Hans Georg Asam - Die Vierzehn Nothelfer

Auktion 385, Kat.-Nr. 134

ALTE KUNST am 25. September 2019

Hans Georg Asam

Die Vierzehn Nothelfer

Schätzpreis:
€ 15.000 bis € 20.000

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Ergebnis:
€ 27.940 (inkl. 27 % Käuferaufgeld)



Beschreibung:
Asam, Hans Georg
1649 Rott / Inn - 1711 Sulzbach, Oberpfalz

Die Vierzehn Nothelfer


M. u. signiert und datiert 1706. Öl auf Lwd. 177 x 93 cm. Doubliert. Rest. Rahmen min. besch.

Ehemals Altarbild in der zweiten rechten Seitenkapelle in der Wallfahrtskirche Maria Hilf auf dem Mariahilfberg in Amberg.

Während der Pest im Jahre 1634 gelobten die Amberger Bürger den Bau einer Votivkapelle, die mit einem Mariahilf-Gnadenbild (nach Lucas Cranachs berühmtem Gemälde, das sich heute im Dom zu Innsbruck befindet) beschenkt wurde. Nachdem die ursprüngliche Kapelle einem Brand zum Opfer gefallen war, begann man 1697, nach Plänen Wolfgang Dientzenhofers, mit dem Bau der noch heute existierenden Wallfahrtskirche Maria Hilf.

Hans Georg Asam, Vater der die bayerische Kunst des 18. Jahrhunderts über die Maßen prägenden Cosmas Damian und Egid Quirin Asam, erhielt seine Ausbildung bei Nikolaus Prugger in München. Seit 1681 war er in Benediktbeuern tätig, es folgte ein längerer Aufenthalt in Italien. Von 1688 bis 1694 findet man ihn in Tegernsee, dann wieder München, schließlich seit 1700 in der Oberpfalz. Hans Georg Asam entwickelte sich im Laufe seiner Karriere zu einem der ersten Maler großflächiger Deckenbilder in Deutschland. Das vorliegende Altargemälde zeugt von der reifen Kunst Asams. Sein Sohn Cosmas Damian sollte ab 1716 die Deckenfresken der Wallfahrtskirche Maria Hilf malen.

Das Bildthema der "Vierzehn Nothelfer" hat seinen Ursprung im süddeutschen Raum. Der Kult um die vierzehn besonders verehrten Heiligen erfährt einen ersten Höhepunkt in der Wallfahrt "Vierzehnheiligen" bei Bad Staffelstein. Dort wurde bereits 1448 eine Kapelle geweiht. Die geistige Ausstrahlung der Vierzehnheiliger Nothelfer-Verehrung reichte bis in die Oberpfalz.

Literatur: Langenstein, Eva, Georg Asam. Ölmaler und Freskant im barocken Altbayern. München und Zürich 1986, S. 92.

Provenienz: Weinmüller, München, Auktion 133, 10.-12. März 1971, Kat.-Nr. 1218. - Süddeutsche Privatsammlung.


Signatur-Bez-Vorne:
M. u. signiert und datiert 1706
Technik:
Öl
Träger:
auf Lwd
Maße:
177 x 93 cm
Zustand:
Doubliert. Rest
Rahmen:
Rahmen min. besch
Provenienz:
Weinmüller, München, Auktion 133, 10.-12. März 1971, Kat.-Nr. 1218. - Süddeutsche Privatsammlung.
Kommentar:
Während der Pest im Jahre 1634 gelobten die Amberger Bürger den Bau einer Votivkapelle, die mit einem Mariahilf-Gnadenbild (nach Lucas Cranachs berühmtem Gemälde, das sich heute im Dom zu Innsbruck befindet) beschenkt wurde. Nachdem die ursprüngliche Ka