Gutsherr und Gemahlin

Auktion 376, Kat.-Nr. 360

ALTE KUNST am 5. Juli 2017

Gutsherr und Gemahlin

Schätzpreis:
€ 25.000 bis € 30.000

Differenzbesteuerung    

Ergebnis:
€ 60.960 (inkl. 27 % Käuferaufgeld)



Beschreibung:
SPITZWEG, CARL
1808 München - 1885 ebenda

Gutsherr und Gemahlin

(Gutsherr mit seiner Familie - Spaziergang des Gutsherrn). Rücks. Nachlass-Stempel (Lugt 2307) in Schwarz und Echtheitsbestätigung Prof. Dr. Hermann Uhde-Bernays, Starnberg, 12. Mai 1927. Auf der Rahmenrückseite Klebeetikett der Spitzweg-Ausstellung 1967. Öl auf Papier auf festem Karton. 20,2 x 38,2 cm. Rest. Rahmen min. besch.

Der stolze Gutsherr, nach der Mode des 18. Jahrhunderts gekleidet, schreitet mit seiner Frau - farbenfroh ausstaffiert und das runde Gesicht von einem kleinen Sonnenschirm beschattet - durch ein Kornfeld. Vorneweg läuft ungestüm ihr Sohn, bei ihm ein Hund, im Hintergrund folgen drei weitere weibliche Personen. Die Getreideähren neigen sich zu den Spaziergängern, die Kopfweide links scheint zu grimassieren.
Das Vorbild für die Gestalt des Gutsherrn stellen die zahlreichen "Serenissimus"-Zeichnungen Spitzwegs dar, bei den anderen Figuren greift er auf seine Groteskenblätter zurück. Bereits 1855 hatte Carl Spitzweg ein sehr ähnliches Thema in seinem Tagebuch vermerkt: "Bürgermeister durch das Kornfeld gehend, vor dem sich alles neigt".


Werkverzeichnisse: Roennefahrt, Günther, Carl Spitzweg. Beschreibendes Verzeichnis seiner Gemälde, Ölstudien und Aquarelle. München 1960, S. 235, WVZ-Nr. 918 (mit Abb.): mit minimal abweichender Maßangabe 21,3 x 39 cm. Dort um 1860 datiert. - Wichmann, Siegfried, Carl Spitzweg. Verzeichnis der Werke - Gemälde und Aquarelle. Stuttgart 2002, S. 580 f., WVZ-Nr. 1608 (mit Abb.): mit minimal abweichender Maßangabe 21,3 x 39 cm. Dort um 1880 datiert. Die bei Wichmann erwähnte Echtheitsbestätigung Otto Spitzwegs, München, 7. November 1908, liegt nicht mehr vor.

Ausstellungen und Provenienz (nach Roennefahrt und Wichmann): Galerie Wimmer, München, 1904. - Hugo Helbing, München, Auktion 7. April 1908, Abb. 19. - Hugo Helbing, München, 30. Juni 1909, Kat.-Nr. 110 (mit Tafel 11): aus der Sammlung Baron de Bermingham, Paris. - Ludwigs-Galerie (Nathan), München, Mai 1928. - Galerie Gerstenberger, Chemnitz, Meisterwerke deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts, 1. -31. Oktober 1928, Kat.-Nr. 51. - Galerie Arnold, Dresden, Juli 1930, Kat.-Nr. 42 (Beiblatt). - Privatbesitz Wuppertal-Elberfeld seit 1948, im Münchener Kunsthandel erworben (nach Roennefahrt). - Galerie Abels, Köln, 22. Dezember 1948. - Carl Spitzweg und sein Freundeskreis, München, Haus der Kunst, 7. Oktober 1967 - 7. Januar 1968, Kat.-Nr. 127. - Carl Spitzweg und die französischen Zeichner, München, Haus der Kunst, 23 November 1985 - 2. Februar 1986, Kat.-Nr. 766.



Titel-Zusatz:
(Gutsherr mit seiner Familie - Spaziergang des Gutsherrn)


Signatur-Bez-Recto:
Rücks. Nachlass-Stempel (Lugt 2307) in Schwarz und Echtheitsbestätigung Prof. Dr. Hermann Uhde-Bernays, Starnberg, 12. Mai 1927. Auf der Rahmenrückseite Klebeetikett der Spitzweg-Ausstellung 1967
Technik:
Öl
Träger:
auf Papier auf festem Karton
Maße:
20,2 x 38,2 cm
Zustand:
Rest
Rahmen:
Rahmen min. besch
Kommentar:
Werkverzeichnisse: Roennefahrt, Günther, Carl Spitzweg. Beschreibendes Verzeichnis seiner Gemälde, Ölstudien und Aquarelle. München 1960, S. 235, WVZ-Nr. 918 (mit Abb.): mit minimal abweichender Maßangabe 21,3 x 39 cm. Dort um 1860 datiert. - Wichmann,