Franz Christoph Janneck - Zwei Gemälde aus dem Zyklus "Der Verlorene Sohn"

Auktion 400, Kat.-Nr. 77

FRüHJAHRSAUKTION am 14. April 2021

Franz Christoph Janneck

Zwei Gemälde aus dem Zyklus "Der Verlorene Sohn"

Schätzpreis:
€ 30.000 bis € 40.000

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Ergebnis:
€ 38.100 (inkl. 27 % Käuferaufgeld)

Beschreibung:
Franz Christoph Janneck
1703 Graz - 1761 Wien

Zwei Gemälde aus dem Zyklus "Der Verlorene Sohn"


Die Aufteilung des väterlichen Vermögens unter den beiden Söhnen und Abschied des Verlorenen Sohnes - Der Verlorene Sohn verprasst seine Habe. Das zweite Gemälde l. u. signiert. Öl auf Kupfer. Je 31,5 x 45 cm. Rest. Rahmen.

Aus einem ursprünglich wohl aus vier Gemälden bestehenden Zyklus zum Gleichnis vom Verlorenen Sohn (Lukas 15, 11-32). Dieses ist ein häufiges Thema in der Malerei, nur selten enstanden jedoch ganze Zyklen nach dieser biblischen Vorlage.

Zusammen mit den Arbeiten seines Kollegen und Freundes Johann Georg Platzer stellen die Gemälde Franz Christoph Jannecks einen sehr speziellen kleinmeisterlichen Zweig der Malerei des Rokoko dar. Die dargestellten Personen in ihren phantasievollen und farbenprächtigen historisierenden Kostümen wirken wie Schauspieler. Die (im Wortsinn) "Inszenierung" von Jannecks Kompositionen ist vom zeitgenössischen Wiener Bühnenbild beeinflusst.

Die beiden vorliegenden Gemälde gehörten zum Gründungsbestand des Metropolitan Museum of Art in New York. Als dieses am 17. Februar 1872 eröffnet wurde, konnte die Festgesellschaft insgesamt 174 Gemälde Alter Meister bewundern. Diese waren im Sommer 1870 in Europa erworben worden, davon alleine 100 Gemälde in Brüssel, die anderen Positionen, darunter die beiden Gemälde Franz Christoph Jannecks, in Paris.

Literatur: Catalogue of the Pictures in the Metropolitan Museum of Art. New York 1872, S. 60, Kat.-Nr. 163 und 164. - Pietsch, Ulrich, Preziosen einer süddeutschen Kunstsammlung. München 2001, S. 160 f. - Baetjer, Katharine, Buying Pictures for New York: The Founding Purchase of 1871, in: Metropolitan Museum Journal, Bd. XXXIX (2004), S. 240, Nr. 163 und 164, Abb. S. 241.

Provenienz: William Tilden Blodgett, New York (1870). - Eigentümergemeinschaft William Tilden Blodgett und John Taylor Johnson, erster Präsident des Metropolitan Museum of Art, New York (1871). - Erworben durch das Metropolitan Museum of Art, New York. - Ausgeschieden aus dem Bestand des Metropolitan Museum of Art, New York, und in der Folge bei Christies New York, 31. Mai 1979, mit Kat.-Nr. 72 versteigert. - Süddeutscher Privatbesitz.


Titel-Zusatz:
Die Aufteilung des väterlichen Vermögens unter den beiden Söhnen und Abschied des Verlorenen Sohnes - Der Verlorene Sohn verprasst seine Habe


Signatur-Bez-Vorne:
Das zweite Gemälde l. u. signiert
Technik:
Öl
Träger:
auf Kupfer
Maße:
Je 31,5 x 45 cm
Zustand:
Rest
Rahmen:
Rahmen
Kommentar:
Literatur: Catalogue of the Pictures in the Metropolitan Museum of Art. New York 1872, S. 60, Kat.-Nr. 163 und 164. - Pietsch, Ulrich, Preziosen einer süddeutschen Kunstsammlung. München 2001, S. 160 f. - Baetjer, Katharine, Buying Pictures for New York: The Founding Purchase of 1871, in: Metropolitan Museum Journal, Bd. XXXIX (2004), S. 240, Nr. 163 und 164, Abb. S. 241. Provenienz: William Tilden Blodgett, New York (1870). - Eigentümergemeinschaft William Tilden Blodgett und John Taylor Johnson, erster Präsident des Metropolitan Museum of Art, New York (1871). - Erworben durch das Metropolitan Museum of Art, New York. - Ausgeschieden aus dem Bestand des Metropolitan Museum of Art, New York, und in der Folge bei Christies New York, 31. Mai 1979, mit Kat.-Nr. 72 versteigert. - Süddeutscher Privatbesitz.