Herrenarmbanduhr aus dem Besitz von Thomas Mann - Schweiz, 1930er Jahre

Auktion 407, Kat.-Nr. 313

WINTERAUKTION

am 7. Dezember 2022 bis 8. Dezember 2022

Herrenarmbanduhr aus dem Besitz von Thomas Mann

Schweiz, 1930er Jahre

Schätzpreis:
€ 1.200 bis € 2.200

Differenzbesteuerung    

Ergebnis:
€ 9.750 (inkl. 30 % Käuferaufgeld)

Beschreibung:
Herrenarmbanduhr aus dem Besitz von Thomas Mann

Schweiz, 1930er Jahre

Vergoldet. An zwei Ecken Vergoldung abgeplatzt. Zifferblatt teilweise oxidiert.. Maße der Uhr: ca. 30,7 x 24,8 x 9 mm. L. ca. 22,8 cm.

Oktogonales Gehäuse. Silbernes Zifferblatt mit schwarzen arabischen Ziffern, zentrale Minuterie, gebläute Stahlzeiger. Handaufzug. Neues rotbraunes Lederarmband mit Krokoprägung. Eine typische Herrenarmbanduhr der 1930er Jahre. Schlicht und reduziert. Es wäre eine ganz normale Uhr - hätte sie sich Deutschlands berühmtester Schriftsteller Thomas Mann nicht um den Arm gebunden. Der nicht alltägliche Zeitmesser stammt aus dem Besitz von Thomas Manns "Lieblingsenkel" Frido Mann. Der Erlös geht auf dessen persönlichen Wunsch an den Trägerverein des Interfaith Network "Weltkloster e.V." Frido Mann, dem Thomas Mann in seinem Roman "Dr. Faustus" in Gestalt des "Nepomuk Schneidewein" ein literarisches Denkmal setzte, erinnert sich: "Mein Großvater ist vor seiner bevorstehenden Rückkehr nach Kalifornien extra von Zürich nach Innsbruck gereist, um sich von mir zu verabschieden. Bei diesem Treffen hat er seine Armbanduhr dann meiner Mutter zur Aufbewahrung für mich gegeben, für den Fall, dass wir uns nie wieder sehen würden. Offenbar hat sie die Uhr dann meiner Großmutter - also Thomas Manns Frau Katia Mann, geborene Pringsheim - zur Aufbewahrung überlassen. Nach Thomas Manns Tod am 12. August 1955 in Zürich erhielt ich die Uhr schließlich - entweder von meiner Mutter oder von der Großmutter, ich erinnere mich nicht mehr so genau."


Datierung:
1930er Jahre


Zustand:
An zwei Ecken Vergoldung abgeplatzt. Zifferblatt teilweise oxidiert.
Kommentar:
Eine typische Herrenarmbanduhr der 1930er Jahre. Schlicht und reduziert. Es wäre eine ganz normale Uhr - hätte sie sich Deutschlands berühmtester Schriftsteller Thomas Mann nicht um den Arm gebunden. Der nicht alltägliche Zeitmesser stammt aus dem Besitz von Thomas Manns "Lieblingsenkel" Frido Mann. Der Erlös geht auf dessen persönlichen Wunsch an den Trägerverein des Interfaith Network "Weltkloster e.V." Frido Mann, dem Thomas Mann in seinem Roman "Dr. Faustus" in Gestalt des "Nepomuk Schneidewein" ein literarisches Denkmal setzte, erinnert sich: "Mein Großvater ist vor seiner bevorstehenden Rückkehr nach Kalifornien extra von Zürich nach Innsbruck gereist, um sich von mir zu verabschieden. Bei diesem Treffen hat er seine Armbanduhr dann meiner Mutter zur Aufbewahrung für mich gegeben, für den Fall, dass wir uns nie wieder sehen würden. Offenbar hat sie die Uhr dann meiner Großmutter - also Thomas Manns Frau Katia Mann, geborene Pringsheim - zur Aufbewahrung überlassen. Nach Thomas Manns Tod am 12. August 1955 in Zürich erhielt ich die Uhr schließlich - entweder von meiner Mutter oder von der Großmutter, ich erinnere mich nicht mehr so genau."