Martin Dichtl - Alte Frau vor dem Spiegel - Alte Frau an einer Tischorgel

Auktion 406, Kat.-Nr. 620

HERBSTAUKTION 28. UND 29. SEPTEMBER am 28. September 2022

Martin Dichtl

Alte Frau vor dem Spiegel - Alte Frau an einer Tischorgel

Schätzpreis:
€ 5.000 bis € 6.000

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noch erhältlich

Beschreibung:

Martin Dichtl

um 1639 Nürnberg - 1710 Wien

 

Alte Frau vor dem Spiegel - Alte Frau an einer Tischorgel

 

 

Zwei Gemälde. Das erste Gemälde auf dem Brillentui signiert und 1667 datiert, das zweite l. u. signiert und undeutlich 166[...] datiert. Rücks. versch. Bezeichnungen und Etiketten, darunter Klebeetiketten mit Eigentümernachweis "Egon u. Elisabeth Studnicka", Wien. Öl auf Lwd. 95,5 x 75 cm. Doubliert. Rest. Rahmen besch. (112 x 91 cm).

 

Eine Fotografie des zweiten Gemäldes (mit der uns vorliegenden Rahmung) ist in der Online-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien, als "Vanitasallegorie II" nachweisbar (https://onb.digital/result/BAG_10088964). Dort 1660 datiert.

 

Die Deutung der beiden vorliegenden Gemälde als Vanitasallegorien liegt nahe. Dennoch könnte der Kontext auch ein anderer sein: Möglicherweise sind zwei der fünf Sinne dargestellt, das Sehen und das Hören. Gerade beim Gemälde der an einer Tischorgel sitzenden Frau ist der Aspekt der Vergänglichkeit jedoch unübersehber: Im Hintergrund, nur schemenhaft zu erkennen, lauscht der Tod.

 

Der Maler und Kupferstecher Martin Dichtl ist biographisch kaum nachweisbar. Ab 1661 sind erste Werke von seiner Hand überliefert. Neben religiösen Szenen schuf er zahlreiche Bildnisse, die z. T. deutlich niederländischen Einfluss erkennen lassen.

 

Provenienz: Adam Sieder-Stiftung.



Titel-Zusatz:
Zwei Gemälde


Signatur-Bez-Vorne:
Das erste Gemälde auf dem Brillentui signiert und 1667 datiert, das zweite l. u. signiert und undeutlich 166[...] datiert
Signatur-Bez-Recto:
Rücks. versch. Bezeichnungen und Etiketten, darunter Klebeetiketten mit Eigentümernachweis "Egon u. Elisabeth Studnicka", Wien
Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
95,5 x 75 cm
Zustand:
Doubliert. Rest
Rahmen:
Rahmen besch. (112 x 91 cm)
Provenienz:
Adam Sieder-Stiftung.
Kommentar:
Der Maler und Kupferstecher Martin Dichtl ist biographisch kaum nachweisbar. Ab 1661 sind erste Werke von seiner Hand überliefert. Neben religiösen Szenen schuf er zahlreiche Bildnisse, die z. T. deutlich niederländischen Einfluss erkennen lassen.