Anton Wilhelm Tischbein - Bildnis des Karl Ludwig Freiherr von Barckhaus-Wiesenhütten

Auktion 389, Kat.-Nr. 629

Gemälde und Graphiken 15. – 20. Jh. am 24. September 2020

Anton Wilhelm Tischbein

Bildnis des Karl Ludwig Freiherr von Barckhaus-Wiesenhütten

Schätzpreis:
€ 15.000 bis € 18.000

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noch erhältlich
Beschreibung:
Anton Wilhelm Tischbein
1730 Haina - 1804 Hanau

Bildnis des Karl Ludwig Freiherr von Barckhaus-Wiesenhütten


(1761 Frankfurt a. M. - 1823 Bockenheim). Hüftbild leicht nach rechts, den Blick zum Betrachter gewandt. Öl auf Lwd. 49,5 x 43,8 cm. Doubliert. Rest. Rahmen.

Anton Wilhelm Tischbein, auch als "Hanauer Tischbein" bezeichnet, war der jüngste Bruder Johann Heinrich Tischbeins d. Ä. und zählt wie dieser zu den bedeutendsten Porträtmalern seiner Zeit. Er arbeitete oft in kleinem Format, seine besondere Aufmerksamkeit galt der Wiedergabe der Stofflichkeiten wie hier z. B. dem seidigen Glanz des Rockes, zudem eignet vielen seiner Porträts ein vor allem Kinderbildnissen zugute kommender optimistisch-freundlicher Charakter. Dies macht auch das vorliegende Bildnis besonders reizvoll: Obwohl der ungefähr Zehnjährige bereits als "Herr" mit kunstvoll frisierter und gepuderter Perücke und elegantem Rock dargestellt wird, eignen ihm dennoch jene kindlichen Gesichtszüge, die den Betrachter unmittelbar berühren.

Das Porträt, seit 2005 in süddeutschem Privatbesitz, wurde früher mit dem Schaffen Anton Graffs in Verbindung gebracht. Vgl. Berckenhagen, Ekhart, Anton Graff - Leben und Werk. Berlin 1967, S. 54, WVZ-Nr. 32 (ohne Abb.): dort als Zuschreibung an Graff. 1919 wurde das vorliegende Gemälde in der Ausstellung "Ältere Malerei und Zeichnungen aus Danziger Besitz" im Stadtmuseum Danzig gezeigt (Kat.-Nr. 57 mit Taf. 30).

Provenienz: Major v. Bresler, Danzig-Langfuhr (1919). - 2005 Erwerb in einem Auktionshaus in Baden-Württemberg mit der Provenienzangabe "aus dem Nachlaß von Carl von Barckhaus-Wiesenhütten und nachfolgender Erben". - Privatbesitz Süddeutschland.


Gutachten Dr. Marianne Heinz, Kassel, 10. Juni 2012.


Titel-Zusatz:
(1761 Frankfurt a. M. - 1823 Bockenheim). Hüftbild leicht nach rechts, den Blick zum Betrachter gewandt


Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
49,5 x 43,8 cm
Zustand:
Doubliert. Rest
Rahmen:
Rahmen
Echtheit:
Gutachten Dr. Marianne Heinz, Kassel, 10. Juni 2012.
Kommentar:
Anton Wilhelm Tischbein, auch als "Hanauer Tischbein" bezeichnet, war der jüngste Bruder Johann Heinrich Tischbeins d. Ä. und zählt wie dieser zu den bedeutendsten Porträtmalern seiner Zeit. Er arbeitete oft in kleinem Format, seine besondere Aufmerksamkeit galt der Wiedergabe der Stofflichkeiten wie hier z. B. dem seidigen Glanz des Rockes, zudem eignet vielen seiner Porträts ein vor allem Kinderbildnissen zugute kommender optimistisch-freundlicher Charakter. Dies macht auch das vorliegende Bildnis besonders reizvoll: Obwohl der ungefähr Zehnjährige bereits als "Herr" mit kunstvoll frisierter und gepuderter Perücke und elegantem Rock dargestellt wird, eignen ihm dennoch jene kindlichen Gesichtszüge, die den Betrachter unmittelbar berühren. Das Porträt, seit 2005 in süddeutschem Privatbesitz, wurde früher mit dem Schaffen Anton Graffs in Verbindung gebracht. Vgl. Berckenhagen, Ekhart, Anton Graff - Leben und Werk. Berlin 1967, S. 54, WVZ-Nr. 32 (ohne Abb.): dort als Zuschreibung an Graff. 1919 wurde das vorliegende Gemälde in der Ausstellung "Ältere Malerei und Zeichnungen aus Danziger Besitz" im Stadtmuseum Danzig gezeigt (Kat.-Nr. 57 mit Taf. 30). Provenienz: Major v. Bresler, Danzig-Langfuhr (1919). - 2005 Erwerb in einem Auktionshaus in Baden-Württemberg mit der Provenienzangabe "aus dem Nachlaß von Carl von Barckhaus-Wiesenhütten und nachfolgender Erben". - Privatbesitz Süddeutschland.