NICE TO HAVE


Interieur: Design-Klassiker von Marc Brazier-Jones, Fornasetti, Philippe Starck & Co.


RAUMWUNDER


 

 

STUHL „SOLE“
Pierro Fornasetti, Mailand

Schichtholz, Siebdruck

AUKTION 413 // LOT 84
SCHÄTZPREIS € 1.800 – 2.000

 

La Stanza Metafisica: Piero Fornasetti in seinem maraphysischen Raum, ca. 1958.

FORMSACHE


Dass sich aus der Funktion eines Gegenstandes sein ideales Design ableiten sollte, war im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert der Leitsatz moderner Gestaltung. Auch das klassische italienische Design ist geprägt von klaren Formen, minimalistischen Konzepten und weitgehendem Verzicht auf Dekore. Der Mailänder Piero Fornasetti (1913 – 1988) verweigerte sich dem Diktat der Klarheit, experimentierte mit Materialien, ausgefallenen Formen und setzte mit wundersamen, surrealen Handzeichnungen vor allem auf die Oberflächengestaltung von Möbeln, Geschirr, Textilien und Wänden. Werke wie der elegant geschnittene Stuhl „Sole“ (Sonne) mit seinem hochwertigen und für Fornasetti charakteristischen Dekor stellen einen avantgardistischen Gegenentwurf zum klassischen Bauhausstil dar. Fornasetti studierte an der renommierten Academia di Belle Arti di Brera in Florenz, die ihn allerdings 1932 wegen „Ungehorsamkeit“ rauswarf. Er verfolgte seinen Stil unbeirrbar weiter, experimentierte mit architektonischen Dekorationselementen wie Fresken und kooperierte viele Jahre mit dem erfolg - reichen Architekten und Designer Gio Ponti. In For - nasettis Atelier entstanden mehr als 11.000 Werke. 1991 veranstaltete das Victoria & Albert Museum in London eine große Retroperspektive, seither steigen die Preise für Fornasettis Stücke auf dem primären wie sekundären Markt stetig an.

Auf der Artprice-Weltrangliste zu finden ist auch der Künstler Marc Brazier-Jones (*1956), dessen Objekte ihre Strahlkraft durch eine esoterische, fast spirituelle Anmutung entwickeln. Die beiden Stühle aus der NEUMEISTER Auktion beeindrucken durch archaisch wirkendes Metall ((?)), organische Formen und mythologische Anspielungen, während die Tischleuchte ((?)) „Olympia“ mit ihrem angedeuteten Messing-Lorbeerkranz fast ein kleines Augenzwinkern impliziert … Auch einige weitere Design-Klassiker, die sich in unterschiedlichsten Interieurs wunderbar in Szene setzen lassen, werden bei der Juni-Auktion versteigert. Jedes für sich ein gesuchtes It-Piece. 

 

PAAR APPLIKEN „OLYMPIA“
Marc Brazier Jones, 1989

Messing patiniert, Glascabochons

AUKTION 413 // LOT 83
SCHÄTZPREIS € 1.800 – 2.000

 

 

STUHL „LYRA“
Marc Brazier Jones, 1989

Gusseisen

AUKTION 413 // LOT 81
SCHÄTZPREIS € 2.300 – 2.500

 

 

WINGBACK CHAIR „PEGASUS“
Marc Brazier Jones, 1997

Bronze goldgefasst

AUKTION 413 // LOT 82
SCHÄTZPREIS € 2.500 – 2.800

 

 

NICE TO HAVE


 

 

 

VASE „LACRIMA“
André Dubreuil&Daum, France, um 1990

Bronze, goldgarben patiniert
und punziert, blaue Glascabochons

AUKTION 413 // LOT 72
SCHÄTZPREIS € 2.000 – 2.200

 

 

„LAMPE MASQUE“,
Elizabeth Garouste und Mario Bonetti, 1983.

Ed. en attendant les Barbares 35/150.
Bronze grün patiniert, Marken

AUKTION 413 // LOT 71
SCHÄTZPREIS € 4.500 – 4.800

 

 

SOFA „MONTE CARLO“
Eileen Gray, Ausführung Classicon (?)

Buchenrahmen, Lederbezug

AUKTION 413 // LOT 85
SCHÄTZPREIS € 3.200 – 3.500

 

 

VASE, DAUM FRÈRES
Entwurf Philippe Starck,

limit. auflage 57/175

 

AUKTION 413 // LOT 70
SCHÄTZPREIS € 1.800 – 2.000 

 

 

STEHLAMPE „SCIOLARI“ (PUSTEBLUME)
Gaetano Sciolari, Italien um 1970

Verchromtes Metall

AUKTION 413 // LOT 80
SCHÄTZPREIS € 800 – 1.200

 

ONLINEKATALOG

LOSE 1 - 26, AB 14 UHR
LOSE 50 - 124, AB CA. 14:30 UHR
LOSE 125 - 228, AB CA. 15:30 UHR
LOSE 300 - 338, AB CA. 17 UHR

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