Frans Snyders - Wildschweinjagd

Auktion 382, Kat.-Nr. 306

ALTE KUNST am 5. Dezember 2018

Frans Snyders

Wildschweinjagd

Schätzpreis:
€ 20.000 bis € 25.000

Differenzbesteuerung    

noch erhältlich

Beschreibung:
Snyders, Frans
1579 Antwerpen - 1657 ebenda, Umkreis

Wildschweinjagd


Eine Hundemeute hetzt einen Eber, links zwei junge Jäger. Öl auf Lwd. 176 x 294 cm. Doubliert. Rest. Besch. Rahmen min. besch.

Die ersten Jagdgemälde Frans Snyders entstanden in Zusammenarbeit mit Peter Paul Rubens in den 20er und 30er Jahren des 17. Jahrhunderts. Snyders wurde in der Folge zum eigentlichen Schöpfer der später höchst beliebten Tierhatzen. Nur selten jedoch malte er Szenen mit der Beteiligung von Menschen.

Der jüngere Schwager Snyders, Paul de Vos (1595 Hulst/Zeeland - 1678 Antwerpen), stellt bezüglich der Jagddarstellungen in gewisser Hinsicht Konkurrenz dar. Er erweist sich in diesen als begabter Schüler Snyders. Schon früh entwickelt de Vos eine Neigung zum "lebenden" Tierbild, worunter auch die höchst bewegten Tierhatzen zu zählen sind. Paul de Vos zeigt sich im Temperament der Tiere seinem Vorbild häufig überlegen, seine Hunde sind raffinierter bewegt, geschmeidiger in ihren Stellungen und im Wortsinn "animalisch" hinsichtlich ihres Jagdeifers. Zudem arbeitet Paul de Vos mit deutlich breiterem Pinsel, ist "weicher" in der Darstellung und nicht so stark auf detailreiche Ausarbeitung konzentriert wie Frans Snyders.

Bei der künstlerischen Einordnung des vorliegenden Gemäldes darf aber ein weiterer Snyders-Schüler nicht unerwähnt bleiben: Juriaen Jacobsz. (1624 Hamburg - 1685 Leeuwarden) bereichert seine Jagddarstellungen nicht selten mit ähnlicher Figurenstaffage wie der (noch) unbekannte Meister des vorliegenden Gemäldes.

Provenienz: Kasteel Henkenshaage, St. Oedenrode (Niederlande), Nachlass Th. R. C. A. M. van Gulick. - Fa. A. Mak, Dordrecht, Auktion 2./3. Juli 1940, Kat.-Nr. 86 (mit Abb.): dort als Frans Snyders, zugeschrieben. - Privatsammlung.


Titel-Zusatz:
Eine Hundemeute hetzt einen Eber, links zwei junge Jäger


Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
176 x 294 cm
Zustand:
Doubliert. Rest. Besch
Rahmen:
Rahmen min. besch
Kommentar:
Die ersten Jagdgemälde Frans Snyders entstanden in Zusammenarbeit mit Peter Paul Rubens in den 20er und 30er Jahren des 17. Jahrhunderts. Snyders wurde in der Folge zum eigentlichen Schöpfer der später höchst beliebten Tierhatzen. Nur selten jedoch malte er Szenen mit der Beteiligung von Menschen. Der jüngere Schwager Snyders, Paul de Vos (1595 Hulst/Zeeland - 1678 Antwerpen), stellt bezüglich der Jagddarstellungen in gewisser Hinsicht Konkurrenz dar. Er erweist sich in diesen als begabter Schüler Snyders. Schon früh entwickelt de Vos eine Neigung zum "lebenden" Tierbild, worunter auch die höchst bewegten Tierhatzen zu zählen sind. Paul de Vos zeigt sich im Temperament der Tiere seinem Vorbild häufig überlegen, seine Hunde sind raffinierter bewegt, geschmeidiger in ihren Stellungen und im Wortsinn "animalisch" hinsichtlich ihres Jagdeifers. Zudem arbeitet Paul de Vos mit deutlich breiterem Pinsel, ist "weicher" in der Darstellung und nicht so stark auf detailreiche Ausarbeitung konzentriert wie Frans Snyders. Bei der künstlerischen Einordnung des vorliegenden Gemäldes darf aber ein weiterer Snyders-Schüler nicht unerwähnt bleiben: Juriaen Jacobsz. (1624 Hamburg - 1685 Leeuwarden) bereichert seine Jagddarstellungen nicht selten mit ähnlicher Figurenstaffage wie der (noch) unbekannte Meister des vorliegenden Gemäldes. Provenienz: Kasteel Henkenshaage, St. Oedenrode (Niederlande), Nachlass Th. R. C. A. M. van Gulick. - Fa. A. Mak, Dordrecht, Auktion 2./3. Juli 1940, Kat.-Nr. 86 (mit Abb.): dort als Frans Snyders, zugeschrieben. - Privatsammlung.