Johann Heiss - Allegorie des Frühlings

Auktion 377, Kat.-Nr. 180

ALTE KUNST am 27. September 2017

Johann Heiss

Allegorie des Frühlings

Schätzpreis:
€ 15.000 bis € 20.000

Differenzbesteuerung    

Ergebnis:
€ 13.970 (inkl. 27 % Käuferaufgeld)

Beschreibung:

HEISS, JOHANN

1640 Memmingen - 1704 Augsburg

 

Allegorie des Frühlings

 

Öl auf Lwd. 61,3 x 82,2 cm. Randdoublierung. Rest. Rahmen min. besch.

 

Bei den Hauptfiguren der Figurengruppe bei einem Brunnen handelt es sich um Neptun (gekennzeichnet durch den Dreizack), der sich der sitzenden Flora, die in den Händen einen Kranz weißer Rosen hält, nähert.

 

Das vorliegende Gemälde weicht von den klassischen Überlieferungsformen einer "Allegorie des Frühlings" ab. Flora ist lediglich über andeutende Attribute (der Kranz von Rosen, ein Korb voller Frühlingsblumen sowie ihre Begleiterinnen, die Blüten im Haar tragen bzw. Blumen pflücken) zu identifizieren.

Kompositionell bezieht sich das Gemälde auf Darstellungen der verschiedenen Liebschaften Neptuns. Die über die klassische Dichtung überlieferten Götterliebschaften stellten eines der beliebtesten Themen im erotischen Bilderkreis bereits der Kunst der Renaissance dar.

Die im Wesentlichen durch Kupferstiche verbreiteten Bildvorlagen von Darstellungen der Götterliebschaften müssen Johann Heiss bekannt gewesen sein. Deren erotische Ausstrahlung ist in seiner "Allegorie des Frühlings" jedoch zurückgenommen, das Hauptaugenmerk des Künstlers liegt auf der Vermittlung des Themas als solchem. Dabei verzichtet Heiss jedoch nicht auf delikate Farbigkeit und eine virtuose Lichtführung.

 

Das Gemälde wurde von Peter Königfeld mit Katalognummer B 71 in das Werkverzeichnis des Künstlers aufgenommen, der Katalogtext liegt in Kopie vor.

 

Gutachten: Dr. Peter Königfeld, Hannover, 1. August 2012 (mit ausführlicher Interpretation der Ikonographie des Gemäldes).



Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
61,3 x 82,2 cm
Zustand:
Randdoublierung. Rest
Rahmen:
Rahmen min. besch
Echtheit:
Gutachten: Dr. Peter Königfeld, Hannover, 1. August 2012 (mit ausführlicher Interpretation der Ikonographie des Gemäldes).
Kommentar:
Das vorliegende Gemälde weicht von den klassischen Überlieferungsformen einer "Allegorie des Frühlings" ab. Flora ist lediglich über andeutende Attribute (der Kranz von Rosen, ein Korb voller Frühlingsblumen sowie ihre Begleiterinnen, die Blüten im Haar