Georges Desmarées, Werkstatt - Kurprinzessin Maria Antonia von Sachsen

Auktion 407, Kat.-Nr. 466

WINTERAUKTION

am 7. Dezember 2022 bis 8. Dezember 2022

Georges Desmarées, Werkstatt

1697 Gimo (Schweden) - 1776 München

Kurprinzessin Maria Antonia von Sachsen

Schätzpreis:
€ 6.000 bis € 8.000

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noch erhältlich

Beschreibung:
Georges Desmarées, Werkstatt

1697 Gimo (Schweden) - 1776 München

Kurprinzessin Maria Antonia von Sachsen

Hüftbild leicht nach rechts, den Kopf nach links gewandt. Mit dem russischen Orden der Hl. Katharina und reichem Diamantschmuck. Öl auf Lwd. 81,5 x 65,5 cm. Rest. Rahmen min. besch. (89,5 x 74 cm).

Maria Antonia Walpurgis Symphorosa von Bayern (1724 München - 1780 Dresden) war die älteste Tochter des bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht und seiner Gemahlin Maria Amalia, Tochter Kaiser Josephs I. Am 20. Juni 1747 heiratete sie in Dresden den sächsischen Kurprinzen Friedrich Christian, der bereits wenige Wochen nach seiner Thronbesteigung als Kurfürst 1763 verstarb. Für den noch minderjährigen ältesten Sohn, jetzt Kurfürst Friedrich August III., übernahm sie - zusammen mit ihrem Schwager - die Vormundschaft. Von ihrem Interesse am Unternehmertum zeugt die Gründung einer Kattunfabrik in Naundorf im Jahre 1763. Seit 1766 war sie Eigentümerin des Bayrischen Brauhauses in Dresden. Die in München bestens erzogene Kurfürstin - besonders der Musikunterricht lag ihr auch persönlich am Herzen - betätigte sich auch als Schriftstellerin, in ihren letzten Lebensjahren verfasste sie die Abhandlung "Von der Befestigung des Gemütes gegen die Schrecken des Todes". Vgl. das aus den späten 1750er Jahren stammende Bildnis der sächsischen Kurfürstin in der Ahnengalerie der Münchner Residenz (Inv.-Nr. Res. Mü. G. w. 5). Die korrekte Identifizierung der Dargestellten ist seit 1980 publiziert. Vgl. Seelig, Lorenz, Die Ahnengalerie der Münchner Residenz. Untersuchungen zur malerischen Ausstattung, in: Glaser, Hubert (Hg.) Qeullen und Studien zur Kunstpolitik der Wittelsbacher vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. München 1980, S. 313 f., Nr. 72 (mit Abb. 261). Das Original Desmarées im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (Inv.-Nr. 3369), als Dauerleihgabe im Germanischen Nationalmuseum. Dort allerdings falsch als "Herzogin Maria Anna von Bayern" inventarisiert (vgl. https://www.sammlung.pinakothek.de/de/artwork/ApL8J874N2/georg-desmarees/herzogin-maria-an na-von-bayern).


Titel-Zusatz:
Hüftbild leicht nach rechts, den Kopf nach links gewandt. Mit dem russischen Orden der Hl. Katharina und reichem Diamantschmuck


Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
81,5 x 65,5 cm
Zustand:
Rest
Rahmen:
Rahmen min. besch. (89,5 x 74 cm)
Kommentar:
Maria Antonia Walpurgis Symphorosa von Bayern (1724 München - 1780 Dresden) war die älteste Tochter des bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht und seiner Gemahlin Maria Amalia, Tochter Kaiser Josephs I. Am 20. Juni 1747 heiratete sie in Dresden den sächsischen Kurprinzen Friedrich Christian, der bereits wenige Wochen nach seiner Thronbesteigung als Kurfürst 1763 verstarb. Für den noch minderjährigen ältesten Sohn, jetzt Kurfürst Friedrich August III., übernahm sie - zusammen mit ihrem Schwager - die Vormundschaft. Von ihrem Interesse am Unternehmertum zeugt die Gründung einer Kattunfabrik in Naundorf im Jahre 1763. Seit 1766 war sie Eigentümerin des Bayrischen Brauhauses in Dresden. Die in München bestens erzogene Kurfürstin - besonders der Musikunterricht lag ihr auch persönlich am Herzen - betätigte sich auch als Schriftstellerin, in ihren letzten Lebensjahren verfasste sie die Abhandlung "Von der Befestigung des Gemütes gegen die Schrecken des Todes". Vgl. das aus den späten 1750er Jahren stammende Bildnis der sächsischen Kurfürstin in der Ahnengalerie der Münchner Residenz (Inv.-Nr. Res. Mü. G. w. 5). Die korrekte Identifizierung der Dargestellten ist seit 1980 publiziert. Vgl. Seelig, Lorenz, Die Ahnengalerie der Münchner Residenz. Untersuchungen zur malerischen Ausstattung, in: Glaser, Hubert (Hg.) Qeullen und Studien zur Kunstpolitik der Wittelsbacher vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. München 1980, S. 313 f., Nr. 72 (mit Abb. 261). Das Original Desmarées im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (Inv.-Nr. 3369), als Dauerleihgabe im Germanischen Nationalmuseum. Dort allerdings falsch als "Herzogin Maria Anna von Bayern" inventarisiert (vgl. https://www.sammlung.pinakothek.de/de/artwork/ApL8J874N2/georg-desmarees/herzogin-maria-an na-von-bayern).