Oberitalien um 1500 - Segnender Christus

Auktion 413, Kat.-Nr. 125

JUNI-AUKTION

am 26. Juni 2024

Oberitalien um 1500


Segnender Christus

Schätzpreis:
€ 15.000 bis € 20.000

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Ergebnis:
€ 46.800 (inkl. 30 % Käuferaufgeld)

Beschreibung:

Oberitalien um 1500

Segnender Christus


Rücks. Inventaretikett Sammlung Albert Figdor mit Nummerierung 25. Auf der Rahmenrückseite Klebeetikett der Auktion Figdor 1930 mit Nummer 25. Mischtechnik auf Holz. 58,5 x 40 cm. Platte gewölbt. Einschubleisten. Rest. Besch. Rahmen (75,5 x 58 cm).


Der vor dunklem Hintergrund streng frontal und in halber Figur wiedergegebene Christus hat die rechte Hand zum Segensgestus erhoben. In seiner Linken hält er ein aufgeschlagenes Buch mit dem Text "Sit pax intranti. Benedictio quoque manenti" [i. S. "Friede sei mit dem Eintretenden. Gesegnet sei der, der bleibt"].

Theodor Frimmel publizierte das vorliegende Werk als "vermutlich Bartolomeo Montagna" (s. u.). Nach heutigem Wissensstand ist weder diese Zuschreibung noch jene (im Auktionskatalog von 1930 aufgeführte) an Cristoforo Caselli, gen. Cristoforo da Parma, haltbar. Dass der noch nicht identifizierte Künstler Kenntnis vom Schaffen des Andrea Previtali (um 1480 - 1528, Schüler Giovanni Bellinis in Venedig und ab 1511 in Bergamo tätig) hatte, ist unverkennbar. Stilistische Ähnlichkeiten hinsichtlich der Physiognomie des Auferstandenen finden sich bei einem "Segnenden Christus" wieder, der von Federico Zeri Marco Marziale zugeschrieben wurde. Marziale kann zwischen 1492 und 1507 in Venedig und Bergamo nachgewiesen werden (vgl. hierzu die Objektnummer 39021 der Fototeca der Fondazione Zeri, Bologna. (https://catalogo.fondazionezeri.unibo.it/scheda/opera/40944/Marziale%20Marco%2C%20Cristo% 20Redentore%20benedicente)

Provenienz: Max Blum, Kunsthändler in Wien (1897). - "Die Sammlung Albert Figdor - Wien. Erster Teil", Bd. 3. Berlin [Paul Cassirer - Artaria & Co. - Glückselig Gmbh], 29. und 30. September 1930, S. XIX, Kat.-Nr. 25 (ohne Abb.): als "Obertialienisch, um 1500". - Dort Rückerwerb über von der Erbin beauftragte Dritte, seither im Besitz der Familie.

Literatur: Frimmel, Theodor, "Der Segnende Christus in der Sammlung Figdor in Wien", in: Blätter für Gemäldekunde, Bd. III, Heft 10 (1907), S. 186-189 (mit Abb. auf der Titelseite).



Datierung:
um 1500


Signatur-Bez-Recto:
Rücks. Inventaretikett Sammlung Albert Figdor mit Nummerierung 25. Auf der Rahmenrückseite Klebeetikett der Auktion Figdor 1930 mit Nummer 25
Technik:
Mischtechnik
Träger:
auf Holz
Maße:
58,5 x 40 cm
Zustand:
Platte gewölbt. Einschubleisten. Rest. Besch
Rahmen:
Rahmen (75,5 x 58 cm)
Kommentar:
Provenienz: Max Blum, Kunsthändler in Wien (1897). - "Die Sammlung Albert Figdor - Wien. Erster Teil", Bd. 3. Berlin [Paul Cassirer - Artaria & Co. - Glückselig Gmbh], 29. und 30. September 1930, S. XIX, Kat.-Nr. 25 (ohne Abb.): als "Obertialienisch, um 1500". - Dort Rückerwerb über von der Erbin beauftragte Dritte, seither im Besitz der Familie. Literatur: Frimmel, Theodor, "Der Segnende Christus in der Sammlung Figdor in Wien", in: Blätter für Gemäldekunde, Bd. III, Heft 10 (1907), S. 186-189 (mit Abb. auf der Titelseite).