- Flötenuhr

Auktion 403, Kat.-Nr. 1137

Napoleon bei Neumeister am 1. Dezember 2021 ab 18:00 Uhr

 

Flötenuhr

Schätzpreis:
€ 4.500 bis € 5.000

Differenzbesteuerung    

Ergebnis:
€ 7.150 (inkl. 30 % Käuferaufgeld)

Beschreibung:

Flötenuhr

um 1840

 

Öl/Kupfer. Nussbaum, Palisander, tlw. auf Nadelholzkorpus. Weiß emailliertes Zifferblatt mit schwarzen römischen Stundenziffern. Schwarzwälder Räderuhrwerk, Schlagwerk auf Glocke. Flötenwerk mit ca. 100 Pfeifen, Holzwalze mit Stiften. Reparaturbedürftig. Ein Luftkanal, Seilrolle und zwei Figuren fehlen. Rest., erg. Ca. 282 x 87 x 54 cm. Dargestellt ist rechts neben dem Zifferblatt die Grabplatte des Kaisers mit seinen Lebensdaten und links der Negativkontur des Kaisers zwischen zwei Baumstämmen. Im Mittel und Hintergrund zwei Segelschiffe vor der Künstenlinie von Sankt Helena zu sehen. Die zweite Darstellung zeigt Napoleon vor der Personifikation des Genius der Zeit mit der Schlange der Ewigkeit in ihrer linken Hand, der seinen Sohn, den Herzog von Reichstadt (1811-1832) in der Ewigkeit empfängt. Vorbilder für beide Darstellungen sind zwei Kreidelithographien, die sich in der grafischen Sammlung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg befinden. Eine ist betitelt mit "Die beiden Opfer" und datiert 1832. (Karton 1315, HB 19436). Der Herzog von Reichstadt war der einzige legitime männliche Nachkomme Napoleon Bonapartes. Er stammte aus dessen zweiter Ehe mit Marie-Louise von Österreich. Nach dem Tode seines Vaters 1821 wurde er von den Bonapartisten als "Napoléon II." dreimal zum Kaiser ausgerufen, beanspruchte den Titel allerdings nicht. 1818 wurde er von seinem Großvater Kaiser Franz I. von Österreich zum Herzog von Reichstadt ernannt.

 

Es können 8 Melodien eingestellt werden.



Datierung:
um 1840


Zustand:
Reparaturbedürftig. Ein Luftkanal, Seilrolle und zwei Figuren fehlen. Rest., erg
Kommentar:
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