HIGHLIGHTS AUKTION
KUNSTHANDWERK UND ANTIQUITÄTEN

26. JUNI
ca. 14:30 UHR

CARTEL-UHRGEHÄUSE
Nymphenburg, um 1760, Modell von F. A. Bustelli

Porzellan. Weiß. Pressmarke. Rücks. rote Inventarnummer
40/337 des BNM. Modernes Uhrwerk erg. 24 × 18 cm
Aus zwei Rocaillekartuschen mit C-Bögen und reliefierten
Blüten gebildete Rahmung für eine Taschenuhr. Über der
Aussparung für die Uhr eine Stoffdraperie. Links stützt ein
Putto den Rahmen, rechts sitzt ein krähender Hahn.
Vergoldetes Zifferblatt.

AUKTION 413 // LOT 55
SCHÄTZPREIS € 13.000 –15.000

Provenienz: Ex Sammlung Bruno Levi (restituiert). – The Bruno Levi Collection, Christie’s London, A Unique Collection of Nymphenburg Porcelain, 2/3rd July 1956. – Important European Porcelain, Pottery and Objects of Vertu. A Collection Formed by Nelson A. Rockefeller and Offered for the Benefit of his Estate. Sotheby’s New York, April 11, 1980, Lot 139. 

PORZELLAN
MUST HAVES
NICE TO HAVE Interieur Design-Klassiker

GROSSE PLATTE MIT DEM ALLIANZWAPPEN „JEAN PARIS DE MONMARTEL-BÉTHUNE“
Meissen, um 1746

Porzellan. Goldrand. Im Spiegel das große von Löwen flankierte Allianzwappen mit Grafenkrone, auf dem Rand verstreut Blumenbuketts und Blümchen. Blaue Schwertermarke. D. 42 cm

AUKTION 413 // LOT 54
SCHÄTZPREIS € 2.800 –3.500

GROSSE PLATTE
Meissen, um 1730/1735

Porzellan. Bunter Dekor im Stil der „famille verte“ mit Vogelbaummotiv zwischen Chrysanthemen und Streublumen.
Blaue Schwertermarke, Formerzeichen (für Johann Martin Kittel 1706 – 1762). D. 47 cm

AUKTION 413 // LOT 53
SCHÄTZPREIS € 2.200 – 2.500

16 FIGUREN AUS DER „NYMPHENBURGER ROTEN JAGD“
Nymphenburg, meist nach Modellen von Theodor Kärner

Porzellan. H. ca. 18 bis 30 cm

AUKTION 413 // LOT 60
SCHÄTZPREIS € 6.000 –7.000

SERVICE „BUNTE JAGD“, 103 Teile
Nymphenburg, Bemalung nach Motiven von Hans Kratzer

Porzellan.

AUKTION 413 // LOT 59
SCHÄTZPREIS € 6.000 –7.000


KÖNIGS SERVICE


Beim Bayerischen Königsservice handelt es sich um ein Geschenk zur Goldenen Hochzeit des letzten bayerischen Königs Ludwig III. und Marie Therese Erzherzogin von Habsburg-Este im Jahr 1918. Jedes der Stücke zeigt Ansichten von Orten, die dem Königspaar persönlich am Herzen lagen (zum Beispiel das Geburtshaus der Königin) oder für die Geschichte des Hauses Wittelsbach von Bedeutung waren. Das Bayerische Königsservice wird heute im Museum der Bayerischen Könige in Schwangau ausgestellt.

KAFFEE-/TEESERVICE „BAYERISCHES KÖNIGSSERVICE“
 
160 Teile
Nymphenburg, nach Modell von Dominikus Auliczek

Porzellan. Blau und Gold staffiert. Form „Perl“.

AUKTION 413 // LOT 57
SCHÄTZPREIS € 13.000 –15.000

SERVICE „BAYERISCHES KÖNIGSSERVICE“, 143 Teile
Nymphenburg, nach Modell von Dominikus Auliczek

Porzellan.

AUKTION 413 // LOT 56
SCHÄTZPREIS € 12.000 –14.000


MUST HAVES


Silberteller, Apostelkrug , Schraubflasche, Humpen. Skulpturen von Meisterhand. Eine Schmuckkassette des Wiener Jugendstils. Historische Waffen aus dem 17. und 18. Jahrhundert

 

 

HL. KAISERIN KUNIGUNDE
Oberfranken (Bamberg), Mitte 18. Jh.

Linde, H. (mit Sockel) 137,5 cm

AUKTION 413 // LOT 100
SCHÄTZPREIS € 15.000 –18 .000

HL. KATHARINA
Altbayern, um 1440

Linde, H. 105 cm

AUKTION 413 // LOT 96
SCHÄTZPREIS € 15.000 – 20.000

Der Katalogbeschreibung von 1913 nach soll vorliegende hl. Katharina, die typologisch noch Anklänge an Skulpturen des Weichen Stils verrät, aus der Gegend von Taufkirchen stammen. 


SILBER AUS DEM INN


 

 

 

TELLER AUS DEM TAFELSERVICE KURFÜRST MAXIMILIANS I. VON BAYERN
München, nach 1623, Stephan Hötzer

Silber, D. 22,3 cm 312 g.

AUKTION 413 // LOT 62
SCHÄTZPREIS € 7..000 – 8.000

Stephan Hötzer, der den Titel des kurfürstlichen Hofgoldschmiedes trug, erfreute sich der besonderen Gunst Kurfürst Maximilians I., von dem er fortwährend mit größeren Aufträgen betraut wurde (Frankenberger, S. 349 ff.). Nach der Niederlage der kaiserlichen Truppen bei Zusmarshausen am 17. Mai 1648, der letzten großen Schlacht des 30-jährigen Krieges, zogen die schwedischen und französischen Armeen marodierend durch Bayern. Kurfürst Maximilian I. entschloss sich daher die Residenzstadt München mit seiner Familie zu verlassen und nach Braunau am Inn zu fliehen. Bei Wasserburg bestieg man die dort liegenden, mit dem Notwendigsten beladenen, kurfürstlichen Schiffe, um die Flucht auf dem Inn fortzusetzen. Am 28. Mai 1648 geschah dann das Unglück. Eines der Transportschiffe, das sog. "Kuchen-Schiff", das mit einem Großteil des benötigten Gebrauchssilber beladen war, rammte, vermutlich "durch Unachtsamkeit der nicht ganz nüchternen Besatzung" in Höhe von Mühldorf am Inn einen Brückenpfeiler und versank mitsamt der kostbaren Fracht. Die sofort eingeleiteten Bergungsversuche des über 500 Teile umfassenden silbernen Tafelgeräts im Gesamtumfang von knapp 238 kg, scheiterten. Im Laufe der Zeit wurden vereinzelt bei Mühldorf Teile des maximilianischen Tafelsilbers wiederaufgefunden. Teller des Services, die zu den frühesten erhaltenen Gebrauchsgeräten deutscher Goldschmiedekunst zählen, befinden sich u.a. im Bayerischen Nationalmuseum, München, und im Kreismuseum, Mühldorf. DB

 

SCHRAUBFLASCHE
Sachsen mit Görlitzer Silbermontierung, um 1653

Serpentin, Silbermontierung. H. 22 cm

AUKTION 413 // LOT 89
SCHÄTZPREIS € 3.000 –4.000

„HÜTTET EVCH DAS EWRE HERTZEN NICHT BESCHWERET WERDEN MIT FRESSEN VND SAVFFEN BEFIEHLTE CHRISTUS LVCE II / SEID NÜCHTERN VND WACHET DEN EWER WIEDERSACHER DER TEVFEL GEHET VMB HER WIE EIN BrVLLENDER LÖWE Petr. 5“.
(Umlaufende Inschrift auf der Schraubflasche)

APOSTELKRUG
Creussen, datiert 1686

Braunes, salzglasiertes Steinzeug mit bunten
Emailfarben staffiert. Zinndeckel. Ohrenhenkel.
Umlaufendes Reliefdekor mit den zwölf Apostel.
Rundmedaillon mit Lamm Gottes
H. 15 cm

AUKTION 413 // LOT 50
SCHÄTZPREIS € 2.500 –3.000

HUMPEN
Danzig, 2. Hälfte 17. Jh., Hans Ophagen oder Hieronymus II Holl

Silber, vergoldet. Umlaufend zwei Szenen aus dem
Leben des Propheten Elias, im Deckel eingelassenes
Medaillon mit Porträtbüste Johann III. Sobieski,
König von Polen. H. 19 cm 950 g.

AUKTION 413 // LOT 63
SCHÄTZPREIS € 5.000 –6.000

 

SAMMELN. MIT EINEM SCHUSS GESCHICHTE.


 

 

EIN PAAR LANGE RADSCHLOSSPUFFER
Dänemark (?), datiert 1685, M. Bielcke

 

AUKTION 413 // LOT 92
SCHÄTZPREIS € 10.000 –15.000

Nussholz-Vollschäftung mit reichen ornamentalen und floralen, von Fabelwesen durchsetzten, tlw. geschwärzten Beineinlagen Achteckiger in rund übergehender Lauf, tlw. mit graviertem Rankendekor, bez. „1685 M. BieLcke“. Schlossplatte mit außenliegendem Rad und gravierter Jagdszene. Ladestock mit Beindopper. L. 72,5 cm

RADSCHLOSSBÜCHSE
München, 1. Hälfte 18. Jh., Johann Georg Dax (erw. 1714 – 1743)


AUKTION 413 // LOT 93
SCHÄTZPREIS € 6.000 –7.000

Vollschäftung aus Nussbaumholz mit reichen Einlagen aus tlw. graviertem und geschwärztem Bein. Achtkantiger, mittig leicht eingezoge - ner Lauf mit gezogener Seele. Abzug mit Stecher. Schloss mit innenliegendem Rad. Schlossplatte mit fein gravierter Darstellung einer barocken Gesellschaft bei der Hirschhatz, signiert „I. G. DAX in München". Ladestock mit Beindopper. L. 109 cm

Johann Georg Dax ist als Büchsenmacher in München von 1714 –43 nachgewiesen. Obwohl selbst Eisenschneider und Graveur, lässt er seine Waffen oft auch vom Münchner Hofgraveur Johann Christoph Stengl gravieren. 

ARMBRUST
Wohl Deutsch, 16./17. Jh.

AUKTION 413 // LOT 91
SCHÄTZPREIS € 4.000 –4.500

Schwerer Eisenbogen mit Schmiedemarke und geflochtener Sehne. Einbund mit eingebundenem Eisenring. Gebauchte, seitlich gerippte Nussbaumsäule, Bahn und Unterseite ganzflächig mit floral graviertem Bein belegt, seitlich auf der Wange floral gravierte Beineinlagen. Aufklappbares Visier. Im Faden laufende Nuss, Bolzenhalter aus Horn. Eiserner Abzugsbügel und Seitenbolzen. Besch., erg. L. 64 cm Dabei: Spannwinde und zwei Bolzen. 


ROCKSTAR


 

 

FRITZ CHRIST
„DIE VERFÜHRUNG“ 
1899

Bronze

AUKTION 413 // LOT 75
SCHÄTZPREIS € 1.800 – 2.000

HERMANN HAHN
„LORELEI“

München, um 1910

Gips

AUKTION 413 // LOT 76
SCHÄTZPREIS € 1.800 – 2.000


BOXSTAR


SCHMUCK-KASSETTE
Hans Bolek, Ausführung Oscar Dietrich, Wien, um 1910

Silber, teilvergoldet

AUKTION 413 // LOT 67
HERMANN HAHN SCHÄTZPREIS € 12.000 – 15.000

 

Der Wiener Hans Bolek wirkte sowohl als Architekt und Maler wie auch als Entwerfer von Möbeln, Glas und Schmuck – darunter vorliegende Schmuck-Kassette, die um 1910 nach Boleks Entwurfszeichnungen von Oscar Dietrich ausgeführt wurde. Es handelt sich hier höchstwahrscheinlich um ein Unikat. Hans Bolek war zwar nicht Mitglied der Wiener Werkstätte, stand ihr aber stilistisch nahe. Er studierte zunächst an der Kunstgewerbeschule bei Josef Hoffmann und arbeitete gleichzeitig im Otto Prutschers Architekturbüro. 1910 machte sich Hans Bolek als Architekt in Wien selbständig, nach dem Ersten Weltkrieg entwarf er dort mehrere kommunale Bauten. Ab 1914 war Bolek Gründungsmitglied des Österreichischen Werkbunds. Er entwarf unter anderem Möbel für August Ungethüm, Keramiken für die Firmen Wahliss und Bock, Tapeten für Philipp Haas und Silber- und Juwelenarbeiten für Oscar Dietrich.

ONLINEKATALOG

LOSE 1 - 26, AB 14 UHR
LOSE 50 - 124, AB CA. 14:30 UHR
LOSE 125 - 228, AB CA. 15:30 UHR
LOSE 300 - 338, AB CA. 17 UHR

HIGHLIGHTS

SCHMUCK
KUNSTHANDWERK
GRAPHIK UND GEMÄLDE 16. - 20. JH.
MODERNE CONTEMPORARY ART