Maria Elisabeth Josepha, Erzherzogin von Österreich

Auktion 384, Kat.-Nr. 233

ALTE KUNST UND SONDERAUKTION DER SAMMLUNG MELETTA ART & INTERIEURS am 3. Juli 2019

Maria Elisabeth Josepha, Erzherzogin von Österreich

Schätzpreis:
€ 11.000 bis € 14.000

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noch erhältlich

Beschreibung:
Auerbach, Johann Karl (Carl)
1723 Wien - 1788 ebenda

Maria Elisabeth Josepha, Erzherzogin von Österreich


(1743 Wien - 1808 Linz). Dreiviertelfigur leicht nach links, den Kopf nach rechts gewandt. Vor Säulenarchitektur mit Vorhangdraperie, Landschaftsausblick. R. o. später aufgetragene Inventarnummer "CR. 178", rücks. bezeichnet, signiert und 1763 datiert. Öl auf Lwd. 171,5 x 125 cm. Rest. Min. besch. Rahmen min. besch.

Erzherzogin Maria Elisabeth von Österreich kam als sechstes Kind und fünfte Tochter Maria Theresias und ihres Gemahls Kaiser Franz Stephan zur Welt. In ihrer Jugend für ihre Schönheit gerühmt, plante man eine Verheiratung der Erzherzogin mit dem König von Polen, deren Umsetzung am Veto der russischen Zarin scheiterte. Auch eine Ehe mit Ludwig XV., dem verwitweten französischen König, soll angedacht gewesen sein. Letztlich blieb Maria Elisabeth unverheiratet, sie ging in das Adelige Damenstift nach Innsbruck, das sie von 1781 bis 1806 als Äbtissin leitete. Das vorliegende Porträt zeigt die junge Erzherzogin, der Erzherzogshut ist unübersehbar neben ihr platziert, in graziler Haltung, aufwendig gekleidet und mit Pretiosen geschmückt. "Besucht die Fabrique den 20ten July 1761" vermerkt die rückseitige Bezeichnung - offenbar entstand das Bildnis in Erinnerung an diesen Besuch in einer Fabrique, worunter im Sprachgebrauch des 18. Jahrhunderts auch Manufakturen für Porzellan oder Wandteppichwebereien verstanden wurden. Johann Karl Auerbach, Sohn des berühmten Porträtmalers Johann Gottfried Auerbach, studierte ab 1737 an der Kaiserlichen Akademie in Wien bei Martin von Meytens. 1752 wurde er - nach Vorlage eines repräsentativen Herrenporträts - als Mitglied in die Akademie aufgenommen. Auerbach widmete sich verschiedenen Genres, neben zahlreichen Bildnissen v. a. für den österreichischen (Hoch-) Adel wurden auch seine Altargemälde von den Auftraggebern hoch geschätzt.


Titel-Zusatz:
(1743 Wien - 1808 Linz). Dreiviertelfigur leicht nach links, den Kopf nach rechts gewandt. Vor Säulenarchitektur mit Vorhangdraperie, Landschaftsausblick


Signatur-Bez-Vorne:
R. o. später aufgetragene Inventarnummer "CR. 178", rücks. bezeichnet, signiert und 1763 datiert
Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
171,5 x 125 cm
Zustand:
Rest. Min. besch
Rahmen:
Rahmen min. besch
Kommentar:
Erzherzogin Maria Elisabeth von Österreich kam als sechstes Kind und fünfte Tochter Maria Theresias und ihres Gemahls Kaiser Franz Stephan zur Welt. In ihrer Jugend für ihre Schönheit gerühmt, plante man eine Verheiratung der Erzherzogin mit dem König von Polen, deren Umsetzung am Veto der russischen Zarin scheiterte. Auch eine Ehe mit Ludwig XV., dem verwitweten französischen König, soll angedacht gewesen sein. Letztlich blieb Maria Elisabeth unverheiratet, sie ging in das Adelige Damenstift nach Innsbruck, das sie von 1781 bis 1806 als Äbtissin leitete. Das vorliegende Porträt zeigt die junge Erzherzogin, der Erzherzogshut ist unübersehbar neben ihr platziert, in graziler Haltung, aufwendig gekleidet und mit Pretiosen geschmückt. "Besucht die Fabrique den 20ten July 1761" vermerkt die rückseitige Bezeichnung - offenbar entstand das Bildnis in Erinnerung an diesen Besuch in einer Fabrique, worunter im Sprachgebrauch des 18. Jahrhunderts auch Manufakturen für Porzellan oder Wandteppichwebereien verstanden wurden. Johann Karl Auerbach, Sohn des berühmten Porträtmalers Johann Gottfried Auerbach, studierte ab 1737 an der Kaiserlichen Akademie in Wien bei Martin von Meytens. 1752 wurde er - nach Vorlage eines repräsentativen Herrenporträts - als Mitglied in die Akademie aufgenommen. Auerbach widmete sich verschiedenen Genres, neben zahlreichen Bildnissen v. a. für den österreichischen (Hoch-) Adel wurden auch seine Altargemälde von den Auftraggebern hoch geschätzt.