- Kommode

Auktion 402, Kat.-Nr. 151

HERBSTAUKTION am 22. September 2021

 

Kommode

Schätzpreis:
€ 15.000 bis € 20.000

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noch erhältlich
Beschreibung:

Kommode

Münchner Hofwerkstätten, um 1740

 

Furnier Nussbaum, Nussmaser, Zwetschge, Ahorn. Rotmarmorplatte. Vergoldete Bronzebeschläge. Auf geschweiften Füßen. Zweischübiger trapezförmiger Korpus mit gebauchter Front und abgerundeten Vorderkanten. Ausgeschnittene Zarge. Bandwerkeinlagen. Beschlagdekor mit Maskarons, Spiralrosetten und Puttenköpfchen. Rest., erg., etwas besch. 83,5 x 133,5 x 58 cm.

 

Provenienz: Neumeister Auktion 284 (21.09.1994), lot 220 - Kunsthandel Röbbig, München, Kat. Frühe deutsche Porzellane, Einrichtungen und Objekte des 18. Jahrhunderts, Frühjahr 1996, Taf. S. 67 - süddeutsche Privatsammlung.

 

Die Kommode gehört zu einer Gruppe von neun gleichartigen Kommoden, die den Münchner Hofwerkstätten zuzuweisen sind. Sie unterscheidet sich lediglich in wenigen Details wie dem Fehlen von Seitentüren, der Marmorplatte und leicht abweichenden Bronzen. Sieben von ihnen befinden sich heute im Neuen Schloss Bayreuth bzw. im Besitz des Wittelsbacher Ausgleichsfonds. Unter Herzog Clemens von Bayern (1722 - 1770) waren drei Exemplare in seinen Schlafzimmern in Nymphenburg und Schleissheim bzw. in seinem dortigen Kabinett aufgestellt. Württemberg weist auf den Einfluss französischer Vorbilder, insbesondere von Kommoden Charles Cressents, für diesen Typus hin und führt an, dass die "vorliegenden sieben, wenn nicht sogar ehemals neun Kommoden (...) stets Hofbesitz gewesen sein" dürften (s.u., S. 298).

 

 

Literatur: Langer, Brigitte/Württemberg, Alexander Herzog von, Die deutschen Möbel des 16. bis 18. Jahrhunderts. Die Möbel der Residenz München II. München/New York 1996, S. 165.



Zustand:
Rest., erg., etwas besch
Literatur:
Langer, Brigitte/Württemberg, Alexander Herzog von, Die deutschen Möbel des 16. bis 18. Jahrhunderts. Die Möbel der Residenz München II. München/New York 1996, S. 165.
Kommentar:
Die Kommode gehört zu einer Gruppe von neun gleichartigen Kommoden, die den Münchner Hofwerkstätten zuzuweisen sind. Sie unterscheidet sich lediglich in wenigen Details wie dem Fehlen von Seitentüren, der Marmorplatte und leicht abweichenden Bronzen. Sieben von ihnen befinden sich heute im Neuen Schloss Bayreuth bzw. im Besitz des Wittelsbacher Ausgleichsfonds. Unter Herzog Clemens von Bayern (1722 - 1770) waren drei Exemplare in seinen Schlafzimmern in Nymphenburg und Schleissheim bzw. in seinem dortigen Kabinett aufgestellt. Württemberg weist auf den Einfluss französischer Vorbilder, insbesondere von Kommoden Charles Cressents, für diesen Typus hin und führt an, dass die "vorliegenden sieben, wenn nicht sogar ehemals neun Kommoden (...) stets Hofbesitz gewesen sein" dürften (s.u., S. 298).