Barbara Rosina de Gasc, geb. Lisiewska - Christiane Amalie Ernestine von Schlabrendorf, geb. von Roëll

Auktion 383, Kat.-Nr. 273

ALTE KUNST am 20. März 2019

Barbara Rosina de Gasc, geb. Lisiewska

Christiane Amalie Ernestine von Schlabrendorf, geb. von Roëll

Schätzpreis:
€ 8.000 bis € 12.000

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noch erhältlich

Beschreibung:
Gasc, geb. Lisiewska, Barbara Rosina de
1713 Berlin - 1783 Dresden

Christiane Amalie Ernestine von Schlabrendorf, geb. von Roëll


(gest. 1785). Halbfigur, nahezu frontal sitzend, den Kopf leicht nach rechts gewandt. Rücks. bezeichnet "Cristiana Amalia / Ernestine de Schlaberndorff [sic!] / née de Röell ... peint par Rosina Matthieu / née Liziewska. 1760". Öl auf Lwd. 91,5 x 74 cm. Doubliert. Rest. Min. besch. Rahmen min. besch.

Die Dargestellte war mit Gustav Albrecht von Schlabrendorf (1703-1765) verheiratet, einem königlich-preußischen Generalmajor und seit 1759 Chef des Kürassier-Regiments Nr. 1. Die Tatsache, dass das vorliegende Bildnis seiner Gattin 1760 datiert ist, könnte in Zusammenhang mit dieser im Vorjahr stattgefundenen Rangerhöhung Schlabrendorfs stehen. Barbara Rosina de Gasc, in der Literatur häufig irrtümlich als Anna Rosina bezeichnet, war die Tochter des Malers Georg von Lisiewsky. Wie ihre Schwester Anna Dorothea, verh. Therbusch, war sie als Porträtmalerin höchst erfolgreich. Kennzeichnend für ihre Malerei ist die delikate Behandlung von Stoffen und Spitzen der Kleidung der Dargestellten. Bei der Behandlung der Augenpartien wendet die Künstlerin eine ihr eigene Technik an, indem sie den oberen Teil der Augenlider durch eine dunkle Linie absetzt und damit betont. Den Porträts de Gascs eignet eine realistische Auffassung und damit verbunden zum Teil ausgeprägte psychologische Tiefe.

Provenienz: Sothebys London, Auktion 12. Februar 1998, Kat.-Nr. 124: dort als Arbeit der Anna Dorothea Therbusch, geb. Lisiewska.

Wir danken Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan, Berlin, für die mündliche Bestätigung der Authentizität auf Basis einer Fotografie.


Titel-Zusatz:
(gest. 1785). Halbfigur, nahezu frontal sitzend, den Kopf leicht nach rechts gewandt


Signatur-Bez-Recto:
Rücks. bezeichnet "Cristiana Amalia / Ernestine de Schlaberndorff [sic!] / née de Röell ... peint par Rosina Matthieu / née Liziewska. 1760"
Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
91,5 x 74 cm
Zustand:
Doubliert. Rest. Min. besch
Rahmen:
Rahmen min. besch
Provenienz:
Sothebys London, Auktion 12. Februar 1998, Kat.-Nr. 124: dort als Arbeit der Anna Dorothea Therbusch, geb. Lisiewska.
Danksagung:
Wir danken Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan, Berlin, für die mündliche Bestätigung der Authentizität auf Basis einer Fotografie.
Kommentar:
Die Dargestellte war mit Gustav Albrecht von Schlabrendorf (1703-1765) verheiratet, einem königlich-preußischen Generalmajor und seit 1759 Chef des Kürassier-Regiments Nr. 1. Die Tatsache, dass das vorliegende Bildnis seiner Gattin 1760 datiert ist, könnte in Zusammenhang mit dieser im Vorjahr stattgefundenen Rangerhöhung Schlabrendorfs stehen. Barbara Rosina de Gasc, in der Literatur häufig irrtümlich als Anna Rosina bezeichnet, war die Tochter des Malers Georg von Lisiewsky. Wie ihre Schwester Anna Dorothea, verh. Therbusch, war sie als Porträtmalerin höchst erfolgreich. Kennzeichnend für ihre Malerei ist die delikate Behandlung von Stoffen und Spitzen der Kleidung der Dargestellten. Bei der Behandlung der Augenpartien wendet die Künstlerin eine ihr eigene Technik an, indem sie den oberen Teil der Augenlider durch eine dunkle Linie absetzt und damit betont. Den Porträts de Gascs eignet eine realistische Auffassung und damit verbunden zum Teil ausgeprägte psychologische Tiefe.