Johann Friedrich Voltz - Hirte mit Herde am Seeufer

Auktion 405, Kat.-Nr. 358

SOMMERAUKTION am 29. Juni 2022

Johann Friedrich Voltz

Hirte mit Herde am Seeufer

Schätzpreis:
€ 5.000 bis € 7.000

Differenzbesteuerung    

Ergebnis:
€ 11.050 (inkl. 30 % Käuferaufgeld)

Beschreibung:

Johann Friedrich Voltz

1817 Nördlingen - 1886 München

 

Hirte mit Herde am Seeufer

 

 

Aufziehendes Wetter. Auf dem See (Starnberger See) ein Dampfschiff. R. u. signiert und (18)80 datiert. Rücks. Reste eines Stempels "Eigentum Fürstin [...]". Öl auf Holz. 50 x 121,5 cm. Aufgedoppelt. Parkettiert. Rest. Rahmen min. besch. (61,5 x 133,5 cm).

 

Friedrich Voltz gilt als bedeutendster deutscher Tiermaler seiner Zeit. 1834-35 studierte er an der Münchner Akademie, bildete sich jedoch vor allem als Autodidakt weiter. Anfangs beeinflusste ihn das Schaffen Albrecht Adams sehr deutlich. Die Künstlerfreunde Carl Spitzweg und Eduard Schleich machten ihn Ende der 1830er Jahre mit der Pleinairmalerei bekannt. Seit den 1850er Jahren entstanden in Voltz Atelier Hirtenidyllen und Tierfabeln sowie idyllische Landschaften mit Tierstaffage meist aus der Umgebung des Starnberger Sees. Seine reifen Werke stehen unverkennbar unter dem Eindruck des französischen Realismus und der zeitgenössischen Kunst in den Niederlanden. Friedrich Voltz war Mitglied der Akademien in München, Berlin und Wien.

 

Auf der akademischen Kunstausstellung in Berlin wurde 1884 ein thematisch vergleichbares Werk des Künstlers präsentiert. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich dabei um das vorliegende Gemälde gehandelt haben könnte, das sich durch seine künstlerische Qualität und meisterhaft wiedergegebene atmosphärische Stimmung von anderen Werken dieser Zeit deutlich abhebt, und nicht zuletzt auch aufgrund seines erzählerischen Charakters ausstellenswert gewesen wäre. Vgl. Katalog der "LXVII. Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste [...] zu Berlin vom 24. August bis 19. October 1884", Kat.-Nr. 742 "Heerde am See bei Gewitterstimmung" (möglicherweise das vorliegende Gemälde).



Titel-Zusatz:
Aufziehendes Wetter. Auf dem See (Starnberger See) ein Dampfschiff


Signatur-Bez-Vorne:
R. u. signiert und (18)80 datiert
Signatur-Bez-Recto:
Rücks. Reste eines Stempels "Eigentum Fürstin [...]"
Technik:
Öl
Träger:
auf Holz
Maße:
50 x 121,5 cm
Zustand:
Aufgedoppelt. Parkettiert. Rest
Rahmen:
Rahmen min. besch. (61,5 x 133,5 cm)
Kommentar:
Friedrich Voltz gilt als bedeutendster deutscher Tiermaler seiner Zeit. 1834-35 studierte er an der Münchner Akademie, bildete sich jedoch vor allem als Autodidakt weiter. Anfangs beeinflusste ihn das Schaffen Albrecht Adams sehr deutlich. Die Künstlerfreunde Carl Spitzweg und Eduard Schleich machten ihn Ende der 1830er Jahre mit der Pleinairmalerei bekannt. Seit den 1850er Jahren entstanden in Voltz Atelier Hirtenidyllen und Tierfabeln sowie idyllische Landschaften mit Tierstaffage meist aus der Umgebung des Starnberger Sees. Seine reifen Werke stehen unverkennbar unter dem Eindruck des französischen Realismus und der zeitgenössischen Kunst in den Niederlanden. Friedrich Voltz war Mitglied der Akademien in München, Berlin und Wien. Auf der akademischen Kunstausstellung in Berlin wurde 1884 ein thematisch vergleichbares Werk des Künstlers präsentiert. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich dabei um das vorliegende Gemälde gehandelt haben könnte, das sich durch seine künstlerische Qualität und meisterhaft wiedergegebene atmosphärische Stimmung von anderen Werken dieser Zeit deutlich abhebt, und nicht zuletzt auch aufgrund seines erzählerischen Charakters ausstellenswert gewesen wäre. Vgl. Katalog der "LXVII. Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste [...] zu Berlin vom 24. August bis 19. October 1884", Kat.-Nr. 742 "Heerde am See bei Gewitterstimmung" (möglicherweise das vorliegende Gemälde).