- Königliche Geschenkdose von König Ludwig I. von Bayern

Auktion 389, Kat.-Nr. 369

KUNSTHANDWERK UND ANTIQUITäTEN - SCHMUCK am 23. September 2020

 

Königliche Geschenkdose von König Ludwig I. von Bayern

Schätzpreis:
€ 10.000 bis € 12.000

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noch erhältlich
Beschreibung:
Königliche Geschenkdose von König Ludwig I. von Bayern
Wohl Paris, um 1840

Gold zwischen 750/- und 585/-, sowie Silber, getestet. Punzen. Ca. 60 Diamantrosen unterschiedlicher Größe. Blaues Transluzidemail auf guillochiertem Grund. Sehr guter Erhaltungszustand. Das Email weist links neben dem L einen feinen kleinen Riss auf.
9,8 x 7,4 x 4 cm. Ca. 152,8 g.

Die Dose hat eine geschweifte rechteckige Form. Auf dem Deckel befindet sich auf einem blau emailliertem Oval die bekrönte Initiale L. Der Rahmen um das Oval und der Deckel sind mit plastischen Blüten, Blütengirlanden, Bändern und Rocaillen verziert. Auf den Schmalseiten und dem Boden der Dose wurden diese nur leicht abgewandelten Motive in feinster Gravurarbeit ausgeführt.

Ludwig I. von Bayern war im Gegensatz zu seinem Enkel Ludwig II. kein Liebhaber von Schmuck oder Objekts d´ Arts. Dennoch verschloss auch er sich nicht dem gängigen Brauch regierender Fürsten wertvolle Geschenke an verdienstvolle Personen zu vergeben. Sehr beliebt dafür waren vor allem Dosen. Diese gab es in unterschiedlichen Ausführungen als Präsent für unterschiedliche Stände. Goldene Dosen mit der diamantbesetzten Initiale des Herrschers wurden nur Fürsten oder Personen gleich hohen Standes verliehen, goldene Dosen mit einer rein goldenen oder emaillierten Herrscher-Initiale bekamen Generäle oder der Adel und silberne Dosen mit gleichem Dekor wurden Bürgern überreicht.

Herzlichen Dank an Dr. Uwe Schatz, Museumsreferent Schloss Nymphenburg für die Auflösung der Initiale als Signet König Ludwig I. von Bayern.


SvP


Datierung:
um 1840


Maße:
9,8 x 7,4 x 4 cm cm
Zustand:
Sehr guter Erhaltungszustand. Das Email weist links neben dem L einen feinen kleinen Riss auf
Danksagung:
Herzlichen Dank an Dr. Uwe Schatz, Museumsreferent Schloss Nymphenburg für die Auflösung der Initiale als Signet König Ludwig I. von Bayern
Kommentar:
Ludwig I. von Bayern war im Gegensatz zu seinem Enkel Ludwig II. kein Liebhaber von Schmuck oder Objekts d´ Arts. Dennoch verschloss auch er sich nicht dem gängigen Brauch regierender Fürsten wertvolle Geschenke an verdienstvolle Personen zu vergeben. Sehr beliebt dafür waren vor allem Dosen. Diese gab es in unterschiedlichen Ausführungen als Präsent für unterschiedliche Stände. Goldene Dosen mit der diamantbesetzten Initiale des Herrschers wurden nur Fürsten oder Personen gleich hohen Standes verliehen, goldene Dosen mit einer rein goldenen oder emaillierten Herrscher-Initiale bekamen Generäle oder der Adel und silberne Dosen mit gleichem Dekor wurden Bürgern überreicht.