- Dreiteilige Kaminumrandung mit maurischen Fliesen aus der Alhambra

Auktion 405, Kat.-Nr. 4

SOMMERAUKTION am 29. Juni 2022

 

Dreiteilige Kaminumrandung mit maurischen Fliesen aus der Alhambra

Schätzpreis:
€ 7.000 bis € 8.000

Differenzbesteuerung    

unter Vorbehalt  € 5.500

Beschreibung:

Dreiteilige Kaminumrandung mit maurischen Fliesen aus der Alhambra

Granada, 15./16. Jh.

 

Majolika. Dekor in "cuenca"-Technik: verschiedene Rankenmuster in Grün, Blau, Ocker und Mangan auf weißem Grund. In drei Alurahmen auf Moltofill montiert. Besch. 3 x 137 x 32,5 cm und 3 x 43 x 36 cm.

 

Aus dem Besitz des Bankiers und Kunstmäzens Arthur von Gwinner (1856-1931), Vorstand der Deutschen Bank seit 1894. Aus dessen Besitz stammt auch die hölzerne Alhambrakuppel, die einst einen Aussichtsturm des Palacio del Partal in der Alhambra überdachte, der Palaststadt oberhalb von Granada in Spanien, die unter dem Nasridenherrscher Muhammad III. (reg. 1302-1309) angelegt wurde. Diesen Palast, der sich mit einer Arkadenhalle auf ein großes Wasserbecken öffnet, überragt der Aussichtsturm, von dem aus man den Blick auf Granada genießen und bewundern konnte. Im 19. Jahrhundert erhielt er den Namen "Torre de las Damas" (Spanisch für Damenturm).

1891 baute Arthur von Gwinner, der den Turm in den 1880er Jahren erworben hatte, die Holzkuppel mit Erlaubnis der spanischen Behörden aus (Lt. Zeitungsartikel vom 20.7.1978 im Tagesspiegel stammt die Kuppel aus Privatbesitz und durfte aufgrund von Dokumenten und Belegen mit Wissen und Zustimmung der spanischen Regierung Spanien verlassen) und brachte sie nach Deutschland, wo sie in seinem Privathaus eingebaut wurde (heute im Museum für islamische Kunst, Berlin). Den Turm dagegen schenkte er dem spanischen Staat.

 

 



Datierung:
15./16. Jh.


Maße:
3 x 137 x 32,5 cm und 3 x 43 x 36 cm
Zustand:
In drei Alurahmen auf Moltofill montiert. Besch
Kommentar:
Aus dem Besitz des Bankiers und Kunstmäzens Arthur von Gwinner (1856-1931), Vorstand der Deutschen Bank seit 1894. Aus dessen Besitz stammt auch die hölzerne Alhambrakuppel, die einst einen Aussichtsturm des Palacio del Partal in der Alhambra überdachte, der Palaststadt oberhalb von Granada in Spanien, die unter dem Nasridenherrscher Muhammad III. (reg. 1302-1309) angelegt wurde. Diesen Palast, der sich mit einer Arkadenhalle auf ein großes Wasserbecken öffnet, überragt der Aussichtsturm, von dem aus man den Blick auf Granada genießen und bewundern konnte. Im 19. Jahrhundert erhielt er den Namen "Torre de las Damas" (Spanisch für Damenturm). 1891 baute Arthur von Gwinner, der den Turm in den 1880er Jahren erworben hatte, die Holzkuppel mit Erlaubnis der spanischen Behörden aus (Lt. Zeitungsartikel vom 20.7.1978 im Tagesspiegel stammt die Kuppel aus Privatbesitz und durfte aufgrund von Dokumenten und Belegen mit Wissen und Zustimmung der spanischen Regierung Spanien verlassen) und brachte sie nach Deutschland, wo sie in seinem Privathaus eingebaut wurde (heute im Museum für islamische Kunst, Berlin). Den Turm dagegen schenkte er dem spanischen Staat.