SCHWARZ

WALD

MALEREI


Heilbäder, Kuckucksuhren und Frauen mit roten Bollen auf dem Kopf. So die gängigen Stereotype vom Schwarzwald. Bei der Verengung des Blickes aufs Traditionelle und Touristische gerät schonmal in Vergessenheit, dass die an Frankreich grenzende Gebirgsregion im Südwesten Deutschlands eine Gegend ist, in der Kunst und Kultur blühen.

Von NEUMEISTER-Expertin Barbara Huber M. A.

 

Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zog es Künstler in den Scharzwald, Schriftsteller und vor allem Maler. Wilhelm Hasemann und Curt Liebich ließen sich in Gutach nieder und gründeten als losen Verbund eine nach dem Ort benannte Malerkolonie. Künstler aus Berlin, Dresden, Weimar und München, der Schweiz und Frankreich kamen nach Gutach und prägten den Schwarzwald als Kulturlandschaft in der Malkunst. Ihre Werke sind ein Lob der Landschaft, der markanten Bauernhäuser und der Menschen in ihrer Tracht mit dem weltbekannten Bollenhut. In der September-Auktion kommt ein kleines Konvolut von Schwarzwaldgemälden zur Versteigerung. Im Portfolio befinden sich Arbeiten von Curt Liebich, Karl Hauptmann und Hermann Dischler.

Curt Liebich studierte an den Kunstakademien in Dresden und Berlin. 1890 wechselte er an die Großherzoglich Sächsische Kunstschule Weimar, wo er den Schwarzwaldmaler Wilhelm Hasemann kennenlernte, dessen Schwägerin er 1896 heiratete. Nachdem er sich in Gutach niedergelassen hatte, bestimmten Motive des Schwarzwalds sein Werk.

Der in Freiburg geborene Karl Hauptmann erhielt seine künstlerische Ausbildung in Nürnberg und München. Nach seinem Kriegsdienst erwarb er eine Hütte am Herzogenhorn, das sogenannte „Molerhüsli“, das ihm Atelier und Wohnhaus zugleich war. Es sind vor allem die Schwarzwaldlandschaften im Winter, die das Werk Hauptmanns bestimmen.

Als „Schneemoler“ machte sich Hermann Dischler einen Namen, denn auch er malte – neben Herbstlandschaften und Märzstimmungen – am liebsten winterliche Schneebilder. 1907 errichtete er in Hinterzarten, einem Höhenluftkurort im Südschwarzwald, sein „Künstlerhaus“, in dem er ständige Kunstausstellungen organiserte. Wie Curt Liebich, gehörte Hermann Dischler den „Schwarzwäldern“ an, einer Ausstellungsgemeinschaft aus Baden. 

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