Fritz von Uhde - Rastende Krieger am Waldrand

Auktion 385, Kat.-Nr. 184

ALTE KUNST am 25. September 2019

Fritz von Uhde

Rastende Krieger am Waldrand

Schätzpreis:
€ 4.000 bis € 5.000

Differenzbesteuerung    

Ergebnis:
€ 3.810 (inkl. 27 % Käuferaufgeld)

Beschreibung:
Uhde, Fritz von
1848 Wolkenburg (Sachsen) - 1911 München

Rastende Krieger am Waldrand


Bei ihnen drei Marketenderinnen mit Schafherde. R. u. signiert und 1879 datiert. Öl auf Lwd. 91 x 151 cm. Doubliert. Rest. Craquelé. Rahmen min. besch.

Das vorliegende Gemälde Fritz von Uhdes, in der einschlägigen Literatur nicht bekannt, stellt ein seltenes Zeugnis der frühen Kunst des Meisters dar. Uhde verschrieb sich zunächst, nachdem er ein Studium an der Dresdener Akademie nach kurzer Zeit wieder abgebrochen hatte, einer militärischen Karriere. Daneben pflegte er jedoch die Malerei weiter, unterstützt und angeleitet vom Schlachtenmaler Ludwig Albrecht Schuster. Fritz von Uhde wird schließlich auf Hans Makart aufmerksam, der mit seinen Werken auf Wanderausstellungen in Deutschland vertreten ist, er besucht diesen 1876 in Wien, um sein Schüler zu werden. Makart verweist ihn jedoch an Karl Theodor von Piloty in München, wohin Uhde 1877 übersiedelt. Jedoch findet er an der Münchner Akademie in den Klassen Pilotys, Diez und Lindenschmits keine Aufnahme. 1878 nimmt Uhde Abschied vom militärischen Dienst. In der anschließenden Zeit des Selbststudiums, auch nach dem Vorbild Alter Meister, entsteht das vorliegende Gemälde: Deutlich erkennt man die glühende Farbigkeit Makarts, das Bildthema wiederum orientiert sich eng am Schaffen Wilhelm von Diez. Dennoch spürt man bereits Uhdes Zukunft voraus: Ende 1879 sollte er, angeregt durch Mihály von Munkácsy, nach Paris ziehen, wo er von diesem gefördert und unterrichtet wird. In Paris entdeckt Uhde auch eine "Passion" für die Werke eines Jean-Baptiste-Camille Corot und Théodore Rousseau. Die Gestaltung des Landschaftshintergrundes auf dem angebotenen, mit schnellem Pinsel geschaffenen Gemälde scheint diese Begeisterung für die Arbeiten der beiden Hauptvertreter der Schule von Barbizon bereits vorwegzunehmen.


Titel-Zusatz:
Bei ihnen drei Marketenderinnen mit Schafherde


Signatur-Bez-Vorne:
R. u. signiert und 1879 datiert
Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
91 x 151 cm
Zustand:
Doubliert. Rest. Craquelé
Rahmen:
Rahmen min. besch
Kommentar:
Das vorliegende Gemälde Fritz von Uhdes, in der einschlägigen Literatur nicht bekannt, stellt ein seltenes Zeugnis der frühen Kunst des Meisters dar. Uhde verschrieb sich zunächst, nachdem er ein Studium an der Dresdener Akademie nach kurzer Zeit wieder