Kombinations-Teekanne

Auktion 384, Kat.-Nr. 33

ALTE KUNST UND SONDERAUKTION DER SAMMLUNG MELETTA ART & INTERIEURS am 3. Juli 2019

Kombinations-Teekanne

Schätzpreis:
€ 12.000 bis € 15.000

Differenzbesteuerung    

noch erhältlich

Beschreibung:
Kombinations-Teekanne
Theodor Bogler, Steingutfabriken Velten- Vordamm, 1925/1926

Steingut. Gegossen, sandfarbener Scherben. Beigefarben glasiert mit asymmetrischem braunem Wellendekor. Innen beigefarben glasiert. Bastumwickelter Henkel. Blaue Manufakturmarke mit Signatur (gemalt). H. 12 cm.

seit den 1920er Jahren im Besitz der Familie Rohlfs.

Theodor Bogler studierte 1919-1920 am Staatlichen Bauhaus in Weimar bei Theodor Itten und Lyonel Feininger. 1920-1924 besuchte er die Keramische Werkstatt des Bauhauses in Dornburg, dessen technischer Leiter sein Schwager Otto Lindig war. 1925/1926 wechselte er in die Steingutfabriken Velten-Vordamm. Hier entstand auch das in dieser Auktion angebotene Teeservice.- Boglers zeitloses Design steht für sein radikales Umdenken am Bauhaus und später auch in Velten-Vordamm: klare Formen, Funktionalität und ästhetisches Empfinden. Er zerlegt die herkömmliche Form einer Kanne in stereotype Grundformen, welche er für unterschiedliche Modelle kombiniert. - Ab 1927 tritt Bogler in die Benediktinerabtei Maria Laach ein, wo er 1932 die Priesterweihe erhielt. Gleichzeitig war er auch weiterhin als Keramiker tätig und arbeitet in späteren Jahren u.a. für die Staatliche Majolikamanufaktur in Karlsruhe. Er stirbt 1968 in Andernach.

Provenienz: Bei dieser und den nachfolgenden drei Kat.-Nrn. handelt es sich lt. EL um ein Geschenk von Helene Rohlfs (Ehefrau des Malers Christian Rohlfs) an die Familie des Einlieferers. Das Service befan

Literatur: Weber, Klaus (Hrsg.), Keramik und Bauhaus, Ausst.-Kat. 12.4.-28.5.1989, Berlin 1989. S. 54 ff, S. 214 ff., Abb. 240 /241.

Ausstellung: Hetjens-Museum, Düsseldorf, Inv.Nr. 1974/1972.


Datierung:
1925/1926


Maße:
H. 12 cm
Provenienz:
Bei dieser und den nachfolgenden drei Kat.-Nrn. handelt es sich lt. EL um ein Geschenk von Helene Rohlfs (Ehefrau des Malers Christian Rohlfs) an die Familie des Einlieferers. Das Service befan
Literatur:
Weber, Klaus (Hrsg.), Keramik und Bauhaus, Ausst.-Kat. 12.4.-28.5.1989, Berlin 1989. S. 54 ff, S. 214 ff., Abb. 240 /241.
Ausstellung:
Hetjens-Museum, Düsseldorf, Inv.Nr. 1974/1972.
Kommentar:
Theodor Bogler studierte 1919-1920 am Staatlichen Bauhaus in Weimar bei Theodor Itten und Lyonel Feininger. 1920-1924 besuchte er die Keramische Werkstatt des Bauhauses in Dornburg, dessen technischer Leiter sein Schwager Otto Lindig war. 1925/1926 wechselte er in die Steingutfabriken Velten-Vordamm. Hier entstand auch das in dieser Auktion angebotene Teeservice.- Boglers zeitloses Design steht für sein radikales Umdenken am Bauhaus und später auch in Velten-Vordamm: klare Formen, Funktionalität und ästhetisches Empfinden. Er zerlegt die herkömmliche Form einer Kanne in stereotype Grundformen, welche er für unterschiedliche Modelle kombiniert. - Ab 1927 tritt Bogler in die Benediktinerabtei Maria Laach ein, wo er 1932 die Priesterweihe erhielt. Gleichzeitig war er auch weiterhin als Keramiker tätig und arbeitet in späteren Jahren u.a. für die Staatliche Majolikamanufaktur in Karlsruhe. Er stirbt 1968 in Andernach.