Emil Nolde - Junges Paar. 1913

Auktion 403, Kat.-Nr. 504

Moderne Kunst am 2. Dezember 2021 ab 17:30 Uhr

Emil Nolde

Junges Paar. 1913

Schätzpreis:
€ 100.000 bis € 150.000

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noch erhältlich
Beschreibung:

Emil Nolde

1867 Nolde/Kreis Tondern - 1956 Seebüll

 

Junges Paar. 1913

 

 

Rechts unten signiert. Links unten bezeichnet "von 3 Dr. dieser Fassung Nr. 1". Unten mittig betitelt "Junges Paar". Farblithographie in Schwarz, Grauviolett und Graublau auf Japan. Laut Werkverzeichnis existieren 68 verschiedene Fassungen mit insgesamt 112 Abzügen. 61,5 x 50,5. Blattgröße: Knitterig, min. fleckig cm. Schiefler/Mosel/Urban 52.

 

Das druckgraphische Werk Emil Noldes entsteht in einem Zeitraum von ca. zwanzig Jahren. 1907 widmet sich der Künstler erstmals der Lithographie und beschränkt die Darstellung zunächst mit kräftigem Pinselstrich auf das Wesentliche. Einige Jahre später malt er direkt auf Stein und entdeckt die malerische Qualität dieser Technik für sich: "Erst, wenn der Maler auf dem Stein schaffend arbeitet, erlebt er den Reiz der Technik und die weitgehendsten Möglichkeiten" (Schiefler/Mosel S. 8).

 

Das "Junge Paar" entsteht 1913 mit weiteren zwölf großformatigen Farblithographien in einer Flensburger Druckerei und gehört zu den wichtigsten und beeindruckendsten Farblithographien des Künstlers. Für Gustav Schiefler, Ersteller des Werkverzeichnisses, sollten sie aus Sicht Emil Noldes eine enorme Herausforderung bei der Erfassung darstellen: "Die neuen Lithographien lassen sich gar nicht katalogisieren. Immer und immer wieder habe ich Steine und Farben geändert von Morgen bis Abend 8 Wochen lang". (Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde (Hg.). Emil Nolde. Das graphische Werk. Bd. II. Köln 1967. S. 13)

 

Provenienz: Sammlung Rudolf Neumeister



Signatur-Bez-Vorne:
Rechts unten signiert. Links unten bezeichnet "von 3 Dr. dieser Fassung Nr. 1". Unten mittig betitelt "Junges Paar"
Technik:
Farblithographie in Schwarz, Grauviolett und Graublau
Träger:
auf Japan
Rahmen:
Schiefler/Mosel/Urban 52
Provenienz:
Sammlung Rudolf Neumeister