Jakob Philipp Hackert - Badende Nymphen

Auktion 922, Kat.-Nr. 3

SONDERAUKTION SCHäFER am 29. Oktober 2015

Jakob Philipp Hackert

Badende Nymphen

Schätzpreis:
€ 20.000 bis € 25.000

Ergebnis:
€ 38.100 (inkl. 27 % Käuferaufgeld)

Beschreibung:

Hackert, Jakob Philipp

1737 Prenzlau / Uckermark - 1807 S. Piero di Careggi

 

Badende Nymphen

 

Felsiges Flussufer, von Bäumen gesäumt, auf einer Anhöhe antike Tempelarchitektur. R. u. signert und 1767 datiert. Öl auf Lwd. 30,8 x 44,5 cm. Doubliert. Rest. Rahmen.

 

1765 reiste Jakob Philipp Hackert in Begleitung Balthasar Anton Dunkers nach Paris, wo er vom seinerzeit berühmten Kupferstecher Johann Georg Wille gefördert wurde und u. a. auch dem Künstler Joseph Vernet begegnete. Sein Bruder Johann Gottlieb kam 1766 ebenfalls nach Paris, wo beide Künstler vor allem durch ihre Gouachen sowohl die Kunstliebhaber wie auch Kollegen, darunter François Boucher, begeisterten.

Während Jakob Philipp Hackerts Darstellungen von Flusslandschaften mit Bauern oder Fischern von den vom Künstler durchwanderten Landstrichen der Normandie und Picardie inspiriert waren, zeigen sich seine arkadischen Ideallandschaften deutlich von Werken Claude Lorrains, Joseph Vernets und Cornelis van Poelenburghs beeinflusst.

Das vorliegende Werk entstand 1767, ein Jahr vor der Abreise nach Italien, das für die kommenden Jahrzehnte zu Hackerts Heimat werden sollte. Im gleichen Jahr schuf er auch die bekannten, seit 1788 im Wörlitzer Schloss befindlichen großformatigen Gemälde "Landschaft mit Panopfer" und "Landschaft mit Gewitter", die ebenfalls dem Typus der arkadischen Ideallandschaft zuzuordnen sind (Nordhoff / Reimer, s. u. WVZ-Nrn. 36 und 37).

 

Literatur: Von Tischbein bis Spitzweg - Deutsche und österreichische Malerei von 1780-1850. Ausstellung von Werken aus bayerischem Privatbesitz. Kunstverein München, 15. Juni - 15. August 1960, München 1960, S. 12, Kat.-Nr. 54 (ohne Abb.). - Kaiser, Konrad (Red.), Klassizismus und Romantik in Deutschland. Gemälde und Zeichnungen aus der Sammlung Georg Schäfer, Schweinfurt. Ausst.-Kat. Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, 1. Juli - 2. Oktober 1966. Schweinfurt 1966, Kat.-Nr. 64 (mit Abb.). - Nordhoff, Claudia / Reimer, Hans, Jakob Phillip Hackert 1737-1807. Verzeichnis der Werke. Bd. II. Berlin 1994, S. 9 f., WVZ-Nr. 26 (mit Abb. 7). - Weidner, Thomas, Jakob Philipp Hackert. Landschaftsmaler im 18. Jahrhundert. Bd. I. Berlin 1998, S. 317 (Abb. 57).

 

Provenienz: Kunsthandel Neumeister & Gräf, München (1956).



Titel-Zusatz:
Felsiges Flussufer, von Bäumen gesäumt, auf einer Anhöhe antike Tempelarchitektur


Signatur-Bez-Vorne:
R. u. signert und 1767 datiert
Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
30,8 x 44,5 cm
Zustand:
Doubliert. Rest
Rahmen:
Rahmen
Provenienz:
Kunsthandel Neumeister & Gräf, München (1956).
Kommentar:
1765 reiste Jakob Philipp Hackert in Begleitung Balthasar Anton Dunkers nach Paris, wo er vom seinerzeit berühmten Kupferstecher Johann Georg Wille gefördert wurde und u. a. auch dem Künstler Joseph Vernet begegnete. Sein Bruder Johann Gottlieb kam 1766