TRAUMTÄNZERIN


 

 

 


ALBERT VON KELLER
1844 Gais / Kanton Appenzell – 1920 München

SITZENDER WEIBLICHER HALBAKT. 1914

Öl auf Leinwand. 146,5 × 98 cm

LOT 75
SCHÄTZPREIS € 3.000 – 4.000

 

Das Gemälde Albert von Kellers steht repräsentativ für seine dritte Malperiode. Auch in dieser Schaffensphase sind Frauenakte eines seiner meist gemalten Motive. Anders als in früheren Jahren thematisiert er die nackte Frau nicht im Kontext von Mythologie oder Geschichte, vielmehr soll der Körper unmittelbar auf die Betrachten - den wirken. Verstärkt wird das durch Haltung und Mimik der Frauen, die Gefühle – im vorliegenden Fall: Lust – mit dem gesamten Körper dramatisch betonen.

Bei der hier dargestellten Dame handelt es sich wahrscheinlich um die „Traumtänzerin“ Madeleine Guipet, die Keller zwischen 1904 und 1914 immer wieder Modell gestanden hat. Zu diesem Gemälde gibt es bereits aus dem Jahr 1904 eine vergleichbare Darstel - lung, anhand derer auch die Entwicklung des Künstlers gut abzulesen ist. Während der Fokus im Gemälde von 1904 auf der Trance liegt und das Mystische im Vordergrund steht, ist dies bei vorliegendem Werk kein Thema. In seiner dritten Malperiode stellt Keller den Akt nicht mithilfe von Handlungen oder bestimmten Motivationen dar (wie sie noch in der Trance gegeben war), sondern zeigt die Frau frei von Zwängen. Deswegen zeigt er sie auch in einer lockeren Pose, ohne körperliche Anspannung. Dafür befreit er sie von allen Bedeckungen des Körpers, sie trägt lediglich noch lange Strümpfe, die weit über die Knie gehen. So wird die Lust und Freude der Frau an dem hier Erlebten unmittelbar zur Schau gestellt.


MY FAIR LADY


 

 


WILHELM TRÜBNER
1851 Heidelberg – 1917 Karlsruhe

BILDNIS DER MRS. CRAWLEY. 1891

Öl auf Leinwand. 103,5 × 84,5 cm

LOT 69
SCHÄTZPREIS € 3.000 – 4.000

 

Provenienz: Kunsthandlung Haberstock, Berlin. – Sammlung Max Meirowsky, Berlin. –Auktion Hans Lange, Berlin, 18. November 1938, Lot 19 (Zuschlag dort wohl erst im Nachverkauf). – Sammlung Heinrich Glosemeyer. – Sammlung Karl Müller, Wiesbaden. – NEUMEISTER, München, Auktion 203, 21./22. Mai 1980, Lot 1610. – Karl & Faber, München, 1./2. Juni 1989, Lot 237. – Sammlung Hans Constantin Faußner, München.

Der heutige Einlieferer des Gemäldes und die Erben von Dr. Max Meirowsky haben wegen des NS-verfolgungsbedingten Verlustes des Gemäldes eine faire und gerechte Lösung im Sinne der Prinzipien der Washingtoner Konferenz ausgearbeitet. Das Gemälde wird entsprechend einer Restitutionsvereinbarung zum Verkauf angeboten. Der Verlust des Gemäldes ist seit 2005 in der Lost Art Datenbank mit der Nummer 311755 eingetragen.

Wir danken RA Dr. Imke Gielen, Berlin, für die freundliche Unterstützung.

 

 

 


FRANZ VON LENBACH
1836 Schrobenhausen – 1904 München

„DER DIRIGENT HANS VON BÜLOW“

Pastell auf Karton. 57,5 × 54,5 cm

LOT 68
SCHÄTZPREIS € 800 – 1.000

 

 


FRITZ VON UHDE
1848 Wolkenburg (Sachsen) – 1911 München

INTERIEUR MIT SITZENDER JUNGER FRAU

Öl auf Karton auf Sperrholzplatte.
65,5 × 53,3 cm

LOT 70
SCHÄTZPREIS € 4.000 – 5.000

 

 


JOSEF WENGLEIN
1845 München – 1919 Bad Tölz

MÜHLE AM BACH. 1891

Öl auf Leinwand. 158,5 × 125 cm

LOT 64
SCHÄTZPREIS € 7.000 – 9.000

 

Josef Wenglein gilt als einer der letzten bedeutenden Landschaftsmaler der Münchner Schule des 19. Jahrhunderts. Sein Schaffen steht am Übergang zum 20. Jahrhundert. 1866 wurde er als Schüler in das Atelier des Landschaftsmalers Johann Gottfried Steffan aufgenommen, sein prägendster Lehrmeister war jedoch Adolf Heinrich Lier. Wie sein Lehrer schöpfte Josef Wenglein aus der Motivwelt seiner Umgebung und malte die Isar-Gegend oder die weite Landschaft im Dachauer Moos zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten. Das vorliegende Gemälde ist ein gutes Beispiel für die Stimmungsmalerei der Münchner Schule im 19. Jahrhundert.

 


HEINRICH VON ZÜGEL
1850 Murrhardt – 1941 München

WEIDENDES SCHAF IN LANDSCHAFT.

1880

Öl auf Karton auf Sperrholzplatte. 38,5 × 51 cm

LOT 66
SCHÄTZPREIS € 4.000 – 5.000

 

 


FRITZ ERLER
1868 Frankenstein/Schlesien – 1940 München

ARBEITEN AM SEE

Öl auf Leinwand. 96,5 × 96,5 cm

LOT 79
SCHÄTZPREIS € 1.800 – 2.200

 

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