Gillis Gillisz. de Bergh - Vanitasstillleben mit Muscheln

Auktion 390, Kat.-Nr. 589

Gemälde und Graphiken 15. – 20. Jh. am 3. Dezember 2020

Gillis Gillisz. de Bergh

Vanitasstillleben mit Muscheln

Schätzpreis:
€ 40.000 bis € 60.000

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noch erhältlich
Beschreibung:
Gillis Gillisz. de Bergh
um 1600 Delft - 1669 ebenda

Vanitasstillleben mit Muscheln


Auf einer Steinplatte Muscheln, eine Uhr, ein Akeleipokal und ein umgestürztes venezianisches Glas. Dabei Blumen in einer Glasvase und ein an einen Schädel gelehntes Buch. U. M. signiert und 1637 datiert. Öl auf Holz. 61 x 73,5 cm. Rest. Rahmen.

Die Anzahl der heute noch nachweisbaren Gemälde Gillis de Berghs ist klein, datierte Gemälde von seiner Hand sind selten.

Gillis de Bergh war vermutlich Schüler des Cornelis Jacobsz. Delff. In seiner austarierten, additiven Art der Komposition steht auch das vorliegende Vanitasstillleben Werken Delffs nahe, erinnert in seiner Strenge und Schlichtheit aber auch an Stillleben des Floris van Schooten. Nach anfänglich an Caravaggios dramatisches Helldunkel erinnernder Licht- und Schattengebung gibt De Bergh diese jedoch zugunsten einer eher klassizistisch anmutenden, kühlen Beleuchtungssituation auf, die auch das angebotene Vanitasstillleben prägt.

Besonders beeindruckend bei vorliegendem Gemälde ist das genaue Studium der Oberflächen der dargestellten Gegenstände, seien es die glänzend-glatten oder eher scharf-rauhen Schalen der Muscheln, der wertvolle, edel schimmernde goldene Akeleipokal oder das zart-zerbrechliche venezianische Glas. In seiner künstlerischen Gestaltung nimmt De Bergh hierin die Werke seines um eine Generation jüngeren flämischen Kollegen Jan van Kessel in höchster Qualität und Eindrücklichkeit voraus.

Provenienz: Privatsammlung Österreich (bis 1997). - Galerie Sanct Lucas, Wien (1997). - Privatsammlung Süddeutschland.


Titel-Zusatz:
Auf einer Steinplatte Muscheln, eine Uhr, ein Akeleipokal und ein umgestürztes venezianisches Glas. Dabei Blumen in einer Glasvase und ein an einen Schädel gelehntes Buch


Signatur-Bez-Vorne:
U. M. signiert und 1637 datiert
Technik:
Öl
Träger:
auf Holz
Maße:
61 x 73,5 cm
Zustand:
Rest
Rahmen:
Rahmen
Provenienz:
Privatsammlung Österreich (bis 1997). - Galerie Sanct Lucas, Wien (1997). - Privatsammlung Süddeutschland.
Kommentar:
Die Anzahl der heute noch nachweisbaren Gemälde Gillis de Berghs ist klein, datierte Gemälde von seiner Hand sind selten. Gillis de Bergh war vermutlich Schüler des Cornelis Jacobsz. Delff. In seiner austarierten, additiven Art der Komposition steht auch das vorliegende Vanitasstillleben Werken Delffs nahe, erinnert in seiner Strenge und Schlichtheit aber auch an Stillleben des Floris van Schooten. Nach anfänglich an Caravaggios dramatisches Helldunkel erinnernder Licht- und Schattengebung gibt De Bergh diese jedoch zugunsten einer eher klassizistisch anmutenden, kühlen Beleuchtungssituation auf, die auch das angebotene Vanitasstillleben prägt. Besonders beeindruckend bei vorliegendem Gemälde ist das genaue Studium der Oberflächen der dargestellten Gegenstände, seien es die glänzend-glatten oder eher scharf-rauhen Schalen der Muscheln, der wertvolle, edel schimmernde goldene Akeleipokal oder das zart-zerbrechliche venezianische Glas. In seiner künstlerischen Gestaltung nimmt De Bergh hierin die Werke seines um eine Generation jüngeren flämischen Kollegen Jan van Kessel in höchster Qualität und Eindrücklichkeit voraus.