Marten van Valckenborch - Flusslandschaft mit Schafherde und Flucht nach Ägypten

Auktion 402, Kat.-Nr. 437

HERBSTAUKTION am 22. September 2021

Marten van Valckenborch

Flusslandschaft mit Schafherde und Flucht nach Ägypten

Schätzpreis:
€ 15.000 bis € 20.000

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noch erhältlich
Beschreibung:

Marten van Valckenborch

1534 Löwen - 1612 Frankfurt a. M.

 

Flusslandschaft mit Schafherde und Flucht nach Ägypten

 

 

R. u. monogrammiert, 1610 datiert und mit Altersangabe "AET.75" des Künstlers. Öl auf Lwd. 95 x 140 cm. Doubliert. Rest. Rahmen.

 

Vor einer weiten, in der Ferne verblauenden Flusslandschaft spannt sich links eine hölzerne Bogenbrücke. Auf dieser ein Hirte mit seiner Schafherde. Im Mittelgrund links werden bei einer Wassermühle Schafe vor der Schur gewaschen. Im Hintergrund, auf einer Anhöhe, eine Burganlage, in der Ferne eine Windmühle. Rechts im Mittelgrund die Heilige Familie auf der Flucht nach Ägypten. Dahinter ein Hochofen und eine Schmiede am Flussufer, rechts am Bildrand wird ein wohl mit Erz beladener Korb auf einen Pferdewagen verladen.

 

Das vorliegende Gemälde stellt ein bemerkenswertes Beispiel für den Spätstil Marten van Valckenborchs dar. Nach Alexander Wied handelt es sich um das letzte Werk des Künstlers. Das Bestreben Valckenborchs, durch die Anreicherung seines Gemäldes mit verschiedensten figurenreichen Einzelszenen den Anschluss an die Kunst der jüngeren Generation zu halten, wird bei diesem Werk des 75-Jährigen besonders deutlich.

 

Literatur: Franz, Heinrich Gerhard, Ein Landschaftsbild des Marten van Valckenborch, in: Weltkunst 19 (1.10.1979), Abb. 1 und 2. - Wied, Alexander, Lucas und Marten van Valckenborch (1535-1597 und 1534-1612). Das Gesamtwerk mit kritischem Oeuvrekatalog. Freren 1990. S. 275, WVZ-Nr. 44 und Farbtafel 35 (irrtümlich seitenverkehrt abgebildet) sowie Text S. 242.

 

Provenienz: Kunsthandel Franz Scheidwimmer, München, 1979. - Nachlass eines hessischen Privatsammlers.



Signatur-Bez-Vorne:
R. u. monogrammiert, 1610 datiert und mit Altersangabe "AET.75" des Künstlers
Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
95 x 140 cm
Zustand:
Doubliert. Rest
Rahmen:
Rahmen
Provenienz:
Kunsthandel Franz Scheidwimmer, München, 1979. - Nachlass eines hessischen Privatsammlers.
Kommentar:
Das vorliegende Gemälde stellt ein bemerkenswertes Beispiel für den Spätstil Marten van Valckenborchs dar. Nach Alexander Wied handelt es sich um das letzte Werk des Künstlers. Das Bestreben Valckenborchs, durch die Anreicherung seines Gemäldes mit verschiedensten figurenreichen Einzelszenen den Anschluss an die Kunst der jüngeren Generation zu halten, wird bei diesem Werk des 75-Jährigen besonders deutlich. Literatur: Franz, Heinrich Gerhard, Ein Landschaftsbild des Marten van Valckenborch, in: Weltkunst 19 (1.10.1979), Abb. 1 und 2. - Wied, Alexander, Lucas und Marten van Valckenborch (1535-1597 und 1534-1612). Das Gesamtwerk mit kritischem Oeuvrekatalog. Freren 1990. S. 275, WVZ-Nr. 44 und Farbtafel 35 (irrtümlich seitenverkehrt abgebildet) sowie Text S. 242.