Süddeutsch (München) - Christus als guter Hirte

Auktion 406, Kat.-Nr. 638

HERBSTAUKTION 28. UND 29. SEPTEMBER am 28. September 2022

Süddeutsch (München)

Christus als guter Hirte

Schätzpreis:
€ 1.500 bis € 2.000

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noch erhältlich

Beschreibung:

Süddeutsch (München)

3. Viertel 18. Jh.

 

Christus als guter Hirte

 

 

Rücks. Bezeichnung und Restaurierungsangaben (1929 und 1972). Öl auf Lwd. auf dünner Sperrholzplatte. 90 x 111,5 cm (passig geschweift). Rest. Min. besch. Rahmen min. besch. (101 x 120,5 cm).

 

Wortlaut der rückseitigen Bezeichnung (1929):

"Originalbild der Frohnleichnams-Fahne [sic!] der Metzger in unterer Benck vom Jahre 1762 ..."

 

Die Formulierung "in unterer Benck" ist wohl als "untere Bank" zu verstehen. Dies ist eine Bezeichnung in der Hierarchie der "Bänke" in den Räten der Städte, hier wohl als Hinweis auf den Platz der Metzger im Münchner (?) Rat zu verstehen.

 

Aufwändig gestaltete Fahnen wurden an hohen kirchlichen Festtagen von verschiedenen an den Prozessionen teilnehmenden Gruppierungen, auch Handwerksinnungen, mitgeführt. Sollten die Angaben von 1929 (wohl Resultat einer Transkription von der Originalrückseite der Leinwand) zutreffen, zeugt die hohe künstlerische Qualität der vorliegenden Darstellung nicht nur vom Selbstbewusstsein sondern auch den finanziellen Möglichkeiten der Metzger. Stilistisch steht das Fahnenbild des "Guten Hirten" dem Schaffen der Künstlerfamilie Zick nahe.

 

Provenienz: Aus dem Besitz einer Münchener Metzgerfamilie.



Datierung:
3. Viertel 18. Jh.


Signatur-Bez-Recto:
Rücks. Bezeichnung und Restaurierungsangaben (1929 und 1972)
Technik-Träger:
Öl auf Lwd. auf dünner Sperrholzplatte
Zustand:
Rest. Min. besch
Rahmen:
Rahmen min. besch. (101 x 120,5 cm)
Provenienz:
Aus dem Besitz einer Münchener Metzgerfamilie.
Kommentar:
Die Formulierung "in unterer Benck" ist wohl als "untere Bank" zu verstehen. Dies ist eine Bezeichnung in der Hierarchie der "Bänke" in den Räten der Städte, hier wohl als Hinweis auf den Platz der Metzger im Münchner (?) Rat zu verstehen. Aufwändig gestaltete Fahnen wurden an hohen kirchlichen Festtagen von verschiedenen an den Prozessionen teilnehmenden Gruppierungen, auch Handwerksinnungen, mitgeführt. Sollten die Angaben von 1929 (wohl Resultat einer Transkription von der Originalrückseite der Leinwand) zutreffen, zeugt die hohe künstlerische Qualität der vorliegenden Darstellung nicht nur vom Selbstbewusstsein sondern auch den finanziellen Möglichkeiten der Metzger. Stilistisch steht das Fahnenbild des "Guten Hirten" dem Schaffen der Künstlerfamilie Zick nahe.