Blühende Begeisterung


Für Freunde feinen Porzellans hält die September-Auktion eine Schatztruhe ausgesuchter Preziosen bereit. Zum Aufruf kommen etwa 60 Positionen aus der Privatsammlung eines hessischen Porzellanliebhabers (vorwiegend Meissen, Mitte 18. Jh), der ganz offensichtlich ein Faible für Blumen- und Insektendekor hatte.

BECHERVASE
Meissen, um 1730

Für blühende Begeisterung in der Auktion dürfte eine wertvolle Becher-Vase sorgen, gefertigt in Meissen, um 1730 (Schätzpreis: 10.000-15.000 Euro). Buntes "indianisches" Blumendekor, fliegende Vögel sowie verstreute Blüten und Insekten lassen sich da ausmachen – und jene blaue Marke, die Kennern verrät, dass dieses schöne Stück – wie sämtliche Porzellane der Meissener Manufaktur mit der Marke "AR" (Augustus Rex) in Unterglasurblau – ausschließlich für August den Starken (1670-1733) gefertigt wurden, entweder, um dessen private Sammlung zu vervollständigen oder an Fürsten- und Königshäuser verschenkt zu werden.

 

Weitere Highlights sind Stücke aus dem berühmten "Brühlschen Allerlei", das Feldfrüchte und Blumenbuketts erstmals auf Porzellan vereint. 

 

 

Tasse mit Untertasse aus dem "Brühlschen Allerlei"
Meissen, um 1745
Ovale Untersetzschale aus dem "Brühlschen Allerlei"
Meissen, um 1743, Model von Johann Gottlieb Ehder

Bunte Holzschnittblumen zieren ein Paar edle Leuchter aus Meissen (um 1740/1745, Schätzpreis: 1.200-1.500 Euro), die Tafelfreuden aufs Feinste erhellen. Und wer seinen Kaffee tierisch versüßen möchte, wird sich womöglich für die Zuckerdose samt Deckelknauf in Gestalt eines sitzenden Hasen erwärmen (Meissen, um 1730/1735, Schätzpreis: 4.000-4.500 Euro). Waidmannsheil – die Jagdsaison der September-Auktion ist eröffnet

Ein Paar Leuchter
Meissen, um 1740/1745
Zuckerdose
Meissen, um 1730/1735

Waidmannsheil – die Jagdsaison der September-Auktion ist eröffnet