Joseph Stephan - Blick auf München

Auktion 383, Kat.-Nr. 272

ALTE KUNST am 20. März 2019

Joseph Stephan

Blick auf München

Schätzpreis:
€ 18.000 bis € 20.000

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noch erhältlich

Beschreibung:
Stephan, Joseph
um 1709 München - 1786 ebenda

Blick auf München


L. u. signiert. Öl auf Lwd. 74 x 112,5 cm. Doubliert. Rest. Rahmen min. besch.

Panorama von St. Maria in Thalkirchen entlang der Isar bis zur Stadtsilhouette Münchens im Hintergrund. Im Vordergrund unternimmt eine vornehme Gesellschaft eine Landpartie, im Mittelgrund Bauern bei der Heuernte.

Joseph Stephan, Schüler des Heinrich van Waterschoot (gest. 1748 München), kam 1745 in die kurfürstliche Residenzstadt. Stephan zählt zu den wenigen künstlerisch relevanten, auf Dauer in München tätigen Landschaftsmalern des 18. Jahrhunderts. Vor ihm ist lediglich Franz Joachim Beich hervorzuheben, der sich mit seinen Ansichten der kurfürstlichen Schlösser ein bleibendes Denkmal gesetzt hat. Letztlich erfuhr die topographisch exakte Darstellung Münchens und seiner Umgebung einen enormen Impetus durch die kurze Anwesenheit Bernardo Bellottos (1722 Venedig - 1780 Warschau) in München 1761, der eines der berühmtesten Panoramen Münchens schuf. Joseph Stephan reiht sich in diese Tradition ein, kann darüber hinaus aber auch als einer der Wegbereiter der Münchner Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts gelten. Das vorliegende Gemälde stellt ein einmaliges Dokument hinsichtlich der Stadtentwicklung Münchens und seiner Umgebung dar. Für den Heimatforscher ist es eine unerschöpfliche Quelle bezüglich des Bestandes von Kirchen, längst verschwundenen Landsitzen und der rasanten Entwicklung Münchens zum Opfer gefallenen bäuerlichen Anwesen im Südwesten der Stadt.


Signatur-Bez-Vorne:
L. u. signiert
Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
74 x 112,5 cm
Zustand:
Doubliert. Rest
Rahmen:
Rahmen min. besch
Kommentar:
Joseph Stephan, Schüler des Heinrich van Waterschoot (gest. 1748 München), kam 1745 in die kurfürstliche Residenzstadt. Stephan zählt zu den wenigen künstlerisch relevanten, auf Dauer in München tätigen Landschaftsmalern des 18. Jahrhunderts. Vor ihm ist lediglich Franz Joachim Beich hervorzuheben, der sich mit seinen Ansichten der kurfürstlichen Schlösser ein bleibendes Denkmal gesetzt hat. Letztlich erfuhr die topographisch exakte Darstellung Münchens und seiner Umgebung einen enormen Impetus durch die kurze Anwesenheit Bernardo Bellottos (1722 Venedig - 1780 Warschau) in München 1761, der eines der berühmtesten Panoramen Münchens schuf. Joseph Stephan reiht sich in diese Tradition ein, kann darüber hinaus aber auch als einer der Wegbereiter der Münchner Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts gelten. Das vorliegende Gemälde stellt ein einmaliges Dokument hinsichtlich der Stadtentwicklung Münchens und seiner Umgebung dar. Für den Heimatforscher ist es eine unerschöpfliche Quelle bezüglich des Bestandes von Kirchen, längst verschwundenen Landsitzen und der rasanten Entwicklung Münchens zum Opfer gefallenen bäuerlichen Anwesen im Südwesten der Stadt.