Jan Griffier - Weite Flusslandschaft

Auktion 402, Kat.-Nr. 440

HERBSTAUKTION am 22. September 2021

Jan Griffier

Weite Flusslandschaft

Schätzpreis:
€ 4.000 bis € 6.000

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noch erhältlich
Beschreibung:

Jan Griffier

1645 o. 1652 Amsterdam - 1718 London

 

Weite Flusslandschaft

 

 

Im Vordergrund eine Schiffsanlegestelle. L. u. signiert. Rücks. Besitzersiegel. Öl auf Holz. 27 x 39 cm. Rest. Rahmen min. besch.

 

Jan Griffiers Flusslandschaften waren und sind bis heute bei Sammlern sehr beliebt und waren zu seinen Lebzeiten weit verbreitet. Gekonnt mischte der Künstler reale und höchst phantasievolle Motive, so säumte er Rheinlandschaften mit quasi hochalpinen Gipfeln oder kombinierte korrekt wiedergegebene topographische Situationen - wie den Blick auf Hampton Court in der Tate Gallery, London - mit einem seiner Phantasie entsprungenen Architekturelement, beim genannten Gemälde mit einer mittelalterlichen Burg. Letztlich geht auch Griffiers Kunst auf die sog. Weltlandschaft zurück, einen Typus der Landschaftsdarstellung, der in den Niederlanden im 16. Jahrhundert entwickelt worden war: Der Blick des Betrachters wird - häufig aus der Vogelschauperspektive - tief in den Hintergrund hineingeführt, die Landschaft scheint sich in weiter Ferne zu verlieren.



Titel-Zusatz:
Im Vordergrund eine Schiffsanlegestelle


Signatur-Bez-Vorne:
L. u. signiert
Signatur-Bez-Recto:
Rücks. Besitzersiegel
Technik:
Öl
Träger:
auf Holz
Maße:
27 x 39 cm
Zustand:
Rest
Rahmen:
Rahmen min. besch
Kommentar:
Jan Griffiers Flusslandschaften waren und sind bis heute bei Sammlern sehr beliebt und waren zu seinen Lebzeiten weit verbreitet. Gekonnt mischte der Künstler reale und höchst phantasievolle Motive, so säumte er Rheinlandschaften mit quasi hochalpinen Gipfeln oder kombinierte korrekt wiedergegebene topographische Situationen - wie den Blick auf Hampton Court in der Tate Gallery, London - mit einem seiner Phantasie entsprungenen Architekturelement, beim genannten Gemälde mit einer mittelalterlichen Burg. Letztlich geht auch Griffiers Kunst auf die sog. Weltlandschaft zurück, einen Typus der Landschaftsdarstellung, der in den Niederlanden im 16. Jahrhundert entwickelt worden war: Der Blick des Betrachters wird - häufig aus der Vogelschauperspektive - tief in den Hintergrund hineingeführt, die Landschaft scheint sich in weiter Ferne zu verlieren.