Kleines Marienreliquiar - Aachen, neogotisch, nach 1895, Werkstatt August Witte
Auktion 410, Kat.-Nr. 73
JUBILÄUMS-AUKTION
am 20. September 2023 bis 21. September 2023
Kleines Marienreliquiar
Aachen, neogotisch, nach 1895, Werkstatt August Witte
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noch erhältlich
Kleines Marienreliquiar
Aachen, neogotisch, nach 1895, Werkstatt August Witte
Silber, vergoldet, besetzt mit Diamanten, Rubinen, Saphiren, Smaragden und Perlen, buntes Email, Holz. Auf profiliertem Rechtecksockel mit durchbrochenem Blattfries zwei auf kleinen Podesten knieende Engel, die einen Schrein mit der Maria Immaculata und rückseitiger Reliquienkapsel präsentieren. Marken "A.WITTE AACHEN" mit päpstlichem Wappen. Min. besch. Holzsockel. 12 x 9 x 5,5 cm bzw. mit Sockel 14 x 12,5 x 8,5 cm.
Die Firma August Witte, gegründet 1865, war neben Reinhold Vasters und Martin Vogeno eine der bedeutendsten Aachener Goldschmiede in der "Kunst der Stilnachahmung" sakraler und liturgischer Gegenstände. 1872 wurde Witte vom Domkapitel des Aachener Doms zum Stiftsgoldschmied ernannt und erhielt eine Dienstwohnung mit Werkstatt am Klosterplatz in Aachen, direkt neben dem Dom. 1887 übernahm, nach dessen frühem Tod, sein ältester Sohn Bernhard die väterliche Firma und wurde der erfolgreichste Vertreter der Familie. Er erhielt 1895 von Papst Leo XIII. den Ehrentitel "Goldschmied des Heiligen Stuhls und der Päpstlichen Paläste" mit dem Recht, das päpstliche Wappen zu führen.
Provenienz: aus österreichischem Adelsbesitz
Vgl. Grimme, E. G., Goldschmiedekunst: Aachener Werkstätten, in: Trier E., Weyres, W. (Hrsg.), Kunst des 19. Jahrhunderts im Rheinland. Düsseldorf 1981, Bd. 5, S. 13 - 31.