München um 1815/20 - Königin Karoline Friederike von Bayern

Auktion 407, Kat.-Nr. 476

WINTERAUKTION

am 7. Dezember 2022 bis 8. Dezember 2022

München um 1815/20

Königin Karoline Friederike von Bayern

Schätzpreis:
€ 2.500 bis € 3.000

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noch erhältlich

Beschreibung:
München um 1815/20

Königin Karoline Friederike von Bayern

Hüftbild nach links. Vor Vorhangdraperie sitzend, links Ausblick auf die Silhouette Münchens. Öl auf Lwd. 74 x 60 cm. Rest. Rahmen min. besch. (90 x 75 cm).

Karoline Friederike (1776 Karlsruhe - 1841 München) war eine Tochter des Erbprinzen Karl Ludwig von Baden und seiner Gemahlin Amalie Prinzessin von Hessen-Darmstadt. Sie galt bereits in ihrer Jugend als literarisch umfassend gebildet und an der französischen Kultur interessiert und orientiert. 1793 heiratete Karolines Schwester Luise den russischen Großfürsten Alexander, sie stieg bereits 1801 zur Zarin auf. 1796 wurde Maximilian Joseph von Pfalz-Zweibrücken in Ansbach, wohin sich neben der pfälzischen auch die badische Herrscherfamilie vor den anrückenden Franzosen geflüchtet hatte, auf die 20-Jährige aufmerksam. 1797 erfolgte die Heirat. Karoline akzeptierte den deutlich älteren Ehemann mit vier kleinen Kindern anfänglich nicht ohne Vorbehalte. Für den Bräutigam war es bereits die zweite Ehe, nachdem seine erste Gemahlin Auguste Wilhelmine von Hessen-Darmstadt 1796 verstorben war. Die Ehe mit Karoline wurde sehr glücklich, ihr entstammten acht Kinder, fünf Töchter überlebten. Die tiefgläubige Protestantin Karoline setzte sich stark für religiöse Toleranz ein. Ihrer Liebe zur Literatur, vor allem französischen Werken, blieb sie treu, dem oberfränkischen Dichter Jean Paul wandte sie eine Pension zu. Aufgrund des deutlichen Altersunterschiedes war ihr politischer Einfluss auf ihren Mann zwar gering, dennoch waren ihre - nicht ohne Hintergedanken vergossenen - Tränen als argumentatives Druckmittel gefürchtet ...


Datierung:
um 1815/20


Titel-Zusatz:
Hüftbild nach links. Vor Vorhangdraperie sitzend, links Ausblick auf die Silhouette Münchens


Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
74 x 60 cm
Zustand:
Rest
Rahmen:
Rahmen min. besch. (90 x 75 cm)
Kommentar:
Karoline Friederike (1776 Karlsruhe - 1841 München) war eine Tochter des Erbprinzen Karl Ludwig von Baden und seiner Gemahlin Amalie Prinzessin von Hessen-Darmstadt. Sie galt bereits in ihrer Jugend als literarisch umfassend gebildet und an der französischen Kultur interessiert und orientiert. 1793 heiratete Karolines Schwester Luise den russischen Großfürsten Alexander, sie stieg bereits 1801 zur Zarin auf. 1796 wurde Maximilian Joseph von Pfalz-Zweibrücken in Ansbach, wohin sich neben der pfälzischen auch die badische Herrscherfamilie vor den anrückenden Franzosen geflüchtet hatte, auf die 20-Jährige aufmerksam. 1797 erfolgte die Heirat. Karoline akzeptierte den deutlich älteren Ehemann mit vier kleinen Kindern anfänglich nicht ohne Vorbehalte. Für den Bräutigam war es bereits die zweite Ehe, nachdem seine erste Gemahlin Auguste Wilhelmine von Hessen-Darmstadt 1796 verstorben war. Die Ehe mit Karoline wurde sehr glücklich, ihr entstammten acht Kinder, fünf Töchter überlebten. Die tiefgläubige Protestantin Karoline setzte sich stark für religiöse Toleranz ein. Ihrer Liebe zur Literatur, vor allem französischen Werken, blieb sie treu, dem oberfränkischen Dichter Jean Paul wandte sie eine Pension zu. Aufgrund des deutlichen Altersunterschiedes war ihr politischer Einfluss auf ihren Mann zwar gering, dennoch waren ihre - nicht ohne Hintergedanken vergossenen - Tränen als argumentatives Druckmittel gefürchtet ...