Deutsch - Franz Georg Reichsgraf von Schönborn

Auktion 402, Kat.-Nr. 469

HERBSTAUKTION am 22. September 2021

Deutsch

Franz Georg Reichsgraf von Schönborn

Schätzpreis:
€ 10.000 bis € 12.000

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noch erhältlich
Beschreibung:

Deutsch

um 1730/40

 

Franz Georg Reichsgraf von Schönborn

 

 

Halbfigur nach rechts. Auf der Rahmenrückseite auf altem Klebeetikett Identifizierung als Lothar Franz von Schönborn. Öl auf Lwd. 86 x 74 cm. Randdoublierung. Rest. Aufwändig beschnitzter und vergoldeter Rahmen mit Rocailledekor der Zeit. Min. besch.

 

Franz Georg von Schönborn (1682 Mainz - 1756 Schloss Philippsburg, Ehrenbreitstein) war ein Mitglied des weitverzweigten und die (Kirchen-) Politik des 18. Jahrhunderts deutlich mitbestimmenden Hauses Schönborn. Er war Neffe des Kurfürsten Lothar Franz von Schönborn. Seine Jugend verbrachte Franz Georg in Aschaffenburg, wo er am Jesuitenkolleg studierte und 1695, als Dreizehnjähriger, in den geistlichen Stand aufgenommen wurde. 1700 Domizellar am Domstift St. Peter in Trier, dort 1701 Domherr. Im gleichen Jahr als Stiftspropst von St. Moritz nach Augsburg berufen, Erhebung in den Reichsgrafenstand. Danach Studium in Salzburg. Nach Ausbruch des Spanischen Erbfolgekrieges zusammen mit seinem Bruder Marquard Wilhelm (geb. 1683) Fortsetzung der Studien in Siena, später in Leiden.

 

Von seinem Onkel, Lothar Franz, wurde Franz Georg von Schönborn zum kurmainzischen Gesandten beim Heiligen Stuhl ernannt. Er wurde kaiserlicher Kammerherr, Reichshofrat, Gesandter des Fränkischen Kreises beim Friedenskongress in Utrecht, kaiserlicher Geheimrat. 1729 Kurfürst von Trier und Fürstabt von Prüm, 1732 auch Fürstbischof von Worms und Fürstpropst von Ellwangen.

 

Als Bauherr stellte er sich in die Tradition seiner Familie, auch er war vom schönbornschen "Bauwurmb" befallen - 1737-1753 entstand die Residenz in Ellwangen, es folgten weitere Bauprojekte. Sein letzter Bau war 1752 das Jagdschloss Schönbornslust in Kesselheim (1794 durch französische Revolutionstruppen zerstört).



Datierung:
um 1730/40


Titel-Zusatz:
Halbfigur nach rechts


Signatur-Bez-Recto:
Auf der Rahmenrückseite auf altem Klebeetikett Identifizierung als Lothar Franz von Schönborn
Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
86 x 74 cm
Zustand:
Randdoublierung. Rest
Rahmen:
Aufwändig beschnitzter und vergoldeter Rahmen mit Rocailledekor der Zeit. Min. besch
Kommentar:
Franz Georg von Schönborn (1682 Mainz - 1756 Schloss Philippsburg, Ehrenbreitstein) war ein Mitglied des weitverzweigten und die (Kirchen-) Politik des 18. Jahrhunderts deutlich mitbestimmenden Hauses Schönborn. Er war Neffe des Kurfürsten Lothar Franz von Schönborn. Seine Jugend verbrachte Franz Georg in Aschaffenburg, wo er am Jesuitenkolleg studierte und 1695, als Dreizehnjähriger, in den geistlichen Stand aufgenommen wurde. 1700 Domizellar am Domstift St. Peter in Trier, dort 1701 Domherr. Im gleichen Jahr als Stiftspropst von St. Moritz nach Augsburg berufen, Erhebung in den Reichsgrafenstand. Danach Studium in Salzburg. Nach Ausbruch des Spanischen Erbfolgekrieges zusammen mit seinem Bruder Marquard Wilhelm (geb. 1683) Fortsetzung der Studien in Siena, später in Leiden. Von seinem Onkel, Lothar Franz, wurde Franz Georg von Schönborn zum kurmainzischen Gesandten beim Heiligen Stuhl ernannt. Er wurde kaiserlicher Kammerherr, Reichshofrat, Gesandter des Fränkischen Kreises beim Friedenskongress in Utrecht, kaiserlicher Geheimrat. 1729 Kurfürst von Trier und Fürstabt von Prüm, 1732 auch Fürstbischof von Worms und Fürstpropst von Ellwangen. Als Bauherr stellte er sich in die Tradition seiner Familie, auch er war vom schönbornschen "Bauwurmb" befallen - 1737-1753 entstand die Residenz in Ellwangen, es folgten weitere Bauprojekte. Sein letzter Bau war 1752 das Jagdschloss Schönbornslust in Kesselheim (1794 durch französische Revolutionstruppen zerstört).