Stillleben mit Blumenvasen. 1923

Auktion 65, Kat.-Nr. 28

MODERNE, POST WAR & CONTEMPORARY ART   am 7. Juni 2019

Stillleben mit Blumenvasen. 1923

Schätzpreis:
€ 14.000 bis € 16.000

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noch erhältlich

Beschreibung:
Peiffer Watenphul, Max
1896 Weferlingen - 1976 Rom

Stillleben mit Blumenvasen. 1923

Öl auf Leinwand
49,5 x 60,5 cm

Links unten monogrammiert und datiert "M.P.W. 23". Rahmen.

Werkverzeichnis: Nicht bei G. Watenphul Pasqualucci/Pasqualucci A.

Echtheitsbestätigung: Eine Expertise kann derzeit aufgrund der fehlenden Nachfolge von A. Pasqualucci nicht angefordert werden.

Provenienz: 35. Deutsche Kunst und Antiquitätenmesse München, 1990 (verso mit Etikett). Seither Privatbesitz Süddeutschland

Vgl.: Werkverz. Nr. G 42, G 51 "Stilleben mit vier Vasen".

Max Peiffer Watenphul war in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Als promovierter Jurist mit selbst gewähltem Doppelnamen, beschloss er 1919 Kunst zu studieren. Seine Kunstliebe brachte ihn früh mit wichtigen Künstlern wie Paul Klee zusammen und schließlich auch zu einem "inoffiziellen" Studienplatz am Bauhaus in Weimar. Aufgrund seiner künstlerischen Eigenständigkeit, erlaubte ihm Walter Gropius bei allen Meistern als Gasthörer zu hospitieren und stellte ihm ein Atelier zur Verfügung. Dort schloss er Freundschaft mit Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky, Otto Dix und Max Ernst. Der Galerist Walter Flechtheim nahm ihn bald unter Vertrag, so dass er durch die finanzielle Unabhängigkeit nun auch Reiseunternehmungen nach Rom, Mexiko, Frankreich und vor allem Italien tätigen konnte. Das vorliegende Gemälde stammt aus der frühen Phase seines Oeuvres und zeigt den anfänglichen Einfluss der primitiven Malerei Henri Rousseaus. Die üppige Anordnung der Stillleben vergangener Jahrhunderte, wird hier zugunsten einer schlichten und einfachen Ordnung aufgegeben. Objekte - hier Vasen, werden streng auf monochromen Grund angeordnet, möglichst in einfacher Form und ohne gegenseitige Überschneidung. Die Gegenstände erhalten damit etwas symbolisches. Das Gemälde "Drei Vasen" entstand 1923 als Peiffer Watenphul bereits nach Hattingen übergesiedelt war, gehört aber noch in das "unberührte Frühwerk", welches auch den Galeristen Walter Flechtheim auf den Künstler aufmerksam machte. Die später durchgeführten Reisen veränderten und erweiterten seinen Malstil. Sein Werk umfasst neben Gemälden auch Zeichnungen, Aquarelle und Lithographien.


Signatur-Bez-Vorne:
Links unten monogrammiert und datiert "M.P.W. 23"
Technik:
Öl
Träger:
auf Leinwand
Maße:
49,5 x 60,5 cm
Rahmen:
Rahmen
Werkverzeichnis:
Nicht bei G. Watenphul Pasqualucci/Pasqualucci A.
Echtheit:
Eine Expertise kann derzeit aufgrund der fehlenden Nachfolge von A. Pasqualucci nicht angefordert werden.
Provenienz:
35. Deutsche Kunst und Antiquitätenmesse München, 1990 (verso mit Etikett). Seither Privatbesitz Süddeutschland
Vgl:
Werkverz. Nr. G 42, G 51 "Stilleben mit vier Vasen"