- Collier mit Pfauenmotiv mit Diamanten, Saphiren und Fensteremail

Auktion 379, Kat.-Nr. 1025

ALTE KUNST & SCHMUCK am 20. März 2018

 

Collier mit Pfauenmotiv mit Diamanten, Saphiren und Fensteremail

Schätzpreis:
€ 6.000 bis € 8.000

Differenzbesteuerung    

Ergebnis:
€ 13.970 (inkl. 27 % Käuferaufgeld)



Beschreibung:
COLLIER MIT PFAUENMOTIV MIT DIAMANTEN, SAPHIREN UND FENSTEREMAIL
Paris, L. GAUTRAIT, um 1900

Gold 750/-, getestet. Signiert L. Gautrait (gestempelt). 26 kleine Diamanten im Rosenschliff. 10 facettierte, herzförmige, kornblumenblaue Saphire. 2 Steine erg. 1 weiße Zuchtperle, 8 x 5,5 mm; Fensteremail in verschiedenen Blautönen, opakes Email in Weiß, Grün und Blau. Email min. best.
Collier: L. ca. 52 cm, Mittelstück: ca. 8,5 x 4,8 cm. Ca. 26,11 g.

Der Pfau ist in Rückenansicht mit zur Seite gewendetem Kopf dargestellt. Den Kopf umschließt ein Nimbus aus kleinen Diamantrosen, aus dem die emaillierten Kopffedern herausragen. Das Rad ist breit gefächert und die Federn sind durch Fensteremail akzentuiert. Die Pfauenaugen bestehen aus facettierten Saphiren. Als unterer Abschluss dient eine ovale Zuchtperle. Zwei kleine Kettchen führen zu einem dreieckigen Verbindungsstück, das ebenfalls mit Fensteremail verziert und mit einem Saphir besetzt ist. Darin ist die Collierkette befestigt. Der Anhänger war ursprünglich auch als Brosche zu tragen. Eine nahezu identische Brosche wurde unter dem Titel Pariser Schmuck in der Ausstellung des Bayerischen Nationalmuseums vom 1. Dezember 1989 bis zum 4. März 1990 gezeigt.

Über die Lebensumstände und die künstlerische Herkunft des Schmuckkünstlers L. Gautrait, der für die Juwelierfirma Vever und den Pariser Juwelier Léon Gariod als Entwerfer gearbeitet hat, ist nach wie vor nichts bekannt. Die Figur des radschlagenden Pfaus, ein häufiges Motiv im Oevre Gautraits, kommt seiner Vorliebe für ausschwingende Konturen, die all seinen Schmuckstücken zu eigen ist, besonders entgegen. Dieses Motiv ermöglichte es Gautrait zudem, sein besonderes Interesse für das Material Email zur höchsten Entfaltung zu bringen.

SvP

Literatur: Pariser Schmuck Vom Zweiten Kaiserreich zur Belle Epoque, Hrsg. Bayerisches Nationalmuseum, Hirmer Verlag, München, 1989, S. 286, Abb. 219.

SvP


Datierung:
um 1900


Maße:
Collier: L. ca. 52 cm, Mittelstück: ca. 8,5 x 4,8 cm cm
Zustand:
Email min. best
Literatur:
Pariser Schmuck Vom Zweiten Kaiserreich zur Belle Epoque, Hrsg. Bayerisches Nationalmuseum, Hirmer Verlag, München, 1989, S. 286, Abb. 219
Kommentar:
Über die Lebensumstände und die künstlerische Herkunft des Schmuckkünstlers L. Gautrait, der für die Juwelierfirma Vever und den Pariser Juwelier Léon Gariod als Entwerfer gearbeitet hat, ist nach wie vor nichts bekannt. Die Figur des radschlagenden Pfaus, ein häufiges Motiv im Oevre Gautraits, kommt seiner Vorliebe für ausschwingende Konturen, die all seinen Schmuckstücken zu eigen ist, besonders entgegen. Dieses Motiv ermöglichte es Gautrait zudem, sein besonderes Interesse für das Material Email zur höchsten Entfaltung zu bringen. SvP