Jakob Philipp Hackert - Blick auf Limite sullArno

Auktion 390, Kat.-Nr. 511

Gemälde und Graphiken 15. – 20. Jh. am 3. Dezember 2020

Jakob Philipp Hackert

Blick auf Limite sullArno

Schätzpreis:
€ 4.000 bis € 5.000

Differenzbesteuerung    

Ergebnis:
€ 5.080 (inkl. 27 % Käuferaufgeld)

Beschreibung:

Jakob Philipp Hackert

1737 Prenzlau /Uckermark - 1807 S.Piero di Careggi

 

Blick auf Limite sullArno

 

 

L. u. signiert, Ortsbezeichnung "Limite sularno" und 1800 datiert. Lavierte Federzeichnung in Braun über Bleistift auf Papier. 42,5 x 64,5. Aufgezogen. Min fleckig. Rahmen.

 

Im Mai 1800 hatte sich Jakob Philipp Hackert in Florenz niedergelassen und in den Sommermonaten dieses Jahres wanderte er mit zwei jungen Künstlern, u. a. seinem Schüler Francesco Inghirami durch die Toskana.

In diesem Zusammenhang entstand auch die Zeichnung "Terranuova im Val dArno", die Hackert 1803 als persönliches Geschenk an Goethe nach Weimar übersandte, s.: Nordhoff, Claudia / Reimer, Hans, Jakob Philipp Hackert 1737 - 1807. Verzeichnis seiner Werke. Berlin 1994, Bd. II, S. 379, WVZ-Nr. 930.

 

Dass Hackert Limite sullArno auf einer seiner Zeichnungen festhielt, liegt sicherlich auch an der bereits seit dem 16. Jahrhundert bestehenden Stellung dieses Ortes als Schiffsbauplatz. Schiffe waren von Beginn seiner künstlerischen Laufbahn an ein Thema bei Hackert - Ausgangspunkt seiner Karriere war ein Bildzyklus zu Seeschlachten.

 

Laut Nordhoff könnte es sich bei dem Wanderer am linken Flussufer um Hackert selbst handeln. Die Signatur hat der Künstler auf demselben Weg angebracht, den der Wanderer beschreitet - auf zu neuen Aussichtspunkten, die in Zeichnungen festgehalten werden wollen.

 

 

Werkverzeichnis: Gutachten Dr. Claudia Nordhoff, Rom, 14. Oktober 2020. - Wertgutachten Dr. Horst Ludwig, München, 19. Dezember 2005.



Signatur-Bez-Vorne:
L. u. signiert, Ortsbezeichnung "Limite sularno" und 1800 datiert
Technik:
Lavierte Federzeichnung in Braun über Bleistift
Träger:
auf Papier
Zustand:
Rahmen
Werkverzeichnis:
Gutachten Dr. Claudia Nordhoff, Rom, 14. Oktober 2020. - Wertgutachten Dr. Horst Ludwig, München, 19. Dezember 2005.