- Elementenvase "Erde"

Auktion 382, Kat.-Nr. 13

ALTE KUNST am 5. Dezember 2018

 

Elementenvase "Erde"

Schätzpreis:
€ 17.000 bis € 20.000

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Ergebnis:
€ 17.780 (inkl. 27 % Käuferaufgeld)



Beschreibung:
Elementenvase "Erde"
Meissen, Ende 19. Jh., nach Modell von J. J. Kändler

Porzellan. Farb- und Goldstaffage. Balustervase mit vollplastischem Deckel die Erde in Gestalt der Jagdgöttin Diana darstellend, die mit ihrem Jagdhund auf einem belaubtem Baumstumpf sitzt, vor ihr ein erlegter Hase. Auf der Schauseite reicher, tlw. vollplastischer Reliefdekor: Jagdhunde bei der Hirsch- und Eberhatz. Glatte Rückseite mit buntem Dekor: Stillleben mit Jagdutensilien umgeben von Insekten. Blaue Schwertermarke mit Knäufen. Rest., best. Auf vergoldetem Bronzesockel montiert. H. (ohne Sockel) 63 cm.

Die von Kändler 1741-1742 modellierte "Vase gehörte zu einem fünfteiligem Aufsatz, der als Geschenk für König Ludwig XV. von Frankreich bestimmt war und von dem noch zehn weitere Ausformungen gefertigt wurden... Die mittlere Vase enthält ein Reliefportrait des französischen Königs, während die übrigen mit ihren plastischen Dekorelementen die Elemente symbolisieren.". In seinen Arbeitsberichten erwähnt Kändler zwischen Dezember 1741 und Juni 1742 die Jagdvase mehrmals. Im Dezember 1741 vermerkt er: "Fünff Stücken sogenannte Vasen oder Aufsätze, welche auf hohe Anordnung Vor den französischen Hof bestellet, und auf nachstehende Weise ins reine bossirt worden. Als die erste Vase stellet den floreisanten Zustand des Reiches für woran die Flora, Fama, des Königs von Frankreich Portrait, mit Wappen, und Nahmen, auch vieles Blumenwerck befindlich. die 2te, 3te, 4te und 5te Vase stellen die 4 Elemente für, in nachfolgender Beschreibung. ... 4. die erde, worauf 1. Hirsch nebst Reh, und oben darauff die Göttin Diana, oder die Waldgöttin sich befindet, solches ist mit vielen Bäumen oder Waldung nebst Hunden umgeben, übrigens aber eine flach erhabene Jagd hierbey mit repräsentiret".

Vgl. Albiker, Carl, Die Meissner Porzellantiere im 18. Jahrhundert. Berlin 1959, Nr. 205. - Pietsch, Ulrich (Hrsg.), Porzellan Parforce. München 2005, Kat.-Nr. 65. - Pietsch, Ulrich (Hrsg.), Die Arbeitsberichte des Meissener Porzellanmodelleurs Johann Joachim Kaendler. Leipzig 2002, S. 85.

Provenienz: lt. Auskunft des Vorbesitzers aus dem Besitz des württembergischen Königshauses.


Datierung:
Ende 19. Jh.,


Maße:
H. (ohne Sockel) 63 cm
Zustand:
Rest., best. Auf vergoldetem Bronzesockel montiert
Provenienz:
lt. Auskunft des Vorbesitzers aus dem Besitz des württembergischen Königshauses.
Kommentar:
Vgl. Albiker, Carl, Die Meissner Porzellantiere im 18. Jahrhundert. Berlin 1959, Nr. 205. - Pietsch, Ulrich (Hrsg.), Porzellan Parforce. München 2005, Kat.-Nr. 65. - Pietsch, Ulrich (Hrsg.), Die Arbeitsberichte des Meissener Porzellanmodelleurs Johann Joachim Kaendler. Leipzig 2002, S. 85.