

Mit € 17.500 das höchste Ergebnis bei den Skulpturen erzielte eine fränkische Anna-Selbdritt-Gruppe aus der Zeit um 1500, die so ihre Taxe von € 13.000 - 15.000 bestätigen konnte. Die ausdrucksstarke flämische Darstellung einer Beweinung Christi, Ende des 17. Jhs. detailreich in Elfenbein geschnitzt, erlöste € 18.750 (Taxe € 18.000 - 20.000). 

Erfreuliche Resultate waren auch bei den Tapisserien zu verzeichnen: Hier wechselte ein heiß umkämpftes flämisches, auf € 1.500 – 1.700 taxiertes Tapisseriefragment erst bei € 15.000 den Eigentümer. Einen Erlös von € 13.750 konnte ein schöner Brüsseler Bildteppich (Taxe € 12.000 -14.000) verbuchen, der wohl Kaiser Hadrian in seiner Bibliothek zeigt. 

Auch die Nachmittagsauktion konnte zahlreiche hohe Zuschläge verzeichnen. Neben dem bereits eingangs erwähnten Gemälde AbelGrimmers überzeugte eine Jacob Adriaensz Bellevois zugeschriebene Darstellung von „Segelschiffen auf bewegter Binnensee“ bei € 13.750 (Taxe € 10.000 – 12.000). 

Nach langem Bietergefecht konnte Katrin Stoll Joseph Stielersmeisterhaftes Porträt der Therese Alexandra Freifrau von Tettenborn aus dem Jahre 1815 für sensationelle € 143.750 (Taxe € 50.000 – 55.000) dem deutschen Kunsthandel überlassen. 

Carl Spitzwegs Gemälde „Der Maler auf einer Waldlichtung“ wechselte bei€ 187.500 (Taxe € 150.000 – 170.000) den Eigentümer. Lorenzo Quaglios typisches Sujet „Bauern vor dem Wirtshaus in Marbach“ von 1825 erlöste € 37.500 (Taxe € 18.000 – 20.000). Sehr erfolgreich konnten auch William Harnetts „Erlegte Misteldrossel“ für € 25.000 (Taxe € 14.000 – 15.000),Wilhelm Kuhnerts „Ruhender Königstiger“ für € 11.250 (Taxe € 8.000 – 9.000) und Karl Theodor von Pilotys „Memento mori“, eines der raren Genregemälde des Künstlers, für € 16.250 verkauft werden (Taxe € 13.000 – 15.000). 

Die erstmals zeitlich separierte, umfangreiche Schmuckofferte stieß auf reges Bieterinteresse. Ein Brillantring des Münchner Juweliers Hanns Rothmüller mit drei lupenreinen Brillanten schmückt künftig für € 81.250die Hand seiner neuen Eigentümerin (Taxe € 55.000 – 58.000). Nach langem Bietergefecht erstand ein Interessent für € 47.500 einen Solitärring von Walser Wald, Buenos Aires (Taxe 18.000 – 19.000). Nicht unerwähnt bleiben soll auch ein fein gearbeiteter, wohl in Spanien um 1600 entstandener Renaissance-Anhänger, der seine Taxe von € 10.000 – 12.000 mit einem Ergebnis von € 12.500 bestätigte. 

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen:

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, Marion Vorbeck, Tel. +49 (0)89 23 17 10 – 50, E-Mail marion.vorbeck@neumeister.com

Vorbericht GALERIE NEUMEISTER - Einem Lenbach in die Augen schauen

PRESSEMITTEILUNGEinem Lenbach in die Augen schauen Ausstellung anlässlich des 175. Geburtstages des Künstlers Franz von Lenbach Kuratiert von Dr. Helmut Hess und Dr. Rainer Schuster 3. Dezember 2011 bis 21. Januar 2012 Eröffnung: 2. Dezember, 18-20 Uhr Von 19. Dezember 2011 bis 7. Januar 2012 geschlossen „Einem Lenbach in die Augen schauen!“ Mit diesen Worten beschrieb 1905 die Kunstkritikerin Anna Spier im Kunstjournal „Die Kunst unserer Zeit“ eine von der Münchner Künstlerschaft organisierte umfangreiche Ausstellung von Werken des im Vorjahr verstorbenen Franz von Lenbach. Lenbach (13. Dezember 1836 Schrobenhausen - 6. Mai 1904 München) wurde von seinen Zeitgenossen als „Augenmaler“ gefeiert, un grand liseur d’âmes, wie ihn die Franzosen nannten. Sie schätzten in ihm den Seelenleser, den Seelenmaler, der mit den Augen des Künstlers Wesen und Charakter seines Modells zu fassen vermag, dabei aber gleichzeitig im gemalten Werk seinen spezifischen, malerischen Blick auf den Porträtierten offenbart. Die Ausstellung umfasst rund 50 Exponate mit Gemälden, Pastellen, Skizzen sowie Fotografien, die aus dem Nachlass des Künstlers stammen und teilweise sogar erstmals öffentlich gezeigt werden. Es ist die zweite Ausstellung in der Galerie NEUMEISTER, die einem Münchner Künstlerfürsten gewidmet ist: Im November 2010 wurde Franz von Defregger gezeigt. Der Blick der Präsentation richtet sich einerseits auf den „typischen“, stilbildenden Lenbach. Vor allem in seinen Porträtdarstellungen setzte er Maßstäbe und entwickelte eine verbindliche Bildsprache, die dem Repräsentationsbedürfnis des gehobenen Bürgertums wie auch des Adels entgegenkam. Seine Porträtreihe liest sich wie ein who is who der gesellschaftlichen Elite dieser Zeit. Bis heute sind vor allem seine zahlreichen Bismarck-Porträts bekannt, was ihm den Titel eines Bismarck-Malers einbrachte. Ein Beispiel wird ebenfalls gezeigt. Andererseits werden Arbeiten des Malerfürsten präsentiert, die dieses gewohnte Klischee durchbrechen und einen äußerst sensiblen und reflektierten Künstler offenbaren. Darüber hinaus wird sein moderner Umgang mit der Fotografie in einigen aussagekräftigen Beispielen thematisiert. Unter den Exponaten befinden sich zudem Arbeiten von Lenbachs zweiter Ehefrau, Lolo (Charlotte) von Hornstein, Tochter eines Komponisten und Liederdichters. Lolo von Hornstein hatte selbst künstlerische Ambitionen, sie nahm Unterricht bei Carl von Piloty, Lenbachs einstigem Akademielehrer, und bei Nikolaus Gysis.Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen: NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 – 50, E-Mail: marion.vorbeck@neumeister.com

Vorbericht ALTE KUNST 354, 30. November 2011

Aus dem reichhaltigem Keramikangebot sind ein Nymphenburger Réchaudmit buntem Blumendekor und Bayerischem Wappen aus der 2. Hälfte des 18. Jh. (Taxe EUR 800 - 1200) besonders erwähnenswert sowie eine großeMeissener Prunkvase mit der Ansicht der Dresdener Altstadt (Taxe EUR 10.000 - 12.000).

Die reich bestückte Silberofferte kann mit zwei Nürnberger Häufebechern von Meister Hans Chr. Hauch, um 1661/64 (Taxe EUR 6000 - 6500), einer kleinen Augsburger Schauplatte, Augsburg Ende 17. Jh. (Taxe EUR 3000 - 3500) und zahlreichen Moskauer Silberbechern des 18. Jh. aufwarten (Taxen EUR 600 bis 800).

Drei Goldtabatièren werden Sammler alter Golddosen begeistern. Eine davon ist Simon Achille Legère zugeschrieben, Paris, um 1820 (Taxe EUR 5800 - 6000), zwei weitere entstanden wohl in Genf oder Hanau um 1800 bzw. Anfang 19. Jh. (Taxen EUR 4800 - 5000 und EUR 3800 - 4000).

Highlight des umfangreichen Skulpturenangebots ist eine Ende des 14. Jhs. in Österreich/Alpenraum entstandene anmutige Heilige, deren Auffassung Einflüsse des Weichen Stils verrät und die ihrem Käufer mindestens EUR 40.000 – 45.000 wert sein sollte. Aus dem Anfang des 16. Jhs. datiert ein süddeutsches Relief der Geburt Christi, das mit EUR 14.000 – 16.000 taxiert ist. EUR 37.000 – 39.000 schließlich soll die qualitätvolle Büste einer Flora aus weißem Marmor bringen, die aus der Nachfolge Giusto Le Courtsstammt.

Die Sparte Textilien wartet in dieser Auktion mit einer Reihe von Tapisserien auf, darunter ein Brüsseler Wandteppich aus dem Anfang des 17. Jhs., der den Blick durch seine qualitätvolle detaillierte Darstellung eines römischen Kaisers in seiner Bibliothek auf sich zieht (Taxe EUR 12.000 - 14.000). Wegen der geringen Produktion selten auf dem Markt vertreten sind Wandteppiche der Berliner Manufaktur Charles Vigne: Hier bietet NEUMEISTER eine Tapisserie der Folge „Ländliche Freuden. Indianische Blumen“ mit an Watteau angelehnten Figuren und charakteristischer Blumen-Akanthusbordüre für EUR 8.000 – 10.000

Toplos unter den Gemälden Alter Meister ist der „Turmbau von Babel“Abel Grimmers (Taxe EUR 220.000 – 250.000). Grimmer (1570 Antwerpen – um 1620 ebenda) wurde von seinem Vater Jacob ausgebildet und 1592 als Maler in die Antwerpener Lukasgilde aufgenommen. Reine de Bertier de Sauvigny bestätigt in einem Gutachten die Autorschaft des berühmten Antwerpener Künstlers. Das Gemälde besticht durch die detailreiche Schilderung des Geschehens, so ist auf einer Terrasse der „Bauherr“ Nimrod mit Gefolge dargestellt, wie er den Baufortschritt beobachtet und mit einer Entwurfszeichnung vergleicht. Auch die Arbeiter, welche die Ziegel für den Bau herstellen, sind deutlich zu erkennen. Der in die Wolken emporwachsende Turm hebt sich dominierend von einer „Weltlandschaft“ im Hintergrund ab, wie man sie von Werken Joachim Patiniers kennt. 

Mit der „Winterlandschaft mit Heiliger Familie auf der Flucht nach Ägypten“ kommt ein weiteres charakteristisches Werk eines flämischen Künstlers zum Aufruf: Gysbrecht Lytens monogrammierte dieses Gemälde, das die Stilmerkmale seiner Kunst – so die phantasievolle und akribische Wiedergabe von reif- oder schneebedeckten Bäumen - exemplarisch aufweist (Taxe EUR 60.000 – 70.000). Nicht unerwähnt soll außerdem eine „Flusslandschaft mit Schiffen“ bleiben, die Jacob Adriaensz. Bellevoiszugeschrieben wird (Taxe EUR 10.000 – 12.000).

Carl Spitzweg, „Hauskünstler“ des Kunstauktionshauses NEUMEISTER, ist wieder mit mehreren Arbeiten vertreten. Prominentestes und daher auch am höchsten taxiertes Werk ist sein „Maler auf einer Waldlichtung“ (Taxe EUR 150.000 – 170.000): Der Künstler genießt einen warmen Sommertag auf einer Waldlichtung unter einem großen Schirm liegend. Das noch unvollendete Gemälde, das rechts im Vordergrund bei seinen Malutensilien liegt, wiederholt die Komposition des zum Verkauf anstehenden Originals.

Eine „Lady in red“ von Joseph Stieler wird die Kunden mit Sicherheit nicht nur aufgrund ihrer Schönheit sondern auch wegen der stupenden künstlerischen Qualität in ihren Bann ziehen: 1815 schuf der Künstler das „Bildnis der Maria Theresia von Tettenborn“, der Mode der Zeit entsprechend in orientalisierender Kleidung dargestellt, auf dem Kopf einen kunstvoll drapierten Turban tragend (Taxe EUR 50.000 – 55.000). Genau zehn Jahre nach diesem Werk Stielers entstand Lorenzo QuagliosGemälde „Vor dem Wirtshaus in Marbach“, beeindruckend durch die den Künstler auszeichnende Detailgenauigkeit in der Darstellung bayerischer Trachten seiner Zeit (Taxe EUR 18.000 – 20.000).

Nur wenige Klassen an der Münchner Akademie erfreuten sich größerer Nachfrage bei den Studenten als jene Carl Theodor von Pilotys. Von der Hand dieses bedeutenden Vertreters deutscher Historienmalerei des 19. Jahrhunderts stammt eine „Allegorie auf die Vergänglichkeit des Lebens“: Kinder schauen über die Friedhofsmauer hinweg der Arbeit eines Totengräbers zu (Taxe EUR 13.000 – 15.000). Auf großes Interesse der einschlägigen Klientel wird eine Arbeit des Griechen Nikolaus Gysisstoßen. Wohl 1895 schuf er einen beeindruckenden Entwurf für ein Gemälde „Golgotha“, welches offenbar nicht zur endgültigen Ausführung gelangte. Bislang war die Beschäftigung Gysis‘ mit diesem Thema lediglich aus dem Briefwechsel mit seiner Frau bekannt (Taxe EUR 40.000 – 50.000).

Ihren Abschluss findet die letzte NEUMEISTER-Auktion ALTE KUNST des Jahres 2011 mit einer umfangreichen Schmuckofferte, die – der vorweihnachtlichen Nachfrage der Kunden Rechnung tragend – mit einer besonders großen Anzahl außergewöhnlicher und hochwertiger Objekte aufwartet:

Zunächst sei ein besonders exquisiter Ring aus Weißgold erwähnt, aus der Werkstatt des großen Münchner Juweliers Rothmüller, entstanden in den frühen 80er Jahren, der mit drei feinsten lupenreinen Brillanten von jeweils fast 2 Karat besetzt ist und mit EUR  55.000 - 58.000 geschätzt wird.

Zwei weitere Solitärringe befinden sich unter den insgesamt fast 250 Nummern Schmuck und Juwelen, der eine aus den 30er Jahren, aus Platin besetzt mit einem Brillanten von ca. 4 Karat mit sehr guter Reinheit und einem zart getönten Farbgrad, (Taxe EUR 12.000 - 14.000), der andere ebenfalls aus Platin, besetzt mit einem Brillanten von ca. 3,54 Karat mit sehr gutem Farb- und Reinheitsgrad, (Taxe EUR 16000 - 17.000).

Unter den Broschen gibt es einen besonders schönen Doppelklip aus Platin, der wohl in den USA um 1930 entstanden und der mit Diamanten besetzt ist (Taxe EUR 6000 – 6500).

Auch Colliers, Anhänger und Paruren dürften die vorweihnachtlichen Begehrlichkeiten weiter anheizen: zum Beispiel aus dem Hause Chopard ein großer Elefantenanhänger der Serie „Happy Diamonds“ an einer massiven Chopard-Kette (Taxe EUR 9000 - 10.000), oder ein in feinster Farbabstimmung gearbeitetes Collier mit passenden Ohrhängern aus Platin von 1985, besetzt mit naturfarbenen Zuchtperlen und weißen sowie wohl naturfarbenen Diamantnavetten, von zusammen fast 22 Karat (Taxe  EUR 25.000 – 30.000).

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Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 – 50, 
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Vorbericht Alte Kunst 353, 21. September 2011

Kunsthandwerk
Im Bereich des Kunsthandwerks ist in dieser Auktion die mit interessanten Objekten bestückte Silberofferte besonders hervorzuheben.
Augsburger Schale, David Bessmann (1651/54) (Taxe € 6.000 – 7.000).Ein Paar Augsburger Leuchter mit originaler Vergoldung, J. E. Heuglin (Taxe € 18.000 – 20.000). Ein Paar seltener Aschaffenburger Empireleuchter, um 1830 (Taxe € 3.800 – 4.000). Ein Paar Weinkühler, Paris um 1819 (Taxe € 2.000 – 2.500).

Schmuck              
Ring, deutsch um 1980, WG 750, besetzt mit einem Diamanten in Navetteschliff, ca. 2,7 ct (Taxe € 5.500-6.000). Platinbrosche des renommierten Wiener Juweliers Rozet & Fischmeister, um 1910, besetzt mit Altschliffdiamanten und Diamantrosen, in originalem Etui  (Taxe € 3.500 – 3.600). Platinbrosche mit Altschliffdiamanten und Rubincarrées, um 1930 (Taxe € 2.800 – 3.000).

Skulpturen
Besonders umfangreich ist das Angebot an Skulpturen der Gotik; beispielsweise eine Hl. Margarethe, mitteldeutsch, um 1430 (Taxe € 24.000 – 26.000) sowie ein Abt und ein Bischof, süddeutsch, 1480/90 (Taxe € 7.000 – 9.000). Zwei theatralisch bewegte Putten des Landshuter Rokoko-Bildhauers Christian Jorhan, um 1760 sind mit € 4.000 angesetzt.

Möbel
Prunkstück der Möbelofferte ist ein deutscher Kabinett-Schrank mit Uhr, wohl 19. Jh., unter Verwendung alter Teile des 17./18. Jhs., ein aufwändiges Schaustück in der Art Augsburger Arbeiten der Zeit um 1700 (Taxe € 20.000 - 30.000). Ein seltenes signiertes Möbel stellt ein Schreibschrank des in Helsinki und St. Petersburg tätigen Tischlers Carl Johan August Berglund dar, das 1847 datiert ist (Taxe € 10.000 – 12.000). Aus Südwestdeutschland stammt ein Paar aufwändig geschnitzter Konsoltische des 18. Jh. mit einer Taxe von € 3.500 – 4.000.

Rahmen
Rund 60 Rahmen umfasst die Sammlung Sabine Spindler, die 2007 in einem eigenen Katalog publiziert wurde (Taxen € 100 bis 6.000).

Graphik
Johann Adam Klein „Vierspänniger Frachtwagen in Gebirgslandschaft“, Aquarell (Taxe € 4.000 – 4.500). Carl Spitzweg „Orientale“, Zeichnung (Taxe € 500 – 700).

Gemälde Alter Meister
Abraham Hondius „Wildschweinjagd“, exemplarisch für das Schaffen des Künstlers, (Taxe € 25.000 – 28.000). In den Umkreis von Frans Francken d.J. gehört „Der Kampf der Kentauren und Lapithen“ (Taxe € 15.000 – 18.000).

Gemälde neuerer Meister
Aus der Offerte an Gemälden von Künstlern des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts sei besonders auf Werke hingewiesen, die aus einer süddeutschen Privatsammlung stammen und die sich ehemals in der Sammlung Dr. Georg Schäfer, Schweinfurt, befanden:
Wilhelm Leibl „Bildnis von Leibls Kameraden Dahlmeyer“, 1864 (Taxe € 8.000 – 10.000).
Franz von Lenbach „Taglöhnerfamilie am Mittagstisch“, 1858 (Taxe € 3.000 – 4.000).
Johann Sperl „Unbewachter Augenblick“ (Taxe € 6.000-8.000).
Johann Jakob Dorner d. J. „Der Eibsee mit Zugspitze“. Bereits im Jahr seiner Entstehung – 1817 – wurde das Bild auf der Ausstellung der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München präsentiert (Taxe € 8.000-10.000).
Ferdinand Georg Waldmüller „Der Reitertrunk“ (Taxe € 6.000 – 8.000). In virtuoser Weise setzte Waldmüller das altmeisterliche Vorbild eines Gemäldes des Pieter van Laer in der Galleria Spada zu Rom um.

Aus anderen privaten Sammlungen wurden ebenfalls zahlreiche qualitätvolle Gemälde eingeliefert:

Edmund Berninger „Blick vom Posilippo auf die Bucht von Neapel und den Vesuv“ (Taxe € 15.000 – 18.000),

Heinrich Bürkel „Winterlicher Bauernhof mit Fuhrwagen und einer Gruppe von Bauern mit Schneeschaufeln“ (Taxe € 15.000 – 20.000),

Richard Freytag „Olevano im Mondschein“: Der Künstler wurde vor allem für die Wiedergabe differenzierter Lichtstimmungen geschätzt (Taxe € 15.000 – 16.000), Felix Schlesinger „Zwei Kinder mit Hasen“ (Taxe € 15.000 – 20.000) und Johann Michael Wittmer „Raffael, die Madonna della Sedia auf ein Fass zeichnend“, 1859 (Taxe € 8.000 – 10.000).

 

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Nachbericht Vintage, 18. Juli 2011

PRESSENACHBERICHT

 

 

 

Sonderauktion Vintage-Mode & -Accessoires am 18. Juli 2011

 

 

 

War die Sommer-Sonderauktion von NEUMEISTER bereits in den vergangenen Jahren ein großer Erfolg, so traf die vierte Versteigerung am 18. Juli 2011 auf wahrlich überwältigende Nachfrage. Nicht nur das Münchener Publikum, sondern auch internationale Interessenten beteiligten sich rege am Bietergeschehen um die von Designexpertin Courteney Smith zusammengestellten Objekte der Begehrlichkeiten aus trendiger Vintage-Kleidung und -Accessoires. Daher werden künftig modebewusste Damen aus Singapur und Los Angeles, aus Wien, Zürich, Brüssel oder Cannes die bei NEUMEISTER angebotenen Edelmarken wie Chanel, Dior, Gaultier, McQueen, Pucci, Talbot Runhof oder Hermès tragen. Auch die Öffentlichkeit profitiert von der Vintage-Auktion: Mehrere Museen bestätigten die Hochwertigkeit des Angebotes und steigerten erfolgreich mit. Während des Evening Sales wurden mehr als 75 Prozent der Lose versteigert, was einer sensationell hohen Verkaufsquote im Auktionshandel entspricht.

 

 

 

Wie erwartet waren Taschen wie zwei Kelly-Bags von Hermès besonders umworben, die von Taxen von 1.300 – 1.500 Euro bzw. 1.000 – 1.200 Euro auf 3.500 bzw. 1.875 Euro stiegen, eine Reisetasche „Birkin“, ebenfalls aus dem Hause Hermès (Taxe 1.500 – 2.000 Euro), wurde für 2.875 Euro ergattert. Auch Accessoires wie Tücher und Schmuck konnten oftmals weit über ihrem Schätzpreis versteigert werden. Mehrere Künstlerentwürfe für Swatch-Uhren („Veruschka“, „Orb“ von Vivienne Westwood, „Marilyn“ und „Bengala“ von Mimmo Rotella sowie „Xmas by Xian LaX“ von Christian Lacroix) stiegen um ein Vielfaches ihrer Schätzpreise und erzielten jeweils 500 bzw. 560 Euro. Ein Art-Déco-Schminkkoffer von Elizabeth Arden aus den 30er Jahren mitsamt Behältnissen (Schätzpreis 500 – 700 Euro) war einem Bieter 750 Euro wert.

 

 

 

Zu einem Liebling der Auktion war bereits während der Vorbesichtigung ein Abendkleid des Münchener Designer-Duos Talbot Runhof avanciert (Taxe 200 – 220 Euro), das nun für 625 Euro in seiner Heimatstadt bleiben kann. Gefragt waren auch Klassiker wie ein pelzbesetztes Dior-Kostüm aus den 1990er Jahren, das eine neue Trägerin ab sofort für 690 Euro glücklich macht (Schätzpreis 220 – 250 Euro) oder ein Cocktailkleid von Chanel für 550 Euro (Taxe 250 – 280 Euro). Zwei Kostüme, ebenfalls aus dem Hause Chanel, erbrachten jeweils 625 Euro (Taxen 350 – 400 Euro). Ein wahres Bietergefecht im Saal entbrannte um ein Abendkleid von Pucci (Taxe 200 – 220 Euro) aus den Swinging Sixties in Pinktönen, das schließlich für 810 Euro an ein deutsches Museum ging. Ein auf 400 bis 450 Euro geschätztes mondänes rosafarbenes Ensemble von Dior aus Seidenchiffon, veredelt mit Goldfadenstickerei und Marabufedern (1970er Jahre), wurde von einem Liebhaber für 750 Euro erstanden.

 

 

 

 

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, Tel. 089/ 23 17 10 – 0

 

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Nachbericht Alte Kunst 352, 6. Juli 2011

Die Auktion 352 zeichnete sich durch ein ausgewähltes Angebot erlesener Objekte aus. So gab es im Bereich Kunsthandwerk Offerten, die als absolute Raritäten auf dem Kunstmarkt gelten und die dementsprechend im Vorfeld stark von internationalen Interessenten gefragt waren - und die nicht selten ein Vielfaches ihrer Taxe erlösen konnten. Zum lebhaften Bietergeschehen trugen auch die zahlreichen Käufer im Saal bei.

Beim Kunsthandwerk traf ein Walzenkrug (Friedberg 1754 – 1768; Taxe EUR 700 – 800) auf reges Interesse – der äußerst seltene Krug der nur 14 Jahre produzierenden Manufaktur mit zwei äsenden Hirschen erbrachteEUR 10.000. Ein 41teiliges Kaffeeservice von Nymphenburg nach dem berühmten Entwurf von Dominikus Auliczek für das Bayerische Königsservice steigerte sich von EUR 4.000 – 5.000 auf EUR 20.000. Aus Meissen stammt eine auf EUR 800 bis 900 taxierte „Maria mit Kind“; die 71 Zentimeter hohe Figur nach einem Modell von J.J. Kändler erlöste EUR 21.250. Ein Paar höchst dekorative Zwischengold-Deckelpokale mit Rotlackmalerei (Böhmen 2. Viertel 18. Jh.; Taxe EUR 1.200 – 1.400) mit der Darstellung eines Jägers bei der Bärenjagd ersteigerte ein Bieter schließlich für EUR 8.750. Aus derselben Zeit stammt ein weiterer Zwischengold-Deckelpokal, der es von geschätzten EUR 800 bis 900 auf EUR 3.750brachte. Ein Augsburger Deckelhumpen von Martin II Heuglin (um 1666 – 1669; Taxe EUR 4.000 – 6.000) erlöste EUR 8.750. Auch Sammler von Tabatieren kamen auf ihre Kosten: Eine Emaildose mit Jagddekor aus Dresden (Mitte 18. Jh., Taxe EUR 6.000 – 6.500) ging für EUR 15.000 an einen neuen Besitzer. Aus Ellwangen aus dem Umkreis von J. A. Bechdolff stammt eine entzückende Mopsdose aus Email mit vergoldeter Kupfermontierung, (um 1760/70), die ihren Schätzpreis von EUR 6.000 – 6.500 auf EUR 13.750 verdoppeln konnte.

 

Die Abteilung Skulptur konnte gut über 50 Prozent aller angebotenen Lose verkaufen, was wiederum 60 Prozent der Limite entspricht. Highlight war das Relief eines „Reuigen Petrus“ von Christoph Daniel Schenk von 1680 (Taxe EUR 17.000 – 19.000), das EUR 23.750 erlöste. Das Relief eines Bischofs, aus Österreich um 1480 stammend, konnte für Euro EUR 6.250abgegeben werden.

 

Beim Schmuck wechselte ein auf EUR 1.100 – 1.200 geschätzter hübscher Miniaturanhänger, Ende 18. Jh., aus GG 750 mit der Darstellung eines Knaben in höfischer Kleidung für EUR 1.625 den Besitzer; ein Collier
und ein Paar Ohrhänger des Münchener Juweliers Vitzthum mit Brillanten, Achtkantdiamanten und feinen Schwarzopalcabochons (um 1970) wurde für EUR 11.250 verkauft. Ein feines Sautoir aus GG 750 mit Brillantbesatz verdoppelte seine Taxe von EUR 900 auf EUR 2.250, ebenso wie ein Solitärring mit einem Brillanten von 2,45 ct in feiner Qualität, der von EUR 5.500 auf EUR 15.000 stieg.

 

Zum Toplos in der Abteilung Kunsthandwerk entwickelte sich ein Hinterglasbild „Memento mori“ (Taxe EUR 400 – 500) aus Süddeutschland, 2. Hälfte 18. Jh.. Nach lang anhaltendem Bietergefecht wurde die äußerst seltene und qualitätvolle Hinterglasmalerei schließlich für 23.750 EURverkauft.

 

Aus dem reichhaltigen Möbelangebot erwarb ein Bieter einen mit schöner Reliefschnitzerei und zwei Engels-köpfen ausgestatteten Nussbaumschrank (Süddeutschland/Oberösterreich, 18. Jh.; Taxe EUR 6.000 – 7.000) für EUR 8.750. Eine vieltürige Aufsatzkommode aus Norddeutschland, 18. Jh., wurde für 5.875 EUR verkauft, eine Kommode, die wohl aus Franken stammt (Mitte 18. Jh.; Taxe EUR 1.400 – 1.600) fürEUR 4.450. Eine für die Epoche der französischen Transition charakteristische Kommode mit schöner figürlicher Marketerie (2. Hälfte 18. Jh; Taxe EUR 3.000 – 3.500) wurde für EUR 5.000 ersteigert. Für EUR 4.750 wurde ein Damensekretär mit elegant geschweiften Beinen (Frankreich 18. Jh.; Taxe EUR 3.500 – 4.000) verkauft. Durch qualitätvolle Ornamentschnitzerei besticht ein Armlehnstuhl aus Deutschland, Ende 18. Jh., dessen Taxe von EUR 500 – 600 sich bei EUR 2.000 einpendelte. Zwei Tapisserien aus Flandern und Aubusson mit Flusslandschaft und galanter Gesellschaft (Anfang bzw. 1. Hälfte 18. Jh.) bewegten sich innerhalb ihrer Taxen von EUR 5.000 – 6.000 bzw. 6.500 – 7.500 und erlösten EUR 7.500 bzw. 9.375.

 

Die vor allem im hochqualitativen und damit höherpreisigen Segment stark nachgefragte Nachmittagsauktion startete mit einem erfreulichen Preis von EUR 6.250 für Johann Georg von Dillis‘ Zeichnung „Blick von der Praterinsel zum Gasteig“ aus dem Jahre 1826 (Taxe EUR 1.800 – 2.000). Kurz darauf wechselte bei den Gemälden Alter Meister eine Folge von vier Arbeiten „Die vier Jahreszeiten“ aus der Nachfolge Giuseppe Arcimboldos bei EUR 21.250 den Eigentümer (Taxe EUR 6.000 – 7.000).

 

Wie zu erwarten, stürmte der kleine Korse Napoleon Bonaparte auf seinem Schimmel an die Spitze der ErgebnislisteEUR 181.250 musste ein deutscher Privatsammler berappen, um Albrecht Adams Gemälde „Napoleon vor dem brennenden Smolensk“ aus dem Jahre 1836 zu erwerben (Taxe EUR 80.000 – 90.000).
Auch ein zweites Gemälde von Albrecht Adam, „Der Künstler während des Russlandfeldzuges 1812“ wurde stark nachgefragt und schließlich mit EUR 18.750 zugeschlagen (Taxe EUR 10.000 – 12.000).

 

Taxgerecht fielen die Gebote für zwei Gemälde Heinrich Bürkels aus: Das „Wirtshaus auf der Alm mit Alpzug“ von 1842 erzielte EUR 43.750 (Taxe EUR 35.000 – 38.000), das „Gebirgsdorf mit Brunnen“ von 1843 war seinem neuen Eigentümer die Investition von EUR 30.000 wert (Taxe EUR 22.000 – 24.000).

 

Stark nachgefragt waren die Gemälde Franz von Defreggers und Eduard von Grützners, den Hauptmeistern der Münchener Genremalerei, mehr als gerecht: Defreggers „D’Zilli“ wurde für EUR 16.875 verkauft (Taxe EUR 4.500 – 5.000), ein „Junger Bauer“ für EUR 13.750 (Taxe EUR 4.000 – 4.500). Kein „Jägerlatein“ stellt die Mitteilung des Meistgebotes für Eduard von Grützners gleichnamiges, 1879 entstandenes Gemälde dar: Nach engagiertem Bietergefecht wechselte es erst für EUR 48.750 den Besitzer (Taxe EUR 35.000 – 40.000). Sehr erfreulich auch ein Ergebnis von EUR 17.500 für den „Nachdenklichen Kardinal“ des Künstlers aus dem Jahre 1915 (Taxe EUR 4.000 – 4.500).

 

An die Ostsee wurde die Aufmerksamkeit der Kunden von Julius Sergius von Klevers Gemälde „Am Strand von Ahlbeck“ (1904) gelenkt. Es entspann sich ein ausdauerndes Bietergefecht unter russischer Beteiligung, das beiEUR 68.750 zugunsten eines ausländischen Sammlers ausging (Taxe EUR 8.000 – 10.000). August Lucas‘ „Blick auf das Heidelberger Schloss“, entstanden 1840, wurde für EUR 31.250 von einer renommierten deutschen Sammlung erworben (Taxe EUR 25.000 – 30.000). Über Ergebnisse von EUR 47.500 und EUR 20.000 können sich die Einlieferer von Alexander Koesters „Mohn in brauner Vase“ (Taxe EUR 20.000 – 24.000) und Otto Pippels „Im Münchner Hofgarten“ (Taxe EUR 15.000 – 17.000) freuen. Nicht unerwähnt darf das heftige Werben um Hans Thomas „Endymion“ (1886) bleiben, der bei EUR 30.000 an einen neuen Eigentümer ging (Taxe EUR 5.000 – 6.000).

 

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen:

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, 
Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 – 50

E-Mail marion.vorbeck@neumeister.com

Vorbericht GALERIE NEUMEISTER - Design. Halt. Kunst.

Design. Halt. Kunst.

 

 

 

24. Juni bis 30. Juli 2011

 

Eröffnung: Mittwoch, 22. Juni, 18 – 20 Uhr

 

 

 

Kuratiert von Courtenay Smith und Cornelia Büschbell

 

 

 

Heiko Bartels, Andri Bischoff, Alexander Blank, EL ULTIMO GRITO, Nitzan Cohen, Hardy Fischer, Konstantin Grcic, Britta van Mehren, Alexander Müller, Welf Oertel, Axel Schmid, Sebastian Schönheit, Judith Seng, Katrin Sonnleitner

 

 

 

Es spricht Dr. Corinna Rösner, Landeskonservatorin, Die Neue Sammlung – The International Design Museum Munich

 

 

 

Design. Halt. Kunst. ist die Fortsetzung der von Courtenay Smith und Dr. Michael Tacke / büro orange kuratierten Ausstellung „kunst. halt. design.“, die im Sommer 2010 in der Galerie NEUMEISTER gezeigt wurde. Für die erste Ausstellung wurden zehn Künstler ausgewählt, deren Arbeiten den Bereich Design tangieren und die den Kunstbegriff bezüglich der Funktion überschreiten und hinterfragen. Nun wird das Konzept umgedreht. Aktuelle Designer wurden eingeladen, die sich für gestalterische Prozesse und Strukturen jenseits des Serienproduktes interessieren.

 

 

 

Die Ausstellung Design. Halt. Kunst. will nicht separieren oder entscheiden, zu welcher Sphäre (Kunst oder Design?) die gezeigten Objekte gehören. An dieser produktiven Schnittstelle soll vielmehr beleuchtet werden, welche Wirkungen gegenläufige Bewegungen schaffen können. Dabei werden vor allem die thematischen Felder gezeigt, die die Methoden des Kunstschaffens aufnehmen: bewusste Verschiebungen des Kontextes, die Integration des Betrachters bei der Realisierung des Objektes, autonome Reihen oder Systeme, das Oszillieren zwischen dem Nützlichen und dem Grotesken sowie die Selbstinszenierung des Gestalters. Allen nun in der Galerie NEUMEISTER gezeigten Objekten ist eines gemeinsam:

 

 

 

Am Anfang steht nicht der Wunsch nach einem Produkt, sondern das Ziel, einem bestimmten Sachverhalt, einer Situation, Idee, Struktur oder einem Gefühl Ausdruck zu verleihen.

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von ClassiCon.

 

 

 

Öffnungszeiten:

 

Mi–Sa 14–19 Uhr

 

August geschlossen

 

 

 

Biografien

 

Heiko Bartels, geb. 1947. Studium an der Hochschule für Welthandel Wien, Werkkunstschule Krefeld. Professur an der Bauhaus-Universität Weimar. Gründungsmitglied der Gruppe Kunstflug. Arbeiten u.a. für Alessi, ClassiCon, Thyssen-Krupp, BMW Motorsport Ltd., Matsushita Electric Works Osaka, Olivetti, Flughäfen Düsseldorf und München. Teilnehme an der Biennale São Paulo.

 

 

 

Andri Bischoff, geb. 1982. Studium der Bildenden Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel. Studium Philosophie und Rechtswissenschaft in Basel. Mitarbeit im Bureau Mirko Borsche. 2010 Gruppenausstellung im ZKMax in München zu sehen.

 

 

 

Alexander Blank, Goldschmied, Studium an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau. Einzelausstellung in der Gallery Rob Koudijs Amsterdam oder Gallery Hnoss in Göteborg. Präsenz in der Sammlung des National Museum of Scotland Edingburgh, im Kestner Museum Hannover sowie im Middlesbrough Institute of Modern Art.

 

 

 

Nitzan Cohen, Ausbildung an der Design Academy in Eindhoven. Mitarbeit bei Konstantin Grcic Industrial Design, danach eigenes Studio für Industrieprodukte, Möbel und Räume für Kunst. Ausstellungen und Designpreise wie 2011 Förderpreis der Landeshauptstadt München für Design. Gastprofessor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

 

 

 

EL ULTIMO GRITO, von Rosario Hurtado und Roberto Feo gegründetes Designstudio. Projekte unterschiedlicher Disziplinen von künstlerischen Installationen bis hin zu Designprojekten für Magis, British Airways, Marks & Spencer, Lavazza oder Abet Laminati. Zahlreiche Auszeichnungen; Präsenz in ständigen Sammlungen wie des MOMA New York, Victoria & Albert Museum London, Stedlijk Museum Amsterdam oder Kulturhusset Stockholm.

 

 

 

Hardy Fischer, geb. 1949, Studium u.a an der TH Aachen und Hochschule für bildende Künste Hamburg. Consultant Designer für FIAT Centro Stile und Studio Bonetto Mailand. Mitglied der Gruppe Kunstflug; Professur an der Kunsthochschule der Universität Kassel. Vertreten im Kunstmuseum Düsseldorf sowie der Neuen Sammlung München. Ausstellung »Capitales Européennes du Nouveau Design« im Centre Pompidou Paris.

 

 

 

Konstantin Grcic, geb. 1965. Ausbildung zum Möbelschreiner, Parnham College England. Designstudium, Royal College of Art, London. Eigenes Industrial Design Studio. Internationale Preise wie Compasso d’Oro, Aufnahme in Sammlungen u.a. MoMA/New York, Centre Georges Pompidou/Paris. Kurator von Schauen wie „Design Real“ für Serpentine Gallery, London oder „Black2“ für Istituto Svizzero Rom. Einzelausstellungen im Boijmans van Beuningen Museum, Rotterdam oder Haus der Kunst, München und The Art Institute of Chicago. 2010 Ernennung zum „Royal Designer for Industry“ durch die Royal Society for the Arts, London; „Designer of the Year Award“ der DesignMiami auf der Art Basel.

 

 

 

Britta van Mehren, geb. 1967. Ausbildung zur Bildhauerin, selbstständige Bildhauerin und Restauratorin. 1995 nahm die Neue Sammlung in München die Arbeit „Handspiegel“ von ihr auf; Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung. Ausstellung mit dem Designer Michael Anastassiades in London.

 

 

 

Alexander Müller, geb. 1973. Studium an der TU München sowie an der École d‘Architecture Paris-La Seine. 2011 Förderpreis der Landeshauptstadt München. Ausstellungen „Vertical Living“ und „Approaches. Contemporary habitation from ideas to application“ im Haus der Gegenwart München.

 

 

 

Welf Oertel, geb. 1959. Studium Produktgestaltung an der HfG Offenbach. Arbeitsschwerpunkte: Szenografie, Ausstellungskonzeption, Interior Design, Sondermöbel und -leuchten. Lehraufträge u. a. an der Bauhaus-Uni Weimar, HdK Berlin und HBK Saar. Rektor einer privaten Kunst- und Designakademie in Stuttgart, Dozent an der Bauhaus-Uni Weimar.

 

 

 

Axel Schmid, geb. 1971 in Nassau/Bahamas. Ausbildung in Metall- und Holzbearbeitung. Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Klaus Lehmann und Prof. Richard Sapper. 1997 Stipendium des VDID nach Japan. Danach Mitarbeit bei Ingo Maurer. Seine Leuchte „Jetzt“ ging in die Sammlung des MoMA in New York.

 

 

 

Sebastian Schönheit, geb. 1984. Studium Produkt-Design an der Bauhaus Universität Weimar. Besprechung seiner Arbeiten im Wall Street Journal und der Elle, Italien. Ausstellungsbeteiligungen u. a. in „Fuori Salone del Mobile“ in der Carwan Gallery in Mailand und im Museum für Gestaltung Zürich in „Neue Masche“.

 

 

 

Judith Seng, Studium Produktdesign an der Universität der Künste in Berlin. Eigenes Studio in Berlin. Ausstellungen u.a. im Art Centre Seoul, Caroussel du Louvre Paris, MOMA Berlin, Tokyo Art Museum. Vertreten in der Kollektion der Fonds National d`Art Contemporain (FNAC). Lehrtätigkeiten an der Universität der Künste Berlin, Hogeschik Gent und Universität der Künste in Kassel.

 

 

 

Katrin Sonnleitner, geb. 1979, Studium an der HfG Karlsruhe Produkt Design. Stipendium im Designlabor Bremerhaven. Eigenes Studio für Produkt- und Ausstellungdesign. Seit 2008 künstlerische Mitarbeiterin Produktdesign an der HfG Karlsruhe. Teilnahme Design Biennale in St. Etienne sowie „Gewebte Gärten“, Museum für angewandte Kunst Leipzig.

 

 

Vorbericht Vintage, 18. Juli 2011

Pressemitteilung

 

 

 

Vintage Fashion 2011

 

 

 

Sonderauktion Vintage-Mode und -Accessoires

 

 

 

am 18. Juli 2011 bei NEUMEISTER, 18.00 Uhr

 

mit anschließender Party

 

 

 

Vorbesichtigung 14. bis 17. Juli 2011

 

 

 

Inzwischen hat sie sich zur Institution und zum Treffpunkt für Mode- und Stilbewusste entwickelt: Die Sommer-Vintage-Auktion bei NEUMEISTER ist 2011 noch weiter angewachsen und bietet insgesamt 300 Objekte der Begierde aus den Jahren 1930 bis 2004. Eine Neuerung dürfte dazu beitragen, dass die Damenwelt diesmal nicht mehr ganz unter sich bleibt: Design-Expertin Courtenay Smith hat auf vielfache Nachfragen hin auch eine kleine Herren-Abteilung mit Vintage-Mode zusammengetragen. Probiert werden kann während der Vorbesichtigung im großen Auktionssaal, der sich für einige Tage in einen Showroom verwandelt. Die Auktion wird diesmal von DJ/Künstler Kalle Laar begleitet, der auch auf der anschließenden Party auflegen wird.

 

 

 

Klingende Namen aus den bekanntesten Modeateliers der Welt lassen die Herzen von Fashion Victims höher schlagen: Dior und Chanel, Pucci, Yves Saint Laurent, Louis Vuitton, Pierre Balmain, Thierry Mugler, Nina Ricci, Valentino, Léonard, Hermès, Jean Muir, Gina Fratini, Alexander McQueen, Zandra Rhodes, Mary McFadden, John Galliano, Dolce & Gabbana, Talbot Runhof oder Escada. Die Bandbreite des Angebotes reicht von klassisch bis extravagant bei Abend-, Cocktail- und Tageskleidern, Mänteln und Jacken oder Hosenanzügen, echten Hinguckern bei Accessoires wie Modeschmuck, Seidentüchern, Taschen oder Swatch-Uhren (Westwood, Lacroix, Veruschka) bis hin zu Modemagazinen vergangener Tage.

 

 

 

Für stilbewusste Herren werden Sakkos und Anzüge von Thierry Mugler angeboten (Taxen € 150 – 280), Krawatten aus edlem Woll-Mohair-Gemisch sowie ein seidener Morgenmantel aus dem Hause Moshammer (80er Jahre, Taxe € 40 – 80). Auf besonders große Nachfrage dürften zwei elegante Cocktailkleider von Christian Dior (Herbst / Winter 1973, Taxe je € 400 – 450) stoßen, ein rotwollener Umhang von Yves Saint Laurent (um 1976, Taxe € 250 – 300) oder ein auffälliges Paillettenkleid von Romeo Gigli (um 2004, Taxe € 1.500 – 1.800) mit einer schmal zulaufenden Schleppe. Zeitlos elegant sind ein Abendkleid in Kaftanform aus dem Hause Halston (1970er Jahre; Taxe € 400 – 450) oder ein Pailletten-Minikleid von Katherine Hamnett (1990er Jahre) für € 200. Mäntel von Hermès (Taxe € 400 – 500) oder Balmain (Taxe € 200 – 250) aus den 1970er Jahren garantieren ihrer Trägerin zahlreiche Komplimente, ebenso das duftige Couture-Sommerkleid aus Seidenchiffon von Nina Ricci aus den Sixties (Taxe € 250 – 280). Auch der schmeichelnde Seidenjersey der bunt gemusterten Kleider von Léonard (1970er Jahre, Taxen € 80 – 130) schenkt ein angenehmes Tragegefühl – und bewundernde Blicke obendrein. Zahlreiche Designerstücke stammen aus dem Nachlass von Katharina von Ferenzcy.

 

 

 

Perfekt gelingt der Auftritt mit Accessoires wie einer rotledernen Kelly-Bag von Hermés aus den 1960er Jahren (Taxe € 1.000 – 1.200) oder mit der unverwechselbaren Handtasche von Wilardy, USA, aus Acrylharz aus den1950er Jahren (Taxe € 200 – 250). Und mit einer Reisetasche von Louis Vuitton aus den 80er Jahren für € 500 bis 600 oder der „Birkin“ aus den 70ern für € 1.500 bis 2.000 von Hermès steigt man auch im Fünf-Sterne-Hotel stilvoll ab. In der so umfangreichen wie attraktiven Taschen- Abteilung wird Frau außerdem fündig bei Pierre Balmain, bei Chanel, Comtesse, Dior, Escada, Hermès, Charles Jourdan, Prada, Emilio Pucci, Louis Vuitton oder Whiting & Davis.

 

 

 

Glänzend bestückt wurde auch diesmal wieder die Abteilung Modeschmuck mit Objekten aus den USA und aus Deutschland, zum Beispiel mit einer traumhaft schönen Parure von Dior von 1968 (Taxe € 600 – 800), einem Clip von Eisenberg (um 1945; Taxe € 300 – 350) oder einer Brosche in Libellenform von Elsa Schiaparelli aus den 1950er Jahren für € 200 bis 250. Weitere Garanten für Klasse-Schmuck sind Namen wie Avon, Marcel Boucher, Coro, Miriam Haskell, Henkel & Grosse, Jomaz, Kenneth Jay Lane, Napier, Regency, Trifari oder Vendôme. Und damit beim großen Auftritt auch nichts schief geht, sorgt ein elegantes vergoldetes Tablett mit passendem Handspiegel aus einer Dior-Boutique von Mark Bankowsky, Paris (1998; Taxe € 600 – 800) fürs perfekte Styling.

 

 

 

 

 

Weitere Auskünfte erteilen wir Ihnen gerne.

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG Tel. 089/ 23 17 10 – 0

 

Marion Vorbeck Tel. 089/ 23 17 10 – 50 marion.vorbeck@neumeister.com

Vorbericht Alte Kunst 352, 6. Juli 2011

VORBERICHT

 

Auktion Alte Kunst A 352, 6. Juli 2011

 

 

 

Kunsthandwerk

 

- Seltener Friedberger Walzenkrug, bemalt mit äsenden Hirschen: Die Fayencemanufaktur in Friedberg bei Augsburg wurde nur 14 Jahre lang (1754 – 1768) betrieben: Taxe € 700 – 800.

 

- Drei Porzellanbilder: Taxen zwischen € 900 und 3.000.

 

- Zwei Serien von sechs bzw. neun Figuren aus der „Nymphenburger Jagd“ (polychrom staffiert bzw. weiß), Porzellanmanufaktur Nymphenburg: Taxen € 2.000 – 2.200 bzw. € 1.500 – 1.600.

 

- „Rossebändiger“ nach Entwurf von Josef Wackerle mit Bemalung von Irene von Bullion, Porzellanmanufaktur Nymphenburg: Taxe € 1.800 – 2.000.

 

- 13 Zwischengoldgläser, vorwiegend mit Jagddarstellungen, Böhmen 18. Jh.: Taxen zwischen € 400 und 1.400.

 

- Früher Traubendeckelpokal, Nürnberg 1. Viertel 17. Jh., Georg Riehl: Taxe € 2.700 – 3.000.

 

- Deckelhumpen, Augsburg, um 1685/87, Adolf Gaap: Taxe € 15.000 – 17.000.

 

- Die reich bestückte Abteilung Dosen wird Sammler begeistern; sie besticht u.a. mit einer sehr seltenen Emaildose in Form eines Mopses, Ellwangen, um 1760/70, Umkreis J. A. Bechdolff: Taxe € 6.000 – 6.500.

 

 

 

Schmuck

 

- Collier und ein Paar Ohrhänger, J. Vitzthum, München, um 1970: Einzelanfertigung dieses herausragenden Juweliers für den Vorbesitzer. Gearbeitet aus 18-karätigem Gold, besetzt mit feinsten Schwarzopalen und Brillanten: Taxe € 9.000 – 10.000.

 

- 40 ungefasste Diamantcarrées von zusammen über 11 Carat, die in den späten 70er Jahren mit der Qualitätsangabe „feines Weiß / lupenrein“ gekauft wurden und seither auf die Verarbeitung zu einem exquisiten Schmuckstück warten: Taxe € 10.000 – 11.000.

 

- Akojazuchtperlencollier, Hanns Rothmüller / München, 70er Jahre. Gearbeitet aus feinsten weißen Perlen und dekoriert mit einer Schließe aus 18-karätigem Weißgold, besetzt mit einem grünen Turmalin sowie Brillanten bester Qualität: Taxe € 1.800 – 2.000.

 

- Armbanduhr Modell „Millenary“, Audemars Piguet: Das querovale Gehäuse aus 18-karätigem Gelbgold mit Automatikwerk und dem Kaliber 2225 befindet sich noch mit sämtlichen Papieren in der originalen Box: Taxe € 5.500 – 6.000.

 

 

 

Skulptur

 

- Hl. Sebastian, Altbayern, um 1480: Taxe € 9.000 – 11.000.

 

- Hl. Sebastian, Süddeutsch / Mittelfranken, um 1510: Taxe € 5.200 – 5.500.

 

- Anna-Selbdritt, Schwaben / Bodenseeraum, Ende 15. Jh.: Taxe € 18.000 – 20.000.

 

- Stehender Engel, Ulm, Anfang 16. Jh.: Taxe € 6.500 – 7.500.

 

- Absolutes Highlight ist ein kleines Relief des „Reuigen Petrus“ von dem Konstanzer Bildhauer Christoph Daniel Schenck, das monogrammiert und auf das Jahr 1680 datiert ist. Es zierte bereits die Schenck-Ausstellungen in Konstanz und Stuttgart (1996): Taxe € 17.000 – 19.000.

 

 

 

Möbel

 

- Kommodenaufsatzschrank, Norddeutschland, 18. Jh.: Taxe € 7.000 – 8.000.

 

- Marketierte französische Kommode, Transition: Taxe € 3.000 – 3.500.

 

- Schrank, Süddeutschland/Oberösterreich, 18. Jh.: Taxe € 6.000 – 7.000.

 

- Französischer Salontisch mit Porzellanplaketten, Napoléon III: Taxe € 15.000 – 20.000.

 

 

 

Textilien

 

- Tapisserie „Raub der Sabinerinnen“, Flandern, Ende 17. Jh.: Taxe € 7.000 – 9.000.

 

- Ein Paar Tapisserien Aubusson, Frankreich, Mitte 19. Jh.: Taxe € 6.000 – 8.000.

 

 

 

Graphik

 

- Wilhelm von Kobell „Hirte mit zwei Rindern und einem Hund an der Tränke“, Aquarell, datiert 1793: Taxe € 9.000 – 10.000.

 

- James Abbott McNeill Whistler „Venus“, Radierung, 1859: Taxe € 13.000 – 14.000.

 

 

 

Miniaturen

 

- Sammlung von zwölf Porträtminiaturen europäischer Herrscher aus dem ehemaligen Besitz der Grafen Montgelas: Taxe € 25.000 – 28.000.

 

 

 

Gemälde Alter Meister

 

- Schreinaltar, Schwaben um 1457: Taxe € 15.000 – 18.000.

 

- Johann Friedrich Sichelbein „Der Sturz des Saulus“: Taxe € 14.000 – 16.000.

 

- Johann Friedrich August Tischbein „Bildnis des Grafen Jakob Dimitrijewitsch Lanskoi“: Taxe € 12.000 – 14.000.

 

 

 

Gemälde Neuerer Meister

 

Aus dem Nachlass eines süddeutschen Privatsammlers wurden zahlreiche hochwertige Gemälde der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts eingeliefert – eine Auswahl:

 

- Franz von Defregger „D’Zilli“ (Bildnis eines Dirndls): Taxe € 4.500 – 5.000.

 

- Eduard von Grützner „Jägerlatein“, datiert 1879: Taxe € 35.000 – 40.000.

 

- Eduard von Grützner „Bruder Schäffler“: Taxe € 6.000 – 7.000.

 

- Ludwig Hartmann „Rast vor dem Wirtshaus“: Taxe € 10.000 – 12.000.

 

- Adolf Schreyer „Sechsspänniger walachischer Güterwagen an vereister Furt“: Taxe € 12.000 – 15.000.

 

 

 

Darüber hinaus sind besonders erwähnenswert:

 

- Albrecht Adam „Napoleon vor dem brennenden Smolensk“, datiert 1836: Wohl Adams einzige Darstellung des französischen Kaisers vor Smolensk, am Wendepunkt dessen militärischen Erfolgs. Vom Künstler selbst als

 

„Es ... gehört zu meinen größeren Werken“ eingeordnet. Taxe € 80.000 – 90.000.

 

- Heinrich Bürkel „Wirtshaus auf der Alm mit Alpzug“, datiert 1842: Taxe € 35.000 – 38.000.

 

- Rudolf Epp „Hopfenernte“, datiert 1870: meisterhafte und großformatige Arbeit des Künstlers als Reminiszenz an dessen badische Heimat: Taxe € 33.000 – 38.000.

 

- Julius Sergius von Klever „Am Strand von Ahlbeck (Usedom)“: Taxe € 8.000 – 10.000.

 

- Alexander Koester „Enten in Herbststimmung – Zehn Enten im Wasser“: Taxe € 30.000 – 35.000.

 

- August Lucas „Blick auf das Heidelberger Schloss“, datiert 1840: Stimmungsvolle Arbeit des mit Joseph Anton Koch befreundeten Künstlers, dessen Werke in der vorliegenden herausragenden Qualität nur selten auf dem Auktionsmarkt angeboten werden. Taxe € 25.000 – 30.000.

 

- Otto Pippel „Im Münchner Hofgarten“: Taxe € 15.000 – 17.000.

 

- Carl Spitzweg „Begegnung im Walde (Jäger und Sennerin am Waldbrunnen)“: Taxe € 85.000 – 90.000.

 

- Carl Spitzweg „Porträtstudie zum Armen Poeten“: Taxe € 18.000 – 20.000.

 

 

 

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen:

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG,

 

Tel. 089/ 23 17 10 – 0, Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 – 50

 

Email marion.vorbeck@neumeister.com

Nachbericht Moderne 49, 26. Mai 2011

Internationale Sammler wie Händler aus Italien, Frankreich, Griechenland, den USA und aus Asien trugen an diesem Auktionstag zu spannenden Bietergefechten im Saal und an den Telefonen bei. Wie erwartet war im Bereich Design ein 12teiliger Paravent (30er Jahre; Taxe 12.000 – 15.000 Euro) aus der Art-Deco-Sammlung des Travestiestars Bob Lockwood stark nachgefragt; er ging schließlich für 22.500 Euro an einen internationalen Sammler. Einen Überraschungserfolg im Bereich Design dagegen erzielte eine Tischlampe aus Frankreich mit emailliertem Fuß (um 1900) – das auf 300 bis 400 geschätzte Liebhaberstück war einem Sammler aus den USA23.750 Euro wert.

 

Toplos des Tages war Ernst Ludwig Kirchners „Wildboden mit Kirchners Haus“ von 1925. Das Aquarell mit schwarzer Kreidezeichnung brachte es von geschätzten 130.000 bis 150.000 Euro bis auf 212.500 Euro und reist nun nach Kanada. Etwa zur selben Zeit entstanden ist Maurice Utrillosscheinbar naives Ölgemälde „Le chateau de Pouilly“ (Taxe 55.000 – 60.000), das nun für 81.250 Euro in Deutschland bleibt. Bei den Gemälden zeitgenössischer chinesischer Kunst überzeugte Long Liyou mit seinen „Melkerinnen“ (1989), deren Taxe von 20.000 – 25.000 Euro nach einem lang anhaltenden Bietergefecht auf 40.000 Euro stieg – und in dem schließlich der internationale Handel zugunsten eines Interessenten aus China verzichtete.

 

Als Spitzenreiter bei den Objekten afrikanischer Kunst erwies sich einKaryatidenhocker der Hemba (Demokratische Republik Kongo), die es von einem Schätzpreis von 40.000 – 50.000 Euro bis auf 95.000 Euro brachte, was einer ausdauernden Telefonbieterin aus den USA zu verdanken war. Eine weitere Sitzgelegenheit, ein Häuptlingsstuhl der Tshokwe in Angola mit aufwändigen Schnitzarbeiten (Taxe 20.000 – 25.000 Euro) erstand ein Sammler aus Griechenland für  26.250 Euro. Zur teuersten Maske des Abends stieg eine mit Kaolin aufgehellte Maske „okuyi“ der Punu in Gabun (Taxe 35.000 – 40.000 Euro) auf, die 48.750 Euro erbrachte.

 

Weitere Auskünfte erteilen wir Ihnen gerne.

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Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 - 50, E-Mailmarion.vorbeck@neumeister.com

Vorbericht Moderne 49, 26. Mai 2011

Vorbericht Moderne M 49 am 26. Mai 2011

(Vorbesichtigung 19. bis 24. Mai 2011)

 

 

Die Moderne-Frühjahrsauktion von NEUMEISTER wartet mit zahlreichen ausgesuchten Objekten sowie zwei in die Auktion integrierten Sammlungen auf: einer Kollektion zeitgenössischer chinesischer Kunst und einem Teil des Nachlasses des Travestiestars Bob Lockwood, der über Jahrzehnte Art-Deco-Möbel sowie Einrichtungsgegenstände zusammengetragen hatte.

 

1.      Außereuropäische Kunst

-         Großer Dorffetisch der Songye, „nkisi“, Demokratische Republik (D.R) Kongo zum Schutz der Dorfgemeinschaft. Taxe € 40.000 – 60.000

-         Maske der Bena Lulua, D. R. Kongo. Ein äußerst seltenes Objekt, nur fünf Masken dieses Stammes sind bekannt. Provenienz: Rolf und Christina Miehler. Taxe € 40.000 – 50.000

-         Karyatidenhocker der Hemba. D. R. Kongo, 19. Jahrhundert. Der Hocker kann mit einer berühmten Provenienz aufwarten: Er befand sich im Besitz des Pariser Händlers René Rasmussen. Taxe € 38.000 – 40.000

-         Maske der Punu „mukuye“, Gabun, 19. Jahrhundert. Provenienz: Afrika-Händler Lucien Van De Velde, Antwerpen. Taxe € 35.000 – 40.000

-         Stehende männliche Figur der Dogon, Mali, aus der Sammlung Goldet, Paris. Taxe € 35.000 – 40.000

-         Stehende Figur der Bamana, Mali. Einer der letzten Besitzer war der Berliner Bildhauer Walter Bondy, Taxe € 35.000 – 40.000

-         Maske der Dan, Liberia. Diese Maske befand sich im Besitz des französischen Sammlers Roger Bediat, 1930. Taxe € 25.000 – 30.000

-         Königsstuhl der Tshokwe, Angola. Provenienz: Sammlung van Echelpoel, war im Jahr 1925 im Museum von Mechelen ausgestellt, Taxe € 18.000 - 20.000

-         Sitzende weibliche Figur der Senufo, Elfenbeinküste, Taxe € 18.000 – 20.000

-         Weibliche Figur der Dogon, Mali, Provenienz: Top-Händler Antonio Casanovas, Madrid. Taxe
€ 12.000 – 15.000

-        Rund 20 ethnologische Pretiosen der Naga aus Ostindien aus einer Münchener Privatsammlung; bestehend aus Arm-, Hals- und Haarschmuck, Kopfbedeckungen sowie zwei figürlichen Darstellungen (Taxen € 80 – 1.200). Aus einer Münchener Privatsammlung. Hier handelt es sich um ein relativ junges Sammelgebiet: Erst Ende der 70er Jahre sind Objekte dieser Kultur aufgetaucht, die durch ihre schönen und ungewöhnlichen Materialien ebenso bestechen wie durch ihr eher begrenztes Formenrepertoire.

 

 

2.      Angewandte Kunst

 

Sammlung Bob Lockwood

Der im Jahr 1989 verunglückte Entertainer Bob Lockwood feierte seine großen Erfolge als Imitator weiblicher Stars (u. a. als Liza Minelli oder Tina Turner) schon in den 70er und 80er Jahren. Rund 50 Objekte aus seiner Art-Deco-Sammlung versteigert NEUMEISTER während dieser Moderne-Auktion.

 

Schmuckstück dieser Sektion ist ein phantastischer 12-teiliger Paravent(Gesamtlänge 7,20 m) aus lackiertem Holz, reliefiert und bemalt (1930er Jahre). Auf ihm ist durchgängig eine Ansicht von New York der 30er Jahre mit dem Dampfer Normandie im Vordergrund zu sehen; daher trägt der Paravent den Titel „New York recoit le Normandie“ (Taxe € 12.000 – 15.000). Außerdem im Angebot: edle Art-Deco-Möbel wie Vitrinen oder eine schöne Anrichte aus Palisander und Galauchat, vermutlich aus der Werkstatt des französischen Art-Deco-Designers Ruhlmann (1925/30, Taxe € 2.000-2.500). Des weiteren werden ein verchromtes Eisenbettversteigert, Sitzmöbel (Taxen € 2.000-5.000), verchromte Lampen, Kleinmöbel, Skulpturen, Bakelit-Objekte, Glas und Porzellan, Art-Deco-Bronzeskulpturen und Graphiken (Taxen € 800-1.500) sowie das Ölgemälde „Fanny et Reine“ (1926) von Louis Icart (Taxe € 5.000-6.000).

 

Reguläre Auktion

-         Weiblicher Keramikkopf, Gudrun Baudisch, Wiener Werkstätten, 1927. Taxe € 6.000-8.000

-         Tiffany-Stehlampe, New York, Nr. 423, 1900-1910. Taxe € 8.000-10.000

-         Größere Sammlung Kayserzinn aus dem niederrheinischen Gebiet. Taxen € 200-2.000

-         Interessantes Studioglas. Taxen € 300-1.500

-         Eine Sammlung von 20 ausgesucht schönen Jugendstil-Plakaten,Taxen € 300-10.000, darunter das Théatre de Montecarlo, Darstellung der Tänzerin Tamara Karsavina aus dem Ballett Russe (1911) von Jean Cocteau(Taxe € 8.000-10.000), Plakate für den Münchener Fasching der 20er und 30er Jahre sowie ein Hohlwein-Plakat (Taxe € 1.500-2.000)

-         6 Stühle „8100/1“ (1982), von Hans-Ulrich Bitsch, weinrotes Leder, Stahlrohr. Taxe € 600 - 800

-         Sitzgruppe „Bastiano“ von Afra und Tobia Scarpa (70er Jahre), bestehend aus einem Sofa, zwei Sesseln und 16 Polstern. Taxe € 1.200 – 1.500

-         Vier Stühle „La Fonda“ von Charles und Ray Eames (Entwurf 1961) für Vitra. Taxe € 600 – 800

-         Sessel und Ottoman „Rocking Chair“, Milo Baughman (um 1970), beigefarbene Lederbezüge.
Taxe € 2.500 – 3.000

-         Vier Stühle „SE 68“ von Egon Eiermann (Entwurf 1952). Taxe € 800 – 1.000

-         Bürostuhl „Poaniée“ von Jean Prouvé (um 1938), Taxe € 1.000 – 1.200

-         Drehstuhl „3217“, früher Entwurf von 1955, Arne Jacobsen, Taxe € 800 – 850

-         Esstisch „M“ (70er Jahre), Angelo Mangiarotti, ganz aus Marmor, Taxe€ 1.800 – 2.000

-         Aufwändig besticktes Jugendstil-Abendkleid aus Seide mit passenden Accessoires (Schirm,
Tasche, Handschuhe, Schuhe; 1900/1910), Taxe € 500 – 600

-         Seltenes Foto „Dior“ (um 1960),  Gunnar Larsen, Silbergelatine-Abzug. Taxe € 300 – 400

-         Reisekoffer von Louis Vuitton (um 1960), Taxe € 600 – 700

 

 

3.      Klassische und zeitgenössische Moderne

-         Henri Matisse, „Jeune femme assise dans un interieur“ (1947), Bleistiftzeichnung, Taxe
€ 190.000 – 220.000 

-         Maurice Utrillo, „Le chateau de Pouilly“ (ca. 1923), Öl/ Lwd./ Karton, Taxe € 55.000 – 60.000

-         Ernst Ludwig Kirchner, „Wildboden mit Kirchners Haus“ (1925), Aquarell und schwarze Kreidezeichnung, Taxe € 130.000 – 150.000

-         Emil Nolde, „Marschlandschaft mit Bauernhof und dunklen Gewitterwolken“ (um 1930), Aquarell, Taxe € 125.000 – 150.000

-         Arnold Topp (1887 Soest – seit 1945 verschollen), „Nächtliche Stadt“ (1917), Öl auf Karton, Taxe € 45.000 – 48.000

-         Hannah Höch, Aquarell/Gouache, 1921, Taxe € 125.000 – 150.000

-         Marc Chagall, „Les amoureux” (1949), Aquarell, Taxe € 28.000 – 35.000. Mit Widmung an das befreundete Sammlerehepaar Bernard und Rebecca Reis

-         Wassily Kandinsky, „Kleine Welten V“ (1922), Farbholzschnitt, Taxe € 20.000 – 25.000

-         Otto Mueller, „Zwei Mädchen – Halbakte“ (1920), Lithografie, Taxe € 20.000 – 22.000, „Zigeunerpaar“ (1921/22), Lithografie, Taxe € 22.000 – 25.000

-         Otto Dix, Blick in den Hegau, 1946, Aquarell auf Bütten, Taxe € 8.000 -10.000. R. u. monogrammiert und datiert. Rückseitig monogrammiert, Widmung „Nelly zum Geburtstag 14. Juni 1946“.

-         Ernst Barlach, „Güstrower Ehrenmal“ (Vorentwurf), Bronze, Taxe € 43.000 – 45.000 und „Russische Bettlerin I), Bronze (1907), Taxe € 32.000 – 35.000

-         Georg Baselitz, „Flaschenstilleben“ (1978), Aquarell/Tinte, Taxe € 15.000 – 18.000,
„Ohne Titel“ (1984), Aquarell/Gouache, Taxe € 27.000 – 30.000,„Pastorale“ (1985), Bleistift/Kreide, Taxe € 18.000 – 20.000

-         Lothar Fischer, Norne 1, 1978, Taxe € 10.000 -12.000

-         Roy Lichtenstein, „Peace Through Chemistry I“ (1970), Lithografie und Farbserigrafie,
Taxe € 40.000 – 45.000

-         Heinz Mack, Farbkreuz. 1994 Öl/Leinwand, Taxe € 10.000-12.000

 

 

Zeitgenössische chinesische Kunst aus einer deutschen Privatsammlung

Mit der chinesischen Gegenwartskunst verbindet man heute vor allem die Gesichter lachender Chinesen, die derzeit unter den Schlagworten „Political Pop“ und „Zynischer Realismus“ Auktionsrekorde brechen. In Deutschland regten spektakuläre Ausstellungen mit Werken des Künstlers Ai Weiwei auf der documenta in Kassel 2007 und im Haus der Kunst 2009 das Publikum an, sich nicht nur mit der Kunst, sondern auch mit den politischen Verhältnissen in China zu befassen.

 

Die Ursprünge dieser Befreiungsbewegung liegen in den 80er Jahren. Nach dem Tod Mao Zedongs 1976 setzte sein Nachfolger Deng Xiaoping Reformen durch, die auch die Öffnung für die westliche Literatur, Philosophie und Kunst einschlossen. Immer noch wurden allzu zeitgenössische Ausdrucksformen jedoch abgelehnt und mit Zensur belegt. Aus Protest formierte sich die „Bewegung 85“. Sie bot den fortschrittlichen Künstlern, die sich von westlichen Kunststilen wie Surrealismus, Dada, amerikanische Pop Art u. a. inspirieren ließen, ein Forum und ideellen Rückhalt. Doch kam diese maßgeblich von Künstlern getragene Demokratisierungsbewegung mit der blutigen Niederschlagung der Demonstrationen am Platz des Himmlischen Friedens 1989 zum Erliegen.Erst seit Ende der 90er Jahre entwickelte sich mit dem rasanten Wirtschaftswachstum Chinas auch die Kunst zu einem boomenden Wirtschaftsfaktor.

 

Heute kommt der Kunst der 80er Jahre an der Schnittstelle zwischen der Chinesischen Antike und dem Hype um die „Chinese Contemporary Art“ ein historischer Stellenwert zu. In dieser Dekade vollzogen sich bahnbrechende Veränderungen: Das System der vom Staat angestellten Künstler löste sich zugunsten des freischaffenden Künstlers auf. Galerien wurden gegründet, Auktionshäuser etablierten sich zu den westlichen gesellten sich nun auch chinesische Sammler. Inhaltlich vollzog die Kunst die Loslösung vom Sozialistischen Realismus und fand in der Verbindung der traditionalen Bildsprache (Kalligraphie, Tuschmalerei) mit den abstrakten Stilmitteln der westlichen Moderne zu neuer, eigenständiger Form.

 

Die siebzehn hier versammelten Künstler stehen stellvertretend für jene Epoche des politischen und künstlerischen Umbruchs. Zum Großteil an den Akademien von Peking, Shanghai und Hangzhou ausgebildet, waren sie in Künstlerverbänden organisiert, wurden mit Preisen ausgezeichnet und haben Professuren übernommen. Die meisten haben sich durch Ausstellungen über die chinesische Kunstszene hinaus auch international einen Namen gemacht - Sun Liang und Li Shan etwa waren 1993 auf der Biennale in Venedig vertreten. Die Werke der Künstler sind heute in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

 

-         Sun Liang, „Albtraum“ (1987), Öl und Materialbeimischung auf Leinwand Taxe € 130.000 – 150.000. Seine Werke waren 1989 in der wichtigen Ausstellung „China Avantgarde“ im Nationalmuseum Peking zu sehen, er repräsentierte sein Land 1993 auf der Biennale in Venedig

-         Long Liyou, „Die Melkerinnen“ (1989), Taxe € 20.000 – 25.000

 

Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne.

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, Tel. 089/ 23 17 10 – 0

Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 - 50, Emailmarion.vorbeck@neumeister.com

Nachbericht Alte Kunst 351, 30. März 2011

 

 

 

 

Die 351. Versteigerung Alter Kunst bei NEUMEISTER verbuchte bereits am Auktionstag eine Verkaufsquote von 71 Prozent; die Gesamttaxe wurde zu100 Prozent umgesetzt. Besonders stark engagierte sich der internationale Handel im Altmeisterbereich, während sich private Sammler auf das 19. Jahrhundert konzentrierten.

 

 

 

Kunsthandwerk

 

Ein auf € 1.200 – 1.400 taxierter Enghalskrug mit Blaudekor, Künersberg, 18. Jh., erlöste € 5.000; eine Schraubkruke, Creussen (1651) stieg von € 1.000 – 1.200 auf € 5.250. € 7.500 wert war einem Bieter ein Creussener Apostelkrug aus einer oberfränkischen Privatsammlung (1684; Taxe € 1.000 – 1.200). Um 1570 entstand die Majolikaplatte mit der Darstellung der „Galatea bella in mare“, Urbino, deren Taxe sich von € 4.000 – 5.000 auf € 10.000 verdoppelte. Die komplette Serie von 16 Figuren der Commedia dell’arte, Nymphenburg, bestätigte ihre Taxe von € 16.000 – 20.000 und wurde für € 20.000 verkauft. Nach heftigem, langem Bietergefecht ging ein großer gläserner Deckelpokal mit dem Hamburger Stadtwappen (Taxe € 800 – 1.000) schließlich für € 47.500 an den englischen Handel. In Tibet gilt die Figur der Weißen Tara als Symbolfigur der Reinheit – eine sino-tibetische Bronze aus dem 19. Jahrhundert (Taxe € 4.400 – 4.800) fesselte zahlreiche Interessenten nachhaltig und erreichte schließlich € 25.000. Ein hartnäckiger Bieter erwarb eine Türmchenuhr aus Süddeutschland (um 1600) für € 20.000, eine Horizontal-Tischuhr (Salzburg, 1. Hälfte 18. Jahrhundert) stieg von € 3.000 – 3.500 auf € 15.000. Bemerkenswert schnitten auch zwei Ikonen aus Russland ab: Eine „Taufe Christi“ (um 1700; Taxe € 600 – 700) wurde für € 17.500 verkauft, eine vielfigurige faltbare Reiseikonostase aus dem 18./19. Jh. (Taxe € 10.000 – 12.000) für € 13.750. Eine Bildplatte „Landschaft mit Stadtansicht“ in Pietra-Dura-Technik (wohl Florenz, 16./17. Jh.) konnte ihren Schätzpreis von € 600 – 800 mehr als verzehnfachen: Sie erbrachte € 10.625. Zurück in ihr Ursprungsland Italien ging eine weitere Bildplatte mit der Darstellung einer Tazza, zweier Vögel und einer Eidechse (wohl Florenz, 17. Jh.; Taxe € 1.000 – 1.200) für € 6.250.

 

 

 

Schmuck

 

Die Abteilung Schmuck konnte eine Zuschlagsquote von 75 Prozent verzeichnen. Eine fein gearbeitete Brosche aus Weißgold des Juweliers Schilling in Stuttgart (ca. 1970) ging für € 6.250 (Taxe € 3.500 – 3.600) an einen Saalbieter. Ein Solitärring aus Weißgold mit einem Brillanten von knapp 2,5 ct konnte seine Taxe von € 2.500 auf € 6.250 mehr als verdoppeln. Das schwere und qualitätvolle Armband des Münchner Juweliers Theodor Heiden (um 1990), besetzt mit Brillanten und feinen Saphir- und Rubincabochons von insgesamt ca. 31 ct, war schon im Vorfeld der Auktion auf großes Interesse gestoßen und erbrachte schließlich € 6.880 (Taxe € 2.500). Bei den Uhren konnte eine Savonette aus dem Hause IWC mitsamt Originalschatulle und dem handschriftlich geführten Gangschein der Universitätssternwarte Leipzig ihre Taxe von € 1.300 fast verfünffachen – sie erlöste letztendlich € 6.250.

 

 

 

Möbel

 

Auf € 32.500 steigerte sich eine auf € 15.000 – 18.000 geschätzte Vitrinenaufsatzschreibkommode mit chinoisem Landschaftsdekor aus Italien (18. Jh.); eine dazugehörige Schreibkommode, die auf € 6.000 – 8.000 geschätzt war, auf € 13.750 und eine französische Kommode (18. Jh.; Taxe € 3.500 – 3.800) auf € 19.375. Ein Paar dekorative Guéridons in Form von Amoretten (Italien, 18. Jh.; Taxe € 1.800 – 2.000) ging für € 5.625 nach Russland.

 

 

 

Graphik / Bücher

 

Rudolf von Alts frühes Aquarell „Gmunden am Traunsee – Blick über die Traun auf die Kurzmühle“ (1830; Taxe € 12.000 – 14.000) ging für € 25.000 an einen Telefonbieter. Mit € 9.375 erzielte NEUMEISTER ein erfreuliches Ergebnis für das künstlerisch brilliante Aquarell „Monte Rosa“ Edward Theodore Comptons (Taxe € 3.500 – 3.800). Eine weitere Landschaftsstudie ging mit Alfred Haushofers „Chiemseeufer im Vorfrühling“ (Taxe € 600 – 800) mit € 5.000 zu angemessenem Preis in den bayerischen Handel. Die Topographie des Erzbistums Mainz von Matthäus Merian (1646; Taxe € 2.000 – 2.500) erlöste € 2.875; das gut erhaltene Exemplar der gesuchten, illustrierten Reisebeschreibung „Itinerarium Italiae“ von Martin Zeiller und Matthäus Merian (1640;Taxe 3.000 – 3.500) erbrachte € 5.000. Die beiden gut erhaltenen bibliophilen Kostbarkeiten wanderten in private westdeutsche Sammlungen.

 

 

 

Gemälde Alter Meister

 

Zum Toplos des Auktionstages entwickelte sich ein flämisches Stillleben aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Das „Stillleben mit Zuckerwerk, gebratenem Huhn, Brötchen, Austern, Oliven und Zitrone“ schraubten ausdauernde Saalbieter zugunsten des niederländischen Handels auf € 137.500 (Taxe € 15.000 – 18.000). Die vorsichtige Zuschreibung an David Rijckaert wird durch den Zuschlagspreis offenbar bestätigt.

 

 

 

Peeter van Bredael ist das Gemälde „Viehmarkt“ (Taxe € 10.000 – 12.000) zugeschrieben; für € 12.500 wurde es vom spanischen Handel übernommen. In sein Ursprungsland Italien (Handel) kehrte „Christus vor Pilatus“ (Umkreis Lorenzo Costa; um 1500; Taxe 15.000 – 17.000) für € 18.750 zurück. Ein auf € 1.200 – 1.500 geschätztes „Früchtestillleben“ aus Italien (18. Jh.) wurde bei größtem Interesse insbesondere seitens italienischer Telefonbieter für € 37.500 in sein Entstehungsland zurückgekauft. Ebenfalls lebhaftes Interesse aus dem Ausland verbuchte ein Gemälde aus dem Umkreis Rocco Marconis: „Christus und die Ehebrecherin“ ging für € 16.250 (Taxe € 6.000 – 6.500) trotz Erhaltungsmängeln gleichfalls nach Italien.

 

 

 

Gemälde Neuerer Meister

 

Den höchsten Zuschlag in der Abteilung von Gemälden Neuerer Meister für ein im Schaffen des Künstlers als „Solitär“ einzuordnendes Werk verzeichnet Paul Matthias Paduas „Dirndl“ (Taxe € 8.000 – 10.000). Das Gemälde wurde – bei internationalem Interesse – für € 75.000 in eine oberbayerische Privatsammlung übernommen. Für € 20.000 freut sich nun ein süddeutscher Sammler über die im Originalzustand erhaltene, künstlerisch hochwertige und typische Arbeit Albrecht Adams „Zwei bayerische Chevaulegers bei einem verletzten Schimmel“ (1846; Taxe € 10.000 – 12.000). Franz von Defreggers „Plauderei“ (Taxe € 9.000 – 10.000; Erlös € 11.250) wurde ebenso wie zwei weitere Gemälde des Künstlers von einem deutschen Privatsammler ersteigert. In eine belgische Kollektion ging für € 25.000 Johannes Bartholomäus Duntzes stimmungsvolles Gemälde „Blick auf Schloss Chillon am Genfersee“ (1863; Taxe € 6.000 – 7.000). Anton Einsles Porträt „Erzherzog Carl von Österreich“ (1845) wechselte für € 35.000 (Taxe € 4.000 – 5.000) den Besitzer: Bei reger Nachfrage vor allem seitens österreichischer Interessenten obsiegte eine oberösterreichische Privatkollektion (auch in Konkurrenz zu musealen Institutionen). Die Vorliebe russischer Sammler für hochromantische Landschaften bestätigte schließlich der Verkauf des 1861 datierten Gemäldes „Eichenwald mit Figurenstaffage“ von Johann Bernhard Klombeck (Taxe € 7.000 – 8.000): Es erlöste € 16.250 und tritt demnächst seine Reise nach Osteuropa an.

 

 

 

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen:

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 – 50, E-Mail marion.vorbeck@neumeister.com

Vorbericht Alte Kunst 351, 30. März 2011

Kunsthandwerk

Keramik aus einer oberfränkischen Privatsammlung:

Humpen mit Jagddekor, Annaberg, 2. Hälfte 17. Jh. Taxe € 1.800 – 2.000

Schraubkruke mit Brustbildern eines Fürstenpaares, Annaberg, Ende 17. Jh. Taxe € 1.200 – 1.400

Apostelkrug, Creussen, datiert 1684. Taxe € 1.000 – 1.200

Enghalskrug mit Blaudekor, Künersberg, 18. Jh. Taxe € 1.200 – 1.400

Majolikaplatte betitelt „Galatea bella in mare“, Urbino, um 1570. Taxe € 4.000 – 5.000

 

Porzellan aus einer hessischen Privatsammlung:

Die komplette Serie (16 Figuren) der Commedia dell’arte-Figuren,Nymphenburg. Taxe € 16.000 – 20.000

Die komplette Serie (16 Figuren) der Chinesenfiguren, Nymphenburg. Taxe € 8.000 – 10.000

Die komplette Serie der Marktfiguren (12 Figuren), Nymphenburg. Taxe € 12.000 – 15.000

 

Außerdem erwähnenswert:

Zwei Teedosen, Porzellan, Meissen, 18. Jh. mit Hörold-Chinesen. Taxe € 3.000 – 3.500

Großer Deckelpokal aus Glas mit Hamburger Stadtwappen, Sachsen 18. Jh. Taxe € 800 – 1.000

Silberner Kugelfußbecher, Nürnberg, um 1781/85, J. J. Wolrab. Taxe € 2.000 – 2.400

Ein Paar Gewürzstreuer, Silber, Augsburg, 1725 – 1729, Moritz Krelle. Taxe € 3.800 – 4.200

Reiseikonostase, Russland 18./19. Jh. Taxe € 10.000 – 12.000

 

Schmuck

Diamantarmband aus Platin und Weißgold, wohl Deutschland 1930er/40er Jahre. Besetzt mit einem Brillanten von ca. 1,58 ct, gerahmt von Achtkantdiamanten, Diamantbaguetten und Diamanten in Übergangsschliff, zus. ca. 6,2 ct. Taxe € 6.500 – 6.600

Savonette aus Gelbgold der Firma IWC Schaffhausen, entstanden um 1913. - Originalschatulle mit dazu gehörigem, handschriftlich geführtem Gangschein der Universitäts-Sternwarte Leipzig von 1913. Taxe € 1.300 – 1.500

 

Skulptur

Anna-Selbdrittgruppe, Salzburg/Tirol, um 1500, besticht mit kräftiger Modellierung. Taxe € 22.000 – 25.000

Relief eines Hl. Erasmus, Oberbayern, um 1500. Taxe € 7.500 – 8.500

Sitzfigur eines Bischofs, Kärnten, um 1510. Taxe € 3.500 – 3.800

Fragment einer Maria mit Kind, Schwaben um 1520. Taxe € 2.800 – 3.000

Kruzifix aus der Werkstätte des Jörg Zürn um 1620. Taxe € 12.000 – 14.000

Fliegender Engel, typisches bayerisches Rokoko mit schwäbischem Einfluss. Taxe € 800 – 1.000

Geflügelter Engelskopf auf Wolken. Taxe € 1.200 – 1.400

 

Möbel

Ein Paar Biedermeier-Stühle, Wien um 1820, sie stehen in formaler Auffassung den Sitzmöbeln der Danhauser’schen Möbelfabrik nahe. Taxe € 3.800 – 4.000

Französische Kommode, 18. Jh., Schlagstempel weist auf ehem. Standort Schloss Villeneuve l’Etang (b. Saint-Cloud) hin, zwischen 1821 u. 1850 im Besitz der Duchesse d’Angoulême, Tochter Louis XVI und Marie Antoinettes. Das Schloss wurde um 1880 zerstört. Taxe € 3.500 – 3.800

Vitrinenaufsatzschreibkommode und Schreibkommode  mit chinoisem Lackdekor, Italien (venezianisch?), 18. Jh., beide sehr dekorativ, der goût chinois war Mitte des 18. Jh. in vielen europäischen Ländern beliebt, Taxe € 15.000 – 18.000 bzw. € 6.000 – 8.000

Tabernakelaufsatzschreibschrank, Mainfranken, 18. Jh., repräsentatives Möbel, reicher Dekor mit eingelegten Rocaillen. Taxe € 23.000 – 25.000

 

Graphik

Johann Elias Ridinger, „Neue Reit Schul …“, Augsburg 1734, Band mit kompletter Serie (Titelkupfer und 17 Kupferstiche). Taxe € 1.200 – 1.500

 Rudolf von Alt, „Gmunden am Traunsee – Blick über die Traun auf die Kurzmühle“, signiert und datiert 1830, frühes Werk des berühmten Aquarellkünstlers. Taxe € 12.000 – 14.000

 

Bibliophile Kostbarkeiten

Martin Zeiller / Mattthäus Merian „Itinerarium Italiae“, Frankfurt a. M. 1640, gut erhaltenes Exemplar der gesuchten, illustrierten Reisebschreibung. Taxe € 3.000 – 3.500

 Matthäus Merian „Topographia Archiepiscopatum Moguntinensis, Treuirensis et Colonensis“. Frankfurt a. M. 1646, schönes Exemplar der kurmainzischen Topographie. Taxe € 2.000 – 2.500

Melchior Pfinzinger „Die geuerlicheiten und eins teils der geschichten des löblichen streitbaren und hochberümbten helds und Ritters Tewrdannckhs“, Augsburg 1519, mit 188 Holzschnittillustrationen von Leonhard Beck, Hans Schäufelein, Hans Burgkmair, Jörg Breu u. a. Auftragswerk Kaiser Maximilians. Zweite (und erste öffentliche) Ausgabe des wohl aufwändigsten deutschen Holzschnittbuches des 16. Jhs. Das Werk erzählt allegorisch die Lebensgeschichte Kaiser Maximilians I. Taxe € 10.000 – 12.000

Gemälde Alter Meister

Peeter van Bredael zugeschrieben „Viehmarkt“, charakteristisches Gemälde, ein vergleichbares
Werk Bredaels befindet sich im Nationalmuseum Stockholm. Taxe € 10.000 – 12.000

 Heinrich Friedrich Füger, „Bildnis einer jungen Frau“, charakteristisches Beispiel für Fügers virtuose Porträtmalerei der zweiten Hälfte der 80er Jahre des 18. Jhs. Taxe € 7.000 – 8.000

 

Gemälde Neuerer Meister

Oswald Achenbach, „Amalfiküste – Am Aufgang zum Convento dei Cappuccini“, signiert und 1883 datiert. Taxe  € 35.000 – 40.000
Ein typisches und nachgefragtes Werk italienischen Sujets des bekannten Düsseldorfer Künstlers

Anton Einsle, „Erzherzog Carl von Österreich“, signiert und 1845 datiert, eindringliches, die Physiognomie des „Helden“ von Aspern ohne Schönungen erfassendes (er fügte Napoleon 1809 seine erste Niederlage zu) Porträt. Der Künstler wurde vor allem durch seine zahlreichen Bildnisse des jungen Kaisers Franz Josef bekannt. Taxe € 4.000 – 5.000

Barend Cornelis Koekkoek, „Flusslandschaft“, signiert und 1837 datiert. Eine für den Künstler typische und stimmungsvolle Landschaftsdarstellung. Taxe € 10.000 – 12.000

Johannes Bartholomäus Duntze, „Blick auf Schloss Chillon am Genfersee“, signiert und 1863 (?) datiert. Hochromantisches Landschaftsgemälde. Taxe € 5.000 – 7.000

 

Gemälde bayerischer Künstler des 19. Jahrhunderts

Albrecht Adam, „Zwei bayerische Chevaulegers bei einem verletzten Schimmel“, signiert und 1846 datiert. Typisches Gemälde mit Sujet aus den Befreiungskriegen (retrospektiv!) des berühmten Tier- und Schlachtenmalers. Taxe € 10.000 – 12.000

 Franz von Defregger, „Plauderei“; Studie. Beliebtes Sujet, strickendes Mädchen mit feschen Burschen im Gespräch. Taxe € 9.000 – 10.000

Johann Adam Klein, „Hirte mit Rindern auf dem Weg zur Tränke“, signiert und 1837 datiert. Charakteristisches Werk des Künstlers. Besonders charmant ist die Darstellung der Heimatstadt des Künstlers im Hintergrund. Taxe € 8.000 – 9.000.

Heinrich Marr, „Nach dem Kirchgang“, signiert und 1840 datiert. Ein Beleg für die künstlerische Anpassungsfähigkeit des gebürtigen Hamburgers an Werke beispielsweise des Zeitgenossen Heinrich Bürkel. Dennoch eigener, markanter Stil. Taxe € 9.000 – 10.000.

 

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen:

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, 
Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 – 50, E-Mai
l marion.vorbeck@neumeister.com

Vorbericht GALERIE NEUMEISTER - Gerold Tagwerker_modulator

PRESSEMITTEILUNG

 

 

 

Gerold Tagwerker

 

_modulator

 

 

 

4. Februar bis 12. März 2011

 

Eröffnung: 3. Februar 2011, 18–20 Uhr

 

 

 

„Es geht mir nicht um die Abbildung einer schönen Welt oder deren Utopien und Visionen. Ich reflektiere auf das Alltägliche und Banale, also auf das Reale unserer Welt. Daraus entstehen Objekte und Bilder, die dem Betrachter, seiner Wahrnehmung und seinen Erfahrungen zur Verfügung stehen.“ Gerold Tagwerker

 

 

 

Die Galerie NEUMEISTER zeigt raumfüllende Skulpturen und Installationen, Lichtskulpturen, großformatige Fotografien und Videoinstallationen des Wiener Künstlers Gerold Tagwerker.

 

 

 

Chicago, Barcelona, Brüssel, Amsterdam, Wien – und nun erstmals in München: Den in Wien lebenden Künstler Gerold Tagwerker (*1965 in Feldkirch/Österreich) treibt der Blick aufs große Ganze um. Ursprünglich studierte er am Mozarteum Malerei, wollte sich jedoch nie auf nur ein Medium beschränken lassen. „Ich habe mir ein Wirkungsfeld geschaffen, auf dem alle Medien zum Einsatz kommen können, von der Lichtskulptur über das Tafelbild und Fotografien bis hin zu Videoarbeiten“, so Tagwerker.

 

 

 

Als „modulator“ baut Gerold Tagwerker verschiedene Formen aus Modulen zu Skulpturen auf: Ein Grundelement ergibt aufeinandergestapelt, ineinandergesteckt und zusammengefügt ein Objekt – seien es Systeme aus konvex gebogenen Spiegeln wie multiple.spy oder in unterschiedlichen Rhythmen flackernde Raster aus Lichtquadraten wie beim Wandobjekt 6x4x18W.flash.

 

 

 

Ausgangspunkt für Tagwerkers Reflexionen ist der Modernismus der 1960er und 1970er Jahre mit seinen gerasterten architektonischen Strukturen und minimalistischem Design. In den 70-er Jahren in kleinstädtischem Milieu aufgewachsen, erfuhr er erste Begegnungen mit betonierten Modernismen, die ihn bis heute faszinieren. „Sie prägen das, was bis heute als ,modern‘ gesehen und verstanden wird“, so Tagwerker. Als leidenschaftlicher Flaneur durch Großstädte verbrachte er lange Zeit in Chicago, das ihn wie keine andere Stadt inspiriert hat. Hier fand er eine Form von ästhetischer wie gesellschaftlicher Anonymität vor, die von einem Rastersystem geprägt ist. Diese scheint „als architektonisches wie soziologisches Konstrukt als Schablone über alles gelegt zu sein“.

 

 

 

Für seine Objekte verwendet Tagwerker alltägliche und industriell vorgefertigte Materialien wie Spiegel, Gitterroste, Leuchtstoffröhren, Aluminiumrohre oder Span-platten. Drei Momente moderner Architektur greift der Künstler als ästhetische Erscheinungsformen auf: Licht, Spiegel und Raster. „Diese Momente“, so Tagwerker, „interessieren mich auch in ihrer Metaphorik.“ Der Spiegel als Abbild der Reflexion, wie auch als Moment der Überwachung und Kontrolle. Das Licht in seiner Funktion des Be- und Ausleuchtens, als Element der Sicherheit und Übersicht, und die Frage, was passiert, wenn es nicht mehr funktioniert wie gewohnt und zur Irritation wird. Das Raster als formales und architektonisches Prinzip, das eine moderne Welt ordnen und organisieren will - aber auch, so der „modulator“, „als Metapher für ein System, in dem jeder seinen Platz finden soll, und das dann spannend wird, wenn es aufgebrochen, erweitert und verändert wird.“

 

Einzelausstellungen (Auswahl ab 2005)

 

2010 _constructor, artfinder Galerie, Hamburg

 

2010 INTERMITTENT GEOMETRY, Forum Stadtpark, Graz (mit Manuel Knapp)

 

2010 zero_X, Galerie Grita Insam, Wien

 

2009 zero.nine, Galeria Llucia Homs, Barcelona

 

2008 IMPERMANENT GEOMETRY, Galerie Stadtpark, Krems (mit Amy Yoes)

 

2006 On Tunnels and Corridors, Kunstverein Medienturm, Graz (mit Siegrun Appelt)

 

2005 alphaville/zero5, artfinder Galerie, Hamburg

 

 

 

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl ab 2005)

 

2010 MIND AND MATTER – paraflows.10, Künstlerhaus Wien

 

2010 NineteenEightyFour, Austrian Cultural Forum New York, NYC

 

2010 Konstellationen, MUMOK Museum Moderner Kunst, Wien

 

2009 Fifty Fifty - Kunst im Dialog mit den 50er-Jahren, Wien Museum, Wien

 

2008 Gegenstandslos, Gesellschaft für Kunst und Gestaltung, Bonn

 

2008 Yo, Mo´Modernism, CCNOA, Brüssel

 

2008 Ästhetische Komplexe, Kunstverein Augsburg, Augsburg

 

2008 Lichtspuren – Fotografie aus der Sammlung, Lentos Kunstmuseum, Linz

 

2007 Alice & Co im Wunderland, Museum der Moderne, Salzburg

 

2006 minimal quotations, artfinder Galerie, Hamburg

 

2006 THEAUSTRIANABSTRACTS, Arti et Amicitiae, Amsterdam

 

2005 Lichtkunst aus Kunstlicht, ZKM Museum für Neue Kunst, Karlsruhe

 

2005 Re:MODERN, Künstlerhaus Wien

 

2005 Entdecken und Besitzen - MUMOK Museum Moderner Kunst, Wien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pressekontakt:

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMarion Vorbeck, Tel. 089/23 17 10-50 E-Mail: marion.vorbeck@neumeister.com

Vorbericht GALERIE NEUMEISTER - Der andere Defregger: Privat. Modern: Unvollendet.

PRESSEMITTEILUNG

 

 

 

Der andere Defregger: Privat. Modern. Unvollendet.

 

Zum 175. Geburtstag von Franz von Defregger

 

 

 

16. November 2010 bis 15. Januar 2011

 

Eröffnung 15. November, 18–20 Uhr

 

 

 

 

 

Zum 175. Geburtstag des stilprägenden Genremalers Franz von Defregger zeigt die Galerie NEUMEISTER den Maler von einer anderen, unbekannten Seite. In intimen, oft privaten und teils unvollendeten Bildern und Skizzen offenbart sich seine Leidenschaft für das Malerische, das in Komposition und Farbe über die bekannten zünftig-rustikalen Bauernfiguren hinausgeht.

 

 

 

Die Ausstellung umfasst rund 80 Exponate, die größtenteils aus dem Nachlass des Künstlers stammen. Der Fokus liegt auf Defreggers Frühwerk mit Familienporträts und Skizzen. Als junger, „unverbildeter“ Maler zeigt er eine frische, impulsive Herangehensweise, noch steht nicht das Anekdotisch-Erzählerische im Vordergrund. Statt-

 

dessen richtet der Künstler seinen Blick auf das eher Unscheinbare, Nebensächliche, wobei er zugleich ein ausgeprägtes malerisches Interesse am Gegenstand entwickelt.

 

 

 

Bereits die Zeitgenossen, allen voran Autoritäten wie Hugo von Tschudi und Julius Meier-Graefe, hatten „den anderen“ Defregger entdeckt: In der Jahrhundertausstellung von 1906 in der Berliner Nationalgalerie wurden frühe Arbeiten des Künstlers gezeigt, anhand derer man das Bild vieler kritischer Zeitgenossen revidieren konnte, die in Defregger nur den an Marktbedürfnisse angepassten Bauernmaler sahen, der Erfolge auf großen internationalen Ausstellungen in München, Wien, Berlin und Paris feierte.

 

 

 

Diverse, zum Teil noch nie ausgestellte Werke zeigen Defregger in einem anderen Licht und setzen neue Maßstäbe für das Verständnis eines bewegten Künstlerlebens. Dazu zählen etwa 15 Ölgemälde mit Interieurs, Landschaften und Porträts der Familie, Skizzen oder Studienblätter. So manche Fotografie beweist, dass der Maler bereits damals die moderne Technik als Vorlage für seine Werke genutzt hat. Komplettiert wird die Schau durch Kunstreproduktionen, Auszeichnungen sowie persönliche Erinnerungsstücke.

 

 

 

Frühe realistische Schilderungen wie Interieurstudien mit Bauern bei der Arbeit sind weit entfernt von Defreggers später zum Markenzeichen gewordene heile und muntere Bauernwelt. Das beweisen auch Gemälde wie etwa ein weiblicher, bisher unbekannter Halbakt, der die Einflüsse seines Paris-Aufenthaltes (1863-65) reflektiert. Auf frühen Landschaftsdarstellungen wird im Vergleich zu seinen späteren Auftragswerken spürbar, wie frei und locker Defreggers Pinselduktus damals noch war. Überraschend und einzigartig in der Reihe der Defregger-Porträts schließlich ist das Bildnis des Indianers „Rocky Bear“ von 1890. Der dargestellte Häuptling gehörte zum Gefolge der europaweit beliebten „Wild-West-Show“ Buffalo Bills. Defregger war fasziniert von diesem Indianer, da er ihn in „Benehmen und Gebärden“, so der Maler selbst, an seine naturverbundenen Tiroler Bauern erinnerte.

 

 

 

Filme und Führungen ergänzen das Bild vom „anderen“ Defregger.

 

 

 

Pressekontakt:

 

Marion Vorbeck, Tel. 089/23 17 10-50 E-Mail: marion.vorbeck@neumeister.com

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, Tel. 089/23 17 10-0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Biographie Franz von Defregger

 

 

 

1835 Franz Jacob Defregger wird am 30. April in Stronach im Pustertal (Osttirol) als Sohn eines Bauern und einer Wirtshaustochter geboren

 

 

 

1860 Beginn einer Bildschnitzerlehre beim Bildhauer Michael Stolz in Innsbruck

 

1860-61 Besuch der Vorbereitungsklasse an der Münchner Kunstgewerbeschule bei Hermann Dyck; gleichzeitig Belegung eines Aktkurses an der Privatschule Filser

 

1861 Aufnahme in die Vorbereitungsklasse der Münchner Akademie

 

1863-65 Studienaufenthalt in Paris

 

1867 Aufnahme in die Klasse von Karl von Piloty an der Münchner Akademie der Bildenden Künste, wo er weitere drei Jahre studiert

 

1871 Eine Krankheit, die rheumaähnliche Schmerzen an den Gelenken verursacht und den Maler ans Bett fesselt, beeinträchtigt seine Schaffenskraft

 

1872 Heirat mit der zwanzig Jahre jüngeren Anna Maria Müller und Aufenthalt in Bozen, Heilerfolge seiner Krankheit

 

1873 Teilnahme an der Weltausstellung in Wien mit den Gemälden „Preispferd“ „Die Brüder“ und „Ball auf der Alm“, für die er eine Goldmedaille erhält

 

1878 Ernennung zum Professor für Historienmalerei in der Komponierklasse an der Münchner Akademie; hier Professur bis 1910

 

1882 Bezug der eigenen Villa in der Königinstraße, die zum gesellschaftlichen Treffpunkt der Münchner Gesellschaft avanciert

 

1883 Verleihung des bayerischen Kronordens sowie Verleihung des Adelstitels

 

1885 Überreichung der Erzherzog-Carl-Ludwig-Medaille sowie der Preis-medaille für das Kunstwerk „Erzählender Jäger“ von der Genossenschaft bildender Künstler Wien

 

1895 Ehrenmedaille der Münchner Künstlergenossenschaft für die Jahresausstellung

 

1900 Defregger erkrankt an Grauem Star

 

1902 Tod seiner Frau Anna; sie wird auf dem Münchner Nordfriedhof beigesetzt

 

1905 Als erster Künstler wird Defregger zum Ehrenbürger der Stadt München ernannt, sowie zum Ritter des Ordens „Pour le mérite“

 

1906 Teilnahme an der Jahrhundertausstellung in der Berliner Nationalgalerie

 

1907 Nordlandreise auf der „Hohenzollern“ zusammen mit Kaiser Wilhelm II.

 

1910 Verleihung der Prinz-Regent-Luitpold-Medaille in Gold

 

1915 Verleihung der Ehrenmedaille durch das Kollegium der Münchner Akademie der Bildenden Künste

 

1921 Franz von Defregger stirbt am 2. Januar in München und wird in der Familiengruft auf dem Münchner Nordfriedhof beigesetzt (Grab Nr. 51-14-1)

 

 

 

Werke von Defregger sind heute u.a. ausgestellt in der Alten Nationalgalerie Berlin, der Kunsthalle Hamburg, dem Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck, dem Wallraf-Richartz-Museum Köln, dem Museum der Bildenden Künste Leipzig, der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien sowie in München in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus sowie in der Neuen Pinakothek.

 

 

Vorbericht GALERIE NEUMEISTER - no sports Fotografien von Regina Schmeken

PRESSEMITTEILUNG

 

no sports

 

Fotografien von Regina Schmeken10. September 2010 bis 30. Oktober 2010

 

Eröffnung: Donnerstag, den 9. September, 18-20 Uhr

 

 

 

 

 

In ihrer neuen Ausstellung zeigt die Galerie NEUMEISTER insgesamt 25 Arbeiten aus drei Werkgruppen der in Berlin lebenden Fotografin und Künstlerin Regina Schmeken: Bewegungsstudien von Fußballspielern und von Tänzern sowie höchst eindrucksvolle Aufnahmen von Stabhochspringerinnen, die im Jahr 2008 anlässlich der Olympischen Spiele in Peking entstanden sind.

 

Bereits in ihren frühen Werken hat Regina Schmeken die serielle Arbeitsweise angewendet; seit 2003 beschäftigt sie sich mit Bewegungsstudien, zu denen sie die unterschiedlichsten Sujets inspirieren. So fotografierte sie Fußballspieler bei Bundesliga-und Länderspielen, zuletzt bei der Weltmeisterschaft von 2006 in Deutschland. 2005 entstanden Fotografien von Tänzern aus dem Ensemble des Bayerischen Staatsballets im Münchner Nationaltheater. Im selben Jahr nahm sie eine Serie von den Athleten der Fechtweltmeisterschaften in Leipzig auf, kurz davor entstand eine Fotoinstallation über die Tanzmeditation Türkischer Derwische in Istanbul.

 

Ob Fußballer, Stabhochspringer oder Tänzer: Die Künstlerin konzentriert sich auf den prekären Moment der Balance zwischen Stillstand und Bewegung. Durch die Reduktion auf grafisch klare Zeichen mithilfe einer besonderen Lichtführung erhalten die durchtrainierten Körper eine geradezu skulpturale Qualität. Die kraftvoll kontrastierenden Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigen eine Dimension, die über die sportlich-perfekte Darbietung hinaus weist: Erst durch die Darstellung des scheinbaren Innehaltens wird die Essenz menschlicher Aktion sichtbar.

 

Seit 1980 stellt Regina Schmeken ihre Fotoarbeiten regelmäßig aus, so im Museum für Fotografie in Berlin, in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München, in der Zeche Zollverein oder im Museum Folkwang Essen sowie in der Bibliothèque Nationale von Paris. Institutionen wie etwa die Pinakothek der Moderne in München oder das New Yorker Museum of Modern Art haben Arbeiten von Schmeken angekauft. Die Künstlerin wurde mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, beispielsweise 1978 mit dem Kritikerpreis der Rencontres Internationales de la Photographie in Arles, 1982 mit dem International Photo Design Award des Kunstmagazins Art, zwei Jahre später mit dem Förderpreis für künstlerische Fotografie der Landeshauptstadt München sowie dem Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie im Jahr 1996.

 

1986 folgte Regina Schmeken dem Ruf als Redaktionsfotografin der Süddeutschen Zeitung. Seitdem hat sie die Bildsprache der SZ und darüber hinaus den Bildjournalismus in Richtung einer ästhetischen und motivischen Auflockerung beeinflusst. Heute zählt sie zu den wichtigsten zeitgenössischen Fotografen, deren Arbeiten sich in das kollektive Bildgedächtnis eingeschriebenen haben.

 

Zur Eröffnung spricht Sir Peter Jonas, Intendant der Bayerischen Staatsoper von 1993 bis 2006.

 

Die Künstlerin ist anwesend.

 

 

 

Pressekontakt:

 

NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG

 

Tel. 089/ 23 17 10 – 0

 

Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 – 50

 

E-Mail marion.vorbeck@neumeister.com

 

 

Pressemitteilung Weinmüller Provenienzforschung

PRESSEMITTEILUNG

 

NEUMEISTER arbeitet seine Vergangenheit während der NS-Zeit aufIn Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte (ZI) München beleuchtet NEUMEISTER in Form eines umfassenden wissenschaftlichen Projektes die Vergangenheit seines Hauses im Dritten Reich. Genauer gesagt handelt es sich um die Geschichte seiner Vorgängerinstitution, des „Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller“. Das gemeinsame Projekt geht unter dem Titel „Die Kunsthandlungen und Auktionshäuser von Adolf Weinmüller in München und Wien 1936-1945“ zum ersten Mal umfassend der Rolle Weinmüllers im nationalsozialistischen Kunsthandel nach. NEUMEISTER ist somit das erste Kunstauktionshaus in Deutschland, das seine Firmengeschichte im Rahmen einer solchen Public Private Partnership untersuchen lässt.Bereits seit 1921 betrieb Adolf Weinmüller einen Kunsthandel in der Max-Josef-Straße 7 in München. 1931 trat er der NSDAP bei und übernahm im Jahr 1936 das Auktionshaus des jüdischen Kunsthändlers Hugo Helbing. Bis heute ist ungeklärt, ob Weinmüller Helbings Münchener Filiale im Einverständnis mit diesem übernahm oder sie ihm im Zuge von Arisierungsmaßnahmen zugesprochen wurde. In den Folgejahren avancierte das „Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller“ zum führenden Auktionshaus in München. 1938 übernahm Weinmüller zusätzlich die bereits arisierte Firma des jüdischen Kunsthändlers Herbert Kende in Wien. 1944 wurde das Münchener Haus durch Bombenangriffe zerstört. Da Weinmüller in den Entnazifizierungsverfahren lediglich als Mitläufer eingestuft wurde, konnte er bereits 1948 sein Geschäft im Almeida-Palais in der Brienner Straße wieder eröffnen, das er bis zu seinem Tod im Jahr 1958 führte. Auf Vermittlung der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank übernahm Rudolf Neumeister im Juli 1958 das Versteigerungshaus des verstorbenen Auktionators. Weinmüller handelte nachweislich mit beschlagnahmten Kunstgegenständen, verkehrte andererseits auch regelmäßig mit jüdischen Kunsthändlern wie Anni Caspari und beschäftigte zudem eine jüdische Kunsthistorikerin in seinem Unternehmen, die sonst am Kunstmarkt oder in einem Museum kaum eine Anstellung erhalten hätte.Im Jahr 2000 hatte Rudolf Neumeister das Unternehmen an seine drei Töchter Martina, Katrin und Michaela übergeben. 2008 übernahm Katrin Stoll die Gesellschaftsanteile ihrer Schwestern. Anfang 2009 beauftragte sie auf Empfehlung von Prof. Hubertus Kohle (Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der LMU München) die Kunsthistorikerin Meike Hopp als unabhängige Wissenschaftlerin mit der Aufarbeitung der Geschichte des Hauses im Dritten Reich. Während der Forschungen ergab sich im Diskurs mit Dr. Christian Fuhrmeister und Dr. Stephan Klingen vom Zentralinstitut für Kunstgeschichte die Möglichkeit einer intensiven Zusammenarbeit zwischen dem ZI und NEUMEISTER, zumal das Vorhaben die Forschungsprojekte des ZI zur Münchener Kunstszene der 30er und 40er Jahre ergänzt. Im August 2009 beantragte das ZI unter Leitung von Prof. Dr. Wolf Tegethoff Fördermittel des Bundes bei der Arbeitsstelle für Provenienzforschung am Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Das bereits laufende Projekt wird nun bis Februar 2011 aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt.Das gemeinsame Projekt von NEUMEISTER und dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte umfasst die kritische Erforschung der Firmengeschichte Weinmüllers. Darüber hinaus wird das ZI die Münchener und Wiener Auktionskataloge von Adolf Weinmüller zwischen 1936 bis 1945 zusammentragen, digitalisieren und ebenfalls im Zuge des Projektes für Recherchen online zugänglich machen. Die Ergebnisse dieser gemeinsamen Arbeit werden für die internationale Provenienzforschung von großem Interesse sein, da sie dazu beitragen, die bisher kaum erforschte Geschichte des Münchener Kunsthandels im Nationalsozialismus zu erhellen.Für weitere Informationen der Presse und der Öffentlichkeit hat NEUMEISTER die E-Mail-Adresse info@weinmueller-provenienzforschung.de eingerichtet. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht alle Anfragen vor Abschluss umfassend beantworten können, da es sich bei dem Projekt um eine laufende Forschungsarbeit handelt.

Pressekonferenz am 8. Mai 2012, 10 Uhr - Provenienzforschung „Die Kunsthandlungen und Auktionshäuser von Adolf Weinmüller in München und Wien 1936-1945“

Pressekonferenz am 8. Mai 2012, 10.00 Uhr, im Auktionssaal von NEUMEISTER. 

Es wird das Projekt Provenienzforschung „Die Kunsthandlungen und Auktionshäuser von Adolf Weinmüller in München und Wien 1936-1945“ vorgestellt, das in Public Private Partnership zwischen NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG und dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte München zustande kam und von der Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung Berlin (Dr. des Meike Hopp) gefördert wurde.

Initiiert und Anschub-finanziert vom Kunstauktionshaus NEUMEISTER (Katrin Stoll, Geschäftsführerin) recherchierte die Kunsthistorikerin Meike Hopp seit Frühjahr 2009 die Geschichte des „Münchener Kunstversteigerungshauses Adolf Weinmüller“, der Vorgängerinstitution des heutigen Münchener Kunstauktionshauses NEUMEISTER. Die Arbeitsstelle für Provenienzforschung am Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin förderte das Vorhaben – im Rahmen einer Public Private Partnership zwischen dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte und dem Kunstauktionshaus NEUMEISTER – von November 2009 bis Februar 2011. Die Publikation fasst die Forschungsergebnisse zusammen.

Der Schwerpunkt liegt auf der Rolle Adolf Weinmüllers (1886-1958) im nationalsozialistischen Kunsthandel. Seit 1921 war er im Kunsthandel tätig; 1931 trat er der NSDAP bei und eröffnete 1936, nachdem der jüdische Kunsthändler Hugo Helbing sein Auktionshaus hatte schließen müssen, ein in den Folgejahren nahezu konkurrenzloses Kunstversteigerungshaus in München. 1938 übernahm Weinmüller auch die Firma des jüdischen Kunsthändlers Herbert Kende in Wien. Weinmüller handelte in beiden Häusern mit Kunstobjekten aus beschlagnahmtem jüdischem Besitz; zu seinem Kundenkreis gehörten NSDAP-Funktionäre wie Martin Bormann oder Händler wie die Galeristin Maria Almas-Dietrich. Im Entnazifizierungsverfahren als Mitläufer eingestuft, setzte Weinmüller seine Tätigkeit von 1948 bis zu seinem Tod fort. 1958 übernahm Rudolf Neumeister das Versteigerungshaus des verstorbenen Auktionators.

Buchpräsentation von Dr. des Meike Hopp 
während des Kolloquiums „Provenienzforschung in München“ im Zentralinstitut für Kunstgeschichte am Mittwoch, 9. Mai 2012, ab 16:30 Uhr.

Köln, Böhlau Verlag, 2012. - 336 Seiten mit ca. 50 s/w-Abb. und Faksimiles. Franz. Br. 170 x 240 mm. ISBN 978-3-412-20807-3. € 29,90 [D] / € 30,80 [A]

Buchvorstellung 8. Mai 2012 - "NEUMEISTER beleuchtet seine Vergangenheit im "Dritten Reich""

Großes Medieninteresse an der Buchvorstellung 8. Mai 2012 - 
"NEUMEISTER beleuchtet seine Vergangenheit im „Dritten Reich“"

Am 8. Mai 2012 stellte Katrin Stoll, Inhaberin des Kunstauktionshauses NEUMEISTER, München, in einer Pressekonferenz die Publikation„Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien“- NEUMEISTER beleuchtet seine Vergangenheit im „Dritten Reich“vor. 

An der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema nahmen außerdem die Autorin und Kunsthistorikerin Dr. des Meike Hopp, Dr. Christian Fuhrmeister (Projektreferat Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München) sowie Dr. Stephan Klingen (Leitung EDV / Photothek Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München) teil; es moderierte Rainer Volk (Bayerischer Rundfunk, Redaktion Politik / Zeitgeschichte). 

„Es ist mir ein großes Anliegen, auch für andere Institutionen des Kunsthandels wegweisend aufzuzeigen, wie die schwierige Gratwanderung zwischen dem Umgang mit der eigenen Firmengeschichte, der Wahrung der Unternehmensinteressen, wissenschaftlichen Ansprüchen und der Zusammenarbeit mit der Provenienzforschung in Zukunft bewältigt werden kann“, so die Initiatorin des Projektes, Katrin Stoll.

Als einziges Kunstauktionshaus in Deutschland und noch dazu in einer singulären Public Private Partnership ließ Katrin Stoll die Geschichte ihres Unternehmens als wissenschaftliches Projekt umfassend durch die Kunsthistorikerin Dr. des Meike Hopp recherchieren. Der Schwerpunkt liegt auf dem „Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller“, der Vorgängerinstitution des heutigen Münchener Kunstauktionshauses NEUMEISTER und auf der Rolle von Adolf Weinmüller (1886-1958) im nationalsozialistischen Kunsthandel. Während der Forschungen ergab sich die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte (ZI). Das Projekt erhielt Fördermittel des Bundes von der Arbeitsstelle für Provenienzforschung am Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin (Stiftung Preußischer Kulturbesitz). Die Arbeitsstelle förderte das Vorhaben im Rahmen einer Public Private Partnership zwischen dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte und dem Kunstauktionshaus NEUMEISTER. Die Publikation „Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien“ (Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, Band 30, Böhlau Verlag) fasst die Forschungsergebnisse zusammen.

Bei Interesse lassen wir Ihnen gerne ein Exemplar zukommen.


Bildunterschrift: 
Dr. Christian Fuhrmeister (ZI), Dr. des Meike Hopp (Autorin), Katrin Stoll (Inhaberin NEUMEISTER), Dr. Stephan Klingen (ZI), Rainer Volk (Bayerischer Rundfunk, Moderation). Copyright: NEUMEISTER

Vorbericht MODERNE 51, 23. Mai 2012

VORBERICHTAuktionen MODERNE und Außereuropäische Kunst 51 am 23. Mai 2012Vorbesichtigung 17. – 21. Mai 2012Klassische ModerneFritz Klimsch, „Nelly Herz mit ihrer Tochter Marta“, 1902. Bronze (50 x 38 x 38 cm). Taxe € 80.000 – 100.000Alexander Kanoldt, „Stilleben mit Büchern“, 1916. Öl auf Malpappe (25,5 x 30,5 cm). Taxe € 30.000 – 40.000Otto Dix, „Zirkusszene“ (Reitakt), 1923. Aquarell, Farbstiftzeichnung und Tuschfeder auf Bütten (38,1 x 27,6 cm). Taxe € 190.000 – 220.000Lesser Ury, „Allee im Tiergarten“, 1920er Jahre. Pastell auf brauner Malpappe (34,9 x 49,7 cm). Taxe € 60.000 – 80.000Otto Dix, „Ursus im Steckkissen“, 1927. Mischtechnik auf Karton (26 x 37 cm). Taxe € 150.000 – 200.000Post War und zeitgenössische KunstHorst Antes, „Mauerbild IV“ (Nasenfigur), 1966. Aquatec auf Leinwand (121 x 150,5 cm). Taxe € 70.000 – 80.000Markus Lüpertz, „Frau mit blauem Grauen“, 1984. Öl auf Leinwand (160 x 130 cm). Taxe € 60.000 – 80.000Markus Lüpertz, „Nach Corot: Die Kühe“, 1985/86. Öl auf Leinwand (81 x 100 cm). Taxe € 35.000 – 40.000Tony Bevan, „The Seer“, 1986. Mischtechnik auf Karton, auf Nessel geklebt (165 x 130 cm). Taxe € 35.000 – 40.000Tomi Ungerer, „Zu: Schutzengel der Hölle“, 1986. Acht Blatt schwarze Kreide- und Bleistiftzeichnungen, davon eine Aquarell (Darstellungen bis zu ca. 24 x 35 cm, Blattgrößen ca. 42 x 30 cm). Taxe € 10.000 – 15.000Imi Knoebel, Porträt, 1992. Acryl auf Holz, mehrteilig gefasst und verschraubt (50 x 39 x 9 cm). Taxe € 18.000 – 24.000DesignFratelli Toso, Ein Paar Kerzenleuchter, 1920er Jahre. Farbloses Glas mit eingeschmolzenen Blasen (Höhe 35 cm). Taxe € 3.200 – 3.500Max Bill, „Dreibeinstuhl“, Entwurf 1949. Rot und schwarz bemalte Buche (74,5 x 43 x 44,9 cm). Taxe € 1.200 – 1.300Wilhelm Wagenfeld, fünf Vasen, 1950 - 1962. Turmalinfarbenes Glas (Höhen 7 bis 20 cm). Die Vasen stammen aus einer umfangreichen Sammlung - es folgen weitere acht Lose in dieser Auktion. Taxe € 250 – 300Ingo Maurer, Deckenleuchte „Ju-Ku“, 1975. Bambus, Reispapierfächer, Schnüre (Länge 151, Höhe 43, Durchmesser 45 cm). Die Lampe lässt sich in zwei unterschiedlichen Versionen hängen. Taxe € 1.400 – 1.600Michel Haillard, Fauteuil, 1995. Sitzschale aus Schildkröten-Panzer, Leder (105,5 x 71 x 84 cm). Taxe € 10.000 – 12.000Alessandro Mendini, „Proust’s Armchair“, Entwurf 1978. Ausführung 1997, Atelier Mendini (105 x 69 x 75 cm). Taxe € 5.000 – 6.000Außereuropäische KunstZoomorpher Tanzaufsatz Bamana Tjiwara (Holz) der Bambara, Mali, aus einer südfranzösischen Sammlung. Taxe € 18.000 – 20.000Stehende männliche Figur der Lega (Demokratische Republik Kongo) aus Holz. Taxe € 20.000 – 25.000Maske Kpelie der Senufo, Holz, Elfenbeinküste. Taxe € 10.000 – 15.000Stehende weibliche Figur der Fante, Ghana, aus Holz mit bunten Perlen und Stoff. Taxe € 9.000 – 12.000Maternité der Zulu, Südafrika (Holz). Taxe € 8.000 – 10.000

 

 

 

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen:NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMarion Vorbeck, Tel. +49 (0)89 23 17 10 – 50,E-Mail:marion.vorbeck@neumeister.com

Vorbericht ALTE KUNST 356, 27. Juni 2012

Auch in seiner Sommer-Auktion der ALTEN KUNST werden bei NEUMEISTER marktfrische und qualitätvolle Objekte aus allen Bereichen aufgerufen. Eine Auswahl:

Skulpturen / Kunsthandwerk / Möbel

Kruzifix, Limoges, 13. Jahrhundert. Taxe € 10.000-15.000. Provenienz: Bayerisches Nationalmuseum München – Sammlung Otto Bernheimer, München
Apostel, Niederbayern (Straubing), um 1440/50. Taxe € 10.000-15.000. Provenienz: ehemalige Sammlung Franz Wolter, München
Ein Paar Spiegel, England, 18. Jahrhundert. Taxe € 10.000-12.000. Provenienz: ehemaliges Palais Knorr, München
Herzpokal, teilvergoldet, Nürnberg, Jobst Planckh, um 1611-1629. Höhe 38 cm. Taxe € 15.000-20.000 
Miniaturenpaar, Familienbildnisse des Hauses Bourbon, Frankreich, wohl nach 1814. Aquarell auf Elfenbein. Je ca. 5,5 x 7,5 cm. In ein gemeinsames Etui montiert. Taxe € 10.000-12.000
Tabatière, Neuchâtel, um 1820. Altschliffdiamanten, Email. Taxe € 10.000-12.000. Auf dem Deckel befindet sich das von heraldischen Löwen gehaltene Hamburger Stadtwappen.

Alte Meister

Simon de Vlieger (um 1600 – 1653), „Fischverkauf am Strand bei Scheveningen“. Signiert und 1632 datiert. Taxe 
€ 200.000 – 220.000. Marktfrisches und museales Gemälde und eines von nur rund 20 Gemälden mit Stranddarstellungen, die vom Künstler bekannt sind. Aus einer süddeutschen Privatsammlung 
Lucas Cranach d.Ä. und Werkstatt, „Bildnis des Kurfürsten Johann der Beständige von Sachsen“. Öl auf Leinwand. Taxe 
€ 120.000-150.000 
Werkstatt Lucas Cranach d. Ä. (1472-1553), „Bildnis des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen“, genannt „der Großmütige“. Taxe € 60.000 – 80.000

Eine seltene großformatige Darstellung (64 x 48,5 cm) des KurfürstenQuiringh Gerritsz. van Brekelenkam (nach 1620 – um 1668), „Junge Frau am Spinnrad und Magd mit Geflügel“. Monogrammiert und 1661 datiert. Eine Wiederholung des Gemäldes aus dem Jahre 1667 befindet sich im Besitz der Gemäldegalerie Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Taxe € 40.000 – 45.000

Neue Meister

Wilhelm Busch (1832-1908), „Frau mit zwei Kühen“. Taxe 
€ 15.000 – 18.000 
Ludwig Hartmann (1835-1902), „Vor der Schmiede“. Taxe 
€ 18.000 – 19.000
Josef Wopfner (1843-1927), „Fronleichnamsprozession auf dem Chiemsee“. Taxe € 24.000 – 28.000 

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NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG
Marion Vorbeck Tel. +49 (0)89 23 17 10 – 50, 
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Vorbericht VINTAGE Mode & Accessoires

Sonderauktion Vintage-Mode und -Accessoires

am 9. Juli 2012 bei NEUMEISTER, 18.00 Uhr

Vorbesichtigung und Anprobe 6. bis 8. Juli 2012
(Freitag 9.00 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11.00 bis 17.00 Uhr)


Es ist so weit – am 9. Juli findet wieder die Sommer-Vintage-Auktion bei NEUMEISTER statt. Insgesamt 385 Objekte, darunter Maßanfertigungen, Couture-Kleider oder Prêt-à-Porter-Mode von 1900 bis 1990 sowie Accessoires können diesmal erstanden werden. Anprobiert werden kann während der Vorbesichtigung im Auktionssaal, der sich an diesen Tagen als Showroom präsentiert. Während der Auktion, die wie immer Design-Expertin Courtenay Smith abhält, lässt Künstler-DJ Kalle Laar den jeweiligen Zeitgeist der exklusiven Garderobe akustisch aufleben.

Vintage-Accessoires
Die Handtaschensammlung zu erweitern – dazu verführt eine breite Auswahl an Objekten gesuchter Klassiker, zum Beispiel Taschen vonChanel (Taxen € 100 - 250) oder zwei der hoch gehandelten Kelly-Bags aus den Sixties von Hermès aus schwarzem Glattleder, die für € 800 bis 1.000 bzw. € 1.000 bis 1.200 angeboten werden. Ein ganz besonderes Stück ist auch die braune Kelly-Backpack für € 1.000 bis 1.200, in der Frau stilvoll einiges transportieren kann. Ein Gespür für zeitlose Eleganz vermittelt die Inhaberin einer Birkin-Bag aus dem Hause Hermès (beiges Leder, Taxe € 1.200 - 1.500) oder mit einer Umhängetasche aus senfgelbem Leder (Taxe € 300 - 350). Louis Vuitton ist mit zwei Koffern in typischem Design vertreten (Taxe € 400 - 500 bzw. € 350 - 380) sowie mit verschiedenen Umhängetaschen und einer Tennisbag aus den 80er Jahren (Taxen € 100 - 700). Elegante Umhängetaschen werden auch aus dem Hause Diorangeboten (Taxen € 100 - 250) sowie von Gucci eine Abendtasche aus den 60er Jahren (Taxe € 200 - 220) und eine Krokotasche für € 600 - 800 sowie ein Satz Reisegepäck mit vier Teilen (1980er Jahre, Taxe € 300 - 400).

Auch für Liebhaberinnen des besonderen Fußkleides bietet die Vintage-Auktion diverse Occasionen: Schuhe von Christian Louboutin, Ungaro, Dior, Yves Saint Laurent, Ferragamo oder Versace – darunter Sling-Pumps (Louboutin, beige-graues Lackleder, Taxe € 150 - 200) und Peeptoes (Taxe € 150 - 200) oder klassische, mit Seide bezogene Slipper von Ferragamo für € 30 bis 50.

Modeschmuck war in den vergangenen Auktionen sehr begehrt und wird auch diesmal in breiter Auswahl angeboten, beispielsweise zwei Broschen aus den 40er Jahren mit farblosen Strass-Steinen für € 350 bis 400 vonEisenberg oder von Trifari eine Brosche samt passender Ohrclipse von Kenneth Jay Lane mit Emaille, Strass und Jade-Imitat (um 1970, Taxe € 400 - 500), ein Collier von Dior von 1968 (Taxe € 500 - 550) mit farblosen Strass-Steinen, Achat- bzw. Smaragd-Imitat sowie von Stanley Hagler eine Brosche mit Türkis-Imitat und Kunstperlen (Taxe € 80 - 100), ein üppiges Collier mit Ohrclipsen (Taxe € 600 - 800) sowie Ohrclipse in Rot, ebenfalls mit vergoldetem Metall sowie Perlen, Strass und Glassteinen für € 150 - 180. Zudem hat die Sonderauktion übrigens optisch höchst ansprechendes Informationsmaterial für Freunde des guten Designs zu bieten, nämlich jeweils mehrere Blätter hinreißender Kostümentwürfe für Filme aus den 50er Jahren wie „Das weiße Abenteuer“ oder „Strassenserenade“ für Taxen zwischen € 200 und 500. 

Vintage-Fashion
Die 50er Jahre mit ihren klaren Formen leben wieder auf mit einem blau-schwarz gemusterten Modell-Oberteil aus Wolle mit Dreiviertel-Ärmeln von Lauer-Böhlendorff, Berlin (Taxe € 150 - 180) oder mit einem doppelreihig geknöpften, zum Saum hin ausgestellten Mantel von ChristianDior von 1958 aus heller Wolle.

Ein Traum aus den Sixties: Ganz in crèmeweißem Seidensatin wurde das Fotomodell Helga Kirsch 1960 zur Miss Germany gewählt. Top und Rock (letzterer wohl Heinz Oestergaard, Taxe zusammen € 200 - 250) sind aufwändig mit Perlen und farblosen Strass-Steinen bestickt. „Zurück in die Zukunft“ könnte das Motto für Klassiker aus dem Atelier Missoni lauten: Die Maxi-Abendkleider aus Lurex (Taxe zusammen € 200 - 220) sind durch die Kombination aus kompromissloser Strenge und verspielten Mustern ein Statement für unangepasstes Stilbewusstsein. Wer es damenhafter mag, kann bei NEUMEISTER auch diesmal bei einem der begehrten Couture-Kostüme aus dem Hause Chanel (Seide, pink und dunkelblau gestreift, Taxe € 400 - 450) mitbieten. Aus edler Wolle schuf André Courrèges in den 60er Jahren ein hellgrünes, kurzärmeliges Kleid, das vorne durchgeknöpft ist, mitnichten aber zugeknöpft wirkt (nummeriert: 050128; Taxe € 300 - 350). Für die Kopfleiste seines dunklen Pendants hat er eine raffinierte Lösung ersonnen: Nach oben hin geschwungen, endet sie unter dem kleinen angesetzten Kragen und lässt dabei ein Stück Haut hervorblitzen (Taxe € 350 - 450). Ebenfalls aus dem Atelier Courrèges stammt ein wollener, perfekt fallender cremefarbener Hosenanzug mit Kurzärmeln (nummeriert: 038788, Taxe € 300 - 350). Auch 2012 werden wieder einige der begehrtenPucci-Kleider aus den Sechzigern und Siebzigern mit ihrem typisch floralen Muster aufgerufen, wie etwa ein Minikleid und ein knielanges Kleid aus Seide für jeweils € 200 bis 220 oder ein Maxikleid in frischem Grün-Rosé für € 200 bis 220.

Für den großen Auftritt am Abend ist mehrfach gesorgt: Ein Hingucker früher wie heute ist die dunkle Neckholder-Robe von Ossie Clark, London aus den 70ern (Krepp, Taxe € 200 - 220). Hoch geschlossen, aber dafür mit weich fließendem Seidenjersey bis zu den Fußknöcheln huldigt Roberta di Camarino mit einem blau-grünem Kleid (Taxe € 200 - 220) den weiblichen Formen. Freunde des Designs von Yves Saint Laurent können aus zwei Ensembles aus langem Rock mit passendem Oberteil und Stoffgürtel (Taxe € 180 - 220 bzw. 200 - 220) oder fünf wollenen Capes in unterschiedlichen Längen zu Taxen von € 140 - 220 wählen. Typisch für das Erscheinungsbild der eleganten Damenwelt der 1980er Jahre ist Jean-Claude Jitrois mit einem eng anliegenden Kostüm aus Wildleder – selbstverständlich mit breit ausstaffierten Schultern. Mit einem an den Punk angelehnten Kleid wartetZandra Rhodes, London, auf. Aus Polyester, Satin, Glasperlen und Sicherheitsnadeln schuf sie ihr Statement des Nonkonformismus für Klassefrauen (Taxe € 350 - 450). Zeitlos elegant dagegen und wie ein Kunstwerk zum Anziehen erscheint ein schwarzes Abendkleid vonChristian Dior für Miss Dior aus fließendem Polyester und Plissee für Taxe € 350 bis 400.

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Nachbericht Alte Kunst 356, 27. Juni 2012

NACHBERICHT Auktion ALTE KUNST 356, 27. Juni 2012 Auch der internationale Handel sorgte für hohe Ergebnisse bei Alten Meistern. NEUMEISTER – seit jeher starker Partner für das 19. Jahrhundert – sorgte bereits bei seiner Frühjahrsauktion 2012 mit 21 sensationell hoch bewerteten Werken Adolph Menzels für ein spürbares Erstarken von Gemälden aus dieser Epoche auf dem Markt und bewies sich nun ein weiteres Mal als führend für das 19. und das frühe 20. Jahrhundert. Darüber hinaus war das Interesse an den Sparten Kunsthandwerk und Skulptur erfreulich hoch – auch zwei Museen sicherten sich bei den Skulpturen Neuerwerbungen.Nachfolgend die Highlights der Auktion: Gemälde Christiaen Gillisz. van Couwenbergh (1604 – 1667) zugeschrieben, „Kavalier mit drei musizierenden Kurtisanen“, Öl auf Lwd. (Taxe € 10.000 - 12.000): € 64.770; in die Schweiz verkauft Neapolitanisch (Umkreis Jusepe de Ribera), 1. Hälfte 17. Jh., „Platon“, Öl auf Lwd, (Taxe € 12.000 - 15.000): für € 55.880 an einen französischen Käufer Carl Ludwig Frommel, „Rom – Blick von den Ruinen der Kaiserpaläste auf den Palatin über den Tiber auf den Petersdom“ (Taxe € 7.000 - 8.000), Aquarell über Bleistift: € 27.940 Lorenzo Quaglio, „Schnitter bei der Rast“, 1826, Öl auf Lwd., (Taxe € 13.000 - 14.000): € 25.400; Münchener Privatsammlung Johann Sperl (1840 – 1914), „Waldeingang im Herbst“, Öl auf Holz, (Taxe € 1.800 - 2.000): € 29.210. Käufer ist ein Privatsammler aus dem Rheinland. Josef Wopfner (1843 – 1927), „Fronleichnamsprozession auf dem Chiemsee“, Öl auf Lwd, (Taxe € 24.000 - 28.000): für € 30.480 an den süddeutschen HandelKunsthandwerk 15-teiliges Mokkaservice, Meissen (Taxe € 700 - 800): € 10.922 An eine deutsche Privatsammlung, teilweise gegen russische Unterbieter, gingen folgende drei Objekte: Ein seltener Nürnberger Herzpokal des Meisters Jobst Planckh, um 1611 – 1629 (Taxe € 15.000 - 20.000): € 35.560 eine prunkvolle Augsburger Schauplatte des Johann Erhard I Heuglin (Taxe € 14.000 - 16.000): € 19.050 sowie eine Golddose mit Hamburger Stadtwappen, Neuchâtel um 1820 – 1860 (Taxe € 10.000 - 12.000): € 13.970. Seltenes Zigarettenetui, Osmanisches Reich, Ende 19. Jh. (Taxe € 1.800 - 1.900): für € 22.225 an einen türkischen Bieter Emile Gallé, Enghalsvase, um 1892, (Taxe € 1.800 - 2.000): € 4.064 Ein Paar Spiegel, Art des Franz von Stuck, aus den Privatgemächern der Mary von Stuck in der Villa Stuck (Taxe € 3.000 - 4.000): € 5.080Skulpturen und Möbel Romanisches Limoges-Kruzifix aus der Sammlung Otto BernheimerTaxe von € 8.000 - 10.000): € 33.020 Meister von Seeon (um 1430 / 35), Segnender Christus (Taxe € 8.000- 10.000): € 20.320 Seltene niederbayerische Tonfigur eines Apostels, Mitte 15. Jh. (Taxe € 10.000 - 15.000): € 27.940; kehrt wieder in die Region ihrer Entstehungzurück Michael Zürn (um 1630 / 40), Hl. Dionysius, Taxe (€ 9.000 - 12.000): € 15.240 Johann Baptist Straub (1704 – 1784), schwungvoll bewegter Hl. Ulrich, Holz (Linde?), (Taxe € 3.500 - 3.800): € 10.795 Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen: NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG, Marion Vorbeck, Tel. 089/ 23 17 10 – 50, E-Mail marion.vorbeck@neumeister.com

Nachbericht ALTE KUNST 357, 26. September 2012

NACHBERICHT Auktion ALTE KUNST 357, 26. September 2012 Mit großem Erfolg eröffnete NEUMEISTER die Herbstsaison 2012. Unter starker Beteiligung auch ausländischer Bieter konnten vielfach hocherfreuliche Ergebnisse für Objekte bestechender Qualität verbucht werden. Zum wiederholten Male bestätigte sich bei den Gemälden der Trend, dass Werke aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts bei entsprechender Bedeutung wieder auf ausgeprägtes Wohlwollen der Sammler stoßen, was beispielsweise der Erlös von € 44.450 für Albrecht Adams Gemälde „Pferde auf der Koppel“ belegt. Nachfolgend die Highlights der Auktion: Kunsthandwerk Walzenkrug, Gmunden, um 1774 (Taxe € 600 - 700€): € 4.826, an einen Telefonbieter Chronos, Meissen, Mitte 18. Jahrhundert (Taxe € 1.200 - 1.500): € 3.810Immerwährender Kalender, Süddeutsch, um 1700 (Taxe € 500 - 600): € 3.302 Hinterglasbild, Alpenländisch, 17. Jahrhundert (Taxe € 4.000 - 4.500): € 8.255 Kutschenuhr, Augsburg, 2. Hälfte 18. Jahrhundert, Johann Georg Brodt (Taxe € 6.000 - 7.000): € 13.970 Stutzuhr Elli(n)gen, 18. Jh. Johann Michael Vogler (Taxe € 2.000 - 2.500): € 7.620 Empire-Prunkpendule, Berlin, Anfang 19. Jahrhundert, Ravené (Taxe € 10.000 - 12.000): für € 13.970 an einen russischen Bieter Deckelpokal, teilvergoldet, Straßburg, um 1600, Barthel Birtsch (Höhe 30 cm; Taxe € 25.000 - 28.000): für € 35.560 an einen süddeutschen Privatsammler Stuhl C 32 von Carlo Bugatti, Mailand 1898 (Taxe € 7.000 – 8.000): € 8.890 Phänomen-Vase, Joh. Lötz Wwe., Klostermühle, 1901, Höhe 31 cm (Taxe € 700 - 800): € 5.080 Diamantring, Düsseldorf, 1964 (Platin, Diamant in Tropfenschliff, ca. 2,8 ct, lupenrein mit Diamantbaguetten (Taxe € 15.000 – 18.000): € 19.050 Zigarettendose, wohl deutsch, um 1950, Gelbgold 750, L. 10,8 cm (Taxe € 4.500 - 4.700): € 7.239 Skulpturen / Möbel Süddeutsche Maria Immaculata, Mitte des 18. Jahrhunderts (Taxe € 3.000 - 3.500) € 12.700 Kleinteilig geschnitztes Relief, Anfang 16. Jahrhundert, mit Darstellung der Vermählung Mariens (Taxe € 2.000 - 2.500): Kehrt für € 5.715 wieder in die Gegend seiner Entstehung, die Niederlande, zurückVierersatz französischer Fauteuils des Louis XV (Taxe € 12.000 - 14.000): € 15.240 Fünfteiliges, auf 1844 datiertes Bauernschlafzimmer aus dem Mangfallgau (Taxe € 6.000 - 8.000): € 7.620 Gemälde Alte Meister Sechs Gemälde Venezianische Ansichten, Nachfolge Francesco Guardi (Taxe € 5.000 – 6.000): € 15.240 Waldbodenstillleben in der Art Karl Wilhelm de Hamiltons (Taxe € 4.000 – 4.500): € 13.970 19. / 20. Jahrhundert: Albrecht Adam „Pferde auf der Koppel“, 1856 (Taxe € 35.000 – 38.000): € 44.450 Ausgeprägtes Interesse auch seitens des ausländischen Publikums erregte Peder Mørk Mønsted mit seinem Gemälde „Waldbach“ (Taxe € 6.000 – 8.000), wobei ein deutscher Bieter obsiegte: € 35.560 Oskar Mulley „Bergbauernhof“ (Taxe € 15.000 – 20.000): € 43.180 Felix Schlesinger „Knabe beim Füttern dreier Kaninchen“ (Taxe € 10.000 – 12.000): € 17.780 Heinrich von Zügel „Hirtin mit Schafherde am Weideausgang“ (Taxe € 6.000 – 7.000): € 16.510. Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen: NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG Marion Vorbeck, Tel. +49 (0)89 23 17 10 – 50, E-Mail: marion.vorbeck@neumeister.com

Vorbericht ALTE KUNST 357, 26. September 2012

Vorbericht Auktion ALTE KUNST 357 vom 26. September 2012In der Abteilung Gemälde kann NEUMEISTER zahlreiche besonders wertvolle Pretiosen anbieten, allen voran ein Gemälde von Gustave Courbet. Zudem wurde besonderes Augenmerk auf die Abteilung Porzellan gelegt – beste Vorzeichen dafür, dass auch in der Herbstauktion wie schon im ersten Halbjahr 2012 wieder beste Ergebnisse erzielt werden. Skulpturen / Kunsthandwerk / Möbel Spitzenobjekt ist eine seltene Meissener Teekanne in Gestalt einer Affenmutter mit ihren Jungen (Taxe € 20.000 - 22.000, Höhe 20,5 cm; um 1735). Die bemerkenswert naturalistische Gestaltung dieses für die höfische Tafel gedachten Objektes ist ein besonderes Beispiel für die Arbeitsweise von J. J. Kändler. Er rückte die bildhauerische Komponente in der Porzellankunst in den Vordergrund – insbesondere die naturgetreue Abbildung heimischer wie exotischer Tiere war ihm ein Anliegen. Sein Können als Tierbildhauer konnte Kändler bereits Anfang der 30er Jahre des 18. Jahrhunderts mit Großtierplastiken für das Japanische Palais in Dresden für August den Starken beweisen. Hinzu kommt ein anekdotischer Aspekt: Die sprichwörtliche Affenliebe, die die Affenmutter ihren Kindern zuteilwerden lässt, wird hier so lebendig wie die Naschsucht, deren Symbol der Affe ist.Weitere bemerkenswerte Objekte Mehrere Meissener Koppchen mit Chinoiseriedekoren, Kauffahrteiszenen oder indianischen Blumendekoren, 1730/1740. Taxen € 1.000 - 1.300 bzw. € 1.200 – 1.500Reich bemalte Schale mit bunten Watteau-Szenen und Goldstaffage, Meissen, um 1740. Taxe € 10.000 - 12.000 Drei Argus-Vasen und mehrere hochwertige Phänomen-Vasen von Joh. Loetz Wwe. Klostermühle, alle um 1900. Taxen € 800 – 4.500Stuhl, Carlo Bugatti, 1898. Taxe € 7.000 – 8.000 Bibliothekstisch, Eugenio Quarti. Taxe € 10.000 – 12.000Maria mit Kind, Niederbayern, um 1500. Taxe € 12.000 – 15.000 Hl. Anna Selbdritt, Landshut, um 1500. Taxe € 12.000 – 14.000Vermählung Mariens, Niederlande, Hochrelief, Anfang 16. Jahrhundert. Taxe € 2.000 – 2.500 Satz von vier Armlehnstühlen, Paris, Mitte 18. Jh. Jeweils Schlagstempel „CLBG“, Clement Berger, Meister, 1720. Taxe € 12.000 – 14.000Gondelstuhl, Venedig, 19. Jahrhundert. Taxe € 8.000 – 8.500 Empire-Prunk-Pendule „Le Char d’Athéna“, Berlin, Anfang 19. Jahrhundert. Taxe € 10.000 – 12.000 Alte und Neue Meister Hauptlos der Gemälde-Offerte ist ein Gemälde Gustave Courbets: „Bewegte See - Die Welle“ (Taxe € 60.000 – 70.000). Die Authentizität des Gemäldes wurde vom Institut Courbet bestätigt. Gustave Courbet war stets fasziniert von den Naturgewalten, denen das Meer ausgesetzt war. In seinem Atelier an der Küste studierte er immer wieder die Brandung und die Veränderungen des Himmels, der Atmosphäre. Ihren Niederschlag fand diese intensive Naturbeobachtung unter anderem in seinen verschiedenen Darstellungen des bewegten Meeres. Die wohl berühmteste Fassung „La mer orageuse – La vague“ von 1870 befindet sich im Besitz des Musée d’Orsay, Paris.Weitere bemerkenswerte Objekte Hans Thoma, „Kampf in den Wassern“, Aquarell, 1890. Taxe € 1.200 – 1.500Franz von Stuck, Zwei Pastellbildnisse des Ehepaares Therese und Johann Linxweiler, 1918/1919. Taxe € 10.000 – 12.000 Sebastiano Ricci, Werkstatt, „Ecclesia und Fides mit dem Markuslöwen“. Taxe € 22.000 – 25.000Franz Napoleon Heigel, „Herzog Maximilian von Leuchtenberg“, 1836. Provenienz: Ehemalige Sammlung Maximilian Herzog von Leuchtenberg, Fürst Romanowsky. Taxe € 25.000 – 30.000 Albrecht Adam, „Pferde auf der Koppel“, 1856. Albrecht Adam, Hofmaler des Herzogs von Leuchtenberg, zählte zu den renommiertesten Pferdemalern seiner Zeit. Taxe € 35.000 – 38.000Giosuè Sala, gen. Il Saletta, „Der Raub des Ganymed“, 1801. Es gelingt Sala, trotz Remineszenzen an vorhergehende Kunststile ein eigenständiges und für seine Zeit erstaunlich modernes Kunstwerk zu schaffen. Taxe € 10.000 – 12.000 Felix Schlesinger, „Kinder im Walde“, 1859. Taxe € 18.000 – 20.000Johann Sperl, „Kinder mit Gänsen vor dem Haus“. Das Gemälde weist Parallelen mit Johann Sperls großem Gemälde „Der Kindergarten“ (Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München) auf. Taxe € 15.000 – 18.000 Franz von Lenbach, „Edvard Grieg“. Der berühmte norwegische Komponist gehörte zu Lenbachs Lieblingskomponisten; sein Aufenthalt im Atelier des Malerfürsten ist durch zahlreiche Fotovorstudien belegt. Taxe € 9.000 – 10.000

Nachbericht Auktion ALTE KUNST 358, 5. Dezember 2012 mit Sonderauktion „Heinrich von Zügel. 62 Arbeiten aus einer Privatsammlung“

Sonderauktion „Heinrich von Zügel. 62 Arbeiten aus einer Privatsammlung“Dass Heinrich von Zügel (1850 – 1941), der es mit seinen Werken zu seiner Zeit bis ins Metropolitan Museum von New York brachte, heute längst wieder begehrt ist, bewies die Sonderauktion bei NEUMEISTER. 62 hochrangige Werke aus einem Nachlass konnten hier in einem Evening Sale angeboten werden. Entsprechend der Qualität der Offerte ergab sich eine außerordentlich erfreuliche Zuschlagsquote von über 90 Prozent; oftmals stiegen die Schätzpreise um ein Vielfaches an.

 

Auch ein Selbstporträt des Künstlers konnte NEUMEISTER anbieten. Zum mehr als Zehnfachen seiner Taxe (€ 3.300 – 3.500) wurde das virtuose „Selbstbildnis“ des Künstlers nach Berlin verkauft - mit € 50.800 eines der teuersten Gemälde der Sonderauktion.

 

Ein „Kalter Winterabend bei aufgehendem Mond“, ein Schlüsselwerk auf Zügels Weg in den Pleinairismus (1880; Taxe € 12.000 – 15.000), erzielte € 27.940.

 

Zum teuersten Werk des Künstlers entwickelte sich der „Frühling“ mit Schafen und einem trauten Hirtenpaar von 1884 (Taxe € 15.000 – 20.000) mit € 63.500.

 

Eine „Weidende Herde über Murrhardt“, eine Hommage an Zügels Geburtsort (1883; Taxe € 15.000 – 20.000), ging für € 25.400 wieder zurück in die Heimat.

 

Um „Zwei Widderköpfe“, ein wahres Meisterwerk der Tiermalerei, entbrannte ein Bietergefecht im Saal und an den Telefonen. Schließlich wurde das auf € 4.000 – 4.500 taxierte Werk für € 31.750 an ein süddeutsches Museum verkauft.

 

Seine Meisterschaft bis ins hohe Alter beweist Zügel mit dem 1931 entstandenen Gemälde „Vor der Durchfahrt“ (Taxe € 10.000 – 12.000), das ein Kenner für € 35.560 erstand.

 

1908 / 09 war eine Großfassung dieses Gemäldes im Metropolitan Museum of Art in New York ausgestellt – die bei NEUMEISTER angebotene großformatige Arbeit „Junge reitet mit zwei Ochsen durch die Furt“ (1907; 100 x 150 cm; Taxe € 5.000 – 6.000) erbrachte € 21.590.

 

NACHBERICHT Auktion ALTE KUNST 358, 5. Dezember 2012

 

Auch die reguläre Auktion erbrachte erfreuliche Ergebnisse. Es bestätigte sich das Interesse an hochwertigem Kunsthandwerk. Neben privaten Sammlern befanden sich hier auch Museen unter den Interessenten, die das Angebot zu schätzen wussten. Besonders in der Gunst vor allem zahlreicher Privatsammler stehen die Gemälde des 19. Jahrhunderts; die Topzuschläge für Carl Spitzweg und Franz von Stuck bestätigen einmal wieder die Marktführerschaft NEUMEISTERS in diesem Segment.

 

Highlights der Auktion

 

Deckelhumpen, Münster, um 1600, Johann Schouw, (Taxe € 24.000 – 26.000): € 31.750. Wurde in eine westfälische Privatsammlung verkauft.

 

Großer Deckelbecher, Moskau, 1743, Ilja Iwanow Sljunjaj: € 24.130 (Taxe € 18.000 – 20.000). Ging an einen Sammler aus Süddeutschland.

 

Schreibgarnitur, Rom, um 1770/1775, (Giovanni) Antonio Fornari: € 19.050 (Taxe € 7.000 – 8.000). Ging an ein Museum in Lettland.

 

Büchsensonnenuhr, München, 1576, Ulrich Schniep: € 19.050 (Taxe € 14.000 – 18.000)

 

Solitärring, wohl Frankreich, um 1920: € 58.420 (Taxe € 30.000 – 35.000)

 

Adolph von Menzel, Modellstudie eines männlichen Kopfes: € 15.240 (Taxe € 10.000 – 12.000). Das erfreuliche Ergebnis schließt den Bogen zur erfolgreichen Versteigerung einer Privatsammlung von 21 Arbeiten Menzels im März dieses Jahres.

 

Triptychon, Moskau, 1883, Pawel Aktimow Owtschinnikow: € 26.670 (Taxe € 6.000 – 7.000)

 

Franz von Defregger, „Das Haserl“: € 44.450 (Taxe € 20.000-25.000)

 

Karl Hagemeister, „Segelschiffe in bewegter See“: € 12.700 (Taxe € 2.700 – 3.000)

 

Carl Spitzweg, „Der Historienmaler“: € 127.000 (Taxe € 65.000 – 75.000)

 

Franz von Stuck, „Bildnis Mary Stuck“: € 139.700 (Taxe € 20.000 – 25.000)

 

Josef Wopfner, „Nächtliche Kahnfahrt auf dem Chiemsee“: € 46.990 (Taxe € 28.000 – 32.000)

 

 

 

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen:NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMarion Vorbeck, Tel. +49 (0)89 23 17 10 – 50,E-Mail: marion.vorbeck@neumeister.com

Vorbericht Sonderauktion „Heinrich von Zügel. 62 Arbeiten aus einer Privatsammlung“ im Rahmen der Auktion ALTE KUNST 358 am 5. Dezember 2012, 17.00 Uhr

In einer Sonderauktion versteigert NEUMEISTER 62 Werke von Heinrich von Zügel. Den Liebhabern der Kunst Heinrich von Zügels kann eine von einem süddeutschen Sammler über Jahrzehnte hinweg mit großem Sachverstand aufgebaute Kollektion von 62 Gemälden und wenigen Graphiken aus allen Schaffenszeiten des Künstlers angeboten werden, eine der umfangreichsten Zügel-Sammlungen in privater Hand.

 

Die Bandbreite reicht dabei von einem Frühwerk des Jahres 1874 „Vor der schwäbischen Dorfschänke“ über mehrere der in ihrer stofflichen Wiedergabe faszinierenden Gemälde der 80er Jahre, z. B. dem von Sonnenlicht durchfluteten „Frühling“ von 1884 bis zu exemplarischen Arbeiten der Zeit kurz nach 1900, die den Künstler als reifen Impressionisten zeigen: „Junge reitet mit zwei Ochsen durch die Furt“ von 1907 und vor allem ein „Salzender Schäfer mit Herde bei aufgehendem Mond“, ein Gemälde, das 1908/09 im New Yorker Metropolitan Museum of Art präsentiert wurde. Daneben finden sich mehrere Arbeiten mit Motiven aus der Lüneburger Heide wie auch aus der Steiermark. Die späte Phase des künstlerischen Schaffens Zügels ist mit charakteristischen Motiven vom Murrhardter Wolkenhof bis zum Jahr 1931 vertreten. Die Vielfalt des Angebotes spiegelt sich auch in den unterschiedlichsten Formaten wieder - von der 18 x 23 cm kleinen Zeichnung „Hirte mit zwei Rindern“ bis hin zum großformatigen Gemälde „Rinder mit Hüter im Wasser“ von 1921 mit 2,23 x 3,12 Metern.

 

Der Erblasser hatte bereits vor seinem Ableben über den Verkauf von Bildern des Künstlers verhandelt, da er wusste, dass NEUMEISTER auch 2012 wieder Spitzenergebnisse für Zügel erzielt hatte. Die Geschäftsbeziehungen nahmen seine Erben nun auf und haben NEUMEISTER die umfangreiche Sammlung zur Versteigerung anvertraut.

 

NEUMEISTER spannt mit dieser Versteigerung einen Bogen zu der so erfolgreichen Frühjahrsauktion mit einer Sammlung von Werken Adolph von Menzels – wiederum ein Rarissimum, da so große Blöcke mit Werken bekannter Künstler des 19. Jahrhunderts nur mehr äußerst selten auf den Markt gelangen. Damit bestätigt NEUMEISTER abermals seine Rolle als Marktführer auf diesem Segment.

 

Heinrich von Zügel genoss zu Lebzeiten höchstes Ansehen, er war mit seinen Werken auf internationalen Ausstellungen mehrmals vertreten, u.a. in New York (Metropolitan Museum). Im Jahr 2012 wird nicht nur mit der Auktion bei NEUMEISTER Zügels künstlerischer Rang ins Bewusstsein gerückt, sondern auch durch eine zweiteilige Ausstellung im Museum.

 

Georg Schäfer Schweinfurt („Heinrich von Zügel - vom Realismus zum Impressionismus“, 27 Mai - 14. Oktober 2012 und 16. Oktober 2012 bis 6. Januar 2013).

 

Die Leiterin des Museums Georg Schäfer, Dr. Sigrid Bertuleit, wird zur Eröffnung der Ausstellung der Sonderauktion bei NEUMEISTER am 29. November einführende Worte sprechen.

 

Heinrich von Zügel (1850 Murrhardt – 1941 München)

 

Der Künstler gilt als der bedeutendste Münchner Tiermaler der Zeit um 1900. Schon früh wurde sein Talent gefördert; 1864 erhielt er von Prinz Hermann von Sachsen-Weimar ein zweijähriges Stipendium, 1867 – 69 folgte ein Aufenthalt an der Stuttgarter Kunstgewerbeschule. Als Neunzehnjähriger bezog er, anfangs als Schüler Karl Theodor von Pilotys, die Münchner Kunstakademie. Er trat bald in Kontakt mit dem damals hoch geschätzten Tiermaler Anton Braith. Seit 1871 war Zügel mit seinen Werken auf Ausstellungen vertreten, 1873 wurde ihm auf der Weltausstellung in Wien die Goldene Medaille verliehen. Große Museen begannen ab 1876, seine Werke anzukaufen, darunter die Berliner Nationalgalerie und die heutigen Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

 

Studienreisen führten ihn nach Paris, Belgien und Holland sowie nach England. 1892 zählte Heinrich Zügel zu den Mitbegründern der Münchner Secession. 1894 an die Karlsruhe Akademie berufen, kehrte der Künstler schon im darauffolgenden Jahr nach München zurück, wo für ihn an der Kunstakademie eine eigene Klasse für Tiermalerei eingerichtet worden war.

 

1901 konnte der Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, Zügel dazu bewegen, sich auch mit Motiven aus der Lüneburger Heide zu befassen. Durch die rege Ankaufspraxis des ersten Direktors der Hamburger Kunsthalle fanden bedeutende Werke von Künstlern des späten 19. Jahrhunderts ihren Weg in die dortige Sammlung (darunter Arbeiten von Pierre Bonnard, Eduard Vuillard und Wilhelm Leibl).

 

Am Höhepunkt seines künstlerischen Ruhmes wurde Heinrich Zügel 1907 der persönliche Adel verliehen.

 

Heinrich von Zügel gilt neben Max Liebermann und Fritz von Uhde als einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Impressionismus. Seine Gemälde haben bevorzugt Schafe und Rinder zum Bildgegenstand. Die Kunst Zügels zeichnet sich durch helles Kolorit, die genaue Beobachtung des Sonnenlichts im Sinne des Pleinairismus und virtuosen Farbauftrag mit breitem Pinsel aus. Heinrich von Zügel äußerte zu seiner Kunst: „Das Tier als solches ‚abzumalen‘, ist mir nie schwer gefallen, aber das Tier mit einer Umgebung, d.h. in Luft und Licht, die farbige Erscheinung wiederzugeben in dem Moment, wo sie am schönsten ist, ist manchmal unbezwinglich, weil einem die Form viel zu schaffen macht. Form und Farbe gleichwertig hochzuhalten, hielt ich immer für das Erstrebenswerteste.“

 

Einige Arbeiten Heinrich von Zügels aus der Auktion

 

„Vor der schwäbischen Dorfschänke“. München, 1874, Öl auf Lwd., 98 x 62 cm. Mit diesem Gemälde weist sich der junge Künstler als im Vollbesitz seiner künstlerischen Kraft aus. Bereits ein Jahr vor der Entstehung des Werkes hatte Zügel auf der Wiener Weltausstellung für sein Gemälde „Schafwäsche“ die Goldene Medaille erhalten. Taxe € 25.000 – 30.000

 

„Ein Straßenraub“. München, 1881, Öl auf Lwd., 33,5 x 52 cm. In anekdotenhaft-vermenschlichenden Zügen zeigt Zügel eine Hundefamilie am Straßenrand, während ein frecher Dackel, der „Straßenräuber“, aus deren Fressnapf frisst. In den frühen 80er Jahren schuf Heinrich von Zügel mehrere Gemälde mit Hunden, der „Straßenraub“ stellt sicherlich einen Höhepunkt dieser genrehaft erzählenden Tiermalerei dar. Taxe € 20.000 – 25.000

 

„Frühling“. München, 1884, Öl auf Lwd. 43,5 × 66 cm. Das Gemälde aus der Dachauer Schaffensphase des Künstlers ist exemplarisch für dessen Stil in den achtziger Jahren. Der virtuos geführte Pinsel lässt das von der Sonne gewärmte, weiche Fell der Schafe förmlich greifbar werden und der Betrachter fühlt sich unmittelbar in das Frühlingsidyll mit einbezogen. Taxe € 15.000 – 20.000

 

„Salzender Schäfer mit Herde bei aufgehendem Mond“. Öl auf Lwd., 141 x 201 cm. Zum Zeitpunkt der Entstehung des Gemäldes stand Zügel am Zenit seiner Karriere. 1907 war ihm der persönliche Adel verliehen worden, im Jahr darauf war er auf der „Exhibition of German Art“ im Metropolitan Museum of Art in New York mit Werken vertreten. Neben dem vorliegenden Gemälde wurde damals auch eine Fassung des „Ochsengespanns mit reitendem Jungen“ dort ausgestellt und vom Metropolitan Museum angekauft. Ein kompositionell sehr ähnliches Gemälde „Die Schafherde“ ist im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesamlungen. Taxe € 15.000 – 20.000

 

„Hüterjunge mit Rindern in der Furt“. 1907, Öl auf Lwd., 100 x 150 cm. Bei dem Gemälde handelt es sich um eine verkleinernde Variante des Gemäldes „Ochsengespann mit reitendem Jungen“, das vom Metropolitan Museum angekauft wurde. Taxe € 5.000 – 6.000

 

 

 

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen:NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMarion Vorbeck Tel. +49 (0)89 23 17 10 – 50, Email marion.vorbeck@neumeister.com

Vorbericht Auktion ALTE KUNST 358 am 5. Dezember 2012

In der Weihnachtsauktion Alte Kunst hat NEUMEISTER in allen Sparten qualitätvolle Objekte und prominente Namen zu bieten. Eine hochkarätige und umfassende Sammlung von Werken Heinrich von Zügels wird anschließend um 17.00 Uhr versteigert (siehe gesonderte Pressemitteilung).

 

Kunsthandwerk / Möbel

 

Johann Schouw, Deckelhumpen. Münster, um 1600, teilvergoldet, Höhe 16 cm, 408 g. Von Schouw ist nur eine einzige Goldschmiedearbeit bekannt: der Martinus-Pokal im Westfälischen Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte, Münster. Taxe € 24.000 – 26.000

 

Ulrich Schniep, Büchsensonnenuhr. München, 1576, Messing, feuervergoldet, 6,4 x 4,8 x 1,8 cm. Schniep war Kompassmacher für Herzog Albrecht V. von Bayern und wurde von dessen Nachfolger Herzog Wilhelm V. von Bayern 1579 als Hofuhrmacher angestellt. Er gilt als bedeutender Hersteller von Sonnenuhren in Museumsqualität. Taxe € 14.000 – 18.000

 

Aufsatzschreibschrank mit diversen Geheimfächern. Dresden, um 1730, 217 × 108 × 63 cm. Der Typus des Schreibschranks erfreute sich am sächsischen Hof besonderer Beliebtheit. Als Sammlungsmöbel dienten die aufwändig furnierten oder mit Lack dekorierten Schreibschränke vor allem der höfischen Repräsentation. Taxe € 65.000 – 80.000

 

Aufsatzschreibkommode. Österreich /Böhmen, 1745, Nussbaum, Ahorn, Zwetschge, Zinneinlagen, 203 × 113,5 × 68 cm. Seine Singularität verdankt der Aufsatzschreibschrank der überreichen, von der zeittypischen China-Mode geprägten Marketerie. Charakteristisch ist die Nebeneinanderstellung europäischer und exotischer Motive. Taxe € 50.000 – 80.000

 

 

 

Schmuck

 

Großes Saphircollier. Umlaufend besetzt mit blauen, gelben und roséfarbenen Saphiren, zus. ca. 72,75 ct, gerahmt von Brillanten, zus. ca. 7,39 ct, Länge 51 cm. Das Collier besticht durch das elegante Farbenspiel der verschiedenen Saphirtöne. Taxe € 14.000 – 15.000

 

Klassisches Diamantarmband , umlaufend besetzt mit Diamantbaguetten, zusammen ca. 6,83 ct, Länge 18 cm. Taxe € 11.000 – 12.000

 

Ein Paar besondere Smaragd-Diamant-Ohrhänger, besetzt mit je einem qualitätvollen Smaragd in Tropfenschliff von außerordentlich feiner Farbe, zus. ca. 11,92 ct, gerahmt von Brillanten, zus. ca. 3,56 ct, L. 3,4 cm. Taxe € 39.000 – 40.000

 

 

 

Alte Meister

 

Adolph von Menzel, „Modellstudie eines männlichen Kopfes“. Bleistift, gewischt, schwarze und farbige Kreiden, Aquarell- und Deckfarben, weiß gehöht, auf braunem Tonpapier. 15,7 × 12,7 cm. Die Zeichnung ist eine Studie zu dem Gemälde „Die Huldigung der Stände Schlesiens in Breslau 1741“ von 1855 (Berlin, Nationalgalerie). Die brillante Charakterisierung der Mimik zeugt von Menzels intensiver Vorbereitung des vom Schlesischen Kunstverein in Auftrag gegebenen Gemäldes. Taxe € 10.000 – 12.000

 

Jan van Goyen, „Gehöft in Baumlandschaft.“ 1629, Öl auf Holz, 42,5 × 60,2 cm. Jan van Goyen war einer der bedeutendsten Landschaftsmaler der Niederlande im 17. Jahrhundert. Das vorliegende Gemälde kann als stellvertretend für einen Stilwandel im Schaffen Jan van Goyens um 1628/29 gelten: Bedeutung gewinnendes und für Goyens Kunst charakteristisches Kompositionskriterium wird die diagonal abgestufte Darstellung einer Bildseite, was eine verstärkte perspektivische Tiefenwirkung zur Folge hat. Taxe € 60.000 – 70.000

 

Johann Heiss, „Minerva als Göttin der Künste“. Öl auf Lwd. 74 x 58 cm. Das vorliegende Gemälde ist eng verwandt mit einer großformatigen Darstellung des Themas im Historischen Museum Bamberg. Taxe € 25.000 – 28.000

 

Philips Wouwerman, „Die Verkündigung an die Hirten“ (Lukas 2, 5-14). Öl auf Lwd., 42,7 × 59,5 cm. Eines der seltenen Werke religiösen Inhalts aus der Hand Wouwermans. Taxe € 40.000 – 50.000

 

Philips Wouwerman, „Reitschule“. Öl auf Lwd. 38,3 x 53,5 cm. Gesamtkomposition und künstlerischer Stil des Gemäldes sind charakteristisch für Wouwermans späte Schaffensperiode um 1665. In den 1660er Jahren erfreuten sich vergleichbare Reitschul-Szenerien zunehmender Beliebtheit bei den Sammlern. Taxe € 30.000 – 40.000

 

 

 

Neue Meister

 

Franz von Defregger, „Das Haserl“. 1904, Öl auf Holz, 30 x 26 cm. Taxe € 20.000 – 25.000

 

Max Liebermann, Studie zum „Tischgebet“. 1884, Öl auf Lwd., 37,5 × 47,5 cm. Diese Studie entstand auf Liebermanns Hochzeitsreise, die auch in die Niederlande führte. 1886 wurde das ausgeführte Gemälde Liebermanns auf der Jubiläumsausstellung der Berliner Akademie präsentiert. Taxe€ 60.000 – 80.000

 

Carl Spitzweg, „Der Historienmaler“ (Einblick in das Atelier eines Malers). 1843, Öl auf Karton, 32,9 × 71,1 cm. Spitzweg gibt das perfekte Künstleridyll der Biedermeierzeit wieder, doch die Idylle trügt, denn offensichtlich konnte keines der dargestellten Gemälde verkauft werden. Carl Spitzweg thematisiert seine eigenen, oft erfolglosen Versuche, seine Werke über deutsche Kunstvereine zu verkaufen. Im konkreten Fall hatte Spitzweg seinen Agenten Pichler erfolglos gebeten, das Gemälde „Bergschüler“ – im Vordergrund rechts zu erkennen – zum Kunstverein in Hannover zu schicken, um es dort zu verkaufen. Taxe € 65.000 – 75.000

 

Franz von Stuck, „Frau Mary Stuck“. 1899, Öl auf Holz. 49,5 × 42 cm. Franz von Stuck, einer der Hauptprotagonisten des symbolistisch bestimmten Jugendstils, war seit 1897 mit Mary Lindpaintner verheiratet. Das vorliegende Porträt zählt sicherlich zu den besten und ausdrucksvollsten der Bildnisse der Frau des Künstlers. Taxe € 20.000 – 25.000

 

Josef Wopfner, „Nächtliche Kahnfahrt auf dem Chiemsee“. 1881, Öl auf Lwd. 27,5 x 58 cm. Am 12. März 1881 beging Prinz Luitpold von Bayern seinen 60. Geburtstag. Josef Wopfner widmete ihm das vorliegende Gemälde mit girlanden- und lampiongeschmückten Kähnen und feiernder Gesellschaft im Mondschein vor der Fraueninsel zu seinem Ehrentag. Das Gemälde blieb bis 1957 in der Wittelsbachischen Sammlung. In diesem Jahr schenkte es Herzog Albrecht von Bayern dem langjährigen ärztlichen Betreuer des Kronprinzen Rupprecht als Anerkennung für seine Dienste. Taxe € 28.000 – 32.000

 

 

 

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und Abbildungen:NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMarion Vorbeck Tel. +49 (0)89 23 17 10 – 50, Email marion.vorbeck@neumeister.com

Nachbericht Auktion MODERNE und Außereuropäische Kunst M 52 am 14. November 2012

Anders als nach den jüngsten verhaltenen Marktberichten internationaler Häuser erwartet, zeigte sich in der Herbst-Auktion Moderne von NEUMEISTER, dass am Standort Deutschland ungebrochene Nachfrage nach ausgewählten marktfrischen Spitzenwerken herrscht: Zum Top-Los dieser Auktion entwickelte sich eine Folge von 10 Gemälden von Per Kirkeby von 1997 für 673.100 Euro. Rege am Auktionsgeschehen beteiligten sich Sammler wie auch der Handel aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien, Griechenland und den USA.

 

Willi Baumeister, „Im Gespräch“, 1942. Öl mit Kunstharz und Spachtelkitt auf Hartfaserplatte, 53,7 x 64,7 cm. Taxe € 90.000 – 100.000, Erlös € 127.000. Wurde an einen Sammler aus Süddeutschland verkauft

 

Alexej von Jawlenskys „Meditation: Grün-Gelb-Orange“, 1936 (Öl auf Malpapier auf Karton; 19 x 12,3 cm; Karton 32,4 x 25 cm) wurde nach einem Bietergefecht an einen Interessenten aus Süddeutschland verkauft. Taxe EUR 30.000 - 40.000, Erlös € 88.900

 

Leo Putz, „Mädchen am Wasser“, Öl auf Leinwand, 77 x 77,5 cm. Taxe € 22.000 – 25.000, Erlös € 58.420. Ging nach langem Bietergefecht an den österreichischen Handel

 

Das Spitzenergebnis der Auktion wurde in der Sparte Post-War und Zeitgenössische Kunst erzielt:Per Kirkeby, Folge von 10 Gemälden „Ohne Titel“ von 1997 (Öl auf Leinwand, jeweils 160 x 100 cm, Provenienz: Siemens). Taxe € 280.000 – 320.000, Erlös € 673.100. Ging in den deutschen Kunsthandel

 

Rupprecht Geiger, „845/91 (Pink moduliert)“,1991 ,120 x 750 cm. Taxe € 70.000 – 90.000, Erlös € 95.250. Gelangte eine süddeutsche Sammlung

 

Johann Georg Müller, „Liegender Akt“, 1960, Öl auf Papier auf Leinwand, 66 x 94,3 cm. Taxe € 30.000 – 40.000, Erlös € 103.350

 

Uwe Lausen, „Das stille Glück der Natur“ (Der Schreihals), 1965, Öl auf Leinwand, 140 x 180 cm. Taxe € 75.000 – 80.000, Erlös € 88.900

 

Max Peiffer Watenphul, „Korfu, Análipsis“, 1968, Öl auf Sackleinwand, 87 x 107 cm. Taxe € 10.000 – 15.000, Erlös € 29.210

 

Hans Thuar war ein wichtiger Vertreter des rheinischen Expressionismus; ihn verband eine Malerfreundschaft mit August Macke. „Kalköfen“, 1924, Öl auf Hartfaserplatte, 39,5 x 30,3 cm. Taxe € 15.000 – 20.000, Erlös € 20.320

 

Hubert Lang, „Daphne“, Bronze, Unikat, Höhe 160 cm. Taxe € 5.000 – 7.000, Erlös € 8.255

 

Rudolf Wachter, „New Grange Nr. 23“, 1989, Bronze, Pappelholz, Durchmesser und Höhe 63 x 63 cm. Taxe € 3.000 – 4.000, Erlös € 7.620

 

Afrika: Kleine stehende Figur, Bakongo, Holz, Höhe 23 cm. Taxe € 2.500 – 3.000, Erlös € 20.320

 

Sitzende Figur der Yombe, Höhe 26,5 cm, Taxe € 6.000 – 7.000, Erlös € 10.795

 

 

 

Weitere Auskünfte erteilen wir Ihnen gerne.NEUMEISTER Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KGMarion Vorbeck, Tel. +49 (0)89 23 17 10 – 50, E-Mail: marion.vorbeck@neumeister.com

Vorbericht: Auktionen MODERNE und Außereuropäische Kunst M 52 am 14. November 2012

Im Bereich der Klassischen Moderne kann NEUMEISTER in der Herbstauktion zahlreiche prominente Künstler mit bemerkenswerten Arbeiten anbieten wie Alexej von Jawlensky mit einer „Meditation: Grün-Gelb-Orange“ von 1936 (Öl auf Malpapier auf Karton; 19 x 12,3 cm; Karton 32,4 x 25 cm) zu einer Taxe von EUR 30.000 - 40.000. Die Arbeit stammt aus einer Bilderserie „Meditationen“ von Gesichtern mit geschlossenen Augen; mit ihr verweist Jawlensky auf den spirituellen Weg der Erkenntnis, der durch Konzentration auf das Hier und Jetzt den Geist beruhigen und das Bewusstsein erweitern soll. Der als Mitglied des „Blauen Reiter“ und Wegbereiter des Expressionismus gefeierte russische Künstler verarbeitete damit in den 30er Jahren seine eigenen leidvollen Erfahrungen: das Leben im Schweizer Exil, die Verfolgung durch die Nationalsozialisten und seine schwere rheumatische Erkrankung. Alexej Jawlensky schuf mit den „Meditationen“ das Sinnbild für die Hingabe an das Geistige, in dem einst der „Blaue Reiter“ das Ziel aller Kunst sah.

 

Serge Poliakoff ist mit einer zweiteiligen Gouache auf Velin (25 x 33 cm und 25,2 x 33 cm) „Abstrakte Komposition“ von 1965 für EUR 40.000 - 45.000 vertreten. Sie zeigt exemplarisch, wie der emigrierte Russe Serge Poliakoff in den 1950er Jahren als Vertreter der École de Paris eine neue, von der Klassischen Moderne unabhängige Bildsprache aus wenigen puzzleartig verschränkten Farbflächen entwickelte. Das in Kreuzform konzipierte Bild vereinigt das Gegensätzliche und schafft eine materielle wie transzendentale Ordnung.

 

Aus dem Jahr 1942 stammt das Ölgemälde „Im Gespräch“ von Willi Baumeister (53,7 x 64,3 cm; Taxe EUR 90.000 - 100.000). Trotz des 1941 verhängten Malverbotes durch die Nationalsozialisten schuf Baumeister in den Kriegsjahren eine Serie von Werken, die vom Gilgamesch-Epos inspiriert sind. Er spielt mit der Doppeldeutigkeit zeichenhafter Hieroglyphen und grotesk verfremdeter Andeutungen menschlicher Figuren. Die Formen scheinen wie magische Zeichen aus den Tiefen der Geschichte oder des Unbewussten aufzutauchen, wohl ein Hinweis auf den politischen Spuk, dem Baumeister durch die Kunst entflieht.

 

Vielfach hat Otto Dix das Thema Masken variiert, so auch in der kleinformatigen Tafel „Vier Masken“ (Hartfaser, 51 x 61 cm; Taxe EUR 60.000 - 70.000) von 1948. Dix, der den Ersten Weltkrieg in seinem unverwechselbar drastisch-karikierendem Stil charakterisierte, wurde von den Nationalsozialisten verfemt und bedroht. Ein Refugium fand er in Hemmenhofen am Bodensee, wo er nach 1845 zu einer neuen Expressivität fand, die sich an dem nach Kriegsende wieder aufgelebten Faschingstreiben in der Region entzündete. EUR 100.000 - 120.000 schließlich sind angesetzt für Emil Noldes Winterlandschaft in „Sils Maria” (um 1930; Aquarell auf Japanpapier, 35,5 x 46 cm), die aus süddeutschem Privatbesitz stammt.

 

Teuerster Künstler in der Sparte Post-War & Zeitgenössische Kunst und der gesamten Auktion ist Per Kirkeby mit einer Folge von 10 Gemälden „Ohne Titel“ von 1997 (Öl auf Leinwand, jeweils 160 x 100 cm, Provenienz: Siemens) zum Schätzpreis vom EUR 280.000 - 320.000. Der 1938 geborene Däne Kirkeby hat sich mehrfach einen Namen gemacht: als Geologe und Arktisforscher, als Bildhauer, Filmemacher, Schriftsteller und als Bildender Künstler. Für den Biennale- und Documenta-Teilnehmer und Professor an der Städelschule in Frankfurt steht das Naturerlebnis im Mittelpunkt. Seine Arbeiten wecken Vorstellungen von Landschaft, von Vegetativem und Kristallinem, ohne wirklich Landschaftsbilder zu sein. Erst in der Reihung entfalten die zehn Werke ihre räumliche Wirkung als Panorama und vermitteln das Spektrum sich wandelnder Natur.

 

Eine großformatige Arbeit in Acryl von Rupprecht Geiger (1908 München – 2009 ebenda) „845/91 (Pink moduliert)“ von 1991 (120 x 750 cm) wird bei EUR 70.000 - 90.000 aufgerufen. Wie kein anderer steht Geiger für die Nachkriegsmoderne in Deutschland. In der Auftragsarbeit für das Betriebsrestaurant der Hauptverwaltung von Siemens in München bekräftigt Geiger sein Motto „Es geht mir nur um die Farbe und deren Erkennbarkeit“ durch ein leuchtendes Pink, das sich über 7,50 Meter ausbreitet. Die fluoreszierende Farbfläche entfaltet eine stimulierende Wirkung, die den Gast mit sinnlich-geistiger Energie versorgen sollte. Darüber hinaus fungierte das knapp unter der Decke platzierte Kunstobjekt als Element der Architektur und öffnete nach Art eines Fensters den Blick in eine andere, immaterielle Welt.

 

Documenta-Teilnehmer (1964) Konrad Klapheck steuert „Vier Herzen am Abend“ zum Schätzpreis von EUR 100.000 - 150.000 bei (1961, Öl auf Leinwand, 90 x 60 cm). Das Gemälde wurde bereits in der Kestner Gesellschaft, Hannover („Konrad Klapheck, Freie Erfindung mit Nähmaschinen- und Schellenelementen“, 1966/67) sowie in den Galerien Beyeler und von Bartha, Basel, ausgestellt. Die Beschäftigung mit der Fahrradklingel, die er Anfang der 1960er Jahre zum Motiv einer Serie machte, führte Klapheck zu dem Bild „Vier Herzen am Abend“. Es erschließt sich über den Vergleich mit anderen Darstellungen, die auf einer Kindheitserinnerung beruhen, als er Geräte aufschraubte und so Mechaniken offen legte. In „Vier Herzen am Abend“ hat Klapheck die Ausgangsform von Gehäuse und Hebel zu vier amorphen Gebilden verfremdet. War er als Kind nach seinem Eingriff „traurig, dass die Schelle nicht mehr schellte“, assoziiert er als Erwachsener mit der verstummten Klingel den Tod und das Leben der „Nachfahren“ (1959).

 

Zudem werden eine Reihe von Fotoarbeiten angeboten, darunter vier Fotografien des 2011 verstorbenen Gunter Sachs aus einer Münchener Privatsammlung. Der C-Print „Ascot“ (1995, 71 x 105 cm) ist auf EUR 15.000 - 20.000 geschätzt. Mit der Reihung weiß gekleideter Damen mit entblößtem Busen bei der Beobachtung eines Pferderennens knüpft der Fotograf an die in Formationen tanzender Revuegirls der 1920er Jahre an. Die individuelle Person löst sich in einer Komposition von rhythmisierten Farbformen und Linien auf, die sich zum ornamentalen Muster fügen. Ein Print von „Ascot“ wurde vor Kurzem für über 200.000 englische Pfund versteigert. „Conquest of Paradise“ (1997, Schätzpreis: EUR 35.000 - 45.000) ist von dem mit ihm befreundeten Salvador Dalí inspiriert. Ähnlich wie in dessen Traumlandschaften werden auch hier vor dem Horizont Objekte in einer Foto-Komposition zusammengeführt. Sie entfaltet eine Vision vom Paradies, deren Symbolik der Fotograf in einer begleitenden Skizze etwa mit dem männlichen Held und der Frau als seinem Gegenpart erklärt, mit dem Eros und dem Leben. Außerdem im hochwertigen Angebot von Fotografien: ein „Porträt“ einer jungen Frau von Thomas Ruff (2001, C-Print, Exemplar 2/4, 210 x 165 cm) für EUR 50.000 - 70.000.

 

Aus der exquisiten Auswahl Außereuropäischer Kunst sei hier eine Magische Figur der Songye Beneki aus einer belgischen Sammlung erwähnt, die sich den üppigen Bauch hält und deren haubenartige Frisur mit Zapfen und Tierhorn auf die Aufnahme von magischen Substanzen wartet. (20. Jahrhundert; Holz, Glasperlen, Raffiagewebe, Antilopenhorn; Taxe EUR 12.000 - 15.000).

 

Eine sitzende Ahnenfigur der Yombe (Demokratische Republik Kongo) aus dem 20. Jahrhundert wird bei EUR 7.000 - 8.000 aufgerufen. Sie ist mit Glasaugen, Messingnägeln und einem Metallring verziert. Die Beine im Schneidersitz überkreuzt, in nachdenklicher Pose, ist sie mit einer karamellartigen Patina überzogen. Diese rührt daher, dass solche Gedenkfiguren Zuwendung erfahren haben, indem sie gesalbt und gepflegt wurden. Eine derartige Behandlung ist ein Hinweis auf den Rang in der Gesellschaft und war ausschließlich höher stehenden Persönlichkeiten vorbehalten.

 

Ebenfalls von den Yombe stammt eine knieende weibliche Figur (20. Jahrhundert; Holz, Glasaugen, Noppentatauierungen an Brust und Rücken; Schätzpreis EUR 8.000 – 9.000). Die hohe, haubenartige Frisur mit Brandschwärzung verweist wiederum auf eine Noble.

 

 

 

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