Camillo Procaccini - Die Vision des Hl. Hieronymus

Auktion 383, Kat.-Nr. 221

ALTE KUNST am 20. März 2019

Camillo Procaccini

Die Vision des Hl. Hieronymus

Schätzpreis:
€ 8.000 bis € 12.000

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noch erhältlich

Beschreibung:
Procaccini, Camillo
1561 Parma - 1629 Mailand, zugeschrieben

Die Vision des Hl. Hieronymus


Öl auf Lwd. 135,5 x 101 cm. Doubliert. Rest. Rahmen min. besch.

Ugo Ruggeri schreibt das vorliegende Gemälde Camillo Procaccini zu. Er vergleicht dieses u. a. mit Procaccinis "Hl. Hieronymus" in der Kirche San Raffaele in Mailand (um 1585) sowie mit der "Vision des Hl. Hieronymus" in der Certosa di Pavia aus den Neunziger Jahren. Ruggeri erachtet die angebotene Version der "Vision des Hl. Hieronymus" als wichtigen Beleg für die erste künstlerische Reife Procaccinis. Das frühe Werk Camillo Procaccinis steht noch in der Tradition der Malerei des Manierismus. Der Künstler greift in dieser Schaffensphase vor allem auf Stilelemente der Kunst Federico Zuccaris zurück. Der Engel mit der Posaune bei vorliegendem Gemälde spiegelt diesen Einfluss wieder. Im weiteren Verlauf der Neunziger Jahre erfolgt dann eine verstärkte Hinwendung Procaccinis zur Malerei des frühen Barock, wie sie sich bis dahin in Mailand noch nicht durchgesetzt hatte.

Stellungnahme Ugo Ruggeri, Venedig, o. D. (in Fotokopie).


Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
135,5 x 101 cm
Zustand:
Doubliert. Rest
Rahmen:
Rahmen min. besch
Echtheit:
Stellungnahme Ugo Ruggeri, Venedig, o. D. (in Fotokopie).
Kommentar:
Ugo Ruggeri schreibt das vorliegende Gemälde Camillo Procaccini zu. Er vergleicht dieses u. a. mit Procaccinis "Hl. Hieronymus" in der Kirche San Raffaele in Mailand (um 1585) sowie mit der "Vision des Hl. Hieronymus" in der Certosa di Pavia aus den Neunziger Jahren. Ruggeri erachtet die angebotene Version der "Vision des Hl. Hieronymus" als wichtigen Beleg für die erste künstlerische Reife Procaccinis. Das frühe Werk Camillo Procaccinis steht noch in der Tradition der Malerei des Manierismus. Der Künstler greift in dieser Schaffensphase vor allem auf Stilelemente der Kunst Federico Zuccaris zurück. Der Engel mit der Posaune bei vorliegendem Gemälde spiegelt diesen Einfluss wieder. Im weiteren Verlauf der Neunziger Jahre erfolgt dann eine verstärkte Hinwendung Procaccinis zur Malerei des frühen Barock, wie sie sich bis dahin in Mailand noch nicht durchgesetzt hatte.