Ziegenhirte im Gebirge

Auktion 383, Kat.-Nr. 373

ALTE KUNST am 20. März 2019

Ziegenhirte im Gebirge

Schätzpreis:
€ 7.000 bis € 8.000

Differenzbesteuerung    

Ergebnis:
€ 8.890 (inkl. 27 % Käuferaufgeld)



Beschreibung:
Braith, Anton
1836 Biberach/Riß - 1905 ebenda

Ziegenhirte im Gebirge


R. u. signiert und Ortsbezeichnung München. Öl auf Lwd. 52 x 95 cm. Doubliert. Rest. Min. besch. Rahmen min. besch.

Unwillkürlich fühlt man sich bei dem Anblick der Ziegenherde mit jungem Hirten an niederländische Tiergemälde erinnert. Obwohl Braith die Werke Constant Troyons in Paris gesehen hatte, waren es doch die Niederländer des 17. Jahrhunderts, wie Aelbert Cuyp und Paulus Potter, die eine Vorbildfunktion hatten. Was Braith jedoch deutlich von seinen Vorbildern unterscheidet, ist seine Maltechnik, die ihm als Piloty-Schüler das Rüstzeug für seine über den reinen Naturalismus hinausgehenden Kompositionen in die Hand gibt: "... changierende Effekte beim Vlies der Schafe oder gar einen Seidenglanz bei den Fellen der Rinder und Ziegen. Einige Gräser und Pflanzen hebt Braith aus dem tonigen Untergrund hervor und markiert so den Pflanzenbewuchs der jeweiligen Gegend, ohne sich im Detail zu verlieren" (zit. nach Bühler, Hans-Peter, Anton Braith / Christian Mali. Tiermaler der Münchner Schule. Mainz 1981, S. 62).

Provenienz: Privatsammlung Karl Wormser, Nürnberg.


Signatur-Bez-Vorne:
R. u. signiert und Ortsbezeichnung München
Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
52 x 95 cm
Zustand:
Doubliert. Rest. Min. besch
Rahmen:
Rahmen min. besch
Provenienz:
Privatsammlung Karl Wormser, Nürnberg.