Süddeutsch Anfang 18. Jh - Die Sieben Zufluchten

Auktion 407, Kat.-Nr. 462

WINTERAUKTION

am 7. Dezember 2022 bis 8. Dezember 2022

Süddeutsch Anfang 18. Jh

Die Sieben Zufluchten

Schätzpreis:
€ 1.500 bis € 2.000

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noch erhältlich

Beschreibung:
Süddeutsch Anfang 18. Jh

Die Sieben Zufluchten

Öl auf Lwd. 102,5 x 67 cm. Doubliert. Rest. Besch. Rahmen besch. (118 x 83 cm).

Die "Sieben Zufluchten" sind ein v. a. im 18. Jahrhundert in Süddeutschland, insbesonders in Bayern und Tirol häufig dargestelltes Bildmotiv. Seine Entstehung und Verbreitung ist eng mit den Jesuiten und der Gegenreformation verbunden. Die Verehrung der Sieben Zufluchten wurde vom Münchner Jesuiten Tobias Lohner begründet, der 1689 das Andachtsbuch "Heylwürckende Andacht der Gottliebenden Seelen zu den Siben Zufluchten von einem Jesuitenpater" publizierte. Den "Zufluchten" wird jeweils ein Wochentag bzw. ein Festtag im Jahreskreis zugeordnet: Arme Seelen / Montag bzw. Allerseelen, Engel / Dienstag bzw. das Schutzengelfest, Heilige / Mittwoch bzw. das Fest Allerheiligen, Eucharistie / Donnerstag bzw. Fronleichnam, Gekreuzigter / Freitag bzw. Karfreitag, Maria / Samstag bzw. Mariä Empfängnis, Dreifaltigkeit / Sonntag, bzw. Dreifaltigkeitssonntag. Somit ergibt sich bei der Andacht vor dem vorliegenden Gemälde für jeden Tag der Woche ein Thema zur Meditation. Mit der Aufklärung und der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 verlor das Bildthema und die damit verbundene Andacht an Bedeutung. Nachdem Antonio Triva, Hofmaler in München, 1691 die erste bildliche Darstellung der Sieben Zufluchten für eine Seitenkapelle der Münchner Frauenkirche geschaffen hatte, verbreitete sich das Bildthema sehr schnell. Trivas Darstellung diente fortan als Vorbild für die weiteren Kompositionen.


Datierung:
Anfang 18. Jh


Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
102,5 x 67 cm
Zustand:
Doubliert. Rest. Besch
Rahmen:
Rahmen besch. (118 x 83 cm)
Kommentar:
Die "Sieben Zufluchten" sind ein v. a. im 18. Jahrhundert in Süddeutschland, insbesonders in Bayern und Tirol häufig dargestelltes Bildmotiv. Seine Entstehung und Verbreitung ist eng mit den Jesuiten und der Gegenreformation verbunden. Die Verehrung der Sieben Zufluchten wurde vom Münchner Jesuiten Tobias Lohner begründet, der 1689 das Andachtsbuch "Heylwürckende Andacht der Gottliebenden Seelen zu den Siben Zufluchten von einem Jesuitenpater" publizierte. Den "Zufluchten" wird jeweils ein Wochentag bzw. ein Festtag im Jahreskreis zugeordnet: Arme Seelen / Montag bzw. Allerseelen, Engel / Dienstag bzw. das Schutzengelfest, Heilige / Mittwoch bzw. das Fest Allerheiligen, Eucharistie / Donnerstag bzw. Fronleichnam, Gekreuzigter / Freitag bzw. Karfreitag, Maria / Samstag bzw. Mariä Empfängnis, Dreifaltigkeit / Sonntag, bzw. Dreifaltigkeitssonntag. Somit ergibt sich bei der Andacht vor dem vorliegenden Gemälde für jeden Tag der Woche ein Thema zur Meditation. Mit der Aufklärung und der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 verlor das Bildthema und die damit verbundene Andacht an Bedeutung. Nachdem Antonio Triva, Hofmaler in München, 1691 die erste bildliche Darstellung der Sieben Zufluchten für eine Seitenkapelle der Münchner Frauenkirche geschaffen hatte, verbreitete sich das Bildthema sehr schnell. Trivas Darstellung diente fortan als Vorbild für die weiteren Kompositionen.