Pietro Graziani - Große Reiterschlacht

Auktion 377, Kat.-Nr. 196

ALTE KUNST am 27. September 2017

Pietro Graziani

Große Reiterschlacht

Schätzpreis:
€ 10.000 bis € 12.000

Differenzbesteuerung    

unter Vorbehalt  € 5.000

Beschreibung:
GRAZIANI, PIETRO
um 1642 - 1731, Umkreis

Große Reiterschlacht

Weite Landschaft mit einer befestigten Stadt im Mittelgrund. Vorne ein Gefecht zwischen christlichen und osmanischen Reitern. Öl auf Lwd. 70 x 183,5 cm. Doubliert. Rest. Rahmen min. besch.

Bezüglich Komposition und Proportion der Darstellung erinnert das vorliegende Gemälde an die Werke des berühmten Schlachtenmalers Jacques Courtois, gen. Bourguignon (1621 St-Hippolyte / Doubs - 1676 Rom). Dieser beeinflusste mit seinen großformatigen Schlachtengemälden zahlreiche italienische Künstler, darunter auch Francesco Graziani, gen. Ciccio Napoletano (geb. um 1626 vermutlich in Capua) und dessen Sohn Pietro. Pietros Schaffen, das oft mit jenem seines Vaters verwechselt wurde, zeichnet sich durch einen lebhaften Duktus aus, Farbigkeit und einzelne Kompositionsbestandteile (z. B. die Baumgruppe rechts) verweisen stilistisch deutlich auf eine Entstehung um 1700, als vergleichbare Schlachtenszenen zwischen den Verteidigern des christlichen Abendlandes und den osmanischen Angreifern aufgrund der historischen Entwicklung besonders nachgefragt waren.


Titel-Zusatz:
Weite Landschaft mit einer befestigten Stadt im Mittelgrund. Vorne ein Gefecht zwischen christlichen und osmanischen Reitern


Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
70 x 183,5 cm
Zustand:
Doubliert. Rest
Rahmen:
Rahmen min. besch
Kommentar:
Bezüglich Komposition und Proportion der Darstellung erinnert das vorliegende Gemälde an die Werke des berühmten Schlachtenmalers Jacques Courtois, gen. Bourguignon (1621 St-Hippolyte / Doubs - 1676 Rom). Dieser beeinflusste mit seinen großformatigen Schlachtengemälden zahlreiche italienische Künstler, darunter auch Francesco Graziani, gen. Ciccio Napoletano (geb. um 1626 vermutlich in Capua) und dessen Sohn Pietro. Pietros Schaffen, das oft mit jenem seines Vaters verwechselt wurde, zeichnet sich durch einen lebhaften Duktus aus, Farbigkeit und einzelne Kompositionsbestandteile (z. B. die Baumgruppe rechts) verweisen stilistisch deutlich auf eine Entstehung um 1700, als vergleichbare Schlachtenszenen zwischen den Verteidigern des christlichen Abendlandes und den osmanischen Angreifern aufgrund der historischen Entwicklung besonders nachgefragt waren.