Elisabeth, Königin von Preußen, Prinzessin von Bayern - König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Prinz Johann von Sachsen im Jagdschlitten

Auktion 382, Kat.-Nr. 356

ALTE KUNST am 5. Dezember 2018

Elisabeth, Königin von Preußen, Prinzessin von Bayern

König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Prinz Johann von Sachsen im Jagdschlitten

Schätzpreis:
€ 8.000 bis € 12.000

Differenzbesteuerung    

Ergebnis:
€ 13.970 (inkl. 27 % Käuferaufgeld)



Beschreibung:
Königin von Preußen, Prinzessin von Bayern, Elisabeth,
1801 München - 1873 Dresden

König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Prinz Johann von Sachsen im Jagdschlitten


Verschneite hügelige Landschaft, das Wild quert vor den Jägern. R. u. bekröntes Monogramm "EL" (ligiert) und 1841 datiert. Auf der Rückseite von Keilrahmen und Rahmen diverse Nummerierungen und Reste von Inventarklebeetiketten. Öl auf Lwd. 43,5 x 55 cm. Rest. Min. besch. Reich ornamentierter Rahmen mit Wappenkartuschen des Königreichs Sachsen, besch.

Das vorliegende Gemälde, offensichtlich ein Geschenk der preußischen Königin an ihre Schwester bzw. ihren Schwager, ist in vielerlei Hinsicht ein Rarissimum. Nicht nur ist es ein seltenes Dokument für das künstlerische Talent der preußischen Königin, es ist zudem motivisch im engsten familiären Umfeld derselben zu verorten.

Prinzessin Elisabeth Ludovika war eine Tochter des späteren bayerischen Königs Maximilian I. Joseph und seiner Gemahlin Caroline. Ihre Zwillingsschwester Amalie heiratete den späteren König Johann I. von Sachsen. Sie selbst schloss 1823 die Ehe mit Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, seit 1840 König von Preußen. Mit ihrem Mann teilte sie verschiedenste geistige Interessen, darunter auch dessen Bestrebungen für Kunstzwecke.

Dorothea Minkels wird im Rahmen einer Publikation, deren Erscheinen für 2019 geplant ist, auf die Hintergründe der Entstehung des vorliegenden Gemäldes eingehen. Es handelt sich bei diesem um ein einmaliges Zeugnis der ausgesprochen freundschaftlich-familiären Beziehungen der Häuser Hohenzollern und Wettin. Nicht nur waren die beiden Zwillingsschwestern einander eng verbunden, auch ihre Gatten pflegten ein über die Maßen gutes und vertrauensvolles Verhältnis miteinander.

Wir danken Dorothea Minkels, Autorin verschiedener Publikationen über Königin Elisabeth und ihren Gemahl König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, für ihre freundliche Unterstützung. Diese konnte das Gemälde - nach Redaktionsschluss für den gedruckten Katalog - am 13.11.2018 im Original prüfen und bestätigte die Autorschaft der preußischen Königin.


Datierung:
um 1841


Titel-Zusatz:
Verschneite hügelige Landschaft, das Wild quert vor den Jägern


Signatur-Bez-Vorne:
R. u. bekröntes Monogramm "EL" (ligiert) und 1841 datiert
Signatur-Bez-Recto:
Auf der Rückseite von Keilrahmen und Rahmen diverse Nummerierungen und Reste von Inventarklebeetiketten
Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
43,5 x 55 cm
Zustand:
Rest. Min. besch
Rahmen:
Reich ornamentierter Rahmen mit Wappenkartuschen des Königreichs Sachsen, besch
Kommentar:
Das vorliegende Gemälde, offensichtlich ein Geschenk der preußischen Königin an ihre Schwester bzw. ihren Schwager, ist in vielerlei Hinsicht ein Rarissimum. Nicht nur ist es ein seltenes Dokument für das künstlerische Talent der preußischen Königin, es ist zudem motivisch im engsten familiären Umfeld derselben zu verorten. Prinzessin Elisabeth Ludovika war eine Tochter des späteren bayerischen Königs Maximilian I. Joseph und seiner Gemahlin Caroline. Ihre Zwillingsschwester Amalie heiratete den späteren König Johann I. von Sachsen. Sie selbst schloss 1823 die Ehe mit Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, seit 1840 König von Preußen. Mit ihrem Mann teilte sie verschiedenste geistige Interessen, darunter auch dessen Bestrebungen für Kunstzwecke. Dorothea Minkels wird im Rahmen einer Publikation, deren Erscheinen für 2019 geplant ist, auf die Hintergründe der Entstehung des vorliegenden Gemäldes eingehen. Es handelt sich bei diesem um ein einmaliges Zeugnis der ausgesprochen freundschaftlich-familiären Beziehungen der Häuser Hohenzollern und Wettin. Nicht nur waren die beiden Zwillingsschwestern einander eng verbunden, auch ihre Gatten pflegten ein über die Maßen gutes und vertrauensvolles Verhältnis miteinander. Wir danken Dorothea Minkels, Autorin verschiedener Publikationen über Königin Elisabeth und ihren Gemahl König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, für ihre freundliche Unterstützung. Diese konnte das Gemälde - nach Redaktionsschluss für den gedruckten Katalog - am 13.11.2018 im Original prüfen und bestätigte die Autorschaft der preußischen Königin.