Die Apostel Philippus und Johannes der Evangelist

Auktion 384, Kat.-Nr. 176

ALTE KUNST UND SONDERAUKTION DER SAMMLUNG MELETTA ART & INTERIEURS am 3. Juli 2019

Die Apostel Philippus und Johannes der Evangelist

Schätzpreis:
€ 15.000 bis € 20.000

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noch erhältlich

Beschreibung:
Friedrich, Herlin
um 1435 Rothenburg o. d. T. - 1500 Nördlingen, Umkreis

Die Apostel Philippus und Johannes der Evangelist


Zwei Gemälde. Öl auf Holz (wohl Buchenholz, braun lasiert). Je ca. 70 x 34 cm. Parkettiert. Rest. Min. besch. Rahmen min. besch.

Hinsichtlich der Platzierung der Apostel in einer Bogenstellung, hinterfangen von Wandteppichen und auf einem bunt gefliesten Boden stehend, ähneln die beiden vorliegenden Gemälde zwei Arbeiten im Besitz des New Yorker Metropolitan Museums (s. u.). In diesen auch bezüglich ihres Formats (74,7 x 34,3 cm) vergleichbaren Gemälden sieht die jüngste Forschung Werke aus dem Umkreis des Friedrich Herlin aus dem ehemaligen Kontext eines mehrteiligen Seitenflügels eines Klappaltars. Auch die beiden vorliegenden Darstellungen sollten aus einem ähnlichen Zusammenhang stammen. Sie unterscheiden sich von den New Yorker Gemälden vor allem jedoch hinsichtlich der Gestaltung der Wandteppiche, hier mit brokatiertem Muster (bei den New Yorker Gemälden übergangen) oder auch der zusätzlichen Verzierung der Bodenfliesen mit passigen Ornamenten. Friedrich Herlin gilt als das künstlerisch erfolgreichste Mitglied einer in Nördlingen und Ulm ansässigen Künstlerfamilie. Eines von Herlins Hauptwerken ist das 1462 vollendete Hochaltarretabel der Nördlinger St. Georgskirche. Im Verlauf seiner Karriere kommt der Konzeption von Schreinretabeln eine immer größere Bedeutung zu, Werkstattmitarbeiter übernehmen deren Ausführung. Vgl. Ainsworth, Maryan Wynn / Waterman, Joshua P., German paintings in the Metropolitan Museum of Art 1350-1600. New Haven / London 2013, S. 125 ff., Kat.-Nr. 28A und 28B (mit Abb.): die beiden erwähnten Darstellungen der Hll. Georg und Sebastian aus dem Umkreis des Friedrich Herlin.


Titel-Zusatz:
Zwei Gemälde


Technik:
Öl
Träger:
auf Holz (wohl Buchenholz, braun lasiert)
Maße:
Je ca. 70 x 34 cm
Zustand:
Parkettiert. Rest. Min. besch
Rahmen:
Rahmen min. besch
Kommentar:
Hinsichtlich der Platzierung der Apostel in einer Bogenstellung, hinterfangen von Wandteppichen und auf einem bunt gefliesten Boden stehend, ähneln die beiden vorliegenden Gemälde zwei Arbeiten im Besitz des New Yorker Metropolitan Museums (s. u.). In diesen auch bezüglich ihres Formats (74,7 x 34,3 cm) vergleichbaren Gemälden sieht die jüngste Forschung Werke aus dem Umkreis des Friedrich Herlin aus dem ehemaligen Kontext eines mehrteiligen Seitenflügels eines Klappaltars. Auch die beiden vorliegenden Darstellungen sollten aus einem ähnlichen Zusammenhang stammen. Sie unterscheiden sich von den New Yorker Gemälden vor allem jedoch hinsichtlich der Gestaltung der Wandteppiche, hier mit brokatiertem Muster (bei den New Yorker Gemälden übergangen) oder auch der zusätzlichen Verzierung der Bodenfliesen mit passigen Ornamenten. Friedrich Herlin gilt als das künstlerisch erfolgreichste Mitglied einer in Nördlingen und Ulm ansässigen Künstlerfamilie. Eines von Herlins Hauptwerken ist das 1462 vollendete Hochaltarretabel der Nördlinger St. Georgskirche. Im Verlauf seiner Karriere kommt der Konzeption von Schreinretabeln eine immer größere Bedeutung zu, Werkstattmitarbeiter übernehmen deren Ausführung. Vgl. Ainsworth, Maryan Wynn / Waterman, Joshua P., German paintings in the Metropolitan Museum of Art 1350-1600. New Haven / London 2013, S. 125 ff., Kat.-Nr. 28A und 28B (mit Abb.): die beiden erwähnten Darstellungen der Hll. Georg und Sebastian aus dem Umkreis des Friedrich Herlin.