Baltasar Lobo - Sur le sable. 1983/86

Auktion 64, Kat.-Nr. 2090

KLASSISCHE MODERNE, POST WAR & CONTEMPORARY ART am 7. Dezember 2018

Baltasar Lobo

Sur le sable. 1983/86

Schätzpreis:
€ 20.000 bis € 30.000

Differenzbesteuerung    

Ergebnis:
€ 27.940 (inkl. 27 % Käuferaufgeld)



Beschreibung:
Lobo, Baltasar
1910 Cerecinos de Campos, Zamora - 1993 Paris

Sur le sable. 1983/86

Bronze mit schwarzbrauner Patina

27 x 32 x 21 cm Verso am Unterrrand signiert und nummeriert sowie mit der Gießerbezeichnung "Susse fondeur Paris". Exemplar 6/8, darüber hinaus wurden 4 nummerierte EA-Exemplare gegossen. Auf der Unterseite maschinenschriftliches Etikett mit dem Titel und der Registriernummer der Galéria Nathan, Zürich "Lob-B-8317" sowie handschr. bezeichnet "L-5115".

Der Entwurf für die Bronze entstand 1983, der Guss der kleinen Fassung wurde 1986 ausgeführt, 1987 entstand eine größere Fassung.

Werkverzeichnis: Muller, Joseph-Émile, Catalogue raisonné de loeuvre sculpté. Paris 1985, Nr. 542 (Abb. eines anderen Exemplars). Das Werk ist in der Galería Freites unter der Nummer 8316 registriert. Das Label stammt vermutlich von der Galerie Nathan, Zürich.

Provenienz: Aus dem Atelier des Künstlers / Galery Nathan, Zürich, Schweiz / Privatsammlung Süddeutschland

Literatur: Lobo, Baltasar, Skulpturen, Zeichnungen. Ausst-Kat. Galerie Nathan, Zürich, 1985, Abb. der Marmorfassung, S. 19 und eines anderen Gusses, S. 24. - Escultura iberica contemporanea, Ausst.-Kat. Caja de Ahorros provincial de Zamora, Zamora, 1986, S. 47 (anderes Ex.). - Lobo. Ausst.-Kat. Galerie Malingue, Paris, 1988, Nr. 42 (anderes Ex.). - Lobo, Skulpturen. Ausst.-Kat. Galerie Nathan, Zürich, 1995-96, Nr. 48 (anderes Ex.). - Lobo 1910-1993. Esculturas y Dibujos (Ausst.-Kat.), Iglesia de la Encarnacion, Zamora, 1995-96, S. 63 (anderes Ex.). - Courbet, lAmour...Baltasar Lobo, sculptures, Christian Welter, un regard amoureux. Ausst.-Kat. Musée Gustave Courbet, Ornans, 1996, S. 101 (anderes Ex.). - Baltasar Lobo (1910-1993). In memoriam Walther Scharf, Ausst.-Kat. Salis & Vertes, Salzburg, 1997, Nr. 33 (anderes Ex.).

Baltasar Lobo gehört zur den bedeutendsten spanischen Bildhauern der Moderne. Nach seiner Lehrzeit bei Ramon Nuñez übersiedelte er nach Madrid. Aufgrund seines Kampfes gegen den Faschismus im Spanischen Bürgerkrieg musste Lobo 1939 nach Paris fliehen, wo er freundschaftlichen Kontakt zu Picasso hielt. Er arbeitete aber auch im Atelier des Bildhauers Henri Laurens, der ihn ebenso wie seine Zeitgenossen Constantin Brancusi und Jean Arp in seiner künstlerischen Arbeit beeinflussen sollten.
Baltasar Lobos zentrales Thema ist die Frau, die Darstellung des weiblichen Körpers, und das Sujet Mutter und Kind. In seinen Arbeiten findet man eine fließende organische Formensprache, die bei der vorliegenden Bronze trotz ihrer Geschlossenheit zum Ausdruck kommt. Gleichermaßen verleiht der Fluss der Linien der Figur eine abstrakte Anmutung. 2009 wurde im spanischen Zamora das Museo Baltasar Lobo eröffnet.