Antonio Beduzzi - Entwurf für eine Mariensäule

Auktion 389, Kat.-Nr. 518

Gemälde und Graphiken 15. – 20. Jh. am 24. September 2020

Antonio Beduzzi

Entwurf für eine Mariensäule

Schätzpreis:
€ 3.000 bis € 4.000

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noch erhältlich
Beschreibung:
Antonio Beduzzi
1675 Bologna - 1735 Wien

Entwurf für eine Mariensäule


L. o. bezeichnet "Projet für eine Saulen auf zusetzen", r. o. Nummerierung "N°: 54". R. u. hs. Eigentumsvermerk "Franz Anton Grim[...]". Feder in Schwarz, grau laviert, auf Bütten (Wz "IHS" mit Kreuz und schwer lesbaren anhängenden Buchstaben). 46,8 x ca. 34,5 cm (rechter Rand unregelmäßig beschnitten bzw. ausgerissen). Am linken Rand gerändert. Faltspuren. Rest. Fleckig, besch. Rahmen min. besch.

Auch der "Entwurf für eine Mariensäule" stammt - wie die vorhergehende Katalognummer - aus der Sammlung Franz Anton Grimms, der seinen Namen handschriftlich rechts unten als Eigentumsnachweis vermerkt hat. In der Mährischen Galerie in Brünn werden mit den Grimm-Nummern 53 ein "Projekt für den Hauptaltar der Klosterkirche in Melk" und 57 die "Altarzeichnung für die Schlosskapelle Ladendorf" weitere Entwürfe Antonio Beduzzis aufbewahrt. In diese Werkgruppe ist auch der vorliegende Entwurf einzuordnen.

Jiri Kroupa vermutet einen Zusammenhang dieses Entwurfes mit der Mariensäule (Pestsäule) in Sternberg (heute Sternberk), die Fürst Josef von Liechtenstein im Jahre 1719 auf dem Marktplatz zwischen Kirche und Rathaus errichten ließ. Die mit einem Fürstenhut bekrönte Wappenkartusche auf dem Denkmal wertet Kroupa als Hinweis auf einen fürstlichen Auftraggeber.
Der Zeichenduktus ist sehr verwandt mit Beduzzis Entwurf für die Dreifaltigkeitssäule auf dem Hauptplatz in Linz (1717-1723).

Provenienz: Ehem. Sammlung des Architekten Franz Anton Grimm (1710 Brünn - 1784 ebenda). - Sammlung der Grafen zu Salm-Reifferscheidt, Raitz (heute Rájec nad Svitavou). - Süddeutscher Privatbesitz.



Wir danken Prof. Dr. Jiri Kroupa, Brünn, und Dr. Wilhelm Georg Rizzi, Wien, für ihre umfassende Unterstützung der Recherchen.


Signatur-Bez-Vorne:
L. o. bezeichnet "Projet für eine Saulen auf zusetzen", r. o. Nummerierung "N°: 54". R. u. hs. Eigentumsvermerk "Franz Anton Grim[...]"
Technik:
Feder in Schwarz, grau laviert,
Träger:
auf Bütten (Wz "IHS" mit Kreuz und schwer lesbaren anhängenden Buchstaben)
Zustand:
Am linken Rand gerändert. Faltspuren. Rest. Fleckig, besch
Rahmen:
Rahmen min. besch
Danksagung:
Wir danken Prof. Dr. Jiri Kroupa, Brünn, und Dr. Wilhelm Georg Rizzi, Wien, für ihre umfassende Unterstützung der Recherchen.
Kommentar:
Auch der "Entwurf für eine Mariensäule" stammt - wie die vorhergehende Katalognummer - aus der Sammlung Franz Anton Grimms, der seinen Namen handschriftlich rechts unten als Eigentumsnachweis vermerkt hat. In der Mährischen Galerie in Brünn werden mit den Grimm-Nummern 53 ein "Projekt für den Hauptaltar der Klosterkirche in Melk" und 57 die "Altarzeichnung für die Schlosskapelle Ladendorf" weitere Entwürfe Antonio Beduzzis aufbewahrt. In diese Werkgruppe ist auch der vorliegende Entwurf einzuordnen. Jiri Kroupa vermutet einen Zusammenhang dieses Entwurfes mit der Mariensäule (Pestsäule) in Sternberg (heute Sternberk), die Fürst Josef von Liechtenstein im Jahre 1719 auf dem Marktplatz zwischen Kirche und Rathaus errichten ließ. Die mit einem Fürstenhut bekrönte Wappenkartusche auf dem Denkmal wertet Kroupa als Hinweis auf einen fürstlichen Auftraggeber. Der Zeichenduktus ist sehr verwandt mit Beduzzis Entwurf für die Dreifaltigkeitssäule auf dem Hauptplatz in Linz (1717-1723). Provenienz: Ehem. Sammlung des Architekten Franz Anton Grimm (1710 Brünn - 1784 ebenda). - Sammlung der Grafen zu Salm-Reifferscheidt, Raitz (heute Rájec nad Svitavou). - Süddeutscher Privatbesitz.