FLORA


Ein Special der NEUMEISTER AUKTION CONTEMPORARY ART.
Kuratiert von der Münchner Kunstmarktexpertin und Kunstberaterin Eva Karcher

 

 

IKONEN. Die atemberaubenden Seerosenbilder des um 1917 bereits erblindenden Claude Monet. Van Goghs Sonnenblumen, die 1888 im südfranzösischen Arles als Serie entstanden, für ihn eine „Symphonie in Blau und Gelb“, an der er jeden Morgen von Sonnenaufgang an malte, weil die Pflanzen schnell welkten. Andy Warhols Blumen, die er 1964 nach einem Zeitungsfoto von Hibiskus Blüten als krakelig bunte Archetypen stilisierte, wie von Kinderhand gemalt und bis heute unzählige Male reproduziert. Schließlich Robert Mapplethorpes weiße Calla Lilien, die er 1984 als dramatisch-elegante Allegorien der Unsterblichkeit inszenierte.

BLUMEN sind – neben Tieren – eines der häufigsten Motive der Kunstgeschichte seit dem 15. Jahrhundert. Symbole für Schönheit und Vergänglichkeit, Liebe und Tod, Glück und Trauer. Stehen rote Rosen für tiefe Leidenschaft, so versinnbildlicht die Lilie Unschuld, die weiße Nelke ewige Treue, die Orchidee exotische Allüre und das Vergissmeinnicht, was es im Namen trägt. Wohl kein anderes Naturwesen verkörpert so anmutig, betörend und berührend, wie unauflöslich Eros und Tod, Sexualität und Vergänglichkeit, Fortpflanzung und Vanitas miteinander verbunden sind. „Nature Morte“, „gestorbene Natur“, das französische Wort für Stillleben, verdeutlicht, warum gerade jene Blumen, die wir pflücken und in Vasen stellen, zu Sträußen binden und zu Kränzen winden, mit denen wir als Bouquets Tische und Häuser dekorieren, die wir auf Tapeten und Teppiche sticken und drucken oder auf Holztafeln intarsieren – warum gerade Blumen, die wir der Natur enteignen, um damit unsere Kultur zu gestalten, auf Künstler und Betrachter bis heute eine so ungebrochene Anziehungskraft ausüben: Wir zähmen die Natur, um unsere Sterblichkeit zu ertragen.

BLUMEN sind Botschafter von Schönheit und Sinnlichkeit. Sie duften in der Natur und auf Bildern entfalten sie ihr Parfum im Feuerwerk ihrer Farben und der Anmut ihrer Formen. Menschen brauchen Flowerpower, den Zauber des Blühens wie das Lächeln eines Augenblicks.

 

 


VERA MERCER


Die Fotografin und erste Ehefrau des Schweizer Künstlers und Erfinders der Eat-Art, Daniel Spoerri, arrangiert die delikatesten Blüten- und Früchte-Stillleben der zeitgenössischen Kunst.


MAURO BERGONZOLI


Der Mailänder Maestro virtuoser Flora- und Fauna-Idyllen malt, was ihn umgibt: Mit seiner Familie lebt er im Naturparadies


HUBERTUS HAMM


Dem Zauber des Augenblicks huldigt der Münchner Fotograf und Fotokünstler mit seiner Hommage an die Pfingstrosen in seinem Garten.


HANS JÖRG MAYER


Ähnlich wie Andy Warhol variiert der Konzeptmaler Hans-Jörg Mayer Motive – häufig Blumen – um deren Aura ebenso zu prüfen wie zu würdigen.


FIONA TAN


Mit ihrer betörenden Serie „Sakura“ (Kirschblüte) will die in Sao Paolo geborene Multimediakünstlerin „die Schönheit und das Göttliche der Natur herauskristallisieren“.

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