Bernhard Gottlieb Fridrich - Thurn und Taxissches "Lust-Palais" in Regensburg, 1754

Auktion 402, Kat.-Nr. 409

HERBSTAUKTION am 22. September 2021

Bernhard Gottlieb Fridrich

Thurn und Taxissches "Lust-Palais" in Regensburg, 1754

Schätzpreis:
€ 400 bis € 500

Differenzbesteuerung    

Ergebnis:
€ 585 (inkl. 30 % Käuferaufgeld)

Beschreibung:

Bernhard Gottlieb Fridrich

1710 Augsburg - 1756 Regensburg

 

Thurn und Taxissches "Lust-Palais" in Regensburg, 1754

 

 

Kupferstich, aufwändig koloriert und goldgehöht. 39,8 x 53,7 cm. Bis knapp über den Plattenrand beschnitten. Aufgezogen. Vertikale Falte mittig. Unfrisch, min. besch. Rahmen.

 

"Wahrer Abris Des auf die den 1. Iun. 1754. erfolgte glückliche Endbindung, Ihro Kayserl. Königl. Majestaet von einem vierten Durchl. Erzherzogen, erbauten Lust-Palais und Illumination So Sr. Hochfürstl. Durchl. des Höchst ansehnlichen Kayserl. Herrn Principal Commissarii Herrn Fürsten von Thurn und Taxis, zu der den 10. Iul. gehaltenen Festivitaet auf eine Donau Insel negst Regenspurg hat erbauen lassen".

 

Dargestellt ist ein Glanzstück ephemerer barocker Festarchitektur: das "Lust-Palais", ein prächtig gestalteter und illuminierter Pavillon auf einer Donauinsel bei Regensburg. Anlass für dessen Errichtung war die Geburt Erherzogs Ferdinand Karl (1754-1806), des späteren Generalgouverneurs der Lombardei und Begründer des Hauses Österreich-Este. Er war das vierzehnte Kind Maria Theresias und des Kaisers Franz I. Stephan. In Regensburg beging man dessen Geburt in mehr als angemessener Form am 10. Juli des Jahres. Entworfen wurde das "Lust-Palais" vom Vater des später berühmt gewordenen Künstlers Johann Zoffany. Sein Name ist links unter der Darstellung als "A. F. Zauffaley" aufgeführt. Anton Franz Zoffany (Zauffaly) stammte aus Böhmen, war ursprünglich Schreiner und später in Frankfurt als Baumeister in Diensten der Thurn und Taxis tätig. Seit 1748 lebte er in Regensburg, wo er 1772 starb. In Regensburg wurde er bereits früher für eine weitere Festarchitektur engagiert: 1750 entwarf er eine Illumination anlässlich des "Beylagers" des Fürsten Alexander Ferdinands mit seiner dritten Gemahlin, Maria Henrietta Prinzessin von Fürstenberg-Stühlingen.

 

Provenienz: Aus süddeutschem Adelsbesitz.



Technik-Träger:
Kupferstich, aufwändig koloriert und goldgehöht
Maße:
39,8 x 53,7 cm
Zustand:
Bis knapp über den Plattenrand beschnitten. Aufgezogen. Vertikale Falte mittig. Unfrisch, min. besch
Rahmen:
Rahmen
Provenienz:
Aus süddeutschem Adelsbesitz.
Kommentar:
Dargestellt ist ein Glanzstück ephemerer barocker Festarchitektur: das "Lust-Palais", ein prächtig gestalteter und illuminierter Pavillon auf einer Donauinsel bei Regensburg. Anlass für dessen Errichtung war die Geburt Erherzogs Ferdinand Karl (1754-1806), des späteren Generalgouverneurs der Lombardei und Begründer des Hauses Österreich-Este. Er war das vierzehnte Kind Maria Theresias und des Kaisers Franz I. Stephan. In Regensburg beging man dessen Geburt in mehr als angemessener Form am 10. Juli des Jahres. Entworfen wurde das "Lust-Palais" vom Vater des später berühmt gewordenen Künstlers Johann Zoffany. Sein Name ist links unter der Darstellung als "A. F. Zauffaley" aufgeführt. Anton Franz Zoffany (Zauffaly) stammte aus Böhmen, war ursprünglich Schreiner und später in Frankfurt als Baumeister in Diensten der Thurn und Taxis tätig. Seit 1748 lebte er in Regensburg, wo er 1772 starb. In Regensburg wurde er bereits früher für eine weitere Festarchitektur engagiert: 1750 entwarf er eine Illumination anlässlich des "Beylagers" des Fürsten Alexander Ferdinands mit seiner dritten Gemahlin, Maria Henrietta Prinzessin von Fürstenberg-Stühlingen.