Etwa 270 Gemälde und Grafiken sowie rund 30 Skulpturen sind am 8. Mai 2024 – bei der NEUMEISTER Sonderauktion „Sammlung Faußner“ aufgerufen worden. Wie erwartet, lieferten sich Kunstfreunde aus aller Welt online, per Telefon und im Saal spannende Bietgefechte, sodass die Schätzpreise teils um ein Vielfaches übertroffen wurden.

Lot 114
Lot 110
Lot 67
Lot 243

Im Fokus stand unter anderem Paul Mathias Padua, der in der Sonderauktion mit nahezu 50 Arbeiten vertreten war. Außergewöhnliche Steigerungsraten erzielten Paduas Selbstporträt (Lot 194, Schätzpreis € 1.000  – 1.200. Ergebnis € 11.050*), seine „Dame in Pelz mit Totenschädel“ (Lot 175, Schätzpreis € 2.500  – 3.000. Ergebnis € 11.700) sowie ein heftig umworbenes „Bauern - mädchen“ (Lot 207, Schätzpreis € 800  – 1.000. Ergebnis € 10.010). Auch Werke von Thomas Baumgartner wurden stark nachgefragt. Bietgefechte entbrannten vor allem um sein Selbstporträt im Malerkittel (Lot 114, Schätzpreis € 2.500  – 3.000. Ergebnis € 13.000), die ausdrucksstarke Arbeit „Der Bucklige“ (Lot 110, Schätzpreis € 3.000  – 4.000. Ergebnis € 9.750) und eine junge Bäuerin in Festtagstracht (Lot 115, Schätzpreis € 1.500  –  1.800. Ergebnis € 9.750).

Für Arthur Kampfs Gemälde „Der Kenner“, das bereits im Vorfeld der Auktion auf großes Interesse gestoßen war, wurden € 10.400 fällig (Lot 67, Schätzpreis € 2.000  – 3.000). Willi Geigers Heiliger Sebastian wechselte für € 14.300 den Besitzer (Lot 243, Schätzpreis € 6.000  – 8.000). Nahezu verzehnfachen konnten sich die Taxen zweier Arbeiten von Hans Müller Schnuttenbach: „Aus Rosenheim“ und „Winterlandschaft“ (Lot 156 und 159) schnellten auf € 2.470 bzw. € 2.860 hoch. Für eine Überraschung sorgte das Männerbildnis mit Hut und gelbem Schal eines unbekannten Künstlers aus dem 20. Jh. (Lot 298, Schätzpreis € 200  – 300. Ergebnis € 3.380).

Bemerkenswerte Ergebnisse wurden auch im Bereich der Altmeister und des Kunsthandwerks erreicht. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Der „Marientod“, geschaffen von einem Oberrheinischen Meister im ersten Viertel des 16. Jh., war ei nem Bieter € 78.000 wert (Lot 43, Schätzpreis € 20.000  –  25.000). Und ein Aufsatzschreibschrank, der um 1745 im Umkreis von Carl Maximilian Mattern entstanden ist, erzielte € 31.200 (Lot 39, Schätzpreis € 20.000  – 30.000). Weitere Interessenten waren glücklich, im Nachverkauf ihr Lieblingsstück zu ergattern. 

 

Lot 175
Lot 43
Lot 39

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